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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

1.313 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, Memmingen, daniel emminger ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

05.10.2026 um 22:03
Zitat von MeaMea schrieb:Vielleicht gab es noch auf ganz anderer Ebene einen Konflikt, der bisher nicht in den Blick der Ermittler geraten ist. Ein blinder Fleck sozusagen. Wer weiß.
Die ganzen Aussagen der Kripo wirken halt wie wenn sie entweder keinen so richtigen Ermittlungsansatz und auch nicht viele aussagekräftige Spuren haben, die Durchsuchungen absolut nichts hervorgebracht haben und man nur den Verdacht eines Nachbarschaftstreits hegt, aber dazu keine eindeutigen Zeugenaussagen bekommen hat.

Ich frage mich halt was es an Indizien braucht damit ein Richter den Durchsuchungsbeschluss beim Nachbarn unterschreibt. Reicht da eine Vermutung dass es da Streit gegeben haben muss aus oder muss da was handfesteres dabei sein?

Dreh- und Angelpunkt der Ermittlungen dürfe ja die Tatwaffe sein die entweder vernichtet oder versteckt wurde und dann halt noch ggf. Zeugen die zur Zeit des Tatgeschehens was zu Alibis des oder der Tatverdächtigen sagen können.

Leider kennt man aus Fällen wie der von Raven Vollrath oder anderen die in ländlichen Umgebungen stattfinden dass da oft auf Breiter Front nicht so viel geredet wird. Vielleicht beißen sich die Ermittler auch da die Zähne aus. Weil ohne Tatwaffe und das jemand redet wird es nach der Zeit schwer an Beweise zu kommen.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

05.10.2026 um 22:56
Zitat von 321meins321meins schrieb:und da erscheint mir einer dieser Teiche an der Weiherstraße eher nördlich von Kunzach nicht unlogisch, sie liegen meiner Meinung nach auf einer möglichen Fluchtroute des Täters, das Gewehr im Wasser liegend und das möglich lange könnte den Täter hoffen lassen dass ein Abschiessen von Munition zum Vergleich nicht mehr möglich ist. Allerdings weiss ich nicht ob Waffen auch nach Liegezeit im Wasser noch benutzbar sind.
Die Idee klingt vielversprechend, aber wären die Ermittler da nicht auch drauf gekommen sprich haben da schon gesucht? Taucher oder ähnliches?


Und noch eine persönliche Überlegung, die jeder Hausbesitzer mal gern mitdenken kann: wüsstet ihr, an welchem Platz in Eurem Haus ihr so eine Waffe, die keiner finden soll, verstecken würdet? Sprich, gibts solche Stellen wirklich?
Ich habe ein normales Zweifam.Haus....vorstellbar dass es in einem Bauernhof m. Stallungen natürlich mehr gute Verstecke, doppelte Böden und all sowas gibt - wo keiner hinkommt...oder?🤔


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06.10.2026 um 00:47
Zitat von wollferkelwollferkel schrieb:Und noch eine persönliche Überlegung, die jeder Hausbesitzer mal gern mitdenken kann: wüsstet ihr, an welchem Platz in Eurem Haus ihr so eine Waffe, die keiner finden soll, verstecken würdet? Sprich, gibts solche Stellen wirklich?
Ich habe ein normales Zweifam.Haus....vorstellbar dass es in einem Bauernhof m. Stallungen natürlich mehr gute Verstecke, doppelte Böden und all sowas gibt - wo keiner hinkommt...oder?🤔
Vorstellen kann ich (kein Hausbesitzer, aber ländlich in einem Weiler bei Besitzern eines alten Hauses aufgewachsen) mir da erstmal schon so einige Ecken, auch welche die in Richtung "doppelter Boden" gehen (Jauchegrube & Co.), kann mir dann jedoch auch vorstellen (ob ich damit richtig liege oder nicht weiß ich nicht) dass ggf. ein Metalldetektor die Waffe doch anzeigen würde.
Etwas mit hohem Metallanteil verschwinden lassen? Mir würde da einfallen: Ab in die Werkstatt, kleinmachen (Metallsäge?) und schleunigst kleinweise wegwerfen (Müllabfuhrkalender). Ggf. in der nächsten Stadt - bisschen weiter weg zum Einkaufen (exemplarisch: von meinem Heimatort wären zwei Städte in 40 bzw. 60 km Entfernung dafür völlig unauffällig), falls das auffällt, Grund für die Fahrt war der Einkauf, es ist Frühjahr, da sind neue Gartengeräte fällig (kaufen, Rechnung aufbewahren).
Ohne kriminelle Energie, aber ab und zu Krimileser.


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06.10.2026 um 01:31
An Metalldetektor hätte ich nun nicht gedacht, aber gefährlich, aufzufliegen, ja😳

Und die Ideen zum Verteilen von Kleinteilen könnten von mir sein (ja, auch schon viel Krimi &Co gelesen und findig wenns um solcherlei Entsorgungsfragen geht😇)


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06.10.2026 um 02:19
@wollferkel
Zudem kann Bodenradar Hohlräume anzeigen. Wurde so meines Wissens auch schon bei Durchsuchungen (in anderen Fällen) genutzt.
Sägespäne in einer Werkstatt könnten zugeordnet werden (mindestens welches Metall da zersägt wurde und dass es typisch für eine Waffe ist, und die Späne nicht zu z.B. genannten Nutzungen wie Werkzeugreparatur, Blech für Kaninchenstall... passen.).
Das somit nur als Idee, was einem einfallen könnte und wie das dann doch nicht so schlau sein kann (= doch festgestellt werden kann).


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06.10.2026 um 15:09
Das Sicherste wäre tatsächlich die Waffe ein möglichst kleine Kleinteile zu verarbeiten und dann zu verteilen. Problem daran ist einzig dass man entsprechende Werkzeuge benötigt die im landwirtschaftlichen Umfeld oder ggf. wenn man mit Waffen zu tun hat vorhanden sind (Büchsenmacher). Und halt die Gefahr dass das jemand mitbekommt da das eine Weile dauern dürfte.

Entsorgen in einem möglichst guten Versteck geht schneller. Birgt aber halt die Gefahr der Entdeckung. Aber wer gute Verstecke kennt wie unscheinbare und abgelegene Tümpel, Flüsse oder Seen vielleicht noch im Naturschutzgebiet (geringere Gefahr durch Badende oder bauliche Maßnahmen zum Vorschein zu kommen) kennt dürfte es nicht so schwer haben die Waffe schnell verschwinden zu lassen.

Der Tatort liegt ja auf dem Land. Theoretisch kann die Tatwaffe da in einer halben Stunde oder gar geringerer Zeitspanne irgendwo verbuddelt werden oder in einer Erdspalte/Gewässer verschwinden. Und die Polizei hat dann ein riesiges Gebiet das abgesucht werden müsste.

Dann ist ja noch die Frage wenn es eine unregistrierte Weltkriegswaffe war lebt vielleicht gar niemand mehr der eine Verbindung zu Täter herstellen kann. Das heißt selbst wenn eine Waffe gefunden wird, werden da ja nach Bergung aus einem Gewässer oder der Erde kaum mehr verwertbare Spuren dran sein.

Ich denke daher dass ein schlauer Täter die Waffe nicht auf seinem Hof versteckt sodass sie ihn zugeordnet werden kann. Ein Landwirt oder Jäger kennt in der Regel genug Örtlichkeiten wo man sowas gut versenken kann und es nicht zufällig gefunden wird.


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06.10.2026 um 16:15
Zitat von KokokokokoKokokokoko schrieb:Ich frage mich halt was es an Indizien braucht damit ein Richter den Durchsuchungsbeschluss beim Nachbarn unterschreibt. Reicht da eine Vermutung dass es da Streit gegeben haben muss aus oder muss da was handfesteres dabei sein?
Die bloße Vermutung der Polizei, dass es einen Streit zwischen Nachbarn gegeben haben könnte, reicht in keinem Fall aus. Die "Unverletzlichkeit der Wohnung" ist ja ein Grundrecht, das uns im Grundgesetz (Artikel 13) garantiert wird. Entsprechend restriktiv wird die Genehmigung von Hausdurchsuchungen von den Ermittlungsrichtern gehandhabt. Und in unserem Fall ist eine solche Duchsuchung ja sogar zweimal genehmigt worden, was dafür spricht, dass relativ starke und KONKRETE Verdachtsmomente gegen den Tatverdächtigen vorlagen bzw. vorliegen.

Es braucht immer etwas Konkretes - allgemeine Überlegungen reichen niemals aus. Wenn wir mal als Gedankenspiel dabei bleiben, dass die Polizei einen Nachbarschaftsstreit vermutet, dann müsste sie konkrete Anhaltspunkte dafür liefern. Das könnten zum Beispiel Dokumente sein, aus denen hervorgeht, dass es einen solchen Streit gab, und dass er bereits hitzige Dimensionen angenommen hatte. Das könnten amtliche Dokumente sein, wenn sich zum Beispiel die beiden Kontrahenten bei irgendwelchen Behörden übereinander beschwert hätten oder sogar schon miteinander vor Gereicht waren. Es könnten aber auch direkte Schriftwechsel zwischen den Kontrahenten sein - besonders wenn darin schon irgendwelche Drohungen enthalten waren. Auch mitgeschnittene Telefonate könnten eine Rolle spielen.

Ein zweite Möglichkeit wären in diesem Fall Zeugenaussagen, wobei da eine einzige vermutlich nicht ausreichen würde. Es müssten wohl schon mehrere sein, die übereinstimmend über einen gravierenden Streit berichten. Dabei käme es natürlich auch darauf an, wie glaubwürdig die Zeugen eingeschätzt werden, und wie nah sie an der Sache dran waren. Personen, die einen engen Bezug zu Opfer oder Tatverdächtigem haben, wären sicher von besonderem Gewicht.

Das waren bisher alles Indizien, die (nur) auf das Bestehen eines Motives hindeuten würden. Es könnt ja aber auch Indizien geben, die den Tatverdächtigen auf noch direktere Weise mit dem Verbrechen in Verbindung bringen: Zum Beispiel könnte es eben doch Aufnahmen aus der Tatnacht geben, die eine Person mit der Statur des Tatverdächtigen am oder im Hof zeigen. (Vielleicht hat der Täter bei aller Vorbereitung eine Kamera übersehen). Oder es gibt-Audio-Aufnahmen mit der Stimme des Täters. Oder - noch eine andere Richtung: Der Tatverdächtige hat vor der Tat eindeutige Google-Recherchen unternommen - was ja schon vielen Tätern zum Verhängsnis geworden ist. Oder: Er hat versucht, sich ein falsches Alibi zu besorgen, und der Polizei wurde das gemeldet. Und und und.

Also, es gibt genug Material, das die Polizei theoretisch in der Hand haben könnte. Was sie wirklich den Ermittlungsrichtern vorgelegt hat, lässt man uns natürlich nicht wissen, aber es müssen schon SachEN mit Gewicht gewesen sein - gerade weil eben die Durchsuchung zweimal genehmigt wurde, möglicherweise sogar von zwei verschiedenen Richtern.


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06.10.2026 um 16:58
Zitat von CoscorobaCoscoroba schrieb:Ein zweite Möglichkeit wären in diesem Fall Zeugenaussagen, wobei da eine einzige vermutlich nicht ausreichen würde. Es müssten wohl schon mehrere sein, die übereinstimmend über einen gravierenden Streit berichten. Dabei käme es natürlich auch darauf an, wie glaubwürdig die Zeugen eingeschätzt werden, und wie nah sie an der Sache dran waren. Personen, die einen engen Bezug zu Opfer oder Tatverdächtigem haben, wären sicher von besonderem Gewicht.
Falls der Nachbar z.B. mehrfach Morddrohungen gegen DE ausgesprochen hatte und dieser in seinem persönlichen Umfeld mündlich davon berichtet hat dürfte dies der Polizei sehr schnell durch die diversen Befragungen bekannt geworden sein. In diesem Fall wäre ein Durchsuchungsbeschluss eine reine Formsache.


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06.10.2026 um 17:18
Zitat von KokokokokoKokokokoko schrieb:Ich denke daher dass ein schlauer Täter die Waffe nicht auf seinem Hof versteckt sodass sie ihn zugeordnet werden kann. Ein Landwirt oder Jäger kennt in der Regel genug Örtlichkeiten wo man sowas gut versenken kann und es nicht zufällig gefunden wird.
Ich denke auch, dass man damit rechnen muss, dass der Täter die Waffe nicht mehr bei sich hat, und dass sie auch (mehr) nicht in einem Versteck in der Nähe des Tatortes liegt. Wenn wir mal von einem geplanten Mord ausgehen - ich tue das - dann hatte der Täter im Vorfeld genug Zeit und Ruhe, sich einen Entsorgungsplan für die Waffe zu überlegen. Und er hatte sicher direkt nach der Tat auch genug Zeit, den Entsorgungsplan umzusetzen bzw. zumindest dessen 1. Stufe (Zwischenlager). In der Regel werden Tatwaffen ja genau deswegen gefunden, weil die Täter entweder vor der Tat nicht wirklich über die Entsorgung nachdenken konnten (spontanes Tötungsdelikt) und sie die Waffe dann irgendwo hinschmeißen und/oder weil sie die Waffe direkt nach der Tat schnell loswerden müssen, bevor Polizei oder andere Zeugen am Tatort eintreffen. Beide Probleme bestanden hier nicht.

Die Möglichkeiten sind endlos - gerade wenn man Zeit hat und mobil ist. Ein vernünftiger Täter wird die Waffe auch nicht wirklich "verstecken" (so dass er sie irgendwann noch einmal wieder an sich nehmen kann), sondern er wird sie verschwinden lassen, am besten in Einzelteilen. Natürlich ist das Zerkleinern der Waffe in einer städtischen 2-Zimmer-Wohnung schwierig, aber unser Täter hier, wohnt vermutlich weder in der Stadt noch in einer 2-Zimmer-Wohnung. Und er hat vermutlich eine Werkstatt mit viel Werkzeug.

Wenn mich meine - sehr bescheidenen - Waffenkenntnisse nicht im Stich lassen, wäre es für den Täter besonders wichtig, den Lauf des Gewehrs sicher verschwinden zu lassen, weil der Zug des Laufes Spuren auf der Munition zurücklässt, die die genaue Zuordnung der Waffe zur verwendten Munition zulassen - wenn es überhaupt Munitionsreste am Tatort gab. Dass man natürlich alle Waffenteile gründlich von Fingerabdrücken und biologischem Material mit DNA-Potenzial reinigen sollte, versteht sich von selbst. Auch das ist nicht schwer, wenn man Zeit und eine Werkstatt hat.


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06.10.2026 um 22:42
Soweit ich weiß ist die Rede von mehreren Projektilen was bei Jagdmunition entweder heißt dass da Schrotkugeln oder Geschossfragmente gefunden worden. Jagdliche Büchsenmunition besitzt in der Regel ein Zerlegungsgeschoss welches sich stark verformt um maximale Tötungswirkung zu entfalten und zersplittert bei diesem Prozess oft in mehrere Teile.

Ich habe auch einen ähnlichen ungeklärten Fall in Bayern gefunden bei dem jemand auf einem Einödhöf erschossen wurde:

https://www.stern.de/panorama/verbrechen/aktenzeichen-xy--auf-einoedhof-erschossen---wer-toetete-michael-s----33198678.html

https://germanmissing.blogspot.com/2023/02/geratskirchen-totungsdelikt-z-n-von.html

Kopfschussmord mit Schrotflinte auf Einödhof in Niederbayern (2021) (Seite 26)

https://www.reddit.com/r/ColdCase_Deutschland/comments/1varguo/comment/p5mond5/?utm_source=share&utm_medium=web3x&utm_name=web3xcss&utm_term=1&utm_content=share_button

Ein Kommentar auf Reddit bezeichnet das Opfer als "Autarkie" aber ob das stimmt weiß ich nicht. Ich vermute auch dass die zwei Taten aufgrund des unterschiedlichen Backgrounds der Opfer eher nicht zusammenhängen aber kurios ist das schon etwas dass es da in Bayern solche Morde gibt und die Ermittlungsbehörden ziemlich im Dunkeln zu tappen scheinen.


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07.10.2026 um 00:01
Zitat von KokokokokoKokokokoko schrieb:Ein Kommentar auf Reddit bezeichnet das Opfer als "Autarkie" aber ob das stimmt weiß ich nicht.
Was meinst du mit "ob das stimmt oder nicht"? Über die Lebensweise wurde ja hier schon reichlich diskutiert, und ist auch in den youtube-Beiträgen zu sehen, inwieweit Herr E. autark lebte.
"Autarkie":
Sicherlich handelt es sich dabei um entweder um eine Wort-Eigenkreation (einen autark lebenden Menschen bzw. jemanden der möglichst autark leben will als "Autarkie" bezeichnen, Endung "ie", oder einen Rechtschreibkorrektur-Fehler hinsichtlich "(die) Autarkie").

@321meins
Mich würde interessieren was der Täter bei einer Planung vorab für ein Alibi konstruiert haben könnte.
Da gäbe es doch alles mögliche: Etwa die Anwesenheit an einem Ort, bei dem man zu Anfang und zum Ende einer Veranstaltung gesehen wird und ein Fehlen dazwischen nicht auffällt. Telefonat knapp vor, knapp nach der Tat, deren genauer Zeitpunkt nicht zuordenbar ist. Aufenthalt an einem anderen Ort knapp nach der Tat. Die Tat dürfte nicht viel Zeit beansprucht haben und eher von einer Person, die in geringer Entfernung (kurzer Fußweg, kurze Anfahrt) lebt(e) begangen worden sein. Abwesenheit nachts kann eventuellen anderen Personen im selben Haushalt (wenn es sie denn gibt) nicht afgefallen sein: niemand zu Hause, oder die Tatzeit passt zu z.B. dem Weg zur Arbeit.
Und: Wie viele Menschen haben kein Alibi, eben weil sie zu der Zeit nichts Spezielles unter Beobachung anderer getan haben?


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07.10.2026 um 00:05
Zitat von CoscorobaCoscoroba schrieb am 03.10.2026:Wir erfahren auch nichts darüber, wo genau im Haus der Leichnam des Opfers gefunden wurde und von wo aus die Schüsse auf das Opfer abgegeben wurden
Das finde ich auch schade bzw. auch nachvollziehbar, da Täterwissen. Aber Spekulationen sind natürlich anders, wenn Daniel im Schlaf/Bett, am Küchentisch sitzend oder im Hausflur stehenden erschossen wurde.
Zitat von antheanthe schrieb am 02.10.2026:Daniel wurde im Haus aufgefunden.
Es wurde vermutet, dass vor der Tat Schießübungen stattgefunden hatten und Spuren davon im Baumstamm sein könnten.
Vielleicht sollte das Gewehr an Daniel verkauft werden und er hat sogar an den Übungen teilgenommen. Danach ist man ggf. ins Haus hat noch ein paar Bier gekippt oder was nettes geraucht. Der Verkäufer legt aus Spaß oder im Zuge von weiteren Erläuterungen das Gewehr an und erschießt Daniel versehentlich. Ist das möglich? Habe noch nie ein Gewehr in der Hand gehabt.


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07.10.2026 um 10:33
Das ist vollkommen unwahrscheinlich da das Opfer nicht den Eindruck macht einen Bezug zu Jagd oder Sportschützentum zu haben. Man kann auch gar nicht spontan in Deutschland in dieser Art ein Gewehr verkaufen. Das muss dann in die jeweilige WBK eingetragen werden und die Polizei wüsste davon. Und warum sollte das Opfer eine illegale Waffe haben wollen? Klar passieren Unfälle mit Schusswaffen aber das ist in diesem Fall total an den Haaren herbeigezogen.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Was meinst du mit "ob das stimmt oder nicht"?
Ich meine den anderen Fall den ich verlinkt habe in Geratskirchen. Da spricht jemand in einem Reddit-Kommentar zum hier besprochenen Fall davon dass das Opfer in Geratskirchen auch irgenwas mit Autarkie am Hut hatte: https://www.reddit.com/r/ColdCase_Deutschland/comments/1varguo/comment/p5mond5/?utm_source=share&utm_medium=web3x&utm_name=web3xcss&utm_term=1

Ich kann dazu allerdings keine Quellen finden. Das Opfer hatte da eine kriminelle Vergangenheit und war Forst- und Bauunternehmer. Aber der Tathergang ist sehr ähnlich und der Tatort nur 2h entfernt. Allerdings war es da so dass das Opfer wohl um 6 Uhr morgens im Juli in seinem Hof erschossen wurde während Angehörige im Haus schliefen und den Schuss hörten. Angeblich dachten sie sich aber nichts dabei weil sie es gewohnt waren das Schüsse in der Nähe vielen aufgrund von Jagd. Das ist aber echt seltsam weil ein Flintenschuss sich in einem Haus in dem man sich selbst befindet, selbst wenn es groß ist, sich doch gewaltig akustisch von einem Schuss außerhalb des Hauses unterscheiden sollte.

In beiden Fällen sind die Täter extrem skrupellos und abgebrüht vorgegangen. Eventuell hat Bayern mehr alleinstehende Höfe als andere Bundesländer die natürlich für so eine Tat dem Täter in die Hände spielen weil es nachts oder früh morgens dort nicht viele Zeugen geben sollte. Andererseits fällt man dort aber auch eher auf wenn jemand was sieht.

Dazu fällt mir noch ein dass mittlerweile Jäger pro Revier oft zig Wildkameras montiert haben. Diese nehmen zwar nur ein begrenztes Gebiet auf aber ich frage mich ob die Polizei da auch drauf kommt die Kameras in der Umgebung zu kontrollieren. Die Tat wird da natürlich nicht drauf sein aber vielleicht wurde da ein Auto vom Täter gefilmt oder wie er die Waffe versteckt etc.


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07.10.2026 um 10:36
Zitat von wollferkelwollferkel schrieb:aber wären die Ermittler da nicht auch drauf gekommen sprich haben da schon gesucht?
Ich denke eine Suche wäre bekannt und öffentlich geworden, auch weil die Teiche ja nicht versteckt sondern direkt an einer Straße liegen, an der Weiherstraße, dazu kommt für mich dass die Fällung der Weide ja auch öffentlich kommuniziert wurde.
Zitat von KokokokokoKokokokoko schrieb:Soweit ich weiß ist die Rede von mehreren Projektilen
Bei Aktenzeichen wird bei Minute 26.44 gesagt : Am Tatort konnten ja auch Projektile sichergestellt werden, Jagdmunition
Quelle : https://www.dailymotion.com/video/xav0tsm
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Da gäbe es doch alles mögliche:
Das sind finde ich alles schlüssige Möglichkeiten, allerdings vermute ich dass schlussendlich nur der Täter wissen wird wann die Tat genau begangen wurde, zumindest wurde ja keine konkrete Tatzeit veröffentlicht, und sollte niemand aus der näheren Umgebung konkret einen Schuss zu einer bestimmten Uhrzeit gehört haben was ich vermute wird das eventuell auch in der Zukunft so bleiben.


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07.10.2026 um 12:27
Zitat von 321meins321meins schrieb:allerdings vermute ich dass schlussendlich nur der Täter wissen wird wann die Tat genau begangen wurde
Klar, davon gehe ich auch aus. Deshalb hatte ich ja auch kein uhrzeitabhängiges Alibi genannt. Ich bezog mich somit alleinig auf:
Mich würde interessieren was der Täter bei einer Planung vorab für ein Alibi konstruiert haben könnte.



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07.10.2026 um 22:18
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Deshalb hatte ich ja auch kein uhrzeitabhängiges Alibi genannt.
Das stimmt, die von Dir aufgeführten Möglichkeiten eines Alibis eines sorgfältig planenden Täters sind meiner Meinung nach auf alle denkbaren Tatzeiten anwendbar.
In den ersten Tagen nach der Tat wurde ja noch nicht einmal die Eingrenzung auf eine Tat in der Nacht vom 31.03. bis 01.04. kommuniziert, Meldung vom 04.04.
Am Freitag, den 03.04.2026, wurde in einem Anwesen im Ortsteil Bedernau ein 33-jähriger Mann tot aufgefunden. Die Todesursache ist derzeit unklar und Gegenstand der laufenden kriminalpolizeilichen Ermittlungen.
Quelle: https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/100842/index.html

Meldung vom 10.04.
Ein 33-jähriger Mann wurde im Bereich des Weilers Kunzach leblos aufgefunden.
Zeugen, welche zwischen dem 31.03.2026 und dem 03.04.2026 im Bereich des Weilers Kunzach verdächtige Beobachtungen gemacht
Quelle: https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/101100/index.html
Es gab bei diesen Meldungen keinen Hinweis dass die Tat in der Nacht vom 31.03.auf den 01.04. verübt wurde.
Vielleicht haben die Ermittler ja Glück dass ein in kurzer Zeit nach der Tat Befragter auffällig sorgsam erzählt hat was er in der Nacht vom 31.03.auf den 01.04. gemacht hat.
Zitat von KokokokokoKokokokoko schrieb:Die Tat wird da natürlich nicht drauf sein aber vielleicht wurde da ein Auto vom Täter gefilmt oder wie er die Waffe versteckt etc.
Das wäre auch für mich eine sehr gute Möglichkeit Erkenntnisse über die Tat zu bekommen, aber ich vermute dass die Tat in der Umgebung für grosses Erschrecken und Aufsehen geführt hat so dass Inhaber einer Wildkamera schon eigenständig diese kontrolliert und mögliche Informationen an die Polizei gegeben haben.


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08.10.2026 um 09:11
Zitat von 321meins321meins schrieb:Wildkamera
Wildkameras dürfte es wenn überhaupt nur sehr wenige im weiteren Bereich des Hofes gegeben haben. Schön wäre es allerdings, wenn "Kommissar Zufall" so oder anders die Tat aufklären könnte.
Ich persönlich hoffe ja, dass jetzt, wo die Tage wieder kürzer werden und die besinnliche Zeit beginnt, noch Zeugen auftauchen, die bisher möglicherweise aus falscher Rücksichtnahme geschwiegen haben!


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08.10.2026 um 09:35
Zitat von GinoRedheartGinoRedheart schrieb:Wildkameras dürfte es wenn überhaupt nur sehr wenige im weiteren Bereich des Hofes gegeben haben
Das würde ich auch vermuten. Allerdings würde für mich die Installation einer Wildkamera durch Herrn Emminger sowohl zu seiner Naturverbundenheit als auch zur Lage des Grundstücks passen. Vielleicht auch um seinem Sohn zu zeigen was für Tiere sich rund um den Hof bewegen. Falls eine oder mehrere Wildkameras erst in der letzten Zeit installiert wurden könnte ich mir auch vorstellen dass Freunde und Familie noch nichts davon wussten. Diese Kameras habe ich sowohl bei Online-Händlern als auch bei Discountern im Angebot gesehen, ein Kauf online liesse sich ja einfach nachvollziehen, bei Discountern weniger. Aber ich denke eigentlich dass alle möglichen Stellen wo eine Kamera sein könnte bereits abgesucht wurden.


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09.10.2026 um 21:08
Zitat von CoscorobaCoscoroba schrieb am 04.10.2026:Das könnte durchaus sein. Ich halte es nicht für besonders wahrscheinlich, aber auch nicht für total abwegig.Was man allerdings wohl ausschließen kann, ist, dass der Täter durch Alkohol und/oder andere Drogen SCHWER beeinträchtigt war, und die Tat in diesem Zustand begangen hat. Dafür war das Verbrechen zu komplex, die zurückgelassenen Spuren zu schwach und das Nach-Tat-Verhalten zu unauffällig. Aber manchmal reicht ja eine relativ kleine Dosis Alkohol, um die Hemmschwelle deutlich herabzusenken und auf diese Weise einen Mord "auszulösen". Mit so einer kleinen Dosis wäre der Täter möglicherweise während der Tat noch bei nahezu 100% (kognitiv wie motorisch) und nach der Tat auch schnell wieder komplett "fit" und sortiert, hätte aber eben seine ethischen Skrupel und seine Angst vor Strafverfolgung so weit gemindert, dass ihm das Töten möglich wurde.
Genauso hatte ich es gemeint. Danke.
Ich wollte nicht sagen, dass völlige Trunkenheit der Grund war sondern dass ggfs. der Konsum von Alkohol oder etwas anderem die Hemmschwelle gesenkt hat, als dem Täter wieder die Sicherung durchgebrannt ist, er sich aber zuvor immer wieder eingekriegt hat (entweder weil noch Herr-seiner-Sinne oder nicht allein in der Situation war).

--

Ich finde es immer noch ungewöhnlich, dass jemand mit so einer Waffe, die entsprechend Lärm verursacht, dort aufkreuzt und schiesst.
Im vollen Bewusstsein, dass dort ein Nachbarhof ist auf dem sich Leute aufhalten, die dies unter Garantie hören.

Leider weiss man nichts über die Aussage/n der Bewohner vom Nachbarhof, was das Hören der Schüsse (es waren wohl mehrere) angeht.


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09.10.2026 um 22:22
Mutmaßlich wurde ein Schalldämpfer verwendet und ein in einem Haus abgegebenen Schuss hört man draußen auch sehr deutlich gedämpft. Das ist ja ein altes, großes Bauernhaus mit dicken Wänden. Ich fürchte den Schuss hat man nicht allzu weit wahrnehmen können.


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