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Mordfall Tristan

20.639 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Frankfurt, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Tristan

Mordfall Tristan

27.12.2020 um 07:12
@allmythoughts
@ThoFra

Man hat sehr viel über die massiven Verletzungen bekannt gegeben, das finde ich untypisch und sehe dies eher als Täterwissen. Über die Kleidung von dem Zopfmann, der aus dem Gebüsch herauskam, wurde nichts herausgegeben, oder?


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Mordfall Tristan

27.12.2020 um 07:21
@Stauffi
Zitat von StauffiStauffi schrieb:Man hat sehr viel über die massiven Verletzungen bekannt gegeben, das finde ich untypisch und sehe dies eher als Täterwissen.
Ich verstehe jetzt nicht wie du das meinst. Gehst du davon aus das die EB eine Person in Verdacht haben, oder was meintest du mit "Täterwissen".
Zitat von StauffiStauffi schrieb:Über die Kleidung von dem Zopfmann, der aus dem Gebüsch herauskam, wurde nichts herausgegeben, oder?
Davon ist mir auch nichts bekannt. Ich werde mal im www suchen ob sich diesbezüglich etwas finden lässt.


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Mordfall Tristan

27.12.2020 um 08:11
Zitat von allmythoughtsallmythoughts schrieb:Ich verstehe jetzt nicht wie du das meinst. Gehst du davon aus das die EB eine Person in Verdacht haben, oder was meintest du mit "Täterwissen".
Die Verletzungen von Tristan wurden sehr detailliert geschildert. Am Ende frage ich mich deswegen, wie ein Täter glaubhaft darstellen möchte, das er den Mord begangen hat.


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27.12.2020 um 08:15
@Stauffi
Ich vermute das evtl. einige Details nicht bekanntgegeben wurden, welche nur der Täter wissen kann.


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Mordfall Tristan

27.12.2020 um 10:00
Zitat von allmythoughtsallmythoughts schrieb:und der Täter wie du annimmst, solch eine Schutzausrüstung anhatte, konnte der Täter nicht einplanen, das evtl doch zufällig jemand vorbeikommen konnte, z.B Kinder die diesen Tunnel als Abkürzung nahmen. Denn dann hätte der Täter nicht mal schnell unentdeckt flüchten können, mit so einer Montur, ohne aufgefallen worden zu sein. Ausserdem hätte er in diesem angenommenen Szenario von zufällig vorbeikommende Personen, nicht die Zeit gehabt, diesen Schutzanzug schnell auszuziehen.
Dass der Täter einen kompletten Schutzanzug getragen hat während der Tatausführung, glaube ich eher nicht.
Diese Anzüge sind meist weiß und mit einem weißen Schutzanzug hätte sich der Täter im dunklen Tunnel deutlich von der Umgebung abgehoben und wäre somit für Passanten (z B Kinder, die den Tunnel als Abkürzung verwenden wollen) besser sichtbar gewesen.
Auf die Überlegung, dass er evtl solche Schuhüberzieher getragen haben könnte, kam ich aufgrund der fehlenden Fuß-/Schuhabdrücke.
Solche Überzieher lassen sich relativ zügig über die Schuhe ziehen, das hätte dem Täter also keinen großen Zeitaufwand bereitet.
Zitat von StauffiStauffi schrieb:Über die Kleidung von dem Zopfmann, der aus dem Gebüsch herauskam, wurde nichts herausgegeben, oder?
Erinnere mich daran, etwas davon gelesen (oder in einer der Dokus/Berichte gehört) zu haben, dass der "Zopfmann" eine Lederjacke getragen haben soll, bin mir allerdings nicht mehr sicher, bei welcher der Sichtungen er diese getragen haben soll, werde nochmals danach suchen.
Zitat von StauffiStauffi schrieb:Am Ende frage ich mich deswegen, wie ein Täter glaubhaft darstellen möchte, das er den Mord begangen hat.
Nunja, glaubhaft darstellen, dass er den Mord begangen hat, möchte wohl nur ein geständiger Täter.
Nach all den Jahren können wir wohl eher nicht mehr damit rechnen, dass der Täter im Fall Tristan - falls dieser denn überhaupt noch lebt - gestehen wird, zumindest wohl nicht "von sich aus".
Geständnisse auf dem Sterbebett sind wohl auch eher eine Seltenheit.


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Mordfall Tristan

27.12.2020 um 10:25
Habe jetzt nochmals hier im Theard gesucht bzgl der Kleidung des "Zopfmannes" und Folgendes diesbzgl gefunden:
Zitat von abberlineabberline schrieb am 20.02.2019:Eine Zeugin sieht kurz danach eine Gestalt in dunkler Kleidung und Kappe den Trampelpfad in der Nähe des Tunnels hoch kommen.
Zitat von abberlineabberline schrieb am 02.08.2018:Das Mädchen beschrieb als Kleidung Mütze, Lederjacke, schwarze Hose, die Lehrerin beschreibt ihn als NICHT heruntergekommen. Bleiben die Kinder und die Damen der Anwaltskanzlei...vielleicht sind lange Haare etc für die Damen schon "heruntergekommen"
Also hat nur das Mädchen, das den "Zopfmann" am Trampelpfad in Nähe des Liederbachtunnels gesehen hat am Tattag, etwas zur Kleidung des Mannes sagen können ( Mütze/Kappe, Lederjacke, schwarze Hose -> insgesamt dunkel gekleidet).
Die Nachhilfelehrerin und die Frauen in der Rechtsanwaltskanzlei haben sich also, soweit wir wissen, nur geäußert, ob der "Zopfmann" (auf sie) einen eher gepflegten oder eher ungepflegten / heruntergekommenen Eindruck machte, sind aber nicht genauer auf dessen Bekleidung eingegangen in ihren Aussagen.


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27.12.2020 um 10:38
Zum Thema Schutzkleidung. In der Pflege trug ich immer diese blauen Überziehschuhe, die sind verdammt rutschig und reißen leicht. Die Fetzen hängen dann am Fuß und den Rest kann man einsammeln.
Die Kittel zum Binden sind nicht so leicht zu kriegen (außer wenn man im medizinischen Bereich arbeitet), die muss man hinten am Hals straff binden, damit einem das Gefleddere vorne nicht stört und nicht an den Oberarmen runter rutscht. Wenn man nicht geübt ist, braucht man einen Zweiten der das macht.
Außerdem sind die Dinger meist blau oder grün.
Vorteil: man kann die Dinger nach Gebrauch runter reißen, wenn‘s blöd läuft muss man als Textmarker flüchten.
Die Maler oder Pflege- Overall... da muss man rein und auch wieder raus steigen.
Außerdem müssen die Pflegeoveralls Bündchen haben zwecks Infektionsschutz.
Am Bein und am Arm. Blöd zum raus und reinsteigern.


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Mordfall Tristan

27.12.2020 um 10:48
Zitat von Niederbayern23Niederbayern23 schrieb:Die Maler oder Pflege- Overall... da muss man rein und auch wieder raus steigen.
Außerdem müssen die Pflegeoveralls Bündchen haben zwecks Infektionsschutz.
Am Bein und am Arm. Blöd zum raus und reinsteigern.
Da hast Du Recht.
Wenn man es allerdings halbwegs "geübt" ist, aus diesen "Schutzanzügen" hinein und hinaus zu steigen, ist dies dennoch relativ zügig möglich.
Trage manchmal selbst auf der Arbeit solch einen Schutzanzug, wenn sich nicht gerade der Reißverschluss verklemmt, brauche ich nicht lange, um ihn an- und wieder auszuziehen.


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Solch einen Schutzanzug meinte ich, wurden mir direkt bei der Google - Suche u a auch in gelb und orange angezeigt.


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27.12.2020 um 10:58
Ich bleibe bei meiner Meinung, und schließe aus, das der Täter solch einen Schutzanzug trug. Auch wenn dieser evtl. leicht an- und auszuziehen wäre, bedarf es trotzdem unnötige Zeit und wäre zusätzlicher unnötiger "Ballast".


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Mordfall Tristan

27.12.2020 um 11:04
@allmythoughts
@ThoFra
Um die Jahrtausendwende gab es überall (beispielsweise New Yorker) Tarnoutfits, in allen möglichen hässlichen Varianten. Mit solchen Hosen wäre Nässe, Blut niemals aufgefallen. Flecktarn- Varianten in allen Varianten und Formen waren angesagt, zumindest bei uns.


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27.12.2020 um 11:15
Zitat von allmythoughtsallmythoughts schrieb:Auch wenn dieser evtl. leicht an- und auszuziehen wäre, bedarf es trotzdem unnötige Zeit und wäre zusätzlicher unnötiger "Ballast".
Nunja, es wird ja davon ausgegangen, dass der Täter Tristans (Schul-)Rucksack mitgenommen hat, theoretisch hätte er also eventuelle Schutzkleidung mit in den Rucksack packen können, diese wiegt fast nichts und lässt sich sehr klein zusammenknüllen.
Gerade wenn man davon ausgehen würde, dass der Täter diese sowieso im Anschluss an die Tat beabsichtigte zu entsorgen, hätte er sie wohl nicht unbedingt ordentlich falten müssen.

@Niederbayern23

Deine Idee mit der (Fleck-)Tarnkleidung finde ich interessant.
Fragt sich nur, ob das Mädchen, dass den "Zopfmann" in Nähe des Liederbachtunnels gesehen hat, dies dann nicht auch explizit erwähnt / beschrieben hätte?
Andererseits ist es ja nicht gesichert, dass es sich bei diesem Mann auch um den Täter handelte.
Evtl war dieser "Zopfmann" lediglich zwecks austreten / Drogenkonsum etc pp im Gebüsch und hatte rein gar nichts mit dem Mord an Tristan zu tun.


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Mordfall Tristan

27.12.2020 um 12:50
@allmythoughts
Im deine Frage zu beantworten, ob ein Kind sich eigenmächtig aus der Schule abmelden könnte, ohne dass die Eltern informiert wurden. Ja, das war kein Problem damals. Heute schwer vorstellbar, aber wenn jemand gesagt hat, ihm sei schlecht, ist er halt nach Hause. Hab ich auch öfter gemacht. Da hat damals kein Lehrer gefragt. Nachmittagsbetreuung gab es auch keine. 13 h war Schluss und Schule zu.
Genauso konnte man ja auch vom Lehrer vor die Tür geschickt werden, wenn man sich im Unterricht nicht benommen hat. Da war auch keine Aufsicht.
Also alles viel lockerer als heute
@Niederbayern23
Zumindest lt Zeugin trug er kein Tarnzeugs, sondern dunkle Kleidung, da fällt auch nix auf und lt Usern aus der Region wär dort auch ein nasser Junkie etc nicht weiter beachtet worden, weil da viele abgefuckte Typen rumliefen.


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27.12.2020 um 13:06
Zitat von abberlineabberline schrieb:umindest lt Zeugin trug er kein Tarnzeugs, sondern dunkle Kleidung, da fällt auch nix auf und lt Usern aus der Region wär dort auch ein nasser Junkie etc nicht weiter beachtet worden, weil da viele abgefuckte Typen rumliefen.
Hervorhebung von mir eingefügt.

Insofern war dies vll gerade eine "gute Tarnung", eben weil ein weiterer "abgefuckter Typ" keine sonderliche Aufmerksamkeit erregt unter vielen "abgefuckten Typen".
Die Kappe, die der "Zopfmann" laut der "Tunnel-Zeugin" getragen hat, diente evtl dazu, das Gesicht etwas zu verdecken - m E gerade dann gut vorstellbar, wenn der "Zopfmann" tatsächlich so eine auffällige Narbe a la "Hasenscharte" im Gesicht gehabt hat.
Mögliche Zeugen hätten ihn nicht als hervorstechend wahrgenommen.


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Mordfall Tristan

27.12.2020 um 14:27
Zusammenhang Schutzausrüstung/ Fingerabdruck:
Hab mir schon oft die Frage gestellt, warum nur ein Fingerabdruck? Ich komme immer wieder auf den Schluss, dass dem Täter ein Finger eines Latexhandschuhs abgerissen sein muss. Der Fingerling hängt auch noch oft am Handschuh dran und muss somit nicht zwangsläufig gefunden worden sein. Könnte auch Vinyl oder Nitril gewesen sein, damals aber eher Latex.
Früher waren die Handschuhe auch noch gepudert, war vor meiner Berufszeit, also 98 denk ich wurde schon langsam umgestellt. Puder hätte man allerdings nachweisen können.
Es gibt sterile Chirurgiehandschuhe, einzeln verpackt, die sind besser, reißfester.
Dann gibt es die Einweghandschuhe für die Pflege, unsteril. Da jede Pflegekraft weiß, dass diese Microperforationen aufweisen und abreißen, ziehen sie zwei Paar übereinander (wenn’s mal blutig wird).
Schade, dass kein abgerissener Fingerling gefunden worden ist. Vom Handschuh selber hätte man relativ sicher auf die Herkunft schließen können: Lebensmittelverarbeitung (blau/ schwarz eingefärbt) Medizin, Kosmetik, Labor...oder von Muddi aus der Haarfärbepackung.
Ich geh mal davon aus, dass es 98 noch keine Druckräume gab inkl Hygienematerial.


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Mordfall Tristan

27.12.2020 um 14:45
@ThoFra
@Niederbayern23
@schnuffon

Thema Kleidung, Nässe, Blut- und Schmutzspuren im Bezug auf den Täter bzw. den Zopfmann:

Interessante Gedanken und im Bereich des möglichen. Bei dieser Tat ist es nahezu unmöglich, dass die Kleidung des Täters trocken geblieben ist und vor allem keine Schmutz- bzw. Blutspuren hatte. Neben einem bedacht ausgewählten Fluchtort könnte ebenso eine mögliche Tarnkleidung erklären, warum der Täter nicht mit nasser bzw. verdreckter Kleidung aufgefallen ist. Dies gilt jedoch ohnehin nur, sofern sich dieser bei seiner Flucht auch länger in der Öffentlichkeit aufgehalten hat und an Mitmenschen vorbei gehen musste (wovon ich jedoch aufgrund des von @Schuffon genannten und in Frage kommenden Fluchtweges gar nicht mehr ausgehe).

Eine mögliche Tarnbekleidung deckt sich dann aber weniger mit der Zeugensichtung des 12-jährigen Mädchens, welche von Kopf bis (Fuß?) zur Hose dunkle Bekleidung angegeben hatte. Ich denke, dass es bei dieser Art der Bekleidung ebenfalls schwer wäre, derartige Spuren auf den ersten Blick zu deuten. Zudem könnte der Täter in der Tat das kalte Wasser ausgenutzt haben, um das Blut leichter zu entfernen.

Wie ihr aber erwähnt habt ist es ohnehin fragwürdig, ob es sich bei der Sichtung des Mädchens um 15:50 Uhr um den (über den Trampelpfad aus dem Gebüsch kommenden?) Täter handelte oder doch nur um eine Person, die zur falschen Zeit am falschen Ort war.

Fakt ist, dass am Tattag keine Person gesehen wurde, die nasse bzw. blutverschmierte Kleider hatte. Und Fakt ist auch, dass nur eine Person am Tattag gesehen wurde, welcher als Täter in Frage käme. Und diese Person hatte einen Zopf, eine Baseballcap, eine schwarze Lederjacke und eine dunkle Hose. War breitschultrig, hatte eine sportliche Figur (was bei einem „Junkie“ wohl weniger wahrscheinlich wäre) und kam um 15:50 aus dem Gebüsch. Genau diese Sichtung ist es auch, die den Täter zum ersten Mal als Zopfmann deklariert. Im Laufe der Zeit sind es dann die Aussagen der Nachhilfelehrerin und vllt. sonstiger (uns unbekannter) Bekannter, die Tristan mehrere Male mit einem Zopfmann gesehen haben.

An dieser Stelle kann festgehalten werden, dass die Sichtung des 12-jährigen Mädchens + die Sichtungen der Nachhilfelehrerin von großer Bedeutung sein könnten. Das sind zwei Aussagen, die wirklich nicht ignoriert werden dürfen und natürlich auch nicht wurden. Mich stört es jedoch, dass das Phantombild ebenfalls Aspekte aufweist, die seitens unbeteiligter und von Tristan entfernter Personen angegeben wurden. Und dass hier eventuell Merkmale eingeflossen sind, die womöglich gar nichts mit dem wahren Täter zu tun haben. Allen voran die Hasenscharte, die von weit entfernten Zeugen (in der Kanzlei oder aus Hofheim) angegeben wurden. Das kam immerhin nicht von der 12-jährigen, die den möglichen Mörder am Tunnel gesehen hat. Und auch nicht von der Nachhilfelehrerin.

Das alles bedeutet zusammengefasst, dass weder die Kleidung, noch mögliche Nässe bzw. Blut- und Schmutzspuren zum Täter führen werden. Eure Ansätze sind jedoch durchaus eine gute Erklärung dafür, warum diese niemandem am Tattag aufgefallen sein dürften, sofern sich der Täter nicht zwischen Bäumen und weniger besiedelten Orten durchgeschlichen hat. Das fragwürdige Phantombild bleibt...

Thema Finger-, Schuh- bzw. Fußabdrücke am Tatort:

@ThoFra
@Stauffi
@Niederbayern23

Schuhüberzieher oder Ähnliches könnten ebenfalls die fehlenden Fußabdrücke am Tatort erklären und würden auch zu einem planenden Täter passen. Diese Möglichkeit kommt neben der Annahme in Frage, dass die Ermittler es damals versäumt haben, nach Spuren dieser Art zu suchen. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass Infos über eventuell gefundene Abdrücke zurückgehalten werden. Es scheint viel mehr so, als ob einfach keinerlei Fußspuren vorliegen.
Zitat von StauffiStauffi schrieb:Er lief zurück zum Tunneleingang, um einen von Tristans Schuhen zu holen, den dieser dort verloren hatte.
Quelle: https://mordfall-tristan.de/tathergang/

Vermutlich wurden da doch Fußspuren oder Schuhabdrücke gefunden?
Einer der fragwürdigsten Punkte in diesem Fall. Mich würde brennend interessieren, wie das festgestellt werden konnte. Geht man davon aus, dass Fußspuren fehlen (was sie auch scheinbar tun), fällt mir ansonsten keine Möglichkeit ein, um dies zu rekonstruieren.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Aber warum wird dann in keinem Zeitungsartikel / Doku / Aktenzeichen / Interview mit den Ermittlern*innen etc pp mal genauer darauf eingegangen?
Weil dies als Täterwissen gilt?
Da der Mord an Tristan nach fast 23 Jahren jedoch immer noch ungelöst ist, könnten die EB vll diesbzgl mal etwas mehr bekanntgeben - in anderen Fällen wurde ja auch darüber berichtet, wenn der Täter z B Schuhabdrücke von Nike - Turnschuhen Größe 45 am Tatort hinterlassen hat.
Und das ist auch der Grund dafür, warum ich davon ausgehe, dass es keine Fußspuren gibt. Hätten diese vorgelegen, müsste man genau diese Abfrage machen. Es wäre damals nicht verkehrt gewesen, mindestens danach am Tatort zu suchen, denn über die Fußabdrücke könnte man mehrere Informationen zur Statur und evtl. auch bzgl. des Alters ableiten. Schade. Unvorstellbar, dass genau dieser Punkt aufgrund möglichen Täterwissens zurückgehalten wurde. Gerade dies wäre ein Aspekt, welchen man neben dem Fingerabdruck hätte heranziehen können.
Zitat von Niederbayern23Niederbayern23 schrieb:Hab mir schon oft die Frage gestellt, warum nur ein Fingerabdruck? Ich komme immer wieder auf den Schluss, dass dem Täter ein Finger eines Latexhandschuhs abgerissen sein muss.
Ein sehr guter Punkt! Neben dem fragwürdigen Phantombild und den fehlenden Schuhabdrücken eines der Mysterien, die es in diesem Fall gibt. Sollte der Fingerabdruck tatsächlich dem Täter gehören, wären die von dir beschriebenen Aspekte nahezu die einzige Möglichkeit. Der Fingerabdruck lässt immerhin den Schluss zu, dass der Täter zumindest kurzzeitig ohne Handschuhe gewesen sein muss. Die Umstände der Tat weisen wiederum daraufhin, dass während der Tat nahezu durchgängig Handschuhe verwendet wurden. Wie kann es also beim temporären Entfernen von Handschuhen sein, dass es nur einen (verwischten) Fingerabdruck gibt? Kommt nahezu nur in Frage, unter den von dir beschriebenen Möglichkeiten.


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Mordfall Tristan

27.12.2020 um 14:50
@Niederbayern23
Zitat von Niederbayern23Niederbayern23 schrieb:Hab mir schon oft die Frage gestellt, warum nur ein Fingerabdruck? Ich komme immer wieder auf den Schluss, dass dem Täter ein Finger eines Latexhandschuhs abgerissen sein muss. Der Fingerling hängt auch noch oft am Handschuh dran und muss somit nicht zwangsläufig gefunden worden sein.
Eine gute Überlegung deinerseits und eine Möglichkeit. Dies könnte den verwischten Fingerabdruck erklären.


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Mordfall Tristan

27.12.2020 um 14:51
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:Schuhüberzieher oder Ähnliches könnten ebenfalls die fehlenden Fußabdrücke am Tatort erklären und würden auch zu einem planenden Täter passen.
Aber wie ist es denn eigentlich: Auch solche Überzieher müssten doch in irgendeiner Weise Spuren hinterlassen, oder? Wenn ich damit in den Schlamm trete, bleibt der doch auch daran kleben und wird z. B. auf der Betonfläche hinterlassen.
Desgleichen bei Blut.

Natürlich würde man dann u. U. keine Sohlenprofile erkennen können, die für die weitere Fahndung wichtig wären, aber eine irgendwie geartete Spur würde doch trotzdem zurückbleiben.


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Mordfall Tristan

27.12.2020 um 14:53
@brigittsche
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Aber wie ist es denn eigentlich: Auch solche Überzieher müssten doch in irgendeiner Weise Spuren hinterlassen, oder? Wenn ich damit in den Schlamm trete, bleibt der doch auch daran kleben und wird z. B. auf der Betonfläche hinterlassen.
Desgleichen bei Blut.

Natürlich würde man dann u. U. keine Sohlenprofile erkennen können, die für die weitere Fahndung wichtig wären, aber eine irgendwie geartete Spur würde doch trotzdem
Absolut richtig ! Dasselbe habe ich mir auch gedacht.


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Mordfall Tristan

27.12.2020 um 14:56
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Aber wie ist es denn eigentlich: Auch solche Überzieher müssten doch in irgendeiner Weise Spuren hinterlassen, oder? Wenn ich damit in den Schlamm trete, bleibt der doch auch daran kleben und wird z. B. auf der Betonfläche hinterlassen.
Desgleichen bei Blut.

Natürlich würde man dann u. U. keine Sohlenprofile erkennen können, die für die weitere Fahndung wichtig wären, aber eine irgendwie geartete Spur würde doch trotzdem zurückbleiben.
Plausibler Einwand und dazu noch ein Grund mehr, welcher mich in meiner Annahme verstärkt, dass tatsächlich keine Fuß- bzw. Schuhspuren am Tatort gesichert wurden. Ein großes Versäumnis, wenn dem so wäre.


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Mordfall Tristan

27.12.2020 um 14:57
@brigittsche
@allmythoughts
Der Umriss des Schuhs bleibt, somit die Größe nachvollziehbar. Die Überziehschuhe überleben den „Ausflug“ in ein Bachbett sicher nicht. Die sind nur für glatte und trockene Böden (desinfizierbar glatt) geeignet.
Ich kann euch morgen mal ein Foto schicken wie Überziehschuhe aussehen wenn man durch einen feuchten Steingarten läuft.


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