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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

959 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, Memmingen, daniel emminger ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

24.08.2026 um 23:16
Zitat von Alray81Alray81 schrieb:Und wenn man einen Schalldämpfer benutzt muß man die richtige Munition dafür haben (Subsonic Munition), sonst nützt der Schalldämpfer nichts.
@Alray81
Alles andere Deiner Aussage unterschreibe ich, aber die Subsonic Munition benötigst Du "nur" wenn Du den Knall in Gänze auf ein "Plöpp" reduzieren möchtest. Auch ich habe zum Beginn des Schalldämpfer-Hypes geglaubt, dass hier eine Unterschall (Subsonic)-Munition notwendig wäre. Dem ist aber nicht so. Da die Dezibel-Skala logarithmisch geteilt ist, entspricht eine Dämpfung von 1/3 der Reduktion auf ein Maß, das dem menschlichen Gehör nicht mehr schädlich wird. Darauf kommt es an.

Bei dem von Dir sehr passend genannten Gebirgskarabiner in 7,92 Mauser (Zivil: 8x57 IS) ist mir keine subsonic Munition bekannt. Diese beliebte und gute Jagdpatrone würde als subsonic Variante die gesetzlich geforderte Energie von 2000 J auf 100 m nicht bringen, die für die Bejagung von Schalenwild (außer Rehwild) notwendig ist.


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24.08.2026 um 23:31
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:Alles andere Deiner Aussage unterschreibe ich, aber die Subsonic Munition benötigst Du "nur" wenn Du den Knall in Gänze auf ein "Plöpp" reduzieren möchtest. Auch ich habe zum Beginn des Schalldämpfer-Hypes geglaubt, dass hier eine Unterschall (Subsonic)-Munition notwendig wäre. Dem ist aber nicht so. Da die Dezibel-Skala logarithmisch geteilt ist, entspricht eine Dämpfung von 1/3 der Reduktion auf ein Maß, das dem menschlichen Gehör nicht mehr schädlich wird. Darauf kommt es an.

Bei dem von Dir sehr passend genannten Gebirgskarabiner in 7,92 Mauser (Zivil: 8x57 IS) ist mir keine subsonic Munition bekannt. Diese beliebte und gute Jagdpatrone würde als subsonic Variante die gesetzlich geforderte Energie von 2000 J auf 100 m nicht bringen, die für die Bejagung von Schalenwild (außer Rehwild) notwendig ist.
Da stimme ich dir in allem zu...das vielzitierte "plopp" gibts allerdings nur in Filmen. Der Gebirgsjägerkarabiner sollte auch nur ein Beispiel sein, natürlich gabs auch alle anderen Langwaffen damals frei für jeden Volljährigen.


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25.08.2026 um 06:22
Zitat von Alray81Alray81 schrieb:Aber um ein Gewinde auf einen Lauf zu schneiden muss man kein Büchsenmacher sein. Das kann jeder, der das Werkzeug und Kenntnisse von Metallbearbeitung hat.
Jop, wenn man noch die Möglichkeit hat, das Korn zu entfernen, ggf. den Lauf abzudrehen und natürlich noch die Berechtigung hat, einen passenden Schalldämpfer zu erwerben.

Da ist es wesentlich einfacher, einen Gehörschutz zu tragen.
Zitat von Alray81Alray81 schrieb:Bis 1972 waren alle Langwaffen frei erwerbbar ab 18 Jahren, bei Versandhäusern (Quelle, Neckermann) konnte man sogar Gebirgsjägerkarabiner bestellen. Viele dieser Waffen wurden später nicht registriert.
Ich kenne mal niemanden, der eine solch unregistrierte Waffe hat. Mag sein, dass man damit nicht hausieren geht, aber was ich sonst so von diversen Leuten auf dem Schießstand höre, da wäre die Zuverlässigkeit schneller weg als .300 WM fliegt.
Zu Subsonic bei Jagdmunition wurde schon alles gesagt.


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25.08.2026 um 06:37
Zitat von CarbineCarbine schrieb:Ich kenne mal niemanden, der eine solch unregistrierte Waffe hat. Mag sein, dass man damit nicht hausieren geht,
Doch. Ein Bekannter von mir hatte solche geerbt (und sie an die Polizei übergeben).Kommt also vor.
Ich kann mir gut vorstellen, dass auf dem einen oder anderen Dachboden noch was liegt, mehr oder weniger griffbereit.


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25.08.2026 um 07:54
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Doch.
Nö, ich kenne niemanden. Ich sprach ausdrücklich von mir und meiner Erfahrung und Empfinden in zwei relativ großen Schützenvereinen.

Er kann ja auch mit einer registrierten Waffe erschossen worden sein, ohne, dass es Rückschlüsse auf den Besitzer der Waffe geben kann. Solange uns das Kaliber nicht bekannt ist, kann man nur spekulieren.


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25.08.2026 um 08:37
Zitat von CarbineCarbine schrieb:Er kann ja auch mit einer registrierten Waffe erschossen worden sein, ohne, dass es Rückschlüsse auf den Besitzer der Waffe geben kann
Die Ermittler schliessen ja offenbar auch nicht aus dass es sich um eine registrierte Waffe handelt
Kennen Sie Personen aus dem Umfeld des Getöteten oder des Tatorts, die nach dem 01.04.2026 versucht haben, ein legal besessenes Gewehr zu veräußern?
Quelle: https://www.bka.de/DE/IhreSicherheit/Fahndungen/Personen/UnbekanntePersonen/Mord_DE_Unterallgaeu/Sachverhalt_Mord_Daniel_EMMINGER.html?nn=26874#weitereInformationen280970
Wenn ich es richtig verstanden habe gibt es bei abgefeuerter Munition individuelle Spuren die Rückschlüsse auf die Waffe geben, hier ist es beschrieben
J

edes Jahr werden in Österreich mehr als 600 Waffen sichergestellt und als „Verdachtswaffen“ kri- minaltechnisch beschossen, um abzuklären, ob mit diesen Waffen eine Straftat begangen wurde. Beim Abfeuern einer Waffe entstehen auf den Geschoßen und den Patronenhülsen System- und

Individualspuren. Waffen des gleichen Modells weisen immer dieselben Systemspuren auf, wie die Anzahl der Züge/Felder, die Drallrichtung, Form und Lage des Auswerfers oder des Ausziehers.
sodass der Experte diese Mu- nitionsteile einer bestimmten Waffe zuordnen oder ausschließen kann, dass sie aus einer möglichen Tatwaffe verfeuert wurden.
Quelle: https://pagestrip.com/de/bmi/g5ooe2GG/ballistischer-scanner/
Ich habe mich gefragt was mit Munition aus geschossenem Wild passiert, vor einer möglichen Fleischverwertung muss es ja entfernt werden, wird es dann gesammelt und später entsorgt oder bei jedem Stück Wild einzeln?


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25.08.2026 um 08:41
Zitat von 321meins321meins schrieb:Ich habe mich gefragt was mit Munition aus geschossenem Wild passiert
Die Geschosse verbleiben nicht immer im Wild, es gibt oftmals auch Ausschüsse.
Zitat von 321meins321meins schrieb:Ich habe mich gefragt was mit Munition aus geschossenem Wild passiert, vor einer möglichen Fleischverwertung muss es ja entfernt werden, wird es dann gesammelt und später entsorgt oder bei jedem Stück Wild einzeln?
Geschosse die im Wild verbleiben werden selbstverständlich entfernt. Was meinst du mit "sammeln"?


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25.08.2026 um 08:48
Zitat von CarbineCarbine schrieb:Solange uns das Kaliber nicht bekannt ist, kann man nur spekulieren.
Der Polizei dürfte das Kaliber sehr wohl bekannt sein, sonst würde sie nicht so gezielt nach einer alten Waffe fragen.


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25.08.2026 um 08:57
Zitat von Alray81Alray81 schrieb:Der Polizei dürfte das Kaliber sehr wohl bekannt sein
Ich hoffe, du hast gelesen, dass ich von "uns" sprach und nicht von der Polizei.


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25.08.2026 um 09:07
Zitat von CarbineCarbine schrieb:Ich hoffe, du hast gelesen, dass ich von "uns" sprach und nicht von der Polizei.
Ja, habe ich gelesen.
Zitat von CarbineCarbine schrieb:Nö, ich kenne niemanden. Ich sprach ausdrücklich von mir und meiner Erfahrung und Empfinden in zwei relativ großen Schützenvereinen.
Scheinst aber grundsätzlich immer von Dir auszugehen, was aber absolut nicht relevant ist.


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25.08.2026 um 09:38
Zitat von Alray81Alray81 schrieb:Ja, habe ich gelesen
Dann hat deine Aussage keine Relevanz.

Erfahrungen und Meinungen sind nun mal personenbezogen. Ob das relevant ist oder nicht, darf jeder für sich selbst entscheiden, da lass ich mich von dich garantiert nicht diskreditieren.
Nichtsdestotrotz lebt eine Diskussion auch von Ideen/Erfahrungen/whatever anderer, falls du das anders siehst, dann bist du in Foren grundsätzlich falsch.


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25.08.2026 um 14:39
Zitat von Alray81Alray81 schrieb:Geschosse die im Wild verbleiben werden selbstverständlich entfernt. Was meinst du mit "sammeln"?
Ich weiss nicht wie und wo man Geschosse entsorgt, deshalb hatte ich überlegt ob man sie sammelt und dann in größerer Menge entsorgt, in größeren Zeitabständen
Zitat von Alray81Alray81 schrieb:Der Polizei dürfte das Kaliber sehr wohl bekannt sein, sonst würde sie nicht so gezielt nach einer alten Waffe fragen.
Das würde ich auch vermuten. Wenn man allerdings als Beispiel 3 Waffen im Landkreis des Tatortes ausfindig gemacht hätte, alle drei gleiche Sorte und Kaliber, alle werden zum Beispiel zur Jagd benutzt weswegen Schmauchspuren vorhanden wären könnte man wenn ich es richtig verstanden habe anhand der Individualspuren auf abgefeuerter Munition trotzdem erkennen aus welcher der drei Waffen die Tat begangen wurde
Die Individualspuren variieren von Waffe zu Waffe, auch desselben Modells, sodass der Experte diese Mu- nitionsteile einer bestimmten Waffe zuordnen oder ausschließen kann, dass sie aus einer möglichen Tatwaffe verfeuert wurden.
Quelle: https://pagestrip.com/de/bmi/g5ooe2GG/ballistischer-scanner/
Zitat von Alray81Alray81 schrieb:Die Geschosse verbleiben nicht immer im Wild, es gibt oftmals auch Ausschüsse.
Das würde bedeuten sollte der Täter ein Jäger sein, was ja gar nicht sicher aber möglich ist soweit ich gelesen habe, hätte er ein Jagdrevier wo er und eventuell noch andere Personen,z.B. Gastjäger, zur Jagd gehen, man hätte dann vielleicht die Möglichkeit in diesem Revier wegen möglicher Ausschüsse noch Munition zu finden die man mit der Munition die nach der Tat gefunden wurde abgleichen könnte.
Wenn man von einer alten Kriegswaffe die im Familienbesitz war und irgendwo auf dem Dachboden lag ausgeht und bekannt ist dass früher vom Besitzer Schiessübungen an bestimmten Stellen gemacht wurden hätte man vielleicht falls man heute dort noch Munition findet die Möglichkeit eine Tatbeteiligung zu erkennen.
Allerdings glaube ich darf alles nicht zu lange her sein wie hier steht
Weiters werden Muniti- onsteile aus Straftaten mit geringer Strafdrohung und lange zurückliegenden Tatzeitpunkten ausge- reiht, weil Abnützung oder Korrosion die Individualspuren einer Schusswaffe erheblich verändern
Quelle: https://pagestrip.com/de/bmi/g5ooe2GG/ballistischer-scanner/


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26.08.2026 um 05:39
Zitat von 321meins321meins schrieb:Das würde bedeuten sollte der Täter ein Jäger sein, was ja gar nicht sicher aber möglich ist soweit ich gelesen habe, hätte er ein Jagdrevier wo er und eventuell noch andere Personen,z.B. Gastjäger, zur Jagd gehen, man hätte dann vielleicht die Möglichkeit in diesem Revier wegen möglicher Ausschüsse noch Munition zu finden die man mit der Munition die nach der Tat gefunden wurde abgleichen könnte.
Da wird man weniger auf Munitionssuche gehen, sondern die Waffen bei den fraglichen Personen einsammeln, abschiessen und dann einen Abgleich mit den bei DE gefundenen Projektilen durchführen.

Deshalb halte ich es auch fuer gar nicht unwahrscheinlich, dass eine nicht registrierte Waffe benutzt wurde - nach der kann keiner (gezielt) fragen.
Zitat von CarbineCarbine schrieb:Er kann ja auch mit einer registrierten Waffe erschossen worden sein, ohne, dass es Rückschlüsse auf den Besitzer der Waffe geben kann.
Wenn man die Waffe findet, die zu den Projektilen passt, die bei DE gefunden wurden, hat man ja eindeutig die Tatwaffe gefunden.
Und dann sollte der Weg zum Taeter nicht mehr weit sein.

Sollte die Tatwaffe noch existieren, hat der Taeter schon Grund beunruhigt zu sein.


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26.08.2026 um 14:32
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Wenn man die Waffe findet, die zu den Projektilen passt, die bei DE gefunden wurden, hat man ja eindeutig die Tatwaffe gefunden.
Ich wollte auf Treibspiegelmunition anspielen. Die ist zwar verboten, aber das spielt bei einem solchen Verbrechen wohl eher keine Rolle.
Ich halte die Nutzung in diesem Fall zwar für unwahrscheinlich, wollte es dennoch mal ansprechen.


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26.08.2026 um 14:35
Ich frage mich:

Es war immer von einer „Hinrichtung“ zu lesen, bedeutet dies es waren besonders viele Schüsse oder wie kann man das interpretieren?

Wie ist der Täter eigentlich ins Haus gekommen? Hat DE ihm selbst die Türe geöffnet? Gab es vielleicht einen Streit der eskaliert ist? Darüber war nie etwas zu lesen. Es muss ja eine Art „Tatablauf“ geben, wahrscheinlich ist es Täterwissen welches die Polizei nicht veröffentlichen möchte.


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26.08.2026 um 14:45
Zitat von LändleLändle schrieb:Es war immer von einer „Hinrichtung“ zu lesen, bedeutet dies es waren besonders viele Schüsse oder wie kann man das interpretieren?
Ich denke, das bedeutet, dass es keine Hinweise auf bzw. Spuren eines Kampfgeschehens oder Gegenwehr des Opfers gab, er also völlig arglos und überraschend erschossen wurde.


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26.08.2026 um 15:20
Zitat von antheanthe schrieb:Ich denke, das bedeutet, dass es keine Hinweise auf bzw. Spuren eines Kampfgeschehens oder Gegenwehr des Opfers gab, er also völlig arglos und überraschend erschossen wurde.
Also könnte es auch sein, dass er im Schlaf erschossen wurde?


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26.08.2026 um 15:33
Zitat von LändleLändle schrieb:Also könnte es auch sein, dass er im Schlaf erschossen wurde?
Könnte, aber davon gehe ich eher nicht aus. Der Täter hätte sich dann in diesem großen Anwesen fast lautlos Zutritt verschaffen und dann noch über knarrende Holzböden und durch womöglich quietschende Türen bis ins Schlafzimmer des Opfers schleichen müssen.


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26.08.2026 um 16:26
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Da wird man weniger auf Munitionssuche gehen, sondern die Waffen bei den fraglichen Personen einsammeln, abschiessen und dann einen Abgleich mit den bei DE gefundenen Projektilen durchführen.
Ich denke erstmal sicherlich, aber es besteht ja die Möglichkeit dass bei dem Abgleich kein Hinweis auf die Tatwaffe entsteht.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Deshalb halte ich es auch fuer gar nicht unwahrscheinlich, dass eine nicht registrierte Waffe benutzt wurde - nach der kann keiner (gezielt) fragen.
Ein Fund der Tatwaffe wurde meines Wissens bisher nicht öffentlich kommuniziert. Die Tat ist jetzt fast 5 Monate her, dass es sich um eine unregistrierte Waffe handelte könnte ich mir ebenfalls vorstellen. Ich fand es zumindest etwas beruhigend dass auch wenn die Tatwaffe nie gefunden werden sollte noch weitere, wenn auch vermutlich sehr kleine Chancen bestehen dass der Täter anhand eines Vergleichs der Patronen gefunden werden könnte wenn ich alles richtig gelesen habe.
Zitat von CarbineCarbine schrieb:Ich wollte auf Treibspiegelmunition anspielen. Die ist zwar verboten, aber das spielt bei einem solchen Verbrechen wohl eher keine Rolle.
Hatte ich noch nie gehört, habe es gegoogelt, Du meinst vermutlich dies?
Nach dem Waffengesetz (WaffG)[1] der Bundesrepublik Deutschland ist der Umgang u. a. mit folgender Munition verboten:

„Patronenmunition für Schusswaffen mit gezogenen Läufen, deren Geschosse im Durchmesser kleiner sind als die Felddurchmesser der dazugehörigen Schusswaffen und die mit einer Treib- und Führungshülse umgeben sind, die sich nach Verlassen des Laufes vom Geschoss trennt.“
Hintergrund ist die im Deliktfall geringe Möglichkeit der Zuordnung eines Projektils zu einer Waffe.
Quelle: Wikipedia: Treibspiegel#Funktion

Heisst das dann dass der Täter eine registrierte Waffe benutzt hätte mit verbotener Munition, und bei dieser bzw.der am Tatort gefundene Munition wäre die Möglichkeit einer Zuordnung zu einer Waffe schwieriger?
Ich persönlich würde das bei einem Täter der die Tat geplant hat und sich gut mit Waffen und Munition auskennt nicht für unmöglich halten.


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26.08.2026 um 17:28
Genau, damit wäre ein Unterkaliber gemeint. Das wäre hier aber eher unlogisch. Wäre so etwas verwendet worden, wüsste man ja gerade nicht, dass ein größeres Kaliber verwendet wurde.
Bei dem verwendeten Kaliber muss ein extremer Schalldruckpegel entstanden sein
Das klingt danach, dass sich das Kaliber bestimmen ließ (und nur nicht veröffentlicht wurde). Also wird es höchstwahrscheinlich Vollkalibermunition gewesen sein. Und eben auch eine recht kräftige.
Projektile konnten am Tatort sichergestellt werden
Diese Aussage findet sich ebenfalls beim ZDF.

Wenn also nur Projektile gefunden wurden + eine Aussage über Kaliber möglich ist, dann spricht das m.E. eindeutig gegen Treibspiegelmunition.

Und dafür, dass man, hat man erst das Gewehr, das Projektil diesem eindeutig zuordnen können müsste.


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