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Todesdrama am Großglockner

804 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Sterbehilfe, Fahrlässige Tötung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesdrama am Großglockner

um 14:46
Zitat von kobrilikobrili schrieb:Ich interpretiere Dein 2. Foto von ServusTV als den Kleinglockner - der ist mMn bei der Stüdlgrat-Route erst im Abstieg zu passieren.
Nein, das zweite Foto zeigt den Stüdlgrat etwa 50 Meter unterhalb des Gipfels. Ich habe jetzt extra nochmal im Alpinforum nachgefragt. Hier bei Servus TV ab Minute 28:16.

https://www.servustv.com/natur/v/aatjbsd2u4381hv4kwbj/

@Svensen, danke für den Eintrag. Ich bin mir sicher es ist die Stelle, deshalb warfen die Einsatzkräfte dort auch von 10:00 Uhr bis 10.40 Uhr an der Stelle auf der Webcam zu sehen.


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Todesdrama am Großglockner

um 15:06
Zitat von emzemz schrieb:Ich zitiere aus dem Live-Ticker
Danke. Der Live-Ticker ist hier tatsächlich die sicherste Quelle.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Für Spekulation ist viel Raum, weil objektiv betrachtet - trotz des Prozesses letzte Woche - ein gewaltiges Erkenntnisdefizit bleibt: Was war wann und wer war wo...? Und sagt T.P. die Wahrheit?
Danke für Deine Ausführungen. Mir ging es in meinem Beitrag (von 2:36 Uhr, heute Nacht) darum, auch für mich selbst zu überlegen, wie ich mir das Verhalten zw. 0:35 - 3:30 Uhr des Verurteilten irgendwie noch so halbwegs erklären kann bzw. hier vor allem um 0:35 Uhr. Kurz gesagt: wie abgebrüht ist der Mann? Oder macht man ihn hier dazu?
(Im Zweifel für den Angeklagten.)
Für mich bleibt das Telefonat 0:35 Uhr zeitliche Schlüsselstelle. Hier spricht er mit dem Rettungspolizist, danach dreht er das Handy auf lautlos.

Und ich vermute auch wie Du, dass T Kerstin in der hängenden Position gesehen hat, ohne zu wissen, ist sie tot oder lebt sie noch. Und ich frage mich: wann war das. (In meiner momentanen Theorie: nach 0:35 Uhr (aber wie gesagt, alles nur Vermutung)
Kann man irgendein Hin und Her zeitlich seinerseits über seine Stirnlampe ausmachen? ...ich glaube, so genau können die Bilder nicht erstellt werden: wann war er überhaupt das letzte Mal dicht bei ihr. ("fixiert haben will", "sich daneben gelegt", etc.)

Vielleicht hätte seine Aussage anders ausgesehen, wenn er gewusst hätte, wie wenig ihr Todeszeitpunkt eingegrenzt/angegeben werden kann.


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Todesdrama am Großglockner

um 15:14
@svensken, @KarloSamt
Danke für das überlegen/einfügen zum Auffindeort von K.


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Todesdrama am Großglockner

um 15:32
Zitat von SillyramaSillyrama schrieb:Vielleicht hätte seine Aussage anders ausgesehen, wenn er gewusst hätte, wie wenig ihr Todeszeitpunkt eingegrenzt/angegeben werden kann.
Es hieß, man hätte den Aufstieg/ die Entwicklung ihrer Erschöpfung auch anhand ihrer Uhren nachvollziehen können. Wenn dem so war, müsste man eigentlich auch wissen, wann in etwa sie starb und wann er weiter aufgestiegen ist?


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Todesdrama am Großglockner

um 15:43
26.02.2026
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:@watnu Naja, aber diese Zeugen sagten, dass sich beide Kletterer immer dann abgewandt haben vom Heli, wenn der Lichtkegel auf sie fiel.
Wir sprechen von wenige Sekunden, in denen sie vermutlich vom Heli-Scheinwerfer geblendet wurde. Falls sie TP anflehte, musste sie in TPs Richtung schauen und rufen. Ein Sekunden-Blick in Richtung Heli hätte ihr nicht genutzt.

Laut der Anklage sind sie defacto seit 20.50 Uhr nicht mehr weitergekommen:
7. keine Notsignale an den Hubschrauber: Obwohl der Angeklagte mir seiner Freundin de facto ab ca. 20:50 Uhr nicht mehr weitergekommen ist, hat er weiterhin keinen Notruf abgesetzt und auch beim Überflug eines Polizeihubschraubers um ca. 22:50 Uhr keine Notsignale abgegeben, sondern mit einer Verständigung der Rettungskräfte bis 03.30 Uhr zugewartet.
Quelle: https://www.justiz.gv.at/sta-innsbruck/staatsanwaltschaft-innsbruck/medienstelle/pressemitteilungen/tod-einer-bergsteigerin-am-grossglockner-am-19-1-2025.11a2.de.html

- - -
Was meint ihr mit
Zitat von OriginesOrigines schrieb: ihre Position 10 Meter am Seil hängend
?

Sie wurde lt. o. g. Anklage ca. 50 m unter dem Gipfel gefunden. Das war 10 m unterhalb des Platzes, an dem TP sie angeblich gesichert zurückgelassen haben will. Wie ich es verstanden habe, kann man davon ausgehen, dass sie nie an dem Platz gesichert war, den er nannte. War an dem angeblichen Platz das andere Ende des Seils befestigt?
Zitat von EichhörnchenEichhörnchen schrieb:https://www.kleinezeitung.at/kaernten/19276696/polizei-ermittelt-gegen-partner-der-verstorbenen-wegen-fahrlaessiger

(…)
Beklemmende Einblicke auf erfrorene Bergsteigerin

P. behauptete, er habe seiner Freundin nach dem Zusammenbruch den Rucksack samt Splitboards abgenommen. Dann habe er sie mit einer Seilschlinge an einem Felsblock gesichert, sie auf ihren Rucksack gesetzt und sei bei ihr geblieben.
Nach anderthalb Stunden will er aufgebrochen sein.

Die Fragen an Zeugen, Gutachter und P. lieferten beklemmende Einblicke. Immer wieder blendete der Richter auf zwei TV-Bildschirmen Fotos von Bergrettern ein. Zu sehen: Kerstin G.s Leichnam. Er hängt an einem Seil auf einem kleinen Felsvorsprung. Also rund zehn Meter unterhalb des Platzes, an dem P. seine Freundin gesichert haben will.

Der Körper wirkt auf den Bildern stark überstreckt. Merkwürdig fand Hofer darüber hinaus, dass die junge Frau ihren Rucksack samt Splitboard auf dem Rücken trug. Ihr Partner P. beteuerte mehrfach, er wisse es nicht, warum das so sei.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger ergibt seine Aussage Sinn.
- - -
Zitat von svenskensvensken schrieb:Eine Sache noch, wurde evtl. schon diskutiert: Warum hat Kerstin nicht noch selbst einen Notruf abgesetzt, nachdem Thomas weg war und sie merkte, dss sie das nicht ueberleben wird, wenn nicht bald etwas geschieht? Hing sie bereits hilflos im Seil, kam an das Telefon nicht ran? Wenn sie nicht im Seil hing, sondern, wie er sagte, völlig entkräftet auf dem Vorsprung sass, hätte sie dann nicht wenigstens noch versucht 140, 112 oder ihre Mutter anzurufen? Es kann natuerlich sein, dass sie bereits so gezittert hat oder weggetreten war, dass sie das nicht mehr geschafft hat. Aber es wundert mich doch. Sehr seltsam. Irgendein Umstand muss sie daran gehindert haben. Sie muss ja bereits beim Hubschrauberanflug so fertig gewesen sein, dass sie es nicht mal mehr geschafft hat, denen ein Zeichen zu geben.
Zitat von kobrilikobrili schrieb:Kann mir gut vorsellen, dass man nicht mehr gut das Telefon greifen kann. Man muss die Handschuhe ausziehen (es stürmt und ist eiskalt) und aufpassen, dass man das Handy nicht verliert.
Zusätzlich zu den vielen Möglichkeiten, die schon genannt wurden, ist mir noch eingefallen, dass sie eine Zeit lang bewusstlos gewesen sein könnte.
Oder, dass sie dachte, TP habe den Notruf abgesetzt (schon vor 00.35).


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Todesdrama am Großglockner

um 15:56
Zitat von RaissaRaissa schrieb:Es hieß, man hätte den Aufstieg/ die Entwicklung ihrer Erschöpfung auch anhand ihrer Uhren nachvollziehen können. Wenn dem so war, müsste man eigentlich auch wissen, wann in etwa sie starb und wann er weiter aufgestiegen ist?
Das ist ein sehr guter Hinweis!
Wobei er natürlich seine Handlungen / Aussagen dahingehend abwandeln könnte (statt Abstieg zu KG stieg er eigentlich auf - oder statt sich zu ihr zu legen, wartete er auf dem Gipfel, dass sie kommt...)


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Todesdrama am Großglockner

um 16:16
Zitat von ringelnatzringelnatz schrieb:Das ist ein sehr guter Hinweis!
Wobei er natürlich seine Handlungen / Aussagen dahingehend abwandeln könnte (statt Abstieg zu KG stieg er eigentlich auf - oder statt sich zu ihr zu legen, wartete er auf dem Gipfel, dass sie kommt...)
Ich finde es komisch, dass die durch die Uhren gewonnenen Erkenntnisse nicht zum Gegenstand der Verhandlung gemacht wurden und dass die Endposition von K ungeklärt einfach so hingenommen wurde.


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Todesdrama am Großglockner

um 16:19
Zitat von ringelnatzringelnatz schrieb:
Zitat von RaissaRaissa schrieb:Es hieß, man hätte den Aufstieg/ die Entwicklung ihrer Erschöpfung auch anhand ihrer Uhren nachvollziehen können. Wenn dem so war, müsste man eigentlich auch wissen, wann in etwa sie starb und wann er weiter aufgestiegen ist?
Das ist ein sehr guter Hinweis!
Wobei er natürlich seine Handlungen / Aussagen dahingehend abwandeln könnte (statt Abstieg zu KG stieg er eigentlich auf - oder statt sich zu ihr zu legen, wartete er auf dem Gipfel, dass sie kommt...)
Zitat von RaissaRaissa schrieb:Ich finde es komisch, dass die durch die Uhren gewonnenen Erkenntnisse nicht zum Gegenstand der Verhandlung gemacht wurden
Das wurden sie, wenn ich mich nicht irre. Schau mal am Ende der Anklage (Link in meinem vorherigen Post).
Evtl. hat der Akku nicht so lange durchgehalten.


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Todesdrama am Großglockner

um 16:31
Zitat von watnuwatnu schrieb:Das wurden sie, wenn ich mich nicht irre. Schau mal am Ende der Anklage (Link in meinem vorherigen Post).
Evtl. hat der Akku nicht so lange durchgehalten.
Jedenfalls den Livetickern zufolge wurde darüber aber in der HV nicht gesprochen. Es gab auch keine Gutachten darüber, wie man in so eine Position kommen kann. Der Richter hat lediglich Meinungen eingeholt. Hätte man das nicht ernsthaft untersuchen müssen?


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Todesdrama am Großglockner

um 16:34
Zitat von RaissaRaissa schrieb:Jedenfalls
hättest du in der Zeit, in der du o. g. Post schriebst, einfach meinen Tipp "schau mal" befolgen können:
Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens wurde ein gerichtsmedizinisches Gutachten eingeholt, Mobiltelefone, die Sportuhren der Verstorbenen und des Angeklagten, Lichtbilder und Videos ausgewertet sowie Zeugen vernommen.

Der Angeklagte hat im Ermittlungsverfahren schriftlich Stellung genommen und dabei ein Fehlverhalten in Abrede gestellt.

Abschließend hat ein alpintechnischer Sachverständiger unter Berücksichtigung sämtlicher Ermittlungsergebnisse ein Gutachten erstellt.

Das Vergehen der grob fahrlässigen Tötung ist mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren bedroht.
Quelle: https://www.justiz.gv.at/sta-innsbruck/staatsanwaltschaft-innsbruck/medienstelle/pressemitteilungen/tod-einer-bergsteigerin-am-grossglockner-am-19-1-2025.11a2.de.html


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Todesdrama am Großglockner

um 16:40
Habe ich doch! Das alpintechnische Gutachten kam ganz zum Schluss. Gut, vielleicht gab es dort Infos, die mit der Öffentlichkeit nicht geteilt wurden. Aber die Frage, wie K in die Endposition kam, blieb ausweislich der Urteilbegründung ungeklärt.


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Todesdrama am Großglockner

um 16:48
Zitat von RaissaRaissa schrieb:Habe ich doch! Das alpintechnische Gutachten kam ganz zum Schluss. Gut, vielleicht gab es dort Infos, die mit der Öffentlichkeit nicht geteilt wurden. Aber die Frage, wie K in die Endposition kam, blieb ausweislich der Urteilbegründung ungeklärt.
Mein Tipp bezog sich auf die Sportuhren. Die haben mit der Endposition nichts zu tun. Und "Sportuhren" wurden in o. g. öffentlich zugänglichem Text der Anklage veröffentlicht. Siehe meinen vorherigen Post. Wenn du selbst zuvor unter dem Link gelesen hast, dann müsstest du also auch da " ... Sportuhren ..." gelesen haben.


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Todesdrama am Großglockner

um 16:59
Zitat von watnuwatnu schrieb:Mein Tipp bezog sich auf die Sportuhren. Die haben mit der Endposition nichts zu tun. Und "Sportuhren" wurden in o. g. öffentlich zugänglichem Text der Anklage veröffentlicht. Siehe meinen vorherigen Post. Wenn du selbst zuvor unter dem Link gelesen hast, dann müsstest du also auch da " ... Sportuhren ..." gelesen haben.
Ich versuche es ein letztes Mal:
In der Gerichtsverhandlung wurde darüber nicht gesprochen.


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Todesdrama am Großglockner

um 17:39
Zitat von RaissaRaissa schrieb:In der Gerichtsverhandlung wurde darüber nicht gesprochen.
Das weiß nur, wer in der Verhandlung war. Relevant ist doch, dass die Uhren ausgewertet wurden.
Allein im Thread wurden mindestens 4 Ticker verlinkt, vermutlich nicht die einzigen, die existieren. Ich denke nicht, dass du alle gelesen hast.
Ich glaube, dass die Uhren am Anfang des Prozesses erwähnt wurden. Vielleicht weiß @Photographer73 das noch.
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Interessant wäre es, wenn man wüsste, was genau die Fitness Uhren aufgezeichnet haben. Sie wurden ja beide ausgewertet und zeigten den kontinuierlichen Leistungsabfalls.
Es kann auch sein, dass insofern auf die Akten bezuggenommen wurde. Der Richter wollte keine Medien-Show veranstalten.

Jedenfalls sind Ticker nie vollständig und können auch Fehler enthalten (du findest einen entsprechenden Hinweis irgendwo im Standard-Ticker). Es ist nicht einfach, direkt aus der Verhandlung verständlich zu texten und nicht zu verpassen, was zeitgleich gesprochen wird, denn der Prozess läuft nicht in Mitschreib-Geschwindigkeit ab.
Motzen ist einfacher.


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Todesdrama am Großglockner

um 17:54
Obwohl der Angeklagte mir seiner Freundin de facto ab ca. 20:50 Uhr nicht mehr weitergekommen ist, hat er weiterhin keinen Notruf abgesetzt und auch beim Überflug eines Polizeihubschraubers um ca. 22:50 Uhr keine Notsignale abgegeben, sondern mit einer Verständigung der Rettungskräfte bis 03.30 Uhr zugewartet.
Quelle: https://www.justiz.gv.at/sta-innsbruck/staatsanwaltschaft-innsbruck/medienstelle/pressemitteilungen/tod-einer-bergsteigerin-am-grossglockner-am-19-1-2025.11a2.de.html

Wenn man nach den sichtbaren Lichtern geht, sind sie zwischen 20 und 22 Uhr mehr oder weniger stationär. Da Kerstin aber sehr viel weiter oben aufgefunden wurde, muss sie es ja von der Position um 22Uhr doch noch bis dorthin geschafft haben. Und das wäre doch noch mal ein ganz schönes und auch steiles Stueckchen bergauf. Evtl. war sie also gar nicht 100% entkräftet, sondern das da oben war ein Unfall (durch T's Verschulden womöglich?) und das Erfrieren trat dann gar nicht so sehr durch totale Erschöpfung ein sondern durch die Bewegungslosigkeit und die exponierte Stelle im Seil. Ich denke mir, dass da dann irgendwann der Blutkreislauf schlapp macht.


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Todesdrama am Großglockner

um 18:14
Zitat von WienermädlWienermädl schrieb:Warum ermittelt die Kriminalpolizei in diesem Fall nicht und warum wurde noch kein psychiatrisches Gutachten zb. Dr. Heidi Kastner erstellt?
Die Frage ist berechtigt. Denn da scheint es ja irgendwie ein Muster zu geben. Er geht mit ihm erfahrungs- und konditionsmässig unterlegenen Frauen auf Touren, die diese ueberfordern. Ruecksicht nimmt er wenig. Warum geht er nicht mit ebenbuertigen Partnern? Bei einem Mal kann das Zufall sein, aber es ist mindestens das zweite Mal, und wenn die Geruechte stimmen, dann hat er das gleiche auch nach dem Bergunfall wieder versucht. Böse Zungen sprechen von "Alpine Divorce".


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Todesdrama am Großglockner

um 18:18
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Meine These: Thomas P. hat seine Begleiterin an der Stelle gesehen, in der sie aufgefunden worden ist. Bevor er weiter aufstieg. Das hat er nur deshalb nicht zugegeben, weil die Umstände, die dazu führten, strafrechtlich schwerer wiegen als ein das Zurücklassen, das ihm vorgeworfen wurde und für das er verurteilt wurde.
Das hatte ich genau umgekehrt herum verstanden.
Leider ist der Kommentar mit der gegebenenfalls "Unzuständigkit des Richters und stattdessen Geschworenengericht" im Live Ticker von Standard anscheinend geändert worden. Unmittelbar nach Prozessende schrieb ich noch:
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb am 20.02.2026:
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb am 20.02.2026:warum er "zu Gunsten" des Angeklagten nicht davon ausgehe, dass sie selbst abgeklettert sei?
Der Verurteilte sagte, er hätte sie auf einem Plateau zurückgelasssen, 10m höher als sie tatsächlich aufgefunden worden ist. Der Richter meinte, in dem Fall müsste es ein Geschworenengericht geben. - Offensichtlich weil es sich dann um ein schwereres Verbrechen gehandelt hätte, und mehr als 5 Jahre Haft gedroht haben.
Wir haben da diskutiert, dass er in T's Version ihr helfen hätte sollen den Biwacksack und Notfalldecke anzulegen, sowie sie mit dem Körper zu wärmen (und psychologische Unterstützung zu geben), was lebensrettend sein hätte können. In seiner Version hat er das aber praktisch unterlassen. In der Version des Abstürzens beim Klettern war das gar nicht möglich.
Zitat von svenskensvensken schrieb:Warum geht er nicht mit ebenbuertigen Partnern?
Es geht ja nicht nur ums Bergsteigen, sondern allgemein um Partnerin. Es ist verständlich, wenn er eine Freundin haben will, dass sie Bergfex sein soll, sonst ist jeder am Wochenende alleine. Und so viel ebenbürtige weibliche Bergsteigerinnen gibt's ganz einfach nicht auf der Tinder Plattform.


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Todesdrama am Großglockner

um 18:28
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Übrigens auch wenn er 14x auf dem Glockner war, wo es ja viele Routen gibt und die Wintertour die Ausnahme sein wird, heißt das nicht dass er je mal im Haus Adlerruhe im Winter vorbeigekommen war. Hütte klingt für manche etwas niedlich, aber es ist natürlich ein stattliches Haus mit Zimmervermietung & Halbpension.
Der SV hielt das Absteigen für rettungstechnisch unsinnig. TP dürfte gewusst haben, dass die Hütte im Winter bis auf den Notraum geschlossen ist.
In der u. g. Doku wird das angesprochen:
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Hier ist noch ein interessanter Beitrag, bei dem auch der Einsatzleiter der Bergrettung spricht:
Zitat von watnuwatnu schrieb am 19.02.2026: (…)
Auch weiter oben hätte der Angeklagte einen Notruf absetzen müssen.

Maximilian Werner vor 38 Minuten
"Rettungstechnisch unsinnig"
"Das Verhalten des [Angeklagten] ist als wenig zweckmäßig bzw. nicht als hilfreich zu bewerten", sagt der Sachverständige weiter.

Der Angeklagte "entschied sich für den rettungstechnisch unsinnigen Abstieg zur Adlersruhe, um einen erneuten Notruf abzusetzen".
Quelle: https://www.derstandard.at/jetzt/livebericht/3000000308718/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet[/quote]

- - - -
P. S. zu
Zitat von watnuwatnu schrieb:Wie ich es verstanden habe, kann man davon ausgehen, dass sie nie an dem Platz gesichert war, den er nannte.
Wenn ich mich richtig erinnere, gab es keine Spuren, die darauf hindeuteten, dass sie selbst versuchte abzusteigen und:
Zitat von watnuwatnu schrieb am 19.02.2026:
Ein mögliches Sturzgeschehen nach der Fixierung der Verstorbenen sei "aus Sachverständigensicht als nicht schlüssig zu bewerten".

(…)
Quelle: https://www.derstandard.at/jetzt/livebericht/3000000308718/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet
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Zitat von svenskensvensken schrieb:Da ist doch was fauler als faul. In so einer Situation als T. nicht die Rettung zu alarmieren kann man nur als totale Gleichgueltigkeit oder gar Vorsatz interpretieren. Es muss irgendwelche Umstände geben, die der Richter kannte aber wir nicht, sonst kann man sich dieses Urteil nicht erklären.
Deshalb schrieb ich gestern, dass das Urteil vielleicht härter ausgefallen wäre, wenn K. noch aussagen gekonnt hätte. Dann wäre die Beweislage eine andere. Wir kennen nur seine Version.


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Todesdrama am Großglockner

um 18:51
Maximilian Werner
Wieder an den Zeugen:
- "Hat es Spuren gegeben, die darauf hindeuten, dass die [Verstorbene] an dieser Stelle aktiv abgeklettert ist?"
Das verneint der Zeuge.

Es seien auch keine weiteren Blutspuren – außer jene, etwas weiter oben – gefunden worden. (Die Spuren kamen vermutlich von Aufschürfungen/Verletzungen an der Hand.)
Gibt es denn irgendwo ein Bild von dem Platz, wo er sie angeblich gesichert zurückließ?
Mir fehlt da etwas die Vorstellungskraft wie groß die Fläche war und wieviel Personen da Platz haben
Maximilian Werner
Frage an den Angeklagten
Jetzt fragt der Richter den Angeklagten, wie er die Verstorbene genau sicherte und lässt sich exakt den Vorgang beschreiben.
Gibt es dazu eine Mitschrift?
Die Auswertungen von Sportuhr, Smartphones und einer Webcam ergaben, dass die beiden am vereisten Grat immer langsamer vorankamen – „zuletzt brauchten sie 5,8 Stunden für 91 Höhenmeter“, präzisierte der Staatsanwalt.
„Für mich ist der Eindruck entstanden, dass sich die Verunglückte in manchen Punkten täuschen hat lassen“, so Hofer, „tatsächlich eskaliert ist es am Frühstücksplatzl“. Es sei unter anderem durch die Uhren belegt, dass ab diesem Zeitpunkt Schwierigkeiten aufgetreten seien.
Das Sachverständigen-Gutachten der Gerichtsmedizin wird vorgezogen. Die Gerichtsmedizinerin erhebt das Wort. Ihre Grundaussage: „Es konnte festgestellt werden, dass die Frau an einer Unterkühlung verstorben ist.“ Den Todeszeitpunkt könne sie nicht mehr genau bestimmen.
Also die Uhren wurden ausgelesen, aber warum konnte man den Todeszeitpunkt nicht genau bestimmen?
Müsste das nicht von der Uhr her genau abzulesen sein, wann kein Puls mehr messbar war?
Auch müsste man doch nachvollziehen können, wann Kerstin sich selbständig bewegt hat.

Wenn Kerstin vorher schon stürzte, bevor sie den angeblichen Sicherungsplatz erreichte, wie kamen dann die Blutspuren weiter oben zustande?
Sie hatte beim Auffinden keine Handschuhe mehr an, die Schuhe waren nicht zugebunden und den Rucksack trug sie auch nicht richtig befestigt am Rücken.
Der zitierte Beitrag von Slaterator wurde gelöscht. Begründung: Reicht dann auch mit den Unterstellungen und wilden Spekulationen
Meinst du wirklich, dass er das alles so organisiert hatte mit den offenen Schuhen, ohne Handschuhe usw.
Da wäre es doch wohl einfacher gewesen, wenn er sie einfach gestoßen hätte, während sie noch kletterte.



Quelle:
https://www.krone.at/4049197#liveticker-entries-anchor-4049196


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