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Mord an Frauke Liebs

98.100 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Entführung, Telefon ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 15:24
Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb:Da dies ein Gegenstand der Ermittlungen ist und ggf. zum Töter führen würde, wäre das ja gut.
Das wuerde aber voraussetzen, dass die Polizei alle Funkzellen permanent überwacht.
Und da wir in keinem Polizeistaat leben, ist die Antwort auf Deine Frage wohl ein Nein.
Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb:denn wir haben schon einiges an Einsicht,
Aber doch nur ueber das, was die Polizei an Infos preisgibt.
Und Ermittlungsakten werden aus guten Gründen nicht öffentlich geführt.
Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb:Du bist natürlich berechtigt deine Meinung zu haben. Ich frage mich in diesem Thresd allerdings wieso man hier ständig jeden angeht und beleidigt.
Wie großzügig...

Oestermann zu beleidigen, indem man seine Arbeit herabwürdigt (deren Umfang von uns keiner beurteilen kann) ist aber ok?


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 15:33
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Das wuerde aber voraussetzen, dass die Polizei alle Funkzellen permanent überwacht.
Und da wir in keinem Polizeistaat leben, ist die Antwort auf Deine Frage wohl ein Nein.
Jedes Handy besitzt eine eindeutige Geräte-ID (IMEI).
• Selbst mit neuer SIM-Karte kann ein Gerät theoretisch erkannt werden
• Wird die IMEI als „gesucht“ markiert, könnte sie beim Einbuchen ins Netz auffallen
• Voraussetzung: Die IMEI ist bekannt und international gemeldet


Heute funktioniert das auch bei uns. Also mit den modernen Telefonen würde die Polizei eine Meldung erhalten, sofern dies polizeilich gemeldet wurde.

Bei Fraukes Telefon ist das oben aufgeführte die einzige Möglichkeit. Aber ich gehe auch davon aus, dass die Polizei dies bereits in Erwägung gezogen hat.

Ich erinnere mich nicht mehr an den Fall (werde das noch einmal recherchieren) - in Kanada wurde so mal ein Fall gelöst und ein Mann nach 15 Jahren Des Mordes verurteilt.
Seine Tochter hat in seiner Garage während er auf einer Reise war ausgemistet und ein altes Handy gefunden und eingeschaltet.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 15:35
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Die Polizei tut mehr, als wir die Dinge, von denen wir Kenntnis haben.
Von daher finde ich Eure Beurteilung von Oestermann äusserst arrogant und unangebracht.
Ich würde Östermann nicht vorwerfen quantitativ zu wenig Zeit in den Fall investiert zu haben, ganz im Gegenteil. Er hatte sicher einen schweren Stand, zumal der Polizei Fehler und Fehleinschätzungen unterlaufen sind, die vor seiner Funktion stattfanden (z.B. den zweiten Kircheneingang bei der Beerdigung zu überwachen).

Mein (subjektiver) Eindruck durch Auftreten in Podcasts, Dokumentationen etc.: Ein gradliniger und authentischer Ermittler der alten Schule, der akribisch und schulmäßig vorgeht. Aber vielleicht können genau diese Eigenschaften hinderlich werden, wenn Kapitaldelikte zu klären sind, bei denen das Motiv und die Hintergründe sich nicht sofort erschließen und denen etwas Mysteriöses anhaftet. Das haben die Fälle Nelli Graf und Frauke Liebs gemeinsam. Beide sind nach vielen Jahren noch immer ungeklärt. Und ich vermute in beiden Fällen eine Beziehungstat, also dahingehend, dass Opfer und Täter sich irgendwie bzw. von irgendwo her kannten.

Ich glaube nicht, dass Frauke zu Beginn gegen ihren Willen in ein Auto gezwängt worden ist. Ja, sie wirkte müde und hatte am nächsten Tage Schule. Aber in diesem Alter hält man noch einiges aus. Und ich erinnere mich zu meinen Studi-Zeiten, dass ich manchmal müde war in einer Kneipe und dann doch die zweite Luft kam, weil man irgendjemanden zufällig trifft.

Und dass sie neben Nils bzw. als Nils als Verabredung "ausfiel" noch mit jemand getextet haben könnte (mit Isabellas Akku), wer kann das ausschließen? Vielleicht aus Trotz und sie wollte es vielleicht auch Isabella nicht sagen, weil die auch mit Nils befreundet war und sie vielleicht nicht wollte, dass das dann wieder bei Nils landet. In diesem Alter verhält man sich manchmal noch anders.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 15:37
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Wie großzügig...

Oestermann zu beleidigen, indem man seine Arbeit herabwürdigt (deren Umfang von uns keiner beurteilen kann) ist aber ok?
Wo habe ich beleidigt? Bitte zitiere meine Aussage :)


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 15:42
Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb:
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb am 28.02.2026:Ich glaube, in Östermanns Arbeitszeugnis müsste es zum Fall Frauke heißen: "Er bemühte sich redlich, den Anforderungen bei der Lösung des Falls im Rahmen seiner Möglichkeiten nachzukommen."
Das sehe ich leider mittlerweile auch so.

Dass man diese Ermittlungen als Grundlage nimmt um darauf zu bauen, empfinde ich such als sehr schwierig. Ich bin zwar nicht mit allem Deiner Meinung, aber man darf gerne ganz von vorne anfangen und neue Ansätze finden. Auch wenn das, wie hier so oft erwähnt, alles Profis sind bei der Polizei und der Zeitung :D muss das nicht bedeuten, dass sie fehlerfrei gearbeitet haben. So wie nicht jeder Arzt ein guter ist - kennen wir alle.
Ich denke, die wissen schon, was sie tun.
Wenn also die BAO Cold Cases, Köln, die Akten digitalisiert und durchgearbeitet hat und sie nun zur weiteren Bearbeitung nach Bielefeld geschickt hat, muss es jetzt nicht besser sein, nochmal ganz von vorne anzufangen.

Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:
Zitat von emzemz schrieb:Hör doch bitte auf, irgendwelche Gutachten als Beleg ins Feld zu führen, wenn du noch nicht mal benennst, wer diese verfasst hat.
Okay, ich korrigiere mich: ...

Im Übrigen: Bei dem, was Du selbst von anderen einforderst, nimmst Du es bei Dir selber ja weniger genau. Ansonsten gilt: Wann ich aufhöre zu schreiben, entscheide ich selbst - oder die Moderation, nicht Du. Diesen Satz habe ich schon bei zahllosen Posts von Dir (in diesem und anderen Fällen) im Kopf gehabt, aber das Spannende an dem Forum ist, dass am Ende niemand eine Deutungshoheit hat, auch wenn sich manche hier so gerieren...
Ich würde es nicht Deutungshoheit nennen, aber ich habe, da ich so manchen Tag den Höxteraner Fall im Gerichtssaal verfolgt habe, doch einen besseren Einblick gewinnen können.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 15:46
Ich Klink mich mal aus. Leider läuft es hier immer auf das gleiche hinaus. Alte Mitglieder beleidigen andere Mitglieder und jede Aussage wird sofort kleingeredet und aufs übelste angefahren. Fraukes Mutter wurde hier schon mehrfach diffamiert, es werden Witze über Themen gemacht die hier nicht hineingehören.

Frauke war eine Person, eine reale! Ebenso wie alle anderen in und an diesem Fall. Es ist sehr erschreckend, dass man Fraukes Mutter diffamieren darf (man müsste sie vor sich selbst schützen von @emz) und Kritik an Ermittlungen direkt zerstört wird.

Mir scheint das Ziel der meisten hier ist Frust auszulassen. Das ist doch keine Diskussion zum Thema mehr.

Genießt die Sonne oder die online Zeit, bis bald ;)


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 15:47
Zitat von emzemz schrieb:Ich würde es nicht Deutungshoheit nennen, aber ich habe, da ich so manchen Tag den Höxteraner Fall im Gerichtssaal verfolgt habe, doch einen besseren Einblick gewinnen können.
Jetzt reicht es aber mal 🤣 Deine Geschichten sind einfach nicht mehr tragbar. Ehrlich.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 15:51
Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb:Jetzt reicht es aber mal 🤣 Deine Geschichten sind einfach nicht mehr tragbar. Ehrlich.
Das sind aber keine Geschichten.
Und du unterstellst mir hier nichts.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 15:52
Die Streitereien werden nun bitte eingestellt! Klärt das privat, sofern es Klärungsbedarf gibt!


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 15:55
Zitat von emzemz schrieb:Wenn also die BAO Cold Cases, Köln, die Akten digitalisiert und durchgearbeitet hat und sie nun zur weiteren Bearbeitung nach Bielefeld geschickt hat, muss es jetzt nicht besser sein, nochmal ganz von vorne anzufangen.
Die Cold Cases, die mir so einfallen, wurden dank einer verbesserten Technologie gelöst (DNA aus Hautschuppen), und diese machte es moeglich, die Taeter, die man bereits auf dem Radar hatte zu überführen (Karnevalsmord Petra; mit etwas Vorsicht, da bisher nur Tatverdächtiger, Ehrenbreitstein Amy).

Dann gibt es noch die Faelle, die durch verdeckte Ermittler aufgeklärt wurden.
Oder durch späte Zeugenaussagen.

Und natürlich der Wichmann Mord an der Schwester des Kommissars, dessen Aufklärung wirklich an diesem einzelnen Mann hing.

Aber generell - gerade bei Mord werfen sich die Ermittler doch ins Zeug.

Und auch bei Frauke hat man sich ins Zeug gelegt. U.a. wurde ihr Bild bei Public Viewings der WM eingeblendet, um potentielle Zeugen zu erreichen.
Das spricht auch nicht fuer ein 'wir machen es so wie sonst auch', wie Oestermann hier vorgeworfen wird:
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Ein gradliniger und authentischer Ermittler der alten Schule, der akribisch und schulmäßig vorgeht. Aber vielleicht können genau diese Eigenschaften hinderlich werden, wenn Kapitaldelikte zu klären sind,



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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 16:07
Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb:Ich Klink mich mal aus. Leider läuft es hier immer auf das gleiche hinaus. Alte Mitglieder beleidigen andere Mitglieder und jede Aussage wird sofort kleingeredet und aufs übelste angefahren. Fraukes Mutter wurde hier schon mehrfach diffamiert, es werden Witze über Themen gemacht die hier nicht hineingehören.
Ich kann es nachvollziehen, finde es aber sehr schade. Damit überlässt Du das Forum aber genau denjenigen, die aus ihren (gelegentlich doch recht eindimensionalen) Sichtweisen einen Absolutheitsanspruch für ihre Sichtweisen herleiten wollen und deren unerschütterliche Glaube an die Polizei sie glauben lässt, dass das, was die Polizei nicht finden kann, eben nicht existieren kann.

Es gab leider in Deutschland einige Todesermittlungsverfahren, gerade in solchen Fällen, die zunächst als mysteriöser Vermisstenfall begannen, in denen die Ermittler durch Festlegungen auf Geschehensabläufe oder Nichtverfolgen von Hinweisen Spuren nicht richtig verfolgten.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Die Cold Cases, die mir so einfallen, wurden dank einer verbesserten Technologie gelöst (DNA aus Hautschuppen), und diese machte es moeglich, die Taeter, die man bereits auf dem Radar hatte zu überführen (Karnevalsmord Petra; mit etwas Vorsicht, da bisher nur Tatverdächtiger, Ehrenbreitstein Amy).
So ist es: Nehmen wir mal den Fall Jutta Hoffmann. Der wurde 1987 (noch als Vermisstenfall) in XY ausgestrahlt. Alles drehte sich um ein Auto aus Alzey, das angeblich am Friedhof parkte mit zwei dubiosen Gestalten. Der Fall wurde 2015 bereits intensiv in Allmystery diskutiert. Schon damals äußerten einige User Zweifel an dem in XY gezeigten Geschehensablauf und an den Zeugenaussagen. Die Mehrheit war der Meinung, wenn die Polizei und XY das so darstellen, dann kann es doch nicht anders gewesen sein. Die meisten waren nicht fähig sich einmal von diesem Gedankengang zu lösen.

2020 nahm sich die Cold Case Einheit des LKA Wiesbaden den Fall vor (ermittelte verdeckt im Geheimen), 2022 war er erneut in XY mit einem veränderten Geschehensablauf. Sie hatten da schon eine DNA-Spur und wollten den Täter mittels eines verdeckten Ermittlers aus der Reserve locken. Von dem Auto aus Alzey am Friedhof, jahrzehntelang Dreh- und Angelpunkt aller Ermittlungen, war keine Rede mehr.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 18:31
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:So ist es: Nehmen wir mal den Fall Jutta Hoffmann. Der wurde 1987 (noch als Vermisstenfall) in XY ausgestrahlt. Alles drehte sich um ein Auto aus Alzey, das angeblich am Friedhof parkte mit zwei dubiosen Gestalten.
Das ist doch gerade ein Beispiel dafuer, dass zeigt, dass die Polizei weiter dachte als man es anhand der XY-Sendung ableiten konnte......

1987 gingen die Ermittler mit dem an die Öffentlichkeit, was sie damals als sinnvoll erachteten.
Das heisst ja nicht, dass sie alles andere ausgeblendet haben.

Und gerade hier waren sie wirklich hartnäckig. Die DNA-Spur am Spaten war in den 80er Jahren wohl nicht messbar, und zur Verurteilung hat es erst in Kombi mit dem verdeckten Ermittler gerreicht.
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:. Schon damals äußerten einige User Zweifel an dem in XY gezeigten Geschehensablauf und an den Zeugenaussagen. Die Mehrheit war der Meinung, wenn die Polizei und XY das so darstellen, dann kann es doch nicht anders gewesen sein. Die meisten waren nicht fähig sich einmal von diesem Gedankengang zu lösen.
Zeugenaussagen sind doch immer mit einer gewissen Unsicherheit behaftet, gerade hier, wo der Taeter ja nicht in flagranti ertappt wurde.

Abgesehen davon ist es vollkommen irrelevant, was irgendwelche Hobbyermittler denken oder sich ausdenken....


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 18:52
Zitat von RitterTrenkRitterTrenk schrieb:Kann diesen Schluss von dir nicht ganz nachvollziehen bzw. sehe ihn jedenfalls absolut als nicht zwingend an. Warum soll ein wildfremder Sadist/Psychopath etc denn keine perfide Befriedigung aus der Machtdemonstration und dem durch die Anrufe erlebbaren Leid von Frauke und ihrem Umfeld ziehen können? Mir sind zumindest keine Erfahrungswerte oder Annahmen aus der Forensik oder Kriminalpsychologie bekannt, nach der solch ein ausgeprägter Sadismus und/oder Drang zur Machtausübung sich stets oder weit überweigend auf mehr oder weniger bekannte Opfer bezieht.
Wie hätte sich denn ein wildfremder Psychopath/Sadist an so unverfänglichen SMS und Telefongesprächen ergötzen sollen? Der hätte doch Wert darauf gelegt, dass Frauke verzweifelt in den Hörer schluchzt und von ihrer furchtbaren Pein berichtet.
Ich kann meine Überzeugung, dass sich Frauke und ihr Entführer bereits gekannt haben müssen, freilich nicht belegen, aber wenn ich mal gedanklich in die Rolle eines Entführers schlüpfe, der, aus welchen Motiven auch immer, ein ihm völlig unbekanntes Mädchen/junge Frau abgreift, stände für mich fest: Ich würde sie nicht mit ihren Angehörigen telefonieren (oder sonst wie in Kontakt treten) lassen. Ganz einfach weil ich keinen Sinn, sondern lediglich ein (unnötiges) Risiko darin sehen würde.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 20:37
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Zeugenaussagen sind doch immer mit einer gewissen Unsicherheit behaftet
Die sind immer das Beste und das schlechteste in der Ermittlung. Jeden Tag erlebe ich im Beruf eben genau das. Wie ist der Unfall passiert? Haben sie etwas gesehen? Von 3 Zeugen kommen 8 verschiedene Versionen. Das ist halt nun einmal ein Fakt.

Jedoch ist es oft (erstmals) das einzige womit man arbeiten kann.
Zitat von Serval69Serval69 schrieb:Ich würde sie nicht mit ihren Angehörigen telefonieren (oder sonst wie in Kontakt treten) lassen.
Das würde ich zb. auch niemals machen. Das wäre das erste was ich natürlich unterbinden wollte - Kommunikation. Jedoch ist das mit dem weinen so eine Sache. Menschen die unter Schock stehen, evtl. Substanzen zu sich genommen haben tun genau das halt eben oft nicht.
Bin da hin und hergerissen.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 21:35
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Aber generell - gerade bei Mord werfen sich die Ermittler doch ins Zeug.
Ja. Zumal in den Mordkommissionen schon die "Elite" der Kriminalpolizei sitzt. Das sind die Taten, die am meisten im Interesse der Öffentlichkeit stehen, die schnell und zuverlässig aufgeklärt werden sollen, wo am genauesten gearbeitet werden muss, weil hier am härtesten bestraft wird. Die KOKs und KHKs haben zumeist ein Fachhochschulstudium, so wie Architekten oder Ingenieure. Mehr Kompetenz geht nicht (für das Juristische ist dann die Staatsanwaltschaft da, die bei großen Fällen auch im Team arbeitet). Und die wollen den Täter dingfest machen.

Bei den Ermittlungen zieht nicht der Kommissar im Trenchcoat mit Lupe alleine los, um den Täter zu suchen. Sondern mehr- bis vielköpfige (Sonder-)Kommissionen klären spezialisiert und arbeitsteilig Hunderte oder gar Tausende Spuren. Das ist viel Bürokratie, viel Technik, viel Organisation, viele Besprechungen. Das schließt - wie in jeder Organisation oder jedem Team - Fehler und Irrtümer nicht aus, sorgt aber für umfassende und tiefgreifende Ermittlungsarbeit. Auch wenn 5% der Fälle unaufgeklärt bleiben, was sich über die Jahre zu einer ziemlichen Menge auftürmt.

Eine Revision des Falles, eine operative Fallanalyse oder die Bearbeitung durch eine Cold Case-Unit setzen immer darauf auf. Es kann immer noch vertieft, Thesen in Frage gestellt oder neue Spuren verfolgt werden. Das bedeutet nicht, dass im ersten Durchgang schlecht gearbeitet worden ist. Sondern das ist normal.

Es ist deshalb ziemlich billig, als Teil der Öffentlichkeit und ohne weitere Kompetenz denjenigen zu diskreditieren, der seinen Kopf hinhält und sie über den Fall informiert.
Zitat von Serval69Serval69 schrieb:Ich kann meine Überzeugung, dass sich Frauke und ihr Entführer bereits gekannt haben müssen, freilich nicht belegen, aber wenn ich mal gedanklich in die Rolle eines Entführers schlüpfe, der, aus welchen Motiven auch immer, ein ihm völlig unbekanntes Mädchen/junge Frau abgreift, stände für mich fest: Ich würde sie nicht mit ihren Angehörigen telefonieren (oder sonst wie in Kontakt treten) lassen. Ganz einfach weil ich keinen Sinn, sondern lediglich ein (unnötiges) Risiko darin sehen würde.
Das ist auch mein Gefühl. Für mich passt ein Kenn- oder Näheverhältnis am Besten. Eine Beziehung im weitesten Sinne, die nicht nur auf einer zufälligen Begegnung am Abend von Fraukes Verschwinden beruht. Sie war vielleicht - ohne es zu ahnen - Projektionsfläche oder Objekt der Begierde. Die Tat war schon länger geplant, Ort und Zeitpunkt Gelegenheit.

Für den Täter war es "Liebe", die Hoffnung, von ihr "geliebt" zu werden, sie so besitzen zu können. Dazu bedrohte er sie. Für mich sind Fraukes Anrufe während der Entführung weniger Zeichen von zynischem Sadismus, sondern einer Unentschiedenheit des Täters. Er bekam von Frauke nicht das, was er wollte: Zuneigung. Und er "musste" sie aus seiner Sicht dann töten, damit niemand anderes sie bekam. Und sie ihn nicht bloßstellen konnte. Der Täter hatte ihren Tod sicher schon von Anfang an in Erwägung gezogen. Aber war sich nicht (ganz) sicher. Frauke merkte das und hat in dieser Situation versucht, um ihr Leben zu kämpfen. Und sich zugleich nicht selbst zu verraten. Aber sie hatte keine Chance.

Zu dieser rein spekulativen Motivlage passt dann die Leiche, die keine äußerlichen Spuren von Gewalt aufwies. Es sollte wohl ein "sanfter" Tod sein, ohne Blut, ohne Entstellung, ohne Entehrung.

Höxter und Frauke sind deshalb wie Motorsäge und Skalpell.


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Mord an Frauke Liebs

04.03.2026 um 08:47
Zitat von Serval69Serval69 schrieb:Wie hätte sich denn ein wildfremder Psychopath/Sadist an so unverfänglichen SMS und Telefongesprächen ergötzen sollen? Der hätte doch Wert darauf gelegt, dass Frauke verzweifelt in den Hörer schluchzt und von ihrer furchtbaren Pein berichtet.
Das würde auf einen sadistischen Täter, der sich am Leid anderer ergötzt, zutreffen.
Ging es dem wildfremden Psychopath/Sadist aber um reine "Kontrolle" oder "Macht", wäre genau diese Vorgehensweise für ihn am befriedigendsten.


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Mord an Frauke Liebs

04.03.2026 um 09:06
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:987 gingen die Ermittler mit dem an die Öffentlichkeit, was sie damals als sinnvoll erachteten.
Das heisst ja nicht, dass sie alles andere ausgeblendet haben.

Und gerade hier waren sie wirklich hartnäckig. Die DNA-Spur am Spaten war in den 80er Jahren wohl nicht messbar, und zur Verurteilung hat es erst in Kombi mit dem verdeckten Ermittler gerreicht.
Diese Einschätzung teile ich so nicht. Kriminaltechnisch wurde offenbar alles richtig und top gemacht. Ermittlungstechnisch...naja....von "Hartnäckigkeit" der Kripo Heppenheim kann im Fall Jutta Hoffmann überhaupt keine Rede gewesen sein, den Begriff hätte man allenfalls ironisch verwenden können. Ihre Leiche wurde 1988 gefunden. Bevor die Cold Case Einheit den Fall übernahm, datierte der letzte Eintrag in der Akte aus 1990, wie 2015 eine Lokalzeitung berichtete. Der Fall ruhte also exakt 30 Jahre komplett, bevor die Cold Case Einheit des LKA ihn übernahm und erst einmal das tat, was der Kripo vor Ort bis dahin nicht veranlasste hatte: Sie versuchte DNA-Spuren zu extrahieren.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Abgesehen davon ist es vollkommen irrelevant, was irgendwelche Hobbyermittler denken oder sich ausdenken....
Einerseits vollkommen richtig, aber damit wollte ich nur sagen, dass die Hobbyermittler*innen nicht falsch lagen, soweit sie die "Friedhofsspur" mit einem Fragezeichen versehen.

Und ob es am Ende wirklich so irrelevant gewesen ist, darüber lässt sich trefflich streiten. In Hessen gibt es unzählige Cold Cases, die mir sofort einfallen, z.T. mit wiederkehrender medialer Präsenz. Der Fall Jutta Hoffmann hatte so gut wie keine Medienpräsenz, Angehörige machten wenig Druck. Aber in den Foren (nicht nur Allmystery) wurde er gerade in den Jahren, bevor die Cold Case Einheit ihre Arbeit aufnahm und danach sehr oft lebhaft diskutiert. Und ausgerechnet dieser Fall wird dann der erste, den sich die Cold Case Einheit herausgreift. Kann Zufall gewesen, ist aber
schon etwas auffällig.

Um den Bogen zurück zu Frauke zu spannen: Eine Hartnäckigkeit konnte man Herrn Östermann keinesfalls absprechen. Ich denke, die Gefahr, dass ein/e Ermittler*in nach einer gewisse Zeit "betriebsblind" werden kann, lässt sich nicht vermeiden. Er war ja schon über eine recht lange Zeit der Leitende Ermittler.


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Mord an Frauke Liebs

04.03.2026 um 15:23
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Bevor die Cold Case Einheit den Fall übernahm, datierte der letzte Eintrag in der Akte aus 1990, wie 2015 eine Lokalzeitung berichtete. Der Fall ruhte also exakt 30 Jahre komplett, bevor die Cold Case Einheit des LKA ihn übernahm und erst einmal das tat, was der Kripo vor Ort bis dahin nicht veranlasste hatte: Sie versuchte DNA-Spuren zu extrahieren.
1990 war die DNA Analyse auch noch keine Routine in Deutschland, sondern erst Jahre später. Diese Datenbanken, die dafür auch relevant sind gibt es in Europa allgemein erst seit genanntem Jahr. In Österreich wurde sie 1997 implementiert, in Deutschland erst 1998. Also nicht wirklich verwerflich, meiner Meinung nach.


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Mord an Frauke Liebs

04.03.2026 um 16:52
Zitat von MatteoATMatteoAT schrieb:1990 war die DNA Analyse auch noch keine Routine in Deutschland, sondern erst Jahre später. Diese Datenbanken, die dafür auch relevant sind gibt es in Europa allgemein erst seit genanntem Jahr. In Österreich wurde sie 1997 implementiert, in Deutschland erst 1998. Also nicht wirklich verwerflich, meiner Meinung nach.
Du hast mich, glaube ich, nicht verstanden. Dass sie 1990, als der vorerst letzte Akteneintrag gemacht worden ist, niemand in den Sinn kam, das ist doch klar. Aber hätte die Cold Case Unit 2020 nicht den Fall übernommen, dann wären die vorhandenen Spuren mutmaßlich bis heute nicht auf DNA überprüft worden. Es wundert mich einfach, dass in dem Zeitraum sagen wir zwischen 2008 bis 2020 offenbar niemand auf die Idee gekommen ist, Spuren auf DNA zu untersuchen. Spätestens ab 2012 hätte es dann einen Treffer gegeben. Offenbar war der Cold Case buchstäblich bei der örtlichen Kripo so tief in der Versenkung verschwunden, dass noch nicht einmal die Berichterstattung über die Fortschritte in der DNA-Analyse, sie waren innerhalb von Ermittlungsbehörden sicher noch mehr ein Thema, den Fall über Jahre da hinausholen konnte.


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Mord an Frauke Liebs

04.03.2026 um 21:42
Zitat von vielefragenvielefragen schrieb am 25.11.2015:
Das Stadtwappen von Nieheim weist eine ähnliche Symbolik mit vier Punkten,
gleich vier Sonnen, in den Winkeln des Jahrkreuzes auf.Aus der Veröffentlichung:
Spuren vorchristlicher Kulte im Weserraum, von
Dipl.-Ing Prof. Norbert Rikus
wenn schon sommersonnenwende und nieheim, dann gibt es wesentlich stärkere hinweise im raum paderborn und nieheim, nämlich lebendige kultgruppen.
Genau! Demnach hatte schon jemand vor mir den selben Gedanken.

Falls sich das jemand genauer durchgehen möchte hier die Quelle:https://www.roemerfreunde-weser.info/spuren-vorchristlicher-kulte-im-weserraum-%28ca.-20-mb%29.pdf


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