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Der Yogtze-Fall

16.886 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Auto, Ungelöst ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Yogtze-Fall

Der Yogtze-Fall

29.08.2026 um 22:59
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Es war mMn auch Mord. Die völlig bescheuerte Erklärung dieser neuen Ermittlerin habe ich nur belächeln können.
Hallo @Slaterator! Das sehe ich genauso! Die neue Erklärung ist doch ein schlechter Scherz. Der angeblich dauerbesoffene GS war laut Obduktionsbericht völlig nüchtern zum Zeitpunkt seines Todes. Dazu kommt noch die absurde Erklärung, ja er könnte durch die Scheibe geflogen, aber auch auf den Beifahrersitz geschleudert worden sein. Hallo? Das gibt deutlich unterschiedliche Verletzungsmuster, ob ich eine Scheibe mit 70+ km/h frontal nehme oder es mich einfach nur im Auto selbst rumschleudert.
Und was ist mit Kleidung und Zündschlüssel? Stoll war nach dem Aufprall so schwer verletzt, der war garnicht in der Lage dazu sich auszuziehen, Kleidung schön hinlegen und den Schlüssel auf die Hutablage zu legen. Ein Arm wurde regelrecht nur noch vom guten Willen drangehälten, da sind solche Sachen nicht mehr drin.

Nichtsdestotrotz ist der neue Artikel nicht gut gemacht.


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Der Yogtze-Fall

29.08.2026 um 23:26
Es kommt noch hinzu, dass Günter im Auto zu den beiden Fernfahrern eindeutig etwas von Leuten faselt, "die nicht meine Freunde sind". Daraus wurde in der nunmehr offiziellen Erklärung gemacht, die Zeugen hätten wohl irgend welche Schatten um das Auto tanzen sehen oder sich sonstwas zusammenhalluziniert, jedenfalls habe es keine weiteren Personen am Unfallort gegeben, da Günter nunmal selbst am Steuer seines Wagens und darin alleine saß. Abgesehen von der Kleinigkeit, dass Günter eben nicht am Steuer seines Wagen sass, sondern lag und zwar auf dem herabgekurbelten Beifahrersitz, ist mir die Erklärung mit den halluzinierenden Fernfahrern, bzw. dem Fernfahrer, denn es war ja wohl nur einer, der Angaben zu Personen gemacht hatte, die er um das Auto habe schleichen sehen, zu fadenscheinig.


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Der Yogtze-Fall

29.08.2026 um 23:33
Nochmals
Das ist keine neue Erklärung sondern das Ermittlungsergebnis, das den Fall schlußendlich geklärt und abgeschlossen hat.
Unerbittlich auf Fakten beruhend, die seinerzeit leider so nicht berücksichtigt wurden.

Stattdessen wurde eine unsinnige Gelaber eines stark traumatisierten Mannes.geglaubt, der schon mehrfach durch paranoide Episoden aufgefallen war. Zusammen mit einer nie gesehenen Notiz wurde das Schicksal des kranken Mannes zu einem weltweitem Kriminalrätsel, das es nie war.


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Der Yogtze-Fall

29.08.2026 um 23:38
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Unerbittlich auf Fakten beruhend, die seinerzeit leider so nicht berücksichtigt wurden.
Ja, ist klar...klingt nach über 4 Jahrzehnten auch absolut logisch :D
Die damaligen Ermittler und Gutachter hatten wahrscheinlich nicht den Durchblick wie die Polizistin...


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Der Yogtze-Fall

29.08.2026 um 23:42
Zitat von EiseleinEiselein schrieb:Beifahrersitz, ist mir die Erklärung mit den halluzinierenden Fernfahrern, bzw. dem Fernfahrer, denn es war ja wohl nur einer, der Angaben zu Personen gemacht hatte, die er um das Auto habe schleichen sehen, zu fadenscheinig
Der Eine Fernfahrer hat es aufgrund der schlechten Sicht nicht ausgeschlossen, das der beobachtete Mann auch einen nackten Oberkörper hatte.
Also Stoll selbst ?
Wahrscheinlich.
Aber eben auch unerheblich, wenn aufgrund technischer Simulationen ausgeschlossen werden kann, das da noch jemand Anderes als der Fahrer im Wagen saß
Zitat von Alray81Alray81 schrieb:Die damaligen Ermittler und Gutachter hatten wahrscheinlich nicht den Durchblick wie die Polizistin...
Offensichtlich, wie es hier schon mehrfach in allen Einzelheiten erläutert wurde

Ende, Finito.
Als Kriminalfall endgültig ausermittelt und abgeschlossen der Fall


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Der Yogtze-Fall

29.08.2026 um 23:44
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Aber eben auch unerheblich, wenn aufgrund technischer Simulationen ausgeschlossen werden kann, das da noch jemand Anderes als der Fahrer im Wagen saß
Konnte auch ausgeschlossen werden ob Stoll von einem anderen Fahrzeug verfolgt und bedrängt wurde, was letztendlich zu dem Unfall führte?


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Der Yogtze-Fall

29.08.2026 um 23:50
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Es war mMn auch Mord. Die völlig bescheuerte Erklärung dieser neuen Ermittlerin habe ich nur belächeln können.
Da stimme ich dir zu. Das ganze hat doch gar keine Substanz.


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Der Yogtze-Fall

gestern um 00:01
Grüß dich @Höhenburg !
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Die neue Erklärung ist doch ein schlechter Scherz.
Absolute Zustimmung. Auch was die von dir beschriebenen Umstände angeht, die in der Erklärung bzw. dem "Ermittlungsergebnis" angenommen werden. Als damals die ja über Jahrzehnte offene Ermittlungsakte mit diesem hanebüchenen Ergebnis geschlossen wurde, habe ich zunächst an einen schlechten Scherz gedacht. Ich konnte nicht fassen, dass es tatsächlich Ermittler und sogar Gutachter gibt, die so einen Geschehnisablauf tatsächlich für möglich und darüber hinaus sogar noch für wahrscheinlich halten.
Meine ganz persönliche Meinung dazu ist, dass es möglicherweise das Ziel gewesen sein könnte, diese Akte quasi mit allen Mitteln aus der "Statistik" zu bekommen und zu schließen, weil man sich möglicherweise nicht im Stande sah noch die tatsächlichen Umstände nach so langer Zeit aufzuklären. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Da kann jeder selbstverständlich für sich selbst entscheiden und ich möchte da niemandem etwas unterstellen.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Nichtsdestotrotz ist der neue Artikel nicht gut gemacht.
Da hast du Recht. Er ist ziemlich schlecht.
Zitat von EiseleinEiselein schrieb:Es kommt noch hinzu, dass Günter im Auto zu den beiden Fernfahrern eindeutig etwas von Leuten faselt, "die nicht meine Freunde sind". Daraus wurde in der nunmehr offiziellen Erklärung gemacht, die Zeugen hätten wohl irgend welche Schatten um das Auto tanzen sehen oder sich sonstwas zusammenhalluziniert (...)
Auch das sehe ich so. Die Zeugen (Fernfahrer) können schon aufgrund der Schwere der Verletzungen des GS und auch vom Ablauf her meiner persönlichen Meinung weder GS selbst am Auto gesehen haben (Beschreibung der Person passt auch nicht zu GS), noch haben sie sich da mMn irgendetwas eingebildet. Dazu waren die Angaben auch zu präzise.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Stattdessen wurde eine unsinnige Gelaber eines stark traumatisierten Mannes.geglaubt, der schon mehrfach durch paranoide Episoden aufgefallen war. Zusammen mit einer nie gesehenen Notiz wurde das Schicksal des kranken Mannes zu einem weltweitem Kriminalrätsel, das es nie war.
Nein, so weit würde ich niemals gehen. GS war an diesem Abend nicht erwiesenermaßen paranoid. Diese Angaben beruhen lediglich u.A. auf den Angaben/Erinnerungen einer einzigen Person, deren Aussagen nicht unabhängig verifiziert werden können, den merkwürdigen Umständen der Geschehnisse, welche man sich nicht gleich erklären kann und möglicherweise auch der grottenschlechten Darstellung des GS bei Aktenzeichen XY ungelöst, die mMn diesen Mann gewollt oder ungewollt als paranoiden Psychotiker darstellt, ohne ausreichend zu berücksichtigen, dass es sich auch um ein Kapitaldelikt handeln könnte. Die ersten Ermittler in diesem Fall hielten es absolut für möglich. Nur die letzte Ermittlerin scheinbar nicht. Das Ergebnis ist bekannt.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:(...) Aber eben auch unerheblich, wenn aufgrund technischer Simulationen ausgeschlossen werden kann, das da noch jemand Anderes als der Fahrer im Wagen saß
Technische Simulationen? Mit einem Fahrzeug das längst verschrottet wurde und mit einer Dokumentation vom Geschehnisort anno 1984? Na ja. Da gab es mit Sicherheit nur einige Fotos und das war es dann auch. Da möchte ich mal wissen, wie man das anhand solcher spärlichen Daten heute noch so präzise simulieren kann, dass es keine Zweifel mehr am Ablauf geben kann.


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Der Yogtze-Fall

gestern um 01:44
Zitat von Alray81Alray81 schrieb:Konnte auch ausgeschlossen werden ob Stoll von einem anderen Fahrzeug verfolgt und bedrängt wurde, was letztendlich zu dem Unfall führte?
Wenn man auf die absurde Idee kommt, muss man die auch beweisen, oder zumindest Spuren darauf haben-
Es gibt keinerlei Anhaltspunkte, das der Wagen verfolgt oder bedrängt wurde

Ist das jetzt eine neue Verschwörungstheorie?
Die wilde Verfolgungsjagt nachts durchs Siegerland.
Motiv unklar.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:GS war an diesem Abend nicht erwiesenermaßen paranoid.
Nein, denn er wurde ja nicht untersucht.
Aber er war schon mehrfach durch paranoide Wahnvorstellung aufgefallen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:echnische Simulationen? Mit einem Fahrzeug das längst verschrottet wurde und mit einer Dokumentation vom Geschehnisort anno 1984? Na ja.
Natürlich Computer gestützte Simullation.

Kann man besten mit arbeiten auch bei einem Golf 1, dessen Charakteristik bzgl Material, Verarbeitung und Konstruktion bis ins kleinste bekannt sein dürften.
Die physikalischen Gesetzt dürften seinerzeit die Gleichen gewesen sein


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Der Yogtze-Fall

gestern um 03:36
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:(...) er war schon mehrfach durch paranoide Wahnvorstellung aufgefallen.
Wie ich bereits schrieb, beruhen diese ihm unterstellten "Wahnvorstellungen" mMn aber auf nicht unabhängig verifizierbaren Aussagen einer nicht entspr. fachlich ausgebildeten Einzelperson und eben nicht auf amtlichen Feststellungen bzw. ärztlichen Untersuchungen. Von daher ist die Annahme, GS könnte im fraglichen Zeitraum eine schwere Psychose erlitten haben welche über mehrere Stunden anhielt und dann letzten Endes zu jenem Unfall/respektive seinem Ableben führte, reine Spekulation. Kein Fakt.

Selbst wenn GS zeitweise psychische Herausforderungen wie z.B. mäßig ausgeprägte, depressive Episoden geplagt haben sollten, ist für mich persönlich nach der mir bekannten Aktenlage -also öffentlich bekannten Informationen- nichts erkennbar, das hier einen so schweren psychischen Ausnahmezustand nahelegt und damit ein Verbrechen quasi ausschließt. Im Gegenteil.

Das finale Untersuchungsergebnis (zumindest im öffentlich bekannten Umfang) kann meiner persönlichen Ansicht nach nicht einmal annähernd alle Geschehnisse an diesem Abend/in dieser Nacht zweifelsfrei und zufriedenstellend erklären und festgestellte Sachverhalte auf die angenommene Ursache zurückführen. So wurden viele Dinge -zumindest nach meinem Kenntnisstand- nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt bzw. untersucht und/oder einfach als gegeben hingenommen, obschon sie mMn einen klaren Hinweis auf Fremdbeteiligung darstellen.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Natürlich Computer gestützte Simullation.
Natürlich computergestützt, denn alles Andere wäre heutzutage schon äußerst verwunderlich.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Kann man besten mit arbeiten auch bei einem Golf 1, dessen Charakteristik bzgl Material, Verarbeitung und Konstruktion bis ins kleinste bekannt sein dürften.
Die physikalischen Gesetzt dürften seinerzeit die Gleichen gewesen sein
Der VW Golf 1 ist konstruktiv selbstverständlich en detail bekannt und kann deshalb auch als realistisches Computermodell erstellt und verwendet werden. Das ist keine Frage. In diesem Fall besteht die Herausforderung allerdings darin, dass man nur auf die Daten der Unfallörtlichkeit zurückgreifen konnte, die im Jahr 1984 -zunächst in der Annahme eines einfachen Unfallgeschehens- durch die Autobahnpolizei erfasst wurden. Ebenso nur auf die Fotos, die damals vom tatsächlich verunfallten Fahrzeug gemacht wurden.

Diese sind aber auf dem Stand der Technik und Unfallerfassung/Vermessung/Dokumentation der Anfang 80er Jahre. Ich persönlich habe starke Zweifel, dass nur anhand von einigen Fotos und Skizzen ohne die Möglichkeit auf das Fahrzeug oder die (zumindest nahezu) unveränderte Örtlichkeit zugreifen zu können, eine so präzise Computersimulation des Unfallgeschehens möglich ist, dass eine Beteiligung dritter Personen zweifelsfrei ausgeschlossen werden kann.

Die öffentlich bekannten, abschließenden Ermittlungsergebnisse erwecken bei mir persönlich den Eindruck, dass man sich hier nur darauf konzentrierte, einen Alleinunfall ohne Fremdbeteiligung durch dritte Personen in der Theorie für möglich zu erklären, nicht ein Verbrechen auszuschließen. Das ist für mich aus kriminalistischer Sicht der falsche Ansatz.

Nun ist es so wie es ist. Der Fall ist abgeschlossen, der "Drops gelutscht" wie man so schön sagt. Auch wenn das Ergebnis für mich äußerst unbefriedigend ist und für mich nicht klar ist, ob hier ein mögliches Opfer eines Verbrechens zu unrecht für "verrückt" erklärt wurde und ein schweres Verbrechen ungesühnt bleibt, muss man eben mit dem Ergebnis leben.


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Der Yogtze-Fall

gestern um 07:22
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Wenn man auf die absurde Idee kommt, muss man die auch beweisen, oder zumindest Spuren darauf haben-
Es gibt keinerlei Anhaltspunkte, das der Wagen verfolgt oder bedrängt wurde
Was ist dran absurd? Und beweisen muß ich gar nichts, oder hast du hier vielleicht etwas bewiesen? An dem Fall ist überhaupt nichts "Fakt", was die Polizistin da bringt beruht nur auf Annahmen!
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Ist das jetzt eine neue Verschwörungstheorie?
Der typische Spruch wenn einem die Argumente ausgehen.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Die wilde Verfolgungsjagt nachts durchs Siegerland.
Motiv unklar.
Er fühlte sich doch schon seit längerer Zeit bedroht. Motiv unklar? Stimmt. Deshalb konnte der Fall ja auch nicht abgeschlossen werden.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Aber er war schon mehrfach durch paranoide Wahnvorstellung aufgefallen.
Sagt wer? Seine Frau? Aha, dann muß es ja wohl stimmen, man muß nur daran glauben.
Aber deiner Meinung nach schliesst eine psychische Erkrankung wohl ein Verbrechen aus.


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Der Yogtze-Fall

gestern um 08:55
Zitat von Alray81Alray81 schrieb:Konnte auch ausgeschlossen werden ob Stoll von einem anderen Fahrzeug verfolgt und bedrängt wurde, was letztendlich zu dem Unfall führte?
Nein, das ist völlig offen.


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gestern um 09:29
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Natürlich computergestützt, denn alles Andere wäre heutzutage schon äußerst verwunderlich.
Computer gestützte Simulationen wurde sicher nicht gemacht. Da sie eh keine Aussagekraft hätten. Da auch keine verlässlichen Daten zur Analyse vorliegen dürften.


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Der Yogtze-Fall

gestern um 17:54
Zitat von Alray81Alray81 schrieb:Was ist dran absurd? Und beweisen muß ich gar nichts, oder hast du hier vielleicht etwas bewiesen? An dem Fall ist überhaupt nichts "Fakt", was die Polizistin da bringt beruht nur auf Annahmen!
Also wenn hier jemand die ernsthafte Behauptung aufstellt, Stoll wäre verfolgt worden und von der Fahrbahn abgedrängt, fragt man sich, woher er diese Annahme nimmt
Dafür gibt es keine Indizien oder Spuren. Ganz im Gegenteil
Das entspricht komplett einem Fantasiekonstrukt, welches belegt werden sollte, aber nicht kann.

Da kann man jetzt nicht wie ein Kind argumentieren, das das Gegenteil ja auch nicht bewiesen wurde.
Damit kippt die ganze Argumentation. Es wird unseriös.

Von irgendwelchen Motiven, das jemand dies getan haben könnte fehlt ebenfalls jede Spur.

Wenn jemand meint, Stoll wäre verfolgt worden, dann muss dies auch belegt werden
Wenn jemand Einrede führt, dem war aber nach Spurenlage nicht so, kann das naturgemäß nicht belegt werden.

Was nicht war, kann auch nicht belegt werden !

Dagegen spricht auch noch die Tatsache, daß der Wagen bis zum finalen Aufprall gegen den Baum ungebremst blieb.
Die natürliche Reaktion, wenn einen wer auch immer von der Straße abgedrängt hätte, wäre wohl gewesen, voll in die Bremse zu gehen. Zumindest zu dem Zeitpunkt als man die AB verließ und auf die Bäume zu schliderte.
Die Ermittler lassen diesen Punkt bewusst offen.
Da kann sich jeder seinen Teil selbst denken
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:omputer gestützte Simulationen wurde sicher nicht gemacht. Da sie eh keine Aussagekraft hätten. Da auch keine verlässlichen Daten zur Analyse vorliegen dürften.
Doch.
Es hieß ja, mit Hilfe neuesten kriminalwissenschaftliche Methoden....., konte der Fall nunmehr gelöst werden.
Da gehört heute eine Computersimulation dazu.


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Der Yogtze-Fall

gestern um 19:23
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Die hat er ausgezogen nach dem er durch die Frontscheibe geflogen ist, und bevor er den Beifahrersitz runter drehte um Platz zu nehmen.
vieleicht hat er die ja noch vorher gebügelt schnell:-)


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Der Yogtze-Fall

gestern um 22:47
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Computer gestützte Simulationen wurde sicher nicht gemacht. Da sie eh keine Aussagekraft hätten. Da auch keine verlässlichen Daten zur Analyse vorliegen dürften.
Da genau sehe ich ja auch den Knackpunkt. Ich denke schon, dass hier eine Computersimulation erstellt wurde. Allerdings gefüttert mit uralten Daten aus 1984. Man hatte ja nur das zur Verfügung, was damals protokolliert wurde. Der Unfallort sieht heute -so weit ich weiß- anders aus, das Fahrzeug Stolls wurde zwischenzeitlich verschrottet. Und obwohl dies auch in meinen Augen keine verlässlichen Daten sind und eigentlich jedem der angeblich wahrscheinliche Ablauf (Unfallsequenz) komplett absurd erscheinen sollte, wird das offiziell so angenommen.

Wie gesagt, es reichte mMn für die Ermittlerin aus einen Gutachter zu finden, der einen rein in der Theorie möglichen Ablauf der Unfallsequenz ohne Beteiligung Dritter findet. Alleine darauf scheint mir ja die Schließung der Akte zu beruhen. Alle anderen Aspekte wurden nur anhand von Aussagen einer einzigen Person und Mutmaßungen/Einschätzungen beiseite gewischt oder fanden keine nähere Beachtung. Für mich persönlich ein skandalöser Vorgang.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Also wenn hier jemand die ernsthafte Behauptung aufstellt, Stoll wäre verfolgt worden und von der Fahrbahn abgedrängt, fragt man sich, woher er diese Annahme nimmt
Dafür gibt es keine Indizien oder Spuren.
Ich selbst gehe derzeit auch nicht davon aus, dass GS als Alleinfahrer in seinem Golf durch andere Verkehrsteilnehmer be- oder abgedrängt wurde. Zumindest kann man festhalten, dass an seinem Fahrzeug scheinbar keine Unfallschäden durch andere Fahrzeuge (Lackanhaftungen/Anfahrschäden etc.) festgestellt wurden. Doch man kann Fahrzeuge auch bedrängen oder abdrängen, ohne sie zu berühren. Insofern kann man es auch nicht ausschließen.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Von irgendwelchen Motiven, das jemand dies getan haben könnte fehlt ebenfalls jede Spur.
Was mögliche Motive angeht, fehlten den Ermittlern zu jeder Zeit zielführende Erkenntnisse oder nähere Informationen durch das Opfer selbst. Dies bedeutet aber mitnichten, dass es deshalb kein Verbrechen gewesen sein kann. Im Gegenteil. Falls du dich erinnerst haben wir schon in der Vergangenheit in diesem Thread ausgiebig darüber spekuliert und diskutiert, welche Motive/Täter in Frage kommen könnten. Während du an betrunkene Diskofahrer glaubtest die den psychotischen GS unabsichtlich überfuhren, war für mich wahrscheinlicher, dass GS z.B. im Zusammenhang mit Drogen in Probleme geraten sein könnte.

Wie auch immer, jetzt wo plötzlich aus heiterem Himmel angenommen wird, dass GS seine Verletzungen durch die mMn absurd dargestellte Alleinunfallsequenz davontrug und nicht durch Überollen/überfahren (was vorher über Jahrzehnte als gesichert angenommen wurde!!) hat sich dieser Punkt wohl leider erledigt.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Was nicht war, kann auch nicht belegt werden !
Wer sagt denn das es nicht gewesen sein kann? Vielleicht wurden entsprechende Spuren damals auch einfach nicht gesichert. Wir reden von der Autobahnpolizei im Jahr 1984 die mMn wohl mit 1-2 Streifenwagenbesatzungen in der Annahme zum Unfallort kamen, dass jemand wegen z.B. Sekundenschlafs einen Alleinunfall hatte. So wie ich es verstehe, führten erst die Erkenntnisse nach dem Ableben Stolls z.B. dessen Aussagen gegenüber den LKW Fahrern, seine Position auf dem Beifahrersitz, dessen Nacktheit usw. dazu, dass ein entsprechendes Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Ob es da noch später zu einer umfassenden Dokumentation durch die Spurensicherung am Unfallort kam, entzieht sich ohne Akteneinsicht unserer Kenntnis.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Die Ermittler lassen diesen Punkt bewusst offen.
Da kann sich jeder seinen Teil selbst denken
Unter Anderem diese Tatsache macht diese "neue" Ermittlungsarbeit für mich verdächtig. Es ist normalerweise nach meiner Auffassung nicht der Standard, Punkte für eigene Gedankenspiele eines individuellen Betrachters offen zu lassen. Es ist eine Ermittlung. Da zählen Fakten und nichts anderes. Ich vermute, das man dazu keine verlässlichen Daten in der Ermittlungsakte aus 1984 hatte. Das zählt z.B. auch zu den Dingen, die ich als ziemlich fahrlässig vernachlässigt bzgl. eines möglichen Verbrechens ansehe.


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Der Yogtze-Fall

gestern um 23:09
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Allerdings gefüttert mit uralten Daten aus 1984.
Ja, aber die physikalischen Gesetzte existierten schon damals,
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Man hatte ja nur das zur Verfügung, was damals protokolliert wurde.
Offensichtlich genug Bildmaterial und sonstige Untersuchungsergebnisse um voneinen Aufprall mit 70 bis 90 km ausgehen zu können.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Wie gesagt, es reichte mMn für die Ermittlerin aus einen Gutachter zu finden, der einen rein in der Theorie möglichen Ablauf der Unfallsequenz ohne Beteiligung Dritter findet.
Warum sollte man. So wichtig ist der Fall nicht.
Wahrscheinlich so unwichtig, das Insider, die schon seit Jahren die Einstufung "Totschlag" ausschließen, gar keine Lust bzw Zeit gehabt haben, das nunmehr gerichtsfest zu klären
Der Analogieschluß: Aufprall mit mind 70 km/h und die ermittelte Tatsache, das weder ein Gurt benutzt wurde, noch das es die zwingenden Aufprallspuren eines nicht Angeschnallten gegeben hat. Daraus lässt sich schon leicht schließen, das der Beifahrersitz unmittelbar beim Crash nicht besetzt gewesen sein kann.
Gleiches gilt für die Rückbank.
Auch da hat keiner Spuren hinterlassen, die er aber aufgrund der auftretenden Kräfte zwangsläufig hätte hinterlassen müssen
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Wer sagt denn das es nicht gewesen sein kann? Vielleicht wurden entsprechende Spuren damals auch einfach nicht gesichert.
Ja, vielleicht ist ja auch ein Hubschrauber gelandet und hat den verletzten Fahrer mit Stoll ausgetauscht.


Jetzt ernsthaft: Wenn jemand von Verfolgungsjagd und abdrängen fantasiert, muss er schon Hinweise, Spuren, Anhaltspunkte haben.
Hat er aber nicht und so lange bleibt das eine der Fantasie entsprungene Räuberpistole.

Aus der Tatsache, das der Wagen ungebremst mehrere Meter durchs Gelände fuhr und dann schlagartig von einem Baum gestoppt wurde kann man einiges schließen oder auch nicht.
Aber keinesfalls verhält sich so jemand, der von der Fahrbahn abgedrängt worden ist.
Warum nochmals sollte man sich überhaupt dieses Verfolgungsrennen liefern ?
Wo wäre da ein Motiv ?


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Der Yogtze-Fall

um 01:39
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Allerdings gefüttert mit uralten Daten aus 1984.
Ja, aber die physikalischen Gesetzte existierten schon damals
Die physikalischen Gesetze stelle ich in meiner Argumentation ja auch keinesfalls in Frage. Um die geht es meines Erachtens primär aber auch gar nicht. Es geht um die erfassten Gesamtdaten bzw. die Dokumentation die damals im Jahr 1984 am Unfallort gefertigt wurde und jene Daten, die vom damals (noch) sichergestellten Fahrzeug von GS gefertigt wurden. Ich bezweifle, dass die Daten wirklich ausreichen konnten eine Sequenz zu erstellen, die nicht nur präzise die damaligen Geschehnisse nachstellt, sondern darüber hinaus auch eine Beteiligung Dritter am Unfallgeschehen absolut zweifelsfrei ausschließen kann. Offengestanden kann ich mir das nicht wirklich vorstellen. Nicht anhand von ein paar Farbfotos aus 1984 und einem "Unfallprotokoll" das damals erstellt wurde. Das ist meiner persönlichen Meinung nach deutlich "zu dünn".
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Offensichtlich genug Bildmaterial und sonstige Untersuchungsergebnisse um voneinen Aufprall mit 70 bis 90 km ausgehen zu können.
Wenn ich per definitionem "von etwas ausgehe" ist das in erster Linie eine persönliche Überzeugung, keine bewiesene Tatsache. Ehrlich gesagt empfinde ich die Geschwindigkeit in diesem Ablauf eher als kontraproduktiven Faktor was das offiziell gewünschte bzw. gezogene Fazit daraus betrifft. Es lässt sich mit meiner Erfahrung aus dem Rettungsdienst nicht wirklich in Einklang bringen. Davon abgesehen ist für mich fraglich, wie viele Bilder und Daten tatsächlich aus 1984 noch zur Verfügung standen und welche Aussagekraft selbige hatten bzw. haben. Dafür müsste man dann tatsächlich die Akte kennen.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Wie gesagt, es reichte mMn für die Ermittlerin aus einen Gutachter zu finden, der einen rein in der Theorie möglichen Ablauf der Unfallsequenz ohne Beteiligung Dritter findet.
Warum sollte man. So wichtig ist der Fall nicht.
Das würde ich so pauschal nicht sagen. Der Fall alleine hatte ja einen gewissen Bekanntheitsgrad. Ihn schließlich und endlich abschließen zu können ist demzufolge sowohl intern als auch extern durchaus mit einem gewissen Prestige behaftet und war für die Personen die dafür verantwortlich zeichnen sicher nicht dem eigen Fortkommen abträglich. Ich werde hier niemanden etwas unterstellen. Ausdrücklich nicht. Was ich damit sagen will ist: Es gibt immer Gründe und Motivationen, warum sich so ein Vorhaben und der letztendliche Erfolg lohnen kann und erstrebenswert ist. Welche das auch immer sein mögen.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Der Analogieschluß: Aufprall mit mind 70 km/h und die ermittelte Tatsache, das weder ein Gurt benutzt wurde, noch das es die zwingenden Aufprallspuren eines nicht Angeschnallten gegeben hat. Daraus lässt sich schon leicht schließen, das der Beifahrersitz unmittelbar beim Crash nicht besetzt gewesen sein kann.
Gleiches gilt für die Rückbank.
Da lege ich jetzt mal bei allem Respekt ein Veto ein. Nochmal, wir sprechen hier von einer Sequenz, die meiner persönlichen Meinung nach mit viel zu wenig und auch qualitativ schlechten Daten angefertigt wurde. Der Ablauf (die Sequenz) ist mMn so wie sie dargestellt wurde ähnlich wahrscheinlich wie ein 6er im Lotto für die selbe Person 3x hintereinander. Der Ablauf mag ja in der grauen Theorie und unter der Annahme bestimmter (ziemlich haarsträubender) Voraussetzungen möglich gewesen sein. Aber wahrscheinlich ist es -zumindest für mich- so absolut nicht. Tut mir Leid.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Wenn jemand von Verfolgungsjagd und abdrängen fantasiert, muss er schon Hinweise, Spuren, Anhaltspunkte haben.
Ich halte so ein Szenario selbst schon deshalb für recht unwahrscheinlich, weil ich anzweifle das GS zu diesem Zeitpunkt überhaupt selbst am Steuer gesessen hat. Es ging bei meiner Feststellung eher darum, dass man es eben nicht gänzlich ausschließen kann, weil eine Be- oder Abdrängung auch spurlos (ohne Berührung der Fahrzeuge z.B.) von statten gehen kann.


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