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Der Fall Tanja Mühlinghaus

3.929 Beiträge, Schlüsselwörter: Vermisst, Aktenzeichen Xy, Wuppertal, 1998, Tanja Mühlinghaus
Luminarah
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Der Fall Tanja Mühlinghaus

11.09.2012 um 13:31
Zafira schrieb:Jemand der unter Druck gesetzt wird hat Angst und schreibt alles was der Täter ihm eintrichtert. Für
Ich weiß nicht ,was man schreiben würde. Wenn ein Gewalttäter verlangt ,etwas hinhaltendes persönliches hineinzuschreiben . Das sind junge Mädchen ,keine Elitesoldaten ,die mit so einer Situation umgehen können.

Die Mutter jedenfalls meinte,es wäre nicht Tanjas Stil.

Diese ganze andere Sache begründet sich auf
origami schrieb am 13.07.2012:Wahrscheinlich... warum sollte sich Tanja bei dieser Anna Kotovos gemeldet haben?!
Oder hat Anna sie selbst dort getroffen, und sie weiß nicht mehr, ob das nun in Algerien oder in Tunesien gewesen ist?! -_-
Anna Kotovos Aussage,und da ist halt nicht bekannt ,woher diese die Info hat oder ob es bloß die übliche Internet ich bin wichtig Nummer ist.

Offensichtlich gab es Spannungen in der Familie .
Vielleicht wollte Tanja ausreissen und geriet an den falschen Helfer. Vielleicht wurde sie auch einfach auf dem Schulweg gekidnappt.

Die Fälle ,wo die Leute nach dreißig Jahren auftauchen ,sind nunmal extrem selten.

Vielleicht ist sie auch in Düsseldorf ins Flugzeug gestiegen. Ich. Persônlich bin da eher skeptisch


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Der Fall Tanja Mühlinghaus

11.09.2012 um 14:01
Das mit dem Flugzeug war auch meine Idee. Weisst, es gibt hier soviele Fälle und ich bin mir sicher, die meisten werden nie geklärt werden. Obwohl man nie weiß, was die Technik in Zukunft noch alles ermöglicht. Für die Eltern ist sowas halt extrem schwierig. Man kann mit dieser Ungewissheit kaum leben und man hofft halt immer wieder. Kein Elternteil wird sich je eingestehen, dass das Kind eventuell nicht mehr lebt.


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Der Fall Tanja Mühlinghaus

11.09.2012 um 15:34
@Zafira

Wegen dieser unbekannten Toten, die fälschlicherweise für ein verschwundenes Mädchen gehalten wurde, welches nach 30 Jahren wieder auftauchte, kannst Du da mal ein paar Details oder einen Link nennen?

Danke im Voraus.


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Der Fall Tanja Mühlinghaus

11.09.2012 um 15:37
Liebe Yamaica
schau hier: http://aktenzeichenxy.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/Aktenzeichen-XY-...-ungel%C3%B6st/2942310/22485018/19aa61/Die-F%C3...

es ist der 3. Fall mit Frauenleiche am Autobahnparkplatz. Musst ein bisschen runterscrollen.

Lg


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Der Fall Tanja Mühlinghaus

27.09.2012 um 16:06
Comtesse schrieb am 30.10.2011:Der Brief der Mutter klingt irgendwie so, als ob in der Familie was Schlimmes vorgefallen ist, das das Verschwinden von Tanja verursacht hat, oder? Auch wie sie das schreibt, dass sie sich vom Vater getrennt hat, so als wäre das schon längst fällig gewesen.
Ja, das sehe ich auch so. Sie schrieb:

"Immer wieder frage ich mich, wie es so kommen konnte. Die Antwort kannst jedoch nur Du mir geben. Das ist mein einziger und sehnlichster Wunsch: Von Dir alles zu hören, was Du durchgemacht hast, was Dich bewogen hat, wegzugehen, was Du mir vorwirfst und ob Du mir verzeihen kannst. (…) Ich bin nicht mehr mit Papa verheiratet (…). Wenn du den Weg nur zu mir finden möchtest, dem steht nichts im Wege. Eines möchte ich Dir noch sagen: Du brauchst Dich für nichts zu schämen und vor nichts mehr Angst haben. Wenn einer sich schämen muss, dann bin ich es. Weil ich nicht merkte, wie es Dir ging."
Luminarah schrieb am 29.05.2012:Die Briefe der Mutter klingen so ,als ob es Probleme zwischen dem Mädchen und dem Vater gegeben hätte. Warum weist sie extra darauf hin ,dass sie geschieden ist.

Anscheinend war es am Anfang ,als der erste Brief von Tanja kam ,ja durchaus im Bereich des denkbaren ,dass Tanja eine Auszeit braucht.
Zafira schrieb am 10.09.2012:hallo, ich möcht mich hier auch mal einklinken. ich bin auch der meinung, dass das mädchen damals freiwillig weggegangen ist. durch die aussagen der mutter, vermute ich der vater hat das mädchen eventuell sexuell missbraucht oder geschlagen. wie gesagt, ich vermute es weil es mir seltsam vorkommt, dass die mutter so vehement drauf hinweist, dass sie jetzt geschieden ist und sich die schuld gibt, dass sie nicht wusste wie es tanja damals erging. daher nehme ich an, sie hat vielleicht weggesehen oder wollte es nicht wahrhaben und tanja ist geflüchtet. vielleicht hat sie jemanden kennengelernt und ist mit dem geflüchtet. warum sie sich nicht meldet kann auch daher sein, dass sie die vergangenheit eventuell vergessen will bzw damit abgeschlossen hat.
Zafira schrieb am 10.09.2012:diese aussagen meine ich: "Von Dir alles zu hören, was Du durchgemacht hast, was Dich bewogen hat, wegzugehen, was Du mir vorwirfst und ob Du mir verzeihen kannst. (…) Ich bin nicht mehr mit Papa verheiratet (…)."

ich finde diese zeilen sagen alles aus
Zafira schrieb am 10.09.2012:Natürlich muss man zwischen den Zeilen lesen aber wenn hier alles ok im Elternhaus gewesen wäre, hätte die Mutter nie sowas geschrieben. Und ich denke mir, dass sie damit meint, dass Tanja denkt sie hätte alles mitbekommen und zugesehen.
Diese ganzen stellenweise schon geradezu hanebüchenen Spekulationen beruhen auf einem redigierten, stark verkürzten Text, in dem die konkreten Sätze aus dem Zusammenhang gerissen wurden, um einen Zusammenhang zu konstruieren, der sich so unmittelbar nicht aus dem, was die Mutter von Tanja geschrieben hat, ergibt. Es wäre doch wirklich schön, wenn die Leute hier im Forum, bevor sie den Vater eines potentiellen Mordopfers des sexuellen Missbrauchs verdächtigen, mal wenigstens die Tatsachen exakt recherchieren, auf die sie solche schwere Anschuldigungen gründen. Dazu hätte es genügt, einfach mal den Namen der Mutter bei Google einzugeben. Und schon hätte man den vollständigen Text ohne diese [...] Lücken (Hervorhebungen von mir):

http://elisabeth-muehlinghaus.de/

"An meine innigst geliebte Tochter,

mein schmerzlichst vermisstes Kind,

nun ist es schon 6 Jahre her, dass Du aus meinem Leben gingst. Leider kenne ich bis heute nicht die Gründe (oder doch?). Immer wieder frage ich mich, wie es so kommen konnte. Die Antwort kannst jedoch nur Du mir geben.

Das ist mein einziger und sehnlichster Wunsch:

Von Dir alles zu hören, was Du durchgemacht hast, was Dich bewogen hat, wegzugehen, was Du mir vorwirfst und ob Du mir verzeihen kannst.

Mit Dir sprechen zu können, Dir alles sagen zu können, was mich bewegt. Dir sagen zu können, was ich mir nicht verzeihen kann und die Frage, ob Du mir verzeihen kannst.

Ich bin nicht mehr mit Papa verheiratet, er hat sich wegen einer anderen Frau von mir getrennt. Wenn Du den Weg nur zu mir finden möchtest, dem steht nichts im Wege. Ich wohne dort (allein), wo auch Tante Neni und Onkel Karli wohnen und inzwischen auch Achim.

Ich bin auch immer noch bei der Caritas in Wuppertal beschäftigt.

Ich wünsche mir nichts mehr auf der Welt als dass Du diese Zeilen liest und Kontakt zu mir aufnimmst. Wenn ich nur wüßte, dass Du lebst und dass es Dir gut geht. Am schönsten wäre es, wenn Du auch glücklich bist. Du müsstest nicht Dein jetziges Leben verlassen, wenn Du nicht möchtest.

Du könntest mich wie damals immer noch im Büro erreichen oder über Tante Neni, die immer noch im Telefonbuch steht (Papa und ich nicht mehr). Oder über Wiebke, Daniela oder Marion und Achim (alle warten sehnsüchtigst auf Dich) oder eine andere Kontaktperson Deiner Wahl, z.B. Kim-Anne-Jannes. Du kennst sie doch? Oder per
e-mail an mich selbst.

Eine weitere Möglichkeit zum Kontakt findest Du auch über die Webseite für vermisste Kinder.

Eines möchte ich Dir noch sagen: Du brauchst Dich für nichts zu schämen und vor nichts mehr Angst haben. Wenn einer sich schämen muß, dann bin ich es. Weil ich nicht merkte, wie es Dir ging.

Jeden Abend spreche ich mit Dir, umarme Dich ganz fest und vermisse Dich ganz schrecklich, denn: ich liebe Dich über alles.

Ich hoffe sehr auf ein Wiedersehen in der realen Welt.

Deine Mama."

Offensichtlich kennt sie die Gründe für das Weggehen ihrer Tochter nicht. Sonst müsste sie nicht danach fragen. Selbst das "(oder doch?)" ist recht unsicher formuliert. Und nicht sie hat sich von ihrem Mann getrennt, sondern er sich von ihr - nach ihrer Aussage wegen einer anderen Frau. Trotzdem hat er - genauso wie sie - Gegenstände von Tanja bei sich, diese haben sie sich geteilt.

Die Mutter erwähnt dann, dass Tanja jetzt auch ohne Probleme nur zu ihr allein zurück kommen kann, "wenn Du nur den Weg zu mir zurück finden möchtest".

Daraus kann man schließen, dass die Mutter es für möglich hält, dass Tanja Schwierigkeiten mit ihrem Vater hatte, jedenfalls eventuell zu ihm nicht wieder Kontakt aufnehmen möchte, warum auch immer. Das ist eine Möglichkeit, die die Mutter sieht und die sie deshalb auch genannt hat.

Wenn sie tatsächlich vermuten würde, dass der Vater Tanja sexuell missbraucht hatte, und sie deswegen wegging, dann hätte sie die ersten Zeilen kaum so unsicher formuliert. Und sie hätte sich wohl selbst von ihrem Mann getrennt.
ms_bundy schrieb am 11.09.2012:Jedoch was mich auch stutzig macht sind die Zeilen der Mutter. Es lässt für mich persönlich auch darauf schliessen, dass Tanja Probleme mit ihrem Vater gehabt haben könnte. Ob Missbrauch o.ä weiss ich nicht, will ich auch nicht behaupten. Es gibt auch weitaus andere Probleme die man mit einem Elternteil haben könnte.
Ein erfreulich sachlicher und zurückhaltender Beitrag im Vergleich zum Rest! Ganz genau so sehe ich das auch. Die Mutter zieht zumindest in Betracht, dass Tanja auch ein Problem mit dem Vater gehabt haben könnte - das können ganz klassische Streitigkeiten zwischen Eltern und Kindern gewesen sein, eventuell ging es um Druck bezüglich der Schule oder auch um die Einstellung des Vaters zu einem hypothetischen Freund. Tanja könnte aber auch Probleme mit der Mutter gehabt haben. Immerhin macht diese ja in erster Linie sich selbst Vorwürfe. Oder aber die Probleme von Tanja ergaben sich aus einer Situation außerhalb des familiären Umfelds und sie fand nicht die Unterstützung, die sie sich von ihrer Familie erwartet hätte. Eine ungewollte Schwangerschaft vielleicht? Der Möglichkeiten gibt es viele. Keine davon lässt sich aus dem Schreiben einer verzweifelten Mutter, die alles dafür tun würde, wieder etwas von ihrem Kind zu hören, auch nur annähernd als wahrscheinlich bezeichnen.

Leider ist und bleibt es ebensogut möglich, dass Tanja entführt und - Gott bewahre - vielleicht auch getötet wurde.

Interessant bei den beiden Briefen ist, dass sie scheinbar unverzüglich nach dem Schreiben auch aufgegeben wurden. Der erste Brief kam bereits am 22.10. bei den Eltern an, am 21. war sie verschwunden. Dh. der Brief muss bereits am 21. aufgegeben worden sein. Dann der zweite Brief, der zumindest mal ausweislich der Kopfzeile am 24.10. geschrieben wurde und mit großer Wahrscheinlichkeit auch an diesem Tag aufgegeben wurde, da der 25.10. ein Sonntag war und Sonntagsleerungen mit Zustellung am nächsten Tag doch eher selten sind, der Brief aber am 26. bei den Eltern eintraf.

Außerdem ist die Formulierung in beiden Briefen hinsichtlich der Suche fast gleich:
Brief 1: "Deshalb braucht ihr mich nicht zu suchen."
Brief 2: "Deshalb braucht ihr mich nicht suchen."
Bei Brief 2 fehlt das "zu", ansonsten ist die Formulierung absolut identisch. Das fällt schon etwas auf, angesichts der Tatsache, dass der Rest der Briefe doch unterschiedlich formuliert ist.

Weitere Auffälligkeiten:
Brief 1: "Macht euch keine zu großen Sorgen." - Aber etwas kleinere Sorgen schon?
Brief 2: "Ihr braucht euch noch immer keine Sorgen zu machen." - Jetzt wohl nicht mehr.
Aber das ist vielleicht auch zu sehr auf die Goldwaage gelegt.

Was mich noch irritiert, ist der Hinweis auf das Babysitten, die Hasen und die bestellten Sachen. Das passt nicht ganz zu einer Entführung. Oder anders ausgedrückt: Wieso schreibt sie das? Wenn der Entführer sie so etwas schreiben lässt, geht er das Risiko ein, dass sie gerade in diesen Zeilen eine Warnung an die Eltern versteckt. Das wäre wirklich einfach. Nur eine der drei Dinge müsste offensichtlich für die Eltern falsch sein. Wenn sie keine Hasen hätten, wenn Tanja nicht Babysitten ging oder wenn sie nie Sachen bestellt hätte. Davon hören wir zumindest nichts, dass eine dieser drei Bemerkungen abwegig war. Dann muss man sich schon fragen, wieso Tanja in diesen Zeilen nur Wahrheiten geschrieben hat, wenn sie doch - für den Entführer (es sei denn, er kannte ihre Verhältnisse wirklich gut, aber zumindest die Bestellungen wären doch schwierig zu ermitteln gewesen) kaum erkennbar - hier die Eltern durch das Einfließen einer eindeutigen Falschaussage hätte alarmieren können, dass da was nicht stimmt.

Vielleicht ist das ja letztlich auch der Fall gewesen und die Behören wollten das nur nicht so offen legen. Immerhin sagten die Eltern wohl auch aus, dass es nicht ihr Schreibstil gewesen sei.

Andererseits, wenn das alles so der Wahrheit entspricht, dann hatte sie vielleicht doch aus Eigeninitiative gehandelt und wir müssen uns fragen, warum - insbesondere warum kam sie nicht am nächsten Wochenende zurück und warum kein weiterer Brief mehr.

Hier sind wieder mehrere Gründe denkbar:

Sie hatte das von vornherein so geplant. Da fällt mir nochmal das Datum auf dem zweiten Brief ins Auge. Der kann natürlich schon vorher geschrieben worden sein (Papier ist geduldig). Ja sogar der erste kann schon viel früher von ihr verfasst worden sein. Nehmen wir einmal an, Tanja wollte wirklich ernsthaft abhauen, eventuell sogar außer Landes, dann war es ihr wichtig, möglichst lange die Eltern und etwaige Suchaktionen hinzuhalten bzw. diese auf den Raum Düsseldorf zu beschränken. Eventuell hat die Briefe ein Freund aufgegeben, in genau festgelegten Abständen, während sie längst sonst wo war. Und später war sie eben außer stande, noch einen Brief zu schreiben, ohne ihren Standort preiszugeben.

Oder sie wollte tatsächlich nur für kurze Zeit untertauchen, eventuell um mit einem Problem fertig zu werden. Dann wurde sie aber durch irgendetwas an der Rückkehr gehindert, entweder weil ihr etwas zugestoßen ist, oder weil sie Angst hatte zurückzukehren. Wieder kommt mir der Gedanke: ungewollte Schwangerschaft? Vielleicht plante sie eine Abtreibung und ihre Eltern hätten dem nicht zugestimmt. Oder sie fürchtete sich davor, überhaupt zu erklären, wie es zu dieser Schwangerschaft kam. Dann hat sie eventuell diese Abtreibung illegal vornehmen lassen - und das kann leider auch tödlich enden, wenn man an einen Pfuscher gerät. Das wäre dann nicht Mord, aber eine illegale Abtreibung und Körperverletzung mit Todesfolge und eventuell sogar fahrlässige Tötung oder Totschlag, je nach Gesamtumständen. Da möcht man dann als Engelsmacher auch nicht entdeckt werden.

Das sind aber letztlich auch nur völlig unbewiesene Spekulationen. Es fehlen einfach viel zu viele Hintergrundinformationen. Darum gilt auch hier: Wir werden den Fall hier nicht lösen. Was hilft, wäre eine konkrete Zeugenaussage.

Grüße,
G.


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sensibella
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Der Fall Tanja Mühlinghaus

28.09.2012 um 17:50
Hallo, ich denke auch nicht, dass der Fall anhand dieser wenigen Fakten zu lösen ist. Also für uns hier sicher nicht.
Auch ich sehe einen Zusammenhang und Ähnlichkeiten zum Fall Frauke Liebs.
Dass sie freiwillig ging kann ich mir irgendwie nicht vorstellen (was aber natürlich nichts heißen muss).
Ich lese aus den Zeilen der Mutter auch nicht, dass da wirklich schlimme Dinge mit dem Vater passiert sind. Mein Vater und ich lagen vor allem in der Pubertät (also in meiner ;)) oft im Clinch und ich kam mir von ihm unverstanden vor und fand ihn einfach nur ungerecht und mich empfand ich als ungeliebt.
Genauso eine Geschichte könnte das auch gewesen sein. Und, dass die Mutter sich vielleicht einfach vorwirft, zu oft zum Vater gehalten zu haben bei Streitgesprächen.
Wäre da Tragisches vorgefallen hätte die Mutter sich wohl von ihm getrennt und nicht er sich wegen einer anderen von ihr. Wie ja auch schon geschrieben wurde.

Den Geliebten oder ähnliches will ich nicht so recht glauben, weil sie ja laut xy einen festen Freund hatte und dort ja offensichtlich alles glatt lief.

Dass sie in ihren Briefen Dinge angesprochen hat, die der Täter nicht wissen konnte halte ich für den Täter nicht für sehr riskant. Zum einen glaube ich, dass er davon ausging, dass sie ihm einfach um am Leben zu bleiben (vielleicht war es wie bei Frauke Liebs, dass sie sich der Gefahr und des vollen Ausmaßes am Anfang nicht bewusst war und noch Hoffnung hatte), tatsächlich nur Fakten erzählen würde über daheim.
Zum anderen: selbst wenn es nun keine Hasen gegeben hätte, dann hätte das den Eltern auch nur gesagt, dass der Brief, den ihre Tochter schrieb, so nicht ganz freiwillig gewesen sein kann.
Aber das wussten die Eltern ja wohl auch so, weil es nicht ihr Schreibstil war, wie die Mutter meinte.
Also meines Erachtens ein ünerschaubares Risiko.


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Der Fall Tanja Mühlinghaus

17.10.2012 um 15:04
@sensibella
ich sehe auch Ähnlichkeiten zu Frauke Liebs .Damals waren halt Handys nicht so im Umlauf wie jetzt .Ich vermute sie hat sich von ihren Eltern unverstanden gefühlt (wie so oft für junge Mädchen in der Pubertät),ist an den oder die Falschen geraten ,die ihr Vertrauen missbraucht haben und konnte nicht mehr zurück ,wobei sie erst freiwillig abtauchte und einen Brief mehr oder weniger freiwillig schreiben musste .Wenn man sich von der Welt uznverstanden fühlt neigt man dazu sich jemanden anvertrauen zu wollen ,sie war sehr hübsch, kann sein ,dass sie jemand angesprochen hat .Sie war auf dem Foto 15 ,sah aber älter aus .Der Fall wird m.A. ungelöst bleiben ,weil einfach zu wenig da ist ,wobei ich mich auch irren kann .


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Der Fall Tanja Mühlinghaus

28.10.2012 um 13:54
Ich denke man sollte in die Formulierungen, die die Mutter in ihrem Brief verwendet nicht zuviel hineingeheimnissen.

JEDER Teenager hat Schwierigkeiten mit seinen/ihren Eltern.
(Ich werde eher hellhörig, wenn ein Elternteil (und v.a. ein Teenager) mir gegenüber behauptet, das Verhältnis sei nur super...toll ...total unproblematisch.)

Wie die Schwierigkeiten / Streitigkeiten empfunden werden, ist immer individuell. Was für den einen Teenager/Elternteil eine beziehungs- und welterschütternde Auseinandersetzung ist, gilt in anderen Familien nur als etwas lauteres Gespräch. In den allermeisten Fällen relativieren sich die Dinge irgendwann, man vergißt die Streitigkeiten oder lacht sogar darüber.

Aber wenn ein Teenie dann verschwindet und über Jahre verschwunden bleibt (und v.a. wenn es möglich ist, dass er/sie zunächst einmal freiwillig von zu Hause weggegangen ist), dann hinterfragen Eltern jedes Wort/ jede Geste, an die sie sich erinnern können, und sehen irgendwann überall und v.a. bei sich Gründe.


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Der Fall Tanja Mühlinghaus

30.11.2012 um 23:26
Ich habe es hier schon gelesen. Auch ich sehe eine Verbindung mit dem Fall Frauke Liebs, die 2006 in Paderborn nach dem WM-Spiel England-Schweden, dass sie in einer Kneipe mit Freunden sah, verschwand und vier Monate später in einem Waldstück vergraben, tot aufgefunden wurde. Da die Leiche verwest war, konnten keine verwertbaren Spuren gesichert werden. 1998 waren Handys nicht so verbreitet wie 2006. Ich bin mir sicher, dass Tanja getötet wurde. Vielleicht von derselben Person wie Frauke Liebs. Ich glaube nicht an einen Serientäter, da zwischen beiden ähnlich gelagerten Fällen 8 Jahre liegen.


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KonradTönz1
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Der Fall Tanja Mühlinghaus

01.12.2012 um 15:48
Da wird Tanja zunächst fast als idealtypischer Teenager beschrieben (Babysitten, Tanzen, gute Noten) und dann kommt der Satz:
Zombienchen schrieb am 30.10.2011:Zuletzt hatte es ein paar Auseinandersetzungen mit den Eltern gegeben. Tanja fühlte sich als Einzelkind zu sehr von ihnen kontrolliert und verkündete, in eine betreute Wohngruppe für Jugendliche zu ziehen. Doch das Jugendamt erklärt, dass sie dort nicht aufgenommen werden kann.
Da muss es also ordentlich Knatsch gegeben haben der jetzt natürlich aus Pietätgründen und mit Rücksicht auf die Gefühle der Eltern nur angedeutet werden kann.

Für mich riecht das nach einer Kombination aus impulsivem jugendlichen Ausreißen und einem Verbrechen. Das kommt ja nicht selten vor dass sich (junge) Menschen aus einer als unangenehm empfundenen Situation Hals über Kopf in Umstände stürzen, die sich hinterher als noch viel schlimmer herausstellen. Jugendliche Ausreißer sind leichte Beute für alle möglichen Übeltäter - dann war sie ja auch noch überaus hübsch...


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Marie1234
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Der Fall Tanja Mühlinghaus

02.12.2012 um 23:06
Ich habe den Verdacht, dass Tanja vielleicht doch eine Botschaft in den beiden Briefen an ihre Eltern versteckt hat. Sie bittet ihre Eltern im 1. Brief

1. sich um die Hasen zu kümmern
2. sich um das Babysitten zu kümmern
3. die Sachen zu behalten, die sie bestellt hat
4. sich eine Ausrede für die Schule einfallen zu lassen

Im 2. Brief nimmt sie noch einmal Bezug darauf und schreibt "Ich hoffe, ihr habt oder werdet die Sachen erledigen, um die ich euch im letzten Brief gebeten habe."

Tanja kann doch stark davon ausgehen, dass sich die Eltern um die Hasen und um die Schule gekümmert haben. Das einzige, bei dem Tanja sich nicht sicher sein kann, dass ihre Eltern es erledigt haben, ist, dass sie sich um das Babysitten gekümmert haben. Vielleicht hatte Tanja die Hoffnung, dass ihre Eltern sie auf diese Weise finden würden? Und weil dies noch nicht geschehen ist, wollte sie noch einmal auf das Babysitten aufmerksam machen, konnte es aber nicht noch einmal explizit erwähnen, ohne ihren Entführer misstrauisch zu machen.
Vielleicht wollte Tanja ihre Eltern also darauf aufmerksam machen, dass ihr Verschwinden etwas mit dem Babysitten zu tun hat.

Ich könnte mir z.B. gut vorstellen, dass Tanja, die anscheinend nicht gerne zur Schule lief oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin fuhr (siehe Anruf bei der Mutter, um sicherzugehen, dass diese sie auch wirklich mittags von der Schule abholt), von einem ihrer Arbeitsgeber mit dem Auto mitgenommen und dann verschleppt wurde. Es ist ja schon vorstellbar, dass Tanja ihrem Arbeitgeber soweit vertraut, dass sie zu ihm ins Auto steigt.

Die bestellten Sachen könnten auch ein versteckter Hinweis sein, allerdings kann ich diesen ohne weitere Infos nicht deuten. Jedenfalls ist das auch keine Sache, die ich in einer Entführungssituation an meine Eltern schreiben würde, insofern wäre es interessant zu erfahren, was für Sachen Tanja denn bestellt hatte.


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lawine
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03.12.2012 um 10:10
@Marie1234
sehr gute Gedanken


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Der Fall Tanja Mühlinghaus

04.12.2012 um 20:39
Nicht, dass ich an sowas glaube, aber Tanjas Mutter hat sogar schon mal ein Medium mit der Suche ihrer Tochter beauftragt. Das ganze wurde auf RTL 2 in der Sendung "Verschwunden - ein Medium sucht Spuren" ( http://rtl2now.rtl2.de/verschwunden-ein-medium-sucht-spuren.php ) ausgestrahlt. Martin Zoller (das Medium) kam zu dem Ergebnis, dass Tanja noch lebe, verheiratet sei und irgendwo in Schweden (oder Dänemark? Weiß ich nicht mehr...) wohne... (soweit ich mich richtig erinnern kann).

Sehr fraglich, ob das wahr ist, denn an solchen Humbug glaube ich persönlich ja nicht. Aber interessant finde ich es trotzdem irgendwie.

Aber mein Verstand sagt mir, dass es sehr wahrscheinlich nicht stimmt. Jedenfalls wird die Polizei, solange es keine konkreten Hinweise darauf gibt, dass sie sich in Schweden/Dänemark aufhalten könnte, ihre Suche nicht bis dorthin ausweiten. Dass irgendein dahergelaufenes Medium einfach mal behauptet, dass sie dort ist, reicht der Polizei verständlicherweise nicht aus.

Dennoch halte ich es für denkbar, dass sie noch lebt, sich aber an einem Ort aufhält, wo man sie nicht vermutet. Vielleicht sogar im Ausland, muss ja nicht unbedingt Schweden/Dänemark sein. Seltsam finde ich nur, dass sie nach all den Jahren nicht einfach mal ein Lebenszeichen von sicht gibt.


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Der Fall Tanja Mühlinghaus

04.12.2012 um 23:55
@Marie1234
wäre auf jeden Fall eine Möglichkeit die sehr logisch klingt!


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Der Fall Tanja Mühlinghaus

04.12.2012 um 23:57
So wie ich das ganze aufgeschnappt habe, haben die Eltern der Polizei aber auch nicht sofort von dem Briefen erzählt. In der Zeit, wo die Briefe kamen, hätte mehr passieren müssen im Raum Düsseldorf.. da war die Chance am größten, sie zu finden.


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KonradTönz1
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Der Fall Tanja Mühlinghaus

05.12.2012 um 09:19
lawine schrieb:sehr gute Gedanken
Finde ich nicht. Die wenigsten Menschen in Panik oder Todesangst sind in der Lage so geschickt Hinweise zu platzieren, dass sie einerseits dem Peiniger garnicht und andererseits dem Adressaten sofort auffallen - weil Todesangst und Panik eben meist dazu führt dass man nicht klar denken kann.
Darüber hinaus sieht der Brief auch nicht aus als wäre er in großer Anspannung geschrieben. Manchmal sind Dinge auch einfach nur das was sie sind: In diesem Falle ist es eben der Brief eines Mädchen das aus einer als beengend empfundenen Familiensituation ausgebrochen ist und hinterher - aus Pflichtgefühl und schlechtem Gewissen heraus - versucht hat seine Eltern zu beruhigen.

Es ist gut möglich dass sie zum Zeitpunkt der Verfassung des Briefes bereits in Gesellschaft desjenigen war, der für ihr entgültiges Verschwinden verantwortlich ist. Aufgrund des Briefes vermute ich aber dass sie sich zunächst freiwillig in dem unbekannten Umfeld befand und die Situation erst später gekippt ist. Oder dass sie im weiteren Verlauf noch an jemanden anderen geraten ist.


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Marie1234
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Der Fall Tanja Mühlinghaus

05.12.2012 um 13:36
Tut mir Leid, @KonradTönz1, ich will dich nicht angehen, aber das ist etwas naiv, was du da schreibst.

Folgende Punkte sprechen eindeutig gegen ein freiwilliges Verschwinden Tanjas und hätten den Fall meiner Meinung nach SOFORT als Entführung/potentiellen Mordfall klassifizieren müssen:

1. Wenn man vorhat abzuhauen, dann ruft man nicht noch seine Mutter an und bittet sie, einen nach der Schule abzuholen. Zudem würde man mindestens einer guten Freundin und erst recht seinem Freund, in den man bis über beide Ohren verliebt ist, sagen, wo man vorhat, sich in den nächsten Tagen aufzuhalten.

2. Sie hatte einzig und allein ihre Schulsachen dabei, keine Klamotten, keine größeren Geldbeträge.

Kurz nach dem Anruf bei der Mutter hat sie sich auf den Schulweg begeben und ist dann nie in der Schule angekommen. Ergo: Ihr muss auf dem Schulweg etwas zugestoßen sein.

Und dann kamen die zwei Briefe, die auch ein riesiges rotes Ausrufezeichen über den Köpfen der verantwortlichen Polizisten hätten auslösen müssen:

Es steht dort zweimal "Deshalb braucht ihr mich nicht [zu] suchen.". Es ist doch klar, dass das aller Wahrscheinlichkeit nach eine Botschaft vom Entführer ist, der sich damit Zeit verschaffen will, um sein Verbrechen zu begehen.

Zudem schreibe ich auch nicht "Liebe Mama, lieber Papa", wenn ich meine Eltern so sehr hasse, dass ich von zu Hause ausreiße.

Du sagst, "Die wenigsten Menschen in Panik oder Todesangst sind in der Lage so geschickt Hinweise zu platzieren." Wenn es sich um eine ganz akute Gefahrensituation gehandelt hätte, würde ich dir zustimmen. Du musst aber überlegen, dass sich Tanja mehrere Tage in den Händen ihres Entführers befunden hat und er wahrscheinlich auch nicht die ganze Zeit bei ihr war. Sie hatte also als intelligenter Mensch genügend Zeit, sich mögliche versteckte Botschaften an ihre Eltern zu überlegen.
Ich denke zudem, dass Tanja ihren Entführer kannte und allein deshalb schon nicht dieselbe Panik verspürte, die sie bei einer Entführung durch einem Fremden verspürt hätte.

Ich gehe soweit zu sagen, dass der Satz "[...] ich werde nun doch schon am nächsten Wochenende nach Hause kommen" eine Alarmzeichen war, denn ich denke, dieser sagt aus, dass Tanjas Zeit ablief. Ihr Entführer musste ja davon ausgehen, dass eine größere Suchaktion anlaufen würde, wenn Tanja am nächsten Wochenende nicht nach Hause kommt, aber er wähnte sich zu diesem Zeitpunkt wohl schon in Sicherheit. Er wollte nur noch eine Woche "in Ruhe" mit Tanja verbringen und noch etwas Zeit haben, seine Spuren zu verwischen.

Nebenbei bemerkt fällt mir auf, dass in den Briefen eine makellose Kommasetzung vorliegt. Hier wäre es interessant zu erfahren, ob Tanja wirklich eine so gute Rechtschreibung hatte. Viele Menschen können heutzutage ja keine Kommasetzung mehr (Abtrennung von Relativsätzen etc.) und eine 15-jährige wäre schon allein auf Grund ihres Alters dafür entschuldigt. Wie gesagt, das war jetzt nur eine Nebenbemerkung.

Ich hoffe, ich klinge nicht allzu überheblich in meinen Ausführungen, aber ich rege mich wirklich langsam über die Polizei auf.
Ich beschäftige mich schon seit längerer Zeit mit amerikanischen Kriminalfällen, weil ich überhaupt nicht wusste, dass es auch in Deutschland derartige ungeklärte Fälle gibt.
Es wird ja immer gesagt, dass es merkwürdigerweise in den Vereinigten Staaten so viel mehr Serienmörder als in Deutschland und in Europa allgemein gibt. Da kann ich nur sagen: Wenn jeder Vermisste einfach als vermisst abgehakt wird und nie nach verscharrten Leichen gesucht wird, dann kann ein Serienmörder natürlich jahrzehntelang ungestört operieren und wird u.U. niemals gefasst. Gerade die ersten paar Stunden (oder wenn man Glück hat die ersten paar Tage) nach einer Entführung sind doch absolut essentiell, um ein Entführungsopfer lebend wiederzufinden, aber diese Zeit lässt die Polizei einfach verstreichen.
Es gibt 100 000 Vermisstenfälle pro Jahr, "nur" 3% davon werden nicht innerhalb eines Jahres gelöst. Das bedeutet 3 000 potentielle Leichen pro Jahr! Das muss man sich mal überlegen. Aber laut Polizei sind die Leute ja nicht tot, sie werden nur "vermisst"...

Ich habe im allgemeinen wirklich Respekt vor der Polizei, aber solche Sachen machen mich einfach wütend. Das musste ich jetzt mal loswerden *rant end*


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KonradTönz1
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Der Fall Tanja Mühlinghaus

05.12.2012 um 14:20
@Marie1234

Spätestens seit dem "Phantom von Heilbronn"-Debakel mache ich mir keine Illusionen mehr über die Bandbreite möglicher Fehler bei Ermittlungen. Und soweit liegen wir auch nicht außeinander bei der Beurteilung der bekannten Fakten in dem Fall. Ich gehe wie gesagt auch davon aus dass ihr jemand etwas angetan hat. Nur tendiere ich aus den genannten Gründen eben zu der Vermutung dass sie aus Unzufriedenheit zunächst freiwillig abgehauen ist, sich dann aber in eine Situation begeben hat in der sie allmählich zum Opfer wurde. Die Briefe stammen womöglich aus einer Zeit als die Situation bereits am Kippen war, dürften aber nicht in unmittelbarer Todesangst geschrieben sein.

Was ich nicht verstehe ist dieser Serientäterfetisch der hier in manchen Threads herrscht - in regelmäßigen Abständen werden immer wieder zum Teil recht abenteuerliche Verbindungen zu anderen Taten gesucht, mit dem Ziel eine Serientäterschaft zu konstruieren. Ich frage mich allerdings, was gewinnt man wenn man von der Theorie eines Serientäters ausgeht?
Umgekehrt würde ich sogar behaupten dass es grundsätzlich von Vorteil für die Ermittlungen ist wenn man generell nicht von Serientäterschaften ausgeht. Auf diese Weise hat man tendentiell mehrere Entwicklungsteams die unabhängig voneinander einem Täter auf der Spur sind - wenn es derselbe Täter ist ergeben sich zwar evtl. Redundanzen in den Ermittlungen es steigt aber zugleich die Chance dass er gefunden wird.

Kurz: Wenn mehrere Teams relativ unabhängig voneinander versuchen Probleme zu lösen von denen sich hinterher herausstellt dass sie identisch waren steigt doch die Wahrscheinlichkeit, dass das Problem auch tatsächlich gelöst wird.


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Marie1234
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Der Fall Tanja Mühlinghaus

07.12.2012 um 00:20
@KonradTönz1

Ich kann momentan nicht einschätzen, ob es sich beim Entführer von Tanja um einen Serientäter handelt und wollte das auch eigentlich gar nicht behaupten, habe es aber wohl missverständlich ausgedrückt.
Allgemein kann man aber schon sagen, dass jemand, der eine so ausgeklügelte Tat begeht und sein Opfer tagelang festhält und Briefe an Verwandte schreiben lässt, die Tendenz zum Serientäter hat, allerdings kann es natürlich sein, dass Tanja sein erstes Opfer war und er sein nächstes Opfer erst in fernerer Zukunft finden wird.

Wenn man allgemein nicht von Serientätern ausgeht und alle Kriminalfälle einzeln betrachtet, hat das sowohl Vor- als auch Nachteile. Die Vorteile hast du ja schon dargelegt. Der Nachteil ist allerdings, dass man in vielen Fällen (z.B. wenn sich Täter und Opfer gar nicht oder nur ganz flüchtig kannten) nach der Nadel im Heuhaufen sucht und man den Kreis der Tatverdächtigen erst auf ein handhabbares Maß eingrenzen kann, wenn man die Indizien aller Fälle zusammen nimmt und sich auf diese Weise ein vollständiges Bild vom Täter macht und auf diese Weise viele potentielle Täter ausschließen kann.


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Burgunder
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Der Fall Tanja Mühlinghaus

18.01.2013 um 17:41
Hallo zusammen,

ich finde diese Briefe, die Tanja da schrieb, absolut verdächtig.

Wieso bittet sie z.B. die Mutter, sich um Schule und Hasen zu kümmern, das ist doch selbstverständlich! Babysitten absagen evtl. auch, wenn die Mutter die Familie einigermaßen kennt. Oder die Sachen aufheben. Dachte Tanja, ihre Mutter wirft bestellte Sachen weg oder tauscht sie um, nur weil Tanja mal ein paar Tage weg ist? Als besorgte Mutter hat sie wohl wichtigeres zu tun.

Ich vermute wie @Marie1234 das könnte ein versteckter Hinweis von Tanja gewesen sein, entweder was mit dem Babysitten oder mit den Sachen, die bestellt wurden. Wisst ihr, was das für Sachen waren?
In der xy-Sendung wurde so ausführlichh darauf hingewiesen, dass die Mutter auch die Parfums usw. immer aufbewahrt hat. Waren das die bestellten Sachen oder was anderes?

@ all: Auf diesen Briefen aus der xy-Sendung befanden sich Zahlen, sind das Zeilennummerierungen oder was?


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