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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

3.740 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Ungelöst, Aktenzeichen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

um 06:45
Zitat von QuironQuiron schrieb:Ich wüsste jetzt nicht, wie so eine Person nach einmaliger Begenung wüsste, wo er Sibylle am betreffenden Abend auflauern müsste, selbst wenn er sie zufällig im Musicland wiedererkannt haben sollte. Dazu muss er zum erweiterten Bekanntenkreis gehören haben, Mitschüler, Nachbar, wie auch immer, und als solcher auch in den Fokus der Ermittlungen geraten, insbesondere wenn die Täterbeschreibung einigermaßen passt.
Ich denke, alleine in den letzten 2-3 Wochen gleich mehrfach betont zu haben, schon länger nicht mehr an einen wartenden Täter zu glauben.
Die Zigarettenstummel am Tatort aus dem Artikel dürften in dieser Hinsicht eine falsche Spur gelegt haben.

Eine Zufallsbegegnung von zweien, die sich, möglicherweise nur flüchtig von einer einmaligen Begegnung her kannten und das ist nur die eine...
Zitat von QuironQuiron schrieb:(entscheidet euch mal!),
...von zwei möglichen Varianten.

Die andere nicht weniger plausible ist, daß die sich eben nicht kannten und er sie schon in der Bahn erspäht, verfolgt und auf dem Weg bedrängt hat.

Warum sollen "wir uns entscheiden"?

Wenn du mehr weißt : gerne her mit dem Wissen !


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

um 09:50
Also kurz zum Fall Brunhilde. Hab mich da gestern schnell eingelesen - ein völlig durchgeknallter Mehrfachmörder, dem aus meiner Sicht kein Wort zu glauben ist. So jemand erfindet gern eine "begründung" für seine Abartigkeit und sei es ein frecher Spruch des armen Mädchens. So etwas hat es aber nach seiner vorgeschichte sicher nicht gebraucht (und ja ich habe gelesen dass er "mit ablehnung nicht umgehen konnte") .

Ein Täter dieser kategorie, 1983 jung und schlank, wäre aus meiner sicht später definitiv durch andere Straftaten aufgefallen. Kann natürlich sein dass er schon lebenslänglich im Bau sitzt und man mangels DNA nicht weiss dass er auch Sibylle auf dem Gewissen hat. Um die nerven von @JestersTear zu schonen nenne ich an dieser stelle keinen namen "". Um es kurz zu machen: Ich kann mir das vorstellen, halte das aber nicht für wahrscheinlich, u.a. weil mir die vorstellungkraft fehlt woher so ein typ sonntagabends in einem Kaff wie münster hergekommen sein soll.

@Quiron
Zur vorgeschichte: ich glaube da auch nicht an ein unbekannte toxische beziehung - überhaupt nicht, weil ich mir sicher bin das so etwas ermittelt worden wäre. Ich weiss aus sicheren quellen welche (scheinbaren) nichtigkeiten dazu geführt haben dass die polizei jemanden befragt hat, so etwas hätten die herausbekommen.

Die vorgeschichte kann etwas gewesen sein was unbemerkt blieb, vielleicht sogar für Sibylle selbst. Jemand der Sibylle vom sehen kannte, aus der strassenbahn, aus dem schicki, aus dem musicland, vom sport. Die "vorgeschichte" in diesem sinne kann sich auch an diesem abend abgespielt haben, dann vermutlich im Musicland, auf dem weg zum rotebühlplatz, in der 14 oder weniger wahrscheinlich zwischen La gatsch und Tatort.

@JestersTear @Quiron @Sulina @blaomat @heavythoughts @Alray81
@KuMa99
@K-Jettie

Quelle:

In Summe denke ich daher dass es wahrscheinlicher ist, dass jemand Sibylle von der Haltestelle aus gefolgt ist als dass ihr jemand zufällig in Münster entgegen kam. Die Vorgeschichte kann länger sein - also jemand der Sibylle ggf schon länger im Auge hatte - oder kurz, sprich von jenem abend.


Was mir noch auffiel: Anja ging mit 17 noch in den schicki nach cannstatt und freitags in den konfirmandenclub, Sibylle mit 16 Sonntags ins Müsli nach Stuttgart mit ner Packung Marlboro in der handtasche. Ich denke die Mädchen waren sehr unterschiedlich. Die gemeinsamkeit ist, dass sie beide aus der Innenstadt kommende Strassenbahnlinien nutzten um nach hause zu kommen. Außerdem kann ich mir gut vorstellen dass auch Sibylle (ggf früher) in den Schicki ging.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

um 12:18
Zitat von aliM.aliM. schrieb:In Summe denke ich daher dass es wahrscheinlicher ist, dass jemand Sibylle von der Haltestelle aus gefolgt ist als dass ihr jemand zufällig in Münster entgegen kam. Die Vorgeschichte kann länger sein - also jemand der Sibylle ggf schon länger im Auge hatte - oder kurz, sprich von jenem abend.
Ich bin jetzt kein "Eingeborener", bin da zwar schon ab und zu vorbeigefahren, aber nie durch den Ort selber durch.

Was mich überrascht ist, dass niemand tatsächlich was mitbekommen hat, weder vom La Gatsch in der Nähe noch Anwohner.
Ist das so ein verschlafenes Kaff?

Bin ja selber in einem 5.000-Seelen-Dorf am Fusse der Alb aufgewachsen - dass eine solche Tat unbemerkt bleibt, finde ich erstaunlich.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

um 15:50
Zitat von QuironQuiron schrieb:Ich halte das nach wie vor für einen voreiligen Fehlschluss. "...sonst wäre er nicht die Schussengasse hinuntergelaufen." ....sondern wohin? So viele möglichen Fluchtwege gibt es ja nun auch nicht, insbesondere wenn schon Anwohner auf der Straße waren und den Täter noch weglaufen sehen konnten.
Die Flucht über die Schussengasse muss nicht zwingend auf Ortskenntnisse hindeuten, er könnte den Weg auch genommen haben weil er
a) möglichst schnell aus dem Blickfeld der Zeugen verschwinden wollte
b) seinen Fluchtwagen dort geparkt hatte
c) über die Schussengasse und den Zickzackweg zu Fuß aus Münster flüchten wollte bevor die Ringfahndung greift, wobei das dann doch auch für Ortskenntnisse sprechen würde.

Aber selbst wenn der Täter Ortskenntnisse hatte muß er nicht in Münster gewohnt haben. Er könnte auch aus den umliegenden Orten stammen oder einen Bezug zu Münster gehabt haben, evtl dort gearbeitet oder Freunde die dort wohnten.

Da Sibylle gern in Discos ging bezweifle ich dass die Polizei ihr Umfeld lückenlos ermitteln konnte.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

um 18:41
Zitat von blaomatblaomat schrieb:Da Sibylle gern in Discos ging bezweifle ich dass die Polizei ihr Umfeld lückenlos ermitteln konnte.
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass die Polizei jene Freunde udn Freundinnen, mit denen Sibylle für gewöhnlich Discos aufgesucht hat, nach solchen Discobekanntschaften gefragt hat. Ich gehe weiterhin davon aus, dass eine so flüchtige Discobekanntschaft, dass sie den Freunden nicht aufgefallen ist, dann auch nicht so gut über den Wohnort, noch über Sibylles Gewohnheiten informiert gewesen sein kann, um einen deratigen Überfall zu planen.

Bleibt also eine zufällige Begegnung mit einem gewaltbereiten Unbekannten. Mag sein, dass er von der Straßenbahn nachgeschlichen ist, mag sein, dass er zufällig in der Gasse war. Über das Motiv kann man dann nur noch spekulieren, deswegen erscheint mir ein misslungener Raub mit Todesfolge am plausibelsten, gefolgt von purer Aggressivität. Wer rennt denn überhaupt mit einem Messer mit einer Klinge von neun Zentimetern herum?
Zitat von heavythoughtsheavythoughts schrieb:Was mich überrascht ist, dass niemand tatsächlich was mitbekommen hat, weder vom La Gatsch in der Nähe noch Anwohner.
Ist das so ein verschlafenes Kaff?

Bin ja selber in einem 5.000-Seelen-Dorf am Fusse der Alb aufgewachsen - dass eine solche Tat unbemerkt bleibt, finde ich erstaunlich.
Die Tat ist ja nicht unbemerkt geblieben. Die Anwohner waren schon auf der Straße als der Täter noch in Sichtweite war. Deswegen nehme ich auch an, war die Handtasche noch vor Ort, wenn es denn wirklich ein versuchter Raub war.


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