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Mord an Frauke Liebs

86.409 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Entführung, Telefon ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

14.04.2021 um 13:46
Zitat von AmphibiumAmphibium schrieb:sie wusste vielleicht nicht, wo sie sich (wirklich) befand
Beim Telefonieren wird sie doch mal aus dem Autofenster geschaut haben.
Ansonsten gebe ich nicht allzu viel auf die Authenzität der Telefonprotokolle. Aber irgendwas wird da schon dran sein, nur das zu werten und zu verknüpfen, ich regnisiere.


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14.04.2021 um 13:54
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Was würdest Du von einer dritten Variante halten, die die beiden gewissermaßen verbindet: Der Täter hat Frauke gesagt / suggeriert, sie sei in Paderborn, was sie geglaubt und deshalb auch so gesagt hat.

Das würde m. M. die Gefahr ausschließen, dass sie sich an den Auftrag "Sag' dass Du in Paderborn bist!" doch nicht hält und den wirklichen Aufenthaltsort nennt wenn ihr dieser bekannt ist.
Zum Zeitpunkt der Telefonats war Frauke in Paderborn. Das ist doch völlig unzweifelhaft. Mehr sagt sie doch gar nicht. Von einem anderen etwaigen Aufenthaltsort zu einem anderen Zeitpunkt ist hier nicht die Rede.


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Mord an Frauke Liebs

14.04.2021 um 14:21
Zitat von eifel49eifel49 schrieb:Zum Zeitpunkt der Telefonats war Frauke in Paderborn. Das ist doch völlig unzweifelhaft
Ihr Telefon war dort eingeloggt, ja. Sie sagt in einer SMS und in 2 Telefonaten, sie sei in Paderborn. Allerdings kommt diese Antwort nie direkt, wenn sie gefragt wird, wo bist du. (Sofern das Gedächtnisprotokoll so stimmt). Da antwortet sie immer etwas wie "kann ich nicht sagen, erkläre ich später" oder mit "Mama".


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Mord an Frauke Liebs

14.04.2021 um 14:36
Zitat von BoobSinclarBoobSinclar schrieb am 07.04.2021:Ich lese da nichts von Schlafentzug. Ich bin auch mal müde. Das hat mit Schlafentzug eher weniger zu tun.
@BoobSinclar

Wie gut würdest du schlafen, wenn man dich entführt hätte?
Selbst wenn der Entführer nicht brutal vorgegangen ist, fühlst du
deine ausweglose Lage. Du weisst nicht, ob nicht irgendwann ein
brutaler Kumpel in dein Versteck kommt.
Du weisst nicht, was als nächstes mit dir passiert.
Du möchtest ausserdem keine Fluchtmöglichkeit verpassen.

"Schlafentzug" meint hier nicht, dass Frauke im Sinne von Folter
am Schlafen gehindert wurde.
Schlafentzug meint, dass sie sich selber wachgehalten haben wird.

Ausserdem könnte es so gewesen sein, dass Frauke immer dann, wenn sie weggenickt war,
wieder geweckt worden ist.
Wenn du einen Menschen über einen längeren Zeitraum in der Tiefschlafphase aufweckst,
ist der schon nach kurzer Zeit ein Nervenwrack. Unser Hirn erholt sich im Tiefschlaf.

Vielleicht können wir uns auf den Kompromiss einigen, dass Frauke während ihrer Entführung
furchtbar schlecht geschlafen hat?
Vermutlich hatte sie Angst. Man könnte auch die Vermutung aufstellen, dass sie ihre Klamotten
die Zeit über anbehalten hat.
Unter Stress und Müdigkeit klingt die Sprache verwaschen. Jedenfalls bei mir ist das so.

Nächster Punkt: Auch eine Vermutung. Wenn Frauke zu wenig getrunken hat, war ihr Mund
trocken, ihre Lippen, ihre Zunge haben sich dick angefühlt.
Damit spricht man auch nicht klar. Besonders nicht, wenn man dehydriert ist.

Fraukes verwaschene Sprache ließe sich so erklären. Ganz ohne Gabe von Medikamenten.
Mehr wird hier nicht behauptet.
Natürlich könnte sie unter Medis oder Drogen gestanden haben.
Aber eben nicht notwendigerweise.


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Mord an Frauke Liebs

15.04.2021 um 00:10
Zitat von emzemz schrieb:Zwischen Herbram und Asseln würde mir diese Enfahrt als die beste erscheinen. Aber könnte ich ja nochmal genauer schaun und Fotos machen.
Okay...
@emz das wäre wirklich klasse, wenn du das machen könntest :-)

Zitat von emzemz schrieb:Für Fußspuren würde ich vermuten - zu trocken.
Ja, das wäre gut möglich. Im Stern-Interview sagt Herr Östermann auch, dass Fuß - und Reifenspuren durch die Witterung verwischt waren.
Zitat von emzemz schrieb:Ich weiß nicht, wie lange Leichen riechen, müsste man mal googeln
Ja, da kenne ich mich leider auch nicht aus…
Ich bin auf diesen Artikel gestoßen, der wie ich finde, ganz gut und verständlich die Prozesse erklärt.
Die Zersetzung eines Körpers verläuft in mehreren Stadien, die auch als Phasen der Verwesung bezeichnet werden. Zu den Verwesungsstadien zählen:

• Austrocknung
• Autolyse
• Fäulnis
• die eigentliche Verwesung

Diese einzelnen Prozesse setzen in der Regel nacheinander ein. Zeitweise können sie jedoch auch parallel verlaufen, da sie unterschiedliche Körperregionen befallen.

Autolyse

Sobald die Zellen im Körper eines Verstorbenen nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden, beginnen sie sich zur Energieversorgung selbst aufzuzehren und lösen dadurch die Zellwände und Zellstrukturen auf. Diesen Vorgang nennt man Autolyse. Es handelt sich dabei um einen anaeroben Prozess, das heißt er wird durch die Abwesenheit von Sauerstoff ermöglicht. Die dazu notwendigen Enzyme sind im Zellgewebe bereits vorhanden.

• Folge der Autolyse: Die inneren Organe und Teile des Bindegewebes im Körper verflüssigen sich. Der typische Leichengeruch oder Verwesungsgeruch entsteht.
Dauer der Autolyse: In der Regel vergehen nur ein paar Tage, bis die organischen Substanzen durch Autolyse zersetzt worden sind.

Durch die innerliche und äußere Zersetzung gelangt früher oder später wieder Sauerstoff in das Körperinnere. Dann geht auch in den tieferen Regionen des Körpers die Fäulnis in Verwesung über, wobei Fäulnis- und Verwesungsprozesse noch eine Weile parallel ablaufen.
Beim Verwesungsprozess entstehen hauptsächlich Wasser, Kohlenstoffdioxid, Harnstoff und Phosphat. Im Gegensatz zu den Fäulnisprodukten verursachen diese in der Regel keinen oder nur sehr wenig Geruch. Deswegen nimmt in diesem Stadium auch der Leichengeruch ab oder er verschwindet ganz.
Nach Haut, Muskeln, Organen und Bindegewebe verwesen zuletzt die Haare und Fingernägel eines Menschen. Zum Schluss bleiben nur noch die Knochen übrig.
Die Dauer der Verwesung hängt vor allem von der Umgebungstemperatur und Sauerstoffzufuhr für den Körper ab.

• Bei reichlicher Sauerstoffzufuhr schreitet die Verwesung am schnellsten voran.
• Wärme beschleunigt die Verwesung, Kälte verlangsamt sie.
• An der frischen Luft schreitet die Verwesung etwa zweimal so schnell voran wie im Wasser und sogar achtmal so schnell wie in einem Erdgrab.

In einem Erdgrab löst sich das Körpergewebe innerhalb von ein bis zwei Jahren auf: In dieser Zeit erfolgt die vollständige Skelettierung eines Leichnams. Fingernägel, Haare und Sehnen brauchen etwa vier Jahre, um zu verwesen. Die Knochen zersetzen sich zuletzt.

https://november.de/ratgeber/todesfall/verwesung/

(fett und unterstrichen von mir)

Wenn ich richtig verstanden habe, setzt der Geruch mit der Autolyse (2. Phase des Verwesungsprozesses) ein und löst sich dann recht schnell nach ein paar Tagen auf > Fäulnisbeginn.
Interessant. Das bedeutet, der Geruch wäre in der Umgebung des Ablageorts nur für eine relative kurze Dauer intensiv (zumindest für Menschen).
Ich denke aber, dass Hunde diesen innerhalb der 3 Monate weiterhin wahrgenommen hätten?


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15.04.2021 um 00:34
Zitat von AnNevisAnNevis schrieb:Als Hundebesitzer:
Mir würde nicht im Traum einfallen, einen "bewegungsfreien" Auslaufort für meinen Hund in einem Wald auszuwählen, schon gar nicht, bei einer länger Landstraße durch ein Gebiet mit schlechten Parkmöglichkeiten.
Ein Hund ist ein Tier. Als Besitzer benötige ich einen weiten Blick für die verantwortlich zulassende Bewegungsfreiheit. Mal abgesehen davon, dass ein frei (umher-)laufender Hund in einem Wald keine wirkliche gute Idee ist.
@AnNevis
Ja, also ich finde es auch nicht okay. Leider sind aber nicht alle Hundebesitzer so einsichtig und es gibt leider genug Menschen, die sich nicht daran halten.

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Zitat von Nirvana21Nirvana21 schrieb:das er die Leiche sehr früh morgens weggebracht hat könnte gut passen.In der Nacht wäre er wohl bei totaler Dunkelheit durch den Wald gestolpert.
Ja, das denke ich auch :D
Zitat von Nirvana21Nirvana21 schrieb:Du meinst jetzt er hatte während der einen Woche wo Frauke verschwunden ist viel Zeit um sich das zu überlegen oder schon im Vorfeld?
Ich gehe davon aus, dass er irgendwann in dieser Woche, begann sich zu überlegen, wie er einer Strafverfolgung entgehen könnte und ihm klar wurde, dass er sie nicht mehr gehen lassen konnte, ohne die Konsequenzen für seine Tat zu tragen. So musste er sich zwangsläufig auch mit Details wie und wo alles enden sollte, auseinandersetzen.

Interessant wäre zu wissen, ob sein Handy an diesem Abend (als Frauke verschwand) ausgeschaltet war.
Zitat von Nirvana21Nirvana21 schrieb:dass es im Sommer so eine Art Ruhezeit für die Tiere gibt also durfte wohl auch nicht gejagt werden Jäger waren dann auch nicht unterwegs
Wer Interesse hat, hier noch die Schonzeiten tabellarisch nach Monaten und für welche Tiere sie in NRW gelten..
https://www.jagdschulatlas.de/jagdzeiten-schonzeiten/schonzeiten-in-nordrhein-westfalen-10.html


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Mord an Frauke Liebs

15.04.2021 um 09:03
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Was würdest Du von einer dritten Variante halten, die die beiden gewissermaßen verbindet: Der Täter hat Frauke gesagt / suggeriert, sie sei in Paderborn, was sie geglaubt und deshalb auch so gesagt hat.

Das würde m. M. die Gefahr ausschließen, dass sie sich an den Auftrag "Sag' dass Du in Paderborn bist!" doch nicht hält und den wirklichen Aufenthaltsort nennt wenn ihr dieser bekannt ist.
Finde ich sehr gut vorstellbar.
Wir wissen ja nicht, wo und wie Frauke festgehalten wurde, was für eine Art "Versteck" nutze der Täter, um sie festzuhalten?
Evtl gab es dort keine Fenster und wir wissen ja auch nicht, wie Frauke dorthin transportiert wurde - ganz "normal" auf dem Beifahrersitz des Täterautos sitzend, gefesselt und geknebelt im Kofferraum / auf einer Ladefläche etc pp?
Klar wäre letzteres ein ziemliches Risiko für den Täter, falls er doch mal in eine Verkehrskontrolle geraten sollte, in einen Unfall verwickelt werden würde o ä.
Worauf ich hinaus will: Frauke könnte tatsächlich nicht gewusst haben, wo sie festgehalten wurde, vll glaubte Frauke tatsächlich, dass sich das "Versteck" des Täters / ihr "Festhalteort" in Paderborn befand.
Würde m E - aus Tätersicht - Sinn ergeben, das Opfer über den genauen Festhalteort im Unklaren zu lassen, v a dann, wenn die Tötung des Opfers [Fraukes] nicht von Anfang an Bestandteil des Plans war.

@frauzimt

Die Erklärung, dass Frauke sich aufgrund von Schlafmangel / Dehydration "verwaschen" angehört haben könnte, hört sich m E plausibel an.
Natürlich kann es theoretisch sein, dass der Täter ihr dennoch Medikamente / Drogen verabreicht hat, da man es anhand von Fraukes sterblichen Überresten weder nachweisen noch ausschließen konnte, die mögliche Erklärung, die Du lieferst, erscheint mir dennoch naheliegender.


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Mord an Frauke Liebs

15.04.2021 um 09:35
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Worauf ich hinaus will: Frauke könnte tatsächlich nicht gewusst haben, wo sie festgehalten wurde, vll glaubte Frauke tatsächlich, dass sich das "Versteck" des Täters / ihr "Festhalteort" in Paderborn befand.
Das Herumfahren im Auto könnte auch dazu beigetragen haben, sie zu verwirren. Nehmen wir einmal an, sie wäre tatsächlich in einem geschlossenen Transporter herumgefahren worden, dann hätte sie kaum die Möglichkeit gehabt, einzuschätzen, wie weit das Auto gefahren ist. D. h. es wäre dem Täter möglich gewesen, ihr zu erzählen, sie wäre an Ort A obwohl sie in Wirklichkeit an Ort B festgehalten und nur zum Telefonieren bzw. SMS-Schreiben an Ort A gebracht wurde.
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Evtl gab es dort keine Fenster und wir wissen ja auch nicht, wie Frauke dorthin transportiert wurde - ganz "normal" auf dem Beifahrersitz des Täterautos sitzend, gefesselt und geknebelt im Kofferraum / auf einer Ladefläche etc pp?
Klar wäre letzteres ein ziemliches Risiko für den Täter, falls er doch mal in eine Verkehrskontrolle geraten sollte, in einen Unfall verwickelt werden würde o ä.
Das stimmt. Aber ich würde an der Stelle des Täters davon ausgehen, dass es weniger wahrscheinlich ist in eine Verkehrskontrolle zu geraten oder einen Unfall zu haben, als dass ein normaler Passant eine Frau auf dem Beifahrersitz sieht, die gefesselt ist oder sich "komisch" benimmt. Daher würde ich eher von einem verdeckten Transport ausgehen.

Vorausgesetzt natürlich, der Täter hatte FL nicht so "unter Kontrolle", dass sie ruhig und unauffällig, freundlich lächelnd auf dem Beifahrersitz sitzen blieb.


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Mord an Frauke Liebs

15.04.2021 um 09:51
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Das stimmt. Aber ich würde an der Stelle des Täters davon ausgehen, dass es weniger wahrscheinlich ist in eine Verkehrskontrolle zu geraten oder einen Unfall zu haben, als dass ein normaler Passant eine Frau auf dem Beifahrersitz sieht, die gefesselt ist oder sich "komisch" benimmt. Daher würde ich eher von einem verdeckten Transport ausgehen.
Denke ich ebenfalls.
Ein Transporter mit geschlossener Ladefläche käme m E ganz gut in Frage als mögliches Täterfahrzeug, evtl als Handwerker-Fahrzeug "getarnt" oder auch tatsächlich ein Firmenfahrzeug.
Hatte ja hier im Thread vor einiger Zeit schonmal die Vermutung geäußert, dass der Täter evtl im Security-Bereich (Objektschutz?) gearbeitet haben könnte, so könnte auch der Bezug zu den Gewerbegebieten (Anrufe / Handyortungen von Frauke) zustande gekommen sein und ein Security-Mitarbeiter wäre zu den Uhrzeiten, als Frauke die Anrufe tätigte, wohl auch nicht sonderlich auffällig gewesen, denke ich.

Weiß jmnd hier aus dem Forum (vll von den ortskundigen Usern) mehr darüber, ob die entsprechenden Gewerbegebiete von Security - Kräften / -Firmen bewacht werden bzw von wann bis wann die Bewachung / Objektschutz stattfindet - würde dies mit den Zeiten der Anrufe von Frauke zusammenpassen?
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Vorausgesetzt natürlich, der Täter hatte FL nicht so "unter Kontrolle", dass sie ruhig und unauffällig, freundlich lächelnd auf dem Beifahrersitz sitzen blieb.
Wie sollte er das erreicht haben?
Selbst wenn Frauke (verständlicherweise) sehr verängstigt / eingeschüchtert ... gewesen ist, so muss der Täter dennoch damit gerechnet haben, dass es (und sei es durch - für ihn - "unglückliche Umstände") zu einer Situation kommen könnte, in der er die Kontrolle über sein Opfer verliert bzw in der Frauke (von ihm unerwünschte) Aufmerksamkeit erregt.


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15.04.2021 um 10:41
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:wie Frauke dorthin transportiert wurde - ganz "normal" auf dem Beifahrersitz des Täterautos sitzend, gefesselt und geknebelt im Kofferraum / auf einer Ladefläche etc pp?
Klar wäre letzteres ein ziemliches Risiko für den Täter, falls er doch mal in eine Verkehrskontrolle geraten sollte, in einen Unfall verwickelt werden würde o ä.
Dieses Risiko bestand in jedem Fall – auf dem Beifahrersitz eher noch mehr. Bei einer Verkehrskontrolle hätte Frauke Liebs aussteigen und sich freundlich verabschieden können. Die Beamten hätten dann den Rest erledigt. Wenn ihr das aufgrund irgendwelcher Umstände nicht möglich gewesen wäre, hätte sie jedenfalls auf sich aufmerksam machen können. Man weiß zwar nicht, inwiefern sie dem Täter gefügig war. Im Fall Kampusch fuhr der Täter auch mit seinem Opfer spazieren. Aber das war ein anders gelagerter Fall mit langjähriger Konditionierung des Opfers.


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15.04.2021 um 11:38
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:wir wissen ja auch nicht, wie Frauke dorthin transportiert wurde - ganz "normal" auf dem Beifahrersitz des Täterautos sitzend, gefesselt und geknebelt im Kofferraum / auf einer Ladefläche etc pp?
Klar wäre letzteres ein ziemliches Risiko für den Täter, falls er doch mal in eine Verkehrskontrolle geraten sollte, in einen Unfall verwickelt werden würde o ä.
Ich würde da dem Beifahrersitz durchaus den Vorzug geben.
Die Vorstellung, ein Täter holt die gefesselte Frauke aus dem Kofferraum oder von der Ladefläche, um sie dann telefonieren zu lassen, erscheint mir in einem bewohnten Gebiet doch einigermaßen gefährlich, was eine mögliche Beobachtung anbelangt.


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Mord an Frauke Liebs

15.04.2021 um 11:44
Zitat von emzemz schrieb:Die Vorstellung, ein Täter holt die gefesselte Frauke aus dem Kofferraum oder von der Ladefläche, um sie dann telefonieren zu lassen, erscheint mir in einem bewohnten Gebiet doch einigermaßen gefährlich, was eine mögliche Beobachtung anbelangt.
Hervorhebung von mir eingefügt.

Da stimme ich Dir vollkommen zu.
Allerdings wissen wir ja nicht, wo und wie das "Versteck", an dem der Täter Frauke festhielt / gefangen hielt, beschaffen war.
Wenn wir mal annehmen, er versteckte sie z B in einer abgelegenen Scheune o ä, wo er relativ unbeobachtet agieren konnte, hätte er Frauke dort unbeobachtet auf die Ladefläche laden können und zum telefonieren in den Gewerbegebieten muss Frauke den Transporter (oder welches Fahrzeug auch immer...) ja nicht zwingend verlassen haben, der Täter könnte ihr das Handy auch auf die Ladefläche gebracht haben, theoretisch könnte Frauke sogar auch während der Anrufe gefesselt gewesen sein.


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Mord an Frauke Liebs

15.04.2021 um 11:57
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:der Täter könnte ihr das Handy auch auf die Ladefläche gebracht haben, ...
... oder ihr das Handy in den geöffneten Kofferraum gereicht haben.
Also völlig unauffällig die ganze Prozedur :troll:


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Mord an Frauke Liebs

15.04.2021 um 11:59
Vielleicht wußte Frauke ganz genau wo sie war. Eventuell ist sie ja durchaus freiwillig dort hin gelangt.
Nur musste sie dann möglicherwise irgendwann feststellen, dass sie von dort nicht mehr weggelassen wird. Und eine Flucht unmöglich gemacht wurde. Wie auch immer.

Nehmen wir einmal an, der Festhalteort wäre ein Fahrzeug. Z.B. Ein Karawan. Dann könnte sie sich die ganze Zeit über da drin aufgehalten haben, ohne diesen verlassen zu müssen. Womöglich gefesselt und geknebelt.
Es gebe dort auch ein WC, dass sie benutzen darf (unter Aufsicht). Und Proviant.
Das Herumfahren wäre viel einfacher machbar, denn sie müsste ja dann nicht ein oder aussteigen. Und von außen gesehen werden könnte sie auch nicht.

Und Apropos Polizeikontrolle. Würde diese ohne Grund den Wohnbreich kontrollieren? Oder doch nur den Fahrer und die Papiere.

Auf jeden Fall wäre so ein Karawan für mich eine mögliche Festhalteoption.


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15.04.2021 um 12:18
Zitat von emzemz schrieb:oder ihr das Handy in den geöffneten Kofferraum gereicht haben.
Also völlig unauffällig die ganze Prozedur
Naja, wenn man mal dieses Szenario annimmt, das ich mir ganz gut vorstellen könnte, dass das Fahrzeug des Täters z B ein Kastenwagen / Transporter einer Handwerksfirma gewesen sein könnte, dann würde ein (zufälliger) Passant wohl nicht unbedingt stutzig werden, wenn dann z B eine männliche Person in einem Blaumann / Maleranzug ö ä sich an der Ladefläche / Kofferraum zu schaffen macht.
Das wäre ein alltägliches, stimmiges Bild.
Würde ich nicht als vollkommen unwahrscheinlich betrachten, dass es so abgelaufen sein könnte.

Wenn man hingegen annimmt, dass der Täter Frauke auf dem Beifahrersitz ohne Knebel / Fesseln transportiert hat - wie hat er sie dann dazu gebracht, nach den Telefonaten jeweils wieder "brav" in's Auto einzusteigen, ohne einen Fluchtversuch o ä zu unternehmen?
Akut bedrohen mit Waffe / Messer / etc scheidet wohl aus, da zu auffällig.

Mit dem Szenario im Natascha Kampusch - Fall würde ich den Fall Frauke Liebs nicht vergleichen, denn Natascha war noch ein Kind, als sie Wolfgang P in die Hände fiel, währenddessen Frauke mit 21 Jahren bereits eine erwachsene Frau war
Außerdem war Natascha über Jahre hinweg in der Gewalt ihres Entführers / Täters, Frauke zum Zeitpunkt der Anrufe jedoch nur wenige Tage.
Über den viel längeren Zeitraum im Kampusch - Fall ist eine erheblich intensivere / "nachhaltigere" Konditionierung des Opfers möglich als innerhalb der wenigen Tage in Fraukes Fall.


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Mord an Frauke Liebs

15.04.2021 um 12:21
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Natürlich kann es theoretisch sein, dass der Täter ihr dennoch Medikamente / Drogen verabreicht hat, da man es anhand von Fraukes sterblichen Überresten weder nachweisen noch ausschließen konnte ...
Diese Darstellung stimmt natürlich überhaupt nicht, denn man konnte sowohl an den sterblichen Überresten von Frauke nachweisen, dass darin keine Drogen vorhanden waren. Was man aber nicht ausschließen konnte ist eben die Möglichkeit dass Medikamente/Drogen, die sich schnell abbauen - solange der Stoffwechsel noch funktionierte - doch ihr möglicherweise verabreicht wurde.

Aber Tatsache bleibt doch, dass nachweislich keine Drogen in den sterblichen Überresten von Frauke vorhanden waren.


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Mord an Frauke Liebs

15.04.2021 um 12:25
Zitat von DoverexDoverex schrieb:Was man aber nicht ausschließen konnte ist eben die Möglichkeit dass Medikamente/Drogen, die sich schnell abbauen - solange der Stoffwechsel noch funktionierte - doch ihr möglicherweise verabreicht wurde.
Darauf bezog sich mein von Dir zitierter Post.
Theoretisch also dennoch möglich, dass Frauke sich schnell abbauende Substanzen verabreicht wurden, solange sie noch lebte.


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Mord an Frauke Liebs

15.04.2021 um 13:10
Zitat von DoverexDoverex schrieb:Was man aber nicht ausschließen konnte ist eben die Möglichkeit dass Medikamente/Drogen, die sich schnell abbauen - solange der Stoffwechsel noch funktionierte - doch ihr möglicherweise verabreicht wurde.
Letztlich könnte man dann auch daran denken, dass diese Drogen/Medikamente zum Ende hin "abgesetzt" wurden und die Situation dann deshalb eskaliert ist, so dass es zum Mord kam..... Damit wären sie dann, zum Zeitpunkt des Mordes, abgebaut und nicht mehr nachweisbar gewesen.

Ob das Absetzen mit diesem Wissen (der Täter plant den Mord und will, dass an seinem Opfer keine Drogen/Medikamente mehr nachweisbar sind) geschehen ist, wäre dann die nächste Frage.


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Mord an Frauke Liebs

15.04.2021 um 14:34
In meinem Vor-Post sollte es natürlich Caravan heißen, also ein Wohnmobil. Sorry.


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15.04.2021 um 15:52
Zitat von emzemz schrieb:Ich würde da dem Beifahrersitz durchaus den Vorzug geben.
... vllt war das Gurtschloss unauffällig manipuliert, sodass sie sich nicht abschnallen und einfach aussteigen konnte?
Oder auf der Rückbank transportiert, wenn das Auto ein Dreitürer war oder eine Kindersicherung und dunkle Scheiben hatte?
Dazu ein Basecap auf und eine Sonnenbrille mit abgeklebten Gläsern?
(Wobei ich einem Transporter, Hundefänger, Wohnmobil den Vorzug geben würde. Oder einem "Behinderten-Transportfahrzeug", in dem es sowieso spezielle Vorrichtungen gibt, dass die geistig Behinderten auf ihren Sitzen bleiben bzw dass ein Rollstuhlfahrer gesichert tranportiert werden kann. Bei uns hat ein Taxiunternehmen ein solches Fahrzeug, mit dem Behinderte in die Tagespflege gebracht werden. Die übernehmen auch rein private Fahrten, wenn das Auto eines Rollstuhlfahrers kaputt ist! Beim Rollstuhl guckt man auch nicht so genau hin. "Wenn der darin Sitzende aufwendig festgeschnallt ist, wird das wohl gesundheitliche Gründe haben." Wie hier vorgefallen Unbekannte Tote im Rollstuhl, Berlin April '20 ...Unbekannte Tote in Berlin)

Ich denke, so gross war das Risiko zu der Zeit für den Täter nicht, dass man ihm eine ENTFÜHRUNG hätte nachweisen können.
Bei einer Verkehrskontrolle hätte ja erst einmal Aussage gegen Aussage gestanden! Wenn der Transport unauffällig erfolgte. Und der reine Wortlaut der Kontaktaufnahmen deutete auch nicht auf ein ungewolltes Festhalten hin. Vllt wäre der Fahrer ins Visier der Ermittler geraten. Aber hätte es einen Grund gegeben, ihn unmittelbar im Gewerbegebiet festzunehmen, wenn er Frauke hätte aussteigen und gehen lassen???
Vllt hätte er Gelegenheit gehabt, dass Versteck aufzuräumen, damit es so ausgesehen hätte, als wäre Frauke freiwillig bei ihm gewesen;
oder komplett zu vernichten (Laube abgebrannt, Transporter verschrottet).
Wir wissen nicht, wo sie war und wie es ihr dort erging. Vllt gab es bis nach dem letzten Telefonat noch keine auffälligen Spuren.
Bis zum letzten Telefonat hätte der Entführer (theoretisch) bei jeder Polizeikontrolle sagen können, dass er Frauke gerade heimfahren will - so wie sie es selbst angekündigt hatte


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