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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

3.625 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Ungelöst, Aktenzeichen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

24.07.2026 um 06:40
Zitat von QuironQuiron schrieb:
Zitat von blaomatblaomat schrieb:Leider wissen wir nicht ob die aufgefundenen Zigarettenstummel vom Täter stammten, falls ja würde das mMn für einen auflauernden Täter sprechen, wenn nicht könnte sie auch aus der Bahn verfolgt worden sein.
Aber dann wäre es jemand, der einem möglichen Zufallsopfer auflauert, nicht konkret Sibylle. Denn wer hätte wissen können, dass Sibylle an diesem Abend zu ungefähr dieser Zeit diesen Weg entlang gehen würde? Der Besuch im Musicland war doch früher am Tag doch eher spontan getroffen worden, oder?
Wie schon mal diskutiert: der Täter könnte ihr z.B. im Musicland begegnet und vorausgefahren sein, weil er wußte, wo sie wohnt.

Oder schon auf dem Hinweg zur Straßenbahn in der Annahme, daß sie wegen der Schule am nächsten Tag nicht allzu spät heimkommen wird.

Mittlerweile messe ich den Kippen (Plural) in meinen persönlichen Überlegungen im Gegensatz zu früher keine große Bedeutung mehr bei: sie könnten sogar von zwei verschiedenen Leuten stammen, die nach dem Fußballspiel des Stadtteilvereins oder nach der Stimmabgabe im Wahllokal noch auf einen Plausch stehen geblieben sind.

Letztlich glaube ich, daß Sibylle und ihr Mörder sich zwar kannten und es wegen der schnellen Eskalation eine Vorgeschichte gab, die Begegnung auf der Jagststraße aber eher zufällig erfolgte.

Kann natürlich auch ganz anders gewesen sein.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

gestern um 01:18
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:der Täter könnte ihr z.B. im Musicland begegnet und vorausgefahren sein, weil er wußte, wo sie wohnt.
Da ich auch von einer Vorgeschichte ausgehe klingt das für mich plausibel, aber eine zufällige Begegnung an der Jagststraße halte ich für unwahrscheinlich. Es wurde ja auch von einem älteren Mercedes als mögliches Fluchtfahrzeug berichtet, wenn das stimmt wäre sie dann vermutliich auch nicht aus der Straßenbahn verfolgt worden.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

gestern um 08:35
Zitat von blaomatblaomat schrieb:Da ich auch von einer Vorgeschichte ausgehe klingt das für mich plausibel, aber eine zufällige Begegnung an der Jagststraße halte ich für unwahrscheinlich.
Jemand, der ihr im Musicland begegnet ist, und der ihr in der Jagsstraße aufgelauert hat, müsste wissen, wo sie wohnt und welchen Weg sie nach Hause kommt.

Jemand, der so etwas plant, müsste ein hinreichend starkes Motiv haben.

Es muss also jemand aus dem erweiterten Bekanntenkreis sein, und es müsste eine Vorgeschichte geben, die so eine Auseinandersetzung erklären würde. Man wird in diese Richtung ermittelt haben. Soweit mir bekannt, gab es für beides aber nicht die geringsten Anzeichen.

Da scheint mir eine Zufallsbegegnung mit einer Person, die zu diesem Zeitpunkt aggressiv, frustriert, alkoholisiert, unkontrolliert war, und nach einem Ventil für die Aggression suchte, egal gegen wen, viel plausibler.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

gestern um 09:43
Zitat von QuironQuiron schrieb:Da scheint mir eine Zufallsbegegnung mit einer Person, die zu diesem Zeitpunkt aggressiv, frustriert, alkoholisiert, unkontrolliert war, und nach einem Ventil für die Aggression suchte, egal gegen wen, viel plausibler.
Hier stellt sich mir dann die (schon mehrfach gestellte) Frage: so jemand soll 1983 durch das als ländlich und verschlafen beschriebene Stuttgart-Münster gelaufen und dabei weder vorher noch nachher auffällig geworden sein ?

Bedenke: im einzig größeren, öffentlich zugänglichen Artikel des Autors Ohnewald wird die von der Polizei vermutete Ortskenntnis des Täters angesprochen.
Zitat von QuironQuiron schrieb:Aber dann wäre es jemand, der einem möglichen Zufallsopfer auflauert, nicht konkret Sibylle.
Dazu hätte es in Stuttgart bessere Ecken gegeben, wie auch schon öfters bemerkt wurde.
Wenn es dumm für für den abwartenden "soon to be killer" gelaufen wäre, hätte dieser an der Stelle sonntagsabends um halb elf bis zum nächsten morgen auf ein Zufallsopfer warten können.

Auch wenn heute gerne "Messermänner" instrumentalisiert werden: die Hemmschwelle, auf eine 16jährige Unbekannte direkt einzustechen, dürfte in den frühen 80s sehr, sehr hoch gewesen sein.

Ein Täter mit solchem Aggressionspotential hätte mMn bei einer so jungen Frau zunächst eher zugeschlagen als zugestochen.

Wir wissen selbst von in diesem Zusammenhang schon mal bemühten Fr.Jacobi/Fr.Heinrich-Mörder Hartmut M. nicht, ob es nicht doch eine kurze Vorgeschichte gab, die die jeweiligen Morde auslösten, weil er sich dazu nie geäußert hat.
Zitat von QuironQuiron schrieb:Jemand, der so etwas plant, müsste ein hinreichend starkes Motiv haben.
Das ist relativ.
Wäre für mich (m) kein Motiv, aber für anders Gestrickte dann vielleicht doch:

Wir sind uns glaube ich alle einig, daß Sibylle eine sehr attraktive junge Frau war.
Die frühen 80s waren noch das Zeitalter der "Altherrenwitze" , "Grabschen" galt als Kavaliersdelikt und (aus Sicht der betroffenen Frauen) "blöde Anmachen" vor Freunden als Cool.
Solche Typen fühlten sich vor ihren Freunden anschließend als ganz besonders tolle Hechte/Heringe.

Die jungen Frauen aus meinem damaligen Bekanntenkreis früher haben unterschiedlich auf sowas reagiert:

manche versuchten, solche Situationen weitestgehend zu umgehen, andere haben blöde Sprüche weitestgehend von sich abprallen lassen und wieder andere haben dem Chauvi vor seinen Leuten einen genau so blöden Spruch zurück gedrückt, der ihn alt hat aussehen lassen.

So was ähnliches vermute ich ein Motiv.

Der Täter muß nicht unbedingt aus dem direktem Umfeld des Mädchens, sondern kann auch aus dem erweiterten Umfeld stammen und deswegen unter dem Radar geblieben sein.
Vielleicht entstammte der Vorfall sogar einer einmaligen Begegnung auf einem Fest, in einer Disco oder sonst wo.

Möglicherweise hat Sibylle den Täter unbeabsichtigt zum Gespött seiner Freunde gemacht, als sie sich einer erfolgten Anmache etwas energischer zur Wehr gesetzt hat.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

gestern um 11:20
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Hier stellt sich mir dann die (schon mehrfach gestellte) Frage: so jemand soll 1983 durch das als ländlich und verschlafen beschriebene Stuttgart-Münster gelaufen und dabei weder vorher noch nachher auffällig geworden sein ?
Münster als "ländlich" zu bezeichnen, trifft die Sache nicht ganz. Es ist ein Wohngebiet im Umkreis von Bad Cannstatt. Der Täter muss nicht aus Münster stammen, es kann ein Auswärtiger gewesen sein, und wenn es so war, dann kann er davor oder danach aufgefallen sein, ohne dass man ihn mit der Tat in Münster in Verbinfung bringen konnte. Und Alkohol war schon 1983 eine Volksdroge, ebenso, wie es psychisch labile Personen gab.
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Dazu hätte es in Stuttgart bessere Ecken gegeben, wie auch schon öfters bemerkt wurde.
Wenn es dumm für für den abwartenden "soon to be killer" gelaufen wäre, hätte dieser an der Stelle sonntagsabends um halb elf bis zum nächsten morgen auf ein Zufallsopfer warten können.
Die Theorie des lauernden Täters ist ja nicht meine.
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Der Täter muß nicht unbedingt aus dem direktem Umfeld des Mädchens, sondern kann auch aus dem erweiterten Umfeld stammen und deswegen unter dem Radar geblieben sein.
Vielleicht entstammte der Vorfall sogar einer einmaligen Begegnung auf einem Fest, in einer Disco oder sonst wo.
Mit einer Person, die dann aber so gut informiert gewesen wäre, wo Sibylle an diesem Sonntag abend um 22:30 unterwegs sein würde? Eher unwahrscheinlich.
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Möglicherweise hat Sibylle den Täter unbeabsichtigt zum Gespött seiner Freunde gemacht, als sie sich einer erfolgten Anmache etwas energischer zur Wehr gesetzt hat.
Dann sollten doch zumindest diese Freunde von dem Vorfall wissen.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

gestern um 12:35
Zitat von QuironQuiron schrieb:Da scheint mir eine Zufallsbegegnung mit einer Person, die zu diesem Zeitpunkt aggressiv, frustriert, alkoholisiert, unkontrolliert war, und nach einem Ventil für die Aggression suchte, egal gegen wen, viel plausibler.
sowas kann man natürlich auch nicht ausschließen, aber meiner Einschätzung nach wäre in dem Fall die Auseinandersetzung mit einer unbekannten evtl. erstmal verbal eskaliert und hätte sich dann irgendwie hochgeschaukelt. Der Täter hatte aber direkt zugestochen, das sieht mMn eher nach einer geplanten Attacke aus. Die Stiche in den Hals sprechen auch für Tötungsabsichten.

Wenn es eine Zufallsbegegnung war müsste sie an dem Abend auf jemand getroffen sein, der aus Frust oder was auch immer den nächstbesten töten wollte.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

gestern um 13:22
Zitat von QuironQuiron schrieb:Münster als "ländlich" zu bezeichnen, trifft die Sache nicht ganz. Es ist ein Wohngebiet im Umkreis von Bad Cannstatt. Der Täter muss nicht aus Münster stammen,
Ich bezog mich im Laufe der Jahre immer auf diesen Beitrag , wenn ich mit S-Münster vorgestellt habe.
Zitat von armleuchterarmleuchter schrieb am 24.01.2012:@Luminarah

münster ist der kleinste stadtteil von stuttgart. wenn du so willst eher ein vor ort als ein dorf.
in der gasse in der sibylle ermordet wurde ist niemand zufällig. Da kommt man hin wenn man in münster wohnt und zur haltestelle will. sonst nicht. wenn du da - als psychophat - auf ein zufallsopfer wartest, wartest du womöglich tagelang^^.
Die Begebenheiten an der Haltestelle bis hoch zum Tatort an der Jagststrasse lassen sich bei Streetview nachverfolgen.
Insofern würde ich schon zustimmen wollen , daß sich dort niemand sonntagsabends um halb elf zufällig hin verirrt.
Deswegen ist mMn einen Täter von dort am wahrscheinlichsten.
Zitat von QuironQuiron schrieb:Die Theorie des lauernden Täters ist ja nicht meine.
Meine auch schon länger nicht mehr.
Möglicherweise hat der Artikel des Herrn Ohnewald mit Betonung auf die Kippen ein wenig in die Irre geführt.
Zitat von QuironQuiron schrieb:Mit einer Person, die dann aber so gut informiert gewesen wäre, wo Sibylle an diesem Sonntag abend um 22:30 unterwegs sein würde? Eher unwahrscheinlich.
Da drehen wir uns wieder: zufällig im Musicland getroffen und vorausgefahren, wenn er wußte, wo sie wohnte.

Oder auf dem Hinweg zur Straßenbahn gesehen und dann die Umgebung im Auge behalten mit dem Hintergrundwissen, daß es wegen der Schule nicht allzu spät werden wird.
Zitat von QuironQuiron schrieb:Dann sollten doch zumindest diese Freunde von dem Vorfall wissen.
Wissen sie vielleicht auch, bringen es nur nicht mit dem Mord in Verbindung.
Jeder Mann hat im Laufe seines Lebens wohl irgendwann mal einen Korb bekommen.
Mehr als 99% können das verarbeiten und damit leben, aber bei dem ein oder anderen Gestörten löst sowas vielleicht Mordgelüste aus, ohne daß sein Umfeld da groß was von mitbekommt.

Viele Mörder wurden als "der nette Nachbar" beschrieben, dem man seine Tat nie zugetraut hätte.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

gestern um 18:58
Laut KI war das La Gatsch eine in den 70er bis 80er Jahren beliebte Disco in Stgt. Münster, die mit dem Slogan "Täglich Tanz ab 19.00h" beworben wurde. Wenn das stimmt hatte die Disco am Tatabend wohl geöffnet.

Es wär dann denkbar, dass der Täter dort zuvor abgewiesen wurde oder im La Gatsch stress gemacht hatte und rausgeflogen ist und danach mit Wut im Bauch in der Jagststrasse unterwegs war.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

gestern um 19:30
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Wir sind uns glaube ich alle einig, daß Sibylle eine sehr attraktive junge Frau war.
Sibylle war 16. Ich bin kein Fan davon, Jugendliche als "attraktiv" zu bezeichnen. Erwachsene
Frauen bezeichnen heranwachsende Jungs auch nicht als attraktiv oder dergleichen, zumindest käme ich nicht auf die Idee und meine Freundinnen und Kolleginnen ebenso wenig. Also, warum machen Männer das ständig bei jugendlichen Mädchen?!! Ist eine rhetorische Frage btw. Ich kenne die Antwort.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

gestern um 20:11
Zitat von GranParaisoGranParaiso schrieb:Also, warum machen Männer das ständig bei jugendlichen Mädchen?!!
Warum Männer "das ständig bei Jugendlichen Mädchen" machen, solltest du die Männer aus deinem Umfeld mal fragen.

Ich mach´s jedenfalls nicht ständig, in diesem Fall aber schon- weil es durchaus in Bezug auf das Motiv von Relevanz sein könnte.

Ansonsten könnte dieser besonders kluge Beitrag auch zu der Frage verleiten, warum "Frauen eigentlich ständig pauschalisieren" ?

Ich frag´s aber nicht, weil´s mir letztlich doch zu doof ist.

Hast du vielleicht auch irgendwas zum Thema beizutragen?
Zitat von blaomatblaomat schrieb:Laut KI war das La Gatsch eine in den 70er bis 80er Jahren beliebte Disco in Stgt. Münster, die mit dem Slogan "Täglich Tanz ab 19.00h" beworben wurde. Wenn das stimmt hatte die Disco am Tatabend wohl geöffnet.

Es wär dann denkbar, dass der Täter dort zuvor abgewiesen wurde oder im La Gatsch stress gemacht hatte und rausgeflogen ist und danach mit Wut im Bauch in der Jagststrasse unterwegs war.
Das "La Gatsch" dürfte nach der Tat ziemlich auf links gedreht worden und ein auffälliger Gast der Polizei mitgeteilt worden sein.
Hätte bestimmt im Ohnewald-Artikel Beachtung gefunden, wenn es so jemanden gegeben hätte und der nicht hätte ausfindig gemacht werden können.


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