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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

3.869 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Ungelöst, Aktenzeichen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

02.10.2026 um 06:45
Zitat von QuironQuiron schrieb:Ich wüsste jetzt nicht, wie so eine Person nach einmaliger Begenung wüsste, wo er Sibylle am betreffenden Abend auflauern müsste, selbst wenn er sie zufällig im Musicland wiedererkannt haben sollte. Dazu muss er zum erweiterten Bekanntenkreis gehören haben, Mitschüler, Nachbar, wie auch immer, und als solcher auch in den Fokus der Ermittlungen geraten, insbesondere wenn die Täterbeschreibung einigermaßen passt.
Ich denke, alleine in den letzten 2-3 Wochen gleich mehrfach betont zu haben, schon länger nicht mehr an einen wartenden Täter zu glauben.
Die Zigarettenstummel am Tatort aus dem Artikel dürften in dieser Hinsicht eine falsche Spur gelegt haben.

Eine Zufallsbegegnung von zweien, die sich, möglicherweise nur flüchtig von einer einmaligen Begegnung her kannten und das ist nur die eine...
Zitat von QuironQuiron schrieb:(entscheidet euch mal!),
...von zwei möglichen Varianten.

Die andere nicht weniger plausible ist, daß die sich eben nicht kannten und er sie schon in der Bahn erspäht, verfolgt und auf dem Weg bedrängt hat.

Warum sollen "wir uns entscheiden"?

Wenn du mehr weißt : gerne her mit dem Wissen !


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

02.10.2026 um 09:50
Also kurz zum Fall Brunhilde. Hab mich da gestern schnell eingelesen - ein völlig durchgeknallter Mehrfachmörder, dem aus meiner Sicht kein Wort zu glauben ist. So jemand erfindet gern eine "begründung" für seine Abartigkeit und sei es ein frecher Spruch des armen Mädchens. So etwas hat es aber nach seiner vorgeschichte sicher nicht gebraucht (und ja ich habe gelesen dass er "mit ablehnung nicht umgehen konnte") .

Ein Täter dieser kategorie, 1983 jung und schlank, wäre aus meiner sicht später definitiv durch andere Straftaten aufgefallen. Kann natürlich sein dass er schon lebenslänglich im Bau sitzt und man mangels DNA nicht weiss dass er auch Sibylle auf dem Gewissen hat. Um die nerven von @JestersTear zu schonen nenne ich an dieser stelle keinen namen "". Um es kurz zu machen: Ich kann mir das vorstellen, halte das aber nicht für wahrscheinlich, u.a. weil mir die vorstellungkraft fehlt woher so ein typ sonntagabends in einem Kaff wie münster hergekommen sein soll.

@Quiron
Zur vorgeschichte: ich glaube da auch nicht an ein unbekannte toxische beziehung - überhaupt nicht, weil ich mir sicher bin das so etwas ermittelt worden wäre. Ich weiss aus sicheren quellen welche (scheinbaren) nichtigkeiten dazu geführt haben dass die polizei jemanden befragt hat, so etwas hätten die herausbekommen.

Die vorgeschichte kann etwas gewesen sein was unbemerkt blieb, vielleicht sogar für Sibylle selbst. Jemand der Sibylle vom sehen kannte, aus der strassenbahn, aus dem schicki, aus dem musicland, vom sport. Die "vorgeschichte" in diesem sinne kann sich auch an diesem abend abgespielt haben, dann vermutlich im Musicland, auf dem weg zum rotebühlplatz, in der 14 oder weniger wahrscheinlich zwischen La gatsch und Tatort.

@JestersTear @Quiron @Sulina @blaomat @Heavythoughts @Alray81
@KuMa99
@K-Jettie

Quelle:

In Summe denke ich daher dass es wahrscheinlicher ist, dass jemand Sibylle von der Haltestelle aus gefolgt ist als dass ihr jemand zufällig in Münster entgegen kam. Die Vorgeschichte kann länger sein - also jemand der Sibylle ggf schon länger im Auge hatte - oder kurz, sprich von jenem abend.


Was mir noch auffiel: Anja ging mit 17 noch in den schicki nach cannstatt und freitags in den konfirmandenclub, Sibylle mit 16 Sonntags ins Müsli nach Stuttgart mit ner Packung Marlboro in der handtasche. Ich denke die Mädchen waren sehr unterschiedlich. Die gemeinsamkeit ist, dass sie beide aus der Innenstadt kommende Strassenbahnlinien nutzten um nach hause zu kommen. Außerdem kann ich mir gut vorstellen dass auch Sibylle (ggf früher) in den Schicki ging.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

02.10.2026 um 12:18
Zitat von aliM.aliM. schrieb:In Summe denke ich daher dass es wahrscheinlicher ist, dass jemand Sibylle von der Haltestelle aus gefolgt ist als dass ihr jemand zufällig in Münster entgegen kam. Die Vorgeschichte kann länger sein - also jemand der Sibylle ggf schon länger im Auge hatte - oder kurz, sprich von jenem abend.
Ich bin jetzt kein "Eingeborener", bin da zwar schon ab und zu vorbeigefahren, aber nie durch den Ort selber durch.

Was mich überrascht ist, dass niemand tatsächlich was mitbekommen hat, weder vom La Gatsch in der Nähe noch Anwohner.
Ist das so ein verschlafenes Kaff?

Bin ja selber in einem 5.000-Seelen-Dorf am Fusse der Alb aufgewachsen - dass eine solche Tat unbemerkt bleibt, finde ich erstaunlich.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

02.10.2026 um 15:50
Zitat von QuironQuiron schrieb:Ich halte das nach wie vor für einen voreiligen Fehlschluss. "...sonst wäre er nicht die Schussengasse hinuntergelaufen." ....sondern wohin? So viele möglichen Fluchtwege gibt es ja nun auch nicht, insbesondere wenn schon Anwohner auf der Straße waren und den Täter noch weglaufen sehen konnten.
Die Flucht über die Schussengasse muss nicht zwingend auf Ortskenntnisse hindeuten, er könnte den Weg auch genommen haben weil er
a) möglichst schnell aus dem Blickfeld der Zeugen verschwinden wollte
b) seinen Fluchtwagen dort geparkt hatte
c) über die Schussengasse und den Zickzackweg zu Fuß aus Münster flüchten wollte bevor die Ringfahndung greift, wobei das dann doch auch für Ortskenntnisse sprechen würde.

Aber selbst wenn der Täter Ortskenntnisse hatte muß er nicht in Münster gewohnt haben. Er könnte auch aus den umliegenden Orten stammen oder einen Bezug zu Münster gehabt haben, evtl dort gearbeitet oder Freunde die dort wohnten.

Da Sibylle gern in Discos ging bezweifle ich dass die Polizei ihr Umfeld lückenlos ermitteln konnte.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

02.10.2026 um 18:41
Zitat von blaomatblaomat schrieb:Da Sibylle gern in Discos ging bezweifle ich dass die Polizei ihr Umfeld lückenlos ermitteln konnte.
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass die Polizei jene Freunde udn Freundinnen, mit denen Sibylle für gewöhnlich Discos aufgesucht hat, nach solchen Discobekanntschaften gefragt hat. Ich gehe weiterhin davon aus, dass eine so flüchtige Discobekanntschaft, dass sie den Freunden nicht aufgefallen ist, dann auch nicht so gut über den Wohnort, noch über Sibylles Gewohnheiten informiert gewesen sein kann, um einen deratigen Überfall zu planen.

Bleibt also eine zufällige Begegnung mit einem gewaltbereiten Unbekannten. Mag sein, dass er von der Straßenbahn nachgeschlichen ist, mag sein, dass er zufällig in der Gasse war. Über das Motiv kann man dann nur noch spekulieren, deswegen erscheint mir ein misslungener Raub mit Todesfolge am plausibelsten, gefolgt von purer Aggressivität. Wer rennt denn überhaupt mit einem Messer mit einer Klinge von neun Zentimetern herum?
Zitat von HeavythoughtsHeavythoughts schrieb:Was mich überrascht ist, dass niemand tatsächlich was mitbekommen hat, weder vom La Gatsch in der Nähe noch Anwohner.
Ist das so ein verschlafenes Kaff?

Bin ja selber in einem 5.000-Seelen-Dorf am Fusse der Alb aufgewachsen - dass eine solche Tat unbemerkt bleibt, finde ich erstaunlich.
Die Tat ist ja nicht unbemerkt geblieben. Die Anwohner waren schon auf der Straße als der Täter noch in Sichtweite war. Deswegen nehme ich auch an, war die Handtasche noch vor Ort, wenn es denn wirklich ein versuchter Raub war.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

03.10.2026 um 14:52
@blaomat

Guter Beitrag ,aus 2 Gründen.

1. Auf den ersten Blick deutet tatsächlich einiges auf gute Ortkenntnis hin. ich habe mir das aber alles letzte Woche nochmal angeschaut. Und auf den zweiten Blick erscheint es mir so dass auch ein Ortsfremder INTUITIV sowohl den tatort als auch den Fluchweg genauso ausgewählt hätte. Den tatort an der dunkelsten Stelle auf der nur auf einer Seite Häuser waren. Den Fluchweg weg vom ortskern, Richtung Schrebergärten in "unbebautes Gebiet".

2.
Zitat von blaomatblaomat schrieb:Da Sibylle gern in Discos ging bezweifle ich dass die Polizei ihr Umfeld lückenlos ermitteln konnte.
Auch hier: Auf den ersten Blick paßt das was @Quiron schreibt, man könnte davon ausgehen dass die Polizei das lückenlos nachvollzieht. Auf den zweiten Blick: Ich war Jahre später selbst regelmäßiger Musiclandbesucher und kann folgendes feststellen. Das Musicland hatte 7 tage die woche geöffnet und es war an jedem tag - auch wegen unterschiedlichen DJs - ein anderes Publikum da. Schon das erschwert es enorm ALLE bekanntschaften zu ermitteln. Zweitens war das die zeit in der man Telefonnummern noch einsammelte indem man sie sich auf den arm schreiben ließ und sie sich dann - heute unvorstellbar ^^ - einfach gemerkt hat.

jedenfalls ließen sich kontakte nicht wie heute einfach digital nachvollziehen, das mußte alles mühsam ermittelt werden.

Aus diesen gründen denke ich wie du, dass nicht ALLES nachvollzogen werden konnte. Das hängt natürlich auch von Sibylles Ausgehverhalten ab (wie oft, wohin, bekanntenkreis(e) ) , Dinge die wir nicht wissen.


@Quiron

Bzgl der handtaschenraubtheorie. Es wäre schon eine gewisse Ironie wenn Sibylle in der Stuttgarter innenstadt 10 minuten durch ziemlich duestere ecken zur haltestelle läuft um dann in einem kuhdorf wie Münster mit einem heimweg von maximal 5 minuten einem Räuber über den Weg zu laufen. Und der dann innerhalb von sekunden , offensichtlich in Tötungsabsicht , 4 mal auf sie einsticht um dann ohne handtasche zu flüchten. Das halte ich für recht unwahrscheinlich.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

04.10.2026 um 00:10
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Bzgl der handtaschenraubtheorie. Es wäre schon eine gewisse Ironie wenn Sibylle in der Stuttgarter innenstadt 10 minuten durch ziemlich duestere ecken zur haltestelle läuft um dann in einem kuhdorf wie Münster mit einem heimweg von maximal 5 minuten einem Räuber über den Weg zu laufen. Und der dann innerhalb von sekunden , offensichtlich in Tötungsabsicht , 4 mal auf sie einsticht um dann ohne handtasche zu flüchten. Das halte ich für recht unwahrscheinlich.
Deine Argumentation ist aus mehreren Gründen falsch: Die Tat hat nunmal leider stattgefunden, sie hat stattgefunden in einem Kuhdorf wie Münster auf einem Heimweg von maximal 5 Minuten. Wenn du nun meinst, das könne aus allen möglichen Motiven geschehen, nur nicht aus dem eines beabsichtigten Raubes, dann wirst du das besser begründen müssen, als mit einem Täter, der es speziell auf Sibylle abgesehen hat.

Darüberhinaus sind die Reinsburgstraße und die Marienstraße keine düsteren Ecken, wo man jede Minute damit rechnen muss, überfallen zu werden. Heute nicht, und damals 1983 schon gar nicht. Ich weiß nicht, woher du das hast. Da ist auf jeden Fall auch um diese Zeit mehr Publikumsverkehr, als in der düsteren Jagststraße. Mal abgesehen davon, dass sie damals nicht allein unterwegs war.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

04.10.2026 um 09:08
Zitat von QuironQuiron schrieb:
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Bzgl der handtaschenraubtheorie. Es wäre schon eine gewisse Ironie wenn Sibylle in der Stuttgarter innenstadt 10 minuten durch ziemlich duestere ecken zur haltestelle läuft um dann in einem kuhdorf wie Münster mit einem heimweg von maximal 5 minuten einem Räuber über den Weg zu laufen. Und der dann innerhalb von sekunden , offensichtlich in Tötungsabsicht , 4 mal auf sie einsticht um dann ohne handtasche zu flüchten. Das halte ich für recht unwahrscheinlich.
Deine Argumentation ist aus mehreren Gründen falsch: Die Tat hat nunmal leider stattgefunden, sie hat stattgefunden in einem Kuhdorf wie Münster auf einem Heimweg von maximal 5 Minuten. Wenn du nun meinst, das könne aus allen möglichen Motiven geschehen, nur nicht aus dem eines beabsichtigten Raubes, dann wirst du das besser begründen müssen, als mit einem Täter, der es speziell auf Sibylle abgesehen hat.
In diesem Zusammenhang möchte ich noch mal das von dir selbst bemühte, berühmte...
Zitat von QuironQuiron schrieb:Ockhams Rasiermesser.
...ins Spiel bringen.

Wie hoch soll denn die Wahrscheinlichkeit sein, daß sich an einem Sonntag des Jahres 1983 abends um halb elf ein auswärtiger (!) Räuber in dieses...
Zitat von QuironQuiron schrieb:Kuhdorf wie Münster
...verirrt und denkt, daß in der Handtasche einer 16jährigen so viel Lohnendes zu holen sein könnte, um dafür gleich viermal in Tötungsabsicht zustechen zu müssen ?

Und nebenbei bemerkt die Handtasche sogar noch liegen läßt?

Bei dem relativ steilen Anstieg hätte ein kräftiger Stups ausgereicht und sie wäre gestürzt, der Kerl hätte das Teil an sich nehmen können und der Vorfall wäre wenige Wochen später vergessen, die Schürfwunden verheilt gewesen.

Deine Meinung sei dir gegönnt, für mich allerdings ist die Raubtheorie nach..

1. Wichmann ("Oh, No!"),
2. Methling ( "Belege mir einer, daß der Anfang 1983 schon in Schwaben war und einen Grund gehabt haben könnte, sich um diese Uhrzeit am verlängerten Rücken Stuttgarts aufzuhalten")
3. der toxischen Beziehung (von der nie einer geredet hat)

....die viertunwahrscheinlichste aller Möglichkeiten.

Ich hoffe, du gönnst mir meine Meinung dann auch, genau wie meine "Gefühle" ;-)

Ich werde nämlich beim Thema "auswärtiger Täter" das Gefühl nicht los, daß hinter dem wiederholten Beharren darauf der fromme Wunsch deckt, daß "nicht sein kann, was nicht sein darf" und der Täter all die Jahre unerkannt weiter vor Ort gelebt hat.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

04.10.2026 um 11:00
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Wie hoch soll denn die Wahrscheinlichkeit sein, daß sich an einem Sonntag des Jahres 1983 abends um halb elf ein auswärtiger (!) Räuber in dieses...
Zitat von QuironQuiron schrieb:Kuhdorf wie Münster
...verirrt und denkt, daß in der Handtasche einer 16jährigen so viel Lohnendes zu holen sein könnte, um dafür gleich viermal in Tötungsabsicht zustechen zu müssen ?
Gegenfrage: Wie hoch soll denn die Wahrscheinlichkeit sein, daß sich an einem Sonntag des Jahres 1983 abends um halb elf ein auswärtiger (!) Gewalttäter in dieses Kuhdorf wie Münster verirrt und gleich viermal in Tötungsabsicht zusticht?

Egal wie hoch diese Wahrscheinlichkeit theoretisch ist, es ist egal, weil es ist geschehen. Ich lege mich nicht auf einen versuchten Raub fest, ich sehe es nur als ein mögliches Motiv.

Ich kenne jetzt keine Statistiken, aber ich meine Raubüberfälle, bei denen der Täter gewalttätig wurde, wenn das Opfer nicht gleich wie gewünscht regiert hat, sind nicht so selten.
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Und nebenbei bemerkt die Handtasche sogar noch liegen läßt?
Weil er nicht mehr dazu gekommen ist, sie aufzuheben, nachdem schon Zeugen auf die Straße kamen. Er muss ja damit rechene, erkannt oder sogar überwältigt zu werden.
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:3. der toxischen Beziehung (von der nie einer geredet hat)
Dann liest du hier nicht aufmerksam genug mit. Meine Bemerkung resultiert aus solchen Aussagen:
Das Motiv könnte Eifersucht wegen dem neuen Schwarm gewesen sein.
Quelle: Beitrag von blaomat (Seite 182)
Zitat von blaomatblaomat schrieb am 30.07.2026:Ein angefressener Bekannter beobachtet wie sie das Musicland verlässt und setzt sich in sein Auto um sie auf dem Heimweg abzufangen. Da müsste im Vorfeld der Tat einiges geschehen sein. Vielleicht wußte er wo sie wohnt weil er sie schon mal heimgefahren hatte.
Quelle: Beitrag von blaomat (Seite 184)
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Ich werde nämlich beim Thema "auswärtiger Täter" das Gefühl nicht los, daß hinter dem wiederholten Beharren darauf der fromme Wunsch deckt, daß "nicht sein kann, was nicht sein darf" und der Täter all die Jahre unerkannt weiter vor Ort gelebt hat.
Kann sein. Dann allerdings würde ich meinen, die Polizei hat nicht genau genug hingeschaut. Wie jemand mal hier ausgeführt hat, gibt es nicht so viele männliche Einwohner im passenden Alter im Münster, als dass man sie nicht mit der Täterbeschreibung abgleichen oder auf eine gewalttätige Vorgeschichte abklopfen kann. Es wurde aber nie ein konkreter Verdächtiger ermittelt.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

04.10.2026 um 11:19
Zitat von QuironQuiron schrieb:
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Wie hoch soll denn die Wahrscheinlichkeit sein, daß sich an einem Sonntag des Jahres 1983 abends um halb elf ein auswärtiger (!) Räuber in dieses...
Zitat von QuironQuiron schrieb:Kuhdorf wie Münster
...verirrt und denkt, daß in der Handtasche einer 16jährigen so viel Lohnendes zu holen sein könnte, um dafür gleich viermal in Tötungsabsicht zustechen zu müssen ?
Gegenfrage: Wie hoch soll denn die Wahrscheinlichkeit sein, daß sich an einem Sonntag des Jahres 1983 abends um halb elf ein auswärtiger (!) Gewalttäter in dieses Kuhdorf wie Münster verirrt und gleich viermal in Tötungsabsicht zusticht?
Nun, es könnte ja sein, daß er einen Grund gehabt könnte, genau dort zu sein.
Wo wir zum Wiederholten mal beim Thema "Vorgeschichte" sind und bei der es sich um keine "toxische Beziehung" handeln muß.

Oder alternativ die ihm unbekannte Sibylle in der Bahn gesehen hat und mit ausgestiegen ist.
Aus einer ursprünglich geplante Anmache wurde zunächst ein Übergriff, ein Vergewaltigungsversuch und daraus ein Mord. Klassisch das, was man "aus dem Ruder gelaufen" nennt.
Zitat von QuironQuiron schrieb:Ich kenne jetzt keine Statistiken, aber ich meine Raubüberfälle, bei denen der Täter gewalttätig wurde, wenn das Opfer nicht gleich wie gewünscht regiert hat, sind nicht so selten.
Das mag richtig sein, allerdings muß ja nicht gleich viermal zugestochen werden.
Der Täter wußte, was er wollte, nämlich sie töten.
Mir scheint zweifelhaft, ob ihre Handtasche der Grund dafür gewesen sein könnte.
Zitat von QuironQuiron schrieb:Wie jemand mal hier ausgeführt hat, gibt es nicht so viele männliche Einwohner im passenden Alter im Münster,
Hier wurde allerdings kürzlich noch beschrieben, daß S-Münster damals "ein junger" Stadtteil mit einem hohen Anteil junger Männer gewesen sein soll.
Da müsstet ihr euch aber als Locals einig werden.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

04.10.2026 um 12:56
Die Situation vor dem Umbau stellte sich so dar:
• Privates Pfarrgut: Das Gelände diente über Generationen hinweg den Pfarrern der Münsteraner Kirchengemeinde zum Anbau von Gemüse, Obst und Blumen. Es war eine reine, von Mauern und Zäunen umschlossene Grünfläche.
@aliM.
Klasse, das hatte ich gesucht im Netz!👍🏽
Zitat von blaomatblaomat schrieb:Aber selbst wenn der Täter Ortskenntnisse hatte muß er nicht in Münster gewohnt haben. Er könnte auch aus den umliegenden Orten stammen oder einen Bezug zu Münster gehabt haben, evtl dort gearbeitet oder Freunde die dort wohnten.
Wie bei Anja A.

Muckensturm, Steinhaldenfeld, Hallschlag, sogar Mühlhausen und natürlich Cannstatt.. alles in wenigen Minuten erreichbar.
Ich für meinen Teil kannte mich auch nich nur in meinem 'Dorf' gut aus...!
Zitat von QuironQuiron schrieb:Darüberhinaus sind die Reinsburgstraße und die Marienstraße keine düsteren Ecken, wo man jede Minute damit rechnen muss, überfallen zu werden. Heute nicht, und damals 1983 schon gar nicht. Ich weiß nicht, woher du das hast. Da ist auf jeden Fall auch um diese Zeit mehr Publikumsverkehr, als in der düsteren Jagststraße. Mal abgesehen davon, dass sie damals nicht allein unterwegs war.
Absolut, sicherer kann man sich gar nicht fühlen! Kein Vergleich mehr zu heute!
Das Motiv könnte Eifersucht wegen dem neuen Schwarm gewesen sein
Quelle: Beitrag von blaomat (Seite 182)

Auch hier sehe ich es genauso, im übrigen auch die Ähnlichkeit zu Anja!
Sibylle könnte aus dem selben Grund (kurzentschlossen) nochmal weg gegangen sein?! ...was bei beiden ja explizit erwähnt wurde.

Zwar war dies auch zu meiner Zeit nicht unbedingt ungewöhnlich aber bei einem intakten Familienleben musste dies kommuniziert werden, bei Mädels noch eher.

Bei Sibylle gab es nur niemanden der darüber etwas wusste, auch evtl. die Freundin an jenem Abend nicht.

Wieviele Leute hatten wir kennengelernt in der 'Sturmzeit' und niemand wusste etwas davon?

Und an eine Zufalls Begegnung in Jagststr kann und werde ich nicht glauben.
Die Tötungsabsicht war m.M.n. nicht geplant aber derjenige war definitiv bereit dazu!

Ebenso wie bei Anja...


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

04.10.2026 um 14:05
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Nun, es könnte ja sein, daß er einen Grund gehabt könnte, genau dort zu sein.
Wo wir zum Wiederholten mal beim Thema "Vorgeschichte" sind und bei der es sich um keine "toxische Beziehung" handeln muß.
Was für eine Vorgeschichte soll das denn gewesen sein. Da ist mir noch nichts plausibles genannt worden.

Und wenn eine "Vorgeschichte" damit endet, dass man viermal in den Hals gestochen wird, dann nenne ich das "toxisch".
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Oder alternativ die ihm unbekannte Sibylle in der Bahn gesehen hat und mit ausgestiegen ist.
Aus einer ursprünglich geplante Anmache wurde zunächst ein Übergriff, ein Vergewaltigungsversuch und daraus ein Mord. Klassisch das, was man "aus dem Ruder gelaufen" nennt.
Nun, hier fehlt es an Konsequenz. Ein versuchter Raub kann deiner Meinung nach nicht "aus dem Ruder laufen" und mit vier Stichen in den Hals enden, ein Vergewaltigungsversuch aber schon?

Ich bin jetzt nicht vom Fach, aber ich kann mir vorstellen, dass man dazu dem Opfer erstmal das Messer an die Kehle hält und die Herausgabe der Beute verlangt. Und je nachdem, wie das Opfer reagiert...

Ich halte auch einen Vergewaltigungsversuch nicht grundsätzlich für ausgeschlossen, allerdings ist die dafür gewählte Stelle noch ungünstiger, als für einen Raub. Bei einem Raub kann man sich im günstigen Fall die Beute schnell schnappen und dann verschwinden.

Allerdings kann man auch nicht davon ausgehen, dass die Täter immer besonders intelligent vorgehen.
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Das mag richtig sein, allerdings muß ja nicht gleich viermal zugestochen werden.
Wenn der Täter entsprechend in Wut gerät, oder grundsätzlich schon gereizt ist.
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Hier wurde allerdings kürzlich noch beschrieben, daß S-Münster damals "ein junger" Stadtteil mit einem hohen Anteil junger Männer gewesen sein soll.
Da müsstet ihr euch aber als Locals einig werden.
Wer hat das so beschrieben? Ich selbst wohnte nie in Münster, darum kann ich dazu nichts sagen. Ich bezog mich auf diese Aussage von neulich:
Zitat von blaomatblaomat schrieb am 27.07.2026:Münster hatte 1983 vermutlich ca 6000 Einwohner, davon waren etwa 3000 männlich. Im passenden Alter von 18 bis 22 Jahren wären es dann nur noch ca. 150 gewesen. Wenn man dann noch die anderen Elemente der Täterbeschreibung rausfiltert, bleiben nicht mehr viele übrig. Da ich davon ausgehe dass sich die Polizei die Männer mit dem passenden Alter mal näher angesehen hat, vermute ich eher einen ortsfremden Täter.
Quelle: Beitrag von blaomat (Seite 184)


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

04.10.2026 um 14:39
Zitat von QuironQuiron schrieb:Was für eine Vorgeschichte soll das denn gewesen sein.
Im Laufe der Jahre sind unzählige mögliche Beispiele für eine Vorgeschichte benannt worden.

Ich scheine nicht der einzige zu sein...
Zitat von QuironQuiron schrieb:Dann liest du hier nicht aufmerksam genug mit.
...der nicht aufmerksam genug mitliest.

In dem Zusammenhang:
Zitat von QuironQuiron schrieb:Und wenn eine "Vorgeschichte" damit endet, dass man viermal in den Hals gestochen wird, dann nenne ich das "toxisch".
Sie starb laut Artikel einem Stich in die Hauptschlagader. Die ist im Bauchraum und nicht am Hals
Zitat von QuironQuiron schrieb:Da ist mir noch nichts plausibles genannt worden.
Das Problem ist in diesem Thread ganz einfach, daß hier Leute mitposten, die wahrscheinlich seit Jahrzehnten eine vorgefestigte Meinung zu beiden Fällen haben und nicht mehr flexibel genug sind, davon abzurücken .

Ich bin damals mit zwei vollkommen anderen Vorstellungen zu beiden Fällen hier aufgeschlagen und habe im Laufe der Zeit durch gute Argumente sowohl bei Sibylle wie auch bei Anja meine Meinung ändern können.

Hier postet auch jemand mit, der sich von Methling hat verabschieden können.
Manch anderer wird sich leider wohl nicht mehr überzeugen lassen, da kann man argumentieren, wie man will.
Zitat von QuironQuiron schrieb:Nun, hier fehlt es an Konsequenz. Ein versuchter Raub kann deiner Meinung nach nicht "aus dem Ruder laufen" und mit vier Stichen in den Hals enden, ein Vergewaltigungsversuch aber schon?
Für ein Raub hätte auf dieser Straße schon ein Stoß gereicht, um an die Handtasche zu kommen.
Eine Vergewaltigungsversuch ist per se schon eine Gewalttat, genau wie ein Messereinsatz.
Von daher ist die Wahrscheinlichkeit, daß ein Vergewaltigungsversuch zu vier Stichen führt, ungleich höher als beim Handtaschenraub bei einem 16jährigen Mädchen.
Zitat von QuironQuiron schrieb:
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Hier wurde allerdings kürzlich noch beschrieben, daß S-Münster damals "ein junger" Stadtteil mit einem hohen Anteil junger Männer gewesen sein soll.
Da müsstet ihr euch aber als Locals einig werden.
Wer hat das so beschrieben? Ich selbst wohnte nie in Münster, darum kann ich dazu nichts sagen. Ich bezog mich auf diese Aussage von neulich:
Ich bezog mich dagegen darauf:
Zitat von aliM.aliM. schrieb am 23.09.2026:Was mir erst in der letzten Zeit klar wurde: Die Bevölkerungsstruktur war damals sehr anders als heute. Sehr viele junge Menschen, sehr viele junge Männer. Diese Leute waren damals abends im Ort unterwegs. Keine Fremden, keine Junkies. So sehe ich das heute.
Nix für ungut ...


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

04.10.2026 um 15:30
Ich ergänze gerne zur altersstruktur. Münster ist heute ein überalterter Stadtteil. Das war zu Sibylles Zeiten komplett anders. Pro jahrgang gab es 4 oder 5 Klassen. Jugendmannschaften im fussball, Ringen, Turnen hatten pro jahrgang mehrere Mannschaften, da wo man heute teilweise nur 1 Mannschaft als spielgemeinschaft mit Cannstatt und hofen hinbekommt.

Laut KI waren fast 40% der Einwohner im Alter von 16 bis 40 Jahren. Bei 7000 Einwohnern und ca 50% männlich kommt man dann bei ca 1400 jungen Männern raus. Alleine in Münster! Dazu noch die vom hallschlag, aus hofen, muckensturm etc, Kuma hat das ja aufgezählt.

An jungen Männern war wahrlich kein Mangel!


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

04.10.2026 um 15:35
Im Alter 16 bis 22 allein in Münster ca 350!.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

04.10.2026 um 15:38
Meine Ansicht und Meinung zu beiden Fällen ist Immer 'in Bewegung', nie Stur oder vorgefertigt, sollte meiner Meinung nach normal sein.

Ich kenn Münster definitiv (Aktiv) nicht aus dieser Zeit.
Kann aber mit Sicherheit sagen das in den 80ern wesentlich mehr junge Leute auf den Straßen allgemein unterwegs waren, da es noch die Zeit der Geburtenstarke Jahrgänge war, mich eingeschlossen als 69'er!
Kein Internet, etc. Kneipen, Bars, Discos, Tanzlokale, Gaststätten waren Anlaufpunkte.
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Ich bin damals mit zwei vollkommen anderen Vorstellungen zu beiden Fällen hier aufgeschlagen und habe im Laufe der Zeit durch gute Argumente sowohl bei Sibylle wie auch bei Anja meine Meinung ändern können.
Tatsächlich auch ich, aber nicht bei allem, ich kann mir aber auch nicht ALLE Details aus allen 190 Seiten merken und verändere immer wieder meine Sichtweise durch Eure Beiträge... denn Möglichkeiten gibt es sehr viele...!


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04.10.2026 um 15:41
Zitat von QuironQuiron schrieb:Darüberhinaus sind die Reinsburgstraße und die Marienstraße keine düsteren Ecken, wo man jede Minute damit rechnen muss, überfallen zu werden. Heute nicht, und damals 1983 schon gar nicht
Natürlich war das 1983 nicht so wie heute. Aber dass die Innenstadt, speziell um die grossen Haltestellen schon damals wesentlich kriminalitätsbelasteter waren als in Münster muss man wohl nicht näher erläutern?


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

04.10.2026 um 15:54
Anbei noch etwas anderes,
da ich vor einigen Tagen in Steinhaldenfeld war, bin ich in den Muckensturm gefahren, an das obere ende des Weges zur Einsteinstr.!
Mich ließ das Auto, dass man auf Maps in dem Querweg sieht, nicht los.
Und tatsächlich ist die Geländer Absperrung NICHT fest verbaut, man kann sie von Hand entfernen und runterfahren bis zum Querweg!!! Ich geh davon aus das es damals evtl auch schon möglich war..?!

Denke allerdings das dies nicht in der Tatnacht genutzt wurde, da viel zu auffällig..!


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

04.10.2026 um 17:25
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Sie starb laut Artikel einem Stich in die Hauptschlagader. Die ist im Bauchraum und nicht am Hals
Ok, dann ändere ich meine AUssage ab in "Und wenn eine "Vorgeschichte" damit endet, dass man viermal in den Bauch gestochen wird, dann nenne ich das "toxisch". So, macht das die Sache jetzt weniger toxisch?
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Für ein Raub hätte auf dieser Straße schon ein Stoß gereicht, um an die Handtasche zu kommen.
Ah ja, und für eine Vergewaltigung braucht es also mindestens vier?
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Eine Vergewaltigungsversuch ist per se schon eine Gewalttat, genau wie ein Messereinsatz.
...und genauso wie Raub.
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Von daher ist die Wahrscheinlichkeit, daß ein Vergewaltigungsversuch zu vier Stichen führt, ungleich höher als beim Handtaschenraub bei einem 16jährigen Mädchen.
Und das ist pure Behauptung, durch nichts belegt.
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Das Problem ist in diesem Thread ganz einfach, daß hier Leute mitposten, die wahrscheinlich seit Jahrzehnten eine vorgefestigte Meinung zu beiden Fällen haben und nicht mehr flexibel genug sind, davon abzurücken .
Sorry, aber was ich bisher zu den Möglichkeiten eines Mordes aus Rache oder Eifersucht gelesen habe, ist nun wirklich nicht dazu geeignet, sich dieser Ansicht anzuschließen. Der "Boss einer Gang" hätte beschlossen, sie zu töten und ähnliches...Also wirklich.
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Natürlich war das 1983 nicht so wie heute. Aber dass die Innenstadt, speziell um die grossen Haltestellen schon damals wesentlich kriminalitätsbelasteter waren als in Münster muss man wohl nicht näher erläutern?
Doch, z.B. mit den entsprechenden Statistiken. Wieviel Raubüberfälle in der Stuttgarter Innenstadt sind denn aus dieser Zeit bekannt? So viele, dass man sich nicht mehr auf die Straße gewagt hätte? Und solche Kriminellen begeben sich natürlich nie, aber wirklich nie und aus keinem Grund nach Münster, wo sie dann auch eine Gelegenheit zu nutzen versuchen, wenn sie sich denn bietet.
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Laut KI waren fast 40% der Einwohner im Alter von 16 bis 40 Jahren. Bei 7000 Einwohnern und ca 50% männlich kommt man dann bei ca 1400 jungen Männern raus. Alleine in Münster! Dazu noch die vom hallschlag, aus hofen, muckensturm etc, Kuma hat das ja aufgezählt.
Das ist wieder diese Inkonsequenz. In das "verschlafene Kuhdorf" Münster verirrt sich natürlich ein Krimineller nur, wenn er gezielt eine junge Frau niederstechen will. Aber ansonsten war Münster wohl überlaufen von den jungen Männern aus den Nachbarstadtteilen.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

04.10.2026 um 18:28
@Quiron

Scheint mir zwecklos.
Zitat von QuironQuiron schrieb:
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Für ein Raub hätte auf dieser Straße schon ein Stoß gereicht, um an die Handtasche zu kommen.
Ah ja, und für eine Vergewaltigung braucht es also mindestens vier?
Ein versuchter Handtaschenraub ist nicht mit versuchter Vergewaltigung gleichzusetzen.
Das eine Delikt ist ungleich gewalttätiger als das andere, die Hemmschwelle dazu viel höher. Und wer die einmal überschritten hat, greift eher zum Messer.

Ich hab gottseidank noch nie jemanden beraubt, will es aber weinigstens gedanklich mal für dich versuchen:

Da kommt mir als hormongesteuerter, kraftprotzender, bergab gehender 20jähriger Macho-Räuber eine physisch höchstwahrscheinlich unterlegene 16jährige an dieser besonders steilen, unübersichtlichen Stelle entgegen, auf deren Handtasche ich es spontan abgesehen habe, weil da 10 Mark drin sein könnten.

Entweder tue ich ganz unbeteiligt und schubse dann sie unerwartet von vorne , oder gehe zunächst mal unschuldig an ihr vorbei, um sie anschließend von hinten bergab zu ziehen.
In beiden Fällen wird sie stürzen.
Direkt über sie und schon habe ich die Handtasche , ohne daß sie überhaupt gemerkt hat, wie ihr geschah...
Klingt infam, hinterhältig, furchtbar asozial und noch viel mehr, nur eben eines nicht: nämlich sonderlich kompliziert !
Der Messer-Einsatz wäre hier nie und nimmer nötig gewesen!

Bei einer versuchten Vergewaltigung, die ich mir gar nicht erst vorstellen möchte, gibt´s ungleich mehrere Gründe, warum es zum Messereinsatz kommen kann.
Aus dem Stehgreif : zur Verdeckung, um das Opfer ruhig zu bekommen, aus Wut, weil plötzlich aus eigener Unzulänglichkeit doch keine Vergewaltigung möglich ist, such dir was a us.
Zitat von QuironQuiron schrieb:
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Hier wurde allerdings kürzlich noch beschrieben, daß S-Münster damals "ein junger" Stadtteil mit einem hohen Anteil junger Männer gewesen sein soll.
Da müsstet ihr euch aber als Locals einig werden.
Wer hat das so beschrieben? Ich selbst wohnte nie in Münster, darum kann ich dazu nichts sagen.
Sorry, für mich waren bisher alle Stuttgarter "Locals", sollte man aber nicht so sehen.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß man Städte nicht als homogen betrachten sollte.

Ich kenne auch Leute, die ihren Eltern danken, nicht im Nachbar-Stadtteil geboren worden zu sein, weil dort ihrer Meinung nach nur dummes Volk wohnt, obwohl die Bevölkerungsstruktur ganz ähnlich ist.


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