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Mord an Frauke Liebs

84.962 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Entführung, Telefon ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

06.06.2017 um 01:37
Malinka, ich gehe mit so vielen deiner Gedankengänge und aufgeworfenen Fragen konform. Ein Dankeschön einfach mal an dich, deine Sorgfalt der geäußerten Überlegungen.

Dann: Unter anderem würde sich vielleicht ernsthaft die erst kürzlich eingebrachte Idee (es tut mir leid, den Nicknamen des Users habe ich grad nicht abrufbar und wie man hierüber zitiert ist mir auch noch ein Rätsel) zu Überdenken lohnen: Was, wenn bei den Telefonaten tatsächlich niemand hinter Frauke stand, nicht in Gestalt, damit nicht in unmittelbarer Bedrohung und dennoch genug "Bedrohung", um nicht vollständig klar zu sprechen, auszusprechen. Ein anderes Bild täte sich auf.


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Mord an Frauke Liebs

06.06.2017 um 03:44
[/quote]
Zitat von MalinkaMalinka schrieb:Genau. Er nahm ein enormes Risiko in Kauf
bei diesem letzten Anruf.
Wenn Frauke jedoch bereits ahnte was passieren wird
frage ich mich immer noch warum sie nicht mehr sagte
als das was sie gesagt hat.
Frauke ahnte, was passieren würde. Ich muss das nicht nochmal alles ausführen, du kennst die auffälligen Passagen.
Ich fragte mich das auch... und ich erkläre mir das eben mit der medikamentösen Beruhigung - da waren Teile ihrer Emotionen einfach ausgeschaltet - aber trotzdem nicht ihr Verstand.
Zitat von ramisuryramisury schrieb:Dann: Unter anderem würde sich vielleicht ernsthaft die erst kürzlich eingebrachte Idee (es tut mir leid, den Nicknamen des Users habe ich grad nicht abrufbar und wie man hierüber zitiert ist mir auch noch ein Rätsel) zu Überdenken lohnen: Was, wenn bei den Telefonaten tatsächlich niemand hinter Frauke stand, nicht in Gestalt, damit nicht in unmittelbarer Bedrohung und dennoch genug "Bedrohung", um nicht vollständig klar zu sprechen, auszusprechen. Ein anderes Bild täte sich auf.
Wat? xDDD  ... wer stand denn hinter ihr? Ein Geist oder wie? :D  .... ich schließe es aus, das Frauke hier an irgendwelchen psychischen Erkrankungen litt.... die zurückgelegten Entfernungen.... die Tatsache, dass sie niemand in der Woche wahrgenommen oder bemerkt hat..... das PASST NICHT ^^

Und wer soll bitte sonst nicht hinter ihr gewesen sein - aber dann doch in Gedanken? öÖ


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06.06.2017 um 09:40
@Quastenflosser

Lies meinen Beitrag: Der Täter könnte nicht direkt beim Telefonieren dabei gewesen sein, aber das Gespräch aufgenommen und später angehört haben.

Und selbst wenn Frauke geahnt haben sollte, dass der Entführer sie bald umbringen würde, könnte sie trotzdem nicht gewagt haben, Hinweise zu geben oder gar Namen oder Örtlichkeiten zu nennen.
Es gibt schließlich verschiedene Mord-Methoden, brutale und weniger brutale. Warum hätte sie den Täter reizen sollen?


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Mord an Frauke Liebs

06.06.2017 um 11:06
Zitat von JustusJJustusJ schrieb:"das weisst du doch chris!" - diese aussage von fl kann man drehen und wenden wie man will, lässt aber daraus schliessen das chris den täter kannte!
... oder dass Chris wusste, warum sie freiwillig wegblieb.


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06.06.2017 um 11:36
Zitat von JustusJJustusJ schrieb:hoffe in diesem fall ja immer noch das es den entscheidenden hinweis gibt. klar, ist über 10 jahre her, aber es war das Sommermärchen. ich zb könnte ,anhand der fussballpaarungen und ergebnisse, bestimmt fast die ganze woche rekonstruieren was ich damals getrieben habe. ohne solch ein riesen event würde ich heuer nicht mal sagen können was ich vor 3-4 wochen gemacht habe .
es wurde ja direkt nach dem verschwinden intensiv nach ihr gesucht und zu dem zeitpunkt wussten wohl auch die meisten personen über den fall bescheid, die etwas hätten sehen/bemerken können (lokale nachrichten, flyer, hören-sagen).

ich denke nicht, dass nach all der zeit ein zeuge auftaucht, der einen entscheidenden hinweis gibt. wenn überhaupt, würde sich eventuell ein mitwisser melden (wenn es denn einen gibt) oder der zufall schlägt zu.
Zitat von radimonradimon schrieb:Wie Du Malinka richtig sagst, war das die einzige Frage in allen Telefonaten und sie hat nur nach ihren Eltern gefragt, nicht nach ihren Geschwistern (erst als Chris Karen erwähnte). Sie wollte also explizit ihre Eltern sprechen. Vielleicht konnte sie nur Ihnen den entscheidenden Hinweis im letzten Gespräch geben, was auch erklären würde, warum sie keinen gegeben hat. Das würde wiederum auch das dreifache Mama zuvor erklären. Für den Täter war es somit Glück, dass sie die Eltern nicht sprechen konnte, oder er wusste, dass sie in dem Moment nicht da sind. Daher vielleicht auch der Kontakt zu Chris und nicht direkt zur Familie.
wieso konnte sie dann den hinweis nicht einfach chris oder karen geben? es doch klar, dass alle untereinander in kontakt standen und insbesondere eine für chris und karen nicht zu verstehende antwort wäre wohl diskutiert worden wäre mit der polizei bzw. den eltern. dann wäre der hinweis ja auch angekommen, wenn auch nicht direkt.


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Mord an Frauke Liebs

06.06.2017 um 12:03
Die Wiedergabe der Gespräche gehen ja auf Chris selbst zurück. Daher glaube ich, daß er dieses

"das weisst du doch, Chris!"

genau so wiedergegeben hat, wie es gesagt wurde, und daß er eben nicht wußte, was damit gemeint war, und es daher einfach so stehengelassen hat.

Vielleicht hat Frauke aus irgendeinem Grund gemeint, das wäre Chris genauso klar wie ihr. Wäre das aber so, so hätte Chris die Äußerung längst aufgeklärt. Frauke hätte sich dann in ihrer Einschätzung (daß Chris es doch wissen müße) einfach geirrt.

Vielleicht war das auch nur ein Versuch, vor ihrem Entführer so zu tun, als hätte Chris durchaus eine Kenntnis über das, was passierte - um jenen zu verunsichern. (Hierüber wurde von @Ocelot und @Quastenflosser bereits kurz diskutiert.)

Auf jeden Fall deutet die Äußerung darauf hin, daß das, was gerade passierte, nicht dermaßen unerwartet war, daß man zuvor nie darüber gesprochen hätte (bzw. gesprochen haben könnte). Im Gegenteil, es wird suggeriert, daß der Grund ihres jetzigen Fortbleibens zuvor einmal Gesprächsthema war. Eine plötzliche Entführung wäre aber sicher nicht zuvor Gesprächsthema gewesen.

Ich finde es sehr merkwürdig, daß das Geschehen (mit mehrtägiger Abwesenheit) vorher einmal in einem Gespräch mit Chris als Thema vorgekommen sein sollte, er sich aber in keiner Weise an so etwas - doch immerhin Außergewöhnliches - erinnert. Woran mag Frauke da appellieren?


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Mord an Frauke Liebs

06.06.2017 um 13:20
Zitat von tischtisch schrieb:wieso konnte sie dann den hinweis nicht einfach chris oder karen geben? es doch klar, dass alle untereinander in kontakt standen und insbesondere eine für chris und karen nicht zu verstehende antwort wäre wohl diskutiert worden wäre mit der polizei bzw. den eltern. dann wäre der hinweis ja auch angekommen, wenn auch nicht direkt.
Ich kann mir das nur so vorstellen, wie ich es schon mal geäußert habe. Ich hatte bspw mit meinen Eltern drei Wörter vereinbart, die ich ohne Probleme am Telefon sagen kann während meines Sprachaufenthaltes in England in der Schulzeit. Es waren Ortsangabe. Hätte ich bspw. gesagt: es ist wie in Darmstadt , dann hätten meine Eltern gewusst, dass ich es schrecklich dort finde und nach Hause will. Hätte ich damals eine Freundin angerufen, hätte diese das nicht verstanden und evtl auch nicht für wichtig empfunden. Nur so als Beispiel.


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Mord an Frauke Liebs

06.06.2017 um 13:30
Zitat von snowdonsnowdon schrieb:Vielleicht hat Frauke aus irgendeinem Grund gemeint, das wäre Chris genauso klar wie ihr. Wäre das aber so, so hätte Chris die Äußerung längst aufgeklärt. Frauke hätte sich dann in ihrer Einschätzung (daß Chris es doch wissen müße) einfach geirrt.
Wäre das so? Was macht dich da so sicher das er es zwingend aufgeklärt hätte?

Letztendlich kann man in dem Fall spekulieren, und keiner kann hier etwas widerlegen oder gar Beweisen.

Wer sagt denn überhaupt das der Wortlaute der Telefonate sich überhaupt so zugetragen haben?! Hier handelt es sich um "Gedächtnissprotokolle" Daher würde ich jetzt auch nicht jedes, angeblich in den Telefonaten geäußerte Wort, auf die Goldwaage legen.


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Mord an Frauke Liebs

06.06.2017 um 13:34
Zitat von snowdonsnowdon schrieb:Vielleicht hat Frauke aus irgendeinem Grund gemeint, das wäre Chris genauso klar wie ihr. Wäre das aber so, so hätte Chris die Äußerung längst aufgeklärt. Frauke hätte sich dann in ihrer Einschätzung (daß Chris es doch wissen müße) einfach geirrt.
Genau das meinte ich. Vielleicht hat sie gedact, ihrem Mitbewohner müsste doch eigentlich klar sein, was sie antreibt. Der, typisch Mann, war aber so unsensibel, dass er es einfach nicht als Thema wahrgenommen hat. Bis heute.
Zitat von JustusJJustusJ schrieb:r sagt denn überhaupt das der Wortlaute der Telefonate sich überhaupt so zugetragen haben?! Hier handelt es sich um "Gedächtnissprotokolle" Daher würde ich jetzt auch nicht jedes, angeblich in den Telefonaten geäußerte Wort, auf die Goldwaage legen.
Das ist prinzipiell richtig. Aber sinngemäss wird sie wohl so was in der Art gesagt haben. Und dass Chris sich das einfach nur aus den Fingern gesogen haben sollte, um von sich abzulenken, glaub ich auch nicht. Denn es lenkt den Focus ja sogar eher auf ihn.


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06.06.2017 um 13:42
Zitat von snowdonsnowdon schrieb:Auf jeden Fall deutet die Äußerung darauf hin, daß das, was gerade passierte, nicht dermaßen unerwartet war, daß man zuvor nie darüber gesprochen hätte (bzw. gesprochen haben könnte). Im Gegenteil, es wird suggeriert, daß der Grund ihres jetzigen Fortbleibens zuvor einmal Gesprächsthema war. Eine plötzliche Entführung wäre aber sicher nicht zuvor Gesprächsthema gewesen.
Auf jeden Fall???

Mit solchen Festlegungen sollte man umsichtig sein, wie auch @JustusJ gerade anmerkte - selbst wenn die Gespräche sonstattgefunden haben und Inhalte so transportiert wurden, fehlten Reihenfolge, u.U. belanglos erscheinende Inhalte sowie der Kontext.

"Das weißt Du doch" kann sich auf ein vergangenes Gespräch, auf einen kürzlich erwähnten oder folgenden Inhalt beziehen, z.B. auch auf (frag) Mama! x3
Unter diesen Umständen, wenn Chris z.B. echt keinen Plan hat, was gemeint ist und Frau Liebs sich den Kopf zerbricht, was mit 3 x Mama gemeint sein könnte, ergäbe die Kombination beider "suspekter" Informationen (Das weißt Du doch [eh nicht, sprich mit] Mama, (die weiß es)).
Denn mittlerweile dürfte es auch bei Fraukes "Begleiter" und ihr selbst angekommen sein, dass die Welt von Nieheim weiß. Es fehlt also nur eine Verknüpfung von Informationen, welche Frauke u.U. versucht hat herzustellen.


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06.06.2017 um 13:55
Zitat von kaietankaietan schrieb:Und dass Chris sich das einfach nur aus den Fingern gesogen haben sollte, um von sich abzulenken, glaub ich auch nicht. Denn es lenkt den Focus ja sogar eher auf ihn.
Ganz genau. Chris steht außerhalb jedes Verdachts, da sollten wir den Ermittlern vertrauen. Natürlich ist er - wie zahlreiche aus Fraukes Umfeld - überprüft worden. Wieso sollte er nun (eventuell sich selbst damit indirekt belastend!) so eine Äußerung zu Protokoll geben, wenn sie nicht tatsächlich in dieser Form gefallen wäre?

Man kann manches anzweifeln, weil das Gedächtnis trügen kann. Aber gerade die auffällig aus dem Rahmen fallenden Details nicht, wie das dreifache "Mama" und eben auch die Stelle, daß Chris doch wissen müsse, warum Frauke fort sei.

Was ich aber viel wichtiger finde ist, daß daraus - nimmt man es wörtlich und nicht als verklausulierte Botschaft von etwas anderem - hervorgeht, daß der wahre Grund von Fraukes tagelangem Fortbleiben schon einmal in einem Gespräch mit Chris angeklungen sein muß. Das war keine "normale Entführung", sondern etwas anderes, was in Fraukes Gedankenwelt offenbar schon mal vorkam. Aber was?

@y-ray
Ich halte es in der Tat für schwer vorstellbar, daß eine etwaige spätere Entführung (keine vorgetäuschte, sondern eine echte!) Gesprächsthema zwischen Frauke und Chris gewesen sein soll. Wer unterstellen will, daß Chris die Stelle wider besseres Wissen unaufgeklärt gelassen hat, der unterstellt ihn implizit einem Verdacht. Soll das so gemeint sein? Doch wohl nicht.

Dem Versuch deiner Deutung (im Zusammenhang mit dem dreifachen "Mama" und dem Ort Nieheim) will ich gar nicht widersprechen. Natürlich ist das Spekulation, aber das wäre hier jeder Deutungsversuch.


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06.06.2017 um 14:11
Zitat von kaietankaietan schrieb:Das ist prinzipiell richtig. Aber sinngemäss wird sie wohl so was in der Art gesagt haben. Und dass Chris sich das einfach nur aus den Fingern gesogen haben sollte, um von sich abzulenken, glaub ich auch nicht. Denn es lenkt den Focus ja sogar eher auf ihn.
Das glaube ich auch nicht, aber manche legen hier ja jedes angeblich gesagte Wort auf die Goldwaage. Aber bei allem Respekt, ich glaube nicht das jemand in der Lage ist ein (oder gar mehrere) Telefonate 1:1 wiedergeben zu können.

Ins Auge stechende Dinge, wie das sie ihn 1x Christos und 1 x Chrissie (sein Kosename?), oder 3x Mama sagt, wird sicher den Tatsachen entsprechen aber eben nicht alles andere zwingend haargenau.

Ich bleibe bei meiner Vermutung das Chris den Täter kannte, ob bewußt oder unbewußt, ohne ihm was zu unterstellen. Des Weiteren sehe ich es so wie die Polizei, das die Richtung nach Nieheim zeigt und alle anderen Telefonate/Textnachrichten zur Ablenkung nach Paderborn führen sollten.


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Mord an Frauke Liebs

06.06.2017 um 14:40
Zitat von JustusJJustusJ schrieb:Das glaube ich auch nicht, aber manche legen hier ja jedes angeblich gesagte Wort auf die Goldwaage. Aber bei allem Respekt, ich glaube nicht das jemand in der Lage ist ein (oder gar mehrere) Telefonate 1:1 wiedergeben zu können.
ja genau, dass letzte Telefonat soll ja 5 min. gedauert haben.
Die Textfragmente,die wir kennen sind aber Stoff für maximal 2,5 Minuten find ich.


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Mord an Frauke Liebs

06.06.2017 um 16:45
Zitat von snowdonsnowdon schrieb:Auf jeden Fall deutet die Äußerung darauf hin, daß das, was gerade passierte, nicht dermaßen unerwartet war, daß man zuvor nie darüber gesprochen hätte (bzw. gesprochen haben könnte). Im Gegenteil, es wird suggeriert, daß der Grund ihres jetzigen Fortbleibens zuvor einmal Gesprächsthema war. Eine plötzliche Entführung wäre aber sicher nicht zuvor Gesprächsthema gewesen.
das ist so nicht haltbar. genauso gut könnte das "das weißt du doch" einfach nur daher gesagt worden sein weil eben ein "ich wurde entführt" eben nicht sagbar war in dem moment. das "das weißt du doch" kann also einfach ein "nun guck doch mal hin, was hier abläuft. es ist doch offensichtlich, dass ich nicht freiwillig weg bin!".
Zitat von radimonradimon schrieb:Ich kann mir das nur so vorstellen, wie ich es schon mal geäußert habe. Ich hatte bspw mit meinen Eltern drei Wörter vereinbart, die ich ohne Probleme am Telefon sagen kann während meines Sprachaufenthaltes in England in der Schulzeit. Es waren Ortsangabe. Hätte ich bspw. gesagt: es ist wie in Darmstadt , dann hätten meine Eltern gewusst, dass ich es schrecklich dort finde und nach Hause will. Hätte ich damals eine Freundin angerufen, hätte diese das nicht verstanden und evtl auch nicht für wichtig empfunden. Nur so als Beispiel.
hätte FL etwas über chris ihren eltern zukommen lassen wollen, hätte das doch auf jeden fall geklappt. die aussagen, die sie tätigte, wurden so oder ähnlich von chris weitergeleitet. insbesondere solche "code-wörter" wären ja scheinbar so aus dem zusammenhang gerissen, dass sie chris im kopf bleiben. hätte die mutter diese gehört, hätte sie ja gewusst, was los ist. auch, wenn sie nicht direkt mit FL sprechen konnte.

aber die mutter hat letztes jahr bei "stern tv" nochmals ganz deutlich gesagt, dass sie all die dinge, die FL am telefon sagte, nicht interpretieren kann und auch nach 10 jahren nicht weiß, was FL ihr oder allen hat mitteilen wollen (wenn sie überhaupt etwas hat mitteilen wollen).
Zitat von JustusJJustusJ schrieb:Wer sagt denn überhaupt das der Wortlaute der Telefonate sich überhaupt so zugetragen haben?! Hier handelt es sich um "Gedächtnissprotokolle" Daher würde ich jetzt auch nicht jedes, angeblich in den Telefonaten geäußerte Wort, auf die Goldwaage legen.
so sehe ich das auch. zumal die ganze situation ja auch kein entspanntes gespräch war. es waren gespräche unter großen druck und das auf beiden seiten. ich kann mir nicht vorstellen, dass FL da jedes wort zuvor durchdacht hat und überall etwas tatsächlich etwas zu interpretieren ist.
und auf der anderen seite stand chris ohne aufnahmegerät und muss danach das gesamte telefonat möglich wortgetreu wiedergeben. da fällt natürlich immer etwas weg, wird vielleicht anders wiedergegeben. alles, was chris sagt, ist ja schon durch ihn gefiltert: etwas, was ihm wichtig/auffällig erschien, blieb hängen, anderes wurde vergessen, wieder anderes wurde nur "sinngemäß" zu protokoll gegeben, was ja auch schon eine art interpretation ist.
Zitat von JustusJJustusJ schrieb:Das glaube ich auch nicht, aber manche legen hier ja jedes angeblich gesagte Wort auf die Goldwaage. Aber bei allem Respekt, ich glaube nicht das jemand in der Lage ist ein (oder gar mehrere) Telefonate 1:1 wiedergeben zu können.
das glaube ich auch nicht. das ist in solch einer situation wahrscheinlich auch gänzlich unmöglich.
Zitat von Sister101Sister101 schrieb:ja genau, dass letzte Telefonat soll ja 5 min. gedauert haben.
Die Textfragmente,die wir kennen sind aber Stoff für maximal 2,5 Minuten find ich.
zumindest die länge der telefonate müssten ja protokolliert sein. vielleicht waren es auch nur 3,5 minuten und keine 5 minuten u.ä.


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Mord an Frauke Liebs

06.06.2017 um 16:55
Zitat von tischtisch schrieb:das ist so nicht haltbar. genauso gut könnte das "das weißt du doch" einfach nur daher gesagt worden sein weil eben ein "ich wurde entführt" eben nicht sagbar war in dem moment. das "das weißt du doch" kann also einfach ein "nun guck doch mal hin, was hier abläuft. es ist doch offensichtlich, dass ich nicht freiwillig weg bin!".
Den Satz von FL habe ich auch exakt in Deine gemutmaßte Richtung gedeutet.


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Mord an Frauke Liebs

06.06.2017 um 17:00
Zitat von QuastenflosserQuastenflosser schrieb:Auf folgendem Foto sieht man nochmal ganz genau die Struktur des Ziffernblatts von Fraukes damaliger Uhr: Fossil Uhr
Wollte ich gestern schon gefragt haben: wozu dienter dieser Satz? Habe nicht ganz
verstanden was dieser Satz in dem Beitrag zu bedeuten hatte, entschuldige :D!
Zitat von JustusJJustusJ schrieb:Das glaube ich auch nicht, aber manche legen hier ja jedes angeblich gesagte Wort auf die Goldwaage. Aber bei allem Respekt, ich glaube nicht das jemand in der Lage ist ein (oder gar mehrere) Telefonate 1:1 wiedergeben zu können.

Ins Auge stechende Dinge, wie das sie ihn 1x Christos und 1 x Chrissie (sein Kosename?), oder 3x Mama sagt, wird sicher den Tatsachen entsprechen aber eben nicht alles andere zwingend haargenau.

Ich bleibe bei meiner Vermutung das Chris den Täter kannte, ob bewußt oder unbewußt, ohne ihm was zu unterstellen. Des Weiteren sehe ich es so wie die Polizei, das die Richtung nach Nieheim zeigt und alle anderen Telefonate/Textnachrichten zur Ablenkung nach Paderborn führen sollten.
Ich stimme dir zu, es ist gewiss keine Eins zu eins Übertragung.
Jedoch gebe ich diesem Gedächtnis Protokoll eine größere
Chance da nicht nur eine Person anwesend war, sondern
gleich zwei.
Da die anwesenden Personen bereits vorbereitet waren
auf einen weiteren Anruf gehe ich davon aus,
dass beide übermäßig aufmerksam waren. Beide werden
ganz genau zugehört haben.
Und eventuell sind sie danach die Phrasen immer wieder
durch gegangen und / oder haben Notizen gemacht.
Bei den auffälligen Passagen kann ich mir eine Eins zu eins Wiederholung
also sehr gut vorstellen.

Ich stimme dir weiterhin zu, dass die Anrufe und Kontakte die bei
Chris vor Dienstag Abend statt fanden alle einem Zweck. Auch stimme
ich dir zu, dass der Zweck darin bestand, dass man nach PB lenkte.
Jedoch nicht um von Nieheim ab zu lenken. Ich denke da momentan
in eine andere Richtung.

Mittwoche gibt es keinen Kontakt.
Warum? Weil der Täter nicht wusste, dass geortet wurde?
Warum? Weil Frauke die SMS freiwillig schrieb?
Eine freiwillige SMS würde implizieren, dass Frauke sich
entgegen ihrem eigentlichen Vorhaben (und Verhalten) nachhause zu gehen
und Chris nicht warten zu lassen entschied noch was zu unternehmen.
Es fällt ihr auch erst fast 2 Std später auf, dass sie sich ja mal melden
könnte. Die SMS führt dazu, dass Chris noch länger wartet, da sie
ja ( noch ) später kommt.

Was soll nach 0:49 Uhr passiert sein, was vor 0:49 Uhr nicht passiert wäre, oder passieren hätte können?
Die meisten kennen meine Gedanken zu der unfreiwilligen SMS.
Wir halten fest: Mittwoch ist Chris noch in Paderborn.
Donnerstag bis Sonntag war Chris nicht in PB, sondern befand sich
in Lübbecke bei Familie und Freunden.

Von Freitag bis Sonntag behauptet Frauke am selben Tag noch wieder zu kommen und
sich in Paderborn zu befinden.
Am Donnerstag macht sie jedoch keine dieser Aussagen, obwohl es hier die erste Möglichkeit dazu gab.
Frauke verrät Chris am Donnerstag nicht, dass sie sich
in oder in der Nähe von PB befindet.
Wenn man von Nieheim ablenken wollte, warum hat man
nicht hier bereits mit dieser Behauptung angefangen?
Es entsprach ja den Tatsachen: Paderborn Seenelager.
Man wollte doch nach Paderborn ablenken, oder?

Am Freitag ruf man Chris nicht an.
Nur eine SMS, obwohl man Frauke dabei hatte.
Die nochmalige Ortung in PB ist damit erledigt.
Telefoniert hat Frauke gestern schon. Selbst.
Wozu nimmt man dann noch den Bruder ins Spiel?

Wieso sollte es sich an diesem Tag (für einen Täter aus dem Höxter Raum)
mehr oder weniger von Vorteil erweisen, wenn Frauke mit einer weiteren
Person außer Chris spricht?
Es spricht doch nur für eine Freiwilligkeit.

Es ist also Freitag ok
eine SMS zu schreiben und einen Rückruf an
zu nehmen von irgendwem in dem Moment,
aber an den Folgetagen nicht?
Es hätte die Mutter anrufen können.
Wäre sie dran gegangen? Spielte das eine Rolle?
Mutter Liebs: ...
Wir haben am Donnerstagabend überall in der Stadt Flugblätter verteilt,
die komplette Krankenpflegeschule war dabei, bestimmt 40 Leute.
...
http://www.stern.de/panorama/stern-crime/paderborn---das-mysterioese-verschwinden-von-frauke-liebs-6832006.html

Frau Liebs hätte direkt neben Frank stehen können.
War es überhaupt wichtig, wer anruft oder egal?
Und man hätte noch weitere 20 Kontakte aus PB kommen lassen können,
es hätte nie, nie, nie und nimmer von der Zelle in Nieheim Entrup ablenken können.
Ablenken können hätte man mit den Kontakten, wenn man von Bielefeld
angerufen hätte, Detmold, Göttingen, von mir aus Kasseln.
Dann hätten sie eventuell einen LKW Fahrer im Augen, oder was auch immer.
Aber einen Täter der mit seinem Opfer jeden Tag eineinhalb Stunden unterwegs ist
um sein Opfer entweder nichts sagen zu lassen (weil man doch lieber SMS schreibt),
oder sinnleere Aussagen zu mach um vom ( bereits bekannten Festhalteort abzulenken ) halte ich für unwahrscheinlich.


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Mord an Frauke Liebs

06.06.2017 um 17:23
Zitat von MalinkaMalinka schrieb:Aber einen Täter der mit seinem Opfer jeden Tag eineinhalb Stunden unterwegs ist
um sein Opfer entweder nichts sagen zu lassen (weil man doch lieber SMS schreibt),
oder sinnleere Aussagen zu mach um vom ( bereits bekannten Festhalteort abzulenken ) halte ich für unwahrscheinlich.
was schließt du daraus?

vielleicht war der täter ja tatsächlich im glauben, dass die anrufe aus paderborn von nieheim ablenken? er hat dann für jedes telefonat eine andere ecke ausgesucht, damit die polizei nicht auf ihn wartet an einer bestimmten stelle bis er mit FL zum telefonieren anreist.

hatte hier nicht jemand in eine karte eingetragen, dass alle aufgesuchten orte innerhalb paderborns von nieheim fast gleich gut/weit zu erreichen waren?

für mich ist es unverständlich, dass kein nachbar oder ortansässiger jemanden gesehen hat, der die entsprechenden abende losgefahren ist und dann nach einer gewissen zeit wieder zurückkam. wo und wie muss diese person gelebt haben, dass dies gar nicht auffällt? wir sind hier schließlich auf dem land und nicht in einer großstadt, in der man selbst die nächsten nachbarn nicht kennt. aber auf dem land, wo auch viele einfamilienhäuser voller neugieriger und gelangweilter menschen leben, ist es doch eigentlich ein witz, dass gerade solche auffälligkeiten vollkommen unentdeckt geblieben sind. insbesondere, wenn die person vielleicht ein auffälliges/größeres auto besaß, was man kannte: "guck mal, der xyz aus der xyz-straße ist schon wieder um halb elf unterwegs mit seinem knallroten xyz!" und auch danach: leben solche täter ihr leben ganz normal weiter, als sei nichts gewesen? ändert sich nicht ihr sozialverhalten? ihre bekanntschaften und freundeskreise?


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Mord an Frauke Liebs

06.06.2017 um 17:33
Zitat von tischtisch schrieb: leben solche täter ihr leben ganz normal weiter, als sei nichts gewesen? ändert sich nicht ihr sozialverhalten? ihre bekanntschaften und freundeskreise?
Es gibt unzählige, verbriefte Fälle die ganz klar belegen: Es kommt auf den Tätertyp an.
Der eine kann seine innere Erregung, seine Emotionen, Gedanken, seine Schuld nicht verbergen und wird verhaltensauffällig.
Der andere Tätertyp setzt sich nach Ermordung der eigenen Ehefrau, die er im eigenen Haus im Keller einbetoniert hat, zu den gemeinsamen Kindern an den Tisch und hält Abendbrot als wenn nichts passiert wäre. Er beteiligt sich sogar an den Suchmaßnahmen seiner Angehörigen und stellt auf Wunsch der Kinder eine Vermisstenanzeige bei der Polizei. Nur ein Beispiel. Gibt hierzu einen tollen WDR-Bericht mit Original-Aussagen des Täters, der Tochter, Nachbarn usw.. (DER MANN DER SEINE FRAU EINBETONIERTE/ youtube).
Man fasst es nicht, weil man von sich selbst ausgeht.
Das ist dann schon der erste Fehler von uns "Laien-Ermittlern".


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Mord an Frauke Liebs

06.06.2017 um 17:38
ich habe jetzt nochmals nachgedacht und finde, dass es doch eigentlich (fast) unmöglich gewesen sein muss, FL innerhalb einer wohnsiedlung versteckt zu halten. sie wird ja kaum seelenruhig mit ihm jeden abend in ein auto gestiegen sein. und wie will er sie unbemerkt erstmal aus der siedlung heraus bekommen? sie kann doch jederzeit aus dem auto springen oder durch winken, rufen, toben auf sich aufmerksam machen, sobald ein anderes auto entgegen kommt oder ein passant auf der straße herumläuft (wenn es nicht so ein transporter o.ä. war, wo sie eben hinten drin saß).

es müsste ja dann so ein haus mit garage sein, die vom haus aus zugänglich ist, sodass sie nicht gesehen werden konnten. dann konnte er sie, auch wenn sie sich heftig wehrte, in das auto bringen, ohne dass es zu tumulten auf offener straße kam.

ich halte es für kaum umsetzbar, dass FL in einer wohnung festgehalten wurde.

eine andere möglichkeit wäre, dass er sie in einem schuppen, waldhäuschen oder -tatsächlich- in einer werkstatt unterbrachte, in die er mit einem fahrzeug reinfahren konnte. die kann ja auch durchaus etwas abgelegener sein, sodass es gar nicht so auffällig ist, wenn er abends immer für eine stunde (oder wie lange es dauerte) hin- und herfuhr.
Zitat von User1282User1282 schrieb:Das ist dann schon der erste Fehler von uns "Laien-Ermittlern".
das bringt es echt auf den punkt. wir gehen hier immer von uns aus und wie wir reagieren würden oder wie wir solch eine tat uns vorstellen aber die abgründe der menschen haben wir irgendwie alle nicht im sinn oder aber blenden sie aus :D für mich ist es schier unvorstellbar, dass der täter über 10 jahre mit dem wissen herumläuft und niemand etwas merkt oder er sich niemandem anvertraut. und wenn ich mir dann noch vorstelle, der täter liest hier mit und lacht sich ins fäustchen, was wir hier für abstruse theorien haben, dann platzt mir echt die hutschnur.


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Mord an Frauke Liebs

06.06.2017 um 20:31
Hallo @alle !


Ich biete euch mal meine sehr, sehr spekulative Interpretation der telephonischen Aussagen an. Dazu muß man erst einmal voraussetzen Frauke Liebs sei verwirrt gewesen und habe Teilinformationen übersprungen, so das alles keinen Sinn ergibt.

Die Aussage "das weißt du doch" ergibt Sinn wenn es vorher Diskussionen zum Thema gab ( z.B. mit welchen Leuten man sich nicht treffen sollte oder an welche Orte man besser nicht alleine hin geht. )
Das dreifache "Mama" auf die Frage wo bist du könnte sich auf "die Mama" von "das weißt du doch" beziehen.
Die Aussage "sie sei in Paderborn" kann man als Nennung ihres gewöhnlichen Aufenthalts verstehen.
Die Aussage "sie komme später" obwohl sie schon in Paderborn war, kann man dahingehend verstehen, es gäbe vorher noch etwas zu erledigen. ( Vielleicht in Nieheim ? )


Gruß, Gildonus


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