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6fach Mord von Stade

412 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Jugendamt, Stade ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

6fach Mord von Stade

21.07.2026 um 21:50
Die Opposition äußert sich und zeigt sich entsetzt:
"Die CDU-Fraktion wirft Niedersachsens Justizministerin Kathrin Wahlmann eine „Serie schwerwiegender Pannen“ vor. Zuletzt stand die SPD-Politikerin nach einer zwischenzeitlichen Flucht eines verurteilten Mörders aus dem Gefängnis in der Kritik. Außerdem bemängelt die Opposition, dass wichtige Führungspositionen im Ministerium nicht besetzt seien. „Diese Häufung von Pannen und nicht erklärbaren Vorgängen ist der Öffentlichkeit nicht länger zu vermitteln“, teilte Hermann mit"
Spoilerhttps://www.focus.de/politik/deutschland/niedersachsen-cdu-kritisiert-serie-schwerwiegender-pannen_e7996129-ef41-4949-9234-64a1cc1772a8.html#:~:text=Die%20CDU%2DFraktion,teilte%20Hermann%20mit
Zitat von NebelfuchsNebelfuchs schrieb:Die stellvertretende Bürgermeisterin von Stade hat sich zum Fall geäußert und es gibt eine Kleine Anfrage der niedersächsische CDU.
Findet sich hier: https://www.landtag-niedersachsen.de/drucksachen/drucksachen_19_12500/11001-11500/19-11166.pdf
Spoiler
Niedersächsischer Landtag – 19. Wahlperiode Drucksache 19/11166
1
Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung
gemäß § 46 Abs. 1 GO LT
Abgeordnete André Bock, Birgit Butter und Melanie Reinecke (CDU)
Welche Erkenntnisse lagen niedersächsischen Behörden vor der Gewalttat in Stade zum mut-
maßlichen Täter vor?
Anfrage der Abgeordneten André Bock, Birgit Butter und Melanie Reinecke (CDU) an die Landesre-
gierung, eingegangen am 09.07.2026
Am 29. Juni 2026 wurden in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade sechs Menschen durch Schüsse
getötet. Nach Medienberichten hat das Amtsgericht Stade Haftbefehl gegen einen 45-jährigen Tat-
verdächtigen wegen des Verdachts des sechsfachen Mordes erlassen. Die Staatsanwaltschaft Stade
sehe demnach insbesondere die Mordmerkmale der Heimtücke und der niedrigen Beweggründe als
erfüllt an.
Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtete am 6. Juli 2026 unter der Überschrift „Schüsse in
Stade: Was über die Gewalttat bekannt ist - ein Überblick“1
, bei dem Verdächtigen handele es sich
um einen 45-Jährigen aus Garbsen in der Region Hannover, der in Deutschland geboren sei und die
türkische Staatsangehörigkeit haben solle. Er habe einen Termin in der Jugendhilfeeinrichtung in
Stade gehabt, um über das Umgangsrecht für seine drei Monate alte Tochter zu sprechen. Der Mann
sei polizeibekannt gewesen und gelte als auffällig, aggressiv und schwierig. Weiter berichtete der
NDR, Mitarbeitende des Jugendamtes der Region Hannover seien aus diesem Grund zu dritt zu dem
Termin gefahren, weil sie Ärger erwartet haben sollen. Der Tatverdächtige sei bei der Flucht gestoppt
und festgenommen worden und befinde sich in Untersuchungshaft.
Ebenfalls berichtete der NDR2
schon am 3. Juli 2026, der Tat sei ein Rechtsstreit über den Umgang
mit der Tochter vorausgegangen. Nach Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung habe
dieser im April 2026 begonnen, nachdem der Säugling als Notfall in der Medizinischen Hochschule
Hannover untersucht worden sei. Ärztinnen und Ärzte hätten den Verdacht eines Schütteltraumas
geäußert. Es seien gegenseitige Strafanzeigen gefolgt. Das Ärzteteam der Klinik habe Anzeige ge-
gen den 45-Jährigen erstattet, weil es sich bedroht gefühlt habe. Nach mehrwöchiger Behandlung
im Krankenhaus sei die Tochter von ihren Eltern getrennt und in der Jugendhilfeeinrichtung in Stade
in Obhut genommen worden. Seit dem 26. Mai 2026 seien Mutter und Kind gemeinsam in der Ein-
richtung in Stade untergebracht gewesen.
n-tv3
berichtete am 3. Juli 2026 unter der Überschrift „Flucht aus türkischem Gefängnis: Mörder von
Stade soll eigene Tochter sexuell missbraucht haben“ der Tatverdächtige solle in der Türkei straf-
rechtlich in Erscheinung getreten sein. Unter Berufung auf Unterlagen aus dem türkischen Justizsys-
tem UYAP von mehreren Strafverfahren gegen den Verdächtigen. Es solle u. a. um den Verdacht
eines schweren Sexualdelikts aus dem Jahr 2007 sowie um den Verdacht des sexuellen Missbrauchs
der eigenen Tochter im Jahr 2022 gehen. Außerdem solle sich der Tatverdächtige zwischenzeitlich
wegen einer anderen Strafsache in Untersuchungshaft befunden haben, aus einem türkischen Ge-
fängnis ausgebrochen sein und seitdem als flüchtig gelten.

I. Zur Person, Staatsangehörigkeit und zum Aufenthalt in Deutschland
1. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung zum bisherigen Lebensweg des Tatverdächti-
gen, insbesondere zu Geburtsort, Staatsangehörigkeit bzw. Staatsangehörigkeiten sowie zu
Aufenthaltszeiten in Deutschland und in der Türkei?
2. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung dazu, ob der Tatverdächtige ausschließlich die
türkische Staatsangehörigkeit besitzt oder zu irgendeinem Zeitpunkt auch die deutsche Staats-
angehörigkeit besaß, beantragt hatte oder eine Einbürgerung geprüft wurde (soweit Erkennt-
nisse vorliegen, wird um eine vollständige Darstellung der Erkenntnisse gebeten)?
3. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung darüber, wann der Tatverdächtige zuletzt aus
der Türkei nach Deutschland eingereist ist, insbesondere vor dem Hintergrund der Berichter-
stattung über eine mögliche Flucht aus türkischer Haft?
4. Seit wann hielt sich der Tatverdächtige nach Kenntnis der Landesregierung konkret zuletzt in
Niedersachsen auf?
5. Seit wann war der Tatverdächtige nach Kenntnis der Landesregierung in der Region Hannover
wohnhaft bzw. gemeldet?
II. Zu möglichen Strafverfahren, Haftflucht und Fahndung in der Türkei
6. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung zu den u. a. von n-tv berichteten Strafverfahren
gegen den Tatverdächtigen in der Türkei, insbesondere zu Vorwürfen im Zusammenhang mit
Sexualdelikten, Gewaltdelikten oder sonstigen Straftaten?
7. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung darüber, ob der Tatverdächtige in der Türkei
beschuldigt, angeklagt, verurteilt oder inhaftiert war (bitte nach Deliktsbereich, Zeitraum, Ver-
fahrensstand und Ergebnis darstellen)?
8. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung darüber, ob der Tatverdächtige aus einem türki-
schen Gefängnis geflohen ist, und seit wann er gegebenenfalls als flüchtig galt?
9. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung darüber, ob gegen den Tatverdächtigen zum
Zeitpunkt der Tat eine türkische, internationale oder sonstige Fahndungsausschreibung vorlag?
10. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung darüber, ob der Tatverdächtige im Schengener
Informationssystem, bei Interpol, beim Bundeskriminalamt oder in sonstigen Fahndungs- oder
Hinweisdateien als gesucht, flüchtig oder strafrechtlich relevant gespeichert war?
11. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung darüber, ob niedersächsische Behörden vor dem
29. Juni 2026 Kenntnis von den in der Berichterstattung dargestellten türkischen Strafverfahren
oder einer möglichen Flucht aus türkischer Haft hatten?
12. Soweit es bereits vor dem 29. Juni 2026 Kenntnis bei niedersächsischen Behörden über die in
der Berichterstattung dargestellten türkischen Strafverfahren oder einer möglichen Flucht aus
türkischer Haft gab: Was wurde nach Kenntniserlangung von welcher Stelle veranlasst?
13. Wann haben nach Kenntnis der Landesregierung welche niedersächsischen Behörden erst-
mals Kenntnis von den in der Berichterstattung dargestellten türkischen Strafverfahren oder
einer möglichen Flucht aus türkischer Haft erlangt?
14. Welche Maßnahmen hat die Landesregierung seit Bekanntwerden der Medienberichte ergrif-
fen, um die Angaben zu möglichen türkischen Strafverfahren, einer möglichen Haftflucht und
einer möglichen Fahndung nach dem Tatverdächtigen zu verifizieren?
III. Zum aufenthaltsrechtlichen Status und zu ausländerrechtlichen Vorgängen
15. Welchen aufenthaltsrechtlichen Status hatte der Tatverdächtige zum Zeitpunkt der Tat in
Deutschland?
16. Seit wann verfügte der Tatverdächtige nach Kenntnis der Landesregierung über den zum Zeit-
punkt der Tat bestehenden Aufenthaltstitel bzw. das zum Zeitpunkt der Tat bestehende Aufent-
haltsrecht?

17. Welche Ausländerbehörde(n) war(en) für den Tatverdächtigen zu welchem Zeitpunkt zuständig
(bitte Darstellung der konkreten Abläufe und Zuständigkeiten)?
18. Welche ausländerrechtlichen Vorgänge zu dem Tatverdächtigen sind der Landesregierung be-
kannt (bitte insbesondere nach Datum, zuständiger Behörde, Art des Vorgangs, Anlass und
Ergebnis darstellen)?
19. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung darüber, inwieweit bei ausländerrechtlichen Vor-
gängen zu dem Tatverdächtigen strafrechtliche Erkenntnisse, Gefährdungshinweise, Regis-
tereinträge oder sonstige Hinweise aus Deutschland, der Türkei oder anderen Staaten vorlagen
oder berücksichtigt wurden?
a) Soweit entsprechende Hinweise vorlagen und nicht berücksichtigt wurden: Aus welchen
Gründen wurden sie nicht berücksichtigt?
b) Soweit keine entsprechenden Erkenntnisse vorlagen: Welche Gründe sieht die Landesre-
gierung dafür, dass die in der Medienberichterstattung dargestellten möglichen Straftaten
in der Türkei sowie eine mögliche Flucht aus einem türkischen Gefängnis deutschen bzw.
niedersächsischen Behörden nicht bekannt waren?
20. Inwieweit war der Tatverdächtige nach Kenntnis der Landesregierung zu irgendeinem Zeitpunkt
ausreisepflichtig?
21. Inwieweit war der Tatverdächtige Gegenstand der Prüfung einer aufenthaltsbeendenden Maß-
nahme?
22. Sofern eine aufenthaltsbeendende Maßnahme geprüft, aber nicht eingeleitet oder nicht vollzo-
gen wurde: Aus welchen Gründen ist dies nach Kenntnis der Landesregierung unterblieben?
23. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung darüber, ob mögliche Straftaten, Strafverfahren,
Haftzeiten, Fahndungen oder eine mögliche Haftflucht des Tatverdächtigen in der Türkei auf-
enthaltsrechtlich relevant gewesen wären, wenn sie deutschen oder niedersächsischen Behör-
den vor der Tat bekannt gewesen wären?
IV. Zu polizeilichen, staatsanwaltschaftlichen und sonstigen behördlichen Erkenntnissen in
Deutschland
24. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung darüber, ob der Tatverdächtige in Deutschland
oder Niedersachsen über Vorstrafen, laufende Ermittlungsverfahren, eingestellte Ermittlungs-
verfahren oder sonstige polizeiliche Erkenntnisse verfügte (bitte nach Datum, zuständiger Be-
hörde, Deliktsbereich, Verfahrensstand und Ergebnis darstellen)?
25. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung darüber, ob niedersächsische Polizeibehörden,
Staatsanwaltschaften, Jugendbehörden, Gerichte oder sonstige Behörden den Tatverdächtigen
als auffällig, aggressiv, schwierig oder potenziell gefährlich wahrgenommen haben? Wenn ja,
seit wann?
26. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung zu den von Medien berichteten Vorgängen in
der Medizinischen Hochschule Hannover im April 2026, insbesondere zu dem Verdacht eines
Schütteltraumas, dem Verhalten des Tatverdächtigen gegenüber Klinikpersonal und den
daraus folgenden Strafanzeigen?
27. Welche Ermittlungsverfahren wurden im Zusammenhang mit den Vorgängen in der Medizini-
schen Hochschule Hannover gegebenenfalls gegen den Tatverdächtigen geführt, und wie war
jeweils der Verfahrensstand vor dem 29. Juni 2026?
28. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung darüber, wann und durch welche Stellen Infor-
mationen aus den Vorgängen in der Medizinischen Hochschule Hannover an andere Behörden,
insbesondere Jugendamt, Familiengericht, Polizei oder Staatsanwaltschaft, weitergegeben
wurden?

V. Zum internationalen Informationsaustausch
29. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung darüber, ob es vor der Tat Informationsersuchen
türkischer Behörden an deutsche oder niedersächsische Behörden zu dem Tatverdächtigen
gab?
30. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung darüber, ob es vor der Tat Informationsersuchen
deutscher oder niedersächsischer Behörden an türkische Behörden zu dem Tatverdächtigen
gab?
31. Welche allgemeinen Verfahren bestehen für niedersächsische Polizei-, Justiz- und Ausländer-
behörden, um Erkenntnisse aus der Türkei zu gesuchten, geflüchteten oder wegen schwerer
Straftaten beschuldigten Personen zu erhalten?
32. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung darüber, ob im vorliegenden Fall Informationen
aus der Türkei bei Einreise, familiengerichtlichen Verfahren, jugendhilferechtlichen Maßnah-
men oder strafrechtlichen Ermittlungen hätten bekannt werden können?
(verteilt am 14.07.2026)




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6fach Mord von Stade

22.07.2026 um 12:03
Zitat von ShilohShiloh schrieb:"Nun ist er nun mal tot. Bitte gehen Sie weiter."

Deutschland 2026
Was genau hat das mit Deutschland 2026 zu tun?

Ja, der Mann ist tot und kann nun nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden.

Das ist tragisch für die Opfer, aber leider nicht zu ändern.

Was soll man dazu jetzt noch mehr sagen/schreiben?

Mir ist deine Erwartungshaltung dazu nicht so ganz klar.


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6fach Mord von Stade

22.07.2026 um 13:03
Zitat von Cassandra71Cassandra71 schrieb:Was genau hat das mit Deutschland 2026 zu tun?
Genau das soll auf die Kleine Anfrage geantwortet werden! Hätte "Deutschland" etwas verhindern können?
In einfacher Sprache: Wäre ein gesuchter Straftäter bzw entflohener Häftling nicht über die deutsche Grenze gelangt, hätte er hier keine Menschen erschiessen können. Meines Erachtens erfordert das sehr wohl Aufklärung, um zukünftig solche Fälle zu verhindern!
Mir ist klar, dass es illegalen Waffenbesitz gibt. Um die vorhandenen Probleme zu bewältigen, sollte man aber nicht noch zusätzliche Problempersonen ins Land lassen. Ich hätte mir auch eine offizielle Anfrage an die türkischen Behörden gewünscht, wie der Informationsfluss (zB durch INTERPOL?) verbessert werden wird.


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22.07.2026 um 13:17
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/suizid-von-fatih-khan-g-nach-sechsfachmord-in-stade-der-ploetzliche-tod-des-schuetzen-a-fc501b5d-c833-4e79-b00f-c212b72d13ef

Vor der Bezahlschranke:
Suizid nach Bluttat Der plötzliche Tod des Schützen von Stade
Der mutmaßliche Täter von Stade, Fatih Khan G., nahm sich in der Justizvollzugsanstalt mithilfe eines Kleidungsstücks das Leben. Es gab Hinweise auf eine Suizidgefahr. Wie konnte es dennoch passieren?
Drei Wochen war er in einer videoüberwachten Zelle, nun in einer normalen Einzelzelle untergebracht.
Geht halt nicht, dass man die Überwachung ewig durchzieht.
Man kann ihn kaum nackig rumspringen lassen, solche Risiken sind nun mal unvermeidlich.


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22.07.2026 um 13:19
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:Wäre ein gesuchter Straftäter bzw entflohener Häftling nicht über die deutsche Grenze gelangt, hätte er hier keine Menschen erschiessen können. Meines Erachtens erfordert das sehr wohl Aufklärung, um zukünftig solche Fälle zu verhindern!
Dass der Tatverdächtige in der Türkei gesucht wurde und was er dort schon auf dem Kerbholz hatte, war für Behörden außerhalb der Türkei nicht einsehbar. Der Tatverdächtige hat sich in den Jahren seit 2017 nicht nur in Deutschland aufgehalten, sondern auch in Georgien, in Lettland und mutmaßlich auch in Österreich und Spanien. Anscheinend konnte er auch ungehindert aus der Türkei aus und wieder einreisen.
Wie die EU Druck auf die Türkei ausüben möchte, um an diesen Zuständen etwas zu ändern, ist mir schleierhaft, denn der angedachte EU-Beitritt der Türkei liegt seit Jahren auf Eis.


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22.07.2026 um 14:29
Zitat von antheanthe schrieb:Wie die EU Druck auf die Türkei ausüben möchte, um an diesen Zuständen etwas zu ändern
Dann lieber an der eigenen Landesgrenze anfangen, seine eigenen Bürger und Bediensteten zu schützen, wenn man schon zu der Erkenntnis gelangt ist, dass "andere / die EU" nichts an den Zuständen ändern können - wäre mein bescheidener Wunsch.
. „Diese Häufung von Pannen und nicht erklärbaren Vorgängen ist der Öffentlichkeit nicht länger zu vermitteln“, teilte Hermann mit"
... und man sollte mehrere verschiedene Lösungsansätze in Erwägung ziehen dürfen.


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6fach Mord von Stade

22.07.2026 um 17:51
@Cassandra71

Zumal es nicht der einzige Täter ist, der sich suizidiert hat nach einer Tat. Zig Amoktäter haben sich im Anschluss an die Tat selbst gerichtet. Verstehe auch nicht, welche Erwartung hier von einigen an den Tag gelegt wird?


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22.07.2026 um 21:30
https://www.ndr.de/nachrichten/info/mutmasslicher-attentaeter-von-stade-begeht-suizid,ndrinfo-15086.html

Journalistin Sophie Mühlmann
Ab Minute 01:30
Allerdings sind Suizide in deutschen Gefängnissen gar nicht so selten. Alleine im letzten Jahr gab es 86 Fälle bundesweit und die Hälfte davon in Untersuchungshaft. Also das ist gar nicht so ein Seltenheit so ein Suizid in der Haft.
Es gab also letztes Jahr 43 U-Häftlinge, die sich in Deutschland suizidierten.


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6fach Mord von Stade

23.07.2026 um 03:24
Die Staatsanwaltschaft Stade hat auf Nachfrage beantwortet, wie es mit den Ermittlungen nun weitergeht.

Im Fall des mutmaßlichen Täters sieht es so aus:
... nach dem Tod des 45-Jährigen wird das Verfahren gegen den Mann eingestellt. Gegen Tote könne nicht ermittelt werden, teilte die Staatsanwaltschaft Stade auf NDR Anfrage mit.
Quelle:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/stade-mutmasslicher-taeter-tot--in-jva-wie-geht-es-weiter,stade-336.html

Bei der Mutter des Kindes und bei der "Patentante" war dies die Aussage:
Die Ermittlungen gegen die Fahrerin des Fluchtwagens und die Mutter des gemeinsamen Kindes würden formal weitergeführt. Es werde aber alles eingestellt, wenn sich herausstelle, dass der Mann der alleinige Täter war, betonte die Staatsanwaltschaft.
Quelle: wie oben


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6fach Mord von Stade

25.07.2026 um 02:16
Man muss Jan Fleischauer nicht mögen, aber in seiner Video-Kolumne beim Focus fasst er die Lage zum Fall mMn ganz gut zusammen:

https://www.focus.de/politik/deutschland/stade-moerder-tot-helferin-weg-chaos-in-niedersachsen_73892a81-6278-4ed3-b604-fa79c250140a.html

Chaos in Niedersachsen nennt er das; er fragt, was da eigentlich los ist und spricht genau die Knackpunkte an, die hier auch schon herausgearbeitet wurden.


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6fach Mord von Stade

25.07.2026 um 14:57
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Man muss Jan Fleischauer nicht mögen, aber in seiner Video-Kolumne beim Focus fasst er die Lage zum Fall mMn ganz gut zusammen:
Sein Name Jan Fleischhauer wird korrekt mit Doppel‑h geschrieben.

Finde auch ziemlich gut wie er das einordnet. Gibt es da in der kostenpflichtigen Version noch mehr zu hören oder ist das frei abrufbare alles was er zum Thema Stade sagt? Weiß das jemand?


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6fach Mord von Stade

29.07.2026 um 20:11
Ein paar Infos, wie es hier weitergeht:
Das Baby lebt inzwischen von seiner Mutter getrennt in einer anderen Einrichtung.
Sowohl Mutter als auch "Patentante" haben sich bislang im Ermittlungsverfahren nicht geäußert.
Die Staatsanwaltschaft Stade wartet auf das Obduktionsergebnis des Tatverdächtigen, die Staatsanwaltschaft Hannover versucht anhand medizinischer Gutachten zu ermitteln, wer für die Gehirnblutung des Babys verantwortlich war.
Quelle:
https://www.mopo.de/im-norden/niedersachsen/sechsfach-mord-in-stade-so-geht-es-mit-dem-baby-des-taeters-weiter/4907779


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6fach Mord von Stade

29.07.2026 um 20:39
Danke für den link @anthe

Aus dem selben Artikel
Nach dem Tod des Vaters wird nun zudem geprüft, ob möglicherweise die Mutter für den Vorfall verantwortlich war
Ich hatte mich vorher schon gefragt, ob eigentlich auch gegen die Mutter bzgl der Hirnblutung des Kindes ermittelt wird.
Die Frage ist natürlich, ob man das nun nach dem Tod des Vaters überhaupt noch sicher ermitteln kann.


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6fach Mord von Stade

29.07.2026 um 21:12
Zitat von antheanthe schrieb:Ein paar Infos, wie es hier weitergeht:
Das Baby lebt inzwischen von seiner Mutter getrennt in einer anderen Einrichtung.
Sowohl Mutter als auch "Patentante" haben sich bislang im Ermittlungsverfahren nicht geäußert.
Die Staatsanwaltschaft Stade wartet auf das Obduktionsergebnis des Tatverdächtigen, die Staatsanwaltschaft Hannover versucht anhand medizinischer Gutachten zu ermitteln, wer für die Gehirnblutung des Babys verantwortlich war.
Quelle:
https://www.mopo.de/im-norden/niedersachsen/sechsfach-mord-in-stade-so-geht-es-mit-dem-baby-des-taeters-weiter/4907779
Für die Hinterbliebenen ist ein möglicher Prozess gegen die beiden verdächtigen Frauen von zentraler Bedeutung. „Dort möchten sie ihrem Familienmitglied ein Gesicht geben, von ihm erzählen“, sagte Hörning. Die Familien hoffen, dass am Ende Beweise gefunden werden – und der Fall damit wenigstens teilweise aufgearbeitet werden kann.
Verständlich, aber ob sich das erfüllt, ist sehr fraglich.

Beide Frauen werden wohl gar nichts sagen, falls es zu einem Prozess kommt. Und weltbewegende Erkenntnisse über ihre Vergangenheiten dürfte es auch nicht geben.

Dass die Patentante wie vom Erdboden verschluckt ist, wundert mich auch keineswegs.


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6fach Mord von Stade

29.07.2026 um 21:14
@Zaunkönigin
Darf ich ehrlich sein… ? Ich bin echt erleichtert zu hören, dass wenigstens das Baby nun irgendwo getrennt von der Mutter, bestmöglich betreut u versorgt wird. Denn wie man das so mitbekommen hat, ist die Mutter ja nur gezwungenermaßen in diese Mutter Kind Einheit gegangen, weil es die einzige Option für sie war, an ihrem Kind dran zu bleiben. Denn sie war ja eigentlich im Team ihres Partners. Sie hat die Entscheidungen und Aktionen der Ärzte in Abrede gestellt, hat evtl sogar noch ihren gedeckt, bzgl der Verletzungen am Kind und seine Version voll adaptiert. Mich hatte sowieso gewundert, dass man Mutter und Kind, in der hochexplosiven Situation, da zusammen untergebracht hat, während der Partner irgendwo gegen all das wütet und seine Rechte einfordert.
Na ich bin ja mal gespannt, ob man zu den beiden Damen noch mal was hört, der Patentante LOL und der Kindsmutter. Wie will man da ermitteln, wenn die ihr Recht auf schweigen wahrnehmen. Man muss es ihnen nachweisen ohne den geringsten Zweifel.
Na vielleicht hilft ja die Auswertung ihrer digitalen Hinterlassenschaften dabei. Ein handy oder Laptop kann da sehr viel ausplaudern. Zb Suchanfragen , chatverläufe, Protokolle.
Ich hoffe sehr, dass wenigsten in der Richtung voll ermittelt wird, wer welche Rolle innehatte. Die Motivation zb den Täter zu chauffieren. Wer wusste von dieser Patenschaft? Was wussten die Damen, über sein Vorleben. Wieso konnte der Täter, ohne Aufenthaltsstatus hier sein, wovon wurde gelebt.


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6fach Mord von Stade

29.07.2026 um 21:35
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Mich hatte sowieso gewundert, dass man Mutter und Kind, in der hochexplosiven Situation, da zusammen untergebracht hat,
Der Grund wird sicher gewesen sein, dass man die bestmögliche Entscheidung für das Kind treffen wollte. Ein Kontaktabbruch zu primären Bezugspersonen in einem so jungen Alter ist ein Risikofaktor für die weitere Entwicklung des Kindes.
Man hat es offenbar so eingeschätzt, dass man die Mutter-Kind-Interaktion in der MuKi im Blick und unter Kontrolle hatte.

Interessant wären die Berichte bzw. Protokolle dazu, wie die Mutter sich dort verhalten hat, wie sie mit dem Kind umgegangen ist.
Wieviel Unterstützung sie dabei brauchte, ob sie überhaupt in der Lage war, feinfühlig auf die Signale des Kindes zu reagieren, wie sie sich in Stressituationen, zum Beispiel bei langem Schreien verhalten hat und so weiter
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Denn wie man das so mitbekommen hat, ist die Mutter ja nur gezwungenermaßen in diese Mutter Kind Einheit gegangen, weil es die einzige Option für sie war, an ihrem Kind dran zu bleiben.
Ja, aber das ist nicht so besonders ungewöhnlich.
Die meisten Frauen, die in solchen Einrichtungen sind, sind sehr junge Mütter, die mit der Betreuung und Versorgung ihrer Kinder überfordert sind. Aber nicht immer sehen die Mütter das genauso.
Ich kenne keine genauen Zahlen, aber eine Freundin von mir hat eine Zeit lang so eine Einrichtung geleitet und ich glaube dass die Frauen dort zunächst im Zwangskontext einziehen ist, eher die Regel als die Ausnahme.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ich bin echt erleichtert zu hören, dass wenigstens das Baby nun irgendwo getrennt von der Mutter, bestmöglich betreut u versorgt wird.
Ja, ich auch. Trotz Risiko durch Kontaktabbruch.
Es sieht ja so aus, als wäre sie nicht in der Lage gewesen, das Kind vor dem Vater der das Baby geschüttelt haben soll, schützen konnte.
Jetzt steht sogar im Raum, dass sie vielleicht selbst diejenige gewesen sein könnte, die das Baby geschüttelt hat.
Für das Kind ist es sicherlich besser, zunächst mal in einem geschützten Rahmen weiter betreut zu werden.
Dazu kommt noch, dass die Mutter vermutlich momentan auch hoch belastet und destabilisiert ist.
Ihr Ex Partner, mit dem sie ein Kind hat und als Familie zusammenleben wollte, hat sechs Menschen getötet. Das würde selbst die stabilste Person aus der Bahn werfen.
Das Kind aber braucht in seiner aktuellen Situation, nach einer Hirnblutung und Hirnoperation mit möglicherweise gravierenden Folgen, eine verlässliche und stabile Bezugsperson, die die Versorgung, auch die emotionale Versorgung gewährleistet.
Ich halte es fürs ziemlich wahrscheinlich, dass die Mutter, das im Moment absolut nicht leisten kann.


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6fach Mord von Stade

30.07.2026 um 01:13
Man darf bei der Gesamtwürdigubg des Falles nicht aus dem Blick verlieren, dass Staatsanwälte den Weisungen der Politik folgen müssen.

Das ist etwas, an dem jahrzehntelang niemand etwas auszusetzen hatte, und dessen innewohnende Gefahr erst jetzt thematisiert wird, wo sich Kräfte anschicken, an politische Macht zu gelangen, die einen Staatsumbau anstreben könnten.

Das ist hier deshalb nicht OT, weil ja in unserem Fall durchaus eine Verbindung in die Politik besteht - dass sie von Beginn an offengelegt wurde, ändert ja nichts an der Tatsache, dass dem so ist.

Würde man die Rolle der Patentante nicht stringenter untersuchen, wenn sie keine familiäre Verbindungen in die Politik hätte?

Müssen die Angehörigen hinnehmen, dass man mögliche Tatbeteiligte, Mitwisser oder Unterstützer nun achselzuckend ihrer Wege gehen lässt? Weil der Hauptverdächtige nicht mehr lebt? Dass der Nachweis schwierig werden könnte, ist doch kein Grund, es nicht auf jede denkbare Weise zu untersuchen - das ist man den Opfern schon schuldig.

Ich finde das alles befremdlich. Für mich hat da vieles einen Beigeschmack.


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30.07.2026 um 01:18
@sallomaeander

Im in diesem Herbst sind Kommunalwahlen in Niedersachsen

Und Herbst 2027 die Landtagswahl

Die Bürger können entscheiden

Und eine etwaige Beihilfe zum Mord verjährt so schnell ja auch nicht


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30.07.2026 um 02:20
Zitat von ÜbergoldÜbergold schrieb:Dass die Patentante wie vom Erdboden verschluckt ist, wundert mich auch keineswegs.
Sie ist für die Medien nicht erreichbar, was nicht wirklich verwundern sollte, für die Behörden ist sie erreichbar, lt. der Sprecherin der Staatsanwaltschaft.
Die 34 Jahre alte Kindsmutter und die 65 Jahre alte Fahrerin des Fluchtautos stehen weiterhin unter Verdacht, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. "Wir sind im Ermittlungsstadium, Beschuldigte in Strafverfahren müssen sich nicht äußern", erklärte Pirk. Für die Medien sei die 65-Jährige nicht erreichbar, für die Behörde aber schon.
https://www.sat1regional.de/artikel/bluttat-von-stade-anklage-gegen-kindsmutter-und-fluchtwagenfahrerin-noch-offen


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6fach Mord von Stade

30.07.2026 um 09:55
Opferanwalt Steffen Hörning, der zwei hinterbliebene Familien vertritt, und mehrere Politiker fordern eine umfassende Aufklärung des Todes des Tatverdächtigen in der JVA. Hörning kritisiert, dass die Haftbedingungen für den mutmaßlichen Täter gelockert worden waren. Der 45-Jährige hatte anfangs unter besonderer Beobachtung gestanden – die nach Einschätzung einer Psychologin schrittweise gelockert und schließlich ganz aufgehoben wurde. Bereits in der Vergangenheit sei er hoch manipulativ in Erscheinung getreten, so Hörning.
Für die Hinterbliebenen ist ein möglicher Prozess gegen die beiden verdächtigen Frauen von zentraler Bedeutung. „Dort möchten sie ihrem Familienmitglied ein Gesicht geben, von ihm erzählen“, sagte Hörning. Die Familien hoffen, dass am Ende Beweise gefunden werden – und der Fall damit wenigstens teilweise aufgearbeitet werden kann. (dpa/mp)
Quelle: Mopo, wie oben
«Die Hinterbliebenen hoffen, dass man am Ende Beweise findet, dass sie in die Tat involviert waren und angeklagt werden», erklärte Hörning. Dann könnten sie noch die eine oder andere Frage loswerden. Seine Aufgabe sei aber, ihnen nicht allzu viel Hoffnung zu machen. Zumal ein Prozess psychisch belastend sein könne.
Quelle: https://www.zeit.de/news/2026-07/24/anwalt-justiz-ging-tatverdaechtigem-von-stade-auf-den-leim

Rechtsanwalt Steffen Hörning aus Göttingen steht den Familien von zwei Getöteten als „Opferanwalt“ zur Seite, ein wirklich sehr erfahrener Rechtsbeistand, was mich persönlich freut. Er stand u.a. eine Zeit lang auch der in und aus Dänemark entführten K.H. zur Seite.

Ich hoffe, dass er trotz der schwierigen Umstände doch etwas bewirken kann, aber …
Seine Aufgabe sei aber, ihnen nicht allzu viel Hoffnung zu machen.
Quelle: https://www.zeit.de/news/2026-07/24/anwalt-justiz-ging-tatverdaechtigem-von-stade-auf-den-leim


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