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Mord an Frauke Liebs

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Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

08.03.2019 um 21:29
Sven1213 schrieb:Warum darf sie nicht sagen, sie wird festgehalten?Jedem war doch klar (außer ab Freitag der Polizei nicht), dass sie nicht freiwillig sich eine Auszeit genommen hat.
Auf die Polizei kam es aber an. Dass Fls Freunde und Familie die Situation völlig anders als die Polizei einschätzten, nutzte FL nichts.

Für mich gibt es einen klaren Bruch in den Telefonaten:
Zuerst stand die Vortäuschung eines freiwilligen Verschwindens im Vordergrund.
Als dieses Ziel bei der Polizei erreicht wurde, wurden die Telefonate fortgesetzt - aber aus einem anderen Motiv.


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Mord an Frauke Liebs

08.03.2019 um 21:36
tisch schrieb:"Ein Bekannter wird sein Opfer, das ihn identifizieren kann, nicht freilassen."
Diesen Gedankengang finde ich grundsätzlich naheliegend. Auch wenn es darin wohl nicht darum geht, ob bekannt oder unbekannt, sondern eher ums "identifizieren" können oder nicht? Denn auch ein unbekannter Täter wird sein Opfer wohl kaum laufen/frei lassen, wenn es ihn identifizieren kann, oder?

Aber nichts desto trotz finde ich das Beispiel Rebecca Reusch zu Frauke Liebs Fall nicht mal so schlecht gewählt von @tisch

In beiden Fällen verschwindet eine junge Frau von einer auf die andere Sekunde völlig spurlos und werden nirgends mehr gesehen.
Dazu spielen in beiden Fällen ihre Einlogdaten und Handys eine tragende Rolle. Und nun sucht man die Leiche von Rebecca auch im Wald, Fraukes Leiche wurde ja im Wald vom Mörder abgelegt und dort gefunden.

Eine Erbarmungslosigkeit, eine Mitleidlosigkeit & Rücksichtslosigkeit, also zusammenfassend eine große Gefühlskälte der Täter ist im Grunde in beiden Fällen (für mich) auszumachen. Egal "WER" nun wo der Täter ist, dieses Attribut der großen Gefühlskälte dürfte in beiden Fällen bei den Tätern vorhanden sein.

Ich denke der Mensch, der für Fraukes Ableben die Verantwortung trägt, lebt nun schon bald 14 Jahre, als wäre nix passiert. Oder möglich auch, er fühlt sich sogar gut & überlegen dabei, dass sie ihn bis heute nicht die Tat nachweisen konnten? Solche Gefühle wären wieder mal auch typisch für einen ausgeprägten Psychopathen.

UND auch hier (mMn.) eine mögliche Gemeinsamkeit beider Fälle (Frauke & Rebecca), in beiden Fällen denke ich, war/ist ein "ausgeprägter" Psychopath am Werk gewesen.


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Mord an Frauke Liebs

08.03.2019 um 21:54
Manchmal denke ich, dass der oder die Täter unter Drogen gestanden haben müssen.
Und dann wieder ganz in einer anderen Richtung.
Der Fall wird mich wohl immer beschäftigen.


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08.03.2019 um 23:35
Sven1213 schrieb:Per Routenplaner kam ich (mehrmals ausprobiert) bei der Verbindung Borchenerstraße (Wohnung Frauke) oder auch vom Pub aus, zum Sendemasten Nieheim-Entrup unmittelbar an der damaligen Zweitwohnung der Mutter vorbei.
Auch der Fundort liegt von allen Örtlichkeiten, welche eine Tatrelevanz haben, am Nächsten zum Wohn und Arbeitsumfeld der Mutter hin.
Dieses fiel nicht nur mir auf, auch Frau Ingrid Liebs fiel dieses auf und erwähnte dieses im Stern oder Stern-Crime Interview.
Wie immer auch interpretierbar, sagte Frauke beim letzten Telefonat 3 Mal auf die Frage wo bist du? "Mama"

Wieder zurück zu der Grundidee, dass die Mutter isoliert wurde vom Täter, eventuell sich das alles gegen die Mutter richtete.
Und sie wird sich ohne Ende den Kopf darüber zerbrochen haben, ob sich irgendeiner ihrer (ehemaligen) Schüler, Kollegen oder sonstwer derart ungerecht behandelt gefühlt haben könnte, um ein derart von langer Hand geplantes Verbrechen auszuführen, und es ihr heimzuzahlen. Zudem wäre dann nicht nur die Ausführung, sondern auch das Motiv ziemlich einmalig in der Kriminalgeschichte.
Sven1213 schrieb:Warum konnte sie den Anruf des Bruders entgegen nehmen?
Für mich sollte damit ganz eindeutig Freiwilligkeit suggeriert werden, und ich schätze, es war das einzige Mal, dass das Handy nach einem Kontakt angelassen worden ist, damit genau dieses Szenario eintritt, nämlich ein Rückruf, der dann auch angenommen wird. Vielleicht hat der Täter da eher mit Chris gerechnet, aber letztlich war es egal, gezielt jemanden ans Telefon bekommen, konnte auch der Täter nicht, es sei denn, er lässt FL genau diese Person anrufen, angerufen und kontaktiert wurde aber immer nur Chris von Anfang an.
Sven1213 schrieb:Es ist doch völlig irrational jemanden festzuhalten, gegen seinen Willen und so zu tun als wäre alles gut und wir erzählen auch noch, dass wir zurück kommen und das sehr zeitnah und auch noch fast täglich.
Was auch noch eigentlich das Gegenteilige bewirkt.
Ja, um Freiwilligkeit zu suggerieren waren die Anrufe an sich genau das richtige Mittel, nur deren Inhalte ganz und gar nicht. Diese Widersprüchlichkeit lässt sich damit auch nicht auflösen. Sie hätte ja genau so sagen können, sie sei freiwillig weg, und brauche Abstand, auch in jedem Telefonat, stattdessen weicht sie aus, und gibt Versprechungen und Ankündigungen ab, die sie nicht einhält. Inwiefern kann man das irgendwie logisch erklären? Für mich macht das nur bei Quälen der Angehörigen und FL selbst Sinn, denn deren Hoffnung ist es ja, die damit permanent erst genährt, und anschließend enttäuscht und vernichtet wird. Etwas anderes fällt mir nicht wirklich ein.


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08.03.2019 um 23:38
@Mr.Werwars
Mr.Werwars schrieb:Manchmal denke ich, dass der oder die Täter unter Drogen gestanden haben müssen.
Das glaube ich nicht. Dazu ging der Täter (ich vermute einen Einzeltäter, aber natürlich kommen auch mehrere Täter in Frage) nach meiner Auffassung viel zu überlegt vor.

Die sehr umfangreichen und engagierten Ermittlungen dauerten ein Dreivierteljahr - und blieben ohne jedes Ergebnis. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine solche Spurenvermeidung unter Drogeneinfluss möglich gewesen wäre.


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Mord an Frauke Liebs

09.03.2019 um 00:38
Zum Fundort. Es wurden ein paar Seiten zuvor Bunker erwähnt. Interessant wäre, ob diese sogar als Festhalteort in Frage kommen würden. Ist einer von denen relativ gut mit einem Fahrzeug erreichbar? Wurde das damals von der SPUSI überprüft?

Ich möchte in diesem Kontext auch nochmal darauf hinweisen, dass in der Gegend damals ja wenige Jahre zuvor der Eisenbahntunnel bei Willebadessen gebaut wurde, dessen eine Einfahrt recht nahe an diesem Gebiet liegt. Ich habe mal gelesen, dass viele Firmen da am Bau mittelbar oder unmittelbar beteiligt waren. Man könnte sich einen von diesen Leuten vorstellen, der dadurch die Gegend dort gut kennenlernte. Vielleicht kennt sich hier ja jemand generell besser damit aus, was damals in der Gegend an Baumaßnahmen genauer unternommen wurde.


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09.03.2019 um 00:43
Weiss jemand, ab wann Fraukes Mutter Lehrerin in Bad Driburg war?

Da hier öfter an "frustrierte" ehemalige Schüler gedacht wird. Ein Lehrerkollege wäre m. E. auch nicht völlig undenkbar.


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Mord an Frauke Liebs

09.03.2019 um 08:01
Ich glaube nicht, dass es primär um die Mutter ging. Frauke hat min. noch einen Bruder und eine Schwester. Für eine Mutter ist jeder Verlust eines Kindes, das schlimmste was passieren kann. Für den Täter vona Außen macht es aber sichelrich einen Unterschied, ob eine Mutter drei Kinder hat, oder nur ein Kind, das ihr ein und alles ist.

Sollte es eine Person auf die Mutter abgesehen hätte, hätte er sich an die Mutter gewendet.

Trotzdem könnte es einen Bezug geben, Nachbar, Bekannter usw., die auch Frauke über ihre Mutter kennen, aber eben ein Zufallsprodukt und es ging primär um Frauke.

Ich habe auch die Vermutung, dass Frauke mit den Mama-Rufen, zumindest auf die Richtung Östlich von Paderborn hinweisen wollte. Falls sie wirklich freiweillig eingestiegen ist, wüsste sie die Richtung schon vom ersten Tag an (SMS), sollte sie nicht mehr bei Bewusstsein gewesen sein. Liegt es nicht fern, dass sie bei den vielen Fahrten nach Paderborn, oder durch sosntige Anzeichen die Richtung erkannt hat.

Ich persönlich Frage mich ständig wie intelligent der Täter ist, viele Handlungen lassen sich sowohl schlau als auch dumm und fahrlässig interpretieren.

Vor allem Frage ich mich:
- Asncheinend wusste er von der Möglihckeit ein Handy zu Orten und war sich der SMS und deren Folgen am Entführungstag bewusst. Die Ortung von Anrufen kommt in Filmen vor seit es Telefone und Handys gibt, aber wie sehr ist das im Bewusstsein eines Täters. Er hat ja bewusst nur noch aus dem Raum Paderborn anrufen lassen. Auch heute noch vergessen viele Täter (Einbrecher) die Einwahl des Handys in ein Netz un die Möglichkeit zur Ortung. Wie präsent war dieses Wissen 2006?
- Die Polizei geht davon aus, dass die SMS um 1 Uhr freiwillig von Frauke kam. Wahrscheinlich aufgrund des persönlichen Bezuges (England-Spiel blablabla und Schweibweise (hdgl). Wie groß ist die Wahrshceinlichkeit, dass jemand beides nachahmen kann. Welcher Erwachsener käme 2006 auf die Idee, dass Hdgl nachzuahmen, wenn er es zuvor im Chatverlauf sah. Bzw. wie wahrscheinlich wäre ein solcher Fall
- Wie hat der Täter es geschafft (falls Freiwilliger Einstieg stimmt), dass Frauke einsteigt und auch noch bei der SMS (wenn auch freiwillig) keinen Verdacht schöpft. Er müsste entweder umglaublich gerissen oder sozial kompetent/intelligent sein.

Gerade wenn zweitens zutreffen würde. Bräuchte es natürlich drittens nicht und 1 wäre eine Dummheit gewesen. Auch erscheint der Versuch vom Osten Paderborns abzlenken beinahe Plump und auch nicht besonders schlau.


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Mord an Frauke Liebs

09.03.2019 um 08:55
Chrocus schrieb:Ich persönlich Frage mich ständig wie intelligent der Täter ist, viele Handlungen lassen sich sowohl schlau als auch dumm und fahrlässig interpretieren.
@Chrocus
Ich habe bisher immer abgelehnt an 2 Täter zu denken, aber vielleicht handelte es sich um ein Duo, in dem einer nur benutzt wurde?
Der Eine hatte den Plan, der Andere war sein Handlanger.

Beispiel: Ein Mann hatte ein Auge auf Frauke geworfen, wagte aber nicht, auf dem üblichen Weg Kontakt aufzunehmen.
(Ich lasse die Absichten bzgl. Frauke weg, weil alles spekulativ ist).
Er hatte einen Kumpel, der im Umgang mit Frauen smart war, der schnell mit den Mädchen ins Gespräch gekommen ist und Frauke persönlich kannte, wenn auch nur oberflächlich.
Der Täter im Hintergrund, bat den Kumpel, er soll Frauke ansprechen und zu einer Spazierfahrt überreden.
Das gelang auch. Frauke stieg in das Auto ein - freiwillig- aus einem Grund, den wir nicht kennen- und sie schrieb diese SMS freiwillig.
Danach wurde sie dem Täter übergeben.
Der Kumpel, der sich drauf eingelassen hatte Frauke für den Täter "zu holen", dachte naiverweise der wollte sie nur mal näher kennenlernen.
Der hat sich nicht vorgestellt, dass eine wirkliche Entführung daraus würde. Er dachte es handelt sich um ein Date für einen Kumpel, der schüchtern und verklemmt ist.

Später hat der naive junge Mann nicht gewagt, zur Polizei zu gehen.
Er hatte Angst, man würde ihm nicht glauben und er würde für Jahre im Gefängnis verschwinden.
Er könnte z.B. auch Angst gehabt haben, der "böse" Kumpel wälzt dann alles auf ihn ab.
Bei entsprechenden Lebenserfahrungen (immer der Sündenbock gewesen), könnte er große Angst um sich selbst gehabt haben.
Weil er aber tatsächlich ausser Fassung war, dass dieser Streich so eine dramatische Wendung nimmt, könnte er aktiv beim Plakataufhängen geholfen haben. (Als Beitrag zur Wiedergutmachung)
Für seine Umwelt, Familie, Freunde, Mitschüler Arbeitskollegen etc, war er vollkommen unverdächtig. Aus folgenden Gründen:
Der junge Mann war vom Wesen her hilfsbereit, freundlich, nett, sensibel.
Niemand würde ihn grundsätzlich mit einer Entführung in Zusammenhang bringen.
Seine Schuldgefühle bzgl. Fraukes Verschwinden (Mann, war ich doof! Was habe ich nur angerichtet..?)
ließen ihn für sein Umfeld erst recht unschuldig erscheinen. Er sah einfach aus, wie jemand, der vor Sorge um Frauke schlecht schläft.
Er wusste nicht, wo der Kumpel Frauke gefangen hielt. Möglicherweise hat er ihn angefleht, sie freizulassen. Möglicherweise wusste er aber auch selbst nicht weiter.
Wenn mein Kumpel Frauke freilässt, erzählt sie doch der Polizei, dass ich sie entführt habe. Dann bin ich mit dran.

Ich könnte mir vorstellen, dass er (sollte es so gewesen sein), bis heute schweigt. Aus Angst um sich, denn Mord verjährt nicht.


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Mord an Frauke Liebs

09.03.2019 um 19:55
@Chrocus
ich denke der oder die Täter haben einfach Glück gehabt. Ich glaube auch nicht, dass Sie wirklich ableben sollte. Sonst hätte der oder die Täter nie suggeriert, dass Sie wieder Heim kommt. Macht kein Sinn...Man wollte sich alle Optionen frei halten.


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10.03.2019 um 00:08
@frauzimt
Gute Theorie


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Mord an Frauke Liebs

10.03.2019 um 00:53
frauzimt schrieb:Ich habe bisher immer abgelehnt an 2 Täter zu denken, aber vielleicht handelte es sich um ein Duo, in dem einer nur benutzt wurde?
Der Eine hatte den Plan, der Andere war sein Handlanger.

Beispiel: Ein Mann hatte ein Auge auf Frauke geworfen, wagte aber nicht, auf dem üblichen Weg Kontakt aufzunehmen.
(Ich lasse die Absichten bzgl. Frauke weg, weil alles spekulativ ist).
Er hatte einen Kumpel, der im Umgang mit Frauen smart war, der schnell mit den Mädchen ins Gespräch gekommen ist und Frauke persönlich kannte, wenn auch nur oberflächlich.
Mal abgesehen davon, dass diese Theorie in meinen Ohren zu sehr nach „Criminal Minds“ klingt und mir sowieso zu umständlich ist (ich tendiere ja zum einfachen) scheitert es für mich schon daran:
frauzimt schrieb:Mädchen ins Gespräch gekommen ist und Frauke persönlich kannte, wenn auch nur oberflächlich.
F wäre mMn nie mit einem oberflächlichen Bekannten um diese Zeit losgefahren.
Die Person selbst oder etwas, was es mit der Person zu klären gab, muß für F so wichtig gewesen sein, dass sie mitfuhr.


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10.03.2019 um 03:00
LissyB schrieb:F wäre mMn nie mit einem oberflächlichen Bekannten um diese Zeit losgefahren.
Diesem Einwand stimme ich zu.
LissyB schrieb:Die Person selbst oder etwas, was es mit der Person zu klären gab, muß für F so wichtig gewesen sein, dass sie mitfuhr.
Dann aber müsste es eine FL nahestehende Person gewesen sein, und diese Personen wurden von der Kripo eingehend überprüft - gerade weil es zunächst wahrscheinlich schien, dass der Täter ihrem engen Umfeld entstammte.


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10.03.2019 um 07:45
LissyB schrieb:Mal abgesehen davon, dass diese Theorie in meinen Ohren zu sehr nach „Criminal Minds“ klingt und mir sowieso zu umständlich ist (ich tendiere ja zum einfachen)...
@LissyB
Ja, das denke ich grundsätzlich ach. Je mehr man eine Geschichte ausbaut, desto weniger tragende Teile enthält sie.
Mir kommt es allerdings auch so vor, wie @Chrocus schreibt, dass sich der Täter widersprüchlich verhalten hat.

An 2 Täter glaube ich nicht, aber einen Handlanger, der nicht kapiert hat, worum es geht (und auch nicht zu Ende dachte), könnte ich mir tatsächlich vorstellen.
LissyB schrieb:F wäre mMn nie mit einem oberflächlichen Bekannten um diese Zeit losgefahren.
Die Person selbst oder etwas, was es mit der Person zu klären gab, muß für F so wichtig gewesen sein, dass sie mitfuhr.
@LissyB
@birkensee
Das glaube ich nicht. Nicht in dem Alter. Wenn man jung ist, macht man spontane Dinge. (Ich denke da durchaus an meine Jugend) Ich glaube nicht, dass sie vorhatte, sich die Nacht um die Ohren zu schlagen. Sie war müde und wollte nach Hause. Und die Sache mit Schlüssel ist bekannt.
Aber sie könnte (meiner Ansicht nach) in das Auto eines Mannes gestiegen sein, der ihr sympathisch war (den sie aber nicht näher kannte), der ihr anbot, sie mal schnell nach Hause zu fahren.

Ich denke doch, dass ihr nahes Umfeld direkt unter die Lupe genommen worden ist. Und man hat keinen Verdächtigen entdecken können. Das weite Umfeld ist einfach nicht lückenlos untersuchen. Unmöglich, bei einem Menschen, der viele Kontakte hat.

Zu einem ganz Fremden ins Auto? Das glaube ich auch nicht, jedenfalls nicht freiwillig.
Dann eher, dass sie einen Stoß in den Rücken bekam und gegen ihren Willen verbracht wurde. (Was aber wieder mit dieser SMS nicht passen will)

Wenn ich die SMS aber als freiwillig versendet bewerte (und damit eine gewaltsame Entführung ausschließe), ebenso einen guten Freund (weil ich an gute Polizeiarbeit glaube), bleibt nur eine oberflächliche Bekanntschaft.
Jemand, der auf Frauke sympathisch wirkte. Sie hatte nichts dagegen, die Person näher kennenzulernen.
Es hatte sich bisher nur nicht ergeben.
Ich denke da an einen Mitschüler (oder ehemaligen), ein Kumpel eines Freundes, den sie mal auf einer Fete kennengelernt hat, ein Praktikant aus dem KH, ein ehemaliger Patient etc.

Es gibt so viele Möglichkeiten.

Und auch, wenn eine junge Frau stets zuverlässig ist, kann sie trotzdem mal für eine Sekunde denken:
Sei es drum,- ich hab jetzt Lust das zu machen.
Man darf auch nicht vergessen, dass Frauke sehr hilfsbereit war.


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Mord an Frauke Liebs

10.03.2019 um 12:50
birkensee schrieb:Auf die Polizei kam es aber an. Dass Fls Freunde und Familie die Situation völlig anders als die Polizei einschätzten, nutzte FL nichts.
Im nachhinein ist man immer schlauer, aber ich verstehe das einstellen der Ermittlungen, während der ersten Woche nicht und wie der Täter an diese Information gekommen sein soll.

Chronologisch gesehen.......

am frühen Mittwoch 0:49 Uhr kommt die erste SMS an.
Mittwoch wird Frauke morgens vermisst und auch von ihrer Mitschülerin aus dem Pub.
Die Mutter wird informiert und erst unter Nachdruck wird eine Anzeige aufgenommen.
Am späten Donnerstag kommt der erste Anruf (kurz und knapper Inhalt).
Laut meiner Erinnerung ermittelt dann die Kripo (in meinen Worten) wegen dem Verdacht einer schweren Straftat.
Dieses wird dann aber erst am Freitag geschehen sein.
Es folgt Freitag Nacht kurz nach 23 Uhr eine SMS und der Anruf des Bruders.
Inhaltlich geht es erstmalig um ein zeitnahes wieder nach Hause kommen.
Die Reaktion darauf kann von der Kripo ja erst am Samstag erfolgt sein, wenn die Kripo aus dem sich wieder melden, interpretierte das sie sich deshalb nicht in Gefahr befindet und auch keine Straftat zu Grunde liegt.
Aber Frauke ist ja gar nicht wie angekündigt nach Hause gekommen und das war Samstag ja auch bekannt.
Wie es weiter geht, weiß jeder.

Warum wurden ab Freitag das Handy nicht mehr geortet?
Nur auf drängen von Frau Liebs wurden dann sehr viel später erst diese Daten abgerufen.

Ich gehe davon aus, dass eventuelle Einstellen der Ermittlungen dem Täter in der ersten Woche nicht bekannt gewesen sein dürfte, sprich daraus keine Veränderung im Ablauf sich abzeigte.
birkensee schrieb:Für mich gibt es einen klaren Bruch in den Telefonaten:
Zuerst stand die Vortäuschung eines freiwilligen Verschwindens im Vordergrund.
Als dieses Ziel bei der Polizei erreicht wurde, wurden die Telefonate fortgesetzt - aber aus einem anderen Motiv.
Was wäre das andere Motiv?

@birkensee
Das richtet sich nicht gegen dich und deinen Überlegungen.....
birkensee schrieb:Zuerst stand die Vortäuschung eines freiwilligen Verschwindens im Vordergrund.
Ich finde das einfach nur komisch, dass überhaupt ein Täter auf die Idee kommen könnte, jemanden über einen gewissen Zeitraum festzuhalten und nach außen hin eine Freiwilligkeit suggerieren will, insbesondere wenn dieser wie in diesem Fall sie fast täglich dafür telefonieren lässt.
rayden schrieb:Für mich sollte damit ganz eindeutig Freiwilligkeit suggeriert werden, und ich schätze, es war das einzige Mal, dass das Handy nach einem Kontakt angelassen worden ist, damit genau dieses Szenario eintritt, nämlich ein Rückruf, der dann auch angenommen wird.
Gut und schön, nur es wird bei dem Telefonat inhaltlich das wiedergegeben, was auch in der SMS angekündigt wurde, nämlich ein zeitnahes zurück kommen von Frauke und wenn dieses nicht geschieht, erhärtet das doch eigentlich das Gegenteilige.
Da dieses sich noch zwei oder drei Mal wiederholt und nichts passiert, denke ich eher, dass man damit jemanden richtig nervlich schädigen wollte.
Was müssen die allesamt durchgemacht haben, immer diese Hoffnung, dann die Enttäuschung.
Das hat ja schon was von einem Psycho-Krieg.
frauzimt schrieb:Zu einem ganz Fremden ins Auto? Das glaube ich auch nicht, jedenfalls nicht freiwillig.
Dann eher, dass sie einen Stoß in den Rücken bekam und gegen ihren Willen verbracht wurde. (Was aber wieder mit dieser SMS nicht passen will)
Ich kann mich mit dieser "Auto-Geschichte" nicht mehr anfreunden.
Ich würde den Täter eher im Bereich des Heimweges von Frauke suchen.

Die zweite SMS ist genauso "harmlos" wie die erste SMS und trotzdem liegen dazwischen 3 Tage in welche Frauke unauffindbar war und daher tendiere ich dazu, dass Frauke auch bei der ersten SMS nicht mehr sich in Freiheit befunden hat.

Ich denke das der Täter an der Wegstrecke ihres Heimweges wohnt oder arbeitet und sie betrügerisch oder hinterhältig überwältigte und dann erstmal vom Ort des Geschehens verbracht hat.
Die erste SMS suggerierte Chris, dass sie sich noch im Pub befindet und durch den weiteren Inhalt, wähnte er sie nicht in Gefahr.

Die weiteren Anrufe kommen fast alle aus dem Stadtgebiet von Paderborn.
Ein außerhalb wohnender Täter, zum Beispiel wie die Polizei annimmt, dass sie im Raum Nieheim festgehalten wurde, würde für die oftmals wenige Sekunden lange Telefonate nicht diesen Aufwand betreiben.

Der Täter wird keine großen Kenntnisse über die Möglichkeiten der Handy-Ortung gehabt haben und hat sie deshalb in einer gewissen Entfernung von dem Festhalteort telefonieren lassen.


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Mord an Frauke Liebs

10.03.2019 um 12:57
Sven1213 schrieb:Ich denke das der Täter an der Wegstrecke ihres Heimweges wohnt oder arbeitet und sie betrügerisch oder hinterhältig überwältigte und dann erstmal vom Ort des Geschehens verbracht hat.
@Sven1213
Mir gibt der Fall Georgine Krüger zu denken.
Der mutmaßliche Täter wohnte in ihrer Straße, der Keller,- in dem die Tat wahrscheinlich geschah- in der Straße.-
Der Keller wurde trotz Hundeeinsatz nicht gefunden.

Auch in diesem Fall liegt die Lösung vielleicht gar nicht so weit.


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Mord an Frauke Liebs

10.03.2019 um 13:21
Sven1213 schrieb:Gut und schön, nur es wird bei dem Telefonat inhaltlich das wiedergegeben, was auch in der SMS angekündigt wurde, nämlich ein zeitnahes zurück kommen von Frauke und wenn dieses nicht geschieht, erhärtet das doch eigentlich das Gegenteilige.
Da dieses sich noch zwei oder drei Mal wiederholt und nichts passiert, denke ich eher, dass man damit jemanden richtig nervlich schädigen wollte.
Was müssen die allesamt durchgemacht haben, immer diese Hoffnung, dann die Enttäuschung.
Das hat ja schon was von einem Psycho-Krieg.
Ja, es ist eben diese Widersprüchlichkeit, die sich durch den gesamten Fall zieht, und nicht aufzulösen ist. Warum lässt der Täter sie einen Anruf annehmen, aber auch sie ständig verkünden, sie käme zeitnah heim, und es wird nicht eingehalten? Der Punkt ist doch: Von selbst entgegen genommener Anruf, das kann nur freiwillig geschehen sein, ganz gleich, was der Inhalt war. Gleichzeitig kehrt sie nicht wie angekündigt heim, was einmal mehr Qual aller persönlich Beteiligten bedeutet. Letztlich hat der Täter damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Sven1213 schrieb:Ich würde den Täter eher im Bereich des Heimweges von Frauke suchen.
Ich auch, der Weg, den sie einschlug, konnte jemand am Pub nicht vorausahnen, und je näher sie der Wohnung kommt, desto einfacher, sie unbemerkt aber unfreiwillig abzugreifen. Letztlich hätte der Täter dann aber noch Zugriff auf eine Immobilie oder dergleichen außerhalb der Stadt haben müssen, denn dass er sie in der Stadt derart unbemerkt festhalten, und mehrfach ins Auto verbringen und transportieren konnte, glaube ich dann doch nicht, allenfalls bei einem Einparteienhaus mit direktem Zugang zur Garage, aber solche Immobilien existieren auf den möglichen Heimwegen nicht, alles Mehrfamilien- oder Reihenhäuser ohne Garage.


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10.03.2019 um 13:28
rayden schrieb:Ich auch, der Weg, den sie einschlug, konnte jemand am Pub nicht vorausahnen, und je näher sie der Wohnung kommt, desto einfacher, sie unbemerkt aber unfreiwillig abzugreifen.
Das freut mich, dass man diese Möglichkeit in Betracht zieht.
Aus den ganzen weiteren Abläufen heraus, würde ich auch sagen, dass es einen Bezug zu Frauke oder aber anderen Personen aus ihrem engsten Umfeld geben wird.
frauzimt schrieb:Mir gibt der Fall Georgine Krüger zu denken.
Da kenne ich noch weitere Opfer. So selten kommt das nicht vor.


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10.03.2019 um 15:49
rayden schrieb:Ich auch, der Weg, den sie einschlug, konnte jemand am Pub nicht vorausahnen, und je näher sie der Wohnung kommt, desto einfacher, sie unbemerkt aber unfreiwillig abzugreifen.
Ich würde es mal so formulieren. Den Weg den sie einschlug um nach Hause zu kommen konnte niemand vorausahnen. Und je näher sie der Wohnung kommt desto sicherer wird und ist ein unbemerktes aber freiwilliges abgreifen.


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10.03.2019 um 16:22
rayden schrieb:
Ich auch, der Weg, den sie einschlug, konnte jemand am Pub nicht vorausahnen, und je näher sie der Wohnung kommt, desto einfacher, sie unbemerkt aber unfreiwillig abzugreifen.
schluesselbund schrieb:Ich würde es mal so formulieren. Den Weg den sie einschlug um nach Hause zu kommen konnte niemand vorausahnen. Und je näher sie der Wohnung kommt desto sicherer wird und ist ein unbemerktes aber freiwilliges abgreifen.
Es gibt doch dort diese Unterführung. Sind dort auch Sträucher? Das ist ja oft so.
Vielleicht ging der Täter Frauke hinterher und an einer menschenleeren Stelle, hat er Frauke betäubt und kurz im Gebüsch zwischengelagert.
Dann hat er das Auto geholt und sie ins Auto gelegt.
Vorteil für ihn:
Er hatte die Kontrolle. Er hat sich Frauke auf der Straße ausgesucht. Es war nicht viel los. Er konnte in Ruhe beobachten, wo sie lang geht.
Und als die Gelegenheit günstig war, hat er ihr ein Betäubungsmittel auf das Gesicht gedrückt.
Das Opfer hätte ihn nicht beschreiben können, wenn die Aktion schiefgegangen wäre.
Das wäre die Variante: gewaltsame Entführung.

Daneben gibt es die Variante: Stieg zu einem Bekannten ins Auto, der unter dem Radar der Ermittler fliegt, weil die Bekanntschaft für Frauke nicht wichtig war.


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