Quiron schrieb:Wie hätten die Anwohner diese Tat verhindern sollen. Eine nachtwache aufstellen, die die Starßen in Münster patrouilliert? Mehr Sinn ergäbe es, würde es heißen, die Anwohner täten nicht alles, um die Bluttat aufzuklären.
So ist es.
Was macht man an einem Sonntagabend des Jahres 1983, wenn nur drei Fernsehprogramme zur Verfügung stehen?
Man guckt noch die Ausläufer der Bundestagswahlberichterstattung, oder hat sich bereits hingelegt und beschäftigt sich dort irgendwie.
Wenn draußen wer schreit, denkt man wohl zunächst an Betrunkene aus dem "La Gatsch" und geht nicht gleich zum Fenster, hofft, daß die schnell weiterziehen .
Wenn der Krawall draußen nicht aufhört, schaut man vielleicht schon mal nach, aber zu diesem Zeitpunkt dürfte es bereits zu spät gewesen sein.
Die Bahn soll um 22:25 Uhr angekommen sein, die Tat schon drei Minuten später 100-200 m entfernt stattgefunden haben.
Die Situation auf der Straße muß unglaublich schnell eskaliert sein und hätte von Anwohnern gar nicht mehr verhindert werden können.
Quiron schrieb:Anders wäre es, wenn die Anwohner inklusive des Schreibers Kenntnis von einer konkreten Bedrohungslage allgemein in Münster oder speziell gegen Sibylle gehabt hätten und im Vorfeld nichts unternommen wurde.
Bei einer bekannten Bedrohungslage hätten diese "anonymen Flugblätter" nicht in der Jagststraße verteilt werden müssen, weil Sibylle dort meines Wissens nicht wohnte.
Vielleicht ist die Formulierung im Artikel "Die verlorene Tochter" nicht ganz richtig gewählt, weil der Verfasser der Flugblätter auf eher dieses hier...
Quiron schrieb:Mehr Sinn ergäbe es, würde es heißen, die Anwohner täten nicht alles, um die Bluttat aufzuklären.
...hinweisen wollte ?