megavolt schrieb:Wenn man einen Notfall auf See hat, wird man nicht zuerst seine Frau anrufen und ihr die Koords durchgeben, sondern die Seenotrettung. Die Trackingfunktion ist für den Fall gedacht, dass man selbst nicht mehr handlungsfähig ist
Ich hatte das unter dem Aspekt des Motortests betrachtet. Da könnte man bei einem eventuellen Ausfall ja durchaus Hilfe rufen wenn es erforderlich würde und müsste keine lückenlose Überwachung haben.
Aber klar, wenn man so schnell unterwegs ist und dann etwas passiert macht es natürlich Sinn wenn die aktuelle Position immer bekannt ist.
megavolt schrieb:Nein, sie kann sich einloggen und nachschauen, wenn es sie interessiert.
Das reduziert die Sicherheit dann aber wieder, weil wenn man davon ausgeht, dass sie nur ab und zu mal nachschaut aber nicht lückenlos dabei ist, bemerkt sie einen akuten Notfall ja auch nicht direkt.
StefanXXX schrieb:Wenn meine Schwester z.B. in den Urlaub fliegt, gucke ich auch manchmal alle 1 oder 2 Stunden nach wo das Flugzeug grade ist.
Ja, aber das ist „just for fun“. In diesem Fall hier wurde das Tracking mit Sicherheitsgründen erklärt, das wäre dann ja doch noch etwas anderes als wenn man zum Spaß die Seiten oder Apps von Flightradar oder MarineTraffic anschaut und sich daran erfreut zu sehen, wer da gerade unterwegs ist oder welchen Flugfortschritt der Urlaubsflieger macht.
anthe schrieb:In welchem Szenario würde das denn Sinn machen? "Hallo, mein Mann wollte eigentlich ein paar Pakete in der Nordsee vor Cuxhaven einsammeln und dann sofort zurück nach Hamburg kommen, aber jetzt erreiche ich ihn nicht mehr. Können Sie bitte mal nachschauen fahren?"
Durchaus. Wenn es um sehr viel Geld und große Drogendeals geht spielen Menschenleben keine Rolle. Da würde ich, wenn es hart auf hart kommt, immer noch lieber von der Polizei geschnappt als von Drogenhändlern ermordet werden.
megavolt schrieb:Weiter oben im Thread haben Leute, die selbst Motorboot fahren bzw. einen Sportbootführerschein haben, gesagt, dass die Acht dafür nicht das Standardmanöver ist.
Darüber bin ich eben auch gestolpert. Hier war weder ein Mann über Bord noch müsste man das so fahren um ein Paket aufzunehmen.
Das schließt zwar nicht komplett aus, dass man es in diesem Fall so gemacht hat. Zwingend ist das aber nicht. Insofern ist an dem Manöver für mich kein Haken dran weil eine Paketaufnahme die 8 zwingend erklären würde.
Zumal auch die Paketaufnahme und dass es sich um Drogen handelte 2 unbewiesene Annahmen sind.
Denkbar wäre auch, dass das Opfer durch einen sehr blöden Zufall zur falschen Zeit an der falschen Stelle war, etwas im Wasser treiben sah, mit der 8 zurückgefahren ist und ein Paket an Bord genommen hat, was eigentlich das andere Boot holen wollte und dann haben ihn die eigentlichen Drogenkuriere angegriffen.
Wäre ich der eigentliche Drogenkurier und da wären ein paar rüstige Rentner mit einem Segelbötchen herumgeschippert, wären das erkennbar zufällige Leute gewesen.
Eine einzelne Person in einem schwarzen Schnellboot wirkt dann aber eher wie ein Konkurrent, der mein Geschäft angreifen will…
Dancingfool schrieb:Die Schiffscrew bringt ihn zum Schweigen und lässt ihn spurlos verschwinden.
Warum sollten sie ein Verbrechen begehen? Man meldet den Schaden an die Versicherung und die reguliert.
BTW, warum hat das Boot des Opfers enger werdende Kreise gedreht? Gibt es da eine „Notfallprogrammierung“ für irgendwelche Fälle oder hat da jemand etwas eingestellt?