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Mordfall Tristan

20.861 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Frankfurt, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Tristan

Mordfall Tristan

26.12.2020 um 10:39
@F.Einstoff
@simie
@Stauffi
@allmythoughts

Ich habe einige Lehrer*innen im Freundes- und Bekanntenkreis.
Aus den Erzählungen dieser Lehrer*innen entnehme ich, dass es je nach Schule unterschiedlich geregelt ist, wann eine Entschuldigung bzw ein ärztliches Attest vonnöten ist.
Wie dies an Tristans damaliger Schule (Meisterschule) im Jahre 1998 geregelt war, wissen wir hier nicht, es sei denn, wir hätten hier im Forum User*innen, die diese Schule ebenfalls zur betreffenden Zeit (im Jahre 1998) besucht haben und uns diesbzgl Auskunft erteilen können?

Ich gehe allerdings nicht davon aus, dass uns die Beantwortung der Frage, ob Tristan nun am nächsten Schultag ein Attest hätte einreichen müssen oder auch nicht, in den Überlegungen bzgl seiner Ermordung bzw in Hinsicht auf den Täter entscheidend weiter bringen wird.


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26.12.2020 um 11:16
@ThoFra

Nein. Es obliegt nicht den Schulen, sondern ist in den jeweiligen Schulgesetzen des Landes geregelt.
Und da steht in jedem Land, dass Schulen nur bei vorliegendem begründeten Verdacht ärztliche Atteste verlangen dürfen. Im Regelfall reicht die Entschuldigung der Eltern, bzw. bei volljährigen Schülern, die des Schülers.
F.Einstoffs Angaben sind daher falsch.
Richtig ist jedoch dein Einwand, dass dieser Punkt bezüglich des Mordes an Tristan komplett irrelevant ist.


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Mordfall Tristan

26.12.2020 um 12:45
@simie
Ich meinte eine Anwesenheitsbescheinigung vom Arzt, die bescheinigt, dass man dort war und keine Krankschreibung, die benötigte man ab dem 3.Tag. Wenn das keiner verlangt hätte, wäre jeder von uns eher gegangen und hätte einen Arztbesuch vorgeschoben.

Sorry fürs Off Topic.


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26.12.2020 um 15:09
Zitat von allmythoughtsallmythoughts schrieb:Erst einmal danke für deine Recherche.
Sehr gerne und das kann ich nur zurückgeben. Es freut mich zu sehen, dass dieser schreckliche Fall nicht in Vergessenheit gerät und dazu tragen hier alle bei. Der Mörder darf einfach nicht zur Ruhe kommen (sofern er überhaupt noch lebt) und ich bin mir auch sicher, dass dieser keine ruhige Nacht mehr verbringt.
Zitat von allmythoughtsallmythoughts schrieb:Ob es aufgrund des von dir beschriebenen, möglichen Fluchtweges ist, kann natürlich nicht ausgeschlossen werden. Jedoch möchte ich deinen Satz splittern und einen Teil hervorheben, und zwar : Warum der Täter seit 22 Jahren unsichtbar scheint.

Vielleicht könnten wir versuchen auf Möglichkeiten oder Aspekte einzugehen, warum dies so scheint. Ein Täter löst sich ja nicht in Luft auf. Was könnte möglicherweise übersehen worden sein bzw. auf was könnte mglw. nicht näher eingegangen worden sein?
Das sind genau die Fragen, welche ich bezogen darauf ebenfalls als sehr wichtig erachte. Ich gehe davon aus, dass dies zum einen mit den fragwürdigen Zeugenaussagen zusammenhängt und zum anderen mit den mehreren Möglichkeiten des Fluchtwegs zu tun hat.

Auf mich wirkt es in diesem Zusammenhang so, als ob sich die Kripo auf die Aussage der 12-jährigen Zeugin versteift und wie von ihr geschildert auch fest davon ausgeht, dass der Täter mit Zopf, Baseballcap und dunkler Lederjacke um ca. 15:50 Uhr aus einem Gebüsch heraus kam. Leider konnte ich nicht in Erfahrung bringen, ob sie damit die Süd- oder die Nordseite des Tunnels gemeint hatte. Ich gehe jedoch davon aus, dass hier der Trampelpfad über die Südseite gemeint ist. Wenn dem so wäre, wirklich extrem riskant für den Täter dort gesehen zu werden. Und das auch noch samt Rucksack, evtl. nasser bzw. verdreckter Hose + mit hoher Wahrscheinlichkeit auch blutverschmierter Kleider.

Dann hätten wir noch die Nordseite. Das ist sofern ich es richtig verstanden habe die Seite, von der der Tunnel häufiger durch Kinder betreten wurde. Dort haben wir auch den Spielplatz in der Adelonstraße. Sofern man von hier zum Höchster Bahnhof wollte, konnte der Tunnel als Abkürzung mit Eingang an der Nordseite und Ausgang an der Südseite genutzt werden. Sowohl die drei Kinder, die den Mörder angeblich zwei Minuten bei der Tat gesehen haben als auch die zwei Kinder, die den Leichnam um ca. 16 Uhr gefunden haben, haben also den Eingang über die Nordseite genutzt (bitte um Korrektur, falls ich das falsch verstanden haben sollte). Falls der Täter ortsansässig war, dürfte ihm dieser Fakt bekannt gewesen sein. Und wenn dem so sein sollte, wäre der Fluchtweg über die Nordseite dann natürlich doppelt so riskant.

Bleibt dann nur noch die Südseite - und damit der wohl einzige Fluchtweg, bei dem der Täter die größten Chancen für eine unerkannte Flucht hätte (siehe gepostete Videos, welche diesen Fakt vom Tatort bis zum möglichen Parkplatz ohne Lücken belegen.) Da es auf der Südseite keinen wirklichen Weg runter zum Tunnel gab und lediglich Trampelpfade vorhanden waren, spricht vieles dafür, dass dieser Weg seltener als Eingang genutzt wurde. Einem ortsansässigen Täter dürfte dies bekannt gewesen sein. Womöglich war das auch einer der wesentlichsten Gründe, warum er sich auf der Südseite (und damit ca. 70-100 Meter entfernt von der Nordseite ) sicherer gefühlt haben könnte.
Zitat von allmythoughtsallmythoughts schrieb:Warum scheint, meines Wissens nach, niemand diesen Mann auf dem Phantombild zu kennen. Diese Fragen wurden schon oft gestellt, jedoch, so finde ich, sollten sie immer wieder mal auf's neue gestellt werden.
Das sehe ich genau so. Denn meiner Meinung nach steht neben der Aufklärung des Falls im Fokus, dass dieser ebenfalls niemals vergessen werden sollte. Ich habe die Befürchtung, dass das fragwürdige Phantombild aus der Not heraus entstanden ist, dass man dem Täter unbedingt ein Gesicht geben wollte. Das Phantombild wurde immerhin erst 11 Jahre nach dem Mord erstellt. Eventuell hat man sich unter dem Motto „11 Jahre später haben wir nicht mehr viel zu verlieren“ dadurch erhofft, weitere Informationen zu erhalten, sobald auch ein Gesicht in Form des Bildes vorliegt. Dazu würde ich gerne im Folgenden einen Auszug zitieren:


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Mordfall Tristan

26.12.2020 um 15:27
In all den Jahren war es nicht gelungen, dem Täter ein Gesicht zu geben. „Natürlich fragt man sich, wie sieht so jemand aus?“, sagt Fey. Aus Erfahrung weiß er aber, dass man einem Mörder in den seltensten Fällen die Tat ansieht. „Oft sind das ganz normale Menschen, denen niemand etwas Böses zugetraut hat. Und dann sitzt man ihnen gegenüber und ist einfach nur überrascht.“

Dass auch der Mörder von Tristan ein unscheinbarer Familienvater oder hilfsbereiter Nachbar sein könnte, mag sich niemand vorstellen. Und so blieb seine Person abstrakt, eben ein monströses, bestialisches, kaltblütiges Wesen. Die Frage nach dem Aussehen des Täters hat Fey jedoch die ganze Zeit beschäftigt, bis zuletzt. Schließlich begann er, sich wieder die Ermittlungsakten vorzunehmen. Er las sich zum x-ten Male sämtliche Zeugenaussagen durch, verglich die Informationen, die er und seine Kollegen über die Jahre gesammelt hatten. Immer wieder tauchte die Beschreibung eines Mannes auf: groß, hager, blonde, lange Haare, die er zu einem Zopf gebunden hat, damals etwa 20 bis 30 Jahre alt. Dass dieser Mann mit der Tat etwas zu tun hat, halten die Ermittler inzwischen für wahrscheinlich.

Abermals wurden glaubwürdige Zeugen geladen. Mit ihrer Hilfe hat eine Spezialistin des Landeskriminalamts ein Phantombild des Verdächtigen angefertigt, der damals von mehreren Personen in der Nähe des Tatorts gesehen worden war. Es ist ein Mann mit blassblauen Augen. Über der Oberlippe hat er eine Verletzung, vielleicht auch eine Hasenscharte. Die Wangen sind eingefallen, das charakteristischste Merkmal ist aber der lange blonde Zopf.

Möglicherweise ist dieses Phantombild eine der wenigen Möglichkeiten, die den Ermittlern noch bleiben, um den Fall eines Tages aufzuklären. Vielleicht ist es sogar die letzte Chance.
Quelle: F.A.Z
(https://www.google.de/amp/s/m.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/fall-tristan-dem-moerder-ein-gesicht-geben-1920267.amp.html)

Zudem spricht der von SunnyBeatz gepostete Artikel sehr für das, wovon mittlerweile wohl einige ausgehen: nämlich von einem Phantom, der eventuell in der Form gar nicht existiert und nur eine Vermischung von mindestens zwei Zopfmännern ist. Wohl erstellt aus der Not heraus, dass man sich weitere Informationen durch die Bevölkerung versprochen hat, weil der verwischte Fingerabdruck zu nichts führt.

Das wäre dann auch gleich das nächste fragwürdige Thema - nämlich Finger- bzw. Fußabdrücke. Die fehlenden Fußabdrücke machen das Ganze komplizierter, denn neben einem „unsichtbaren“ Täter scheinen wir auch noch einen schwebenden vor uns zu haben. Wie sonst lässt es sich erklären, dass keine Fußabdrücke (und das an einem derartigen Ort) vorgefunden wurden? Ich hoffe wirklich sehr, dass man das damals seitens der Kripo nicht übersehen hat. Leider eine Tatsache, bei der wir als Beobachter bzw. Mitleser keinerlei Chancen für Unterstützung hätten.

Und der verwischte Fingerabdruck? Ein Mysterium seinesgleichen. Da scheint der Täter die ganze Zeit Handschuhe getragen zu haben, außer beim Anfassen des Deutschbuchs. Für mich nicht nachvollziehbar. Daher bitte lieber Gott, lasse den Fingerabdruck etwas taugen und auch vom Täter sein.


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26.12.2020 um 16:32
@anonymous91
Fakt ist auch, dass diese Zopfmänner nicht direkt am oder im Tunnel gesehen wurden. Einer kam aus einem Gebüsch, evtl. war dieser nur pinkeln. Der andere taucht in einem Rechtsanwaltsbüro auf und sagt er hat Scheiße gebaut, das kann eigentlich alles bedeuten, vom kleinen Diebstahl bis zum Bankraub, evtl. hat er auch nur einen Autospiegel abgefahren. Die anderen Sichtungen beziehen sich auf einen Zopfmann, der Kinder beobachtet oder ihnen etwas gekauft hat, klar ist das auffällig, aber mir fehlt da irgendwie der Bezug zur Tat und zu Tristan. Tristans Lehrerin sah zwar einem Mann in Begleitung des Jungen und ist der Meinung, das er so ausgesehen haben "könnte", das ist dann am Ende auch nichts richtig konkretes.

Im Fall Tobias hat sich am Ende rausgestellt, dass das was die Menschen gesehen haben, nichts mit dem Täter zu tun hatte. Hier war Kommissar Zufall derjenige der die Lösung brachte.


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Mordfall Tristan

26.12.2020 um 16:49
Zitat von StauffiStauffi schrieb:@Reißzähnchen
Ich habe nicht aggro reagiert, das war ein ganz normaler Versuch der Erklärung. Es darf doch jeder seine Sichtweise haben, oder?
Kam so rüber


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Mordfall Tristan

26.12.2020 um 16:51
Zitat von StauffiStauffi schrieb:Fakt ist auch, dass diese Zopfmänner nicht direkt am oder im Tunnel gesehen wurden. Einer kam aus einem Gebüsch, evtl. war dieser nur pinkeln. Der andere taucht in einem Rechtsanwaltsbüro auf und sagt er hat Scheiße gebaut, das kann eigentlich alles bedeuten, vom kleinen Diebstahl bis zum Bankraub, evtl. hat er auch nur einen Autospiegel abgefahren. Die anderen Sichtungen beziehen sich auf einen Zopfmann, der Kinder beobachtet oder ihnen etwas gekauft hat, klar ist das auffällig, aber mir fehlt da irgendwie der Bezug zur Tat und zu Tristan. Tristans Lehrerin sah zwar einem Mann in Begleitung des Jungen und ist der Meinung, das er so ausgesehen haben "könnte", das ist dann am Ende auch nichts richtig konkretes.
Er wurde nochmals von einem der damaligen jungen gesehen der zeuge hat den typen unter hinter dem Gitter unten am Tunnel gesehen Quelle Spiegel tv Reportage über Tristan


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Mordfall Tristan

26.12.2020 um 16:54
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:Die fehlenden Fußabdrücke machen das Ganze komplizierter, denn neben einem „unsichtbaren“ Täter scheinen wir auch noch einen schwebenden vor uns zu haben. Wie sonst lässt es sich erklären, dass keine Fußabdrücke (und das an einem derartigen Ort) vorgefunden wurden? Ich hoffe wirklich sehr, dass man das damals seitens der Kripo nicht übersehen hat. Leider eine Tatsache, bei der wir als Beobachter bzw. Mitleser keinerlei Chancen für Unterstützung hätten.
Hervorhebung von mir eingefügt.

Diese Frage habe ich mir auch schon öfters gestellt und habe mal überlegt, ob der Täter evtl während der Tathandlungen im Tunnel eine Art "Überzieher" (wie man sie z B u a von Wohnungsbesichtigungen oder auch von Kriminaltechnikern kennt) getragen haben könnte?
Diese hätte er beim antreten seiner Flucht vom Tatort wieder ausziehen können, seine Schuhe wären sauber (und somit "unauffällig") geblieben und er hätte keine Fußabdrücke hinterlassen, die Rückschlüsse auf seine Schuhgröße, den Hersteller / das Modell der Schuhe, die er trug, zugelassen hätten.
Natürlich wäre Planung / Vorbereitung der Tat dafür Voraussetzung, gehe aber im Fall Tristan Brübach sowieso von einer geplanten und nicht von einer Spontantat aus.
Zitat von StauffiStauffi schrieb:Fakt ist auch, dass diese Zopfmänner nicht direkt am oder im Tunnel gesehen wurden. Einer kam aus einem Gebüsch, evtl. war dieser nur pinkeln.
Er könnte z B auch zum Drogenkonsum im Gebüsch gewesen sein.
Zur damaligen Zeit war in Frankfurt die zweitgrößte Drogenscene Europas "ansässig", da wäre es nicht allzu verwunderlich, wenn auch im Nah-Umfeld des Höchster Bahnhofes - mehr oder weniger "öffentlich" konsumiert worden wäre.
Das Phantombild könnte m E auch durchaus zu einem Drogen-Konsumenten passen.


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Mordfall Tristan

26.12.2020 um 17:01
In meinem vorherigen Beitrag (Bearbeitungszeit abgelaufen) meinte ich Schuhüberzieher, wie z B diese hier:


51AE5783-4497-46DF-B215-57B92DB2C749Original anzeigen (0,4 MB)

Quelle: amazon

Gibt es übrigens auch in Drogeriemarkt-Ketten wie z B Rossmann oder dm zu kaufen.


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26.12.2020 um 17:03
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Er könnte z B auch zum Drogenkonsum im Gebüsch gewesen sein.
Zur damaligen Zeit war in Frankfurt die zweitgrößte Drogenscene Europas "ansässig", da wäre es nicht allzu verwunderlich, wenn auch im Nah-Umfeld des Höchster Bahnhofes - mehr oder weniger "öffentlich" konsumiert worden wäre.
Das Phantombild könnte m E auch durchaus zu einem Drogen-Konsumenten passen.
Es wäre nun schon egal, ob der Zopfmann der Täter ist oder am Ende nur ein Junkie war/ ist. Wenn man ihn als Täter ausschließen könnte, wäre den Ermittlungen auch sehr geholfen. Dann hätte das „Zöpfchen- Wechsel dich Spiel“ endlich ein Ende.
Er wird ja offiziell auch nicht als Täter gesucht.
Wenn man am Ende doch nur einen Junkie Zopfmann sucht, warum findet man den nicht? Da stellt sich ja die gleiche Frage, warum kann man den nicht ermitteln? Waren es doch zwei die sich Ähnlich sahen und unglücklicherweise (für beide Seiten) ins Visier der Fahnder rückten.


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Mordfall Tristan

26.12.2020 um 17:30
Zitat von Niederbayern23Niederbayern23 schrieb:Er wird ja offiziell auch nicht als Täter gesucht.
Wenn man am Ende doch nur einen Junkie Zopfmann sucht, warum findet man den nicht? Da stellt sich ja die gleiche Frage, warum kann man den nicht ermitteln?
Evtl könnte der "Junkie - Zopfmann" (wenn wir mal auf dieses eventuelle Szenario eingehen), kurz nach dem Mord an Tristan selbst verstorben sein (z B an den Folgen seines Konsums) - und glaubwürdige Zeugen aus der Drogenscene zu finden, (die ihn identifizieren könnten), ist gar nicht so einfach bzw jetzt, über 20 Jahre nach der Tat, wohl nahezu unmöglich.


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Mordfall Tristan

26.12.2020 um 18:07
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Evtl könnte der "Junkie - Zopfmann" (wenn wir mal auf dieses eventuelle Szenario eingehen), kurz nach dem Mord an Tristan selbst verstorben sein (z B an den Folgen seines Konsums) - und glaubwürdige Zeugen aus der Drogenscene zu finden, (die ihn identifizieren könnten), ist gar nicht so einfach bzw jetzt, über 20 Jahre nach der Tat, wohl nahezu unmöglich.
Es dauerte an die zehn Jahre, bis das Phantombild herausgebracht wurde... wenn man deiner möglichen These folgen würde und der (lediglich) Junkie lebte bei der Veröffentlichung gar nicht mehr, das wär ja fatal.
Es gibt Zeitraffer im Netz, da kann man beobachten wie sich Menschen unter Konsum bestimmter Substanzen extrem schnell im Gesicht verändern.
Der Zopfmann hätte ggf. postum von seinen Verwandten nicht mal dem Phantombild zugeordnet werden können, dazu kommen noch die Jahre bis zur Veröffentlichung und die mit der Zeit verschwommenen Bilder im Kopf der Zeugen.


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Mordfall Tristan

26.12.2020 um 18:33
@ThoFra
@anonymous91
Er lief zurück zum Tunneleingang, um einen von Tristans Schuhen zu holen, den dieser dort verloren hatte.
Quelle: https://mordfall-tristan.de/tathergang/

Vermutlich wurden da doch Fußspuren oder Schuhabdrücke gefunden?


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Mordfall Tristan

26.12.2020 um 19:55
Zum Thema Blutflecken:
Blutflecken lassen sich mit KALTEM Wasser gut entfernen.
Quelle u.a.: https://hausfrauentipps.de/blutflecken-entfernen/

Evtl. hat dies der Täter bei der Planung berücksichtigt oder hat sich während der Handlungen ergeben, dass die Blutflecken sich mit Hilfe von kaltem Wasser im Bach gelöst haben und somit zwar nasse Klamotten aber ohne (weniger, nicht auffallende) Verschmutzung.


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Mordfall Tristan

26.12.2020 um 20:04
@Stauffi
Zitat von StauffiStauffi schrieb:Vermutlich wurden da doch Fußspuren oder Schuhabdrücke gefunden?
Aber warum wird dann in keinem Zeitungsartikel / Doku / Aktenzeichen / Interview mit den Ermittlern*innen etc pp mal genauer darauf eingegangen?
Weil dies als Täterwissen gilt?
Da der Mord an Tristan nach fast 23 Jahren jedoch immer noch ungelöst ist, könnten die EB vll diesbzgl mal etwas mehr bekanntgeben - in anderen Fällen wurde ja auch darüber berichtet, wenn der Täter z B Schuhabdrücke von Nike - Turnschuhen Größe 45 am Tatort hinterlassen hat.


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Mordfall Tristan

26.12.2020 um 20:54
ich glaube nicht, dass der Tatausführende (bewusst gewählte Bezeichnung, weil ich von 2 Tätern...einem Auftraggeber und einem Ausführenden ausgehe...über ein Fahrzeug verfügte.


für mich war das ne arme Socke, drogenabhängig?, der dem Phantombild des Zopfmannes schon sehr nahe kommt.


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Mordfall Tristan

27.12.2020 um 06:42
@anonymous91
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:Das sehe ich genau so. Denn meiner Meinung nach steht neben der Aufklärung des Falls im Fokus, dass dieser ebenfalls niemals vergessen werden sollte. Ich habe die Befürchtung, dass das fragwürdige Phantombild aus der Not heraus entstanden ist, dass man dem Täter unbedingt ein Gesicht geben wollte. Das Phantombild wurde immerhin erst 11 Jahre nach dem Mord erstellt. Eventuell hat man sich unter dem Motto „11 Jahre später haben wir nicht mehr viel zu verlieren“ dadurch erhofft, weitere Informationen zu erhalten, sobald auch ein Gesicht in Form des Bildes vorliegt. Dazu würde ich gerne im Folgenden einen Auszug zitieren:
Dieses Phantombild muss nicht den Täter darstellen. Ich denke das die EB dieses Bild veröffentlichten, diesen Mann, als evtl. Zeugen zu finden, auch wenn von mutmaßlichen Täter gesprochen wird. Warum dies erst, so wie du schreibst, erst 11 Jahre später veröffentlicht wurde bleibt als Frage stehen. Meldete sich die Augenzeugin erst so spät? Oder nimmt man an das dieser Mann auf dem Phantombild eben w.o. erwähnt als Zeuge gesucht wird. Denn ginge man bei diesem Foto von dem Täter aus, warum wurde dies denn nicht früher veröffentlicht? Eine mögliche Variante wäre, eben das sich dieser Augenzeuge vermutlich erst Jahre später meldete.
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:Zudem spricht der von SunnyBeatz gepostete Artikel sehr für das, wovon mittlerweile wohl einige ausgehen: nämlich von einem Phantom, der eventuell in der Form gar nicht existiert und nur eine Vermischung von mindestens zwei Zopfmännern ist. Wohl erstellt aus der Not heraus, dass man sich weitere Informationen durch die Bevölkerung versprochen hat, weil der verwischte Fingerabdruck zu nichts führt.
Soweit ich das verstanden habe, sprechen die Ermittler von glaubwürdigen Zeugen.

Jedoch weiß man das auch Zeugenaussagen variieren können, wie wahrscheinlich dies in diesem Fall scheint, weiß man eben nicht.
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:Und der verwischte Fingerabdruck? Ein Mysterium seinesgleichen. Da scheint der Täter die ganze Zeit Handschuhe getragen zu haben, außer beim Anfassen des Deutschbuchs. Für mich nicht nachvollziehbar. Daher bitte lieber Gott, lasse den Fingerabdruck etwas taugen und auch vom Täter sein.
Warum fast kaum Spuren gefunden wurden, bleibt ein Rätsel.
Soweit mir bekannt ist, wurde in einem der Dokuberichte genannt das der gefundene Fingerabdruck verwertbar sei. Ich weiß leider nicht mehr welche Doku das war.


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Mordfall Tristan

27.12.2020 um 06:59
@ThoFra
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Diese Frage habe ich mir auch schon öfters gestellt und habe mal überlegt, ob der Täter evtl während der Tathandlungen im Tunnel eine Art "Überzieher" (wie man sie z B u a von Wohnungsbesichtigungen oder auch von Kriminaltechnikern kennt) getragen haben könnte?
Diese hätte er beim antreten seiner Flucht vom Tatort wieder ausziehen können, seine Schuhe wären sauber (und somit "unauffällig") geblieben und er hätte keine Fußabdrücke hinterlassen, die Rückschlüsse auf seine Schuhgröße, den Hersteller / das Modell der Schuhe, die er trug, zugelassen hätten.
Natürlich wäre Planung / Vorbereitung der Tat dafür Voraussetzung, gehe aber im Fall Tristan Brübach sowieso von einer geplanten und nicht von einer Spontantat aus.
Ich denke ebenfalls das es eine geplante Tat war. Aber wenn man von einer geplanten Tat ausgeht, und der Täter wie du annimmst, solch eine Schutzausrüstung anhatte, konnte der Täter nicht einplanen, das evtl doch zufällig jemand vorbeikommen konnte, z.B Kinder die diesen Tunnel als Abkürzung nahmen. Denn dann hätte der Täter nicht mal schnell unentdeckt flüchten können, mit so einer Montur, ohne aufgefallen worden zu sein. Ausserdem hätte er in diesem angenommenen Szenario von zufällig vorbeikommende Personen, nicht die Zeit gehabt, diesen Schutzanzug schnell auszuziehen.
Ich denke der Täter hatte, wenn, nur Handschuhe an.


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Mordfall Tristan

27.12.2020 um 07:07
@Stauffi
Zitat von StauffiStauffi schrieb:Vermutlich wurden da doch Fußspuren oder Schuhabdrücke gefunden?
Ich vermute ebenfalls, das mehr gefunden wurde, als öffentlich bekanntgegeben wurde.


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