Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?
um 13:41Zum Thema Selbstmordtheorie, bitte wer bringt sich auf so eine üble Weise um?
EIn hier im Forum sehr bekanntes Beispiel von einem vergleichbaren Vorgehen ist der Täter im Fall der vermissten Familie in Drage, der sich durch Ertränken mit einem Gewicht beschwert in der Elbe stürzte und so umbrachte. Auch er wollte vermutlich nicht gefunden werden und für immer spurlos verschwinden.Totaleinfall schrieb:Zum Thema Selbstmordtheorie, bitte wer bringt sich auf so eine üble Weise um?
So selten ist das nicht. Männer neigen zu sehr destruktiven Suiziden. Mir ist z.B. sich selbst Kehle durchschneiden mit Brotmesser und einmal Fahren gegen Brückenpfeiler bekannt, wobei aber zusätzlich noch ein Drahtseil um den Hals gelegt wurde, das an einem Masten befestigt wurde (Gegenrichtung zur Fahrrichtung, man kann sich vorstellen, wie das gedacht war) und noch Kofferraum mit brennbaren Flüssigkeiten vollgeladen, wobei zusätzlich eine Zündschnur gelegt wurde. Manche wollen eben sicher gehen.Totaleinfall schrieb:Zum Thema Selbstmordtheorie, bitte wer bringt sich auf so eine üble Weise um?
weisst du wie brutal ersticken ist? das ist minutenlange TodesqualKielius schrieb:Was bitte wäre an dem gewählten Vorgehen übel oder merkwürdig, wenn das Opfer hier sich auf hoher See umgebracht hätte?
Das Vorgehen wäte m Kontext eines Suizids aus meiner Sicht konsistent und sehr rational.
tja, genau das ist der Grund, das ich auch hier ein Suizid anzweifleKielius schrieb:EIn hier im Forum sehr bekanntes Beispiel von einem vergleichbaren Vorgehen ist der Täter im Fall der vermissten Familie in Drage, der sich durch Ertränken mit einem schweren Gewicht in der Elbe umbrachte. Auch er wollte vermutlich nicht gefunden werden und für immer spurlos verschwinden.
Das klingt einleuchtend.SteamedHams schrieb:Dürfte wohl mit dem Medienethos zusammenhängen dass über Suizide (auch mutmaßliche) grundsätzlich erstmal nicht berichtet wird.
vorsichtfalle schrieb:Die Polizei hatte bei xy die Länge des einfahrens schon als ungewöhnlich beurteilt. Für mich sxhwang da mit; dsss die Ausfahrten Tarnung für Botenfahrten waren. Dann muss aber zweierlei erfüllt sein:
- die Fahrten müssen regelmäßig stattgefunden haben
- Die Fahrten waren geplant. Die Drogen warten ja nicht darauf bis ein neuer Motor eingefahren werden muss;)
Ach so, na dann wird mir einiges klarer...Totaleinfall schrieb:tja, genau das ist der Grund, das ich auch hier ein Suizid anzweifle
megavolt schrieb:So selten ist das nicht. Männer neigen zu sehr destruktiven Suiziden.
Auch dreist, dass du einen anderen Fall, welcher nicht einmal geklärt ist, nutzt um deine Meinung haltbarer und schlüssig zu machen. Der Fall ist genauso ungeklärt wie der Fall aus diesem Thread hier.Kielius schrieb:EIn hier im Forum sehr bekanntes Beispiel von einem vergleichbaren Vorgehen ist der Täter im Fall der vermissten Familie in Drage, der sich durch Ertränken mit einem Gewicht beschwert in der Elbe stürzte und so umbrachte. Auch er wollte vermutlich nicht gefunden werden und für immer spurlos verschwinden.
Genau. Sie arbeiten dezentralisiert für sich auf eigene Rechnung innerhalb des Netzwerks und kennen nur den nächsten Kontaktmann.Kielius schrieb:Möglicherweise als "Auftrag gegen Bezahlung".
Du meinst ein Rip Off des Drop Offs ;) um mal Slang zu reden. Halte ich für möglich.Kielius schrieb:Auf See könnte dem Opfer dann ein zweites Boot in die Quere gekommen sein oder ihn abgepasst haben, dessen Besatzung ihn überwältigte und im Meer versenkte, um in den Besitz des immerhin ziemlich wertvollen Pakets zu kommen.
Melman schrieb:Auch dreist, dass du einen anderen Fall, welcher nicht einmal geklärt ist,
Okay, ihr "Skeptiker" ...Totaleinfall schrieb:kennst du nur einen klar bewiesenen Fall, wo jemand sich selbst einen Stein umbindet und sich damit ins Wasser versenkt?
"Insbesondere der Bereich auf der Nordsee ist für sogenannte Drop-Off-Geschäfte bekannt", sagte Mulke. Der Abtransport solcher Drogenpakete erfolge häufig mit kleinen, wendigen Booten – "eben genau mit einem Boot, wie es Frank Procopius besaß". Allerdings, stellte Mulke klar, könnte der 60-Jährige auch zufällig in eine Drogenabholung geraten sein. Dann könnte die Situation eskaliert sein. Die Sprecherin der Polizei Flensburg sagte t-online, in der Vergangenheit seien immer wieder Drogenpakete vor Nordseeinseln wie Juist oder Amrum angespült wordenDeutscher Unternehmer liegt tot im Watt – Ermittler haben Verdacht (t-online)
Genau in dem Teil der Nordsee, in dem sein führerloses Boot entdeckt wurde, setzt die südamerikanische Drogenmafia laut Kripo regelmäßig schwimmende Kokain-Pakete aus. Frachter werfen die Ware über Bord, kleinere Boote sammeln sie später ein.Heiße Spur nach mutmaßlichem Nordsee-Mord (Bild.de)
Kurz vor seinem Verschwinden fuhr das Boot von Procopius laut Navigationsdaten ein typisches Manöver, das in der Seefahrt gemacht wird, wenn eine Person über Bord geht – oder etwas aus dem Meer geborgen werden soll ...
Das erscheint mir wirklich absolut unwahrscheinlich. Man geht nicht einfach los und sucht Drogenpakete wie Pilze.Totaleinfall schrieb:Meine Vermutung, dass er einfach mal nach solchen Paketen gesucht hat, ähnlich wie Pilze suchen und dann eins entdeckt, eine 8 dreht aber die wirklichen Drogenschmuggler ihn abpassen…
Sorry aber das hast Du falsch wiedergegeben. Ich hab mir die Stelle in XY extra noch mal angeguckt. ALLE haben Selbstmord verneint.Kielius schrieb:Dass sein Umfeld demnach einen Suizid für grundsätzlich denkbar hielt, nur dem Opfer dabei andere Methoden zugetraut hätten, die sie sogar konkret benennen (Erschießen, mit Auto gegen Baum) sagt ja auch schon einiges aus....
Kübelböck hatte ein Stein dabei und sich damit angebunden? Immer beim Thema bleiben. Also hast du son Fall oder nicht?Kielius schrieb:Ich unternehme noch einen letzten Versuch, euch entgegenzukommen: der über die Boulevard-Medien bekannt gewordene Daniel Küblböck ist von einem Schiff ins Meer gesprungen. Überwachungskameras sollen seinen freiwilligen Abgang gefilmt haben.
Verschwörungstheoretiker werden sicherlich trotzdem weiterhin hartnäckig den Freitod Küblböcks bezweifeln...
man könnte seine Kiezvergangenheit aber auch anders auslegen für diesen Fall. Denn wenn ein Normalo so ein Paket findet, kann er eigentlich nichts damit anfangen obwohl es einen sehr hohen Wert hat. Was fehlt? Die Absatzmöglichkeit. Aber die könnte er eben DURCH seine Vergangenheit gehabt haben.Zaunkönigin schrieb:Das erscheint mir wirklich absolut unwahrscheinlich. Man geht nicht einfach los und sucht Drogenpakete wie Pilze.
Drogenhandel befindet sich in den Händen der OK. Und mit denen legt man sich besser nicht an.
FP soll in der Vergangenheit Verbindungen zum Kiez gehabt haben bzw dort aktiv gewesen sein. Er wird besser wissen als wir alle, was im blühen könnte, wenn er in ein Drogengeschäft reingrätscht.
Erst wird Drage herbei gezogen, jetzt geht es auf einmal um Kübelböck?! Deine Gedankengänge sind mir nicht nachvollziehbar.Kielius schrieb:Okay, ihr "Skeptiker" ...
Ich unternehme noch einen letzten Versuch, euch entgegenzukommen: der über die Boulevard-Medien bekannt gewordene Daniel Küblböck ist von einem Schiff ins Meer gesprungen. Überwachungskameras sollen seinen freiwilligen Abgang gefilmt haben.
Verschwörungstheoretiker werden sicherlich trotzdem weiterhin hartnäckig den Freitod Küblböcks bezweifeln...
Das stimmt. Aber die Aussage, dass sein Umfeld Suizid für grundsätzlich denkbar hielt ist so einfach falsch. Das gibt der Film definitiv nicht her.vorsichtfalle schrieb:ja, wobei ich ehrlich gesagt da nicht so viel drauf gebe. Es heisst so oft bei Selbstmorden, dass man sich das bei der Person gar nicht vorstellen könne. Das heisst im Umkehrschluss natürlich auch nicht, dass es auf jeden Fall ein Selbstmord war.
Seh ich nicht so. Für mich wirft ein Selbstmord mindestens genau so viele Fragen auf wie ein Fremdverschulden. Und wird eben von denen, die mehr Fakten haben als wir, für unwahrscheinlich gehalten. Daher Selbstmord eher nein.vorsichtfalle schrieb:ich denke aber auch: ein Selbstmord ist in diesem Fall erst einmal die einfachste Möglichkeit, die die wenigsten Widersprüche mit sich bringt. Frei nach Ockham
Ich gehe auch davon aus, dass es schlicht und ergreifend nicht mehr notwendig ist, diesen Umstand hier im Thread zu diskutieren. Wenn die EB zu Aktenzeichen XY gehen, da wegen eines mutmaßlichen Tötungsdelikts ermittelt wird zum Nachteil eines Mannes mit Kiez-Vergangenheit, welcher nicht nachvollziehbarer Weise über überdurchschnittlich viel Geld verfügt und eines Tages dann unter mysteriösen Umständen in der Nordsee landet, ohne das sein engstes Umfeld je über psychische Probleme oder gar suizidale Gedanken wusste und zusätzlich auch noch aus ermittlungstaktischen Gründen, informationen zurückgehalten werden, dann ist die Sachlage doch ziemlich eindeutig.StefanXXX schrieb:Und dass es Hinweise für einen Fremdverschulden gibt war auch relativ deutlich.