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Der Somerton-Mann

618 Beiträge, Schlüsselwörter: Somerton, Adelaide, Taman Shud

Der Somerton-Mann

02.12.2019 um 22:46
life-is-life schrieb:Könnten die beiden Linien mit dem Kreuz sowie die unterste Linie andeuten, dass die beiden dazwischenliegenden Zeilen (3 und 4 ) ggf. statt der durchgestrichenen Zeile eigesetzt werden sollen? Ggf. wäre die derzeitige zweite Zeile dann die letzte Zeile.
Das könnte durchaus sein. Also kompletter Text wäre dann:

M R G O A B A B D
(M L I A O I - gestrichen und vermutlich kein vollständiger Satz)
M L I A B O A I A Q C
T T M T S A M S T G A B
M T B I M P A N E T P
life-is-life schrieb:Ich ergänze Deine Vorlage zu MLIA mal mit einer weiteren Möglichkeit (soweit das vom Sprachgebrauch mit einem sich anschliessendem B funktioniert):
MLIA
My Love, i ask ...
Da fällt mir auf Anhieb eine Sache ein, sogar noch mit dem O A (I) dahinter:
My Love, I ask because of an...
Meine Liebe, ich frage wegen einem/einer/eines...
i = incident = Vorfall ?
life-is-life schrieb:My Lord, I ask / I adore
My Lord I adore... aber was ist dann mit dem folgenden B? Da fällt mir nichts ein...
life-is-life schrieb:Aufgrund des Vierzeilers denke ich nicht nur an das Tamam-Shud-Buch sondern auch an ein Vers oder Zeilen aus einem (individuellem?) Gebet.
Wie üblich ist es, Gebete selber in Versform zu verfassen? Ein Gedicht irgendeiner Art könnte es aber natürlich auch sein...

Die Gegenüberstellung zwischen dem gestrichenen M L I A und dem dafür hingeschriebenen M L I A B ist aber wirklich interessant. Beim B tendiere ich zu "beyond", weil das eine Steigerung in dem Satz sein könnte.
M L I A = My Love, I am... = Meine Liebe, ich bin...
M L I A B = My Love, I am beyond... = Meine Liebe, ich bin mehr als... (zB erfreut o.ä.)
life-is-life schrieb:ich hätte curious mit neugierig übersetzt, wäre demnach nie zu Deiner Aussage gelangt.
Tatsächlich heißt es heute meist "neugierig", aber die ältere Form "I am curious to" im Sinne von "ich möchte wirklich gerne" gibt es auch. Das würde hier natürlich reinpassen. Vor allen Dingen passt dann auch das T T. Das 1. T müsste bei englischer Sprache wahrscheinlich ein "to" sein. Zumindest wäre das sowas typisches, wo zwei Ts aufeinander folgen könnten. To Talk? To Take?
life-is-life schrieb:Ich hatte mit AIA bisher "as I always" ... im Kopf, und dann natürlich Probleme mit dem sich anschliessenden Buchstaben Q ...
Und dann vor allen Dingen noch das C dahinter. Die Wahrscheinlichkeit, dass das "q" auch wieder eine "Steigerungsform" ist, ist gegeben, dann passt es auch mit einem Adjektiv dahinter. Könnte natürlich auch ein anderes Adjektiv sein. Quite curious, quite cautious (vorsichtig? Aber da wäre die Frage, wovor und weshalb)... "Quite" passt für mich aber gut rein. Möglicherweise hat der Schreiber eine Tendenz, so bestärkend zu formulieren. Haben wir ja auch in der M L I A B - Zeile mit dem "beyond". Da: "MEHR ALS (erfreut?)", hier "SEHR..."


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Der Somerton-Mann

02.12.2019 um 22:55
Sorry, Ich hatte mich oben bei den Ws vertan. Hier nochmal das komplette Ding mit meinen bisherigen Überlegungen, noch nicht "Entschlüsseltes" in Klammern:

W R G O A B A B D
We reached Glenelg on a bright and beautiful day.

M L I A B (O) A I A Q C
My Love, I am beyond (o?) and I am quite curious

T T M (T S A M S T G A B
to tell more (...)

W T B I M P A N E T P)

Gibt es eigentlich irgendwo ein Bild vom gesamten Zettel? Kann es sein, dass nicht in Versform geschrieben wurde, sondern einfach nur so "abgehackt", weil der Zettel nicht besonders breit ist? Zeile 2 endet ja auch nicht mit dem Satzende, sondern geht in der 3. direkt weiter. Denke ich mal, denn einen Satz, der mit T T anfängt, fände ich eher ungewöhnlich.


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Der Somerton-Mann

02.12.2019 um 23:20
Mir fällt gerade noch etwas auf: Dass sowohl die 1. als auch die 3. Zeile auf dem Blatt (in die richtige Reihenfolge gebracht die letzte des Briefs, weil davor die 2 anderen eingefügt werden) für sich stehen. Warum? Man betrachte die durchgestrichene Zeile. Besonders das erste M. Es ist deutlich kleiner geschrieben, aber auch die anderen Buchstaben wirken etwas gequetscht - als habe man es noch zwischen die Zeilen drüber und drunter dazwischenquetschen wollen. Deswegen denke ich, waren Zeile 1 und 3 vorher geschrieben worden, in sich abgeschlossene Sätze. Zeile 2 wurde dazwischengequetscht - und dann möglicherweise gerade gestrichen, weil gemerkt wurde, der Platz reicht da nicht. Also dann nochmal mit Markierung, dass es oben rein soll, mit Abstand(!) unten drunter geschrieben. Und nochmal um das B ("beyond") ergänzt.

Ich weiß nicht, ob man versteht, was ich meine... Hm... So in etwa:

W R G O A B A B D
We reached Glenelg on a bright and beautiful day.
(*)
W T B I M P A N E T P
???

(*)
M L I A B (O) A I A Q C
My Love, I am beyond (o?) and I am quite curious
T T M (T S A M S T G A B)
to tell more (...)

Damit hätten wir das jetzt logisch getrennt und wüssten, wo die Zeilen jeweils aufhören...

Da Zeile 2 auch mit W beginnt, könnte ich mir sowas vorstellen:
We reached Glenelg on a bright an beautiful day.
We travelled...


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Der Somerton-Mann

02.12.2019 um 23:32
Das "Schlimme" ist, man kann sich alles Mögliche unter den Kürzeln vorstellen... Man könnte das auch so interpretieren:

T T M T S A M S T G A B
to tell me to stay a month, so to...
mich zu bitten, einen Monat zu bleiben, um zu...

Mal sehen, ob mir für die, wie ich meine, eigenständige letzte Zeile
W T B I M P A N E T P
noch was einfällt...


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Der Somerton-Mann

03.12.2019 um 13:18
Könnte das Q ein Stadt sein? Ein Ort?
Und das C steht dann vllt. für City....?

Vllt. hat er sich schon einmal mit jemanden (seiner Liebe) dort getroffen. ..

Kennt jemand Städte in Australien die mit Q beginnen?


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Der Somerton-Mann

03.12.2019 um 13:42
@MYTHOS27
MYTHOS27 schrieb:Kennt jemand Städte in Australien die mit Q beginnen?
Mir fällt da ad hoc nur das australische Bundesland "Queensland" ein Wikipedia: Queensland

Aber interessante Überlegung. Hast Du eine Idee, was der Anfang der entsprechenden Zeile bedeuten könnte, damit sich eine plausible Aussage mit einer Stadt mit dem Anfangsbuchstaben Q ergeben könnte?


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Der Somerton-Mann

03.12.2019 um 13:52
@Aloceria
Aloceria schrieb:Gibt es eigentlich irgendwo ein Bild vom gesamten Zettel?
In einem Filmbeitrag hatte ich mal ein Buch gesehen, in dem die Buchstaben auf der rechten Seite notiert waren. Aber aus dem Gedächtnis kann ich leider nicht sagen, ob es nur eine verdeutlichende Darstellung war, oder das Originalbuch. Vermute aber eher das Erstere, da das Bild des Originals im Netz bestimmt besser zugänglich wäre.

Hatte aber gerade mal einen etwas aktuelleren Beitrag zum Fall angesehen. Das fand ich zwischendurch auch mal abwechslungsreich.
Youtube: Somerton Man cold case: The body-on-the-beach murder mystery | Australian Story


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Der Somerton-Mann

03.12.2019 um 16:09
@Aloceria
Es gibt ja verschiedene Varianten, und es könnte sich -wie Du bereits sagtest- um eine Art Briefvorlage handeln.
Dann wären die Aussagen an eine andere Person gerichtet.
Es könnte sich auch um eigene Gedanken handeln, die man nur für sich innerlich sortieren/formulieren möchte, um Klarheit zu erlangen,
oder um ggf. eine Entscheidung treffen zu können. D.h. man "spricht" innerlich mit sich selbst.
Oder es könnte sich um diese Mischung aus eigenem Erleben (wie bspw. die erste Zeile mit dem guten Wetter bei der Ankunft), und einem inneren "Stoßgebet" handeln. So etwas wäre dann nicht zwingend an Vorgaben gebunden, wie eine bestimmte Zeilenanzahl oder genaue Wortverwendung. Das ist ja nur bei festgelegten Gebeten (wie bspw. dem "Vaterunser") zu finden. Das wäre dann auch eine Art "Selbstgespräch".

Wir könnten uns an dieser Stelle ja erst mal für eine Variante entscheiden, damit man bei den Überlegungen nicht so in unterschiedliche Richtungen läuft. Ich lasse mich gerne darauf ein, dass wir an Deiner Variante dran bleiben.
Dabei gehen wir ja davon aus, dass der SM die 50 Anfangsbuchstaben als eine Art Briefentwurf an Jestlyn notierte.

Ich schliesse mich der Deutung für die Buchstaben ML als "My Love" an.

Ja, was wollte der Mann ihr wohl sagen? Es handelte sich vermutlich nicht um einen echten Liebesbrief, da ihm klar gewesen sein sollte, dass sie keinen Kontakt zu dem mutmaßlich gemeinsamen Sohn zulassen möchte.
Ansonsten hätte sie ihn bestimmt eher und öfter eingeladen. Könnte es mehr darum gegangen sein, dass er ganz genau herausfinden wollte "ob in der Beziehung zu Jeslyn für ihn überhaupt noch irgendetwas geht"?
Oder wollte er sich von ihr verabschieden, um irgendwo anders hinzugehen, ggf. zurück in sein Heimatland, oder etwa weil er doch Selbstmord begehen wollte?

Zu den Buchstaben QC in der entsprechenden Zeile fallen mir nicht gerade die sinnvollsten Dinge ein.
Könnte Q auf "quit" und C möglicher Weise auf "conflict" hinweisen? Sagt man denn für "einen Konflikt beenden" "to quit a conflict"?
Das kommt mir gerade irgendwie konstruiert vor.

"quite clear", "quite cold", "quite calm" … fallen mir ein.

"My Love, I ask because of an information about QC …"
Wenn man aber diese durchgestrichene Zeile dagegenliest, hätte er gesagt: "My Love, I ask of informations" ... das kommt so nicht wirklich hin. Das müßte doch ggf. "I ask for informations" (ich erbitte Informationen) heissen.


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Der Somerton-Mann

03.12.2019 um 16:16
Hallo @Aloceria , hallo @alle !


Wenn es dir irgendwie weiter hilft, auf Wikipedia wurde der Krypto - Text auch als orginale Handschrift eingehängt.
Das N in Panet, erscheint mir dabei als K.

Wikipedia: Somerton-Mann

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/77/SomertonManCode.jpg/220px-SomertonManCode.jpg


Gruß, Gildonus


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Der Somerton-Mann

03.12.2019 um 17:39
MYTHOS27 schrieb:Könnte das Q ein Stadt sein? Ein Ort?
Und das C steht dann vllt. für City....?
Die namentliche Unterscheidung zwischen "(Name)" und "(Name) City" hast Du im Normalfall allerdings fast nur, wenn der Name der Stadt mit dem des Bundesstaats, Landes, Landkreises oder was auch immer identisch ist und man was benötigt, um zu präzisieren, was von beidem man meint. zB bei Mexico (Land) und Mexico City (Stadt). Aber trotzdem muss man den Ansatz nicht aufgeben, denn es kann sein, dass der Schreiber einfach verdeutlichen wollte, dass es sich um eine Stadt handelt. Ja, die Frage ist dann wirklich: Wie beginnt dieser Satz? Mir fällt da nichts ein.
life-is-life schrieb:In einem Filmbeitrag hatte ich mal ein Buch gesehen, in dem die Buchstaben auf der rechten Seite notiert waren.
Danke für den Hinweis. Sollte sich die Darstellung an dem echten Buch orientieren, dann wäre es ein Hinweis dafür, dass auf der rechten Seite schlicht der Platz zuende war. Andererseits fällt mir gerade ein: Möglicherweise wollte der Schreiber auch bloß, dass alle Zeilen ungefähr gleich lang sind. Und wir haben ja schon herausbekommen, dass die 1. und die 3. Zeile in sich geschlossene Sätze sein müssen, weil man da sonst nicht nachträglich etwas hätte zwischenschieben können (nämlich die 2 Zeilen unten).
Gildonus schrieb:Wenn es dir irgendwie weiter hilft, auf Wikipedia wurde der Krypto - Text auch als orginale Handschrift eingehängt. Das N in Panet, erscheint mir dabei als K.
Danke für den Link, aber ich kenne das Bild schon :) Für mich sieht es, wenn man das Bild ganz groß ansieht, wie ein N aus. Die Linie in der Mitte geht von links oben nach rechts unten. Eine zweite Linie, wie sie beim K sein müsste, sehe ich nicht.
life-is-life schrieb:Es könnte sich auch um eigene Gedanken handeln, die man nur für sich innerlich sortieren/formulieren möchte, um Klarheit zu erlangen, oder um ggf. eine Entscheidung treffen zu können. D.h. man "spricht" innerlich mit sich selbst.
Ich fragte mich gerade, wie üblich das ist. Andererseits, Leute schreiben auch Tagebuch, also wieso nicht...
life-is-life schrieb:Wir könnten uns an dieser Stelle ja erst mal für eine Variante entscheiden, damit man bei den Überlegungen nicht so in unterschiedliche Richtungen läuft. Ich lasse mich gerne darauf ein, dass wir an Deiner Variante dran bleiben.
Gut, danke.
life-is-life schrieb:Dabei gehen wir ja davon aus, dass der SM die 50 Anfangsbuchstaben als eine Art Briefentwurf an Jestlyn notierte.
Genau das ist auch meine Anfangshypothese gewesen, nachdem ich den 1. Satz und die Anrede ML gesehen hatte.
life-is-life schrieb:Ansonsten hätte sie ihn bestimmt eher und öfter eingeladen. Könnte es mehr darum gegangen sein, dass er ganz genau herausfinden wollte "ob in der Beziehung zu Jeslyn für ihn überhaupt noch irgendetwas geht"?
Das wäre für mich vorstellbar...
life-is-life schrieb:Oder wollte er sich von ihr verabschieden, um irgendwo anders hinzugehen, ggf. zurück in sein Heimatland, oder etwa weil er doch Selbstmord begehen wollte?
...das ist allerdings auch eine Möglichkeit. Ich muss die Buchstaben mal gedanklich genauer darauf prüfen. Echt schade übrigens, dass sich nie die Reinschrift des Briefs gefunden hat... aber wenn es tatsächlich einer an Jeslyn war und sie sich letztlich irgendwie schuldig am Suizid fühlte, oder auch nicht mit der Sache in Verbindung gebracht werden wollte, wäre es natürlich klar, wenn sie den Brief gut weggepackt oder auch direkt vernichtet hätte. Das Blöde ist auch, selbst, wenn er noch existiert, und ihn irgendwann jemand findet und liest, es wäre auch zweifelhaft, dass er mit diesem Fall in Verbindung gebracht wird... Für den Finder wäre es vermutlich bloß irgendein Brief.
life-is-life schrieb:Könnte Q auf "quit" und C möglicher Weise auf "conflict" hinweisen? Sagt man denn für "einen Konflikt beenden" "to quit a conflict"?
Eher nicht.
life-is-life schrieb:"quite clear", "quite cold", "quite calm"
Cold oder Calm würde bei einem Abschiedsbrief gut passen. Dann würde der Satz aber da enden. Der nächste beginnt dann mit T T. Wie passt das? Ich denke, bei der Buchstabenfolge muss das 1. T höchstwahrscheinlich To heißen. Am Satzanfang wäre nur eine Konstruktion a la "To (zB) talk" oder "To take" möglich, also "Zu sprechen...", "Zu nehmen..." - und dann müsste aber im weiteren Satz ja ein ist/hätte/wäre oder sowas kommen. Es kommt aber weder ein I noch ein W vor.
life-is-life schrieb:Das müßte doch ggf. "I ask for informations" (ich erbitte Informationen) heissen.
Genau. Es ginge höchstens

M L I A B O
My Love, I ask because of
Meine Liebe, ich frage wegen/weil

aber dann passt der Rest für mich wieder nicht.


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Der Somerton-Mann

03.12.2019 um 19:12
@Aloceria
Aloceria schrieb:Cold oder Calm würde bei einem Abschiedsbrief gut passen. Dann würde der Satz aber da enden. Der nächste beginnt dann mit T T. Wie passt das? Ich denke, bei der Buchstabenfolge muss das 1. T höchstwahrscheinlich To heißen. Am Satzanfang wäre nur eine Konstruktion a la "To (zB) talk" oder "To take" möglich, also "Zu sprechen...", "Zu nehmen..." - und dann müsste aber im weiteren Satz ja ein ist/hätte/wäre oder sowas kommen. Es kommt aber weder ein I noch ein W vor.
Zu TTMT ... hatte ich mal angedacht (aber ohne Gewissheit, ob die Formulierungen tatsächlich stimmig sind):

"Think (oder thought) to myself this (oder that) should ..."
"Tried to make things ..."
"Till this moment thinking (oder thoughts) ... "

Nur zur Ergänzung: der Ansatz von Prof Abbott und seiner Gruppe war ja zu diesen Buchstaben: Time to move to .....
(Moseley Street, in der Jeslyn ja wohnte).


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Der Somerton-Mann

03.12.2019 um 21:36
life-is-life schrieb:Nur zur Ergänzung: der Ansatz von Prof Abbott und seiner Gruppe war ja zu diesen Buchstaben: Time to move to .....
(Moseley Street, in der Jeslyn ja wohnte).
Das würde ja logisch auch passen, wobei das dafür sprechen würde, dass es sich bei dem Text nicht um einen Brief, sondern um Notizen für sich selbst oder eine Art Tagebucheintrag handelt. Aber: Die Zeile lautet ja nicht T T M T M S... , sondern T T M T S A M S... Wofür steht dann das S A vor Moseley Street? Wenn das aber soweit stimmen würde, denke ich, dass das danach folgenden T wieder To bedeutet. So in der Art "Zeit, zur Moseley St. zu gehen, um..."


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Der Somerton-Mann

04.12.2019 um 10:45
Aloceria schrieb:Wofür steht dann das S A vor Moseley Street?
Die Buchstaben SA zwischen den Buchstaben TTMT und MST könnten für South Adelaide verwendet worden sein … aber ich weiss es eben nicht mehr so genau, leider.

Ich meine mich zu erinnern, dass man Mosley Street aus den drei Buchstaben M / durchgestrichenes S / T abgleitet hatte.
Man hat demnach die beiden Buchstaben S und T soz. für ein "Wort" verwendet, nämlich "Street".
Es handelt sich bei den Buchstaben ST ja um eine reguläre Abkürzung für das Wort "Street“.

Das hätte dann etwa bedeutet: time to move to south Adelaide Mosley street
Aber wie die letzten 3 Zeilenbuchstaben (GAB) von der Gruppe übersetzt wurden bekomme ich im Moment überhaupt nicht mehr zusammen.


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Der Somerton-Mann

04.12.2019 um 11:46
Hallo zusammen!
Was mir beim ersten Lesen des 'Codes' sofort auffiel, ist die Buchstabenfolge abab. Diese kann natürlich eine Abkürzung sein, ist aber auch das gängigste Reimschema!
Im Hinblick darauf, dass das Rubayat ja in Versen verfasst ist (mit anderem Reimschema) finde ich das ganz interessant.
Die Zeilen auf dem Zettel sind ja quasi ein Vierzeiler. Stünde das abab damit in Verbindung könnte man mutmaßen, dass die Enden der 1. und 3., sowie 2. und 4. Teile sich reimen müssten.


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Der Somerton-Mann

04.12.2019 um 14:58
@Aloceria
Aloceria schrieb:Das würde ja logisch auch passen, wobei das dafür sprechen würde, dass es sich bei dem Text nicht um einen Brief, sondern um Notizen für sich selbst oder eine Art Tagebucheintrag handelt.
Mir kam in den Sinn, dass sofern es sich bei dem Inhalt um einen Bezug zu Jemandem, wie bspw. Jestlyn, Gott (Gebet),
oder irgendjemand anderen handeln sollte, der Buchstabe Y (für you/yours) auftauchen sollte. Was meinst Du?

Könnte das Fehlen des Buchstaben Y (gemeint als "you") darauf hindeuten, dass es sich um eigene Gedanken, eigene Formulierungen handelt ("Tagebuchform", wie Du es bezeichnest)?

Ich tendiere gerade aufgrund dieser Erkenntnis dazu, von meinen Überlegungen hinsichtlich eines Gebetes Abstand zu nehmen.


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Der Somerton-Mann

04.12.2019 um 15:00
siri76 schrieb:Im Hinblick darauf, dass das Rubayat ja in Versen verfasst ist (mit anderem Reimschema) finde ich das ganz interessant.
Die Zeilen auf dem Zettel sind ja quasi ein Vierzeiler. Stünde das abab damit in Verbindung könnte man mutmaßen, dass die Enden der 1. und 3., sowie 2. und 4. Teile sich reimen müssten.
@siri76
Meinst Du, dass mit der Buchstabenfolge ABAB in der ersten Zeile darauf hingewiesen werden soll,
dass sich die Zeilen 1(a) und 3(a) sowie die Zeilen 2(b) und 4(b) reimen?
Was könnte ggf. der Buchstabe D nach den Buchstaben ABAB dann bedeuten?


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Der Somerton-Mann

04.12.2019 um 15:30
Auf der Suche nach der "Übersetzung" für die letzte Zeile von Prof. Abbott und seiner Gruppe fand ich die folgende Seite,
auf der festgehalten wird, dass man nach der Untersuchung verschiedener Codes, nach Klärung von Fragestellungen wie
- wurde den Buchstaben z.B. die Bibel oder das Tamam Shud zugrundegelegt
zu folgenden Ergebnissen kam:

(Mein Schulenglisch langt leider nicht für eine angemessene Übersetzung :-(
Vllt. mag sich jemand diese Mühe machen, dem das flüssig von der Hand geht.)
Every attempt was made in the structure of this investigation to not discount any possibility as to the meaning of the Somerton Man's code. This includes the possibility that the letters were invented randomly (as a ruse or as the result of delusion). The main other possibilities investigated are that the code is an anagram or simple transposition cipher in many languages, that the code is an initialism of a sentence or an unordered list, and that the code is a cipher (specifically either a Playfair, Vigenere, or one-time pad cipher).
The possibility of a Playfair or Vigenere cipher has been ruled out beyond reasonable doubt by showing that the outputs of these ciphers show letter frequency statistics very inconsistent with the Somerton Man's code. The possibility of a simple transposition cipher was ruled out in a similar way. The possibility of a one-time pad was investigated using the Holy Bible and the Rubaiyat of Omar Khayyam as possible pads. No specific key could be found that deciphers the code to an English text. A suggested followup investigation would be to perform post-processing on these results to determine these have any meaning in languages other than English. If the reader wishes to do so the software and these outputs are available for download in Appendix B.
By far the most promising result found from this investigation is that the code is much more likely to be an initialism of a sentence of text than to have been produced by a uniformly random process. Many languages were investigated and English was found to be far more likely than any other. Deducing what the initialism stands for, however, presents as a very difficult task. The sequence was searched for in the Rubaiyat of Omar Khayyam and the Holy Bible and not found.

If we assume that the code is as our conclusion suggests (an initialism of English text) then the following presents as the most likely intended sequence of letters in the code:

WRGOABABD
WTBIMPANETP
MLIABOAIAQC
ITTMTSAMSTCAB


This is based purely on the statistics obtained about English text and not the handwriting itself. Further studies could be performed by a handwriting expert into the meaning of these ambiguous characters.
There are also many more cipher schemes that could be investigated as a followup study. This investigation indicates, however, that further investigations treating the code as an initialism are much more likely to prove fruitful if a method of investigation into this possibility can be created./quote]
https://www.eleceng.adelaide.edu.au/personal/dabbott/wiki/index.php/Final_report_2009:_Who_killed_the_Somerton_man%3F


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Der Somerton-Mann

04.12.2019 um 15:49
life-is-life schrieb:ITTMTSAMSTCAB
Wenn das I zu der letzten Zeile dazu gehört, dann hiess es in der "Abbott-"Übersetzung vermutlich:

It is time to move to south Adelaide Mosley street ... (GAB).

Heute habe ich leider keine Zeit mehr weiter nach der Übersetzung zu suchen.


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Der Somerton-Mann

04.12.2019 um 16:31
life-is-life schrieb:Meinst Du, dass mit der Buchstabenfolge ABAB in der ersten Zeile darauf hingewiesen werden soll,
dass sich die Zeilen 1(a) und 3(a) sowie die Zeilen 2(b) und 4(b) reimen?
Das halte ich persönlich ehrlich gesagt für zu kompliziert gedacht.
life-is-life schrieb:Mir kam in den Sinn, dass sofern es sich bei dem Inhalt um einen Bezug zu Jemandem, wie bspw. Jestlyn, Gott (Gebet), oder irgendjemand anderen handeln sollte, der Buchstabe Y (für you/yours) auftauchen sollte. Was meinst Du?
Bei meinen bisherigen Ideen ist mir auch schon aufgefallen, dass es da immer nur Beschreibungen gibt, was der Schreiber nun getan oder erlebt hat, aber nie eine direkte Anrede in Form eines You stattfindet, ja. Das hatte ich mir gestern auch schon gedacht... War mir aber nicht sicher, ob der Schreiber nicht einach sehr zögerlich und indirekt formuliert? Andererseits gibt es ja aber auch Leute, die permanent von sich berichten... und das gar nicht mal so merken.
life-is-life schrieb:Könnte das Fehlen des Buchstaben Y (gemeint als "you") darauf hindeuten, dass es sich um eigene Gedanken, eigene Formulierungen handelt ("Tagebuchform", wie Du es bezeichnest)?
Das wäre aber natürlich auch gut möglich, ja.
life-is-life schrieb:(Mein Schulenglisch langt leider nicht für eine angemessene Übersetzung :-(
Vllt. mag sich jemand diese Mühe machen, dem das flüssig von der Hand geht.)
Ich bin grad leider etwas in Zeitnot, muss gleich nochmal los. Könnte das aber bei Bedarf später heute Abend oder morgen noch machen.


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Der Somerton-Mann

05.12.2019 um 12:59
@all
Sorry, da kann man mal wieder sehen, wie das so mit dem Erinnern sein kann ...
Die von mir angesprochene Übersetzung der letzten Zeile, von der ich annahm, dass sie auf Prof. Abbott und seine Gruppe zurückgeht,
stammt nicht von ihnen, sondern von Gerry Feltus, einem ehemaligen australischen Polizisten, der ein Buch zum Thema "Somerton Man" schrieb.
Aus den Buchstaben S A zwischen ITTMT und MTGAB hatte ich aus der Erinnerung heraus auch "South Adelaide" gemacht.
Nach Feltus soll es aber "South Australia" bedeuten.
Damit nicht genug: In dem Buch fanden sich noch eine Telefonnummer sowie auf der Innenseite des Buchrückens mehrere Zeilen mit einer losen Buchstabenfolge.Die letzte von ihnen lautet: ITTMTSAMSTGAB. War es ein Geheimcode?

Ein DNA-Test könnte für Gewissheit sorgen

Wenn es sich um einen solchen handelt, dann konnte dieser bis heute nicht entziffert werden. Weiter, als dass es sich vermutlich um die Anfangsbuchstaben englischer Wörter handelt, ist man nicht gekommen. Der ehemalige australische Polizist Gerry Feltus, Autor eines Buches über den Somerton-Mann, schlug als Übersetzung der Zeile vor: "It's Time To Move To South Australia Moseley Street."
https://www.sueddeutsche.de/panorama/tamam-shud-fall-toter-von-somerton-beach-1948-1.3888385

Bin erleichtert, dass ich wenigstens eine Quelle für die "Übersetzung" der letzten Zeile gefunden habe.
Bekam schon leise Zweifel an meinem Erinnerungsvermögen ;-)


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