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Mordfall Hinterkaifeck

47.718 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Bauernhof, Hinterkaifeck ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Hinterkaifeck

Mordfall Hinterkaifeck

14.11.2011 um 09:44
@drahdiwaberl
Die Prüfung hat aber doch ergeben, dass er tatsächlich damals gefallen ist, oder? Danach war doch für die Polizei der Gabriel als möglicher Täter vom Tisch, meine ich mich zu erinnern.


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Mordfall Hinterkaifeck

14.11.2011 um 09:55
@Comtesse
Das ist richtig, aber zunächst einmal wurde routinemäßig überprüft, ob der gute Mann wirklich gefallen ist. Man hat sich nicht einfach damit zufrieden gegeben, dass Karl Gabriel tot ist. Das wollte ich damit sagen.


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Mordfall Hinterkaifeck

14.11.2011 um 10:01
Ja, habe ich auch so verstanden, ich meinte das mit dem, dass er nicht unter Mordverdacht stand, auch nur so, dass er halt nie wirklich zur Fahndung ausgeschrieben war o.ä. weil sich die Polizei davon überzeugt hatte, dass er wirklich tot ist.


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Mordfall Hinterkaifeck

14.11.2011 um 10:25
@Comtesse
Das ist richtig.


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Mordfall Hinterkaifeck

14.11.2011 um 10:29
Es gibt da die Geschichte der Therese Großöhme, die erfahren habe, dass Karl Gabriel 1918 und 1926 in Pfaffenhofen gesehen wurde. Er soll ein fremdes Soldbuch vorgezeigt haben und sich als Mörder von Hinterkaifeck geoutet haben.

Karl Gabriel ist im Gesicht schwer verwundet worden. War da eine 100%ige Identifizierung möglich, im Schützengraben? Es ist damals (auch im 2. Weltkrieg) immer wieder vorgekommen, dass sich manch einer durch den Tod eines Kameraden zu neuer Identität verholfen hat. In einem der Filme über HK (hab' jetzt aber nicht parat, welcher) hat Viktoria Angst davor, dass ihr Mann zurückkommt. Als ihr Vater ihr versichert, der sei tot, antwortet sie doch sinngemäß, dass in der Nachbargemeinde auch ein gefallen geglaubter zurückgekehrt ist.

Es sei auch einer im Soldatenmantel am Waldrand gestanden und habe den Hof beobachtet! Die ganze Unruhe auf dem Hof könnte durch die Angst, KG könnte als "Racheengel" zurückkehren (wegen dem Inzest), entstanden sein. Er hätte auf jeden Fall ein Tatmotiv gehabt (Inzest, unglückliche Ehe, uneheliches Kind Josef). Könnte das nicht erklären, warum der Josef mit Bestialischer Wucht im Kinderwagen erschlagen wurde und die kleine Cilli, die ja seine leibliche Tochter war, nur "halbherzig" erschlagen wurde?

Konrad Müller ermittelt nun schon sehr lange im Fall HK und auch er hat in Richtung Russland ermittelt. Auf jeden Fall finde ich diese Theorie diskussionswürdig ...


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14.11.2011 um 10:35
Konrad Müller hat aber in dieser Russlandgeschiche bis heute kein greifbares Ergebnis erzielt.


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Mordfall Hinterkaifeck

14.11.2011 um 10:49
@drahdiwaberl
Ja, da hast Du völlig recht. Ein greifbares Ergebnis hat er nicht erzielt. Aber immerhin hat er diese Spur verfolgt, d.h. er war von KGs Fallen im Krieg auch nicht so 100% überzeugt.

Könnte außerdem ein längeres Verweilen am Hof nach der Tat nicht für ihn als Täter sprechen (er wird nirgendwo vermißt, weil gefallen, er hat keine Bleibe), er kann mit den Tieren umgehen, der Hund kannte ihn.


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14.11.2011 um 10:52
Wenn es irgendeinen Nachweis gäbe, dass er überlebt hat, wäre er für mich auch sofort Tatverdächtiger Nr. 1 denn er hätte ein starkes Motiv und alles würde irgendwie Sinn machen, was in dem Fall sonst so unerklärlich ist.


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14.11.2011 um 10:59
@Comtesse
Das sehe ich ganz genauso! Er hätte das stärkste Motiv, es würde alles so logisch erklären.

Vor ca. zwei Jahren ist @Dew ja mal an die besagte Kriegsgräberstätte in Frankreich gefahren und hat die Tafel mit den Namen der Gefallenen fotografiert. Karl Gabriel steht dort. Das ist doch aber kein Beweis, dass nicht ein Identitätstausch stattgefunden haben kann, denn das wurde in den Weltkriegen tatsächlich praktiziert.


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14.11.2011 um 11:05
@Schissler

Welches Motiv hätte Karl Gabriel denn? Er wurde ja für tot gemeldet, also war seine Frau Viktoria Witwe. Und damit konnte Karl Gabriel ja gar nicht erwarten, dass sie ihm weiterhin "treu" bleibt, also wäre doch der kleine Josef Gruber kein Motiv gewesen.


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Mordfall Hinterkaifeck

14.11.2011 um 11:09
Das stimmt auch wieder, der Gabriel war ja schon seit 5 Jahren für tot erklärt, bevor Josef zur Welt kam. Wäre der Gabriel nur verschollen gewesen, wäre ja noch erklärbar, dass er sauer ist, dass seine Frau nicht auf ihn gewartet hat, aber dass sie 5 Jahre auf einen Toten wartet, kann er ja nicht gedacht haben. Ich denke, es war in Nachkriegszeiten auch nicht selten der Fall, dass Verschollene Männer nach Hause kamen und da plötzlich mehr Kinder vorfanden als sie selbst gezeugt hatten. ;)


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Mordfall Hinterkaifeck

14.11.2011 um 11:09
@topfsekre1
Motive:
Inzucht, unglückliche Ehe. Der kleine Josef war nicht von ihm, er könnte den Hof und das Geschehen dort beobachtet haben.


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14.11.2011 um 11:20
@Schissler

Das Ehepaar Gabriel lwar vier Monate verheiratet bevor Karl in den Krieg zog, ob man da bereits von einer unglücklichen Ehe sprechen kann kann ich nicht beurteilen. Wie die Vorredner schrieben, war Viktoria offiziell Witwe und hatte keinen Grund auf einen Toten zu warten, demnach konnte sie tun und lassen was sie wollte. (Neue Beziehungen, Ehe usw.).

Wenn er nun seinen Tod vortäuschte muss ihm doch klar gewesen sein, das seine Angehörigen von seinem Tod informiert werden, und was soll eine 28 jährige Witwe dann machen?

Karl wurde in Laag geboren und wuchs dort auf, wenn er den Hof beobachtet hätte musste er sehr aufpassre, das ihn keiner dort rein zufällig traf, denn er war dort bekannt.


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Mordfall Hinterkaifeck

14.11.2011 um 11:23
Also ich persönlich würde Karl Gabriel ebenfalls ausschließen. Ein Identitätstausch mit der Absicht seine Familie zu ermorden klingt mir zu sehr nach James Bond.


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14.11.2011 um 11:28
@margaretha
Unglückliche Ehe deswegen, weil er doch wieder zurück nach Laag gezogen ist. Außerdem war während dieser vier Monate schon von Scheidung die Rede Zitat Cäcilie Gruber: Jetzt ist die Scheidung schon da.

Natürlich mußte sie nicht auf einen Toten warten, sie hätte auch wieder heiraten können, aber ein uneheliches Kind damals, noch dazu vom eigenen Vater?
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Karl wurde in Laag geboren und wuchs dort auf, wenn er den Hof beobachtet hätte musste er sehr aufpassre, das ihn keiner dort rein zufällig traf, denn er war dort bekannt.
Das stimmt so, jedoch ist der Hof ja angeblich vom Dachboden aus beobachtet worden, er konnte durch die verschobenen Dachziegel beobachten, wer sich dem Hof nähert. Und wenn er vier Tage nach der Tat sich im Haus und im Stall aufhält, sieht ihn auch keiner.


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14.11.2011 um 11:38
Jetzt ist die Scheidung da, heißt nicht das sie sich scheiden lassen. Da Gabriel zum Kriegsfeld ziehen würde könnte das ein Ausspruch dafür sein wie "jetzt sind sie bald getrennt von einander" was einfach nur auf die Abwesenheit Gabriels zieht.


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14.11.2011 um 11:43
@Erenya
"Nun ist die Scheidung schon da" - diesen Ausspruch hat Cecilia Gruber getan nach dem Bekanntwerden von Karls Tod. Das heißt für mich, Scheidung war schon vorher ein Thema gewesen. Cecilia Gruber soll dann noch ein Faß Bier ausgegeben haben.


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Mordfall Hinterkaifeck

14.11.2011 um 11:48
Zitat von SchisslerSchissler schrieb:Natürlich mußte sie nicht auf einen Toten warten, sie hätte auch wieder heiraten können, aber ein uneheliches Kind damals, noch dazu vom eigenen Vater?
Dass der Josef ein Kind der Inzucht ist, weiß man doch gar nicht. Von den Daten her, wo die Viktoria mit dem Schlittenbauer zusammengewesen war, kommt es eher in Frage, dass ER der Vater ist. Immerhin, wenn sie Inzucht trieben, warum sollte sie dann ausgerechnet dann vom Gruber schwanger werden, als sie das Techtelmechtel mit dem Schlittenbauer hatte? Das kommt von den Daten eindeutig hin, ca. 14 Tage nach dem Tod dessen 1. Ehefrau, dass danach irgendwann der kleine Josef entstanden ist, und nicht schon davor, wie es der Schlittenbauer später argwöhnte, denn dann wäre sie mind. 11 Monate schwanger gewesen. ;)


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14.11.2011 um 11:50
Zitat von SchisslerSchissler schrieb:@Erenya
"Nun ist die Scheidung schon da" - diesen Ausspruch hat Cecilia Gruber getan nach dem Bekanntwerden von Karls Tod. Das heißt für mich, Scheidung war schon vorher ein Thema gewesen. Cecilia Gruber soll dann noch ein Faß Bier ausgegeben haben.
Der Ausdruck "Scheidung" wurde früher nicht so benutzt wie heute, er stand auch generell für eine (vorübergehende) Trennung z.B. in Kriegszeiten oder auch "bis dass der Tod uns SCHEIDET". Hätte sie diesen Ausspruch heutzutage gemacht, würde ich dir zustimmen, aber zur damaligen Zeit kann es auch einfach bedeutet haben, "jetzt ist die Trennung besiegelt" o.ä.!


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Mordfall Hinterkaifeck

14.11.2011 um 11:51
@Schissler
Du legst zuviel Wert auf das Wort schon.
Das schon kann hier bedeuten, das man eigentlich auf eine lange Ehe gehofft hatte.
Und sie waren ja nur 4 Monate verheiratet.
Wenn man aber nicht glaubt das die Ehe solange nur hält, weil der Tod sie früher scheidet, kann man schon mal sagen "Nun ist die Scheidung schon da"
Hierzu kommt, wir hängen uns wirklich zu sehr an den Worten auf, weil wir nicht wissen, in welchem Tonfall die Frau das gesagt hat.
Über den Tonfall kann man rausfiltern, wie es wirklich gemeint war.


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