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Mord an Frauke Liebs

92.217 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Entführung, Telefon ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs
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Mord an Frauke Liebs

07.04.2019 um 07:06
@Rick_Blaine

Egal wie es sich mit den Funkorten verhält, es wurden immer wieder SMs verschickt und dennoch konnte der Täter auf einer relativ kurzen Hin-undHerbewegung nicht ausgemacht werden.

Ich fände es wichtiger und richtiger sich nochmals Gedanken zu machen welches Transportmittel der Täter gewählt hat.
Denn Eines dürfte wohl klar sein, sie wurde eine Woche im Auto herumgefahren meiner Meinung nach.

Und ich denke der Täter ist einfach nicht dazu gekommen sie an einen festen Ort verstecken zu können.


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Mord an Frauke Liebs

07.04.2019 um 11:00
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Was, wenn es genau andersherum war?

Was, wenn Frauke auf der RÜCKFAHRT von irgendwoher nach Paderborn war? Dann macht die Verwendung des "später" im Sinne von "demnächst" mehr Sinn. Was, wenn sie eigentlich Chris schon vorher mitteilen wollte, dass sie noch unterwegs ist, aber nicht genug Strom im Akku hatte. Jetzt, nach knapp 2 Stunden hat sie genug und, da sie sich bereits auf der Rückfahrt befindet, kann sie einfach kurz "später" schreiben.
Diese Variante wurde auch schon durchdacht.
Es muss ein "Ereignis" gegeben haben, warum sie sich 2 Stunden später im Raum Nieheim befand und wenn sie diese SMS auf der Rückfahrt geschrieben hat, dann ist es noch schwieriger für mich zu verstehen, warum sie z.B. mit keinem Wort erwähnte, dass sie noch woanders hingefahren ist.

Anderseits ist es doch aber auch gut gemacht, wenn sie einen Ort oder Namen genannt hätte, würden bei Chris fragen aufkommen, warum sie um so später Stunden durch die Region fährt und mit wem.

Dieses erspart sich Frauke, indem die SMS Chris suggeriert, dass sie sich noch im Pub befindet, die Situation ausgelassen ist (Spiel war lustig) und es auch noch etwas beinhaltet, worüber Frauke und Chris vorher gesprochen hatten (nicht gegen England).

Wäre Frauke gegen 1:30 Uhr zu Hause angekommen (ungefähre Rückfahrtszeit), gebe es nichts was Frauke Chris hätte erklären müssen.
Zitat von MachtMacht schrieb:Ich fände es wichtiger und richtiger sich nochmals Gedanken zu machen welches Transportmittel der Täter gewählt hat.
Denn Eines dürfte wohl klar sein, sie wurde eine Woche im Auto herumgefahren meiner Meinung nach.
Ich glaube da kommt man auf keinen gemeinsamen Nenner.

Dann würde von Motorrad, über Auto, Wohnwagen, Transporter und LKW alles kommen, was 2 bis 8 Reifen hat :)
Zitat von MachtMacht schrieb:Und ich denke der Täter ist einfach nicht dazu gekommen sie an einen festen Ort verstecken zu können.
Irgendwie denke ich das auch.

Nieheim scheidet für mich als Festhalteort aus. Für wenige Sekunden Frauke telefonieren zu lassen, wird der Täter sie nicht in dieser Woche jedes Mal 60-80 Kilometer durch die Gegend gefahren haben.

Ich tendiere ja dazu, dass sie in Paderborn festgehalten wurde.
Eventuell kam der Täter aus dem Bereich ihres Heimweges.
Es macht doch aber keinen Sinn oder sagen wir lieber, ich kann es mir nicht vorstellen, dass man um von der eigenen Funkzelle in welche sie festgehalten wurde, abzulenken, sie 2 oder 3 Kilometer entfernt von einem Gewerbegebiet aus telefonieren lässt.
Kein Täter kann gewusst haben, wie groß eine Funkzelle ist und in welcher Ausrichtung diese Gespräche übermittelt.

Egal wie leicht oder schwer man dieses ansieht, aber es ist schon ein gewisser Aufwand jemanden aus einer Wohnung, Haus oder sonst was in ein Fahrzeug zu verbringen und dann zum Telefonieren irgendwo hinfahrt und das gleiche wieder zurück.

Da halte ich einen "mobilen" Ort für wahrscheinlicher, wo Frauke nie raus kam und aus diesem die Telefonate geführt wurden.


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Mord an Frauke Liebs

07.04.2019 um 12:09
"mobilen" Ort
Was soll denn ein mobiler Ort sein, wo kann man denn mit einem Wagen sicher stehen ohne Gefahr zu laufen entdeckt zu werden?

Da gibt es nur Privatbesitz oder eben über Beziehungen?

Grundsätzlich gehe ich von psychologisch strukturierten Tätern aus, wer von Euch noch?
Ich denke das " kriminelle Niveau" ist sehr hoch wennauch die Fahrerei einen bauernschlauen oder trotteligen Eindruck hinterläßt.


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Mord an Frauke Liebs

07.04.2019 um 14:12
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Es muss ein "Ereignis" gegeben haben, warum sie sich 2 Stunden später im Raum Nieheim befand und wenn sie diese SMS auf der Rückfahrt geschrieben hat, dann ist es noch schwieriger für mich zu verstehen, warum sie z.B. mit keinem Wort erwähnte, dass sie noch woanders hingefahren ist.
Für mich würde es mehr Sinn machen einen Ort auf dem Hinweg zu nennen, nicht aber auf dem Rückweg, wenn besagtes Ereignis bereits gelaufen ist, für das man den Ort aufgesucht hatte. Dann wäre ja Zuhause das primäre Ziel, nicht mehr der Ort an dem man sich gerade befunden hat. Ich glaube auch nicht, dass Frauke irgendetwas absichtlich zurückgehalten hätte an Information, wenn sie hier schon geahnt hätte, dass etwas nicht stimmt. Ich schließe grundsätzlich nichts aus.
Für mich macht lediglich ein fremder Täter wenig Sinn. Ein Täter der Frauke bekannt gewesen ist, könnte durchaus wissen was an wenn geschrieben werden soll und bräuchte Frauke im Grunde genommen nicht mit dabei haben für die SMS in Nieheim.Dafür müsst es aber mehr als ein flüchtiger Bekannter gewesen sein.
In diesem Fall wäre der Täter nur für das Absenden der SMS in diese Gegend gefahren, ohne ein bestimmtes Ziel und nur mit der Absicht weit weg von PB zu sein, wenn man die SMS absendet, damit man eben nicht glaubt, dass Frauke noch in PB unterwegs war. In dieser Überlegung müsste "die Tat" natürlich schon vor der SMS gelaufen sein.


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Mord an Frauke Liebs

07.04.2019 um 14:18
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:2) Gegen 1 Uhr ist sie noch zuversichtlich, bald wieder zu Hause zu sein. Ihr ist zwar klar, dass es spät ist, aber da sie weiss, dass Chris eh recht lang aufbleibt, hat sie kein schlechtes Gewissen ihm gegenüber.
Und weil Frauke wusste, dass sie Chris gegenüber kein schlechtes Gewissen haben muss, hat sie sich vielleicht auch nicht erklärt im Bezug auf wo sie ist und mit wem. Ich kann mir aber in dem Fall auch vorstellen, dass Frauke demjenigen, mit wem sie unterwegs war, nicht zugetraut hätte, dass "so etwas" passieren würde.


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07.04.2019 um 19:34
Da stimm ich @Malinka zu, Frauke wird, sofern es keine zwanghafte Entführung von Anfang an war, demjenigen das nicht zugetraut haben, ihn in dem Szenario also vermutlich gekannt haben. Dennoch stören mich die zwei Stunden ohne Info an Chris nach dem Pubbesuch. Fuhr sie gleich so weit weg und konnte erst bei xy friedlich den Akku laden?


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Mord an Frauke Liebs

07.04.2019 um 19:44
@abberline
Eine andere Möglichkeit wäre wenn der Täter denselben Akku gehabt hätte und vorsorglich eingesteckt hat bevor sie sich trafen.

Mal eine andere Frage.
Wieso sagte Frauke auf Chris seine Frage hin ob sie Angst hätt "Nein".
Hat da jemand eine Erklärung für?


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07.04.2019 um 19:48
Zitat von abberlineabberline schrieb:Fuhr sie gleich so weit weg und konnte erst bei xy friedlich den Akku laden?
Oder stieg man sogar erst viel später irgendwo in ein Fahrzeug und war bis dahin sogar zu Fuß unterwegs. Die Chance das Frauke gesichtet wird an diesem Abend ist mit Begleitung genau so groß wie ohne.


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07.04.2019 um 20:13
@Malinka
Dann stellt sich aber die Frage, wohin man denn auf dem Heimweg noch gemeinsam ging. Gesehen hat sie ja anscheinend niemand. Wie man es auch dreht, irgendwas fehlt.


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Mord an Frauke Liebs

07.04.2019 um 20:18
@abberline
Ich schätze, sie hatte zeitweise wirklich keine Angst, da sie geglaubt hat, ihren Bekannten einschätzen zu können. Man darf in dem Zusammenhang auch nicht vergessen, dass der Bekannte auch ein älterer Herr gewesen sein kann, dem, man so eine schlimme Tat weniger zutraut. Ich glaube persönlich zumindest anfangs hat Frauke die Situation unterschätzt. Bei einem 60- oder 70 jährigen, der dich wo hinfährt, denkst du dir nicht so viel. Vielleicht ist der Entführer ja auch mittlerweile gestorben.


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07.04.2019 um 20:25
@abberline
Falls es eine ältere Frau war, wäre ihr Verhalten, dass sie zeitweise keine Angst hat, sogar noch besser erklärbar. Außerdem könnte es sie beruhigt haben, dass sie ihr Handy aufladen durfte und zeitweise benutzen durfte.


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07.04.2019 um 20:27
Zitat von abberlineabberline schrieb:Dann stellt sich aber die Frage, wohin man denn auf dem Heimweg noch gemeinsam ging. Gesehen hat sie ja anscheinend niemand. Wie man es auch dreht, irgendwas fehlt.
Man hat von Frauke in diesem Fall aber auch keine Sichtung ab Verlassen des Pubs. Das würde dafür sprechen, dass Frauke entweder einen Weg nahm auf dem ihr nicht so viele Zeugen begegneten, oder Frauke traf recht schnell nach dem Verlassen des Pubs auf das Fahrzeug, in das sie stieg, oder aber sie viel einfach nicht auf. Der Pub war recht voll an diesem Abend, sie war gewiss nicht die einzige die den Pub nach dem Ende des Spiels verlassen hat. Es werden also nicht nur drinnen Leute gesehen haben wie sie zur Tür geht, sondern auch Leute die sich vor dem Pub befunden haben, werden gesehen haben welchen Weg Frauke im Endeffekt einschlug. Aber es hat sich keiner mehr daran erinnert, weil sie nicht aufgefallen ist. Nur so kann ich mir vorstellen, warum niemand sich daran erinnern kann, wo Frauke lang gegangen ist.

Es wird durch die Artikel ja suggeriert, dass Frauke sich "alleine" auf dem Nachhauseweg machte. Vielleicht erinnerte man sich dann einfach nicht an das Pärchen, dass man als Zeuge noch wahrgenommen hatte. In einer dunklen Ecke kann ich mir auch nicht vorstellen, dass man genau erkennen konnte ob das Oberteil von Frauke rot war, im Nachhinein gesehen.
Das ist jetzt keine von mir favorisierte Theorie, es dient auch nicht dem Festfahren auf solch einer. Das sind einfach nur Überlegungen des Möglichen in Fraukes Fall. Wäre es möglich, dass Frauke nach dem Pub zu Fuß noch eine, ihr bekannten, Person antrift und sich von ihr begleiten/irgendwohin einlanden lässt? Ich denke auch das wäre genau so möglich, wie eine gewaltsame Entführung auf offener Straße.


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07.04.2019 um 20:32
@Malinka
Das ist denkbar. Ich könnte dir auch nicht sagen, wer vorgestern Abend irgendwo alles entgegenkam, weil man im Dunkeln nicht auf jeden achtet, der an einem vorbei geht, es sei, es wäre so einsam, dass wer anderes direkt auffällt...


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Mord an Frauke Liebs

08.04.2019 um 01:09
Zitat von abberlineabberline schrieb:Das ist denkbar. Ich könnte dir auch nicht sagen, wer vorgestern Abend irgendwo alles entgegenkam, weil man im Dunkeln nicht auf jeden achtet, der an einem vorbei geht, es sei, es wäre so einsam, dass wer anderes direkt auffällt...
Genau. Normalerweise achtet niemand auf die Menschen, die ihm entgegen kommen, wenn diese sich nicht auffällig verhalten. Weder hätte jemand auf eine Frauke geachtet, die allein nach Hause ging, noch auf eine Frauke, die mit einer weiteren Person zusammen war.

Nachdem dann öffentlich nach ihr gesucht wurde, mag der eine oder andere angestrengt nachgedacht haben, ob er irgendwo eine Frauke gesehen hat, an jenem Abend. Und hier würde derjenige in seiner Erinnerung nach einer Frau allein suchen, wäre sie mit einem anderen ihm begegnet, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich daran erinnert noch geringer.

Die Gesamtumstände des Falles sagen mir aber, dass der Täter Frauke kannte und in bestimmtem Umfang auch umgekehrt. Wie sich die beiden an diesem Abend getroffen haben ist unklar, aber vermutlich hat sich Frauke freiwillig zu dem Täter in ein Fahrzeug begeben.

Der rätselhafteste Punkt ist, warum sie dann anscheinend Paderborn erst einmal verlassen haben. Dazu haben wir schon alle denkbaren und undenkbaren Theorien hier diskutiert, das muss man nicht wiederholen.

Meine Theorie ist, dass es etwas gab, was Frauke einleuchtete und keine Angst machte. Eine Vermutung von mir, und nicht mehr, ist, dass sich die beiden in Bad Driburg aufgehalten haben.

Wenn es nun technisch unmöglich ist, dass Frauke die SMS schon geschrieben hat, als sie noch in Paderborn war und das Telefon sie erst später gesendet hat, als es wieder Strom hatte, dann liegt nahe, dass Frauke die SMS gegen 1 Uhr geschrieben hat. Und dann vermute ich, hat sie das auf der Rückfahrt nach Paderborn getan, noch ohne einen Verdacht, dass etwas passieren würde. Sie ging davon aus, nicht viel später bei Chris zu erscheinen.

Es muss also dann etwas zwischen Nieheim und Paderborn passiert sein. Dazu kann ich mir durchaus Szenarien vorstellen. Beispiel: Der Täter, heilfroh, dass es ihm gelungen war, 2 Stunden mit Frauke zu verbringen, wollte keineswegs, dass der Abend zusammen nun vorbei war. Er drängelte und bettelte, dass sie noch mit zu ihm komme etc. Sie wendet ein, sie muss am nächsten Tag zur Schule usw. Am Ende akzeptiert er aber kein nein, und anstatt sie nach Hause zu fahren fährt er zu seinem Wohnort und zwingt Frauke mitzukommen.

Wie gesagt, nur ein Beispiel. Dann geht der Fall seinen bekannten Gang.

Deutlich wird dabei, dass Nieheim an sich gar keine Rolle spielt. Ich bin mehr und mehr der Überzeugung, dass Frauke in Paderborn festgehalten wurde. Insofern war Nieheim eine Ablenkung, aber gar keine geplante. Es hat sich zufällig ergeben, dass Frauke die SMS bei der Fahrt durch die Nieheimer Funkzelle abgesendet hat. Jede Suche nach einer Verbindung zu Nieheim musste somit ergebnislos bleiben.

Wo wurde Frauke festgehalten? Ja, es sind hier verschiedene Varianten denkbar: in erster Linie denkt man freilich an eine Wohnung, ein Haus, eine Garage, einen Schuppen... aber möglich ist sicherlich auch ein Fahrzeug, ein Wohnmobil, ein Kastenwagen usw. Im Extremfall sogar ein PKW, wobei das schon sehr unwahrscheinlich wird.

Aus praktischer Sicht allerdings glaube ich weniger an ein Festhalten in einem Fahrzeug. Allein das Problem, eine Toilette aufzusuchen, ergäbe da ja logistische Schwierigkeiten. Zumindest denke ich, hatte der Täter dennoch einen privaten Platz, an dem er das Fahrzeug unauffällig abstellen konnte, eine Garage, einen Schuppen, eine Scheune und von dem aus Frauke ungesehen eine Toilette aufsuchen konnte.


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Mord an Frauke Liebs

08.04.2019 um 07:45
@Rick_Blaine
Paderborn erst einmal verlassen haben.
wer sagt Dir das denn so definitiv?
Vielleicht saß sie noch 11/2 oder 2 Stunden bei jemandem im Auto der sich umbringen wollte, als Beispiel genannt.
hat sie das auf der Rückfahrt nach Paderborn getan,
Oder auf der Hinfahrt nach Nie heim


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Mord an Frauke Liebs

08.04.2019 um 08:20
Zitat von MalinkaMalinka schrieb:Aber das würde Chris doch in dem Moment wo er die SMS bekommt nicht denken. Die SMS würde auch ohne die Info zum Ausgang des Spiels nach Frauke klingen in dem Moment. Selbst wenn da nur " Komme später." gestanden hätte.
Komme später kann aber in der Tat jeder schreiben, einzig der Bezug zum England-Spiel authentifiziert die SMS als mit FLs Beteiligung verfasst. Selbst hdgdl hätte sich der Mörder aus vorherigen Nachrichten fischen können, und diese Abkürzung war doch zu Zeiten der Simserei überall ziemlich geläufig.
Zitat von MalinkaMalinka schrieb:Das kann bedeuten, dass Frauke davon abgehalten wurde dies zu tun, durch ein gewaltsames Abgreifen. Es kann aber auch einfach bedeuten, dass Frauke nicht geahnt hat, dass es so lange dauern würde und die Schlüssel/Akku Situation deshalb als nicht so akut ansah in dem Moment, in dem sie sich entschied mit zu gehen. Sie wird vorher auch nicht geahnt haben wo das ganze im Endeffekt enden wird.

Das Frauke erst so spät geschrieben hat könnte meiner Meinung nach tatsächlich daran gelegen haben, dass erst hier wieder Akku für eine SMS zur Verfügung stand. Ich kann mir nach meinen eigenen Tests, mit dem gleichen Handymodell wie das von Frauke, sehr gut vorstellen, dass Frauke die SMS noch mit einem Restakku versenden hätte können und somit keinen Ersatzakku gebraucht hätte.
Leider habe ich keinerlei Info darüber, wie alt das Handy und der Akku von Frauke zum Zeitpunkt ihres Verschwindens waren. Da ich vermute, dass das Handy von Frauke regelmäßig in Betrieb gewesen ist und dementsprechend oft aufgeladen wurde, habe ich beim Kauf meines Test-Gerätes auf diese Parameter geachtet. Dennoch kann ich natürlich nur für das von mir getestete Gerät sprechen.
Ja, sie hat keine Ahnung, dass es so lange dauern würde, mal eben nach Nieheim zu fahren, dann schreibt man aber nach zwei Stunden trotzdem nicht so eine "Du bist mir scheissegal"-SMS, aber sie hatte halt keinen blassen Schimmer, dass sie sich in Lebensgefahr befindet, und ihr ist rein gar nichts komisch vorgekommen an diesem nächtlichen Trip nach Nieheim? Und was ist dann in den zwei Stunden zuvor passiert, in denen Chris ihr plötzlich egal wurde, sie von müde zu hellwach umschaltete, nach Nieheim fuhr, alles ganz normal?
Wäre dem so mit dem Akku, dann schreibt man eine andere SMS.
Zitat von MalinkaMalinka schrieb:Der Täter in deiner Überlegung versendet die SMS um bewusst zu täuschen. Es ist ihm also von vornherein klar, dass nach Frauke gesucht werden wird und er nutzt die SMS um dies zu verhindern.
Mittwoch tut er dies nicht. Obwohl nach wie vor sonnenklar ist, dass man nach Frauke suchen wird. Der Täter kann also hier schon davon ausgehen, dass am nächsten Tag auf jeden Fall irgendwann, irgendwer anfängt nach Frauke zu suchen. Und ohne weiteren Kontakt oder Lebenszeichen durch Frauke ist es nur eine Frage der Zeit, bis das ganze auch bei der Polizei landet. Statt also etwas gegen diesen Umstand zu unternehmen, in dem man z.b. die sich bereits bewährte Technik der Täuschung anwendet und eine SMS oder einen Anruf stattfinden lässt, hält der Täter es nicht für wichtig genug und lässt den Mittwoch über nichts geschehen? Für mich macht das keinen Sinn.
Eventuell hatte er am Mittwoch keine Zeit, zudem scheint es so, dass er am Anfang noch gewisse Skrupel bzw. Angst zu haben schien, was die Kontakte anbelangt. Denn da hat er ja auch den größten Fahraufwand betrieben, jedenfalls liegen die beiden ersten Kontakte am weitesten voneinander entfernt, und das mit Abstand. Ob FLs Verlies auch schon gänzlich hergerichtet war, wissen wir ebenfalls nicht. Aber als dann die Aufforderung kam, sich zu melden, wurde dem Folge geleistet, und es verhinderte die Großfahndung seitens der Polizei, wie auch schon die erste SMS, und viel schlimmer, die Spurensuche entlang der möglichen Heimwege.
Zitat von MalinkaMalinka schrieb:Wie sollte eine SMS, die vortäuschen sollte, dass Frauke noch mit den anderen unterwegs ist, um 0:49 Uhr, bei einem Chris der bereits vor 0:49 Uhr weiß, dass Frauke den Pub gegen 23.00 Uhr verlassen hat und definitiv nicht mit Isabella unterwegs ist, die Sicherheit für den Täter liefern, dass Chris nicht irgendwann stutzig wird und doch die Polizei alarmiert?
Dann hätte er vorher Isabella kontaktieren müssen, um das zu wissen. Zudem hätte Chris es doch erst bei FL probiert, und dann wäre das beim Einschalten des Handys aufgefallen, und als entgangener Anruf gemeldet worden.
Zitat von MalinkaMalinka schrieb:Die SMS hat am Ablauf nichts geändert. Sie hat ihn nur verschoben. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Suche nach Frauke durch die Polizei intensiver verlaufen wäre an diesem Mittwoch, wo Frauke weiterhin verschwunden blieb. Frauke war volljährig und keine 24h weg. Die Polizei kannte den Absendeort der SMS wahrscheinlich erst am Mittwochabend, so meine Vermutung. Bis dahin, also vermutlich Mittwoch Abend, würde Frauke für die Polizei als in Paderborn vermisst gelten. Das diese SMS überhaupt nachgehalten werden durfte, lag meiner Meinung nach daran, dass die Polizei von Gefahr im Verzug gebraucht machte. Aber niemand schickte bis hier hin einen Suchtrupp los. Das wäre ohne SMS, meiner Meinung nach, nicht anders gelaufen.
Ich glaube schon, dass die Ermittlungen an den möglichen Heimwegen intensiver verlaufen wären, am dritten Tag dann sowieso, als sie sich dann ja auch erst spätabends meldete. Bis dahin hätte es dann sicher intensivere Ermittlungen an den möglichen Wegstrecken gegeben, denn da wäre sie dann ja auch länger als 24 Stunden verschwunden gewesen, ohne sich zu melden.
Zitat von MalinkaMalinka schrieb:Ich halte nicht an der Idee fest, dass das Sendegebiet der Funkzelle ein primäres Ziel dargestellt hat in dieser Nacht. Vielleicht war man auf der Durchreise, vielleicht von irgendwoher kommend, vielleicht aber auch auf dem Weg nach irgendwohin. Außerdem kennen wir nicht den exakten Zeitpunkt zu dem Fraukes Handy Paderborn verlassen hatte und sich auf den Weg in das Sendegebiet der Zelle in Entrup machte. Wir wissen nicht was genau und wo genau alles statt fand.
Richtig, aber wir kennen den weiteren Ablauf und das tragische Endergebnis, sowie ihre Äußerungen am Telefon. Da dann Freiwilligkeit teils bis zum Dahinscheiden zu unterstellen, oder eine emotionale Bindung aufgrund irgendeines Vorfalls, der dann aber derart gestaltet werden müsste, dass FL zuerst zur Täterin (und sei es aus Versehen) wurde, denn wie sonst sollte eine derartige Bindung entstehen, ist in meinen Augen vollkommen absurd und respektlos.


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Mord an Frauke Liebs

08.04.2019 um 08:31
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Ich bin mehr und mehr der Überzeugung, dass Frauke in Paderborn festgehalten wurde.
Das vermute ich auch.
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Wo wurde Frauke festgehalten? Ja, es sind hier verschiedene Varianten denkbar: in erster Linie denkt man freilich an eine Wohnung, ein Haus, eine Garage, einen Schuppen... aber möglich ist sicherlich auch ein Fahrzeug, ein Wohnmobil, ein Kastenwagen usw. Im Extremfall sogar ein PKW, wobei das schon sehr unwahrscheinlich wird
Ich schrieb ja "mobiler Ort".
Wenn sie in Paderborn festgehalten wurde, warum lässt der Täter sie nicht einfach von dieser Stelle aus telefonieren?
Sollte dieser sich Gedanken gemacht haben, dass man über den Funkmast/Funkzelle auf die Örtlichkeit kommen könnte, dann ist es doch eigentlich ungewöhnlich, sie nicht weiter weg zu bringen, um zu telefonieren, sondern sich dann Örtlichkeiten innerhalb von Paderborn aussucht, wo es eigentlich die gleiche Funkzelle sein könnte.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man von einem Versteck in Paderborn, sie in ein Fahrzeug verbringt, einige hundert Meter oder wenige Kilometer fährt, sie telefonieren lässt und dann wieder zurück in das Versteck bringt.

Da gehe ich doch eher davon aus, dass sie z.B. in einem Wohnwagen festgehalten wurde, welcher sich in dieser Woche in Paderborn bewegte.


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Mord an Frauke Liebs

08.04.2019 um 08:33
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Allein das Problem, eine Toilette aufzusuchen, ergäbe da ja logistische Schwierigkeiten.
Mit Wohnwagen meine ich Wohnmobil und dann ist das auch mit der Toilette kein Problem mehr.


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Mord an Frauke Liebs

08.04.2019 um 08:51
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Sollte dieser sich Gedanken gemacht haben, dass man über den Funkmast/Funkzelle auf die Örtlichkeit kommen könnte, dann ist es doch eigentlich ungewöhnlich, sie nicht weiter weg zu bringen, um zu telefonieren, sondern sich dann Örtlichkeiten innerhalb von Paderborn aussucht, wo es eigentlich die gleiche Funkzelle sein könnte.
Vielleicht ist es ein Kompromiss? Man will diese Telefonate, aber man weiss auch, dass je länger die Fahrt dauert, desto grösser das Risiko der Entdeckung ist.
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Mit Wohnwagen meine ich Wohnmobil und dann ist das auch mit der Toilette kein Problem mehr.
Ja, aber da finde ich wieder die identifizierten Gebiete auffällig: ein Wohnmobil nachts in den menschenleeren Industriegebieten... das finde ich auffällig.

An sich hatte ich auch schon an ein Wohnmobil gedacht, aber erstens gibt es davon nun doch nicht so viele und vor allem, zweitens, gäbe es da aus meiner Sicht zwei Probleme:

1) Wenn der Täter Frauke nicht allein gelassen hat während der gesamten Gefangenschaft - dann hätte er auch keinen Grund gehabt, überhaupt in Paderborn zu bleiben. Dann hätte er am Montag in Höxter, am Dienstag in Bielefeld, am Mittwoch in Dortmund usw. sein können.

2) Wenn er aber z.B. weil er regelmässig zur Arbeit ging, Frauke tagsüber allein gelassen hat, was ich vermute, dann wäre mir als Täter ein Wohnmobil irgendwo in der Öffentlichkeit geparkt zu riskant gewesen. Die Dinger haben nun doch eine sehr dünne Aussenhaut und Geräusche, Bewegungen usw. fallen auf. Wenn überhaupt, dann kann ich mir vorstellen, dass er Frauke in dem Wohnmobil gefangen hielt, welches er aber dennoch in seiner Garage, Scheune etc. unterstellte. Dann ist es also richtig, dennoch nach einer festen Unterkunft des Täters zu suchen. Und wie gesagt, im Vergleich gibt es relativ wenige Wohnmobile.

Möglich ist das sicherlich. Ich vermute aber eher, dass er einen Kastenwagen besass, ein Fahrzeug, das nirgends auffiel, nicht einmal nachts in Industriegebieten, weil jeder von einem Fahrer ausging, der beruflich darin unterwegs war. Und dass Frauke nur für die Telefonfahrten in diesem Kastenwagen war.

Ich glaube nicht, dass das Fahrzeug, egal welcher Art, mit Frauke darin längere Zeit in der Öffentlichkeit geparkt wurde. Denn mir fällt da eine Anekdote aus meiner Zeit bei der Polizei ein: mein Kollege und ich sahen einmal einen Kastenwagen auf einem Parkplatz. Der schaukelte wie ein im Sturm segelndes Boot. :) Mein Kollege sah nach: und das Pärchen darin, das gerade sehr "beschäftigt" war, war extrem peinlich erschrocken. Was ich damit sagen will: wenn sich jemand in einem solchen Kastenwagen bewegt, ist das i.d.R. auffällig.


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