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Der Yogtze-Fall

16.952 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Auto, Ungelöst ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Yogtze-Fall

Der Yogtze-Fall

03.09.2026 um 21:23
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Die "neuen" Gutachten zu diesem Fall wurden nie, auch nicht auszugsweise, veröffentlicht. Es wird lediglich festgestellt, dass diese Gutachten scheinbar das neue, finale Ermittlungsergebnis ausreichend belegen würden
Das "alte" Gutachten ist aber ebenso unveröffentlicht, sieht man mal von der hier immer wieder fast schon verzweifelt rauf und runter zitieren Zusammenfassung ab. Wie genau man dazu gekommen ist, weiß von uns auch keiner.

Wie gesagt: Ich finde es auch bedauerlich, dass das "neue" Gutachten bzw. Ergebnis nicht wirklich begründet bzw. erläutert wurde.

Nur ist diese Diskussion mittlerweile ins Absurde abgeglitten, weil ständig nur das herausgegriffen wird, was einem passt und alles andere ist dann angeblich nicht ausreichend dokumentiert. Obwohl es genauso gut (oder besser: schlecht) belegt ist, wie alles andere auch.

Und natürlich ist jeder Gutachter, der das Gegenteil von dem sagt, was man selbst gerne glauben möchte, schlampig oder inkompetent. Während natürlich Dip. Ing. User anhand von drei Fotos und "ich bin auch mal in einem Golf 1 gefahren...." ein fundiertes und unfehlbares Urteil abgeben kann.


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Der Yogtze-Fall

03.09.2026 um 21:25
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:s wird lediglich festgestellt, dass diese Gutachten scheinbar das neue, finale Ermittlungsergebnis ausreichend belegen würden. Und das, obschon die Daten auf denen alle bisherigen Ergebnisse/Gutachten basieren müssen dieselben sind und dennoch zu so unterschiedlichen Ergebnissen führen.
Deshalb hat wahrscheinlich die Staatsanwaltschaft das dritte Gutachten in Auftrag gegeben um den Sachverhalt auch im Hinblick auf die Wiedersprüche der beiden vorherigen zu überprüfen.
Logisch in einem Land mit Gewaltenteilung.
Und nun steht halt ein Ermittlungsergebnis rechtstaatlich fest.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Die Art und Weise wie er bei dem besagten "Abritt" vom Fahrersitz, durch die Scheibe, ohne signifikante Dachberührung über den Schaltknauf auf den Beifahrersitz kam, dieser sich dann hinunterkurbelte, der Zündschlüssel aus dem Zündschloss auf die Hutablage schleuderte und dies die sauber gefaltete Kleidung Stolls nicht beeinträchtigte sollte man mal anhand fundierter (alter) Daten von 1984 erklären. Das er -als Variante- ohne Blutverlust nach dem Einschlag aus dem Auto ausstieg, sich erst noch im Dreck wälzte (Anhaftungen auf seinem Körper) den Schlüssel auf die Hutablage legte und dann wieder einstieg, um schließlich auf dem Beifahrersitz das Bluten zu beginnen und zu sterben obwohl er laut LKW-Zeugen "nur weg" wollte, ist ebenfalls mMn kaum zu begründen. Zumindest anhand der Daten/Informationen die öffentlich sind.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:nteressant. Woher stammt diese Information? Hast du da bitte mal eine Quelle? Ich habe diese Information nie gehört oder gelesen.
das sind alles verwässerte Aussagen.
Wie er auf den Beifahrersitz kam, lässt sich durch die Sichtung des LKW Fahrers vermuten.
Das ändert aber nichts an der Tatsache, das beim Crash dort niemand saß

Der Zündschlüssel auf der Ablage:
Der muss naturgemäß beim Crash im Zündschloss gesteckt haben.
Ich hatte schon einige Male hier erwähnt, das es eine der ersten Maßnahmen am Unfallort ist die Zündung zu unterbrechen um Funken zu vermeiden, die wiederum zu einem Brand führen könnten.
D.h. irgend ein Helfer wird den abgezogen haben und ihn auf die Hutablage gelegt haben.
Unter Umständen auch Stoll selbst, der um den Wagen getorkelt ist.
Spielt aber auch keine Rolle. Denn als der Wagen mit steckendem Schlüssel mit dem Baum kollidierte war nur Stoll selbst dort,.

Anhaftungen am Körper können durch eindringendes Baumwerk oder durch das heraus schleudern nach dem Crash verursacht worden sein.
Mich wundert nur, das irgend jemand aufgebracht hat, das Laubwerk könne nicht vom Tatort stammen.

Aber das macht die Sache auch nicht rund
Wäre Stoll, aus welchen Gründen auch immer, überfahren worden und auf den Beifahrersitz verbracht worden ( warum eigentlich ?) , er wäre schon bei dem Abritt nicht mehr dort liegen/sitzen geblieben unangeschnallt wie er war, und hätte Aufprallspuren verursacht.
Die aber gab es nicht., bzw wohl nur im Bereich des Fahrers.

Der angenommene Fahrer, ebenfalls unangeschnallt, wäre nicht ohne schwere Verletzungen aus dem Crash heraus gekommen und einfach so abmarschiert.

Das der Wagen mit 70 bis 90km/h ungebremst gegen einen Baum fuhr schließt einen vorgetäuschten Unfall eh aus.


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Der Yogtze-Fall

03.09.2026 um 22:22
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Nur ist diese Diskussion mittlerweile ins Absurde abgeglitten, weil ständig nur das herausgegriffen wird, was einem passt und alles andere ist dann angeblich nicht ausreichend dokumentiert
Sehe ich nicht so, sondern kann man meiner Meinung nach nicht einfach die neuen Untersuchungsergebnisse anstandslos akzeptieren und denken der Fall ist gelöst. Ich hatte ja schon Beispiele aufgeführt wo meiner Meinung nach die Ermittlungen der Komissarin nach unlogisch sind, hier noch ein Beispiel :
Die Komissarin sagt folgendes
Die Ermittlungen damals stützten sich auf die Behauptung der Lkw-Fahrer, sie hätten einen unbekleideten Mann in Richtung Büsche verschwinden sehen - der mögliche Mörder von Günter Stoll. Doch als Maike Schmidt in den Vernehmungsakten die Aussagen der Lkw-Fahrer überprüft, stutzt sie erneut: Nie haben die Fernfahrer einen Mann von der Autobahn verschwinden sehen - lediglich am Auto hatten sie ihn erblickt. Gab es also gar niemanden, der vom Tatort flüchtete?
Quelle: https://www1.wdr.de/freizeit/true-crime/yogtze-polizei-cold-case-hagen-siegen-100.html
Der Ablauf war aber laut anderem Bericht wie folgt
Außerdem erkennt er im Vorbeifahren einen augenscheinlich verletzten, jungen Mann, der um das Auto herumgeht. Der Lkw-Fahrer meint, Blut am Jackenärmel des Mannes zu sehen. Er entschließt sich, zu halten und zu helfen – ebenso wie ein weiterer Lkw-Fahrer, der die gleichen Beobachtungen gemacht hat. Am augenscheinlich verunfallten Wagen angekommen, ist der Mann verschwunden.
Quelle: https://web.de/magazine/panorama/true-crime/spektakulaere-wende-yogtze-passiert-40265024
Dazu sagt die Komissarin im hier verlinkten Video WDR Lokalzeit Mord Orte bei Minute 11.44 sinngemäß dass die LKW-Fahrer eine Person am Fahrzeug gesehen haben auch in Bewegung.
-"Dann musste man aber noch mindestens 500m weiter fahren um eine Bucht zu finden wo man anhalten kann. Dann musste man 500 m zurückgehen"
Also meiner Auffassung nach ist von der Sichtung der Person am Auto bis zum Eintreffen der LKW-Fahrer einiges an Zeit vergangen, wieso die Komissarin der Meinung ist dass wenn die Fahrer nicht ausgesagt haben dass sie einen Mann von der Autobahn haben verschwinden sehen dass nicht in dem Zeitfenster von heranfahren, Anhalten und zum Fahrzeug gehen jemand hätte verschwinden können erschliesst sich mir nicht.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Das der Wagen mit 70 bis 90km/h ungebremst gegen einen Baum fuhr schließt einen vorgetäuschten Unfall eh aus.
Ich könnte mir vorstellen dass die Geschwindigkeit geringer war da ich nach Ansehen der Bilder vom Unfallwagen-vor Abtransport, denn durch diesen wurde meiner Meinung nach das Fahrzeug eventuell noch mehr beschädigt-genau das gleiche gedacht habe.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Nun mal halblang. Der Golf sah -zumindest auf den Bildern die ich gesehen habe- noch ziemlich intakt aus.



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Der Yogtze-Fall

04.09.2026 um 00:19
Zitat von 321meins321meins schrieb:Also meiner Auffassung nach ist von der Sichtung der Person am Auto bis zum Eintreffen der LKW-Fahrer einiges an Zeit vergangen, wieso die Komissarin der Meinung ist dass wenn die Fahrer nicht ausgesagt haben dass sie einen Mann von der Autobahn haben verschwinden sehen dass nicht in dem Zeitfenster von heranfahren, Anhalten und zum Fahrzeug gehen jemand hätte verschwinden können erschliesst sich mir nicht.
Nicht erwähnt hast Du, das schlechte Sicht war und der eine LKW Fahrer auch nicht ausgeschlossen hat, das er einen Mann mit nacktem Oberkörper, so wie Stoll es ja war, gesehen haben könnte.
und dann:
Wer auch immer von wem wann am Fahrzeug gesehen wurde, er kann beim Aufprall nicht im Fahrzeug gewesen sein. Auf dies stellt das neuere Giutachten ab, das dann von einem weiteren bestätigt wurde.

Ich vermute mal es war Stoll selbst, den es aus dem Wagen geschleudert hat und der ums Wrack wankte und die einzig noch zu öffnende Tür nutzte um sich erst einmal hinzusetzten in dem Schock.
Zitat von 321meins321meins schrieb:ch könnte mir vorstellen dass die Geschwindigkeit geringer war da ich nach Ansehen der Bilder vom Unfallwagen-vor Abtransport, denn durch diesen wurde meiner Meinung nach das Fahrzeug eventuell noch mehr beschädigt-genau das gleiche gedacht habe.
Was Du persönlich Dir vorstellen kannst ist da irrelevant, wenn Fachleute zwischen 70 und 90 km/h ermittelt haben.
Selbst wenn Du KFZ Sachverständiger wärst, wäre diese Aussage aufgrund der wenigen Bilder unseriös.

Der Witz dabei ist, das Dir hier nun wirklich nichts vorliegt um das beurteilen zu können außer 3 Zeitungsfotos, z.T im Dunklen aufgenommen
Wo Du ja selbst immer bestreitest, das es noch genügend Spuren geben kann, um den Unfall zu rekonstruieren.
Und Du willst Fachleute aufgrund von wenigen schlechten Fotos widerlegen?
Soll das jemand ernst nehmen ?


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Der Yogtze-Fall

04.09.2026 um 03:00
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Nur ist diese Diskussion mittlerweile ins Absurde abgeglitten, weil ständig nur das herausgegriffen wird, was einem passt und alles andere ist dann angeblich nicht ausreichend dokumentiert. Obwohl es genauso gut (oder besser: schlecht) belegt ist, wie alles andere auch.
Die gesamte Diskussion war immer schon absurd. Die früher hier im Thread beliebte Theorie, Günter Stoll könnte nackt und psychotisch auf einer einsamen Landstraße irgendwo im Nirgendwo liegend von besoffenen Dorfproleten nach dem Discobesuch überrollt worden sein, die dann aus moralischen Gründen den Verletzten in seinem eigenen Auto zu einem Krankenhaus bringen wollten und dabei erneut verunfallten, war ja schon völlig lächerlich, skurril und dermaßen absurd, dass sich jedem Menschen der bei Verstand ist die Bauchmuskeln vor Lachen komplett verspannen mussten. Ebenso Erklärungsversuche mit Attentaten der "Buttermafia", des Mossad oder der Lebensmittelindustrie.

Worum es mir geht ist aber nicht, hier eine spannende, filmreife Geschichte zu ersinnen. Ich halte mich an das was an (wenigen) Informationen vorhanden ist. Auch jetzt, wo der Fall endgültig "geklärt" ist. Das Zweifel aufkeimen liegt nicht an dem Wunsch meinerseits hier eine eigene Theorie zu verteidigen, sondern vielmehr an der Tatsache, dass geradezu plötzlich neue Gutachten, basierend auf alten Daten von 1984 zu völlig konträren Schlüssen kommen. Die ehemaligen Ermittler in diesem Fall waren genügend ausgebildet, qualifiziert und haben sich mMn darauf konzentriert, hier ein Verbrechen aufzuklären oder auszuschließen. Im Unterschied dazu scheinen die neuen Gutachten lediglich darauf abzuzielen, die Möglichkeit zu bestätigen, dass der gesamte Ablauf der Geschehnisse auch ohne Beteiligung Dritter möglich war um diesen Umstand dann für wahrscheinlich zu erklären und den Fall endgültig abzuschließen.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Und natürlich ist jeder Gutachter, der das Gegenteil von dem sagt, was man selbst gerne glauben möchte, schlampig oder inkompetent. Während natürlich Dip. Ing. User anhand von drei Fotos und "ich bin auch mal in einem Golf 1 gefahren...." ein fundiertes und unfehlbares Urteil abgeben kann.
Mitnichten. Die Basis aller in diesem Fall vorhandenen Gutachten sind nicht etwa neue Untersuchungen an vorhandenem Material. Es sind exakt dieselben Daten und Befunde, welche schon immer vorhanden waren. Der einzige Unterschied ist, dass hier verschiedene Gutachter zu verschiedenen Schlüssen kommen. So konträr, dass man sich quasi schon zwangsläufig fragen muss, welcher Gutachter hier völlig unqualifiziert geurteilt hat. Während ein Gutachter von Überrollen ausgeht, ist ein Anderer der Meinung, die Verletzungen stammen aus dem Aufprall auf Armaturenbrett/Lenkrad und Scheibe. Das sind zwei völlig verschiedene paar Schuhe. Da muss man doch hinterfragen dürfen was da los ist?! Ich suche mir nicht die angeblich "schlampigen" Gutachter heraus. Ich hinterfrage lediglich das Ziel und Ergebnis der neuerlichen Untersuchung. Diese Zweifel wären nicht entstanden, hätte man die aktuellen Ergebnisse entsprechend mit glaubhaften, nachvollziehbaren Daten und Fakten untermauert. Dem ist aber nicht so. Stattdessen erhält man eine Kurzfassung die völlig absurd klingt und so realitätsfremd ist, dass zumindest bei mir die Haare zu berge stehen.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Und nun steht halt ein Ermittlungsergebnis rechtstaatlich fest.
Das ist so. Ich persönlich hätte mir allerdings gewünscht, dass man den "wahrscheinlichen" Hergang mit entsprechend nachvollziehbaren Daten/Fakten untermauert. Leider wurde darauf verzichtet.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Ich hatte schon einige Male hier erwähnt, das es eine der ersten Maßnahmen am Unfallort ist die Zündung zu unterbrechen um Funken zu vermeiden, die wiederum zu einem Brand führen könnten.
D.h. irgend ein Helfer wird den abgezogen haben und ihn auf die Hutablage gelegt haben.
Unter Umständen auch Stoll selbst, der um den Wagen getorkelt ist.
Spielt aber auch keine Rolle. Denn als der Wagen mit steckendem Schlüssel mit dem Baum kollidierte war nur Stoll selbst dort,.
Also ich selbst bin zwar nicht bei der Feuerwehr, aber ein Nachbar von mir. Ich habe ihn darauf angesprochen. Er sagte mir, dass der Zündschlüssel nie abgezogen wird. Es wird immer direkt die Batterie abgeklemmt. Das ist die einzig sichere Methode, dass Fahrzeug definitiv stromlos zu machen, da auch das Zündschloss durch den Unfall beschädigt worden sein könnte. Also Haube auf, Kontakte von der Batterie runter. Aus die Maus. Das ist für mich persönlich auch der einzig logische Schritt. Direkt die Quelle abschneiden. Das ist sicher.

Warum sollte Stoll selbst den Zündschlüssel abziehen und auf die Hutablage legen? Viel interessanter ist allerdings die Frage, warum Stoll trotz eines fast amputierten Armes kein Blut auf/am Fahrersitz, am Fahrzeug außen oder sonstwo, nur auf dem Beifahrersitz verlor? Wenn er durch den Aufprall durch die Scheibe flog, wieder zurück fiel und dann ausstieg, hätte er bereits Blut verlieren müssen, was dann auch festgestellt worden wäre. Wieder so ein unerklärliches Mysterium. Dazu die Frage, warum er um das Fahrzeug überhaupt herumging und wieder einstieg? Er wollte nach Aussage des LKW-Fahrer "nur weg". Wenn das so ist, wäre er doch Richtung Autobahn oder Feld gegangen, also weg vom Fahrzeug. Da geht man doch nicht herum und setzt sich auf den Beifahrersitz oder? Das brachte ihm rein gar nichts.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Anhaftungen am Körper können durch eindringendes Baumwerk oder durch das heraus schleudern nach dem Crash verursacht worden sein.
Eindringendes Baumwerk? Herausschleudern? Wow, er flog also durch die Scheibe in eine Baumkrone, dort wurde er mit Blättern und Erde verschmutzt, wurde zurück ins Auto geschleudert um dann nach diesem verstörenden Ereignis erstmal auf den Beifahrersitz auszuweichen, weil die böse Baumkrone ihn im Fahrersitz einengte? So richtig? Das alles natürlich noch ohne zu bluten, weil das Bluten bekanntlich erst nach dem Schock kommt. Entschuldigung, mit Verlaub und bei allem Respekt aber da muss ich jetzt tatsächlich mal schmunzeln. Ist das dein Ernst?
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Wäre Stoll, aus welchen Gründen auch immer, überfahren worden und auf den Beifahrersitz verbracht worden ( warum eigentlich ?)
Du hast in der Vergangenheit hier im Thread felsenfest angenommen, dass besoffene Diskofahrer mit Samariterkomplex Stoll erst unabsichtlich überfuhren, dann völlig unversorgt auf den Beifahrersitz setzten um ihn dann -völlig sinnbefreit- über die BAB in irgendein Krankenhaus zu bringen. Daran solltest du dich eigentlich erinnern können.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:(...) er wäre schon bei dem Abritt nicht mehr dort liegen/sitzen geblieben unangeschnallt wie er war, und hätte Aufprallspuren verursacht.
Es kommt darauf an, wie und wo genau das Fahrzeug an- bzw. aufprallte. Fährt ein Fahrzeug mit 70-90 Km/h geradeaus mittig und ungebremst gegen einen massiven Baum oder Pfeiler, wirken völlig andere Kräfte/Beschleunigungen, als wenn ein Fahrzeug z.B. erst auf einen kleinen Wall/Hügel und einen ggf. nachgiebigen Baum prallt. Das ist der Punkt. Die vorhandenen Fotos zeigen den Golf zwar mit deutlichem Schaden, jedoch ist der Motor an seinem Platz und die Fahrgastzelle ist noch soweit intakt, dass man die Türen problemlos ohne technische Hilfsmittel öffnen konnte. Das spricht nicht für so enorme Kräfte wie sie bei einem ungebremsten Frontalcrash gegen einen massiven Baum, Mauer oder ein sonstiges, unnachgiebiges Objekt bei dieser Geschwindigkeit entstehen würden. Ergo wirkte auch eine entspr. geringere Kraft auf den/die Insassen. Ergebnis: Niemand wurde durch den Aufprall mutmaßlich so schwer verletzt, dass er nicht aus eigener Kraft hätte aussteigen und flüchten können. Mit einer Ausnahme: Stoll. Der war nämlich mMn bereits vorher so schwer verletzt, dass er gezwungenermaßen auf dem Beifahrersitz verblieb.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Das der Wagen mit 70 bis 90km/h ungebremst gegen einen Baum fuhr schließt einen vorgetäuschten Unfall eh aus.
Ich bin nie von einem vorgetäuschten Unfall ausgegangen. Da scheinst du mich zu verwechseln.


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04.09.2026 um 03:27
Zitat von 321meins321meins schrieb:(...) kann man meiner Meinung nach nicht einfach die neuen Untersuchungsergebnisse anstandslos akzeptieren und denken der Fall ist gelöst. Ich hatte ja schon Beispiele aufgeführt wo meiner Meinung nach die Ermittlungen der Komissarin nach unlogisch sind (...)
Da bin ich vollkommen bei dir.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Nicht erwähnt hast Du, das schlechte Sicht war und der eine LKW Fahrer auch nicht ausgeschlossen hat, das er einen Mann mit nacktem Oberkörper, so wie Stoll es ja war, gesehen haben könnte.
Das bedarf mMn keiner besonderen Erwähnung. Wenn es sich um Stoll gehandelt hätte, wäre mMn irgendwo Blut am Fahrzeug, der Umgebung oder im Bereich des Fahrersitzes gefunden worden. Immerhin hatte sich Stoll eine sehr schwerwiegende Verletzung (ein fast Amputierter Arm) zugezogen, die sehr stark bluten musste. So wie es aussieht -zumindest wurde das nicht erwähnt- ist das wohl nicht der Fall. Zudem kann man meiner Meinung nach schon unterscheiden, ob jemand nackt ist oder eine Jacke trägt. Auch wenn der LKW-Fahrer im Nachhinein verunsichert war, so fallen Knöpfe, Reisverschlüsse, Taschen etc. normalerweise auf. Aber -geschenkt- die vom LKW-Fahrer beschriebene Person passt ohnehin nicht zu Stoll. Soweit ich mich erinnere soll sie blond und ohne Bart gewesen sein. Stoll hatte dunkle Haare und einen deutlich erkennbaren Bart.


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04.09.2026 um 08:27
Zitat von 321meins321meins schrieb:Sehe ich nicht so, sondern kann man meiner Meinung nach nicht einfach die neuen Untersuchungsergebnisse anstandslos akzeptieren und denken der Fall ist gelöst.
Kann man. Muss man nicht. Und wie ich finde auch zu recht. Wenn man schon alte Ermittlungsergebnisse als nicht hinreichend genug bzw. falsch bewertet müssen dann die neuen Ergebnisse ohne Fehler und Makel die Ereignisse erklären können. Genau das tun sie aber bei weitem nicht.

Personen welche mit dem Tod von Stoll beschuldigt wurden gibt es nicht. Da vermögen auch neueste kriminalistische Untersuchungsmetoden keine Verdächtigen Personen nahelegen.

Ich frage mich, warum die beiden Kommissarinnen genau diesen Fall nochmals ausgegraben haben.


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04.09.2026 um 11:36
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ich suche mir nicht die angeblich "schlampigen" Gutachter heraus.
So? Und was ist dann
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:So konträr, dass man sich quasi schon zwangsläufig fragen muss, welcher Gutachter hier völlig unqualifiziert geurteilt hat.
Also: Irgendwer muss ja dumm und unfähig sein, und das ist natürlich der, dessen Aussage mir nicht passt.

Und wenn gar nichts mehr hilft, gräbt man die gute alte Verschwörungstheorie wieder aus:
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ich hinterfrage lediglich das Ziel und Ergebnis der neuerlichen Untersuchung.
Also: Die haben doch nur ein Fake-Gutachten geschrieben, damit endlich Ruhe ist.

Dumm nur, dass dann der nächste Widerspruch schon ein paar Zeilen weiter kommt
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Stattdessen erhält man eine Kurzfassung die völlig absurd klingt und so realitätsfremd ist, dass zumindest bei mir die Haare zu berge stehen.
Denn wenn da wirklich etwas gefaked worden wäre, dann ja wohl doch so geschickt, dass eben Dipl. Ing. User mit seinen drei Fotos und dem Erfahrungsschatz aus einem Dutzend Fahrten im Golf 1 nicht merken würde, dass es gefaked ist.


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04.09.2026 um 12:42
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Die haben doch nur ein Fake-Gutachten geschrieben, damit endlich Ruhe ist.
So ist es. Aber nicht damit Ruhe ist. Sondern damit der Fall offen bleibt.


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04.09.2026 um 18:41
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:und der eine LKW Fahrer auch nicht ausgeschlossen hat, das er einen Mann mit nacktem Oberkörper, so wie Stoll es ja war, gesehen haben könnte.
Du hast dies vermutlich vom WDR-Video Lokalzeit Mord Orte wo dies die Kommissarin sinngemäß sagte ca bei Minute 12.08 "und der eine sagte, ich glaube der war sogar nackt". Die Komissarin sagte ca bei Minute 6.40 sinngemäß sie habe sich gefragt "sind die LKW-Fahrer noch am Leben, kann ich die nochmal befragen?" Deswegen habe wiederum ich mich gefragt ob die Tatsache dass der eine LKW-Fahrer von der Möglichkeit eines nackten Mannes sprach aus dem Gespräch mit der Komissarin stammt denn sonst finde ich nur dies
Außerdem erkennt er im Vorbeifahren einen augenscheinlich verletzten, jungen Mann, der um das Auto herumgeht. Der Lkw-Fahrer meint, Blut am Jackenärmel des Mannes zu sehen. Er entschließt sich, zu halten und zu helfen – ebenso wie ein weiterer Lkw-Fahrer, der die gleichen Beobachtungen gemacht hat
Quelle: https://web.de/magazine/panorama/true-crime/spektakulaere-wende-yogtze-passiert-40265024
Beide sagten unabhängig voneinander aus, sie hätten eine mit einer hellen Jacke bekleidete Person um den Wagen herumlaufen sehen
Quelle: Wikipedia: YOGTZE-Fall
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:außer 3 Zeitungsfotos, z.T im Dunklen aufgenommen
Das Bild Nr. 94 z.B. finde ich jetzt nicht so schlecht, die Front ist meiner Meinung nach gut zu sehen
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Und Du willst Fachleute aufgrund von wenigen schlechten Fotos widerlegen?
Nein, ich will keine Fachleute widerlegen, ich habe lediglich meine Meinung geäußert weswegen ich auch schrieb "ich könnte mir vorstellen..."
Ich persönlich glaube dass das damalige Gutachten nach dem Unfall korrekt war wie auch die damaligen Zeugenaussagen. Weiterhin merkwürdig finde ich die Tatsache dass im Podcast Herr Leppler bei Minute 5.26 beschreibt der linke Arm des Herrn Stoll war fast abgerissen.
Quelle : https://fyyd.de/episode/10745842
Sollten die LKW-Fahrer einen Mann mit heller Jacke und Blutspuren am Ärmel rechts gesehen haben könnte ich mir das damit erklären dass der Fahrer mit Ärmel rechts an den fast abgerissenen Arm links des Herrn Stoll auf dem Beifahrersitz kam.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ich hinterfrage lediglich das Ziel und Ergebnis der neuerlichen Untersuchung. Diese Zweifel wären nicht entstanden, hätte man die aktuellen Ergebnisse entsprechend mit glaubhaften, nachvollziehbaren Daten und Fakten untermauert.
Das sehe ich genau so. Ein Versuch unter gleichen Rahmen-und Lichtbedingungen mit mehreren Personen die aus gleicher Entfernung beurteilen sollen ob die um das Auto laufende Person nackt oder eine helle Jacke trägt. 5 nackte und 5 mit heller Jacke laufen um das Auto. Sollten alle Vesuchspersonen korrekt erkennen ob Jacke oder nackt hätte man zumindest plausibel erklären können dass die Zeugen eine Jacke hätten gut erkennen und auch von einer nackten Person hätten unterscheiden können.
Eine Person mit Jacke kann dann allerdings meiner Meinung nach nicht Herr Stoll gewesen sein da nirgends von einer aufgefundenen blutverschmierten Jacke berichtet wurde.


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Der Yogtze-Fall

04.09.2026 um 18:49
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Also ich selbst bin zwar nicht bei der Feuerwehr, aber ein Nachbar von mir. Ich habe ihn darauf angesprochen. Er sagte mir, dass der Zündschlüssel nie abgezogen wird.
Auch wenn es unwichtig ist und ich Dir das sowieso nicht glaube ( weshalb sonst Killswitch bei Renn/ Sportwagen ?) Ganz großer roter Knopf, damit auch ja keiner vergisst den Stromfluss zu unterbrechen

Ich habe das in der Fahrschule gelernt.
Beim Unfallwagen zuerst die Zündung unterbrechen, so daß unkontrollierter Funkenflug keinen auslaufenden Treibstoff entzünden kann
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Du hast in der Vergangenheit hier im Thread felsenfest angenommen, dass besoffene Diskofahrer mit Samariterkomplex Stoll erst unabsichtlich überfuhren, dann völlig unversorgt auf den Beifahrersitz setzten um ihn dann -völlig sinnbefreit- über die BAB in irgendein Krankenhaus zu bringen. Daran solltest du dich eigentlich erinnern können.
Ja, weil sich die Fakten falsch darstellten wurden in xy
Ich bin davon ausgegangen, das die Ermittlungen soweit sicher sind, das er wirklich orgendwo überrollt wurde-
So absurd das auch klingt-

Hätte man in XY erwähnt, das der Aufprall ungebremst mit 70 . 90km geschah, ich hätte kein Wort von der absurden Geschichte geglaubt.

Die verschwiegenen Äußerung von Selbstmordgedanken, vorherige Auffälligkeiten in Richtung Paranoia, Gewalttätigkeit in der Ehe und der verschwiegene Alkoholismus tun ihr übriges .

Wer bitte sollte aus welchem Grund so einen Looser wie Stoll Donnerstag nachts durchs Siegerland verfolgen ?

Ich wudere mich. wie unbedarft und "blauäugig " seinerzeit auch das XY Team da ran gegangen ist


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Der Yogtze-Fall

05.09.2026 um 01:42
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Also: Irgendwer muss ja dumm und unfähig sein, und das ist natürlich der, dessen Aussage mir nicht passt.
Falsch. Ich habe keinen Gutachter benannt, der mMn dumm oder unfähig gewesen wäre. Auch nicht zugunsten irgendeiner zuvor vertretenen Theorie. Ich habe lediglich festgestellt, dass hier z.B. im Bereich der Pathologie/Obduktion zwei Gutachter mit den exakt selben Daten zu ziemlich widersprüchlichen Ergebnissen kommen. Das passt doch offensichtlich nicht. Wenn jetzt beispielhaft Gutachter a sagt, das Opfer wurde erschossen und Gutachter b anhand der exakt selben Daten feststellt das jenes Opfer offensichtlich an Altersschwäche starb, dann liegt in meiner Welt ein Gutachter sicher falsch. Das dumme ist eben, dass wir mangels vorhandenen Gutachten nicht feststellen können, wie es dazu kommen konnte und wo eine evtl. Fehleinschätzung vorliegen könnte.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Und wenn gar nichts mehr hilft, gräbt man die gute alte Verschwörungstheorie wieder aus
Wieder falsch. Es ist keine Verschwörungstheorie, wenn man nur einen Sachverhalt hinterfragt. Ich habe niemandem etwas direkt unterstellt oder eine Unterstellung als Tatsache dargestellt, sondern bislang nur verschiedene Dinge festgestellt, welche mich am Sachverhalt stark irritieren. Es erscheint mir das Ergebnis ohne weitere Informationen/Erklärung unplausibel und daraus kann man dann auch mMn völlig legitim einen persönlichen Verdacht/einen Eindruck ableiten. Mehr mache ich nicht.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Denn wenn da wirklich etwas gefaked worden wäre, dann ja wohl doch so geschickt, dass eben Dipl. Ing. User mit seinen drei Fotos und dem Erfahrungsschatz aus einem Dutzend Fahrten im Golf 1 nicht merken würde, dass es gefaked ist.
Ich habe nirgendwo behauptet, das aktuelle Gutachten wäre gefaked. Nochmal, ich habe lediglich festgestellt, das unterschiedliche Gutachter mit exakt denselben Daten (Untersuchung von Geschehnisort, Fahrzeug und Opfer ist ja nicht mehr möglich) zu äußerst konträren Ergebnissen kommen und die Ermittlungsbehörde nicht plausibel und nachvollziehbar erklärt hat, wie so eine grobe Abweichung zustande kommt, die nicht nur auf Laien äußerst befremdlich und weit hergeholt wirkt. Da liegt es doch in der Natur der Sache, einen gewissen Argwohn zu entwickeln und die Dinge zu hinterfragen, weil daraus entsprechende Verdachtsmomente entstehen. Das ist mMn nicht ungewöhnlich.

Wenn du das Ergebnis plausibel findest und für dich kein weiterer Klärungsbedarf besteht, ist das völlig in Ordnung. Es steht ohnehin nicht zu erwarten, dass die aktuellen Gutachten oder auch nur Auszüge davon veröffentlicht werden. Nichts desto trotz finde ich es völlig in Ordnung, wenn man auch mal Zweifel oder Bedenken anmeldet. Mitdenken rentiert sich mMn im Leben.
Zitat von 321meins321meins schrieb:Sollten die LKW-Fahrer einen Mann mit heller Jacke und Blutspuren am Ärmel rechts gesehen haben könnte ich mir das damit erklären dass der Fahrer mit Ärmel rechts an den fast abgerissenen Arm links des Herrn Stoll auf dem Beifahrersitz kam.
Stimmt. So hatte ich das noch gar nicht gesehen. Ein guter Punkt!
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Auch wenn es unwichtig ist und ich Dir das sowieso nicht glaube ( weshalb sonst Killswitch bei Renn/ Sportwagen ?) Ganz großer roter Knopf, damit auch ja keiner vergisst den Stromfluss zu unterbrechen
Du bezichtigst mich also der Lüge. Das finde ich jetzt durchaus unhöflich und bin sehr traurig darüber. Aber nicht so schlimm. Ich bin ja ein großer Junge. Ich werde das überleben. ;)
Was meinst du, warum es vom ADAC usw. die sogenannten "Rettungskarten" gibt, die hinter der Sonnenblende verstaut den Rettungskräften im Ernstfall anzeigen sollen, wo sich die Batterie und die Airbags im jeweiligen Fahrzeugtyp befinden? Damit man die Batterie möglichst schnell vom Stromkreis trennen kann und niemand unbeabsichtigt z.B. durch die Rettungsschere einen Airbag auslöst.

Bei Sportwagen hat das vor allem praktische Gründe. Die Batterie ist wegen der Rennsporttechnik teilweise nur sehr schwer im Fahrzeug zu erreichen. Da bietet sich der "Killswitch" eben als Kompromiss an. Abgesehen davon haben Rennfahrzeuge normalerweise auch keine Zündschlüssel.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Ich habe das in der Fahrschule gelernt.
Beim Unfallwagen zuerst die Zündung unterbrechen, so daß unkontrollierter Funkenflug keinen auslaufenden Treibstoff entzünden kann
Ja, ist auch als Amateur bzw. Ersthelfer am Unfallort schonmal eine gute Sache die Zündung zu unterbrechen. Das stelle ich nicht in Abrede, auch wenn mir das in meiner Fahrschulausbildung nicht beigebracht wurde. Aber das betrifft eben in erster Linie Ersthelfer, die nicht unbedingt dazu in der Lage und/oder willens sind, die Batterie zu finden und direkt vom Stromkreis zu trennen. Die Feuerwehr ist professionell. Die machen keine halben Sachen. Die finden die Batterie und trennen sie direkt von den Kabeln. Zumindest verfährt der Löschzug bei dem mein Nachbar arbeitet so. Aber das glaubst du mir ja nicht.

Allerdings sollten wir uns nicht unbedingt nur an diesem Detail aufhalten. Es gibt ja genug andere Dinge, die einen gewissen Argwohn aufkommen lassen.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Ich bin davon ausgegangen, das die Ermittlungen soweit sicher sind, das er wirklich orgendwo überrollt wurde-
So absurd das auch klingt-
Warum gehst du denn davon aus, dass die Ermittlungen jetzt soweit sicher sind? Das er wirklich ausschließlich alleine handelte und ohne jede Fremdeinwirkung zu Tode kam? Nur zur Erinnerung: Die Daten/Aussagen auf denen die aktuellen Gutachten beruhen sind die exakt selben Daten wie in den Jahrzehnten zuvor. Daran hat sich nichts geändert. Kommt dir das nicht irgendwie komisch vor? Was war denn deiner Ansicht nach das schlagende Argument, warum du den aktuellen Ergebnissen vertraust und die der Vergangenheit anzweifelst? Der ganze Fall ist absurd...
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Wer bitte sollte aus welchem Grund so einen Looser wie Stoll Donnerstag nachts durchs Siegerland verfolgen ?
Tja, eine absolut berechtigte Frage. Ich stelle mir jedoch seit jeher auch eine Andere. Mit wem war GS vielleicht an diesem Abend irgendwo verabredet oder mit wem könnte er gewollt oder ungewollt mit fatalen Folgen zusammengetroffen sein und warum?


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Der Yogtze-Fall

05.09.2026 um 16:19
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Warum gehst du denn davon aus, dass die Ermittlungen jetzt soweit sicher sind?
An ein beabsichtigtes überfahren habe ich nie geglaubt !
Ich habe immer nur versucht, das zu erklären, was die Ermittler verlautbart haben.

Bsp.: Als von dem Mann mit der befleckten "hellen" Jacke die Rede wa , dachte ich bei Errstausstrahlung: " Man das kann doch nur der Fahrer selbst gewesen sein". Blutfleck, da wo auch die Wunde ist, Keine helle Jacke sondern freien Oberkörper.
Da ich aber die Ermittler, entgegen jetzigen Erkenntnissen, seinerzeit nicht für so dumm hielt, musste ich denken, das wurde überprüft
Heute höre ich von schlechten Sichtverhältnissen und der Aussage eines der LKW Fahrer, der beobachtete Mann kann auch einen nackten Oberkörper gehabt haben.


Von einem so starken Aufprall war auch nie die Rede.
Niemand fährt mit solcher Geschwindigkeit mit Absicht von der Autobahn ins Dunkle.
Das schlechte Sicht war, kam auch erst jetzt heraus.

Und wenn es denn doch so gewesen wäre, hätte derjenige Spuren hinterlassen und wäre auch nach aller Wahrscheinlichkeit nicht einfach irgendwo verschwunden, bei den zu erwartenden Verletzungen.

Einen Grund für das absichtliche Überfahren , habe ich immer angezweifelt.
Keine Spuren eines gewaltsamen Entkleidens. De Diskrepanz zwischen fast tot fahren und dann weg transportieren war aber ebenfalls nicht logisch erklärbar.
Aber, wenn die Ermittler das so verlautbaren, werden sie stichfeste Beweise haben,.
Falsch gedacht !
Bereits die im XY Bericht geschilderte Grundvorraussetzung stimmen nicht, was auch seinerzeit schon hätte belegt werden können.

Im Ergebnis heißt das für mich, das ich immer nach logischen Erklärungsmustern für das von den Ermittlern dargestellte Szenario gesucht habe, weil ich mir nicht vorstellen konnte, das man so unseriös berichtete und Geschehnisse, die es gar nicht gab als kriminalistisch erwiesen präsentierte.

Ich finde es immer noch unfassbar, welches Halbwissen und falsche Annahmen dort der Öffentlichkeit präsentiert wurden.

Das es sich um einen Unfall desjenigen gehandelt haben könnte, der den verletzten Stoll transportierte, hätte ich nie für realistisch gehalten, wenn ich gewusst hätte, das der Wagen ungebremst mit 70- 90 km/h ungebremst gegen einen Baum prallte.
Jeder hätte bei einem solchen unbeabsichtigten Abgang instinktiv gebremst.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Nur zur Erinnerung: Die Daten/Aussagen auf denen die aktuellen Gutachten beruhen sind die exakt selben Daten wie in den Jahrzehnten zuvor.
Endlich erkannt !
Man hat halt seinerzeit nicht korrekt gearbeitet.
Es fand wohl keine Kommunikation, zwischen technischer Unfallaufnahme und medizinischen Gutachten statt.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Tja, eine absolut berechtigte Frage. Ich stelle mir jedoch seit jeher auch eine Andere. Mit wem war GS vielleicht an diesem Abend irgendwo verabredet oder mit wem könnte er gewollt oder ungewollt mit fatalen Folgen zusammengetroffen sein und warum?
Mit Niemanden.
Laut seiner Frau ist er alleine los zu Bier trinken. Er wurde alleine in der Stammkneipe gesehen und auch bei Frau Hellfritz war ansonsten weit und breit kein Anderer zu sehen.
Wenn es jetzt noch als erwiesen gilt, das er beim finalen Crash alleine im Auto saß, bleibt wenig logischer Spielraum für ein Treffen mit Unbekannten nachts um 1:00 im Siegerland.


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Der Yogtze-Fall

05.09.2026 um 16:57
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Die Obduktion. Der damalige Arzt oder die Ärztin welche(r) den Leichnam obduzierte stellte fest, das Stoll an einem unbekannten Ort von einem unbekannten Fahrzeug (möglicherweise mit erhöhter Bodenfreiheit) mindestens einmal überrollt wurde,
Das mögliche Überrollen wurde nicht von einem Mediziner, sondern vom KFZ-Sachverständigen als mögliches Szenario aufgeworfen. Völlig fachfremde Expertise.


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Der Yogtze-Fall

05.09.2026 um 20:02
Zitat von pancionepancione schrieb:Das mögliche Überrollen wurde nicht von einem Mediziner, sondern vom KFZ-Sachverständigen als mögliches Szenario aufgeworfen. Völlig fachfremde Expertise.
Aber gerade einem KFZ Sachverständigen müsste seinerzeit die Idee gekommen sein, sein Ergebnis mit entsprechenden Spuren im Golf verifizieren zu müssen.

Gerade in der Kampagne über die Gurtpflicht, hat man genug Crash Test gemacht, um zu wissen, welche Kräfte auf unangeschnallte Passagiere einwirken und was mit denen dann passiert.

Hätte man 1984 mal nach Spuren einer weiteren Person gesucht, die beim Unfall anwesend gewesen sein musste, wenn man der Überroll/ Transportthese folgte.
Man wäre doch schnell auf die Idee gekommen, das dem nicht so sein kann.
Wo wäre denn der ominöse Insasse geblieben ?
In welchen Zustand wäre jemand gewesen, der als Fahrer und auch als Beifahrer beim Crash im Wagen gesessen hätte ?
Das der danach noch einfach so verschwindet oder als Tramper auftreten kann . wage ich zu bezweifeln.

Das irrsinnige ist, das der ganze Fall eigentlich nur auf der Fehlannahmne eines Gutachters beruht.

Eine Menge Leute innerhalb der Unfallforschung hätten den Feststellungen sofort widersprochen, hätte es eine eindeutigere Informationslage gegeben.
Einige Leute , die es gewusst haben müssten, haben sich nicht weiter eingemischt. Obrigkeitd oder Zuständigkeitsdenken , fehlender Austausch im Team ?

Ich glaube auch nicht, das das gesamte Ermittlungsteam, an die Übverrollthese geglaubt hat.
Hier zeigt sich die damals oft unzureichende Teamarbeit in solchen Kommissionen.

Wäre das nicht so ewig lange her und würde sich eigentlich niemanden mehr so richtig für diesen in der Öffentlichkeit wenig bekannten Altfall interessieren , würde es einen Ermittlungsskandal geben und auch im XY Team würden Konsequenzen gezogen werden.
Aber wahrscheinlich sind alle Verantwortlichen eh längst Tod oder im Pflegerheim.

Kompliment an die Komissarin , die es geschafft hat finanzielle Mittel für eine Überprüfung dieses Cold Cases genehmigt zu bekommen.


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Der Yogtze-Fall

06.09.2026 um 06:49
Zitat von pancionepancione schrieb:Das mögliche Überrollen wurde nicht von einem Mediziner, sondern vom KFZ-Sachverständigen als mögliches Szenario aufgeworfen. Völlig fachfremde Expertise.
Das stimmt nicht. Das ist bei der Obduktion herausgekommen siehe Interview mit Hr. Leppler aus dem Themen Wiki.


Herr Leppler, Sie waren dabei, was ist dabei rausgekommen?

Bei der Obduktion ist herausgekommen, dass Günther Stoll offensichtlich von einem Fahrzeug überrollt worden ist, ein- oder mehrfach konnte man nicht genau sagen. Man hat an seinem Körper Verschmutzungen, Laubanhaftungen an der Haut festgestellt, so dass man wusste, dass er nackt war zur Zeit, als er überrollt wurde. Hinzu kam ein fast abgerissener Arm, und gravierend waren und möglicherweise todesursächlich die erheblichen Verletzung der inneren Organe.


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Der Yogtze-Fall

06.09.2026 um 08:17
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Die Daten/Aussagen auf denen die aktuellen Gutachten beruhen sind die exakt selben Daten wie in den Jahrzehnten zuvor
Und offenbar kommen auch die aktuellen Gutachten und die neue Untersuchung des Falls nicht zu einem eindeutigen Ergebnis ob Herr Stoll durch die Windschutzscheibe geflogen oder im Wagen verblieben ist bei dem Unfall
ca ab Minute 15.23 sagt die Kommissarin sinngemäß dass Herr Stoll entweder aus dieser Scheibe herausgeschleudert wurde..oder dass er sich daraus befreit hat, er ist dann um das Auto gegangen um sich dann wieder hinzulegen
Quelle : hier verlinktes Video WDR Lokalzeit MordOrte
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Aber gerade einem KFZ Sachverständigen müsste seinerzeit die Idee gekommen sein, sein Ergebnis mit entsprechenden Spuren im Golf verifizieren zu müssen.
Das hat er meiner Meinung nach gemacht, er schreibt siehe Bild 172
-Keine der am Fahrzeug vorgefundenen Einwirkungen läßt sich mit einer Verletzung der aufgefundenen Person innerhalb des Fahrzeuges und beidem Kontakt des Fahrzeuges mit der Baum-und Gebüschkulisse koordinieren. Es sind alle typischen Verletzungen vorhanden, wie sie beim Überrollen durch ein anderes Fahrzeug aufgebracht werden.


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Der Yogtze-Fall

06.09.2026 um 13:52
Der Versuch, mit neuen Gutachten den Fall auf Biegen und Brechen zum Abschluß zu bringen, ist gründlich misslungen.
Der Schuß ist für die heutigen Ermittler nach hinten losgegangen!


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Der Yogtze-Fall

06.09.2026 um 14:10
Zitat von HistokratHistokrat schrieb:Der Schuß ist für die heutigen Ermittler nach hinten losgegangen!
Zweifellos.
Das alte Gutachten und die These dazu erklären die Ereignisse am wahrscheinlichsten.


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Der Yogtze-Fall

06.09.2026 um 19:48
Zitat von HistokratHistokrat schrieb:Der Versuch, mit neuen Gutachten den Fall auf Biegen und Brechen zum Abschluß zu bringen, ist gründlich misslungen.
Der Schuß ist für die heutigen Ermittler nach hinten losgegangen!
Wieso, der Fall gilt als geklärt ?
Was ist da nach "hinten losgegangen" ?
Das das Ermittlungsergebnissen Einigen hier, die immer schon die skurillsten Ideen hatten, nicht in ihr vorgefertigtes Szenario passt ?

Größe ist, sich auch einmal von seinem Szenario komplett zu verabschieden, wenn man neue , andere , bessere Informationen erlangt hat

Weil es immer wieder angesprochen wird, mir teilweise schon vorgeworfen:
Natürlich widerspricht die sog. " Neue Theorie", auch meiner damals vertretenden Theorie, da diese voraussetzte, das 2 Leute im Fahrzeug gewesen waren
Man hat mich überzeugt, das dem nicht so war.

Bei der angenommenen wesentlich niedrigeren Kollisionsgeschwindigkeit, hätte man nicht ausschließen können, das ein zweiter Insasse, beim Crash angeschnallt, hätte abmarschieren müssen.
Bei der jetzt heraus gekommenen Kollisions Geschwindigkeit und der Information, das keine Gurte benutzt wurden, muss ich meine bisherige Theorie mangels 2. Person neu überdenken ud schlußendlich verwerfen

Ich hielt die Story immer schon für sehr skurril, ja nahezu an den Haaren herbei gezogen, dachte aber nicht, das die Ermittler so einen Müll erzählen und Wesentliches einfach weg lassen
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Zweifellos.
Das alte Gutachten und die These dazu erklären die Ereignisse am wahrscheinlichsten.
Inwiefern ?
Wo z.B. gibt es ein Motiv?
Merkt man nicht, das die ganze Verfolgungs- Theorie an der Aussage eines schon mehrfach durch erwiesene paranoide Episoden aufgefallenen und einer nicht zu verifizierenden durchgestrichenen Notiz aufbaut

Nachdem nun klar ist, das es ein Alleinunfall war, macht Stolls Veraalten in dieser Nacht Sinn, vor dem Hintergrund seiner psychischen Erkrankug und seiner Gesamtsituation.
Dazu noch die mehrfach geäußertem Selbstmordgedanken.

Wo ist der Punkt, der Einige glauben lässt, das dieser in allen Bereichen gescheiterter Alkoholiker vom letzten Dorf, irgend etwas mit "Banditen" zu tun habe, die ihm nach dem Leben trachten und im Endeffekt so ein "krankes Ding" , wie auzziehen und Überrollen durchziehen.

Dann lassen sie den Mann doch am Leben und fahren mit ihm Schlußendlich mit Autobahngeschwindigkeit ungebremst gegen einen Baum.

Das alles ohne Spuren.
Kein gewaltsamen Ausziehens,
Keine erkennbare Fxierungsspuren
nix.

Da passte von Anfang an nichts zusammen.

Dies wurde durch fantasievolle Hilfskonstruktionen versucht zu erklären.

Das ging so weit, das hier die Meinung vertreten wurde, der Wagen käme nicht von der Autobahn, sondern von der parallel laufenden Straße über mehrere hundert Meter freies Feld zum Unfallort gekommen.
Landkarten diesbezüglich, Satelittenbilder und auch Fotos wurden gepostet.

Das man jahrelang von einem zweiten Insassen aus ging, musste dies auch in Theorien und Szenarien berücksichtigt werden
Eine Information bzgl der Aufprallgeschwindigkeit hätte genügt, um die Anwesenheit eines zweiten Insassen stark in Zweifel zu ziehen.
Und wenn man das dann noch gerichtsfest beweisen kann, das Stoll alleine im Auto saß, so wie es jetzt wohl ist.

Da erübrigt es sich nach einem Motiv zu suchen, oder diese und jene Aktion Stolls im Vorfeld erklären zu müssen.


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