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Mord an Frauke Liebs

99.035 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Entführung, Telefon ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

12.09.2026 um 19:28
Zitat von OberleutnantOberleutnant schrieb:Ich halte es weiterhin für unzutreffend, daß jemand mit der Redewendung »wir räumen auch die Wohnung« ein bloßes Nachhausegehen gemeint haben könnte.
Dabei sollte doch gerade einem Oberleutnant diese Bedeutung von das Feld räumen kennen:
Wörtlicher Sinn: Das (Schlacht-)Feld verlassen, weil man den Kampf oder Wettbewerb aufgibt.



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Mord an Frauke Liebs

12.09.2026 um 19:38
Hallo zusammen,

leider wurde mein Beitrag gelöscht. Kann ihn jetzt aber wieder posten, da ich die gewünschten Quellen entfernt habe. Alle, die auf meinen Beitrag eingegangen sind, sorry dafür, jetzt also nochmal der gleiche Beitrag etwas abgewandelt und erweitert. Für alle vielleicht nochmal wichtig zu wissen, dass man sich nicht auf paywall-Quellen beziehen darf, das war mir nicht klar. Hab‘ gedacht, schön, dass es hier mal etwas gibt, auf dass ich mich gerne beziehe, weil es für mich logisch schlüssig und gut recherchiert erscheint. Aber das sind die Regeln des Forums: Keine paywall-Quellen.

Zur Einordnung: Ich bewege mich gedanklich eher bei Personen, die Frauke bekannt waren. Auszuschließen sind andere Szenarien m. E. nicht, aber für mich persönlich weniger wahrscheinlich. Was nicht bedeutet, dass es letztlich vielleicht nicht doch ein unbekannter Täter war.

Ich möchte einen Aspekt der bekannten Kontakte noch einmal möglichst nüchtern betrachten:

Wie viele verwertbare Informationen konnten Fraukes Angehörige aus den letzten Mobilfunkereignissen tatsächlich gewinnen?

Vorweg ist mir eine wichtige Einschränkung wichtig: Die Gesprächsinhalte liegen nicht als Mitschnitte vor. Sie beruhen auf den Erinnerungen der jeweiligen Gesprächsteilnehmer und wurden in Form von Gedächtnisprotokollen beziehungsweise sinngemäßen Wiedergaben festgehalten. Deshalb sollte man einzelne Formulierungen nicht so behandeln, als lägen uns wortgetreue Tonaufnahmen vor.

Trotzdem finde ich es interessant, die überlieferten Inhalte einmal nebeneinander zu betrachten. Dabei fallen für mich bestimmte wiederkehrende Wörter und Formulierungen auf.

In den erinnerten Aussagen begegnen einem unter anderem:

„Ja“ – „Nein“ – „nach Hause“ – „heute“ – „Paderborn“ – „Ich bin in Paderborn“ – „Kann ich nicht sagen“ – „Kann ich dir erklären“ – „Das geht nicht“ – „Ich weiß nicht“ – „Erklär ich dir später“ – „Nein, das geht nicht“ – „Bitte frag mich nicht aus“ – „Ich würde gerne bei euch sein“– „Ich würde gerne nach Hause“ sowie am Ende „Ja, mache ich. Ciao. Bis bald.“

Nicht jedes dieser Worte taucht zwangsläufig in jedem Gespräch auf. Mir geht es vielmehr um die Frage, ob sich über die verschiedenen Kontakte hinweg ein wiederkehrendes sprachliches und inhaltliches Muster erkennen lässt.

Die Kontakte im Überblick:
Chris war der Hauptempfänger der Kontaktaufnahmen.
Die 1. SMS von Fraukes Anschluss an Chris erfolgte bereits in der Nacht vom 20. auf den 21.06.

Der erste bekannte Anruf an Chris erfolgte erst am 22.06 – knapp 46 Stunden später.

Am 22.06. habe Chris einen Anruf von Fraukes Anschluss erhalten bei dem Frauke sinngemäß angekündigt habe, dass sie nach Hause komme.

Am 23.06. habe sie Chris per SMS mitgeteilt: „Ich komme heute nach Hause. Ich bin in Paderborn.“
Kurz darauf rief Fraukes Bruder den Anschluss von Frauke an, nachdem der Anschluss wieder erreichbar war. Dabei kam es zu einem Mobilfunkereignis. Der überlieferte Gesprächsinhalt beruht auf dem Gedächtnisprotokoll des Bruders. Auf die Frage nach ihrem Aufenthaltsort habe Frauke keine konkrete Ortsangabe gemacht und sinngemäß mit „Kann ich nicht sagen“ geantwortet.

Am 24.06. habe Frauke Chris erneut angekündigt, nach Hause zu kommen. Dabei sei wiederholt Paderborn als Aufenthaltsort genannt worden. Auf eine entsprechende Frage habe sie mit „Nein“ geantwortet.

Am 25.06. habe sie Chris wiederum angekündigt, nach Hause zu kommen.
Auf die Frage, warum sie am Vortag nicht nach Hause gekommen sei, habe sie sinngemäß erklärt, sie könne das später erklären. Auf die Frage nach ihrem Aufenthaltsort habe sie erneut keine konkrete Angabe gemacht. Eine Abholung beziehungsweise ein Treffen sei mit „Das geht nicht“ beantwortet worden.

Der 26.06. ist innerhalb der bekannten Kontaktserie der einzige Tag, an dem kein entsprechender Kontakt von Fraukes Anschluss an Chris öffentlich bekannt ist.

Am 27.06. fand das letzte bekannte Mobilfunkereignis statt. Karen war bei Chris anwesend und konnte das Gespräch mithören und sich beteiligen. Was fällt bei einem Vergleich auf?

Wenn man die Kontakte einzeln liest, kann man für viele Antworten unterschiedliche Erklärungen finden. Interessant wird es für mich erst bei einer Gesamtbetrachtung.

Bestimmte Begriffe und Antwortmuster tauchen wiederholt auf:

„Ja.“
„Nein.“
„Ich bin in Paderborn.“
„Ich komme nach Hause.“
„Ich komme heute nach Hause.“
„Kann ich nicht sagen.“
„Kann ich dir erklären.“
„Das geht nicht.“
„Ich weiß nicht.“

Natürlich muss man dabei berücksichtigen, dass es keine Mitschnitte gibt und wir auf die Erinnerungen der jeweiligen Gesprächsteilnehmer angewiesen sind. Dennoch finde ich es bemerkenswert, wie wenig sich die bekannten Aussagen inhaltlich erweitern.

Gerade deshalb finde ich den erwähnten Fragenkatalog interessant. Nach verschiedenen Schilderungen stellten Chris und weitere Personen (Angehörige?), in gemeinsamer Absprache, Fragen zusammen, um bei weiteren Kontakten möglichst mehr verwertbare Informationen über Fraukes Situation und ihren Aufenthaltsort zu erhalten.

Hier stellt sich für mich eine interessante Frage:

Wenn gezielt versucht wurde, durch Fragen neue Informationen zu gewinnen – warum blieb der konkrete Informationsgewinn dennoch so begrenzt, während sich bestimmte sprachliche und inhaltliche Bausteine in den Antworten wiederholten? Und warum wurde schon wieder kein Mitschnitt gemacht?

Das muss natürlich nichts Bestimmtes bedeuten. Es könnte viele Erklärungen dafür geben. Man könnte aber noch einen Schritt weitergehen und fragen, welche Funktion diese Kontakte neben der eigentlichen Kommunikation möglicherweise gehabt haben könnten.

Könnten sie beispielsweise dazu beigetragen haben, Zeit zu gewinnen, die Angehörigen zu beruhigen oder den Eindruck aufrechtzuerhalten, Frauke befinde sich weiterhin in einer Situation, aus der sie grundsätzlich noch zurückkehren könne?

Noch weiter gedacht wäre zu prüfen, ob die Kontakte möglicherweise nicht nur der Informationsübermittlung dienten, sondern zugleich eine bestimmte Darstellung der Situation aufrechterhalten sollten.

Das wäre selbstverständlich zunächst nur eine Hypothese. Ebenso denkbar sind völlig andere Erklärungen.

Das letzte Mobilfunkereignis – was war tatsächlich neu? Gerade beim letzten Kontakt würde mich interessieren, welche tatsächlich neuen Erkenntnisse er gegenüber den vorherigen Kontakten brachte. OK, die Fragen, die gestellt wurden, waren vorab vielleicht abgesprochen und in eine Reihenfolge gebracht worden. Es wurden zahlreiche Fragen gestellt. Karen war anwesend und konnte sich ebenfalls beteiligen. War Zeugin.
Welche Information war nach diesem Kontakt tatsächlich neu? Gab es neue Informationen über Fraukes Aufenthaltsort? Gab es neue Informationen darüber, wer bei ihr war?
Gab es eine konkrete Erklärung dafür, warum sie nicht nach Hause kam?
Welche Information war vorher noch nicht bekannt?

Wenn man die bekannten Inhalte miteinander vergleicht, erscheint mir der tatsächliche Erkenntnisgewinn in diesen Punkten relativ gering. Auch der Abschluss „Ja, mache ich. Ciao. Bis bald.“ wirkt auf mich im Nachhinein zumindest abschiedsartig. Das ist ausdrücklich meine persönliche Wahrnehmung und kein Beweis dafür, dass Frauke damit tatsächlich eine Abschiedsbotschaft vermitteln wollte.

Eine weitere Auffälligkeit:
Ingrid Liebs. Sie wurde bei keinem der bekannten Kontakte als Gesprächspartnerin kontaktiert. Das finde ich ebenfalls erwähnenswert, weil sie Fraukes Mutter war und damit zu den engsten Angehörigen gehörte. Den letzten Anruf verpasste sie, nach der zeitlichen Rekonstruktion, nur knapp. Hauptempfänger aller Kontaktaufnahmen blieb bis zum Schluss Chris.

Wie gestaltete sich die Schlüsselsituation am 20.06. und die Nacht zum 21.06.?

Auch die Ausgangssituation des Abends ist für eine zeitliche Rekonstruktion interessant. Chris hatte seinen eigenen Wohnungsschlüssel nicht dabei. Frauke gab ihm deshalb ihren Schlüssel. Damit hatte Frauke ihren eigenen Schlüssel anschließend nicht bei sich. Chris musste später in der Wohnung auf ihre Rückkehr warten, weil er ihr die Tür öffnen musste. Für sich genommen ist das selbstverständlich kein Verdachtsmoment, aber ein wichtiges Detail bei einer Rekonstruktion der Nacht und des Morgens.

Mich interessiert auch die Frage:

Welche überprüfbaren Alibis beziehungsweise Aufenthaltsangaben gab es für die Personen aus Fraukes unmittelbarem Umfeld in der Nacht vom 20. auf den 21.06.? Wer befand sich wann wo? Wer konnte das bestätigen? Gibt es eventuell Fotos/ Zeugen aus Schnell-Restaurants, Tankstellen, Banken, Straßen, Bahnhof, Einkaufsstraße, Park, Kino, Marktplatz, Waldwegen, Discotheken? Und was davon wurde tatsächlich überprüft und abgerufen?

Der 26.06. ist für mich aus einem ähnlichen Grund interessant.

Er ist innerhalb der bekannten Kontaktserie der einzige Tag ohne einen entsprechenden (öffentlich erwähnten) Kontakt von Fraukes Anschluss.

Daher stellt sich auch hier die Frage:

Welche überprüfbaren Aufenthaltsangaben beziehungsweise Alibis gab es für die Personen, die für die zeitliche Rekonstruktion dieses Tages relevant waren?

Ich möchte ausdrücklich nicht aus dem fehlenden Kontakt etwas Verdächtiges ableiten. Mich interessiert vielmehr, ob sich für diesen Tag eine möglichst vollständige zeitliche Rekonstruktion erstellen lässt.

Ingrid Liebs hatte den Eindruck, dass Frauke in der Zeit vor ihrem Verschwinden neu verliebt gewesen war. Nach der Schilderung hatte Ingrid Liebs den Eindruck, dass Frauke möglicherweise Gefühle für Niels entwickelt hatte. Auch wurde mehrfach beschrieben, dass Frauke viel über Niels erzählte und sich austauschen wollte. Diese Aussagen möchte ich ausdrücklich als Wahrnehmung beziehungsweise geäußerte Einschätzung von Ingrid Liebs verstanden wissen und nicht als gesicherte Tatsache. Auch die damalige Wohnsituation von Frauke und Chris war offenbar Thema zwischen Ingrid Liebs und ihrer Tochter. Ingrid Liebs hatte nach eigener Schilderung zunächst Bedenken, dass Frauke nach der Trennung weiterhin mit ihrem Ex-Freund zusammenwohnte. Frauke aber positionierte sich diesbezüglich positiv gestimmt.

Als weiteren Punkt möchte ich den Suizid im weiteren Umfeld von Frauke anführen, weil Ingrid Liebs selbst darüber berichtet hat und dieses Ereignis mehrfach, besonders im (neuen) Freundeskreis von Frauke, aus verschiedenen Blickwinkeln beschrieben wurde. Nach den öffentlich bekannten Schilderungen beschäftigte Frauke der Suizid des guten Freundes ihrer neuen Bekanntschaft sehr. Dabei habe Frauke insbesondere emotional bewegt, dass der Verstorbene keinen Abschiedsbrief hinterlassen hatte. Laut ihrer Mutter Frau Liebs bemerkte Frauke dazu, dass diese Ungewissheit für die Angehörigen wahrscheinlich besonders schlimm gewesen sein musste.

Ich möchte hier ausdrücklich keinen Zusammenhang mit Fraukes eigenem Verschwinden ableiten. Ich finde lediglich bemerkenswert, dass sich diese Themen – Tod, fehlende Erklärung und die Situation der Angehörigen – nach der Schilderung von Ingrid Liebs bereits in Fraukes Umfeld befanden und Frauke ausdrücklich betroffen gemacht hatten. Da Frauke als sehr mitteilungsfreudige Person beschrieben wurde, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie ihre Eindrücke diesbezüglich auch ihrem näheren/ nahen Umfeld mitgeteilt hatte. Vermutlich ähnlich offen wie beim Thema Niels. Auch wurde Frauke als sehr hilfsbereite und empathische Person beschrieben, die, Achtung Hypothese, vielleicht auch manchmal zu forsch nachfragen konnte oder eventuell zu weit ging mit ihren Fragen oder ihrem Verhalten, vielleicht auch grenzüberschreitend war, so dass sich andere vielleicht gekränkt und „auf den Schlips getreten fühlen“ konnten? Nur so eine Idee.

Meine Fragen an euch, mich würden vor allem folgende Punkte interessieren:

1. Wie würdet ihr den tatsächlichen Informationsgewinn der letzten Mobilfunkkontakte auf einer Skala von 1–10 bewerten?

2. Seht ihr ebenfalls ein wiederkehrendes Muster bei Begriffen und Antworten wie „ja“, „nein“, „Paderborn“, „ich bin“, „nach Hause“, „heute“, „Kann ich nicht sagen“ und „Das geht nicht“?

3. Welche wirklich neuen Erkenntnisse brachte das letzte Mobilfunkereignis am 27.06. gegenüber den vorherigen Kontakten?

4. Welche überprüfbaren Alibis beziehungsweise Aufenthaltsangaben sind für die Nacht vom 20. auf den 21.06. bekannt?

5. Welche überprüfbaren Alibis beziehungsweise Aufenthaltsangaben sind für den 26.06. bekannt?

Und letztlich die Frage, die mich am meisten beschäftigt:

Wenn man die Kontakte nicht einzeln, sondern als zusammenhängende Serie betrachtet: Wie viel neue Information enthalten sie tatsächlich – und wie viel besteht aus wiederkehrenden Wörtern, Antworten und Aussagen?

Vielleicht lohnt es sich dabei auch, einmal ganz bewusst die Perspektive zu wechseln:

Nicht nur zu fragen, was durch die Kontakte mitgeteilt wurde, sondern auch, welchen Zweck oder Effekt diese Kontakte gehabt haben könnten. Falls sie tatsächlich dazu dienten, den Eindruck aufrechtzuerhalten, dass Frauke noch lebt und grundsätzlich nach Hause kommen werde, könnte man sich fragen, ob darin neben der Kommunikation selbst möglicherweise auch ein Element von Zeitgewinn, Ablenkung, Beruhigung oder Verschleierung gelegen haben könnte. Noch weiter gedacht wäre zu prüfen, ob die Kontakte möglicherweise eine bestimmte Darstellung der Situation aufrechterhalten sollten, anstatt tatsächlich neue Informationen über Fraukes Aufenthaltsort oder ihre Situation zu liefern.

Das ist selbstverständlich zunächst nur eine Hypothese. Ebenso denkbar sind völlig andere Erklärungen. Gerade deshalb würde mich interessieren, ob sich diese Kontakte unter dem Gesichtspunkt einer möglichen Inszenierung der Situation überhaupt sinnvoll analysieren lassen – oder ob wir aufgrund der fehlenden Mitschnitte und der Gedächtnisprotokolle bereits an eine Grenze der Aussagekraft kommen. Genau diese Frage würde ich gerne zur Diskussion stellen.

Und, um die Länge meines Beitrags, endgültig zu sprengen … was geschah in den 46 Stunden bis zum ersten telefonischen Kontakt? War diese Zeit lediglich eine Folge der Situation – oder hätte sie einer Person Gelegenheit gegeben, sich Gedanken darüber zu machen, wie die Kommunikation mit Fraukes Familie weitergehen sollte?

Wenn man die fünf wichtigsten Kriterien auf die bekannten Personen anwendet, stellt sich für mich auch die Frage:

„Bei welcher der bekannten Personen finden sich tatsächlich die meisten Überschneidungen bei Nähe, Wissen, Gelegenheit, Zugang und möglicherweise Motiv?“

Wer könnte aufgrund einer Beziehung, Freundschaft, Zurückweisung, Kränkung ein persönliches Interesse daran gehabt haben, dass Frauke aus dem Weg ist – und wer hatte gleichzeitig tatsächlich die Möglichkeit, auf sie und später auf ihr Handy bzw. die Kommunikation zuzugreifen? Und was hätte eine solche Person in Fraukes Handy vorgefunden?

Mit wem hatte Frauke geschrieben? Welche Informationen über den Abend waren vorhanden? Welche Kontakte waren für sie relevant? Was wäre, wenn eine Person das Handy nach einer möglichen Eskalation an sich genommen hätte? Und hätte die erste SMS von eventuell Frauke selbst oder einer Person möglicherweise geholfen, Zeit zu gewinnen?

Keiner dieser Punkte beweist eine Täterschaft. Aber genau deshalb würde ich gerne wissen, ob diese Kombination bei den verschiedenen bekannten Personen in vergleichbarer Weise vorhanden war.

Und erst danach sollte man fragen, was daraus tatsächlich folgen könnte.


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Mord an Frauke Liebs

12.09.2026 um 20:15
Zitat von scriptkiddy06scriptkiddy06 schrieb:Der überlieferte Gesprächsinhalt beruht auf dem Gedächtnisprotokoll des Bruders.
Frank hat zwar das Gespräch mit Frauke in der Stern-Doku in Teilen geschildert, aber kein Gesprächsprotokoll veröffentlicht.
Ein solches, so würde ich vermuten, liegt nur der Polizei vor.
Zitat von scriptkiddy06scriptkiddy06 schrieb:4. Welche überprüfbaren Alibis beziehungsweise Aufenthaltsangaben sind für die Nacht vom 20. auf den 21.06. bekannt?
5. Welche überprüfbaren Alibis beziehungsweise Aufenthaltsangaben sind für den 26.06. bekannt?
Das sind Angaben, die lediglich der Polizei vorliegen dürften, aber nicht veröffentlich wurden.


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Mord an Frauke Liebs

12.09.2026 um 20:44
Zitat von OberleutnantOberleutnant schrieb:Ich halte es weiterhin für unzutreffend, daß jemand mit der Redewendung »wir räumen auch die Wohnung« ein bloßes Nachhausegehen gemeint haben könnte.
Warum sollte denn, deiner Meinung nach, gemeint sein, aus der Wohnung auszuziehen?


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Mord an Frauke Liebs

12.09.2026 um 20:45
Zitat von scriptkiddy06scriptkiddy06 schrieb:.
1.Wie würdet ihr den tatsächlichen Informationsgewinn der letzten Mobilfunkkontakte auf einer Skala von 1–10 bewerten?

2. Seht ihr ebenfalls ein wiederkehrendes Muster bei Begriffen und Antworten wie „ja“, „nein“, „Paderborn“, „ich bin“, „nach Hause“, „heute“, „Kann ich nicht sagen“ und „Das geht nicht“?

3. Welche wirklich neuen Erkenntnisse brachte das letzte Mobilfunkereignis am 27.06. gegenüber den vorherigen Kontakten?
Welche Antworten oder Schlüsse erhoffst du dir daraus?
Meiner Meinung nach spielt das alles keine Rolle bei der Aufklärung.


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Mord an Frauke Liebs

12.09.2026 um 20:48
@scriptkiddy06 Hast du den Stern-Podcast angehört? Ich finde, da ist alles gut zusammengefasst und da sind auch ein paar Antworten auf deine Hypothese/Fragen enthalten.


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Mord an Frauke Liebs

12.09.2026 um 21:05
Zitat von SuperhonkSuperhonk schrieb:Deine Auffassung ist falsch. Ich kenne die umgangssprachliche Formulierung "die Wohnung räumen" in genau dieser Bedeutung (die Wohnung verlassen).
Kenne ich auch so - nicht gestelzt, sondern eher lapidar. Und darüber hinaus: Wäre von irgendeiner Relevanz, was damit gemeint ist, wäre es ja das Leichteste, das zu aufzuklären.


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Mord an Frauke Liebs

13.09.2026 um 00:20
Zitat von scriptkiddy06scriptkiddy06 schrieb:1. Wie würdet ihr den tatsächlichen Informationsgewinn der letzten Mobilfunkkontakte auf einer Skala von 1–10 bewerten?

2. Seht ihr ebenfalls ein wiederkehrendes Muster bei Begriffen und Antworten wie „ja“, „nein“, „Paderborn“, „ich bin“, „nach Hause“, „heute“, „Kann ich nicht sagen“ und „Das geht nicht“?

3. Welche wirklich neuen Erkenntnisse brachte das letzte Mobilfunkereignis am 27.06. gegenüber den vorherigen Kontakten?
Ich würde hier einen ganz anderen Ansatz wählen, nämlich nicht auf den Inhalt der Anrufe bzw. SMS-Nachrichten eingehen, sondern vielmehr warum es diese überhaupt gab und welchen Nutzen sie für jemanden gehabt haben könnten. So schränkst du den Kreis der Personen, den du im Bezug auf die Anrufe bzw. SMS betrachten willst, erheblich ein.

Wenn ich den Inhalt außen vor lasse, sehe ich genau zwei Personen, die einen Nutzen oder besser gesagt einen Sinn für die geführten Gespräche gesehen haben könnten. Zum einen wäre das ein potentieller Täter und zum anderen natürlich Frauke selbst.

Wenn ich hier zuerst Frauke betrachte und voraussetze, dass sie diese Gespräche und Nachrichten überwiegend aus eigenem Tun und Handeln, ohne dabei groß durch einen Dritten beeinflusst worden zu sein, geführt hat, so sehe ich als Grund dafür eine Erklärungsnot für ihr Verhalten, das sie aber, aus bestimmten Gründen, nicht näher benennen will. In Frage hierfür kommen die mögliche Angst, dass man sie und ihr aktuelles Tun in ihrem Freundeskreis nicht verstehen könnte. Weiterhin spielen vielleicht Versagensängste eine Rolle, dass sie den Erwartungen ihrer Eltern aus ihren Augen nicht gerecht werden konnte.

Letztere These würde dann auch erklären, warum sie immer wieder den Kontakt zu Chris aufnahm, da er möglicherweise, als ihr Ex-Freund, am meisten über ihre Person wusste und so eventuell auch einen höheren Wissensstand als Fraukes Eltern selbst hatte. Bei ihren Eltern hat Frauke ja scheinbar nicht angerufen, jedoch nach ihnen gefragt und auch gesagt, dass sie sie liebe. Hätte Frauke tatsächlich die Anrufe aus freiem Willen geführt, so wäre der Umstand, dass sie ihre Eltern nicht persönlich kontaktiert hat, doch eher ungewöhnlich und könnte auf ein entsprechend kompliziertes Verhältnis hindeuten.

Betrachtet man die Anrufe aus Sicht eines möglichen Täters, so stellt sich für mich die Frage, warum dieser ein so hohes Risiko eingehen sollte, Frauke mehrmals mit ihrem Ex-Freund kommunizieren zu lassen. Die erste SMS, dann eben zur Gewinnung von Zeit, wäre für mich noch nachvollziehbar gewesen, aber alle weiteren Kontaktaufnahmen wären dann, sollte es sich um einen Täter handeln, der Frauke im Vorfeld nicht kannte, absolut unnötig. Niemand würde auf diesen kommen, niemand weiß wo er sich aufhält, niemand könnte ihn bei seiner Tathandlung, mit hoher Wahrscheinlichkeit dann sexuell motiviert, hindern. Also warum sollte er dann das Risiko eingehen, dass Anrufe möglicherweise zu dem Gesprächsort zurückzuverfolgen sind. Das ergibt keinen Sinn. Insbesondere das letzte Gespräch, das wohl 5 Minuten andauerte, würde doch bei einem diesbezüglichen Täter die Alarmglocken schrillen lassen.

Als kommt bei einem Täter wohl nur eine Person in Frage, die zumindest flüchtig mit Frauke Kontakt hatte. Dann stellt sich die Frage, warum denn diese vielen Kontaktaufnahmen? Zum einen würde es Sinn ergeben, um Frauke zu beruhigen und in den Glauben zu belassen, dass die Sache auch ein gutes Ende für sie finden kann und eine Tötungsabsicht gar nicht im Raum steht. Die andere Variante, die für mich Sinn ergeben würde, ist eine krankhafte Eifersucht, die dazu führte, dass der Täter indirekt, ohne dass dieser es selbst überhaupt bemerkte, Chris vermitteln wollte, dass er die Kontrolle über Frauke hat und dieser rein gar nichts dagegen machen könnte. Ohne dies verbal zu kommunizieren, würde sich dies nur in den geistigen Bewegungen des Täters abspielen.

Hätten wir es mit einer derartigen Persönlichkeit als Täter zu tun, dann empfehle ich die erste Staffel von "You - Du wirst mich lieben", denn genau so würde er wohl zu charakterisieren sein. Besessen von Frauke, ihr gegenüber manipulativ, von der Persönlichkeit her narzisstisch und wohl auch krankhaft vor Eifersucht. Trotzdem wird er sich in seinem allgemeinen Umfeld wohl so bewegen können, dass er nicht weiter als diese gefährliche Person wahrgenommen wird.

Aus meiner Sicht sehr viele "Eigenschaften" die eine solche Person erfüllen müsste und dann zugleich wirklich unter dem allgemeinen Radar der Ermittler bleibt. Gibt es diese Persönlichkeiten, sicher, aber die Wahrscheinlichkeit es im Fall von Frauke mit eben diesem Täterprofil zu Tun zu haben, halte ich eher für sehr gering.
Zitat von scriptkiddy06scriptkiddy06 schrieb:4. Welche überprüfbaren Alibis beziehungsweise Aufenthaltsangaben sind für die Nacht vom 20. auf den 21.06. bekannt?

5. Welche überprüfbaren Alibis beziehungsweise Aufenthaltsangaben sind für den 26.06. bekannt?
Ohne die Ermittlungsakten zu kennen, vermute ich, dass alle Personen, die nur ansatzweise in einen möglichen Anfangsverdacht hätten rücken können, komplett durchleuchtet und der Ablauf der von dir genannten Tage wohl ziemlich genau nachvollzogen werden konnte. Sollte dies nicht der Fall gewesen sein, so sehe ich doch die Chance groß, dass diesbezügliche Ermittlungen, wenn auch erst im Nachklang eines seriösen Podcasts, bekannt geworden wären, ohne vielleicht selbst genau auf die Person dabei einzugehen.


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Mord an Frauke Liebs

13.09.2026 um 09:51
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Wenn ich hier zuerst Frauke betrachte und voraussetze, dass sie diese Gespräche und Nachrichten überwiegend aus eigenem Tun und Handeln, ohne dabei groß durch einen Dritten beeinflusst worden zu sein, geführt hat, so sehe ich als Grund dafür eine Erklärungsnot für ihr Verhalten, das sie aber, aus bestimmten Gründen, nicht näher benennen will. In Frage hierfür kommen die mögliche Angst, dass man sie und ihr aktuelles Tun in ihrem Freundeskreis nicht verstehen könnte.
Stimme zu.
Nur welches Tun?


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Mord an Frauke Liebs

13.09.2026 um 11:07
Ich habe gerade die Folge vom "Nachtcafé" gesehen, wo Frau Liebs zu Gast war. Da spricht sie u.a. davon, dass FL ganz viel über den Selbstmord von Ns Freund T nachdachte. Es machte sie wohl sehr betroffen, dass dieser tagelang weg war und die Eltern nicht wussten, was mit ihm ist. Genauso konnte sie nicht begreifen, warum jemand sich suizidiert.

Dann hatte FL sich wohl beim gemeinsamen Essen am Verschwindetag mit ihrer Mutter erkundigt, wo Nieheim (woher die SMS oder ein Anruf kam) eigentlich liegt. Könnte gewesen sein, weil sie sich anscheinend nach einer anderen Wohnung umgesehen hat.
(das sagt Frau Liebs nicht im Nachtcafé, das habe ich in einem anderen Forum gelesen).

Diese Aussagen verwirren mich etwas. Ich finde, dass das schon seltsame Zufälle sind. Meint ihr, das spielt eine Rolle in dem Fall?


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Mord an Frauke Liebs

13.09.2026 um 12:21
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Ich würde hier einen ganz anderen Ansatz wählen, nämlich nicht auf den Inhalt der Anrufe bzw. SMS-Nachrichten eingehen, sondern vielmehr warum es diese überhaupt gab und welchen Nutzen sie für jemanden gehabt haben könnten.
Ich finde den Ansatz, nicht über einzelne Worte der nur aus dem Gedächtnis überlieferten Telefonate nachzudenken, sondern die grundsätzliche Motivation dazu, sehr gut.

Daher aber, weitergehend, nochmal die Frage: Warum hat Frauke ihr privates Umfeld sehr wohl kontaktiert, nicht aber ihr berufliches?

Sie (und vermutlich auch ihre 'Begleitung') hätte doch genauso ein Interesse daran haben müssen, dass man sie dort nicht vermisst bzw. ihre Zuverlässigkeit infrage stellt.

Also nicht nur: warum die Anrufe an Chris, sondern warum andere Anrufe nicht? (Eltern/ Mutter wurde schon öfters besprochen)


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Mord an Frauke Liebs

13.09.2026 um 16:21
Zitat von fforsythfforsyth schrieb:Daher aber, weitergehend, nochmal die Frage: Warum hat Frauke ihr privates Umfeld sehr wohl kontaktiert, nicht aber ihr berufliches?
Weil sie nur einen Kontakt anrufen durfte? Weil sie davon ausging, dass C es weitergibt an die Familie und die an die Schule.


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Mord an Frauke Liebs

13.09.2026 um 16:39
Ja, kann natürlich sein. Aber wäre das dann nicht ausdrücklicher thematisiert worden, und doch Teil der Gedächtnisprotokolle?

Wäre es auch denkbar, dass ihre 'Begleitung' doch aus dem Kh-Umfeld kam und zum Beispiel am Anfang vorgab, sie dort zu entschuldigen? Und das aus verständlichen Gründen aber nicht tat? Nur ein Gedanke.


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Mord an Frauke Liebs

13.09.2026 um 20:50
Zitat von evaauskaevaauska schrieb:Dann hatte FL sich wohl beim gemeinsamen Essen am Verschwindetag mit ihrer Mutter erkundigt, wo Nieheim (woher die SMS oder ein Anruf kam) eigentlich liegt. Könnte gewesen sein, weil sie sich anscheinend nach einer anderen Wohnung umgesehen hat.
War das Gespräch über den "Schrauber aus Nieheim" und die damit verbundene Frage, wo Nieheim liege, nicht schon Wochen vorher?
Leider geht die Suchfunktion mit dem Begriff "Schrauber " nicht weiter zurück als Seite 3000.


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Mord an Frauke Liebs

13.09.2026 um 20:57
Zitat von StauderStauder schrieb:War das Gespräch über den "Schrauber aus Nieheim" und die damit verbundene Frage, wo Nieheim liege, nicht schon Wochen vorher?
Leider geht die Suchfunktion mit dem Begriff "Schrauber " nicht weiter zurück als Seite 3000
Das könnte auch sein.


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Mord an Frauke Liebs

13.09.2026 um 21:01
Zitat von fforsythfforsyth schrieb:Ja, kann natürlich sein. Aber wäre das dann nicht ausdrücklicher thematisiert worden, und doch Teil der Gedächtnisprotokolle?

Wäre es auch denkbar, dass ihre 'Begleitung' doch aus dem Kh-Umfeld kam und zum Beispiel am Anfang vorgab, sie dort zu entschuldigen? Und das aus verständlichen Gründen aber nicht tat? Nur ein Gedanke.
Welche Rolle würde es denn spielen, wenn sie sich (oder jemand anderes) in der Schule entschuldigt hätte?
Dann hätte FL und/oder Täter mehr Vorsprung, weil sie nicht, bzw erst später vermisst worden wäre. Hätte das an der gesamten Situation was geändert? Hast du ne Vermutung/Theorie dazu?


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Mord an Frauke Liebs

13.09.2026 um 21:24
Zitat von fforsythfforsyth schrieb:Daher aber, weitergehend, nochmal die Frage: Warum hat Frauke ihr privates Umfeld sehr wohl kontaktiert, nicht aber ihr berufliches?
Zitat von evaauskaevaauska schrieb:Weil sie nur einen Kontakt anrufen durfte? Weil sie davon ausging, dass C es weitergibt an die Familie und die an die Schule.
Sollte Frauke tatsächlich in einer psychischen Ausnahmesituation gewesen sein und aus eigener Motivation, ohne den direkten Einfluss eines Dritten, eine Auszeit genommen haben, so denke ich, dass die Arbeitsstelle wohl erst einmal nicht oberste Priorität besaß. Wenn man sich in einem solchen Zustand befindet, so kontaktiert man wohl hauptsächlich erst einmal den Personenkreis, von dem ich den meisten Zuspruch oder Verständnis erwarte. Nachdem Chris der Ex-Freund von ihr war, könnte der entsprechende Gedankengang zu dieser Person geführt haben.

Der Arbeitsplatz mag zwar im Hintergrund eine Rolle gespielt haben, aber möglicherweise war am Folgetag des Verschwindens Fraukes möglicher Ausnahmezustand so extrem, dass sie gar nicht in der Lage war, überhaupt mit einer Person Kontakt aufzunehmen. Dies geschah ja erst bekanntlich an Tag 2, an dem eine Meldung ihrer Person am Arbeitsplatz aus ihrer möglichen Sicht sowieso bereits hinfällig war. Wie gesagt, alles nur eine Gedankenspielerei, ohne Kenntnis über Fraukes wirkliche psychische Situation zu besitzen.
Zitat von evaauskaevaauska schrieb:Hast du ne Vermutung/Theorie dazu?
Du hast zwar nicht mich angesprochen, aber ich bin mal so frei und antworte trotzdem darauf :) Aus der Sicht des Täters würde ich keinerlei Vorteil darin erkennen können, die Arbeitsstätte durch Frauke kontaktieren zu lassen. Wichtig sind in der Regel, wenn ich mir als Täter einen Vorteil verschaffen und Zeit gewinnen möchte, doch die Familie und engste Freunde, die man von einer Auszeit von Frauke überzeugen müsste. Wo würde sich denn der Arbeitgeber melden, wenn die Angestellte unentschuldigt nicht am Arbeitsplatz erscheint? Wie normalerweise üblich, wird doch zu Beginn des Arbeitsverhältnisses ein Kontaktbogen erstellt, der auch in der Regel Anlaufadresse bzw. Kontakte enthält, die im Notfall zu kontaktieren sind. Bei Frauke würden diese wohl den hier bekannten Personenkreis, also Familie oder engste Freunde widerspiegeln. Somit würde es wohl auf das gleiche Ergebnis herauskommen, nämlich dass sich in erster Linie die Kontaktperson Sorgen um Frauke machen würde und diese auch im Zweifelsfall der Polizei mitteilt.

Wäre das Verschwinden alleine auf Fraukes eigener Willensbildung zustande gekommen, so würde wieder das von mir bereits oben geschriebene greifen. Möglicherweise war ihre körperliche Verfassung am Tag 1 des Verschwindens so schlecht, dass eine Kontaktaufnahme, zu wem auch immer, gar nicht möglich war und somit am Tag 2 aus ihrer Sicht sowieso hinfällig war.


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Mord an Frauke Liebs

13.09.2026 um 21:49
Zitat von StauderStauder schrieb:War das Gespräch über den "Schrauber aus Nieheim" und die damit verbundene Frage, wo Nieheim liege, nicht schon Wochen vorher?
Dazu gibt es zwei Versionen, an die ich mich auch erinnere, wobei es für die erste allerdings keine Belege mehr gibt, das Video wurde schon nach wenigen Wochen wieder gelöscht: Stern-TV 1208 mit Steffen Hallaschka. Frau Liebs erinnerte sich, Frauke habe sie irgendwann mal gefragt, wo denn Nieheim läge und auf ihre Rückfrage, warum sie sich dafür interessiere, dort gäbe es einen Schrauber.

Als ich später las, der Nieheimer Schrauber sei erst bei dem gemeinsamen Essen thematisiert worden, war ich einigermaßen überrascht.

Vielleicht findest du doch noch Genaueres, wenn du mit zwei Begriffen wie "Schrauber Nieheim" bzw. "Schrauber Stern" suchst. Wir haben ja damals unendlich viel geschrieben.


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Mord an Frauke Liebs

13.09.2026 um 23:05
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Du hast zwar nicht mich angesprochen, aber ich bin mal so frei und antworte trotzdem darauf
Danke für deine Ausführungen.
Ich rätsel sowieso, warum Frauke überhaupt angerufen hat.
1. weil sie (erstmal) freiwillig weg war, damit sich niemand Sorgen macht (weil sie das ja ganz schlimm fand im Fall von T, der sich suizidiert hat). Falls sie freiwillig weg war, hätte sie ja aber andere Worte wählen können. So was wie "Macht euch keine Sorgen, brauche ne Auszeit, bin beim Wellness" oder so was. Eine glaubhafte Notlüge.
2. Sie war nicht freiwillig weg und hat den Täter überredet, sie telefonieren zu lassen. Dann hätte sie zwar Lebenszeit für sich rausgeholt, aber gleichzeitig verhindert, dass sie große polizeiliche Suchaktion startet.
3. Der Täter hat sie telefonieren lassen, um Zeit zu gewinnen. Aber für was?
4. Der Täter hat sie telefonieren lassen, um sich dran zu ergötzen. Weil er ein Psycho ist.

Es gibt so viele Rätsel, da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll...


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