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Mordfall Tristan

20.848 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Frankfurt, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Tristan

Mordfall Tristan

27.05.2021 um 17:47
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:oder aber man wollte evtl. Kindern den schrecklichen Anblick ersparen.
Kann mir ehrlich gesagt schwerlich vorstellen, dass ein Täter, der so brutal einen Teenager ermordet, wie es im Fall Tristan geschehen ist, sich großartige Gedanken darüber macht, ob evtl andere Kinder / Jugendliche durch den Anblick der Verletzungen Tristans erschreckt / traumatisiert werden könnten.
So viel Empathie sehe ich bei einem solchen Tätertyp nicht.
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:Abgesehen davon wäre es jedoch sehr interessant zu wissen, ob man auf Rechts- oder Linkshänder schließen kann. Im Hinblick auf die Ablage des Opfers sicherlich schwer. Jedoch anhand der Schnittführung bestimmt seitens der Kripo ableitbar.
Fände ich grundsätzlich auch interessant zu erfahren, wüsste allerdings nicht, wie das beim aktuellen Stand der Ermittlungen (soweit uns / der Öffentlichkeit bekannt gibt es ja aktuell keinen konkret Tatverdächtigen) weiterhelfen sollte, wenn man wüsste, ob die Tat von einem Links- oder Rechtshänder begangen wurde?
Man könnte allenfalls möglicherweise Verdächtige ausschließen, wenn z B klar wäre, dass die Tat von einem Linkshänder begangen worden sein muss und ein möglicherweise Tatverdächtiger Rechtshänder wäre und umgekehrt natürlich.
Andererseits gibt es ja auch Menschen, die "beidhändig" sind, also gleichermaßen geschickt / geübt mit der linken und der rechten Hand.


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27.05.2021 um 23:55
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Kann mir ehrlich gesagt schwerlich vorstellen, dass ein Täter, der so brutal einen Teenager ermordet, wie es im Fall Tristan geschehen ist, sich großartige Gedanken darüber macht, ob evtl andere Kinder / Jugendliche durch den Anblick der Verletzungen Tristans erschreckt / traumatisiert werden könnten.
So viel Empathie sehe ich bei einem solchen Tätertyp nicht.
Sehe ich genauso. Das Aufbahren von Tristan, das Abdecken der Wunden etc. muss einen anderen, wenn nicht fast schon rituellen Hintergrund haben.

Wäre es Ihm nur um die ^Beute* gegangen wäre Ihm der Rest eigentlich relativ egal gewesen.


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28.05.2021 um 09:08
Zitat von oneeightsevenoneeightseven schrieb:Das Aufbahren von Tristan, das Abdecken der Wunden etc. muss einen anderen, wenn nicht fast schon rituellen Hintergrund haben.
Hmm, ein ritueller Hintergrund wurde hier im Thread ja auch immer mal wieder diskutiert - inwiefern stellst Du Dir die Tat an Tristan als "fast schon rituell" vor, beziehst Du das ausschließlich auf das Nachtat-Verhslten des Mörders ("aufbahren", abdecken der Wunden...) oder gehst Du bei der kompletten Tat von einem rituellen Motiv aus?
Wie könnte solch ein rituelles Motiv konkreter ausgesehen haben bzw welchem "Kult" könnte der Täter evtl angehörig gewesen sein?
Zitat von oneeightsevenoneeightseven schrieb:Wäre es Ihm nur um die ^Beute* gegangen wäre Ihm der Rest eigentlich relativ egal gewesen.
Naja, er hätte, wie @abberline und ich u a hier schon angemerkt hatten, auch einfach die Entdeckung seiner Tat dadurch möglichst lange herauszögern können, um mehr Zeit für seine Flucht vom Tatort zu gewinnen.


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28.05.2021 um 12:41
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Naja, er hätte, wie @abberline und ich u a hier schon angemerkt hatten, auch einfach die Entdeckung seiner Tat dadurch möglichst lange herauszögern können, um mehr Zeit für seine Flucht vom Tatort zu gewinnen.
Und trapiert den toten Tristan dafür im Tunnel und setzt sich der zeitlichen Komponente aus jederzeit entdeckt zu werden (was er ja auch wurde)?


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28.05.2021 um 13:07
@oneeightseven
So, wie Tristan lag, musste man nicht über ihn steigen. Dazu dunkel, die offensichtlichen Wunden verdeckt, besser hätte der Täter es nicht machen können. Zum Schneiden war der Sockel auch perfekt. Was rituelles seh ich in Sachen Ablage nicht.


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28.05.2021 um 14:27
In einem Artikel von 2002 heißt es:
“Fügt man die jammerwürdigen Details zu einem Bild, sieht man in Tristan das Opfer eines Rituals. Der Fahnder spricht von einer „bestimmten Systematik des Vorgehens", deutlichen Merkmalen des Schächtens, Schlachtens und, in Konsequenz, des Aufessens. Es geschah zwei Tage vor Neumond, ...“
Quelle: https://m.tagesspiegel.de/wo-ist-tristans-moerder-der-grausame-tod-des-schuelers-ist-ohne-beispiel-in-der-kriminalgeschichte-eine-spurensuche/364764.html?utm_referrer=https%3A%2F%2Fmordfall-tristan.de

Mittlerweile glaube ich jedoch ebenfalls nicht mehr vorrangig an einen reinen Ritualmord. Es erscheint vielmehr so, als ob die rituell wirkenden Aspekte einbezogen wurden, um das hauptsächliche Ziel der Trophäenentnahme so effizient wie nur möglich zu erreichen.

Ich denke vielmehr, dass es die Umstände bzw. Gegebenheiten vor Ort im Tunnel waren, welche das Ganze nach einer Aufbahrung aussehen lassen haben. Lediglich die Vorgehensweise rund um die Schuhe bleibt aus meiner Sicht ein Mysterium hinsichtlich der wahren Intension des Mörders. Und das Thema rund um Neumond, wobei ich hier auf einen blöden Zufall hoffe.


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28.05.2021 um 15:14
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:In einem Artikel von 2002 heißt es
Im Spiegel-TV-Bericht von 2007 sagte die Staatsanwältin, dass man der "Ritualmord-Theorie" nachgegangen sei, dass es aber nicht weitergeführt habe:

Youtube: Im Visier der Fahnder - Der Fall Tristan Brübach | SPIEGEL TV | 2007
Im Visier der Fahnder - Der Fall Tristan Brübach | SPIEGEL TV | 2007


Ab. 10:05

Anscheinend ist man also zwischen 2002 und 2007 davon abgekommen.


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29.05.2021 um 18:53
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:m Spiegel-TV-Bericht von 2007 sagte die Staatsanwältin, dass man der "Ritualmord-Theorie" nachgegangen sei, dass es aber nicht weitergeführt habe:
Leider wurde zu vielen Sachen nicht nachgegangen.

Auch die Infos von Meiwes wurden nicht weiter verfolgt.


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Mordfall Tristan

29.05.2021 um 22:21
Zitat von oneeightsevenoneeightseven schrieb:Auch die Infos von Meiwes wurden nicht weiter verfolgt.
Welche Infos von Meiwes meinst Du?
Die bzgl des online - (Kannibalen-) Forums, in dem es eine "Schlachtanleitung für Knaben" gegeben haben soll, die vom Ablauf her der Tat an Tristan auffällig gleichen soll?

Soweit ich weiß, wurde dieser Tipp von den EB durchaus ernst genommen, meine mich daran zu erinnern, dass auch Fey in einem Interview (?) darüber gesprochen hat - offenbar hat diese "Spur" jedoch nicht sonderlich weit geführt bzw wohl zumindest keine erhofften Fortschritte in den Ermittlungen gebracht, geschweige denn zum Täter geführt.


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29.05.2021 um 22:57
@ThoFra
Das ist korrekt. In der Stern Crime wurde darauf eingegangen. Natürlich wurde überprüft, aber es kam nichts dabei raus, was zum Täter führt.


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03.06.2021 um 14:40
Bezüglich des Rucksacks gibt es ja eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder der Täter hat den Rucksack gezielt an dem Strommasten deponiert oder aber er hat ihn ursprünglich an einem anderen Ort entsorgt und der Rucksack wurde von einem Teschechen benutzt, der für die ICE-Trasse zuständig war.
Der Täter könnte den Rucksack auch bewusst in Niedernhausen abgelegt haben, um so die Auffindung zu verhindern bzw. zu verzögern.
Spuren konnten schließlich keine gesichert werden.

In einem Podcast von Fyeo zu dem Fall Darsow wurde darauf hingewiesen, dass jetzt auch zahlreiche alte Fälle vom hessischen Landeskriminalamt neu aufgerollt werden, darunter auch der Fall Tristan.
Da wird vielleicht noch einmal mit ganz viel neuer Power dran gegangen, so dass man den Täter doch noch ermitteln kann.


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Mordfall Tristan

03.06.2021 um 15:44
@ThoFra


hoffentlich!

ich glaube an einen Auftragsmörder...für einen Kannibalen, jemand der aus dem Verzehr dieser Fleischstücke ein Ritual machte.


die Tat selbst ist eiskalt und sehr sehr effizient durchgeführt worden, nix mit"undoing", alles diente nur dem Zweck rasch und ohne viel Stress an die Objekte der Begierde zu kommen.


an eine Aufklärung dieses Falles glaube ich leider nicht mehr:(


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Mordfall Tristan

04.06.2021 um 18:37
Zitat von Stefan1477Stefan1477 schrieb:Spuren konnten schließlich keine gesichert werden.
Was meiner Meinung nach ein Rätsel bleibt und eindeutig darauf hindeutet, dass der Rucksack, samt Karte und blauer Tüte, lediglich mit Handschuhen angefasst wurde. Alles hat seinen Grund und es kann einfach kein Zufall sein, dass ein möglicher Zwischennutzer ebenfalls durchgehend Handschuhe trug und überhaupt keine Spuren hinterließ.

Bei einem Zwischenbesitzer müsste es daher Spuren geben, seien es Fingerabdrücke, Hautpartikel, Haare oder Sonstiges. Und wenn nicht außen am Rucksack, aufgrund der Wetterbedingungen, dann wenigstens innen. Der Besitzer musste immerhin mindestens einmal reinlangen, um die Karte bzw. die blaue Tüte reinzulegen. Zudem hatte er die Karte und die blaue Tüte ebenfalls in der Hand halten müssen, bevor diese innerhalb des Rucksacks abgelegt wurden. Nahezu unmöglich, dass diese drei Objekte keinen einzigen Fingerabdruck vorzuweisen hatten - außer eben dann, wenn man durchgehend mit Handschuhen „gearbeitet“ hat.

Ich bin vorrangig aus diesen Gründen felsenfest davon überzeugt, dass der Rucksack seitens des Täters / ggf. Mittäters am Fundort entsorgt wurde. Zudem bin ich der Meinung, dass der Rucksack hätte früher oder später gefunden werden sollen. Die tschechische Karte gibt mir die Hoffnung, dass der Täter / Mittäter in Deutschland und ggf. in Frankfurt zurückgeblieben ist. Wahrscheinlich hat dieser genau deshalb die Aufmerksamkeit in Richtung Ausland / Tschechien gelenkt - also weit genug weg von der „Haustüre“.

Auch Niedernhausen wird er wohl als weit genug weg empfunden haben. Und wenn diesem auch noch die Info vorlag, dass tschechische Mitarbeiter in der Nähe tätig waren, dann war der Rest wohl nur noch Formsache. Und eventuell dann auch der Grund, warum der Rucksack genau dort abgelegt wurde und nicht an einem auffälligeren bzw. näheren Ort. Hätte der Täter die Intension gehabt, dass der Rucksack nicht früher oder später gefunden werden soll, dann hätte er diesen verbrennen oder anderweitig zerstören können. Hat er aber nicht, damit wohl die falsch gelegten Spuren irgendwann nach dem Auffinden greifen. Der Täter wird sicherlich früh genug mitbekommen haben, dass die Polizei neben diesem auch vor allem nach dem Rucksack sucht (was anscheinend in der FR, bereits am 1.4.1998 bekannt gegeben wurde).


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04.06.2021 um 18:50
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:Was meiner Meinung nach ein Rätsel bleibt und eindeutig darauf hindeutet, dass der Rucksack, samt Karte und blauer Tüte, lediglich mit Handschuhen angefasst wurde. Alles hat seinen Grund und es kann einfach kein Zufall sein, dass ein möglicher Zwischennutzer ebenfalls durchgehend Handschuhe trug und überhaupt keine Spuren hinterließ.

Bei einem Zwischenbesitzer müsste es daher Spuren geben, seien es Fingerabdrücke, Hautpartikel, Haare oder Sonstiges. Und wenn nicht außen am Rucksack, aufgrund der Wetterbedingungen, dann wenigstens innen. Der Besitzer musste immerhin mindestens einmal reinlangen, um die Karte bzw. die blaue Tüte reinzulegen. Zudem hatte er die Karte und die blaue Tüte ebenfalls in der Hand halten müssen, bevor diese innerhalb des Rucksacks abgelegt wurden. Nahezu unmöglich, dass diese drei Objekte keinen einzigen Fingerabdruck vorzuweisen hatten - außer eben dann, wenn man durchgehend mit Handschuhen „gearbeitet“ hat.

Ich bin vorrangig aus diesen Gründen felsenfest davon überzeugt, dass der Rucksack seitens des Täters / ggf. Mittäters am Fundort entsorgt wurde. Zudem bin ich der Meinung, dass der Rucksack hätte früher oder später gefunden werden sollen. Die tschechische Karte gibt mir die Hoffnung, dass der Täter / Mittäter in Deutschland und ggf. in Frankfurt zurückgeblieben ist. Wahrscheinlich hat dieser genau deshalb die Aufmerksamkeit in Richtung Ausland / Tschechien gelenkt - also weit genug weg von der „Haustüre“.

Auch Niedernhausen wird er wohl als weit genug weg empfunden haben. Und wenn diesem auch noch die Info vorlag, dass tschechische Mitarbeiter in der Nähe tätig waren, dann war der Rest wohl nur noch Formsache. Und eventuell dann auch der Grund, warum der Rucksack genau dort abgelegt wurde und nicht an einem auffälligeren bzw. näheren Ort. Hätte der Täter die Intension gehabt, dass der Rucksack nicht früher oder später gefunden werden soll, dann hätte er diesen verbrennen oder anderweitig zerstören können. Hat er aber nicht, damit wohl die falsch gelegten Spuren irgendwann nach dem Auffinden greifen. Der Täter wird sicherlich früh genug mitbekommen haben, dass die Polizei neben diesem auch vor allem nach dem Rucksack sucht (was anscheinend in der FR, bereits am 1.4.1998 bekannt gegeben wurde).
Ja, er muss mindestens einmal in den Rucksack gelangt haben und könnte so eine Spur gesetzt haben.
Spuren im Innen des Rucksacks könnten also vorhanden gewesen sein.
Die äußeren Spuren jedoch waren vermutlich zu lange der Witterung ausgesetzt.
Das mit den Handschuhen wäre ja durchaus denkbar, wobei er ja scheinbar kein Problem damit hat, seinem Fingerabdruck zu hinterlassen. Übertragung von DNA-Teilen zu verhindern düfte damals vielleicht noch leichter gewesen sein, aber niemals unmöglich.
Mir der Deutschlandkarte glaube ich auch, dass es ein Ablenkungsmanöver sein sollte.
Was macht Dich so sicher, dass es einen Mittäter geben könnte?
Ich glaube nicht unbedingt an einen Mittäter, aber durchaus an Mitwisser.
Finde es gut, dass das hessische Landeskriminalamt mit einer Cold Case Unit nochmal Aloe ungeklärten Falls neu angeht.


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Mordfall Tristan

04.06.2021 um 20:07
Zitat von Stefan1477Stefan1477 schrieb:Das mit den Handschuhen wäre ja durchaus denkbar, wobei er ja scheinbar kein Problem damit hat, seinem Fingerabdruck zu hinterlassen.
Davon gehst du höchstwahrscheinlich aus, weil es den einen Fingerabdruck auf der Rückseite des Deutschbuchs gab, richtig? Durchaus denkbar, wobei das dann meiner Meinung nach zu wenig Spuren wären.

Ich vermute ehrlich gesagt, dass der Abdruck entweder bewusst gelegt wurde oder ein Unfall bzw. eine Unachtsamkeit des Täters war.

Es könnte z.B gut möglich sein, dass sich der Täter beim Abwischen des Messers verletzt bzw. geschnitten hat. Ansonsten müsste es doch weitere Fingerabdrücke geben, sofern der Täter keine Handschuhe trug. Immerhin wurde seitens der Kripo angegeben, dass der Täter mindestens folgende Dinge am Tatort angefasst hatte:

- die Hose
- die Unterhose
- die Jacke
- beide Schuhe
- den Rucksack
- das Deutschbuch
- und das Heft

Mindestens die Hälfte der genannten Punkte sind von der Oberfläche her so beschaffen, dass Fingerabdrücke kaum an diesen haften können. Allerdings sind hier auch einige Gegenstände dabei, bei denen es Fingerabdrücke geben müsste.
Zitat von Stefan1477Stefan1477 schrieb:Was macht Dich so sicher, dass es einen Mittäter geben könnte?
Ich glaube nicht unbedingt an einen Mittäter, aber durchaus an Mitwisser.
Dbzgl. bin ich mir leider unsicher. Einen Mittäter erwähne ich meistens nur deshalb, weil das im Bereich des Möglichen ist. Vieles spricht eher für einen Einzeltäter, auch wenn ich im Hinblick auf den zeitlichen Aspekt + den Tatort dann doch in Richtung zwei Täter denke, wovon einer Schmiere gestanden haben könnte. Oder vielleicht sogar den Fingerabdruck auf dem Deutschbuch gesetzt haben könnte, während der Haupttäter noch im Tunnel aktiv war.

Mir fällt nämlich gerade auf, dass immer von zwei Messern die Rede war. Dazu kommt, dass sich der Täter die Zeit genommen hat, das blutige Messer abzuwischen, anstatt es z.B direkt im Rucksack zu verstauen. Ihm war es also wichtig, dass Messer vor Ort zu säubern.

Das bedeutet doch im Umkehrschluss, dass der Täter hätte zwei Messer abwischen müssen? Wenn ich es richtig verstanden habe, wurden ja zwei Messer eingesetzt. Es heißt jedoch immer, dass man den Abdruck eines Messers mit geriffelter Klinge gefunden hat. Warum wischt er dann ein Messer ab und das zweite wiederum nicht? Oder war das zweite Messer relativ sauber, da es vorher die Ausblutung gab?


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Mordfall Tristan

05.06.2021 um 00:30
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:Das bedeutet doch im Umkehrschluss, dass der Täter hätte zwei Messer abwischen müssen? Wenn ich es richtig verstanden habe, wurden ja zwei Messer eingesetzt. Es heißt jedoch immer, dass man den Abdruck eines Messers mit geriffelter Klinge gefunden hat. Warum wischt er dann ein Messer ab und das zweite wiederum nicht? Oder war das zweite Messer relativ sauber, da es vorher die Ausblutung gab?
Ja, das hinterlässt alles ein sehr großes Fragezeichen.
Bei dem Buch scheint der Fingerabdruck vom Daumen ja gerade wegen des Blutes von Tristan, das der Täter wohl dran gehabt haben muss, besser gehaftet zu sein.
Aber irgendwie ist es trotzdem merkwürdig, dass er den Fingerabdruck vom Daumen hinterlässt und andererseits überhaupt keine ausreichenden Spuren hinterlässt.


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05.06.2021 um 08:07
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:Bei einem Zwischenbesitzer müsste es daher Spuren geben, seien es Fingerabdrücke, Hautpartikel, Haare oder Sonstiges. Und wenn nicht außen am Rucksack, aufgrund der Wetterbedingungen, dann wenigstens innen.
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:Hat er aber nicht, damit wohl die falsch gelegten Spuren irgendwann nach dem Auffinden greifen. Der Täter wird sicherlich früh genug mitbekommen haben, dass die Polizei neben diesem auch vor allem nach dem Rucksack sucht (was anscheinend in der FR, bereits am 1.4.1998 bekannt gegeben wurde).
Aber meinst Du nicht, dass ein Täter, der so planvoll vorgeht, dass er alles dieses berücksichtigt, dann am Ende eben auch dafür sorgt, dass Spuren am Rucksack vorhanden sind? Denn: Ein spurenfreier Rucksack ist ja auffällig. Besser wäre es also, Spuren zu erzeugen, an denen die Polizei sich erst einmal die Zähne ausbeißt. Also noch die DNA von irgendwem darin hinterlassen (wobei die Frage ist, was der Täter über die damalige Lage der Technik wusste, aber gehen wir mal davon aus, dass er da gut informiert war).

Und nach wie vor habe ich meine Zweifel daran, ob man einen Rucksack, der gefunden werden SOLL an dieser Stelle ablegt. Aber das ist natürlich eine Sache, bei der man unterschiedlicher Meinung sein kann.


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05.06.2021 um 08:46
Zitat von Stefan1477Stefan1477 schrieb:Bezüglich des Rucksacks gibt es ja eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder der Täter hat den Rucksack gezielt an dem Strommasten deponiert oder aber er hat ihn ursprünglich an einem anderen Ort entsorgt und der Rucksack wurde von einem Teschechen benutzt, der für die ICE-Trasse zuständig war.
Der Rucksack wurde ursprünglich nicht gezielt am Strommast deponiert sondern lag irgendwo in der Nähe in einem Gebüsch. Er wurde gefunden und an den Mast gestellt damit er - falls er gesucht wird weil ihn jemand verloren hatte - besser zu sehen war. Das ist zig mal erwähnt worden und müsste eigentlich bekannt sein.

Wie und warum die tschechische Karte im Rucksack war weiss niemand. Vielleicht war der Rucksack ursprünglich ganz woanders, wurde von einem Unbekannten gefunden und benutzt und als dieser in der Presse von der Tat und der Suche nach dem Rucksack las hat er ihn schnell weggeworfen um nicht damit in Verbindung gebracht zu werden. Das würde auch erklären warum der Rucksack ursprünglich in einem Gebüsch lag und nicht gut sichtbar irgendwo am Wegesrand.


Gruss, Maira


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Mordfall Tristan

05.06.2021 um 08:56
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:Mir fällt nämlich gerade auf, dass immer von zwei Messern die Rede war. Dazu kommt, dass sich der Täter die Zeit genommen hat, das blutige Messer abzuwischen, anstatt es z.B direkt im Rucksack zu verstauen. Ihm war es also wichtig, dass Messer vor Ort zu säubern.
Auch da gibt es diverse Erklärungen, alle ohne Beweise aber schlüssig.

Eine davon ist, dass der Abdruck gar nicht vom Täter stammt sondern von einem Unbekannten der dort austreten wollte und dabei das Messer gefunden hat. Der Täter befand sich mit seinem Opfer zu dem Zeitpunkt im Tunnel. Er musste den Jungen in den Tunnel bringen um nicht entdeckt zu werden. Der Unbekannte nimmt das Messer, wischt es ab und steckt es ein.

Somit war das Messer weg!

Tristan hatte immer ein scharfes Messer bei sich! Es kann also sehr gut sein, dass das was im Tunnel geschah mit seinem eigenen Messer vorgenommen wurde. Dieses Messer war nicht auffindbar, ist bis heute verschwunden! Das würde erklären, warum zwei Messer verwendet wurden. Das würde auch erklären, warum das Kind in den dämmrigen Tunnel gezogen wurde wo die Sicht sehr schlecht gewesen sein muss für das was der Täter vor hatte.

Der Finder des Messers wird sich sicher nicht melden denn dann würde er selbst in Verdacht geraten!

Was die Vermutung "austreten" angeht: es gab vom Parkplatz aus zwischen den Büschen durch einen Trampelpfad da runter und diese Deckung wurde gern für gewisse Bedürfnisse genutzt.


Gruss, Maira


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Mordfall Tristan

05.06.2021 um 11:45
Zitat von MairaMaira schrieb:Eine davon ist, dass der Abdruck gar nicht vom Täter stammt sondern von einem Unbekannten der dort austreten wollte und dabei das Messer gefunden hat. Der Täter befand sich mit seinem Opfer zu dem Zeitpunkt im Tunnel. Er musste den Jungen in den Tunnel bringen um nicht entdeckt zu werden. Der Unbekannte nimmt das Messer, wischt es ab und steckt es ein.
Das seh ich auch als Möglichkeit. Damit wäre der Zopfmann auch erst einmal fein raus, es sei denn, man kann aus der Teil DNA doch irgendwann die nötigen Infos ziehen.
Das alles ist aber, wie Du richtig sagst, nur eine Möglichkeit.
Weiss man, welches Messer Tristan hatte? Also, wurde das mal öffentlich gemacht?


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