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Mordfall Tristan

23.682 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Aktenzeichen Xy, Frankfurt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Tristan

Mordfall Tristan

22.03.2023 um 13:35
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Naja, einen Spaten und eine Hacke kann man in einer Hand halten bzw. über die Schulter legen, die Plenen nehmen zusammengefaltet oder gerollt auch nicht viel Platz. Dazu braucht man keine Schubkarre.
Welche Ruhe und Gelassenheit muss dieser Mensch in sich tragen. Der muss alles genau durchdacht und geplant haben. Er muss ja bereits vor dem öffnen des Grabes auf dem Friedhof gewesen sein, vielleicht immer wieder und eventuell tut er es heute immer noch.
Er wird so unscheinbar wirken, sodass niemand ihm solch eine Tat zutraut.


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Mordfall Tristan

22.03.2023 um 15:17
Zitat von MusikengelMusikengel schrieb:Selbst wenn man nur eine Stirnlampe auf dem Kopf hat - ist es doch mitten in der Nacht zu der Jahreszeit - sehr sehr dunkel.
Ich könnte mir da die beginnende Dämmerung gut vorstellen.
Das einzige, was wohl halbwegs realistisch anzunehmen wäre, ist dass er vielleicht eine relativ "Mond helle" Nacht erwischte.

Eine solche Grabarbeit verrichtet keiner in den 1 - 2 Stunden Dämmerung. Da braucht man Stunden für, das alles aus zu Schaufeln und dann wieder ordentlich zu zumachen.

Eine Stirnlampe wäre denkbar. Dabei müsste man aber zum einen wissen, ob das Grab nicht irgendwo im "Randbereich" liegt, bzw es in der Nähe so hohe Häuser gibt, dass man da "von oben" rein schauen kann.

In beiden Fällen wäre selbst das Risiko mit einer Kopflampe da zu werkeln viel zu groß. Ich gehe zumindest mal davon aus, dass da so gut wie Jeder, der sieht, dass in der Nacht Personen in einem Friehof herum tollen, Alarm schlagen würde. Ganz besonder, sieht er nachts ein (oder mehrere) sich im Friehof bewegende Lichter


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Mordfall Tristan

22.03.2023 um 16:04
Zitat von OdinAndyOdinAndy schrieb:In beiden Fällen wäre selbst das Risiko mit einer Kopflampe da zu werkeln viel zu groß. Ich gehe zumindest mal davon aus, dass da so gut wie Jeder, der sieht, dass in der Nacht Personen in einem Friehof herum tollen, Alarm schlagen würde. Ganz besonder, sieht er nachts ein (oder mehrere) sich im Friehof bewegende Lichter
Das denke ich auch: Gerade Friedhöfe werden ja oft von Angehörigen "überwacht", weil man Angst hat, dass Blumen geklaut werden, oder sogar Kreuze, Laternen usw. (Metalldiebstahl).

Daher denke ich, wie @Nabelschnur schrieb, dass der Täter die Örtlichkeit sehr genau ausgekundschaftet hat. Einfach weil er sichergehen musste, dass er einerseits genug Licht zum Arbeiten hat (Straßenlaternen, Leuchtreklamen, starke sonstige Beleuchtung in der Nähe?) aber andererseits auch nicht gesehen wird.

Aber um das beurteilen zu können, müsste man den Friedhof kennen....


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Mordfall Tristan

22.03.2023 um 16:41
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Aber um das beurteilen zu können, müsste man den Friedhof kennen....
Vll kann ja eine*r der User*innen, die im Großraum FfM leben, etwas dazu beitragen, wie und wo genau der Friedhof gelegen ist, auf dem sich Tristans Grab (und heute die Gedenkstätte) befand und wie stark dieser Friedhof (auch in der Dämmerung) frequentiert wird?!

Konnte man den Friedhof (damals) evtl mit einem Fahrzeug befahren?
Frage deshalb, da dies z B auf dem Friedhof, auf dem sich das Grab meiner Großeltern befindet, früher möglich war, erst als es dort vermehrt zu Diebstählen kam, hat die Friedhofsverwaltung damit angefangen, die Tore abzuschließen.

Sollte es möglich gewesen sein, den Friedhof mit Kfz zu befahren, würde ich vermuten, dass der Grabschender sein "Werkzeug" (Spaten, Planen usw.) so transportiert haben könnte, wobei natürlich auch ein gewisses (Zusatz-)Risiko dadurch entstanden wäre, z B wenn ihn jmnd beobachtet und sich Fahrzeugtyp und Kennzeichen gemerkt / aufgeschrieben hätte.


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Mordfall Tristan

22.03.2023 um 17:45
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Straßenlaternen, Leuchtreklamen, starke sonstige Beleuchtung in der Nähe?
Kannst du alles streichen, war zur damaligen Zeitpunkt dort nicht vorhanden.

Auch ein befahren des Friedhofes mit einem fremden Fahrzeug ist nicht möglich.


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Mordfall Tristan

22.03.2023 um 18:00
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Das denke ich auch: Gerade Friedhöfe werden ja oft von Angehörigen "überwacht", weil man Angst hat, dass Blumen geklaut werden, oder sogar Kreuze, Laternen usw. (Metalldiebstahl).
Das ist in der heutigen Zeit richtig.

Ich selbst zwar nicht, aber Securitykollegen von mir, waren sogar schon in Friedhöfen (3 große) in Darmstadt nächtelang im Einsatz, um die damals tätigen Kupferdiebe zu fangen.

Das gelang zwar nur indirekt, weil man diese aus einem Friedhof vergraulte, am nächsten die Polizei dafür aber bereits auf die wartete. Da man neben Kupfergegebständen in deren Fahrzeug auch Spezialwerkzeug und noch Waffen fand, gewannen die ehrbaren Neu-EU-Bürger aus dem wilden Südosten, gleich noch einen längeren Urlaub in Weiterstadt in der Luxus-JVH.

Ich denke aber, dass das damals noch nicht so ein Thema war. Zumindest von meiner Heimat auf dem Land kenne ich das von damals noch nicht. Blumenklau ab und zu ja, vielleicht auch einmal ein bisschen Vandalismus (Blumen ausgerissen/dort gelagerte Werkzeuge im Gelände verteilt usw), aber das waren zumindest hier Einzelfälle.

Dennoch aber denke ich, dass viele "Angehörige", aber auch umliegende Bewohner darauf achteten, dass sich da "kein Gesindel sammelt, oder rum treibt", wie man das damals nannte. Da wäre mit relativer Sicherheit jeder Lichtschein, jedes ungewöhnliche Licht, das fällt Dir als Anwohner garantiert auch sofort auf, sofort gemeldet (entweder direkt Polizei, oder zumindest am nächsten Tag Stadt-/Friedhofsverwaltung) worden.

Ich würde auch noch behaupten, für viele Menschen waren damals Orte wie Friedhöfe, Kirchen auch noch was "eher völlig unantastbares/heiliges" das es vor Schaden zu bewahren galt. Das waren auch irgendwie noch andere Zeiten, als diese heutigen, wo im Prinzip oft keinen mehr interessiert, was außerhalb Seines direkten persönlichen Umfeldes passiert.

Ich kann mich z.B noch gut daran erinnern, wo selbst wir als Feuerwehr "am Tag danach" recht vorwurfsvoll angesprochen wurden, was wir nachts in Einsatzkleidung im Friedhof zu suchen hatten. Dabei kontrollierten wir lediglich von unten optisch mit starken Handlampen, bei/nach einem recht schweren Sturm, ob das Dach der Friedhofshalle was abbekommen hatte, da drum herum mehrere Bäume auf die Straße gestützt waren, um im Bedarfsfall auch dort Gegen-/Sicherungsmaßnahmen einleiten zu können.


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Mordfall Tristan

22.03.2023 um 19:20
Zitat von de-Oxde-Ox schrieb:Auch ein befahren des Friedhofes mit einem fremden Fahrzeug ist nicht möglich.
Dann scheidet diese Möglichkeit aus, danke für die Info.

@OdinAndy

Die von mir bereits in meinem vorherigen Posting erwähnten Diebstähle auf dem (Dorf-)Friedhof, auf dem meine Großeltern beerdigt sind, fanden etwa Mitte der 1990er-Jahre statt, waren auch nicht nur wenige Einzelfälle, sondern eine gewisse Zeit lang wurde dort relativ viel gestohlen.
Auch vom Grab meiner Großeltern z B wurde eine Statur entwendet.

Daher deckt sich mein Eindruck nicht so wirklich mit Deinem, dass in den 1990er-Jahren ein Friedhof noch als "heilig"/"unantastbar" gegolten hätten.


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Mordfall Tristan

22.03.2023 um 21:47
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Daher deckt sich mein Eindruck nicht so wirklich mit Deinem, dass in den 1990er-Jahren ein Friedhof noch als "heilig"/"unantastbar" gegolten hätten
Da muss ich Dir dann recht geben. Wo mein Eindruck sich ja auch sehr subjektiv auf Südhessen und hier meinen Heimatort und dessen Umgebung bezog.

Natürlich gut möglich, dass das woanders anders war. Hier gab es außer ab und zu "grobem Unfug" damals wenig Probleme.

Ich erwähnte es leider vorhin auch nicht explizit, gibt es vielleicht Teilnehmer, die hier etwas für Frankfurt und die Umgebung dazu sagen können.

Wobei ich mal denke, dass wir uns getrost auf den Nenner einigen könnten, je mehr Probleme es damals um die Friedhöfe im Raum Frankfurt gab, desto größer war die Gefahr, dort nachts ungestört "arbeiten" zu können, denn um sensibilisierter war die "Umbebung", die Bevölkerung.

Wie schon von anderen Usern und auch mir angedeutet, dürfte es kaum möglich gewesen sein, eine künstliche Lichtquelle zu nutzen, ohne das große Risiko eingehen zu müssen, dabei erwischt zu werden. Außer einer "künstlichen Beleleuschtung" durch das Umfeld (Strassenlampen, Reklametafeln, o.ä.) könnte Ihm vielleicht eine klare, helle Nacht mit Mondschein in die Karten gespielt haben. Es gujt ja solche Nächte, wo man, wenn man länger draußen ist fast alles genau erkennen kann.


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Mordfall Tristan

22.03.2023 um 22:00
@OdinAndy
Weil Du von Kupferdieben erzählst: Bei uns haben die auch gewütet und übrigens auch die Blumen aus dem gestohlenen Gefäß schön ordentlich auf eine Plane gestellt. So als ob sie sich dafür entschuldigen wollten. Vielleicht war ja das Motiv des Grabschänders von Tristan gar nicht, dass er das Aufgraben verheimlichen wollte, sondern dass er nichts kaputt machen wollte. Etwas absurd, aber wenn er eine Zwangsstörung hatte, nicht unmöglich.


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Mordfall Tristan

22.03.2023 um 22:01
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Sollte es möglich gewesen sein, den Friedhof mit Kfz zu befahren, würde ich vermuten, dass der Grabschender sein "Werkzeug" (Spaten, Planen usw.) so transportiert haben könnte, wobei natürlich auch ein gewisses (Zusatz-)Risiko dadurch entstanden wäre, z B wenn ihn jmnd beobachtet und sich Fahrzeugtyp und Kennzeichen gemerkt / aufgeschrieben hätte.
Ich weiß nicht, warum man mit einem Auto vorfahren sollte, selbst wenn das möglich gewesen wäre- ich kann mich nur wiederholen: Ein Spaten, eine Schaufel und eine Hacke kann man bequem tragen. Und wenn man Planen zusammenrollt, kann man sie sich über die Schultern hängen.... Das ist nicht so wild.


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Mordfall Tristan

23.03.2023 um 23:03
So leicht und einfach ist das ausschachten eines Grabes auch wieder nicht, war selber mal Totengräber, das braucht schon gutes Material Schaufel oder Spaten, eventuell eine Axt für Wurzeln usw. Dazu kommt das auch immer die Gefahr besteht von einstürzenden Grabwänden verschüttet zu werden... Denke mal mit Klappspaten und nur im Mondlicht dauert es schon viele Stunden, das geht nicht innerhalb von knapp einer Stunde oder so gerade wenn noch alles sauber auf Folien geschippt.


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Mordfall Tristan

24.03.2023 um 10:49
Zitat von BerndNidalBerndNidal schrieb:Denke mal mit Klappspaten und nur im Mondlicht dauert es schon viele Stunden,
Wie kommst Du auf einen Klappspaten, wurde das irgendwo so gesagt? Ich bin davon ausgegangen, dass der Täter schon einen richtigen Spaten und eine Hacke benutzt hat. Alles andere wäre ja völlig illusorisch....

Und natürlich hast Du ganz recht, dass es auf jeden Fall harte Arbeit ist und lange dauert, was sich viele User offenbar nicht vorstellen können.


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Mordfall Tristan

25.03.2023 um 17:20
Und um wirklich den Deckel zu öffnen (nicht einschlagen, er wollte ja ggf nichts kaputt machen) hätte er ja noch großräumiger graben müssen als die Umrisse des Sarges - ansonsten steht man ja erstmal nur auf dem Deckel und kann nichts weiter machen


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Mordfall Tristan

25.03.2023 um 17:23
Morgen jährt sich der 25 jährige Todestag


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Mordfall Tristan

25.03.2023 um 19:37
Und in diesen Fall gibt es leider schlicht und ergreifend 0 Chance auf eine Aufklärung.... schon bitter


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Mordfall Tristan

25.03.2023 um 22:19
Morgen sind es 25 Jahre ....


....25 Jahre in denen der Täter immer noch frei ist....

.....25 Jahre ohne dich , Tristan.

Trotzdem immer unvergessen!

Deine tragische Geschichte hat sich in so vieler Menschen Gedanken eingebrannt, so daß du für immer unvergessen bleibst.

In der Hoffnung das es doch noch Gerechtigkeit für dich gibt und die neuen Ermittler alles dafür tun!

Möge deine Seele in Frieden im Paradies ruhen Tristan , soo viele Menschen denken soo oft an dich. 😔🤲🕯


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Mordfall Tristan

26.03.2023 um 11:00
@Nikky

Das hast Du sehr schön formuliert.

Mich beschäftigt Tristans Schicksal auch schon seit vielen Jahren und es war u a der Fall Tristan Brübach, der ursächlich dafür war, dass ich mich hier bei Allmystery angemeldet habe.

R.I.P. Tristan 🕯️
Zitat von passivereaderpassivereader schrieb:Und in diesen Fall gibt es leider schlicht und ergreifend 0 Chance auf eine Aufklärung.... schon bitter
So pessimistisch würde ich es nicht sehen, gerade in der letzten Zeit wurde doch der ein oder andere Cold Case aufgeklärt, bei dem man ehrlich gesagt vorher die Chance auf Aufklärung auch eher gering eingeschätzt hätte.
Ich hoffe bei derartigen Fällen doch immer sehr auf die Fortschritte der (Kriminal-)Technik.


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Mordfall Tristan

26.03.2023 um 11:58
Zitat von passivereaderpassivereader schrieb:Und in diesen Fall gibt es leider schlicht und ergreifend 0 Chance auf eine Aufklärung
Na ja, ich sehe das auch so wie @ThoFra
Wenn man davon ausgeht, dass er damals zwischen 30 und 40 war und vorrausgesetzt er war kein Junkie, dann stehen die Chancen auch gut, dass er noch lebt und wieder auffällig wird. Vielleicht kommt seine DNA so in die Datenbank.


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Mordfall Tristan

26.03.2023 um 12:01
Ich bin fest der Meinung das die Polizei beim ( Täter war ) und zu wenig Indizien hatte ihn fest zu nehmen


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Mordfall Tristan

26.03.2023 um 12:12
@RobBob
Das glaube ich auch, wenn es wirklich der Zopfmann war, scheint er ja aus der Gegend gewesen zu sein. Ich denke, die Polizei hat schon einen Verdächtigen. Ich frage mich, ob sie wissen, wo er heute ist. Vielleicht ist er ja gerade deshalb nicht mehr aktiv geworden.


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