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Mord an Frauke Liebs

99.010 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Entführung, Telefon ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

16.08.2026 um 18:32
Zitat von scriptkiddy06scriptkiddy06 schrieb:Wie seht ihr das? Kam der Täter über die Technik-Lücken einfach viel zu leicht davon?
Ich greife deine These mal auf, obwohl ich glaube, dass der Täter sich den Ablauf der Tat, bereits im Vorfeld ausgemalt hat und lediglich der Tag der Tathandlung aufgrund einer möglicherweise für ihn günstigen Gelegenheit, genau auf dieses Datum fiel. Ich nehme für deine These einmal @Kangaroo s Anmerkungen her, um diese in deine Richtung zu widerlegen.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Scheinbar Frauke abgegriffen ohne dass es Jemand bemerkt hat
Ich denke, dass war an dem Abend, mit Hintergrund Fußball-WM und dadurch auch zur später Zeit noch viel los auf den Straßen, ohne Probleme möglich. Sollte es zu dem Kontakt außerhalb des Pubs gekommen sein und Frauke und der Täter ganz normal nebeneinander der Straße entlanggelaufen sein, wäre das keine Situation die groß auffällig gewesen und sich so in das Gedächtnis des ein oder andern Zeugen gebrannt hätte. Selbst wenn die beiden so in einen Pkw eingestiegen wären, stellt das eine absolut normale und nicht einprägsame Situation dar. Aus meiner Sicht somit nicht verwunderlich, dass es diesbezüglich keine Zeugen gab.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Frauke telefonieren lassen ohne dass sie sich verplappert ausgenommen dem "Ja .. Nein Nein"
Das Risiko würde sich in Grenzen halten, wenn Frauke der Täter nicht bekannt gewesen wäre. Selbst wenn man sich flüchtig und mit Vornamen gekannt hätte und diese Person aber nicht im direkten Umfeld von Frauke zu finden ist, würde sich das Risiko für den Täter in Grenzen halten.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Dle Leiche ablegen sodass sie erst spät gefunden wurde, ohne dass es Jemand bemerkt
Ich denke, dass war eher dem Zufall geschuldet in Verbindung mit, dass die Örtlichkeit nicht gerade stark frequentiert war. Große Mühe die Leiche zu verstecken hat sich der Täter aus meiner Sicht aber nicht gemacht.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Mit dem Opfer Strecken zurücklegt zu den Anruf Örtlichkeiten ohne entdeckt zu werden
Hier stellt sich natürlich die Frage, wo denn genau Frauke festgehalten wurde. Möglicherweise war das Risiko gar nicht so groß wie man vielleicht denken mag, sollte sich diese Örtlichkeit irgendwo zentral zwischen den georteten Anrufen befunden haben. Auch mag ich nicht ausschließen, dass Frauke in einem Fahrzeug selbst festgehalten wurde und nur dessen Standplatz, damit es nicht groß auffällt, immer wieder geändert wurde.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Kann jeder denken, was er will aber ich halte die Tat für detailiert geplant.
Wie schon gesagt, gehe ich auch davon aus, dass der Täter sich im Vorfeld überlegt hat, was er, nachdem er Frauke habhaft wurde, im weiteren Verlauf mit ihrer Person anstellen würde.

Aus meiner Sicht sind die Anrufe gezielt mit Fahrten verbunden gewesen, um Frauke entweder das Gefühl zu vermitteln, dass noch Hoffnung auf eine Freilassung besteht oder eben genau dem Gegenteil, ihr zu verwirklichen, wie nah sie doch ihrem Zuhause und Freunden war, diese aber trotzdem niemals erreichen wird. Letztere Option würde für eine Beziehungstat sprechen, die wohl dann einen abgewiesenen Verehrer oder anderweitigen Neider ihrer Lebenssituation in den Mittelpunkt bringen würde.


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Mord an Frauke Liebs

17.08.2026 um 16:26
@Kangaroo
Zitat von KangarooKangaroo schrieb am 12.08.2026:Was ist deine Vermutung, ist der Täter nochmal straffällig geworden oder denkst du es war etwas einmaliges?
Gute Frage. So ganz schließe ich einen Zusammenhang mit Höxter oder/und Tanja Mühlinghaus nicht aus. Ergo Wiederholungstäter.
Zusammenhang durch räumliche Älter/ ähnliches Vorgehen usw. Das da doch irgendwann nochmal Zusammenhänge zutage kommen. Ganz mag ich das nicht ausschließen.

Aber eher gehe ich tatsächlich von einem Täter/mehreren Tätern aus bei denen die Situation völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Frauke zu Beginn sehr wahrscheinlich noch voll involviert war in Plänen, aber es dann aus irgendeinem Grund kippte.
Danach musste der Täter/die TäterInnen lernen damit zu leben und das möglich unauffällig trotz des ganzen Medienrummels. Ich denke die Phasen, wo der Fall weniger präsent war gaben Sicherheit, die dazu verleiteten ein normales Leben aufzubauen. Es wird nur langfristig zu Rissen in diesem vermeintlich normalen Leben gekommen sein/ oder kommen.


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Mord an Frauke Liebs

17.08.2026 um 16:34
Zitat von nebelkindnebelkind schrieb:Aber eher gehe ich tatsächlich von einem Täter/mehreren Tätern aus bei denen die Situation völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Frauke zu Beginn sehr wahrscheinlich noch voll involviert war in Plänen, aber es dann aus irgendeinem Grund kippte.
Es spricht aus meiner Sicht einiges dafür, dass der Täter nicht zwingend im Vorfeld oder im Nachklang strafrechtlich in Erscheinung trat. Die Tat ist in ihrem modus operanti so einzigartig, dass diese nicht gegen ein Zufallsopfer gerichtet, sondern explizit gegen Frauke gerichtet war. Aufgrund dieser persönlichen Note gehe ich davon aus, dass alleine ein Umstand, der Frauke und den Täter betraf, ihn zu dieser Tathandlung veranlasste.


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Mord an Frauke Liebs

17.08.2026 um 17:06
Zitat von nebelkindnebelkind schrieb am 05.08.2026:Kennt sich vielleicht selbst mit Sendemasten/Funk oder Ähnliches aus. Also fährt er nach Paderborn und lässt Frauke telefonieren.
du meinst jemanden wie ein Amateurfunker, Fernmeldetechniker, Techniker o.ä.? Das wäre denkbar.
Und er muss sich sicher gewesen sein, dass Frauke ihn nicht verrät.


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Mord an Frauke Liebs

17.08.2026 um 18:23
Zitat von nebelkindnebelkind schrieb:So ganz schließe ich einen Zusammenhang mit Höxter ... nicht aus. ... Das da doch irgendwann nochmal Zusammenhänge zutage kommen. Ganz mag ich das nicht ausschließen.
Frauke verstarb 2006
Umzug nach Höxter erfolgte 2010/2011


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Mord an Frauke Liebs

17.08.2026 um 23:28
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:
Zitat von nebelkindnebelkind schrieb:Aber eher gehe ich tatsächlich von einem Täter/mehreren Tätern aus bei denen die Situation völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Frauke zu Beginn sehr wahrscheinlich noch voll involviert war in Plänen, aber es dann aus irgendeinem Grund kippte.
Es spricht aus meiner Sicht einiges dafür, dass der Täter nicht zwingend im Vorfeld oder im Nachklang strafrechtlich in Erscheinung trat. Die Tat ist in ihrem modus operanti so einzigartig, dass diese nicht gegen ein Zufallsopfer gerichtet, sondern explizit gegen Frauke gerichtet war. Aufgrund dieser persönlichen Note gehe ich davon aus, dass alleine ein Umstand, der Frauke und den Täter betraf, ihn zu dieser Tathandlung veranlasste.
Ich glaube genau das eben nicht. Diese Tat ist so unpersönlich. Das war alles genau so nicht geplant. Und es war so gar kein Hexenwerk, in einer völlig überfüllten Innenstadt, jemanden anzuquatschen und gehen wir davon aus, Frauke ging freiwillig mit, dann war da auch nichts auffälliges. Am Ende stellen sich hier doch nur noch 3-4 Zentrale Fragen, wo wurde Frauke festgehalten und wie und warum wurde sie ermordet und wer war es. Und woraus schließt du, dass die Tat eine persönliche Note hatte? Daraus, dass sie telefoniert hat? Da ging es nur darum, die polizeilichen Maßnahmen einzudämmen und dass hat bestens funktioniert. Macht aber die Tat nicht persönlich.


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Mord an Frauke Liebs

18.08.2026 um 07:22
Zitat von jini1312jini1312 schrieb:Und woraus schließt du, dass die Tat eine persönliche Note hatte? Daraus, dass sie telefoniert hat? Da ging es nur darum, die polizeilichen Maßnahmen einzudämmen und dass hat bestens funktioniert. Macht aber die Tat nicht persönlich.
Wie bereits gesagt, es gibt weder in Deutschland noch im europäischen Ausland eine ähnliche Tat, was eben diese so einzigartig macht. Ich bin mir auch nicht so sicher, ob die Telefonanrufe ausschließlich dazu dienten, die Ermittlungen zu verlangsamen. Für mich steht hier mehr eher die Darstellung der Macht des Täters gegenüber dem Opfer im Vordergrund. Deshalb scheint mir ein Tatmotiv der Eifersucht bzw. expliziten Verlangen nach Frauke nicht ganz unwahrscheinlich.

Auch noch ein Wort zum Tempo der Ermittlungen. Aus meinen Erfahrungen wären diese zeitlich nicht viel früher durch die Kriminalpolizei übernommen worden, wenn überhaupt kein Lebenszeichen von Frauke vorhanden gewesen wäre. Deshalb bestand aus meiner Sicht für den Täter durch die Anrufe eher die Gefahr, dass die Ermittlungen früher Fahrt in Richtung einer Straftat aufgenommen hätten.


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Mord an Frauke Liebs

18.08.2026 um 11:30
Also ich gehe mal davon aus, dass das DEINE Meinung ist.
Oder hat die allgemeine Gültigkeit?
Du bestätigst folgenden Hinweis, der sich in einem unübersehbaren roten Kasten befindet, bevor du hier einen Post verfasst:
Es dürfen keine Personen verdächtigt werden, die von der Polizei bereits als Täter ausgeschlossen wurden, egal was Frau Liebs dazu sagt.
Auch Andeutungen sind unerwünscht.
Außerdem gilt für das gesamte Kriminalfälle-Forum folgende Regel:
- Spekulationen: Diese sind ausschließlich im Rahmen der Gesetze zulässig, allerdings mit zusätzlichen Einschränkungen, die nachfolgend aufgezählt werden...:Verdächtigung von Personen gegen die nicht ermittelt wird



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18.08.2026 um 11:33
Ok.
Verstanden.
Dass die Polizei Fehler macht, haben wir in diesem Fall ja leider deutlich erkennen müssen.


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Mord an Frauke Liebs

18.08.2026 um 11:50
Zitat von nebelkindnebelkind schrieb am 21.07.2026:Morphium Pflaster etc
Das duerfte jetzt schwer zu beschaffen sein....so als Substanz, die rechtlich als Betaeubungsmittel gilt .....
Der zitierte Beitrag von MikeSpike wurde gelöscht. Begründung: Ja, das ist hier so. Du möchtest ebenfalls nicht in einem Mordfall verdächtigt werden. Zusätzlich kann das auch rechtliche Probleme für dich bedeuten.
Allgemeine Gültigkeit.
Siehe Krimiregeln
Zitat von MikeSpikeMikeSpike schrieb:Dass die Polizei Fehler macht, haben wir in diesem Fall ja leider deutlich erkennen müssen.
Sehe ich jetzt nicht so.
Und ich sehe schon gar nicht, das wir als Außenstehender auf einen best Taeter schliessen können.


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Mord an Frauke Liebs

18.08.2026 um 14:46
Zitat von emzemz schrieb:Frauke verstarb 2006
Umzug nach Höxter erfolgte 2010/2011
Ich glaube, gemeint ist das "Höxter-Pärchen" oder zumindest dessen männlicher Part, nicht unbedingt die Lokalität Höxter-Bossenborn. Die Diskussion hatten wir ja schon mit Argumenten, die dafür und dagegen sprechen könnten.

Ein Argument war ja, dass Wilfried W. (und wahrscheinlich auch tagsüber Angelika W.) damals in Schlangen und somit noch näher an Paderborn wohnten.

Die Polizei hat ja damals einen sog. Prüffall gemacht, um etwaigen Verbindungen nachzugehen. U.a. wurden in Höxter nach Spuren von Frauke, insbesondere ihrem Handy gesucht, aber nichts gefunden. Ob es realistisch war, dass die ihr Handy fünf Jahre später von wo auch immer mit nach Höxter genommen hätten, nun ja. Wenig überraschenderweise wurde in Höxter nichts von Frauke gefunden.

emz hat wohl Hinweise, dass es Ermittlungen in Schlangen gab. Aber den Nachbarn ist wohl nichts Verdächtiges aufgefallen. Was ich nicht weiß, ist, ob in dem Haus nach Spuren von Frauke gesucht worden ist. Es gab aber immer auch Gerüchte, dass Wilfried W. wohl auch Garagen angemietet haben soll. Exakte Belege habe ich nicht darüber.

Weiterhin soll sie, als sie einmal aus dem Gefängnis für eine "Spazierfahrt" geholt worden sei, die Ermittler gebeten haben, an den Ort zu fahren, wo sie oft mit Wilfried W. spazieren gegangen sei. Das war dann "zufällig" Fraukes Fundort. Angesichts Angelika W. intelligenter und manipulativer Art kann sie das aber auch vorher genau recherchiert haben, um somit wieder Aufmerksamkeit zu bekommen und sie wollte vielleicht versuchen wieder sich Vorteile zu verschaffen. Ebenso wie der Brief an Fraukes Mutter.

Wenn sie etwas darüber weiß und keine Mittäterin eines Mordes ist, dann könnte sie ja jetzt reden, zumal sie sich von Wilfried W. gelöst haben soll. Ansonsten dürfte es sicher schwer sein, hier nach 20 Jahren noch Beweise zu finden, wenn es die Verbindung gäbe. Vielleicht im Forum halten das ohnehin für abwegig.


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Mord an Frauke Liebs

18.08.2026 um 14:53
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Sehe ich jetzt nicht so.
Die eine oder andere Ermittlungspanne kam ans Licht. Dass die Schuhe wohl erst untersucht worden sind, nachdem Fraukes Mutter danach fragte, finde ich schon krass.


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18.08.2026 um 14:56
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Dass die Schuhe wohl erst untersucht worden sind, nachdem Fraukes Mutter danach fragte, finde ich schon krass.
Wenn dem so war.....ich kann mir kaum vorstellen, dass man sich die Schuhe nicht angeschaut hat.
Zitat von emzemz schrieb am 23.06.2026:Das hat Östermann eingestanden? Gibt's da eine schlüssige Quelle hierfür?



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Mord an Frauke Liebs

18.08.2026 um 14:58
Zitat von scriptkiddy06scriptkiddy06 schrieb:Für mich war die Tat kein kriminelles Meisterwerk, sondern das Produkt einer technologischen Übergangsphase. Der Täter hatte schlichtweg Glück mit den Schwachstellen der damaligen Zeit.
@scriptkiddy06
Das denke ich auch. Der Täter hatte mehr Glück als Verstand, wie man so sagt.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Du lässt dabei vieles außer acht ..
Klar kann der Täter auch einfach von technischen Lücken profitiert haben und ja damals war die Technik an Überwachungskameras nicht so wie heutzutage.

Trotzdem hat der Täter folgendes getan:
- Scheinbar Frauke abgegriffen ohne dass es Jemand bemerkt hat
- Frauke telefonieren lassen ohne dass sie sich verplappert ausgenommen dem "Ja .. Nein Nein"
- Dle Leiche ablegen sodass sie erst spät gefunden wurde, ohne dass es Jemand bemerkt
- Mit dem Opfer Strecken zurücklegt zu den Anruf Örtlichkeiten ohne entdeckt zu werden.

Kann jeder denken, was er will aber ich halte die Tat für detailiert geplant.
@Kangaroo
Es ist möglich, dass der Täter die WM-Sitauation genutzt und vorher ein Versteck vorbereitet hat,
in dem er seine Gefangene unterbringen und versorgen kann, ohne dass es jemand merkt.
Vielleicht hat er gezielt Frauke aufgelauert-oder Frauke wurde ein Zufallsopfer.
Ich vermute aber, dass die Tat mit diesem Verlauf und diesem Ausgang nicht geplant gewesen ist.
Die Punkte, die du anführst überzeugen mich nicht.
Vielleicht hatte Frauke schlicht Angst und hat sich an die Anweisungen des Täters gehalten, weil sie ihn nicht provozieren wollte. Selbst wenn sie Gewusst hätte wo sie ist und mit wem, wäre Hilfe zu spät dagewesen.
Vermutlich hätte sie so konkrete Hinweise nicht geben können.


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18.08.2026 um 15:17
Zitat von MikeSpikeMikeSpike schrieb:Dass die Polizei Fehler macht, haben wir in diesem Fall ja leider deutlich erkennen müssen.
Dann zähl doch mal auf, was es an Fehlern noch so gab, außer den beiden Kircheingängen.
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Die eine oder andere Ermittlungspanne kam ans Licht. Dass die Schuhe wohl erst untersucht worden sind, nachdem Fraukes Mutter danach fragte, finde ich schon krass.
Zumindest war von Anfang an bekannt gemacht worden, dass Frauke laut Östermann keine Socken trug.
Wie man Sneaker-Socken ausschließt, ohne in die Schuhe zu schauen ... na ja.


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18.08.2026 um 16:34
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Auch noch ein Wort zum Tempo der Ermittlungen. Aus meinen Erfahrungen wären diese zeitlich nicht viel früher durch die Kriminalpolizei übernommen worden, wenn überhaupt kein Lebenszeichen von Frauke vorhanden gewesen wäre. Deshalb bestand aus meiner Sicht für den Täter durch die Anrufe eher die Gefahr, dass die Ermittlungen früher Fahrt in Richtung einer Straftat aufgenommen hätten.
Gerade im Hinblick auf das Tempo der Ermittlungen sehe ich es etwas anders. Durch die Lebenszeichen von Frauke wurden die Ermittlungen meiner Meinung nach zunächst eher wieder zurückgerudert. Solange sie sich telefonisch meldete, bestand für die Ermittler zunächst weniger Anlass, von einer akuten Gefahrenlage bzw. einem Tötungsdelikt auszugehen. Dadurch wurde die Situation zunächst anders eingeschätzt, als es vermutlich der Fall gewesen wäre, wenn überhaupt kein Lebenszeichen von ihr vorhanden gewesen wäre.

Ohne jegliches Lebenszeichen wäre die Situation aus meiner Sicht möglicherweise wesentlich früher als Straftat bewertet worden.

@jini1312
Stimme dir in allen Punkten zu.


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18.08.2026 um 16:52
Zitat von OpheliasOphelias schrieb:Ohne jegliches Lebenszeichen wäre die Situation aus meiner Sicht möglicherweise wesentlich früher als Straftat bewertet worden.
Das denke ich auch.
Und ich denke, dass Frauke spätestens bei ihrem letzten Telefonat klar war, dass sie nicht mehr nachhause kommen wird. Hätte sie dann nicht einen Hinweis auf den Täter gegeben, wenn sie ihn gekannt hätte? Für mich sind die Telefonate ein großes Fragezeichen. Sie klingen nicht richtig flüssig, ihre mehrfach wiederholten Antworten, vorausgesetzt, die Gedächtnisprotokolle enthalten keine groben Fehler, stimmt da doch irgendwas nicht. Ich schätze auch, sie war die ganze Zeit in einem Fahrzeug. Warum sonst hätte der Täter sie jedesmal aus ihrem Versteck in ein Fahrzeug holen sollen?


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18.08.2026 um 17:39
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:du meinst jemanden wie ein Amateurfunker, Fernmeldetechniker, Techniker o.ä.? Das wäre denkbar.
Und er muss sich sicher gewesen sein, dass Frauke ihn nicht verrät.
Exakt. 2006 war die Thematik Funkzellen/Ortung noch nicht so geläufig, dass jeder Laie das auf dem Schirm gehabt hätte.

Ich glaube der erste in der Presse bekannte Fall, der per Handyortung aufgeklärt wurde, war der Fall Mirco 2010.

Jemand der sich mit Funkzellen auskennt oder aufgrund von Animateurfunk unterwegs ist, sollte dazu 2006 wesentlich mehr Wissen gehabt haben?


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18.08.2026 um 17:47
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Ich glaube, gemeint ist das "Höxter-Pärchen" oder zumindest dessen männlicher Part, nicht unbedingt die Lokalität Höxter-Bossenborn. Die Diskussion hatten wir ja schon mit Argumenten, die dafür und dagegen sprechen könnten.

Ein Argument war ja, dass Wilfried W. (und wahrscheinlich auch tagsüber Angelika W.) damals in Schlangen und somit noch näher an Paderborn wohnten.

Die Polizei hat ja damals einen sog. Prüffall gemacht, um etwaigen Verbindungen nachzugehen. U.a. wurden in Höxter nach Spuren von Frauke, insbesondere ihrem Handy gesucht, aber nichts gefunden. Ob es realistisch war, dass die ihr Handy fünf Jahre später von wo auch immer mit nach Höxter genommen hätten, nun ja. Wenig überraschenderweise wurde in Höxter nichts von Frauke gefunden.

emz hat wohl Hinweise, dass es Ermittlungen in Schlangen gab. Aber den Nachbarn ist wohl nichts Verdächtiges aufgefallen. Was ich nicht weiß, ist, ob in dem Haus nach Spuren von Frauke gesucht worden ist. Es gab aber immer auch Gerüchte, dass Wilfried W. wohl auch Garagen angemietet haben soll. Exakte Belege habe ich nicht darüber.

Weiterhin soll sie, als sie einmal aus dem Gefängnis für eine "Spazierfahrt" geholt worden sei, die Ermittler gebeten haben, an den Ort zu fahren, wo sie oft mit Wilfried W. spazieren gegangen sei. Das war dann "zufällig" Fraukes Fundort. Angesichts Angelika W. intelligenter und manipulativer Art kann sie das aber auch vorher genau recherchiert haben, um somit wieder Aufmerksamkeit zu bekommen und sie wollte vielleicht versuchen wieder sich Vorteile zu verschaffen. Ebenso wie der Brief an Fraukes Mutter.

Wenn sie etwas darüber weiß und keine Mittäterin eines Mordes ist, dann könnte sie ja jetzt reden, zumal sie sich von Wilfried W. gelöst haben soll. Ansonsten dürfte es sicher schwer sein, hier nach 20 Jahren noch Beweise zu finden, wenn es die Verbindung gäbe. Vielleicht im Forum halten das ohnehin für abwegig.
Danke. So meinte ich es. Das nach einem Umzug und mehreren Jahren noch Spuren aufzufinden sein sollten ist nun mal fraglich.

Natürlich könnte Angelika jetzt plaudern, aber evtl. gibt es auch etwas was sie davon abhält. Man weiß es nicht. Deshalb schließe ich einen Zusammenhang nicht völlig aus. Es scheint gering, aber nicht völlig unrealistisch. Ähnliches Vorgehen, örtliche Nähe, Alter..


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Mord an Frauke Liebs

18.08.2026 um 18:16
Erfolgten Fraukes Anrufe eigentlich aufs Festnetz oder aufs Handy des WG-Partners?
Ich frage wegen der Wortprotokolle, über deren Präzision es ja geteilte Meinungen gibt.
Damals hatten nämlich verschiedene Handys (z.B. Nokia 6310) eine Aufnahmefunktion.


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