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Mordfall Tristan

20.848 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Frankfurt, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Tristan

Mordfall Tristan

22.05.2021 um 00:38
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb am 18.05.2021:Aber womöglich waren das 1998 ff. sogar wirklich noch richtige Akten auf Papier, schön alphabetisch geordnet so dass man wirklich alle durchsehen muss...
Ach komm, meine Behörde hat schon 3 Jahre keine Papierakten mehr, und wir sind da gegen andere voll modern!
Zitat von SherlockJamesSherlockJames schrieb:Dieses System benutzt die Deutsche Polizei und es ist seit 1993 im Einsatz
Aber erstmal wurden sie auf Papier genommen, wann sie schlussendlich digitalisiert wurden weiß man nicht


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Mordfall Tristan

25.05.2021 um 21:43
Zitat von Sherlock113Sherlock113 schrieb am 21.05.2021:2. der Täter ist nicht intelligent, der zwar weiss wie man tötet aber sont nix im Hirn hat (vllt. ein Metzger oder so)
Ähm….warum sollte ein Metzger nicht intelligent sein?


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26.05.2021 um 00:47
Ist eventuell bekannt, ob Tristan und dessen Freund Boris in der gleichen Klasse waren? Falls ja, dann scheint auch Boris die Schule am Tattag früher verlassen zu haben. Immerhin wurde Tristan von diesem zwischen 14:00 und 14:20 Uhr im Bus fahrend gesehen.


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Mordfall Tristan

26.05.2021 um 03:16
Zitat von Sherlock113Sherlock113 schrieb am 21.05.2021:Also meiner Meinung nach gibt es 2 Optionen:

1. entweder der Täter ist eine (hoch)intelligente Bestie, der genau weiss was er tut. Dann dürfte er auch mit dem Internet und solchen Foren hier spielend leicht umgehen können.

2. der Täter ist nicht intelligent, der zwar weiss wie man tötet aber sont nix im Hirn hat (vllt. ein Metzger oder so)

Auf JEDEN Fall muss es ein von Minderwertigkeitskomplexen zerfressener Mensch sein. Falls er wirklich diese Narbe hat wurde er sehr wahrscheinlich deswegen gemobbt, ausgegrenzt und vllt. sogar angegriffen (z.B während seiner Schulzeit). Er muss hässlich wie die Nacht sein und hat vermutlich keine/wenige Freunde/Kontakte. Wahrscheinlich wurde er (massiv) als Kind misshandelt und vllt. auch missbraucht.
Daher ist er abgestumpft und empfindet selbst keine Reue mehr. Das heisst der Täter ist einer, mit dem keiner was zu tun haben will und weiss das auch. Daher ist er voller Hass und Mordlust.
Sorry, aber das ist sehr an den Haaren herbeigezogen. Der Täter muß weder hochintelligent sein, auch der Durchschnittsbürger kann mit Foren umgehen. Auch ist nicht jeder Metzger ne Hohlfrucht, wie es ja auch schon @oneeightseven schrieb. Auch bei der Tatausführung hat der Täter nicht unweigerlich Superhirn Qualitäten an den Tag gelegt, er hat bisher einfach Glück gehabt.

Auch kann man über die Tat absolut nichts über Minderwertigkeitskomplexe oder generell seine Optik ("hässlich wie die Nacht") ableiten. Bei der Kindesmißhandlung oder sogar dem Mißbrauch wird es noch abenteuerlicher. Und da es auch oft genug Mörder/Vergewaltiger/Terroristen etc gibt, bei denen Familie, Freunde, Nachbarn später fassungslos äußern, daß sie das Person XY niemals zugetraut hätten, zeigt das sehr deutlich, daß der Klischee Verbrecher, das "Monster von nebenan", mit dem niemand etwas zu tun haben will, oft genug ein Mythos ist.


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26.05.2021 um 10:30
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Auch kann man über die Tat absolut nichts über Minderwertigkeitskomplexe oder generell seine Optik ("hässlich wie die Nacht") ableiten. Bei der Kindesmißhandlung oder sogar dem Mißbrauch wird es noch abenteuerlicher. Und da es auch oft genug Mörder/Vergewaltiger/Terroristen etc gibt, bei denen Familie, Freunde, Nachbarn später fassungslos äußern, daß sie das Person XY niemals zugetraut hätten, zeigt das sehr deutlich, daß der Klischee Verbrecher, das "Monster von nebenan", mit dem niemand etwas zu tun haben will, oft genug ein Mythos ist.
Das ist leider kein Mythos,manche Täter werden von ihrem Umfeld als sozial auffällig betitelt,zb gern alleine, keine sozialen Kontakte,keine Frau/Freundin/Freund ect.Natürlich ist es kein muss,aber als Mythos würde ich des nicht abtun.


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26.05.2021 um 17:07
Zitat von ReißzähnchenReißzähnchen schrieb:Das ist leider kein Mythos,manche Täter werden von ihrem Umfeld als sozial auffällig betitelt,zb gern alleine, keine sozialen Kontakte,keine Frau/Freundin/Freund ect.Natürlich ist es kein muss,aber als Mythos würde ich des nicht abtun.
Es gibt auch genügeng Gegenbeispiele. Ich denke das kann man nicht pauschalisieren ebensowenig wie man einem Metzger Intelligenz absprechen kann.


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Mordfall Tristan

26.05.2021 um 19:40
Zitat von ReißzähnchenReißzähnchen schrieb:Das ist leider kein Mythos,manche Täter werden von ihrem Umfeld als sozial auffällig betitelt,zb gern alleine, keine sozialen Kontakte,keine Frau/Freundin/Freund ect.Natürlich ist es kein muss,aber als Mythos würde ich des nicht abtun.
Ich schrieb ja nicht ohne Grund, daß es
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:zeigt das sehr deutlich, daß der Klischee Verbrecher, das "Monster von nebenan", mit dem niemand etwas zu tun haben will, oft genug ein Mythos ist.
Nicht immer, aber oft genug.

@oneeightseven bringt es auf den Punkt
Zitat von oneeightsevenoneeightseven schrieb:Ich denke das kann man nicht pauschalisieren ebensowenig wie man einem Metzger Intelligenz absprechen kann.
Mir ging es eigentlich auch nur um die Pauschalisierung und die absoluten Aussagen
Zitat von Sherlock113Sherlock113 schrieb am 21.05.2021:Auf JEDEN Fall muss es ein von Minderwertigkeitskomplexen zerfressener Mensch sein.
Zitat von Sherlock113Sherlock113 schrieb am 21.05.2021:Er muss hässlich wie die Nacht sein
Das und ähnliche Aussagen können nicht aus dem Tatablauf abgeleitet werden.


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Mordfall Tristan

26.05.2021 um 23:14
Ich habe nochmals über die Ablage der Schuhe nachgedacht und ergänzend dazu recherchiert. Je nach Glaubensrichtung bzw. Kultur, stehen Schuhe als Symbol für folgende Aspekte:

- Freiheit
- Selbstbestimmung
- Anerkennung einer Herrschaft
- Abtreten von Ansprüchen
- Verachtung

Im Hinblick auf den Tatablauf, lassen sich so ziemlich alle Punkte übertragen. Wie man jedoch durch die Ablage der Schuhe (in Ergänzung zur Aufbahrung) auf „Undoing“ bzw. eine Wiedergutmachung kommt, ist mir bis heute ein Rätsel. Dafür fehlt mir ehrlich gesagt jegliches Verständnis!

Es gibt aus meiner Sicht keinen einzigen Punkt, der auch nur den kleinsten Funken von Reue zeigt. Man könnte im Rahmen dessen höchstens noch über den vermeintlichen und höchst merkwürdigen Bekenneranruf sprechen, das war’s dann aber auch schon.


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Mordfall Tristan

27.05.2021 um 00:04
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:m Hinblick auf den Tatablauf, lassen sich so ziemlich alle Punkte übertragen. Wie man jedoch durch die Ablage der Schuhe (in Ergänzung zur Aufbahrung) auf „Undoing“ bzw. eine Wiedergutmachung kommt, ist mir bis heute ein Rätsel. Dafür fehlt mir ehrlich gesagt jegliches Verständnis!

Es gibt aus meiner Sicht keinen einzigen Punkt, der auch nur den kleinsten Funken von Reue zeigt. Man könnte im Rahmen dessen höchstens noch über den vermeintlichen und höchst merkwürdigen Bekenneranruf sprechen, das war’s dann aber auch schon.
Das ist halt immer die Feage wie man *undoing* definiert.

Der Täter hätte auch einfach alles stehn und liegen lassen können, weil seine Trophäen hatte er ja und er hätte jederzeit entdeckt werden können.

Stattdessen hat er sich die Zeit genommen Tristan autzubaren, die Schuhe aus dem Liederbach zu holen, ordentlich abzustellen, Tristan wieder anzukleiden.

Aus meiner Sicht wollte er dem Opfer post mortem eine gewisse Art von Würde zurück geben, weil er das bekommen hat was er wollte.

Aus meiner Sicht ging es Ihm nicht um die Person Tristan als solche.


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Mordfall Tristan

27.05.2021 um 08:25
@anonymous91
Ich denke inzwischen, der Täter wollte lediglich mit den Schuhen die offensichtlichen Wunden bedecken.Tristan liegt auf dem Tatort Foto mit dem Kopf Richtung Südeingang (?), wenn ich das richtig erkenne, sind das Weisse die Turnschuhe, einer scheint neben Tristan zu liegen, als sei er runtergefallen? Bild 78

Wenn Tristan mit dem Kopf Richtung Südeingang lag, sagt das evtl was, ob der Täter eher Rechts- oder Linkshänder ist? Die Lichtverhältnisse in die Richtung, von der Stelle aus, wären wichtig zu wissen.


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Mordfall Tristan

27.05.2021 um 09:10
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:Es gibt aus meiner Sicht keinen einzigen Punkt, der auch nur den kleinsten Funken von Reue zeigt. Man könnte im Rahmen dessen höchstens noch über den vermeintlichen und höchst merkwürdigen Bekenneranruf sprechen, das war’s dann aber auch schon.
Wenn man denn davon ausgeht, dass dieser "höchst merkwürdige Bekenneranruf" tatsächlich vom Täter / Tristans Mörder getätigt wurde und der Anrufer damals nicht lediglich ein Wichtigtuer war bzw jemand, der sich einen wirklich geschmacklosen Scherz erlaubt hat - darüber haben wir hier im Forum ja auch schon häufiger diskutiert.
Zitat von oneeightsevenoneeightseven schrieb:Aus meiner Sicht wollte er dem Opfer post mortem eine gewisse Art von Würde zurück geben, weil er das bekommen hat was er wollte.

Aus meiner Sicht ging es Ihm nicht um die Person Tristan als solche.
Ob der Täter Tristan wirklich post mortem Würde zzrückgeben wollte, bezweifele ich ehrlich gesagt, sehe es eher wie @abberline und nehme an, dass es ihm darum ging, die offensichtlichen Wunden Tristans abzudecken, m E evtl mit dem Hintergedanken, dass er somit die Entdeckung seines Opfers hinauszögern könne, um mehr Zeit / Vorsprung für seine Flucht zu erlangen - was ja schlussendlich (aus Tätersicht) auch erfolgreich funktioniert hat, immerhin ist es Tristans Mörder ja gelungen, unerkannt vom Tatort zu fliehen.

Dass es ihm nicht [speziell] um Tristan als Person / Mensch gegangen ist, denke ich ebenfalls.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Ich denke inzwischen, der Täter wollte lediglich mit den Schuhen die offensichtlichen Wunden bedecken
Davon gehe ich, wie gerade schon geschrieben, mittlerweile auch aus.
Denke eher, dass es dem Täter um Zeitgewinn gegangen sein könnte, weniger um Undoing, vollkommen ausschließen würde ich es aber dennoch nicht.


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Mordfall Tristan

27.05.2021 um 09:21
@ThoFra
Das seh ich auch so. Ausschliessen kann man nichts, aber primär scheint mir die Idee, die Entdeckung hinauszuzögern an so einem Ort, an dem ständig jemand kommen kann, für am wahrscheinlichsten


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Mordfall Tristan

27.05.2021 um 09:31
@abberline
Zitat von abberlineabberline schrieb:primär scheint mir die Idee, die Entdeckung hinauszuzögern an so einem Ort, an dem ständig jemand kommen kann, für am wahrscheinlichsten
Gehe stark davon aus, dass dem Täter bekannt gewesen sein dürfte, dass der Liederbachtunnel durchaus häufiger (z B von Kindern / Jugendlichen) als "Abkürzung" benutzt wurde, d h das doch recht hohe baldige Entdeckungsrisiko seiner Tat wird ihm wohl (vorab) bewusst gewesen sein.

Durch das Bedecken der offensichtlichen Wunden mit den Schuhen seines Opfers sowie durch das wieder-anziehen von Tristan könnte sich der Täter erhofft haben, dass eventuelle "Passanten" vll nicht genauer hinschauen und Tristan nicht sofort als Mordopfer wahrnehmen - immerhin war es ja auch sehr dunkel im Tunnel und im Jahr 1998 hatte man noch keine Smartphones mit Taschenlampenfunktion.


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Mordfall Tristan

27.05.2021 um 11:01
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:Ich habe nochmals über die Ablage der Schuhe nachgedacht und ergänzend dazu recherchiert. Je nach Glaubensrichtung bzw. Kultur, stehen Schuhe als Symbol für folgende Aspekte:

- Freiheit
- Selbstbestimmung
- Anerkennung einer Herrschaft
- Abtreten von Ansprüchen
- Verachtung
Du hast etwas vergessen: in manchen Kreisen sind Schuhe eine Warnung für bzw an Andere!

Mir ist z. B. immer noch ein Rätsel warum stets so betont wurde, dass Boris vor Ort war aber nichts gesehen hat. Im Grunde ist diese Tatsache doch völlig uninteressant da er zum Geschehen nichts beitragen kann. Nimmt man es aber als Botschaft an den Täter "lass Boris in Ruhe er weiss nichts" und nimmt man dann noch die Tatsache, dass Boris umgehend weggebracht wurde und die Familie wegzog ergibt es einen Sinn.

Ich betone ausdrücklich, dass dies lediglich eine Schlussfolgerung von mir ist.


Gruss, Maira


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Mordfall Tristan

27.05.2021 um 12:13
Zitat von MairaMaira schrieb:Mir ist z. B. immer noch ein Rätsel warum stets so betont wurde, dass Boris vor Ort war aber nichts gesehen hat.
Das ist mir völlig neu, warum sollte er vor Ort gewesen sein?


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Mordfall Tristan

27.05.2021 um 12:19
Möchte mich gerne nochmal zu einigen Punkten der letzten Wochen äussern. Der Tunnel war und ist dunkel. Damals vlt.noch dunkler, da Zugänge zugewachsener waren als heute. Inwiefern dies als Abkürzung zu nutzen war erschliesst sich mir nicht. Eher schon als 'Mutprobe' von Kindern und Jugendlichen wie oft erwähnt wurde. Dass da täglich welche hin und hergingen kann ich mir nur schwer vorstellen. Irgendwann verliert das auch seinen Reiz denke ich. Die Tatausführung und das Herrichten danach lässt sich m.E. nur schwer interpretieren und ist Aufgabe der Fachleute. Wenn es wirklich so ist, dass es Hinweise auf die gesuchte Person von Justizbeamten gab und man diesen Hinweisen nicht nachgehen kann ( warum auch immer ) frage ich mich , warum man sich noch traut, die Bevölkerung um Hilfe zur Aufklärung zu bitten. Wenn die entsprechenden Behörden sozusagen billigend in Kauf nehmen, dass solche Täter weiter unbehelligt sind. Wir diskutieren hier kreuz und quer durch alle Möglichkeiten und deren eigentlicher Job es ist, reden nicht einmal miteinander ?


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Mordfall Tristan

27.05.2021 um 12:26
Wurde nicht auch Tristans Gesicht zugedeckt ?
das wäre ja dann auch entweder eine Art von Undoing oder aber man wollte evtl. Kindern den schrecklichen Anblick ersparen.


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Mordfall Tristan

27.05.2021 um 13:02
@Maira
Boris taucht eigentlich doch nur in dem Zusammenhang mit dem Bus auf?


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Mordfall Tristan

27.05.2021 um 15:50
@abberline
Ja genau, so hab ich das auch im Kopf und kann mich Null an andere Berichte erinnern.
Natürlich ist es denkbar, dass Boris Tristans Begleiter kannte.


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Mordfall Tristan

27.05.2021 um 17:34
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:Wurde nicht auch Tristans Gesicht zugedeckt ?
das wäre ja dann auch entweder eine Art von Undoing oder aber man wollte evtl. Kindern den schrecklichen Anblick ersparen.
Oder aber, um die „offensichtlichen Wunden“ abzudecken und tatsächlich Zeit zu gewinnen, wie auch von @abberline bzw. @ThoFra angemerkt.

Das würde zu diesem empathielosen und egozentrischen Menschen auch nahezu am besten passen, da dieser kein Mitgefühl, keine Liebe und auch keine Angst zu empfinden scheint. Darauf deutet zumindest die „Handschrift des Täters“ hin.

Undoing bzw. Wiedergutmachung ist natürlich ebenfalls im Bereich des Möglichen (z.B bei Schizophrenie oder sonstigen psychischen Krankheiten und ggf. durch Stimmungsschwankungen in krankem Ausmaß), allerdings liegt die Wahrscheinlichkeit im Bezug auf den kompletten Tathergang sicherlich unter 1%.

Wer nämlich so brutal und systematisch vorgeht, der sollte eigentlich auch keinen Funken von Einfühlungsvermögen besitzen können. Oder ist es doch möglich, dass selbst ein empathieloser Mensch einen Funken davon verspürt, sobald er (aus seiner Sicht) ein größeres Erfolgserlebnis hatte?

Darüber hinaus wurde Tristans Gesicht abgedeckt. Ich denke jedoch, dass das der Täter schon vor Ansetzen der Schnitte gemacht hat, um sich zum einen den Anblick zu ersparen und zum anderen für den Fall abgesichert zu sein, dass jemand den Tunnel betritt und an beiden vorbeiläuft. Ich könnte mir vorstellen, dass er in diesem Fall Tristan auf den Schoß genommen und so getan hätte, als sei es sein schlafendes Kind. Oder aber der Täter war dazu bereit, auch andere „Störfaktoren“ direkt auszuschalten, noch bevor Tristan in diesem Zustand gesehen wird.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Wenn Tristan mit dem Kopf Richtung Südeingang lag, sagt das evtl was, ob der Täter eher Rechts- oder Linkshänder ist? Die Lichtverhältnisse in die Richtung, von der Stelle aus, wären wichtig zu wissen.
Wenn ich mich richtig erinnere wurde Tristan ja ca. 25-30 Meter vom Südeingang entfernt innerhalb des Tunnels vorgefunden. Der Tunnel wiederum ist ca. 100 Meter lang und damit um die 70-75 Meter vom Nordeingang entfernt. Es wird dem Täter daher sicherlich um die Lichtverhältnisse gegangen sein. Weit genug vom Südeingang entfernt, jedoch unter der Prämisse, dass das einstrahlende Licht noch für die Schnitte ausreicht. Hätte dieser Tristan in Richtung Nordeingang gelegt, dann hätten die Lichtverhältnisse ggf. nicht ausgereicht, da dessen eigener Körper die Einstrahlung abgeschwächt hätte.

Abgesehen davon wäre es jedoch sehr interessant zu wissen, ob man auf Rechts- oder Linkshänder schließen kann. Im Hinblick auf die Ablage des Opfers sicherlich schwer. Jedoch anhand der Schnittführung bestimmt seitens der Kripo ableitbar.


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