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Mord an Frauke Liebs

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

15.01.2019 um 12:47
kilkhora schrieb:Nicht so der Mörder von FL...
... somit ist ihr Mörder auch ein anderer Tätertyp.
Abgesehen von seinem psychopathologischen Profil (narzisstisch),ist er älter als 30(meine Vermutung)...beruflich ist er nicht so "eingegrenzt" wie der Mörder von Marco .d.h
er hat damals viel Zeit gehabt und einen Bereich,der nur ihm zugänglich war.
Dieser Täter hat sich nach der Tat mit Sicherheit "äusserlich" verändert
@kilkhora
Kannst du deine Krimiphantasien etwas besser als reine Spekulation kennzeichnen? Sonst denkt womöglich noch jemand, das davon irgendenwas belegt wäre.


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Mord an Frauke Liebs

15.01.2019 um 16:07
F.Einstoff schrieb:Kannst du deine Krimiphantasien etwas besser als reine Spekulation kennzeichnen? Sonst denkt womöglich noch jemand, das davon irgendenwas belegt wäre.
Niemand kann hier irgendwas belegen, es gab eben nur die paar Kontakte, und das war es. Wenn dann niemand sein eigenes bevorzugtes Profil zum Besten geben soll, und auch nicht das, was er für logisch oder nachvollziehbar hält, obwohl natürlich auch das Spekulation ist, können wir die Diskussion auch einstampfen, denn niemand kann wirklich etwas zweifelsfrei belegen.
Es steht doch jedem frei, sich ein Täterprofil zurecht zu zimmern, oder auch nicht, ich wüsste nicht, wo das gegenüber FL respektlos wäre? Dann doch eher, dass sie mal eben alle Pflichten über Bord wirft, und ohne Rücksichtnahme auf Chris ihn warten lässt, freiwillig tagelang fort und beim Täter bleibt, weil irgendwas Mysteriöses geschehen ist, dass sie an ihn bindet, und sie von ihm abhängig macht, weshalb sie sogar die eigene Familie mit quält, oder zum Schluss Selbstmord verübt hat oder im Wald verharrt, bis sie dahinscheidet oder dergleichen in der Tat Respeklosigkeiten.
kilkhora schrieb:Nicht nur die Demonstration von Macht und Dominanz spielt eine Rolle bei diesem Tätertypus , sondern auch die Aussicht auf materielle Bereicherung mit dem Eigentum des Opfers).
Obwohl FL am Abend ihres Verschwindens ja keine grossen Reichtümer dabei hatte,fehlten ja einige ihrer persönlichen Gegenstände.
Seltsam das er ihr das Kreuz belassen hat.
Die Gegenstände,die dieser Tätertypus ihren Opfern wegnimmt,haben nicht nur den Wert eines Souvenirs....diese sehen das auch als "Bereicherung"an ,egal welchen Wert die Gegenstände
auch besitzen mögen.
Also, dass er Trophäen behält, kann ich mir auch sehr gut vorstellen, aber materielle Bereicherung halte ich für ausgeschlossen. FL entstammte der (unteren) Oberschicht, da hätte er sicher einen siebenstelligen Betrag an Lösegeld fordern können, den die Eltern auch zu zahlen bereit gewesen wären. Es gab so eine Forderung aber nie. Auch hätte er vermummt ihr Konto leer räumen können, was auch nicht geschah. Und dieses Schubladendenken ist für mich hier unangebracht, jedenfalls sehe ich den Täter als eine Art Mischtyp an, der sich nicht einer ganz bestimmten Kategorie mit all ihren Eigenschaften eindeutig zuordnen lässt.
Meine Einschätzung:
Demonstration von Macht und Überlegenheit, Empathie- und Skrupellosigkeit, psychische Gewalt, Narzissmus ja, aber materielle Bereicherung sicher nicht.


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Mord an Frauke Liebs

16.01.2019 um 01:28
@kilkhora


Eine Absicht der materiellen Bereicherung kann ich auch nicht erkennen.
kilkhora schrieb:Dieser Täter hat sich nach der Tat mit Sicherheit "äusserlich" verändert.
Weshalb bist Du Dir sicher? Kennst Du Fälle mit einer entsprechenden Ähnlichkeit? Mein Wissen ist da leider sehr gering.
kilkhora schrieb:Mircos Mörder war ein verheirateter Mann mit Kindern,wenn ich es nicht ganz falsch in Erinnerung habe.Er musste nicht selbst für die Pflege seiner Bekleidung sorgen usw. Ausserdem war er auch in einem Angestelltenverhältnis,so dass er sein tägliches Leben weiter wie bisher "durchziehen" musste.
Aber eine gravierende psychische Destabilisierung würde sich doch nicht nur in einer Vernachlässigung seines Äußeren zeigen? Gerade im engeren regelmäßigen Kontakt mit anderen müsste es doch auch andere Anzeichen geben?
Soweit ich weiss, hat es Mircos Mörder nicht in eine äußerlich wahrnehmbare Krise gestürzt, einen Jungen entführt, missbraucht und ermordet zu haben. Auch der sogenannte "Maskenmörder" blieb vom Leid seiner Opfer offenbar unberührt.
Bei einem spontan verübten Verbrechen kann ich mir solche Bewältigungsprobleme weitaus eher vorstellen.

Der Täter hatte FL immerhin ca. 8 Tage in seiner Gewalt und sie wird aller Wahrscheinlichkeit nach sehr gelitten haben, bis er schließlich ihren Tod verursachte. Dazu gehört nach meiner Einschätzung ein außerordentlicher Mangel an Empathie und Gewissen, und das ist nach meiner Ansicht eine ganz gute Voraussetzung, um auch nach der Tat nicht zusammenzubrechen.


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16.01.2019 um 01:59
birkensee schrieb: Einen Zeugenaufruf für die Umgebung des Pubs und den Nachhauseweg gab es nicht.
LissyB schrieb:Du schreibst in diesem Thread wiederholt, dass es keinen Zeugenaufruf für Pub/Nachhauseweg gab
birkensee schrieb:Es wäre nett, wenn Du meine Ausführungen korrekt wiedergeben würdest.
Wenn du nicht mehr weißt, was du selbst geschrieben hast, lese es bitte nach. Leuten etwas zu unterstellen, was nicht zutrifft, ist sehr unschön.
rayden schrieb:Es steht doch jedem frei, sich ein Täterprofil zurecht zu zimmern, oder auch nicht, ich wüsste nicht, wo das gegenüber FL respektlos wäre? Dann doch eher, dass sie mal eben alle Pflichten über Bord wirft, und ohne Rücksichtnahme auf Chris ihn warten lässt, freiwillig tagelang fort und beim Täter bleibt, weil irgendwas Mysteriöses geschehen ist, dass sie an ihn bindet, und sie von ihm abhängig macht, weshalb sie sogar die eigene Familie mit quält, oder zum Schluss Selbstmord verübt hat oder im Wald verharrt, bis sie dahinscheidet oder dergleichen in der Tat Respeklosigkeiten.
Wer sich unbedingt ein „Täterprofil zurechtzimmern“ muß, soll es bitte gerne tun.
Es wäre vermutlich aber eher im Sinne von uns allen, wenn diejenigen dies auch besser als Theorie kennzeichnen würden.
Ich denke, den Allermeisten, die hier Beiträge schreiben, liegt Respektlosigkeit gegenüber F und ihren Angehörigen fern.
Toleranz gegenüber anderen Meinungen wäre auch wünschenswert.
kilkhora schrieb:Nicht so der Mörder von FL(bevor wieder eine Grundsatzdiskussion darüber beginnt,ob FL tatsächlich getötet wurde oder nicht.....andere mögen hier juristisch ausgeklügelt vorgehen ,ich jedoch halte es für einen Mord)
FL ist eine 21 jährige Frau gewesen.... somit ist ihr Mörder auch ein anderer Tätertyp.
.............
er hat damals viel Zeit gehabt und einen Bereich,der nur ihm zugänglich war.
Dieser Täter hat sich nach der Tat mit Sicherheit "äusserlich" verändert.
[/quote
Doverex schrieb:Ich glaube, zum Zeitpunkt des 23.06.06 hat auch noch niemand wirklich bei der Polizei ernsthaft an eine Entführung wirklich geglaubt/gedacht.
LissyB:
Da bin ich deiner Meinung. Vermutlich können wir davon ausgehen.
Du vermutest, dass die Pol ab etwa August anfing, ein Verbrechen in Erwägung zu ziehen. Ich denke, der plötzliche Abriß der Kontakte hat schließlich zu einem Umdenken geführt. Keine weitere Handortung, keine Kontobewegungen, niemand hörte mehr etwas von F - dies und noch anderes wird seinen Teil dazu beigetragen haben.


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16.01.2019 um 03:02
@LissyB
LissyB schrieb:Wenn du nicht mehr weißt, was du selbst geschrieben hast, lese es bitte nach. Leuten etwas zu unterstellen, was nicht zutrifft, ist sehr unschön.
Ich glaube, dass meine beiden Ausführungen v. 14.1. ausreichend waren.


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16.01.2019 um 04:15
LissyB schrieb:Wer sich unbedingt ein „Täterprofil zurechtzimmern“ muß, soll es bitte gerne tun.
Es wäre vermutlich aber eher im Sinne von uns allen, wenn diejenigen dies auch besser als Theorie kennzeichnen würden.
So ziemlich alles, was hier geäußert wird, ist Theorie, die man sich anhand der wenigen, dünnen Fakten zurechtlegt, wüsste nicht, warum das jedes Mal extra betont werden müsste.
Nur gibt es darauf basierend hinsichtlich der jeweiligen Plausibilität unterschiedliche Ansichten.


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16.01.2019 um 09:04
@rayden
Es sollte aber schon etwas mit dem Fall zu tun haben, bzw. auf Infos beruhen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind.
Wenn wir über den Absender der SMS diskutieren und du dir die fehlenden 2 Std. als nicht sinnig für freiwilliges Entfernen aus PB erachtest und ich dann ein solches Verhalten aus meinen eigenen Erfahrungen aufzeigen, du mir dann wiederum widersprichst abhand FL Charakter bewegen wir uns beide am Fall und die "Reibung" unserer Aussagen bringt andere Leser vielleicht wieder auf eine neue Idee/Sichtweise.

Die Theorie "Täter änderte sein Aussehen nach der Tat" hat überhaupt keinen Bezug zur Tat, bzw. zu den uns vorliegenden Infos.


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16.01.2019 um 09:37
@outsiderz
outsiderz schrieb:Die Theorie "Täter änderte sein Aussehen nach der Tat" hat überhaupt keinen Bezug zur Tat, bzw. zu den uns vorliegenden Infos.
Die Persönlichkeitsstruktur des Täter hat nach meiner Ansicht sehr viel mit der Tat zu tun. Es hängt auch von der Einschätzung des Täters (z. B. skrupellos oder überfordert) ab, wie man einzelne Abläufe beurteilt.
Wir wissen nichts über seine Person, aber anhand seines Verhaltens kann man, glaube ich, durchaus faktenbezogen über mögliche Täterprofile diskutieren. Aber natürlich lassen die nur sehr wenigen Tatsachen, die uns bekannt sind, eine Menge Spielraum.


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Mord an Frauke Liebs

16.01.2019 um 09:47
@birkensee
Dir ist so wichtig verstanden zu werden. Du hingegen zitierst mich sogar, gehst aber 0 auf das Zitat ein.
Wo ist der Ansatz für "Täter änderte sein Aussehen" in diesem Fall??? Wenn man sagt, Täter hat diesen und jenen Charakter weil er die Familie durch die Anrufe quälen wollte, dann bin ich zwar 100% nicht dieser Ansicht, aber man kann darüber diskutieren, weil es ja immerhin diese Anrufe gegeben hat und die Intention des Täters unklar bleibt.


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16.01.2019 um 10:18
@outsiderz
outsiderz schrieb:Du hingegen zitierst mich sogar, gehst aber 0 auf das Zitat ein.
Wenn der Täter sich nach der Tat sehr hätte gehen lassen, wäre er weniger kaltblütig als beispielsweise ich vermute. Eine solche Verwahrlosung wäre aufgefallen. In einem solchen Fall müsste man davon ausgehen, dass er entweder - wie kilkhora ausführte - völlig isoliert lebte oder seine Bekannten keinen möglichen Bezug zu dem Verbrechen an FL herstellen konnten. In FLs Bekanntenkreis hätte man auf einen solchen Wandel vermutlich mit einem gewissen Misstrauen reagiert.

Wenn man also glaubt, sich einer äußerlich wahrnehmbaren Veränderung des Täters sicher sein zu können, ist mit einer solchen Ansicht eine Menge über den Täter impliziert. Ich weiß nicht, weshalb kilkhora sich sicher ist, aber ich würde es gern erfahren.


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Mord an Frauke Liebs

16.01.2019 um 11:31
birkensee schrieb:Ich zitiere weiter aus dem Artikel: "Die Vermisste wollte sich auf den Heimweg zu ihrer Wohnung an der Borchener Straße begeben. Den Ermittlungen der Polizei zur Folge hat es einen letzten Handykontakt gegen 00:50 Uhr aus dem Bereich Nieheim, Kreis Höxter, gegeben."

Welcher Leser wäre bei dieser Erwähnung des Handykontakts - in Nieheim und zwei Stunden nach Verlassen des Pubs - davon ausgegangen, dass auf dem Nachhauseweg etwas passiert sei?
Keiner der Leser kann oder muss hier davon ausgehen, dass etwas auf dem Nachhauseweg passiert ist, weil der Leser den Nachhauseweg nicht kennt. Die Polizei gibt Start, Ziel und letzten bekannten Handykontakt von Frauke im Artikel an.

Wenn die Polizei so eine Meldung raus gibt, dann erhofft sie sich doch eindeutig Zeugen aus allen Bereichen.
Wozu sonst müsste man noch den Pub und die Borchener Straße erwähnen ?
Dann hätte man auch einfach nur Raum Höxter und den Pub direkt ansprechen können.

Und wie hätte die Polizei zu diesem Zeitpunkt überhaupt wissen sollen, welchen der möglichen Nachhauseweg Frauke genau
genommen hat (der bis heute nicht bekannt geworden ist) um dann einen Zeugen Aufruf für genau diesen Nachhause weg zu starten? Hier also von einem Zeugen Aufruf für den Nachhause weg zu sprechen wäre für die Polizei schier unmöglich. Die Polizei fragt ja nicht " Wer hat die Vermisste seit Dienstag 23.00 Uhr in Nieheim/in der Stadt/am Pub/auf der Borchener Straß gesehen?". Die Frage richtet sich doch an Menschen, die irgendwo in den genannten Bereichen eine Sichtung gemacht haben die zur Aufklärung dienlich sein könnten, im Allgemeinen.
Da Frauke am Pub startete und in der Borchener Straße ankommen wollte gilt der Zeugen Aufruf natürlich auch für diesen
Bereich.
zweiter schrieb am 13.11.2012:... Die junge Frau wurde zuletzt am Dienstagabend, 20. Juni 2006, gegen 23:00 Uhr gesehen. Gemeinsam mit Freundinnen hatte sie im Irish-Pub in der Liborigalerie das Fußballspiel England gegen Schweden verfolgt und das Lokal nach Spielende allein verlassen. Die Vermisste wollte sich auf den Heimweg zu ihrer Wohnung an der Borchener Straße begeben. Den Ermittlungen der Polizei zur Folge hat es einen letzten Handykontakt gegen 00:50 Uhr aus dem Bereich Nieheim, Kreis Höxter, gegeben. ...

...Die Polizei fragt:
Wer hat die Vermisste seit Dienstag, 23:00 Uhr, gesehen?
Wer kann Angaben zum derzeitigen Aufenthaltsort der Frau machen?...


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16.01.2019 um 12:46
birkensee schrieb:@LissyB
LissyB schrieb:
Wenn du nicht mehr weißt, was du selbst geschrieben hast, lese es bitte nach. Leuten etwas zu unterstellen, was nicht zutrifft, ist sehr unschön.
birkensee schrieb:
Ich glaube, dass meine beiden Ausführungen v. 14.1. ausreichend waren.
Was auch immer du meinst, was wofür ausreichend ist, hat nichts mit meinem Zitat zu tun.
Unterlasse bitte einfach die Unterstellung falscher Tatsachen.
Malinka schrieb:Wenn die Polizei so eine Meldung raus gibt, dann erhofft sie sich doch eindeutig Zeugen aus allen Bereichen.
Völlig korrekt, Malinka. Die Pol hat sämtliche, ihr zu diesem Zeitpunkt bekannten, Fakten für die Zeugensuche genutzt.
Das war eindeutig ein Zeugenaufruf für Sichtungen Fs in allen, durch die gemachten Angaben möglichen, Bereiche.

Wie man davon ausgehen kann, ein möglicher Zeuge, der Verdächtiges beobachtet hat, würde dies nicht melden, weil der Standort seiner Sichtung nicht explizit von der Pol erwähnt wird? Ich weiß es nicht.


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Mord an Frauke Liebs

16.01.2019 um 12:57
Es ist aber auch ein Unterschied, ob ich in einer Zeitung einen Aufruf inseriere, oder ob ich bspw. alle möglichen, bzw. die wahrscheinlichsten Routen mit derartigen Aufrufen bestücke, oder dort verkehrende Passanten befrage. Letzteres wäre eindeutig zielgerichteter, und die Anzahl der Leute, die die Vermisstenmeldung in der Zeitung lesen, dürfte sich eh schon in Grenzen halten, und diejenigen, die für die Ermittlungen relevant wären, weil sie an den möglichen Heimwegen wohnen, oder dort regelmäßig verkehren, bzw. gar zur Tatzeit, und es in der Zeitung lesen, bzw. zugetragen bekommen von Dritten, dürfte nochmal erheblich geringer sein.


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16.01.2019 um 13:39
rayden schrieb:Es ist aber auch ein Unterschied, ob ich in einer Zeitung einen Aufruf inseriere, oder ob ich bspw. alle möglichen, bzw. die wahrscheinlichsten Routen mit derartigen Aufrufen bestücke, oder dort verkehrende Passanten befrage. Letzteres wäre eindeutig zielgerichteter, und die Anzahl der Leute, die die Vermisstenmeldung in der Zeitung lesen, dürfte sich eh schon in Grenzen halten, und diejenigen, die für die Ermittlungen relevant wären, weil sie an den möglichen Heimwegen wohnen, oder dort regelmäßig verkehren, bzw. gar zur Tatzeit, und es in der Zeitung lesen, bzw. zugetragen bekommen von Dritten, dürfte nochmal erheblich geringer sein.
Letzteres hätte man aber nur machen können, wenn man gewusst hätte wo Frauke genau lang gegangen ist. Zumindest von Seiten der Polizei. Die Angehörigen von Frauke haben nämlich genau das getan. Sie waren mit einer großen Gruppe von Menschen unterwegs und verteilten Zettel und zwar überall auf dem möglichen Heimweg und in der Stadt selbst. Ich denke also schon, dass Fraukes Verschwinden zumindest am Donnerstag einigen Leuten aufgefallen sein wird.


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16.01.2019 um 14:02
Malinka schrieb:Letzteres hätte man aber nur machen können, wenn man gewusst hätte wo Frauke genau lang gegangen ist. Zumindest von Seiten der Polizei.
Tja, ist die Polizei denn am nächsten Tag mit einem Spürhund angerückt? Der hätte die Route dann eigentlich erschnüffeln können müssen.


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Mord an Frauke Liebs

16.01.2019 um 14:25
Meine Theorie ist nach wie vor, daß sie den Täter kannte, und bei ihrer ersten SMS noch keine Gefahr witterte.


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17.01.2019 um 02:45
@LissyB
LissyB schrieb:Wie man davon ausgehen kann, ein möglicher Zeuge, der Verdächtiges beobachtet hat, würde dies nicht melden, weil der Standort seiner Sichtung nicht explizit von der Pol erwähnt wird? Ich weiß es nicht.
Da Du offenbar mich damit meinst: Meine Behauptung war deutlich differenzierter (vgl. unten).

@Malinka
Malinka schrieb:Keiner der Leser kann oder muss hier davon ausgehen, dass etwas auf dem Nachhauseweg passiert ist, weil der Leser den Nachhauseweg nicht kennt.
Kein Leser wäre davon ausgegangen, dass FL auf ihrem Nachhauseweg nichts passiert ist, nur weil er diesen Weg nicht kennt.
Die Möglichkeit eines Verbrechens auf ihrem Nachhauseweg wurde für den Leser einzig und allein durch die Erwähnung ausgeschlossen, dass der letzte Kontakt 2 Stunden nach dem Verlassen des Pubs in Nieheim stattfand. Nach dieser Angabe hätte sich ein mögliches Verbrechen erst nach der 1. SMS ereignet.

Malinka schrieb:Und wie hätte die Polizei zu diesem Zeitpunkt überhaupt wissen sollen, welchen der möglichen Nachhauseweg Frauke genau genommen hat (der bis heute nicht bekannt geworden ist) um dann einen Zeugen Aufruf für genau diesen Nachhause weg zu starten? Hier also von einem Zeugen Aufruf für den Nachhause weg zu sprechen wäre für die Polizei schier unmöglich.
Es gab, soweit ich weiß, drei Varianten dieses Nachhausewegs. Die Distanz zwischen Pub und Fraukes Wohnung beträgt ca. 1,3 km. Mit Beginn der Borchener Straße, also ca. 200 m von ihrem Wohnhaus entfernt, treffen (soweit ich weiß) diese verschiedenen Routen zusammen.

Es sollte für die Polizei "schier unmöglich" gewesen sein, für diese Wege, die, zusammen genommen, eine Länge von höchstens 3,5 km haben, einen Zeugenaufruf zu veröffentlichen, der auf verdächtige Beobachtungen auf diesen Wegen im Zusammenhang mit einer Entführung fokussiert gewesen wäre? Das ist mir nicht nachvollziehbar.

Wenn FL kein Zufallsopfer war (die Polizei hätte diese Möglichkeit erwägen müssen), wäre außerdem der Umgebung des Pubs besondere Aufmerksamkeit zugekommen. Die Polizei hätte auf diese Umgebung nachdrücklich verweisen können - aber auch hier gab es keinen entsprechen Zeugenaufruf - d.h. Suche nach verdächtigen Beobachtungen im Zusammenhang mit einer Entführung.

Und ein sehr wichtiges Argument brachte rayden:
rayden schrieb:Tja, ist die Polizei denn am nächsten Tag mit einem Spürhund angerückt? Der hätte die Route dann eigentlich erschnüffeln können müssen.
Im Fall Malinka wurden solche Spürhunde eingesetzt, die auch mehrere Tage nach ihrem Verschwinden eine Spur fanden, die zur Donau führte (wie sich später herausstellte, war Malinka in den Fluß gestürzt). Selbst wenn es bei Spürhunden keine 100%ige Erfolgsgarantie gibt, wäre ihr Einsatz doch sehr naheliegend gewesen.

Solche Nachforschungen wären also möglich gewesen, aber wurden durch die 1. SMS verhindert.

Hätte es die 1. SMS nicht gegeben, wäre ein Verbrechen erheblich wahrscheinlicher gewesen, und die Polizei hätte sich (neben ihrer Wohnung) auf FLs Nachhauseweg als Tatort konzentriert.
In diesem Fall wäre es auch um Beobachtungen gegangen, die ohne dieses Wissen belanglos waren. Wie ich nun schon mehrfach schrieb, wäre z. B. ein Mann, der über eine Stunde am Pub nervös auf und ab gegangen wäre, verdächtig gewesen - aber nicht angesichts eines Zeugenaufrufs, der die Information enthielt, dass ein mögliches Verbrechen erst nach einem Kontakt zwei Stunden später in Nieheim stattgefunden haben könnte.


Die gegenwärtige Diskussion dreht sich um die Behauptung, dass ein Täter, der FL auf ihrem Nachhauseweg aufgelauert hätte, mit dieser 1. SMS hätte verhindern können, dass auf jenem Weg nach Spuren von ihm gesucht wurde. Welches Argument spricht gegen diese Behauptung?


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Mord an Frauke Liebs

17.01.2019 um 09:48
@birkensee
Es wird lediglich ein Handykontakt erwähnt. Was für ein Kontakt wird nicht differenziert. Ich wäre z. B. von einem "Ping" oder sowas ausgegangen. Die Polizei schließt ihren Aufruf aber explizit mit der Angabe Infos über FL ab 23 Uhr gesucht. Verstehe nicht was du mit dem Punkt sagen willst? Hinsichtlich möglicher Zeugen hat die SMS HIERBEI keinen positiven Effekt für den Täter.


Deine "Wünsche" bzgl. detaillierteren Zeugenaufrufe kann ich zum Teil verstehen. ABER... die Polizei hatte und hat keine eindeutigen Indizien wo/wann/wie/was genau FL in dieser Nacht zugestosen ist. Wenn man dann zu sehr ins Detail geht bei solchen Zeugenaufrufe erhöht man die Gefahr das ein Zeuge im weiteren Umkreis eine interessante Beobachtung gemacht hat, sich aber auf Grund der Distanz zu genannten Orten nicht meldet.


1. Bist du kein Profi was Spürhunde betrifft. Kannst du sicher ausschließen das es nicht andere Umstände gab die gegen diesen Einsatz sprechen?
2. (viel wichtiger!) Kannst du belegen, dass der Nicht-Einsatz der Spürhunde durch die SMS begründet ist?
Beides kannst du nur mit "nein" beantworten.


Wenn jemand einen nervösen Mann 1 Std. lang vor dem Pub beobachtet hätte und das auch melden wollen, hätte er dies auf Grund des Zeugenaufrufs auch getan. Dieser Teil deiner Behauptung entbehrt jeder Logik.


Abschließend:
Welches Argument gegen deinen letzten Satz spricht? Wie bereits geschrieben... Jetzt mal aus Polizeisicht etwas ironisch dargestellt:
"Hmm, wir haben hier eine Frau, die ankündigt noch in der Nacht nach Hause zu kommen, es aber nicht macht. Um 23 Uhr wird sie zuletzt lebend gesehen. Danach verliert sich ihre Spur. Ok, um 0.50 Uhr schreibt sie noch eine SMS. Da war wohl alles Ok. Gut, wir wissen zwar nicht wo und mit wem zu dem Zeitpunkt alles gut war, aber es war ja alles gut laut ihr(em Handy). Also sollten wir unsere Arbeit ab 0.51 Uhr konzentrieren. In dem Zeitraum 23.01 - 0.50 Uhr ist sicher nichts von Interesse. "

Wenn es in D Polizisten gibt, welche so denken, stelle ich ab morgen meine Steuerzahlungen ein..


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Mord an Frauke Liebs

17.01.2019 um 11:55
birkensee schrieb:Kein Leser wäre davon ausgegangen, dass FL auf ihrem Nachhauseweg nichts passiert ist, nur weil er diesen Weg nicht kennt.
Die Möglichkeit eines Verbrechens auf ihrem Nachhauseweg wurde für den Leser einzig und allein durch die Erwähnung ausgeschlossen, dass der letzte Kontakt 2 Stunden nach dem Verlassen des Pubs in Nieheim stattfand. Nach dieser Angabe hätte sich ein mögliches Verbrechen erst nach der 1. SMS ereignet.
Der Leser kann aus dem Begriff „Handykontakt“ nicht genau heraus lesen ob es sich dabei um eine Ortung, eine SMS, einen Anruf oder einen letzten Log In des Handys in eine Funkzelle handelt.
Somit muss der Leser hier nicht zwangsläufig davon ausgehen, dass falls Frauke etwas zugestoßen ist, dies erst nach dem letzten Handykontakt passiert sein muss.
birkensee schrieb:Es sollte für die Polizei "schier unmöglich" gewesen sein, für diese Wege, die, zusammen genommen, eine Länge von höchstens 3,5 km haben, einen Zeugenaufruf zu veröffentlichen, der auf verdächtige Beobachtungen auf diesen Wegen im Zusammenhang mit einer Entführung fokussiert gewesen wäre? Das ist mir nicht nachvollziehbar.
Die Polizei hat den Pub und die Borchener Straße im Artikel als Start und ursprüngliches Ziel von Frauke angesprochen und erhoffte sich damit gewiss auch Zeugen aus diesem Bereich. Sonst hätte man nicht erwähnen müssen, dass Frauke ursprünglich nachhause wollte und wo dieses Zuhause lag. Es ist nicht zwingend notwendig die möglichen Wege explizit zu erwähnen, da jeder Paderborner sich die möglichen Routen selbst denken kann.
Wenn man in diesem Artikel meine Heimatstadt und gewisse Straßen oder Orte nennen würde, dann wüsste ich auch ohne die explizite Benennung der Route, wie und wo ein Mensch lang gehen würde um von A nach B gelangen zu können.
birkensee schrieb:Wenn FL kein Zufallsopfer war (die Polizei hätte diese Möglichkeit erwägen müssen), wäre außerdem der Umgebung des Pubs besondere Aufmerksamkeit zugekommen. Die Polizei hätte auf diese Umgebung nachdrücklich verweisen können - aber auch hier gab es keinen entsprechen Zeugenaufruf - d.h. Suche nach verdächtigen Beobachtungen im Zusammenhang mit einer Entführung.

Und ein sehr wichtiges Argument brachte rayden:
rayden schrieb:
Tja, ist die Polizei denn am nächsten Tag mit einem Spürhund angerückt? Der hätte die Route dann eigentlich erschnüffeln können müssen.
Da der Fall von Frauke bis zum Zeitpunkt des Artikels noch gar nicht offiziell bekannt war und sich dementsprechend noch keine Zeugen gemeldet haben können frage ich mich: wie genau sollte die Polizei hier schon von einer Entführung oder einem Verbrechen ausgehen?
Wie genau sollte die Polizei ohne Zeugenaussagen wissen was passiert ist und wo?
Unter welcher Begründung sollte eine Hundestaffel die Innenstadt nach Frauke absuchen?
Frauke war volljährig und konnte über ihren Aufenthaltsort selbst bestimmen.
Die Polizei wusste was Chris, Isabella und Frau Liebs ihr zugetragen hatten. Aufgrund dieser Informationen ist es ja erst zu einem Nachhalten des letzten Handykontaktes gekommen.
Im Artikel stand ausdrücklich, dass die Polizei ein Verbrechen nicht ausschließen konnte, aber sie hätte zum Zeitpunkt des Artikels noch nicht wissen können wo und wann dieses stattgefunden hat, falls eins vorlag.
Ich verstehe also immer noch nicht wie die Polizei auf etwas hinweisen hätte können, was der Polizei zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt war.


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17.01.2019 um 11:57
outsiderz schrieb:Deine "Wünsche" bzgl. detaillierteren Zeugenaufrufe kann ich zum Teil verstehen. ABER... die Polizei hatte und hat keine eindeutigen Indizien wo/wann/wie/was genau FL in dieser Nacht zugestosen ist. Wenn man dann zu sehr ins Detail geht bei solchen Zeugenaufrufe erhöht man die Gefahr das ein Zeuge im weiteren Umkreis eine interessante Beobachtung gemacht hat, sich aber auf Grund der Distanz zu genannten Orten nicht meldet.
Bin jetzt zu faul, irgendwelche Quellen herauszusuchen, aber es ist mir schon sehr häufig bei Zeugenaufrufen zu Ohren gekommen, dass explizit danach gefragt wurde, ob wer in einem gewissen Bereich verdächtige Beobachtungen gemacht hat. Der zitierte Aufruf war doch eher allgemein gehalten, gebracht hat es nichts, und wenn man explizit an den möglichen Strecken Plakate aufhängt, und Leute/Anwohner befragt, wüsste ich nicht, was Zeugen im weiteren Umkreis davon abhalten sollte, sich zu melden?
outsiderz schrieb:1. Bist du kein Profi was Spürhunde betrifft. Kannst du sicher ausschließen das es nicht andere Umstände gab die gegen diesen Einsatz sprechen?
2. (viel wichtiger!) Kannst du belegen, dass der Nicht-Einsatz der Spürhunde durch die SMS begründet ist?
Beides kannst du nur mit "nein" beantworten.
ad 1) Was für Gründe sollten das gewesen sein? Gerade mit einem Spürhund vom Pub aus loszugehen, damit er die gegangene Route erspürt, ist doch ein denkbar geringer Aufwand, der so viel Klarheit gebracht hätte, dass diese Maßnahme oberste Priorität hätte genießen müssen, wäre klar gewesen, dass das Fortbleiben wahrscheinlich unfreiwillig oder gar Gefahr im Verzug war. Das wurde seitens der Polizei aber aufgrund der ersten SMS nicht in Erwägung gezogen.

Die Negierung beider Aussagen kann(st) man (du) auch nur mit "nein" beantworten, absolut sicher sind in diesem Fall nur die SMS-Texte und die Zeiten der Kontakte. Bereits die Orte sind eher Schätzungen, wie auch die Telefonat-Inhalte Gedächtnisprotokolle sind, und beides somit fehlerbehaftet sein kann in gewissem Rahmen.


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