maudlin schrieb:Ich glaube, wir drehen uns hier im Kreis, weil ich etwas anderes meine als das, worauf ihr antwortet.
Ich glaube dagegen, daß wir uns weniger im Kreis drehen, sondern eher aneinander vorbeireden.
@WgahnaglFhtagn und ich versuchen mittlerweile seit Ende letzter Woche rüber zu bringen, daß...
JestersTear schrieb am 16.01.2026:"I am the murderer of the taxi driver over by Washington St & Maple St last night"
.....nichts weiter als eine im Brief willkürlich dahin gerotzte Behauptung ist, die sich nicht belegen lässt.
Keiner weiß, wo geschossen wurde.
Der Schreiberling hätte genauso gut (zwei davor) "WSH/Ecke Laurel" erwähnen können , denn dorthin wurde ein Opfer des zur gleichen Zeit aktiven Taxi-Serienräubers gelotst.
Hier noch mal das Zitat:
JestersTear schrieb am 17.01.2026:Keith Power authored an article entitled 'Astrologer Joins Hunt for Killer' in the San Francisco Chronicle on October 17th 1969, just six days after the murder, quoting "When he was picked up by the cab driver about 9.30 pm Saturday at Geary and Mason Streets, Stine noted the destination on his way bill (trip sheet) as Washington and Maple Streets".
The question is, where did he get this information from. Was it second hand information from a police officer or had he seen the trip sheet himself - and was the information he 'garnered' correct? Without actually seeing the elusive trip sheet, we only know what we have been told, that the destination was supposedly noted as Washington and Maple.
Quelle: https://www.zodiacciphers.com/zodiac-news/paul-stines-trip-sheet
Woher will Power diese Info haben?
Hat er sie einfach aus dem Brief übernommen, ohne sie verifizieren zu können?
Von einem Polizisten aus zweiter Hand?
So lange niemand das Trip-Sheet gesehen hat, wissen wir nur,, was uns erzählt wurde - sowohl im von Keith Power verfassten Artikel des Chronicle wie auch im zwei Tage nach dem Mord erschienenen Brief.
maudlin schrieb:Mein Punkt ist ausschließlich ein methodischer:
Ich find´s jetzt aber auch nicht sonderlich methodisch, sich in ein und demselben Beitrag zu widersprechen:
maudlin schrieb:Mir geht es nicht darum, ob Außenstehende Informationen aus Zeitungen, Radio oder Polizeifunk haben konnten, oder ob Maple/Cherry geografisch relevant ist.
vs. ...
(Hervorhebungen von mir)
maudlin schrieb:Wenn man annimmt, dass der Briefschreiber nicht vor Ort war, muss man erklären, über welche konkreten Informationswege und Zugänge er sowohl an die Ortsangabe als auch an das Hemdfragment gelangt ist.
Nimmt man an, dass er vor Ort war, entfällt dieser Erklärungsbedarf.
Also geht´s jetzt um die Informationswege oder nicht?
Wenn´s drum geht , haben
@WgahnaglFhtagn und ich das bereits mehrfach beantwortet.
maudlin schrieb:Bezieht man den Polizeifunk als mögliche Informationsquelle mit ein, entsteht im Szenario eines nicht vor Ort anwesenden Briefschreibers ein weiterer Erklärungsbedarf. Eine solche Person müsste nicht nur grundsätzlich die Möglichkeit gehabt haben, Polizeifunk abzuhören, sondern sich auch über einen längeren Zeitraum bewusst dafür entscheiden, diesen kontinuierlich zu verfolgen.
maudlin schrieb:Damit zeigt sich, dass der Verweis auf Polizeifunk zwar erklären kann, wie ein außenstehender Briefschreiber an einzelne Informationen gelangt sein könnte
Da es kein Täterwissen gibt, mußte niemand den Polizeifunk abhören. As simple as that.
Wenn der Briefeschreiber ein Crime-Reporter war, hat´s schon ausgereicht, einfach nur seinen Job zu machen.
Wenn er Angehöriger des Law Enforcement gewesen sein sollte: dito
maudlin schrieb:Diese Entscheidung müsste vor dem Hintergrund erfolgen, dass zum Zeitpunkt des Mordes an Paul Stine noch nicht absehbar war, dass dieser Fall besondere mediale oder kriminalhistorische Bedeutung erlangen würde.
Das ist ziemlich verkehrt.
Ich weiß nicht, ob du dir z.B. mal den Hollywood-Film angeschaut hast, der zumindest die Chronologie und die Atmosphäre gut auf die Reihe kriegt:
Die Szene, bevor der Taxi-Killer ins Auto steigt : Zodiac auf allen Kanälen, TV, Radio..
Der Fall ist schon nach LB explodiert , nicht erst nach PH.
maudlin schrieb:Der Briefschreiber müsste also nicht nur Informationen passiv aufnehmen, sondern aktiv filtern, bewerten und sich für genau diesen Fall entscheiden, während zahllose andere Gewaltverbrechen ebenfalls gemeldet wurden.
Er mußte einfach nur eine passende Gelegenheit abwarten und die ergab sich, als er unbeobachtet an ein Stück Hemdsärmel gelangen konnte.
Diese Gelegenheit mit dem Tatort im Nobelviertel war perfekt, weil ein Mord in den Slums oder im Rotlichtviertel der Stadt keinen Menschen hinter dem Ofen hervorgelockt hätte.
maudlin schrieb:Deshalb wirkt LB auf mich eher wie eine bewusste Abweichung oder ein Sonderfall,
Man kann es auch direkt beim Namen nennen: "Trittbrettfahrer".
Der Täter war größer, schwerer, kommunikativer und verkleideter als im BRS-Fall.
Jetzt erkläre mir mal, warum es der gleiche Mann gewesen sein soll ?
Der Spanner vom LB, der hinter dem Baum gut selbst mit sich beschäftigt gewesen ist, war eine ziemliche Laberbacke. Vielleicht wäre es sogar anders gelaufen, wenn Hartnells Gesprächsführung etwas geschickter gewesen wäre:
Beitrag von JestersTear (Seite 64)und
Beitrag von JestersTear (Seite 64)und
Beitrag von JestersTear (Seite 65)
maudlin schrieb:Nach LHR, BRS und PH folgen zeitnah Briefe
Der Brief nach LHR kam acht Monate später.
tilomagnet schrieb:Es ging darum auch in der big city SF Angst und Schrecken vor dem Z Killer zu erzeugen und in den Schlagzeilen zu halten.
Nun lässt das auf beide Szenarien (Briefeschreiber war der Mörder ja oder nein) anwenden: Wenn der Schreiberling der Mörder war, dann heisst das wohl, dass er in SF kein Pärchen geparkt in einer abgelegenen Ecke o.ä. gefunden hatte, das er hätte attackieren können, um so die Serie 1:1 fortzusetzen.
Fast identisches habe ich vor Jahren mal geschrieben: WENN es einen Serienkiller gegeben haben sollte, ging es um die Location SF und nicht um das Opfer.
Für dich passt PH nicht rein, für
@maudlin passt LB nicht herein und je mehr man sich mit dem Fall beschäftigt, desto eher kommt man zu der Erkenntnis, daß überhaupt nichts zueinander passt !
Die Taten verbindet nichts außer einer Autotür und ein paar Briefen, deren Authentizität nicht einwandfrei geklärt ist.
Für jede dieser Taten gab es gute Verdächtige!
Selbst der leitende Ermittler aus SF geriet beim FBI in Verdacht, gehoaxt zu haben.