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Mord an Frauke Liebs

86.405 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Entführung, Telefon ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

15.04.2021 um 16:27
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:... vllt war das Gurtschloss unauffällig manipuliert, sodass sie sich nicht abschnallen und einfach aussteigen konnte?
Oder auf der Rückbank transportiert, wenn das Auto ein Dreitürer war oder eine Kindersicherung und dunkle Scheiben hatte?
Dazu ein Basecap auf und eine Sonnenbrille mit abgeklebten Gläsern?
Dann kann man aber immer noch Schreien, mit den Fäusten gegen die Scheibe schlagen.....Und so etwas wird womöglich doch gesehen, und wenn dann nur jemand zum Auto geht, weil er denkt: "Was ist denn mit der los?" und sich anschließend erinnert, dass da doch dieses Auto mit der seltsamen Frau war.


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Mord an Frauke Liebs

15.04.2021 um 16:59
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Darauf bezog sich mein von Dir zitierter Post.
Theoretisch also dennoch möglich, dass Frauke sich schnell abbauende Substanzen verabreicht wurden, solange sie noch lebte.
Ist schon ok, wollte nur vermeiden, dass deine Satzformulierung möglicherweise in die falsche Überlegensrichtung führt, der Leichnam war schon so stark verwest, dass keinerlei Analyse der Forensik über Drogen/Medikamenteneinahme mehr möglich gewesen wäre.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ob das Absetzen mit diesem Wissen (der Täter plant den Mord und will, dass an seinem Opfer keine Drogen/Medikamente mehr nachweisbar sind) geschehen ist, wäre dann die nächste Frage.
Gute Frage! 👍

Ich würde sie aber gerne umdrehen und hier die Frage mal dazu aufwerfen, ob es denn dem Täter nicht viel nützlicher gewesen wäre, wenn bei Fraukes Leichnam ein vorheriger Drogenkonsum festgestellt worden wäre?

Denn die Überlegung wäre darin, warum stört es dem Täter nicht, dass der Gesprächsteilnehmer schnell ein Drogenproblem bei Frauke andenken kann (Chris: Sie klang wie auf Droge), wenn er sie eben mit "verwaschener Stimme" telefonieren lässt, und im Leichnam würde es ihm mächtig stören und dies ihm total zuwider handeln? Das widerspricht sich doch in sich selbst - mMn.

Auch die Frage nach einem anderen Typen, wo sie darauf antwortet, sie würde nicht wegen eines anderen Typen wegbleiben, kann man gut und gerne darin andenken, dass Drogenkonsum/ausprobieren die Ursache ihres Wegbleibens rüber kommen sollte, also Drogen und nicht etwa alternativ ein weibl. Wesen/Liebschaft. Dazu kommt dann diese Unzuverlässigkeit, anzukündigen, sie kommt nach Hause - und dies eben niemals passiert. Und diese Unzuverlässigkeit würde ja schon nach dem Verlassen des Pubs anfangen, wo sie angeblich heimgehen will aber stattdessen in die Gegend Nieheim fährt. Auch ein Zeichen von Drogenabhängigen, auf deren Wort man sich nicht wirklich je verlassen kann, die viel versprechen/sagen aber oft nix darin halten können - wegen ihrer Sucht. Dazu die Rahmenbedingungen: Neue Stadt - neuer Freundeskreis - wo man genau weiß, dies ist bei etlichen Menschen oft der Grund (wenn sie in den falschen Freundeskreis geraten), dass sie im Drogensumpf versinken.

Ich würde es also mal so formulieren, ein Drogennachweis bei Fraukes Leichnam hätte den Täter kaum geschadet und zum Nachteil gereicht sondern viel mehr in die Karten gespielt. Warum?

So ein Drogennachweis würden weitere große Spekulationsdimensionen eröffnen, etwa (nur Beispiel), sie hat sich dort am WC im Pub was eingeworfen und wollte danach aufgeputscht doch noch was erleben. Umstände und (falsche) Überlegungen die dann sofort bei einem nachgewiesenen Drogenkonsum in Erscheinung treten, die dem Täter sehr wohl in die Hände spielen würden/könnten. Je mehr mögliche Perspektiven sich eröffnen, die in völlig verschiedene unnötige Blickrichtungen dann gehen, umso schwerer wird es, den wahren Täter zu fassen. Und ein Drogennachweis hätte viele neue Blickrichtungen eröffnet.

Jetzt haben wir aber den Fakt, dass bei Fraukes Leichnam keinerlei Drogenkonsum nachgewiesen werden konnte. Dies steht für mich erst mal im Vordergrund und ist wichtig. Weil es ein Faktum darstelllt. Auch wenn dies ja leider nicht gleichzeitig bedeutet, dass nicht doch Drogen dabei waren.

Aber der Täter vermeidet es bei den Telefonaten nicht - so meine Überlegung dazu, eine Frauke, bei der man schnell auf die Idee kommt, sie steht möglicherweise unter Drogen, so dem Gesprächsteilnehmer zu präsentieren? Doch bei der Leiche ist/wäre es ihm wichtig, dass keinerlei Drogen nachzuweisen wären? Dann müsste er nach dem letzten Telefonat noch zeitlich zuwarten, bis er sie umbringt, damit sich die Droge aus ihrem Körper noch abbauen kann? Ich glaub' das ned wirklich.
Mir persönlich wäre das viel zu weit hergeholt. Ich denke gerade das Gegenteil und frage mich, warum der Täter Frauke nicht doch Drogen verabreichte, die man zu 100% nachweisen kann? Er hätte doch genug Zeit gehabt, dies zu tun, oder? In meinen Augen würde bei so einen Drogennachweis der Täter eher aufjubeln als umgekehrt, dass er ihn fürchtet. Dieser Drogennachweis hätte mMn. seinen Täterschaftsnachweis noch viel komplizierter gemacht und noch mehr verdunkelt als es eh schon passiert ist.

Ich würde also die Frage aufwerfen: "Warum gab der Täter Frauke keine Drogen, die bei einem Leichenfund eindeutig nachzuweisen wären"? Konnte er nicht, hatte er keine....???

Ich glaube also eh viel mehr daran, der Täter gab Frauke vor, dass sie etwa wie auf Droge rüberzukommen hat. Der Täter gab mM. auch vor, Paderborn explizit zu erwähnen, nach Hause zu kommen (damit das Erscheinungsbild der Unzuverlässigkeit zu fördern) etc....! Was Frauke am Tele sagte ist für mich nicht aus Fraukes Kopf heraus entstanden sondern der Ursprung, Ausgangsbasis und Überlegungen dafür/dazu liegt für mich in dem Verbrecherhirn des Täters.


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Mord an Frauke Liebs

15.04.2021 um 17:01
Zitat von waldkind7waldkind7 schrieb:Interessant wäre zu wissen, ob sein Handy an diesem Abend (als Frauke verschwand) ausgeschaltet war.
Da ich vermute dass die Tat geplant war ist sein Handy ausgeschaltet gewesen.Das muss ja aber nicht so gewesen sein....Warum wäre das wichtig zu wissen?


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Mord an Frauke Liebs

15.04.2021 um 17:45
Zitat von DoverexDoverex schrieb:Ich glaube also eh viel mehr daran, der Täter gab Frauke vor, dass sie etwa wie auf Droge rüberzukommen hat. Der Täter gab mM. auch vor, Paderborn explizit zu erwähnen, nach Hause zu kommen (damit das Erscheinungsbild der Unzuverlässigkeit zu fördern) etc....! Was Frauke am Tele sagte ist für mich nicht aus Fraukes Kopf heraus entstanden sondern der Ursprung, Ausgangsbasis und Überlegungen dafür/dazu liegt für mich in dem Verbrecherhirn des Täters.
M E gut vorstellbar, bliebe nur die Frage, ob Frauke in ihrer Situation während der Telefongespräche tatsächlich noch in der Lage gewesen wäre, ein nahezu perfektes Schauspiel abzuliefern, sodass Menschen wie z B ihr Ex - Freund, ihre Schwester und ihr Bruder, die sie gut kannten, davon überzeugt gewesen wären?

Kann ich mir ehrlich gesagt nicht so recht vorstellen, Frauke war in der Gewalt dieses Täters, war sich im Laufe der Zeit sicherlich auch klar darüber geworden, wie ernst (und aussichtslos) ihre Lage ist, im letzten Telefongespräch vermittelt sie dies ja auch "zwischen den Zeilen", das ist eine sehr große Stress- und Anspannungssitustion, da wird man wahrscheinlich eher panisch werden als ganz abgeklärt eine nahezu bühnenreife Schauspielleistung abzuliefern.


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Mord an Frauke Liebs

15.04.2021 um 18:10
Zitat von DoverexDoverex schrieb:Ich glaube also eh viel mehr daran, der Täter gab Frauke vor, dass sie etwa wie auf Droge rüberzukommen hat.
Mag ja sein, allerdings würde ich an der Stelle noch mal erinnern, dass das mit den Drogen der subjektive Eindruck der Schwester war und auch von Chris, die zwar beide FL gut kannten, aber nun eben auch keine medizinische Erfahrung mit Drogenkonsumenten haben.

Möglicherweise gab es da sogar unbewusst (!!!) den Schluss, dass "Jemand Frauke unter Drogen gesetzt haben muss, weil sie sonst doch zu uns zurückkomen würde" - und dann hat glaubte man eben auch, entsprechende Indizien zu hören.


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Mord an Frauke Liebs

15.04.2021 um 18:29
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Letztlich könnte man dann auch daran denken, dass diese Drogen/Medikamente zum Ende hin "abgesetzt" wurden und die Situation dann deshalb eskaliert ist, so dass es zum Mord kam..... Damit wären sie dann, zum Zeitpunkt des Mordes, abgebaut und nicht mehr nachweisbar gewesen.
So einiges lässt sich aber auch noch lange nach dem Absetzen in den Haaren nachweisen:
Der Drogentest mittels der Haare kann folgende Substanzen ermitteln:

Cannabinoide
Opiate
Kokain
Amphetamine
Amphetaminderivate
Methadon
Benzodiazepine

Der Konsum von Alkohol über die Haaranalyse erfolgt über den Nachweis der zwei Alkoholmarker Ethylglucuronid (EtG) und Fettsäureethylester (FSEE).
Quelle: https://www.bussgeldkatalog.org/haaranalyse/

Ich denke, das Mittel der Wahl um ein Entführungsopfer ruhig zu stellen, wären Benzos.


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Mord an Frauke Liebs

15.04.2021 um 18:32
Zitat von oplibelleoplibelle schrieb:So einiges lässt sich aber auch noch lange nach dem Absetzen in den Haaren nachweisen:
Ich weiß allerdings nicht, ob man Drogen nicht über einen gewissen Zeitraum nehmen muss, damit sie sich in den Haaren ablagern....Aber vielleicht weiß es jemand?


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Mord an Frauke Liebs

15.04.2021 um 21:06
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich weiß allerdings nicht, ob man Drogen nicht über einen gewissen Zeitraum nehmen muss, damit sie sich in den Haaren ablagern....Aber vielleicht weiß es jemand?
Einmaliger Konsum führt zu einer singulären Ablagerung. Das Haar wächst ca. 13 mm pro Monat, dass sind ca. 3 mm in der Woche. Das würde meiner Meinung nach reichen. Es kommt natürlich auch auf die Dosis und auf die Beschaffenheit des Haares an (dunkles Haar lagert besser an). Der Anteil an telogenen Haaren kann 40 bis 70% betragen, dass heißt Haare, die ihre Wachstumsphase bereits abgeschlossen haben und darauf warten vom neunen Haarfolliken herausgestoßen zu werden befinden sich noch in der Kopfhaut, nehmen aber logischerweise keine Substanzen auf, da sie nicht mehr mit dem Körper verbunden sind.

Da die gefundenen Haare wahrscheinlich mit Haarwurzel gefunden wurden, da sie ja nicht von der Kopfhaut geschnitten oder Rasiert wurden, konnten die Beamten mit sicherer Gewissheit sagen, ob sich dort Dinge abgelagert haben die sich nach einmaligem und mehrmaligem Konsum dort ablagern können.


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Mord an Frauke Liebs

16.04.2021 um 11:55
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:M E gut vorstellbar, bliebe nur die Frage, ob Frauke in ihrer Situation während der Telefongespräche tatsächlich noch in der Lage gewesen wäre, ein nahezu perfektes Schauspiel abzuliefern, sodass Menschen wie z B ihr Ex - Freund, ihre Schwester und ihr Bruder, die sie gut kannten, davon überzeugt gewesen wären?
Ein "nahezu perfektes Schauspiel abliefern" sehe ich eigentlich nicht so, denn mit verwaschener Stimme was daherzustammeln braucht es weder großartige vorherige Übungen noch eine Schauspielausbildung.
Wenn der Täter also Frauke anhielt/zwang...., sie soll/muss wie auf Droge rüber kommen in einem Telefongespräch, braucht dies eigentlich keinerlei schauspielerische Vor-ausbildung. Ich könnte auch jederzeit (als Beispiel) etwa eine besoffene Person nachäffen am Tele aus dem Stegreif heraus ohne vorher groß dies üben zu müssen. Wäre wohl keine große Kunst dem Gesprächspartner am Tele den Gedanken/Verdacht näher zu bringen, er redet gerade mit einer besoffenen Person. Eine schwere Zunge und dazu wirres Zeugs einbauen und fertig ist der Eindruck/Verdacht hier spricht wohl ein besoffener Mensch. Irgendwelche fast "perfekte schauspielerische Fähigkeiten" sind dazu mMn. sicher nicht notwendig.

Aber es spricht ja nicht nur die gerichtsmedizinische Untersuchung des Leichnams - die keinerlei Drogen fand - dagegen, dass je tatsächlich Drogen in dem Fall eine Rolle spielten. Sondern es gibt einige Punkte in den Telefonaten, die auch völlig gegen eine Drogenverabreichung sprechen. Das wäre etwa:

1. Es ist fast unmöglich, jemanden zu kontrollieren, der unter Drogen steht. Wenn er schon Frauke telefonieren lässt dann doch in einem Zustand, wo sie sich völlig klar darüber ist, genau das umzusetzen, was der Täter ihr vorgegeben hat. Drogen/Schlafentzug/Müdigkeit stehen total diesem Ansinnen im Wege, wenn gerade die Fokussierung der Aufmerksamkeit zum Lösen und der Bewältigung einer Aufgabe total gefordert sind. Hat der Täter Frauke mit Instruktionen und Anweisungen telefonieren lassen, so wird er viel mehr darauf achten, dass sie sich total konzentrieren kann darauf, diese seinen Anweisungen auch zu erfüllen.

2. Im Gespräch mit dem Bruder redete sie darin angeblich klar, trotzdem wehrt sie genauso ab und es ist das selbe Muster wie bei allen anderen Telefonaten erkennbar. Wenn aber hier Klarheit herrscht und dort Drogeneinfluß, müsste sich dieser Unterschied ein bischen mehr bemerkbar machen als eine verwaschene Stimme. Keine klare Antworten auf Fragen zu geben steht fix einbetoniert wie ein Einser, egal ob unter Drogeneinfluß oder in Klarheit gesprochen wird. Dies deutet darauf hin, dass dieser angebliche Unterschied (Klarheit - Drogen) im Hintergrund gar nicht vorhanden ist.

3. Im letzten längeren Gespräch, angeblich unter Drogeneinfluß oder Schlafentzug... gibt es laut Gesprächsprotokolle kein Verreden - sich verplappern - etwa bei ihrer Aussage: "Kann ich dir nicht sagen" zu einem: "DARF ich dir nicht sagen". Wenn ihr nie bei Drogeneinfluß und draus folgenden Konzentrationsschwierigkeiten dieser Fehler passiert, sie eben nie ein "Kann" mit einem "Darf" vertauscht in ihrem angeblichen "benebelten" Zustand, ist dies schon total bemerkenswert? "Ja ich bin sehr müde", doch dieses "sehr müde" drückt sich genauso nicht aus etwa als Verreder bei Kann/Darf? Dies deutet mMn. darauf hin, nicht Müdigkeit ist die wahre Kraft dahinter sonder viel eher eine bemerkenswerte Konzentrationsfähigkeit.



Und ja, diese totale Diskrepanz und Missverhältnis zwischen "Frauke kontrollieren wollen" und "Frauke unter Drogeneinfluß telefonieren lassen" ist ja über die Jahre hier schon etlichen Usern stark immer aufgefallen, dass dies darin ein totaler Widerspruch und eine Nichtübereinstimmung darstellt.

Die mögliche Lösung sehe ich etwa darin, dass der Täter Frauke vorschrieb und sie anleitete, sie musste wie auf Droge im Telefonat rüber kommen. Aber natürlich ganz ohne Droge. Damit sie sich auf diese Aufgabe auch voll konzentrieren kann und sie Fehler vermeidet. Dies würde auch bestens erklären, warum die Gerichtsmedizin keinerlei Drogen in Fraukes Körper vorfand. Und warum sich Frauke nie verredete oder was verriet. Aus dieser Perspektive heraus betrachtet, hätten im Fall Frauke, Drogen oder ein Schlafentzug, niemals eine Rolle gespielt.


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Mord an Frauke Liebs

16.04.2021 um 13:14
Zitat von DoverexDoverex schrieb:Und ja, diese totale Diskrepanz und Missverhältnis zwischen "Frauke kontrollieren wollen" und "Frauke unter Drogeneinfluß telefonieren lassen" ist ja über die Jahre hier schon etlichen Usern stark immer aufgefallen, dass dies darin ein totaler Widerspruch und eine Nichtübereinstimmung darstellt.
Ja, das ist ein gewichtiges Argument, das gegen die "Drogen-These" spricht. Trotzdem habe ich andererseits Probleme damit, dass der Täter Frauke telefonieren lässt und sich sicher ist, dass sie NICHT in ihrer Verzweiflung doch etwas sagt, wie "Ich werde festgehalten" oder "XY ist bei mir!".

Natürlich kann man sich vorstellen, dass (ganz bildlich!) der Täter mit einer Pistole neben ihr steht und sie denkt, dass er bei einem falschen Wort abdrückt, während er ihr andererseits versprochen hat, sie irgendwann doch freizulassen.

Nur: Spätestens nach dem zweiten Telefonat muss ihr ja irgendwie klar geworden sein, dass er sie offenbar ja doch nicht gehen lässt. Und da fragt man sich, wie sie am Ende reagiert: Ob sie nicht doch in ihrer Verzweiflung alles auf eine Karte setzt und durch "herausschreien" einer relevanten Information die Sache irgendwie in Bewegung bringt, in welche Richtung auch immer.
Zitat von DoverexDoverex schrieb:Im letzten längeren Gespräch, angeblich unter Drogeneinfluß oder Schlafentzug... gibt es laut Gesprächsprotokolle kein Verreden - sich verplappern - etwa bei ihrer Aussage: "Kann ich dir nicht sagen" zu einem: "DARF ich dir nicht sagen". Wenn ihr nie bei Drogeneinfluß und draus folgenden Konzentrationsschwierigkeiten dieser Fehler passiert, sie eben nie ein "Kann" mit einem "Darf" vertauscht in ihrem angeblichen "benebelten" Zustand, ist dies schon total bemerkenswert?
Hier möchte ich aber nochmal daran erinnern, dass der Text ja eben nur als nachträglich aufgeschriebenes Gedächtnisprotokoll vorliegt. Daher wäre ich sehr vorsichtig, einzelne Formulierungen oder gar Wörter auf die Goldwaage zu legen.


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Mord an Frauke Liebs

16.04.2021 um 22:45
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Vielleicht können wir uns auf den Kompromiss einigen, dass Frauke während ihrer Entführung
furchtbar schlecht geschlafen hat?
Vermutlich hatte sie Angst. Man könnte auch die Vermutung aufstellen, dass sie ihre Klamotten
die Zeit über anbehalten hat.
Unter Stress und Müdigkeit klingt die Sprache verwaschen. Jedenfalls bei mir ist das so.

(...)

Fraukes verwaschene Sprache ließe sich so erklären. Ganz ohne Gabe von Medikamenten.
Mehr wird hier nicht behauptet.
Natürlich könnte sie unter Medis oder Drogen gestanden haben.
Aber eben nicht notwendigerweise.
Ja, darauf können wir uns vielleicht einigen, wobei ich es schon durchaus bemerkenswert finde, dass man Worte mit einer ganz bestimmten Wortbedeutung und Sachverhaltsbeschreibung benutzt, um einen anderen Sachverhalt zu beschreiben.

Fest steht trotzdem: Weder der Schlafentzug und der Drogenkonsum sind Fakten, auch die Vermutung, sie höre sich so an oder habe sicherlich schlecht geschlafen. Es sind und bleiben Vermutungen. Und darum ging es mir.


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Mord an Frauke Liebs

17.04.2021 um 02:54
Zitat von DoverexDoverex schrieb:Die mögliche Lösung sehe ich etwa darin, dass der Täter Frauke vorschrieb und sie anleitete, sie musste wie auf Droge im Telefonat rüber kommen. Aber natürlich ganz ohne Droge. Damit sie sich auf diese Aufgabe auch voll konzentrieren kann und sie Fehler vermeidet. Dies würde auch bestens erklären, warum die Gerichtsmedizin keinerlei Drogen in Fraukes Körper vorfand. Und warum sich Frauke nie verredete oder was verriet. Aus dieser Perspektive heraus betrachtet, hätten im Fall Frauke, Drogen oder ein Schlafentzug, niemals eine Rolle gespielt.
Dieses Fazit klingt für mich ziemlich abwegig. Die Drogen, die hier in Frage kommen würden, wären innerhalb von 24 Stunden vom Körper abgebaut gewesen. Auch dieses Kontrollieren unter Drogen. Was wäre denn ein sogenannter Fehler? Müsste sie dazu nicht erst einmal wissen, von wem sie festgehalten wird? Das Gespräch mit dem Bruder war ein Schock für den Täter. Frauke sollte ja nur wieder eine SMS schreiben und plötzlich klingelt das Handy. Dieser Schock allein kann dafür verantwortlich sein, dass Frauke klar klang.


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Mord an Frauke Liebs

17.04.2021 um 13:00
Für mich ist es unwahrscheinlicher, dass Frauke unter Drogen telefonieren durfte als anders herum. Falls wir davon ausgehen, dass sie unter Drogen telefonieren durfte, kommt für mich nur ein ihr völlig unbekannter Täter in Frage. Ich halte es aber da eher mit Malinka. Ich glaube, dass sie von einem Bekannten nicht weit von ihrer Haustür abgefangen wurde. Dort macht es meiner Meinung nach mehr Sinn Frauke abzufangen. Aber das mit der Nähe der Wohnung spricht dann auch wieder eher für jemanden, der weiß, wo Frauke wohnt.


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Mord an Frauke Liebs

17.04.2021 um 14:21
Zitat von Windsurfer1991Windsurfer1991 schrieb:Aber das mit der Nähe der Wohnung spricht dann auch wieder eher für jemanden, der weiß, wo Frauke wohnt.
Entweder direkt am Pub oder direkt vor der Wohnung, in jedem Fall von einem Bekannten, der nicht zufällig auf sie gestoßen ist. So sehe ich das auch. In der Nähe des Pubs ist aber auch nicht unwahrscheinlich, weil das erklären würde, warum sie niemand mehr gesehen hat nach Verlassen des Pubs.


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17.04.2021 um 14:31
Zitat von dawarnochwasdawarnochwas schrieb:Das Gespräch mit dem Bruder war ein Schock für den Täter. Frauke sollte ja nur wieder eine SMS schreiben und plötzlich klingelt das Handy. Dieser Schock allein kann dafür verantwortlich sein, dass Frauke klar klang.
Das der Täter jetzt geschockt war glaub ich eher nicht.Einfach das Handy ausschalten u der Schockmoment wäre vorüber gewesen.Das Frauke vllt überrascht war mit ihrem Bruder sprechen zu können das kann schon sein. Was mich etwas gewundert hat das von Do -Di der Kontakt mit Frauke immer per Anruf stattfand.Ausser am Freitag dann nur ne SMS u dann noch vom Bruder den Anruf annehmen lassen.Warum macht der Täter das?


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Mord an Frauke Liebs

17.04.2021 um 14:35
Was ich mich frage wenn Frauke jetzt am Telefon bzgl der/die Täter einen Namen genannt hätte was hätte das dann für die weiteren Ermittlungen gebracht.Ich denke eher nichts.


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Mord an Frauke Liebs

17.04.2021 um 16:49
Zitat von Nirvana21Nirvana21 schrieb:Was ich mich frage wenn Frauke jetzt am Telefon bzgl der/die Täter einen Namen genannt hätte was hätte das dann für die weiteren Ermittlungen gebracht.Ich denke eher nichts.
hä? das hätte den Fall gelöst würde ich sagen


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Mord an Frauke Liebs

17.04.2021 um 18:07
Zitat von Nirvana21Nirvana21 schrieb:Was ich mich frage wenn Frauke jetzt am Telefon bzgl der/die Täter einen Namen genannt hätte was hätte das dann für die weiteren Ermittlungen gebracht.Ich denke eher nichts.
Ich verstehe deinen Gedanken. Sagen wir mal so: Aufgezeichnet wäre das ja dann auch nicht gewesen...


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Mord an Frauke Liebs

17.04.2021 um 18:19
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Die Erklärung, dass Frauke sich aufgrund von Schlafmangel / Dehydration "verwaschen" angehört haben könnte, hört sich m E plausibel an.
Natürlich kann es theoretisch sein, dass der Täter ihr dennoch Medikamente / Drogen verabreicht hat, da man es anhand von Fraukes sterblichen Überresten weder nachweisen noch ausschließen konnte, die mögliche Erklärung, die Du lieferst, erscheint mir dennoch naheliegender.
@ThoFra
Es geht mir auch nicht darum, diese Theorie durchzufechten.
Mir ist nur wichtig festzuhalten, dass die verwaschene Sprache einen ganz einfachen
Grund gehabt haben konnte: totale Erschöpfung, körperlich und mental.

Die andere Erklärung "Medis, K.O.-Tropfen, Drogen" führt ja immer schnell zur
Schlussfolgerung "es müsste jemand aus dem Krankenhausbereich gewesen sein".
Und für diese Annahme gibt es keinen Anhaltspunkt.

Könnte sein....muss aber nicht.


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Mord an Frauke Liebs

17.04.2021 um 19:05
Glaube auch nicht, dass der Täter unbedingt jemand aus einem medizinischen Berufsbereich sein muss bzw dass Frauke und er sich durch ihre Ausbildung zur Krankenschwester / Berufsschule o ä kannten.
Wäre natürlich grundsätzlich durchaus denkbar, aber ich gehe stark davon aus, dass die EB sicherlich auch in diese Richtung gedacht / ermittelt haben werden und offensichtlich den Täter so nicht finden / überführen konnten.

Dass Frauke nach einer Woche "Gefangenschaft" (wie auch immer diese Situation der "Gefangenschaft" konkret ausgesehen haben mag) in der Gewalt des Täters / Entführers / ihres späteren Mörders physisch und psychisch in einem Ausnahmezustand gewesen sein wird, nehme ich auch an.
(Todes-)Angst, Verzweiflung, Unsicherheit, Resignation, die Liste der (negativ)Gefühle, die Frauke in dieser Zeit geplagt haben werden, dürfte lang sein.
Dass sie sich da am Telefon nicht mehr "taufrisch" anhört, ist m E vollkommen nachvollziehbar / verständlich, auch ohne Medikamente / Drogen.


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