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Mordfall Tristan

25.485 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Aktenzeichen Xy, Frankfurt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Tristan

Mordfall Tristan

um 18:29
@Hupsi
Es geht doch hier um den Podcast. Lies dir unsere Beiträge doch bitte erstmal durch, es wird der Konjunktiv verwendet. Im Podcast werden"Recherche-Ergebnisse" dargestellt. Ob die stimmen, ist doch nochmal was ganz anderes.


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Mordfall Tristan

um 18:35
@Merricat
Ich denke auch das der Öffentlichkeit bewusst einige Dinge vorenthalten wurden. Ist ja auch taktisch klug das so zu machen.

Zumindest wäre es wünschenswert, wenn es dadurch jetzt eine Wende oder besser eine Spur zu dieser grausamen Tat gibt.

@Hupsi
Das sage ich ja auch. Also wenn es wirklich stimmt was sie sagen, dann…

Ich habe schon einige Podcasts über den Fall gehört . Selbst von einem Rechtsmediziner aus Frankfurt, der sogar Akteneinsicht in den Fall hatte.
Glaub mir es war viel ,ich bezeichne es mal vorsichtig als bewusst „reißerisch“, oder bewusst True Crime mäßig erzählt, in dem nicht mal alles an Infos stimmte.
Aber ich fand schon das dieser hier seriös wirkt und auf Faktenlage basiert. Deswegen habe ich ihn hier auch mit euch geteilt, um vielleicht darüber zu diskutieren. Die neuen Informationen zu hinterfragen.


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Mordfall Tristan

um 18:48
Zitat von MindmanMindman schrieb:Also da wird gesagt, das B. 1999 erzählt hat , er haette den Rucksack gefunden und er soll Hoden und Muskelfleisch enthalten haben, was damals noch gar nicht so von der Polizei bekannt gegeben wurde.
Wurde denn bei dem Podcast ausdrücklich gesagt, dass Boris den Rucksack erst ein Jahr später gefunden hat oder hat er erst ein Jahr später dafür gesorgt, dass er gefunden wird? Wenn ich das richtig verstanden habe, haben die Macher des Podcasts nicht mit Boris selbst gesprochen, sondern geben Informationen wieder, die B. jemanden erzählt hätte?

Ich hatte nämlich schonmal den Gedanken, ob es vielleicht so gewesen ist, dass der Täter B. wahrgenommen hat, geflohen ist, B. möglicherweise ein paar Schulhefte verstreut hat, den Rucksack an sich nahm, ohne sich zunächst bewusst zu sein, was er sonst noch mit sich führt.

Die Staatsanwaltschaft hat ohne weiteres Fragen darüber beantwortet, wer der Anrufer war, um welche Telefonzelle es sich gehandelt hat?


Weiß eigentlich jemand wie der zeitliche Abstand zwischen dem Auffinden des Geldbeutels in einem Höchster Lokal und dem Rucksackfund war. Immerhin hat die Familie ja bereits in einem frühen Stadium der Ermittlungen ausgesagt, dass Tristan eine Woche vor seiner Ermordung am Liederbach überfallen wurde. (vergleiche die im Beitrag von Seneca wiedergegebenen Zitate aus der FR vom 30.03.1998 und vom 20.03.1999)



bereits eine Woche vor dem Mord entwendet worden und wieder gefunden worden

oder war er nach der Ermordung Tristans ein zweites Mal abhanden gekommen?

Ich habe mich bei dieser Aussage der Wirtin immer gefragt, was sie denn veranlasst hat, nachzusehen , nachdem die Mädchen auf der Toilette waren.

Mir schwebt vor, ob die Mädchen eventuell mit dem Rucksack auf die Toilette gingen und ohne wieder rauskamen. Eine solche Beobachtung fände ich jedenfalls einen plausiblen Grund nachzusehen. Das würde aber wiederum nicht damit zusammenpassen, dass Boris den Rucksack die ganze Zeit hatte.



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Mordfall Tristan

um 18:49
Ich fasse die neuen Infos des Podcasts mal grob zusammen:

- Scheinbar wurde Tristan noch mehrmals mit dem Kopf gegen den Betonboden im Tunnel geschlagen.
Die Hämatome an seinem Kopf hätten ausgereicht, dass er langfristig Beeinträchtigungen hätte. Todesursächlich war ein Kehlenschnitt.

- Zeugen haben berichtet, eine Person sei panisch aus dem Gebüsch gerannt und sei fast von einem Taxi überfahren worden.
Aufgrund der Beobachtungen, wurde ein erstes Phantonbild erstellt. (Nicht der blonde Zopfmann).
Die Oma von Tristan hat daraufhin den besten Freund von Tristan erkannt.
Dieser "beste Freund" soll noch vor dem Eintreffen der Polizei, jenes Fahrrad von Tristan zu seinem Haus gefahren haben und es dort abgestellt haben.
Zwei Wochen nach der Tat war dieser unbekannt verzogen.
Die Polizei wollte ihn vernehmen, die Mutter hat jedoch einen Riegel vorgeschoben.

- Der Anruf "Dirk Meier" soll vom Onkel von Tristan getätigt worden sein. Also der Bruder von der Mutter von Tristan.
Dieser soll zu der Zeit obdachlos gewesen sein und wohnt heute in dem selben Haus, wo auch 1998 Tristan mit seinem Vater gewohnt hat.
Die Polizei hat lange gegen ihn ermittelt, aber vermutet nicht, dass er der Täter ist.

- Der "beste Freund" von Tristan, soll vor der Tat Wellensittichen den Kopf abgedreht haben und Ratten lebendig verbrannt haben.
2017 hat er einen Verkehrsunfall verursacht, wobei zwei Menschen gestorben sind.
Er soll diesen Menschen beim Sterben zugesehen haben, ehe er geflüchtet ist.
Bei der Verhandlung hat er angedeutet, ihm sei mit 13 Jahren etwas traumatisches widerfahren.

- Der "beste Freund" soll 1999 davon berichtet haben, er habe den Rucksack von Tristan gefunden und darin hätten sich Leichenteile von Tristan befunden, die er konkret benannt hat.
1999 war aber noch gar nicht bekannt, welche Teile überhaupt entnommen worden sind.
Es soll als erwiesen gelten, dass in dem Rucksack die Leichenteile transportiert worden sind.

- Die zwei Gäste ihm Podcast vermuten, der leibliche Vater vom "besten Freund" sei der Täter. Dieser ist mittlerweile verstorben.

Dieser Mann hat als Friedhofsgärtner gearbeitet, was zu der professionellen Grabschändung passen würde.
Diese Person soll eng mit dem Vater von Tristan befreundet gewesen sein.

Nach der Tat hat ihm ein Daumen gefehlt. Er hat widersprüchliche Angaben gemacht, wie es dazu gekommen ist.

Man vermutet, der "beste Freund" hat Teile der Tat beobachtet oder sich in der Nähe aufgehalten.
Man vermutet, er hat den Rucksack am Tunnel gefunden und ist in Panik geflohen.

Nachtrag: Der leibliche Vater vom "besten Freund", soll versucht haben, nach der Tat in den vergitterten Tunnel am Liederbach einzubrechen.


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Mordfall Tristan

um 19:05
Ein altes Phantombild könnte dieses gewesen sein
Beitrag von Inferiority (Seite 99)


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Mordfall Tristan

um 19:17
@1988
Danke. Du hast alles auf den Punkt gebracht. Besser als ich es habe zusammenfassen können. :)

B soll erst mit 16 Jahren davon erfahren haben, das es sein leiblicher Vater war.

@WM
Nein , zu welchem Zeitpunkt er genau den Rucksack gefunden haben soll, sagen sie nicht. Zumindest nur das er es 1999 jemanden erzählt hat.

Sie haben wohl versucht Kontakt zu ihm aufzunehmen, aber er will sich nicht dazu äußern.

Zu dem Anrufer : die zwei haben aufgrund von der Originalaufnahme ,also nicht die , die später öffentlich gemacht wurde, herausgefunden , das es der Onkel von Tristan war. Sie haben mit der Staatsanwaltschaft korrespondiert und dazu auch Antworten bekommen ja, so wird es gesagt. Er wurde zu dem Tatzeitpunkt auch am und um den Tunnel gesehen.


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Mordfall Tristan

um 19:19
@abberline
Ja das ist das alte Phantombild was als erstes damals veröffentlicht wurde genau.
Das andere , also der sogenannte „Zopfman“, wurde ja erst 10 oder 11 Jahre später veröffentlicht.


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Mordfall Tristan

um 19:20
Zitat von MindmanMindman schrieb:B soll erst mit 16 Jahren davon erfahren haben, das es sein leiblicher Vater war.
Das war für mich einer der merkwürdigsten Punkte im Podcast. Woher will denn irgendjemand wissen, ob B. das nicht doch schon vorher wusste. Der Mann hat sich in seinem Umfeld aufgehalten als Freund von Tristans Vater, der bestimmt auch Tristan kannte.


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Mordfall Tristan

um 19:26
@Merricat
Ja leider gehen sie nicht näher darauf ein. Nur das die Mutter ja ein ziemlich zerrüttetes Verhältnis zu dem Vater hatte.
Also auch ziemlich schlecht über ihn geredet haben soll und er sie wohl schlecht behandelt haben soll.

Vielleicht wollte sie es ihrem Sohn nicht sagen, um ihn eventuell zu schützen und er hat es dann irgendwann und irgendwie selber herausgefunden.

Sie ist ja dann zumindest unbekannt mit B verzogen. Daraus würde ich dann zumindest folgern, das auch der Vatera dann keinen Kontakt mehr zu B hatte ?!, weil er hat ja wohl noch in der Gegend gelebt.


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Mordfall Tristan

um 19:45
Ich hatte es zwischen den Zeilen auch so aufgefasst, dass die Mutter B. vorm Vater schützen wollte und die Vaterschaft nicht offiziell offengelegt hat. Aber das heißt ja nicht, dass er es nicht von jemand anderem gewusst haben könnte. Es ist für mich nachvollziehbar, dass ein traumatisierter Zeuge, auch aus Angst vor dem Täter, schweigt. Warum aber den Rucksack als Unbeteiligter vom Tatort wegbringen? Das ergibt für mich nur Sinn, wenn zum Täter eine Beziehung oder ein Abhängigkeitsverhältnis besteht.


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Mordfall Tristan

um 19:59
Zitat von MindmanMindman schrieb:Danke. Du hast alles auf den Punkt gebracht. Besser als ich es habe zusammenfassen können. :)
Danke dir. Habe in der Schulzeit immer Zeitungsberichte für die Schülerzeitung verfassen müssen, ist wohl irgendwas hängen geblieben. :)
Zitat von MerricatMerricat schrieb:Warum aber den Rucksack als Unbeteiligter vom Tatort wegbringen? Das ergibt für mich nur Sinn, wenn zum Täter eine Beziehung oder ein Abhängigkeitsverhältnis besteht.
Den Rucksack wird er nicht mitgenommen haben. Das würde kein 13-Jähriger machen.

Ich denke, der beste Freund wurde als Köder benutzt, um Tristan in den Tunnel zu locken, damit eine Person möglicherweise eigene kranke Fantasien umsetzen kann. Wenn er tatsächlich als ‚Köder‘ benutzt wurde, wird er während der Tatausführung auch in der Nähe gewesen sein.

Es ist für mich nicht ganz abwegig, dass er den Rucksack gefunden hat, als er nachsehen wollte, was da unten überhaupt läuft, er in diesen hineingeschaut hat, die Leichenteile gesehen hat und dann in Todesangst geflohen ist.
Der eigentliche Täter wird den Rucksack dann schlussendlich mitgenommen haben.


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Mordfall Tristan

um 20:02
In der Theorie des Podcasts ist ja auch gar nicht unbedingt gesagt, dass B. den Rucksack mitgenommen hat. Es wäre ja auch denkbar, dass er vom Inhalt nachträglich erfahren hat oder später in den Besitz des Rucksacks kam. Wenn die Infos stimmen, hat er sich ja auch dazu verpflichtet gefühlt, Tristans Fahrrad zurück zu bringen. Es ist mir ganz wichtig, hier keine Beteiligung oder Schuld zu konstruieren, sondern eher eine Involvierung.


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