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Mordfall Hinterkaifeck

47.691 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Bauernhof, Hinterkaifeck ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Hinterkaifeck

Mordfall Hinterkaifeck

17.11.2011 um 14:33
@canales
Interessant wäre es jetzt zu wissen, zu welchem Zeitpunkt das 400 Mark waren.
Es macht einen Unterschied, ob das 1918 war oder 1922. Insofern ist die Info unzureichend.


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Mordfall Hinterkaifeck

17.11.2011 um 14:35
Und meine Frage ist auch noch offen: @canales , was bedeutet (MKr 8503)?

Oder weiß das jemand anderer hier?


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Mordfall Hinterkaifeck

17.11.2011 um 15:03
@topfsekre1,

MKr 8503 ist die Nummer einer Akte lagernd im Kriegsarchiv München, Inhalt Flughafen/Flugplatz Ingolstadt ab 1913.

@drahdiwaberl,

aber besser als keine Info. Zumindestens gibt sie einen Anhaltspunkt. Im Link selbst gibt es einen weiteren Link Kriegerwitwen, dort ist das nochmals genauer beschrieben. Die Rentenanpassungsfaktoren von 1918 aufwärts sind leider nicht angegeben, vermutlich werden sie sich bezüglich der Kaufkraft nicht in kurzer Zeit entscheident erhöht haben.
Aber ich warte gern auf Deine Infos diesbezüglich.


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Mordfall Hinterkaifeck

17.11.2011 um 15:13
@canales
So funktioniert das aber nicht. Wer etwas behauptet, der sollte es auch belegen können, und nicht von anderen belegen lassen wollen.
Erst diese kryptische Nummer und jetzt soll ich Dir belegen, wann die Höhe der Kriegswitwenrente 400 Reichsmark betragen hat!


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Mordfall Hinterkaifeck

17.11.2011 um 15:30
@drahdiwaberl

ach Maschi, spielt das denn eine Rolle ob man jährlich 400 Mark erhält oder 450.-Mark aufgrund der Inflation. Der Betrag war so oder so gering, nur die Offizierswitwen waren etwas besser gestellt. Wärst Du doch bei Eurem Wiki auch so penibel....
Aus http://richard-sautmann.suite101.de/kriegerwitwen-im-ersten-weltkrieg-a61651
Das Gesetz unterschied zwischen allgemeiner Versorgung und Kriegsversorgung, und für die Witwen der gefallenen Mannschaftsdienstgrade enthielt die „allgemeine Versorgung“ eine fatale Klausel. Während nämlich die Renten der Hinterbliebenen von Offizieren nach Pensionsgrundsätzen berechnet wurden, erhielten die Witwen gefallener Soldaten aus dem Mannschafts- beziehungsweise dem Unteroffiziersstand einen festen Jahressatz von 300,- Mark. Vollwaisen erhielten ein Drittel des Witwengeldes, Halbwaisen ein Fünftel. Witwen- und Waisengeld durften allerdings zusammengenommen nicht die für den betreffenden Dienstgrad festgelegte Vollrente übersteigen. Sie betrug bei gemeinen Soldaten 540,- M, bei Unteroffizieren 600,- M, bei Sergeanten 720,- M und bei Feldwebeln 900,- M.



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Mordfall Hinterkaifeck

17.11.2011 um 16:02
@canales
Ich weiß gar nicht, was deine Anzüglichkeiten sollen. Im Grunde sind wir uns doch einig, dass die Witwenrente von Viktoria Gabriel nicht sehr hoch war und insofern eher kein Heiratshindernis gewesen wäre.


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17.11.2011 um 16:17
@canales
Danke, ich werde mir die Akte kommen lassen.


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Mordfall Hinterkaifeck

17.11.2011 um 16:27
Zitat von Chris_90Chris_90 schrieb:Den 2 Weltkrieg gibt es ja auch noch,vielleicht war es der
Rischtisch! ;)


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Mordfall Hinterkaifeck

17.11.2011 um 17:12
Zitat von canalescanales schrieb:Wärst Du doch bei Eurem Wiki auch so penibel....
Grinsekatze
Zitat von topfsekre1topfsekre1 schrieb:Danke, ich werde mir die Akte kommen lassen.
Danke!


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Mordfall Hinterkaifeck

17.11.2011 um 20:05
Habe das hier gerade beim Stöbern gefunden zum Taschenmesser-Fund im Stadl bei den Abrissarbeiten:
http://www.hinterkaifeck.net/wiki/index.php?title=Dokumente:_1923-03-31_Meldung_Fund_Taschenmesser

Das Messer wurde an einer Stelle im Boden gefunden, wo die Leichen gelegen haben, man ging daher davon aus, dass es einem der Täter gehörte und er es dort wohl im Eifer des Gefechts verloren hat. Bei der Untersuchung des Messers konnten daran jedoch weder Fingerabdrücke noch Blut festgestellt werden.

Das finde ich ehrlich gesagt etwas merkwürdig, wenn ich so drüber nachdenke. Sagen wir, der Täter hat es dort verloren - dann hatte er doch gar keine Gelegenheit mehr, Fingerabdrücke und Blut abzuwischen. Und andersrum, die Fingerabdrücke und das Blut abzuwischen und das Messer dann absichtlich dort deponieren - warum sollte man das tun? Und wenn das Messer nur zufällig dort landete und gar nichts mit der Tat zu tun hatte, wäre auch komisch, dass keine Fingerabdrücke drauf waren. Dies macht für mich irgendwie keinen Sinn.

Genauso dass auf der Reuthaue noch Blut und Haare waren, aber keine Fingerabdrücke. Wie kriegt man das denn hin?

Also, irgendwie stimmt da entweder bei der damaligen Spurensicherung was nicht oder hier wurde nachträglich gefudelt (von den Findern der Waffen = Tätern?).


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Mordfall Hinterkaifeck

17.11.2011 um 21:07
@Comtesse

Man bzw, ich weiß nicht, ob man damals schon in der Lage war auf einem Holzstiel Fingerabdrücke zu sichern, denn dort war die einzige reelle Möglichkeit.


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17.11.2011 um 21:47
Man hat damals den Reuthauenstil auf Fingerabdrücke untersucht, aber keine gefunden. Die Aktennotiz existiert noch.


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17.11.2011 um 21:56
Wobei der Täter dass mit Sicherheit wusste und die Fingerabdrücke auf der Tatwaffe entfernt haben muss.


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17.11.2011 um 21:59
@drahdiwaberl So ist dass auch zu sehen, diese Witwenrenten waren relativ gering und konnten nicht wirklich weiterhelfen.


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18.11.2011 um 02:56
ja dann frag ich mal so (Steht sicher in den 1500 Beiträgen, also sorry fürs nicht durchlesen).
Die Grubers waren ja so halbwegs reiche Leute. War die Landwirtschaft so ertragreich??? Gibts da Fakten, nicht nur Spekulationen woher die Grubers soviel Geld hatten?


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Mordfall Hinterkaifeck

18.11.2011 um 07:38
Also, woher das ganze Geld ursprünglich war, weiß ich nicht, aber in der Inventarliste des Nachlassverwalters steht, dass sie im Frühjahr noch immer tonnenweise Kartoffeln, Rüben und andere Ernteerträge gelagert hatten. Der Winter war ja vorbei, 1921/22 soll ein entbehrungsreicher Winter gewesen sein für die Bevölkerung, und es wurde gemunkelt, die Bauern halten absichtlich Nahrungsmittel zurück, um die Preise dafür höher zu treiben (Inflation, das Geld war ja immer weniger wert, also machte das Sinn, so lange wie möglich nicht zu verkaufen, denn das was man vor 3-5 Monaten dafür bekommen hätte, wäre ja nach einem halben Jahr schon wieder viel weniger wert). Der Reichtum der Grubers schwand entsprechend in der Zeit, weil das Geld ja entwertet wurde. Es spricht viel dafür, dass sie tatsächlich zu den Bauern gehörten, die die Ernteerträge nicht rausrückten, sondern lieber drauf sitzen blieben um es peu à peu teurer zu verkaufen.


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Mordfall Hinterkaifeck

18.11.2011 um 11:34
Wie viel Ernteerzeugnisse wird wohl der Schlittenbauer, oder die anderen Bauern in Gröbern zu dieser Zeit gelagert haben.

Dass die Bauern damals nicht gerade arm waren zeigt ja die Finanzkraft des Ortsführers.

In der Zeit bis etwa 1930
Zwei Töchter ausgeheiratet...
Zwei Bauernhöfe gebaut....
Von den kostspieligen Prozessen ganz zu schweigen....

Bei den eigenen eltern war er aber eher knausrig.

pilvax


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Mordfall Hinterkaifeck

18.11.2011 um 11:57
Zitat von pilvaxpilvax schrieb:Wie viel Ernteerzeugnisse wird wohl der Schlittenbauer, oder die anderen Bauern in Gröbern zu dieser Zeit gelagert haben.
Zumindest was auf Hinterkaifeck eingelagert war, als die Morde geschahen, kannst du hier nachlesen:
http://hinterkaifeck.net/index.php?menuid=35&reporeid=29

Ich zitiere mal daraus:
Im Keller:
ungefähr zweihundertfünfzig Zentner Kartoffel
und ungefähr 10 t Futterrüben,

Auf dem Dachboden befinden sich:
ungefähr 50 Zentner angeschütteter Haber,
desgleichen vierzig Zentner Korn,
dreiundzwanzig Zentner Roggen in Säcke gefaßt,
fünf Zentner Wicken,
drei Ztr.Sommerklee,
ungefähr 2 Ztr.Weizen


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Mordfall Hinterkaifeck

18.11.2011 um 11:59
Wobei man natürlich nicht vergessen darf, dass diese Sachen auch teilweise an die Tiere verfüttert wurden und teilweise zur Aussaat im April/Mai genutzt worden wären, und natürlich auch noch Eigenverbrauch bis zur nächsten Ernte im Herbst. Aber zumindest die 250 Zentner Kartoffeln sind wohl einigen damals übel aufgestoßen als Hamsterei, wo viele in der Stadt hungern mussten zu der Zeit.


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Mordfall Hinterkaifeck

18.11.2011 um 12:25
Diese Mengenangaben sind mir bestens bekannt. Ich habe irgendwo in diesem Forum einmal die jeweiligen ha-Erträge dieser landwirtschaftlichen Erzeugnisse und die Futtermenge pro Rind/Tag aufgelistet.
Da kannst du erkennen, dass die Vorräte nicht ganz so utopisch waren.

Mehr Objektivität täte der Unterhaltung mal ganz gut.
Da bekommt man ja den Eindruck, als höre man eine Unterhaltung aus einer Gröbener Wohnstube mit. :-)

pilvax


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