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Die Göhrde-Morde

15.400 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Hamburg, Ungelöst, Doppelmord, 1989, Göhrde, Lüneburg, Lage, KUR, Winsen, Bad Bevensen + 15 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Die Göhrde-Morde

Die Göhrde-Morde

03.01.2018 um 23:35
Para_1234 schrieb:Gibt es dafür eine Quellenangabe?
Ja,

Zitat:
"Eine wohl in einem der entwendeten Fahrzeuge der Opfer sichergestellte DNA-Spur konnte Wichmann zugeordnet werden. Laut Polizeiangaben handelt es sich dabei um eine neue Spur und nicht die im Laufe der Jahre immer wieder untersuchten Haare."
Quelle:
Wikipedia: Göhrde-Morde

Wenn du den weiter verlinkten Quellen folgst wirst du herausfinden, das es offizielle Polizeistellungnahmen sind, die das bestätigen.
Anderseits gehe einfach mal 20-30 Seiten zurück, lese alle Beiträge und Links und dort findest du dann auch die Links zu den Pressekonferenzen der Ermittler, wo sie mitteilen, das es eben nicht diese 2 Haare waren, sondern schlicht Asservate die sie vorher nie ausgewertet hatten bis es zum Druck durch Herrn Sielaff und sein Team kam.


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04.01.2018 um 00:45
@frauzimt KWW war ein Narziß, da ist der etwas selbstbemitleidende Ton kein Wunder. Das mit den Hund ist klar. Aber unter der Regenrinne ist ein Abfluß oder ein Sickerschacht. Und wer sogar einen Ford Probe vergräbt... Just saying.
KrimiFan72 schrieb:Laut Herrn Sielaff und seinem Team sind es ja mindestens 21 weitere Fälle die zu dem Profill von KWW passen
Alle Fälle in der Umgebung mit den Tatelementen Kleinkaliber oder schwere Unterleibsverletzungen/Verstümmelungen sollten auf KWW überprüft werden. So sind die Fälle Ilse Gehrkens und Irma Busch schon mal zwei die zu KWW passen würden.


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04.01.2018 um 02:45
ErwinKöster schrieb:Alle Fälle in der Umgebung mit den Tatelementen Kleinkaliber oder schwere Unterleibsverletzungen/Verstümmelungen sollten auf KWW überprüft werden. So sind die Fälle Ilse Gehrkens und Irma Busch schon mal zwei die zu KWW passen würden.
Genau dieser Meinung bin ich auch. Um die beiden Fällen schert sich im Moment wohl nur Herr Sielaff und sein Team. Ich kann es nicht verstehen.


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04.01.2018 um 12:41
@ayslynn
@ErwinKöster
ErwinKöster schrieb:Alle Fälle in der Umgebung mit den Tatelementen Kleinkaliber oder schwere Unterleibsverletzungen/Verstümmelungen sollten auf KWW überprüft werden. So sind die Fälle Ilse Gehrkens und Irma Busch schon mal zwei die zu KWW passen würden.
ayslynn schrieb:Um die beiden Fällen schert sich im Moment wohl nur Herr Sielaff und sein Team. Ich kann es nicht verstehen.
Woher kommt euer Wissen für diese Behauptung? Ich denke schon, dass in Lüneburg - und evtl. auch an anderen Dienststellen - gerade gearbeitet wird. Im Rahmen der Möglichkeiten natürlich. Was will ich damit sagen?

Zurzeit ist der deutsche Polizeiapparat gut ausgelastet (vermutlich überlastet) - und zwar mit aktuellem Tagesgeschäft, also aktuellen Straftaten und frei herumlaufenden Straftätern.
Die Problematik "verstorbener TV" wurde hier ja bereits erörtert. Auch der neue Fund der DNS-Spur in einem Opferfahrzeug ist -rein rechtlich- leider nur ein Indiz, nicht mehr und nicht weniger!

Die Beweisführung im Zusammenhang mit einem möglichen Mittäter/Mittäterin (und nur hier würde ja echte Dynamik entstehen) ist nach ca. 30 Jahren auch nicht gerade ein Kinderspiel. Vermutlich fehlen hier echte Indizien - von Beweisen ganz zu schweigen! Dazu kommen vermutlich Zeugnis- bzw. Aussageverweigerungsrecht. Und nach 30 Jahren natürlich bei allen Beteiligten - auch Zeugen - gewaltige Gedächtnislücken.

Als Beispiel: Ich war 1989 - nach Auffinden der Göhrde-Opfer - im Bereich der Tatorte. Jetzt frag mich heute mal, ob das im September oder Oktober ´89 war? Oder doch im Frühling 1990?! Es könnte natürlich auch ein warmer Novembertag gewesen sein....

Also, meine persönliche Meinung: Lasst die Polizei ihre Arbeit machen! Vermutlich glühen die Drähte in der Lüneburger Polizeidienststelle. Jetzt hat natürlich jeder Wendländer die "Blonde Bestie" 1989 im Wald gesehen! Lückenlose Indizienketten und lupenreine Beweise sind wohl nicht zu erwarten, damit meine ich rechtstaatlich betrachtet - und nicht Samstagabend-Krimi-Bauchgefühle. Die entscheidenden Chancen wurden zwischen August 1989 und der Selbsttötung des KWW vertan...

Das Team Sielaff wird evtl. noch privat mitmischen. Vielleicht findet sich eine Möglichkeit das Grundstück in Adendorf komplett - incl. Haus - zu "zerlegen". Juristisch wird das vermutlich ohne Output sein. Kriminal-Historisch eventuell jedoch bedeutend, da Kurt-Werner Wichmann vielleicht der größte "Serienmörder" Deutschlands war.


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04.01.2018 um 12:58
@Para_1234 Im großen und ganzen geb ich dir ja Recht. Die Polizei macht schon gute Arbeit. Und es ist immer leicht im Nachhinein vieles besser zu wissen.

Aber in diesem speziellen Fall hat die Lüneburger Polizei damals "versagt".

Man muss natürlich dazu sagen, wenn das alles stimmt was in der Presse so zu lesen war. Das ja auch ein Kapitel für sich.

Als Birgit M. damals verschwunden ist gab es ja auch eine Spur zu KWW. Die Polizei hatte aber wohl den damals kurz vor der Scheidung stehenden Ehemann von Birgit M. im Visier. Und das ist ja auch nachvollziehbar. Aber man darf andere Möglichkeiten bzw. Verdächtige ja nicht ausschließen.

Und KWW wurde auch befragt nach seinem Alibi. Er war arbeiten. Später stellt sich heraus, von wem auch immer, das er in der Zeit des Verschwindens der Frau krank geschrieben war. Wenn bei einem Verdächtigen soetwas noch nicht mal nachgeprüft wird, dann ist das schechte Polizeiarbeit. Warum lügt jemand bei so einer banalen Sache? Da würden bei mir alle Alarmglocken angehen.

KWW war ja kein unbeschriebenes Blatt, er war mehrmals gewalttätig aufgefallen und wohnte in der unmittelbaren Nähe.

Und dann findet ein pensionierter Polizist nach Jahrzehnten seine tote Schwester auf dem Grundstück von KWW, wo die Polizei aus Lüneburg vorher auch gesucht hat. Warum haben sie nichts entdeckt? Wollte man gar nicht so genau nachschauen?

Für mich gibt es in dem Fall keine Entschuldigung.


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accattone
ehemaliges Mitglied

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04.01.2018 um 13:00
Para_1234 schrieb:Auch der neue Fund der DNS-Spur in einem Opferfahrzeug ist -rein rechtlich- leider nur ein Indiz, nicht mehr und nicht weniger!
Wahrscheinlich weiß die betroffene Kripo, dass der Fall KWW
ein undankbarer Job ist.

Mit welchen Methoden möchte man ihm heute noch Straftaten aus den 70er oder 80 J. nachweisen?

- Gibt es persönliche Gegenstände der Opfer, die sich in seinem Besitz befanden?
- Zeitungsausschnitten oder Videos sind natürlich Indizien, aber damit kann ich keinen Täter überführen
- Was anderes wäre es, wenn er Tagebuch geführt hätte, mit anderen darüber gesprochen hätte, oder wenn er Fotos gemacht hätte
- DNA- Abgleich? Dann hätte man bei Opfern (Vergewaltigung) dementsprechende Spuren sichern müssen?
- Blutspuren, Haare?
- Zeugen aus seinem fam. Umkreis ? Leider sind beide Frauen verstorben, mit denen er gelebt hat. Ehem. Arbeitskollegen? Sein Bruder? Problem: der könnte sich selbst belasten. Vielleicht möchte er sich aber irgendwann mal ENTlasten.


Man darf skeptisch sein, ob man KWW noch Morde substantiell zuschreiben kann.


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04.01.2018 um 13:22
@xyfan72
@accattone

Dann sind wir uns ja mehr oder weniger einig. Schön!

Ich schrieb ja, dass die entscheidende "Schlamperei" zwischen 1989 und 1993 lief. Bezüglich der anderen eventuellen Taten natürlich auch davor - aber wir sind hier ja im Göhrde-Morde Thread...

Die möglichen Taten davor liegen leider im "Vor-DNA-Zeitalter". Vermutlich wenig/kein Material in den Asservatenkammern...

http://www.zeit.de/2003/39/Kasten-DNA


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04.01.2018 um 21:24
Para_1234 schrieb:Könntest du bitte diese "Merkwürdigkeiten und Unstimmigkeiten" etwas konkretisieren.Mich persönlich (langjähriger Mitleser in diesem Forum) verwundert diese Reaktion. Seit Jahren wird hier unter Verweis auf teilweise fadenscheinigste Quellen (z.B. Bild, MoPo, Stammtisch Hören-Sagen) diskutiert und "ermittelt", jetzt nach ca. 28 Jahren scheint der langersehnte Durchbruch da zu sein - und es wird sofort gezweifelt!Wir reden hier über Zweifel an einer offiziellen Mitteilung der Polizei Lüneburg, oder sehe ich das falsch?https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/56836/3827244 Warum? Gekränkt, weil es nicht der Wunschkandidat ist?
Ich hatte nie einen "Wunschkandidaten", wie auch? Mein Username sagt, was ich mir wünsche: Sühne für den oder die Täter. Doch da beginnt es schon: die Täter? Neuerdings ist ein Mitttäter im Visier. Auf solche Ideen kommt man ja nicht ohne Indizien, die zumindest den Anfangsverdacht konkret bestätigen, sonst würde man keine Pressemitteilung dazu heraus geben. Wie lange besteht dieser konkrete Anfangsverdacht denn schon, der immerhin so konkret sein muss, dass eine staatsanwaltschaftliche Ermittlung gegen diese Person rechtlich legitim eingeleitet wurde? Ist dieser Verdacht auch schon 10 Monate alt oder neueren Datums? Hat man die Pressemitteilung erst heraus gegeben, als man die Speichelprobe sicher hatte? Warum wartet man dann nicht noch die paar Tage bis zum Abgleich der Speichelprobe mit den gefundenen DNA aus den Fahrzeugen der Opfer? Was passiert, wenn der DNA-Abgleich negativ ist und der beschuldigte Mittäter aus Boitzenburg als Mittäter ausscheidet, weil es keine Indizien gegen ihn mehr gibt? Oder ist das Ergebnis bereits bekannt und die Ermittler schweigen sich wieder 10 Monate aus? Fragen über Fragen, allein bei diesem Aspekt der "Polizeitaktik". Hier drängt sich das Gefühl auf, das die Jäger die Gejagten sind.

Ferner passen die Mordmerkmale der Göhrdemorde und des Mordes an B. Meier nicht zusammen. Eigentlich passt da nichts zusammen, es sei denn, man stilisiert den mutmaßlichen (Haupt-) Täter zum absoluten Serienmörder, der unzählige Menschen auf dem Gewissen hatte. Bei so einem völlig aus dem Ruder laufenden Serienkiller passt alles und nichts immer irgendwie zusammen. Nur: wo sind die konkreten Beweise dafür? Indizien kann man sich zusammenstellen und auch wieder verwerfen. Konkrete Beweise wie DNA-Gleichheit am Opfer oder am Täter, Fingerabdrücke, Zeugen bis hin zur Blutgruppe etc. sind ja nicht vorhanden, um einen Serienkiller zu belegen. Die Spur der DNA in einem Opferfahrzeug ist ein schwerwiegendes Indiz, aber halt kein juristisch verwertbarer Beweis für einen Mord oder eine Tötungsabsicht oder eine Beteiligung an den Morden. Es benötigt also eine Vielzahl von Indizien. Und da gegen den mutmaßlichen Täter KWW nicht ermittelt werden darf (da tot), können all die Indizien ja nur noch gegen den mutmaßlichen Mittäter juristische Verwendung finden. Wenn aber der Mittäter bekannt ist und die DNA-Analyse vorliegt, muss man sich fragen, warum es dazu keine Pressemitteilung gibt oder noch besser eine sofortige Anklage vor Gericht. Denn die Zeit läuft den Ermittlern davon, da die Verjährung für die Mittäterschaft bei Mord bei 30 Jahren liegt und die Hemmnis der Verjährung juristisch noch nicht begonnen haben kann. Viel Zeit zum Taktieren bleibt den Ermittlern jedenfalls nicht mehr. Ich hoffe inständig, dass sie wissen, was sie tun und nicht wieder so haarsträubende Unterlassungen zulassen wie in den letzten 28 Jahren! Oder aber: man weiß schon, dass die DNA nicht passt und hat überhaupt nichts in der Hand. Und dann macht diese Taktik erst wieder einen gewissen Sinn, weil man vor der Öffentlichkeit und vor der herben Kritik aus den eigenen Reihen Zeit schinden will, um vielleicht über andere Ansätze noch etwas retten zu können.

Tut mir Leid, wenn ich es so negativ darstelle, aber ich sehe im Moment keinen Grund, die Geschehnisse und das momentane Verhalten positiver darzustellen. Nur zu gern würde ich mich völlig irren und anerkennend feststellen müssen, dass die Taktik der Ermittler genial gut war und alles perfekt zur Aufklärung und Verurteilung geführt hätte. Ich sehe nur leider die Felle immer weiter davonschwimmen.

Meinen Gruß!


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05.01.2018 um 00:59
Man sollte Indizien nicht unterschätzen. Die Power von Indizien liegt in ihrer Gesamtwürdigung. Je dichter die Indizienkette desto weniger Beweise benötigt man. Es gibt einen Mordfall in dem es eine Veurteilung auf lebenslang gab, ohne dass auch nur ein einziger Beweis vorhanden war (nicht rechtskräftig)

http://www.pnn.de/pm/1208166/

Im Fall Sedlmayer war es ähnlich

http://m.spiegel.de/spiegel/print/d-13682171.html

Fazit: In einem der beiden von mir erwähnten Fälle sind einfach schon jetzt soviele Indizien auf KWW vorhanden dass man gutem Grund annehmen kann er wäre der Täter.

Und hat man bezüglich der Göhrde Morde nicht in Ws Auto Bundeswehrrucksack, Feldstecher und Kartenmaterial gefunden, so als hätte er wieder in unwegsamem Gelände nach Opfern gesucht?

Wenn ich noch kurz OT sein darf,

Meiner Meinung nach kollidiert der Grundsatz "Gegen Tote wird nicht ermittelt" mit dem Grundsatz "Mord verjährt nicht". Bei Vermögensdelikten wird man sagen können, OK der mutmassliche Täter ist tot, da ist das öffentliche Interesse an einer Aufklärung wegen Vermögensschäden nicht gross genug. Aber bei Mord? Da wäre es schon toll wenn die Angehörigen zB von Frau Gehrkens, der Reinolds oder der beiden anderen wüssten wer ihre Angehörigen umgebracht hat. Juristisch muss ja die Kripo in solchen Fällen fast darauf "hoffen" das es Komplizen gab-dann kann weiterermittelt werden.


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05.01.2018 um 12:28
ErwinKöster schrieb:Meiner Meinung nach kollidiert der Grundsatz "Gegen Tote wird nicht ermittelt" mit dem Grundsatz "Mord verjährt nicht". Bei Vermögensdelikten wird man sagen können, OK der mutmassliche Täter ist tot, da ist das öffentliche Interesse an einer Aufklärung wegen Vermögensschäden nicht gross genug. Aber bei Mord? Da wäre es schon toll wenn die Angehörigen zB von Frau Gehrkens, der Reinolds oder der beiden anderen wüssten wer ihre Angehörigen umgebracht hat. Juristisch muss ja die Kripo in solchen Fällen fast darauf "hoffen" das es Komplizen gab-dann kann weiterermittelt werde
man ermittelt mit gutem Grund gegen verstorbene NICHT .Denn die können sich nicht wehren-denn sie,die Toten, können nicht ihr juristisches Problem lösen(etwa richtigen Anwalt sich nehmen etc.)Denn sie können nicht als Beschuldigte etwas beitragen zu ihrer Entlastung.Strafprozessordnung und StGB geben jedem Verdächtigen oder Beschuldigtem viele Möglichkeiten und Rechte.Der Verstorbene kann sie naturgemäss nicht wahrnehmen.Also ist Ermitteln gegen Verstorbene Unfug und höchst unfair!!!


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05.01.2018 um 12:38
SpäteSühne schrieb:Nur: wo sind die konkreten Beweise dafür? Indizien kann man sich zusammenstellen und auch wieder verwerfen. Konkrete Beweise wie DNA-Gleichheit am Opfer oder am Täter, Fingerabdrücke, Zeugen bis hin zur Blutgruppe etc. sind ja nicht vorhanden, um einen Serienkiller zu belegen
wo ist Unterschied zwischen einem Indiz und einem Beweis?

In einem Strafprozess haben wir es fast immer mit Indizien zu tun.Selbst ein Geständnis des Täters ist kein Beweis,sondern nur ein Indiz.Unschuldige geben falsche Selbstbezichtigungen warum auch denn immer.Wann eine Indizienkette ausreicht um den Angeklagten zu verurteilen-das ist nicht immer eindeutig.


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05.01.2018 um 12:39
damesic00 schrieb:man ermittelt mit gutem Grund gegen verstorbene NICHT .Denn die können sich nicht wehren-denn sie,die Toten, können nicht ihr juristisches Problem lösen(etwa richtigen Anwalt sich nehmen etc.)Denn sie können nicht als Beschuldigte etwas beitragen zu ihrer Entlastung.Strafprozessordnung und StGB geben jedem Verdächtigen oder Beschuldigtem viele Möglichkeiten und Rechte.Der Verstorbene kann sie naturgemäss nicht wahrnehmen.Also ist Ermitteln gegen Verstorbene Unfug und höchst unfair!!!
So ist es. Und wie du schreibst: aus gutem Grund.
Zu einer Anklage kann es nicht kommen, da der TV verstorben ist.

Allerdings sehe ich dennoch ein Problem.
Was ist, wenn ein Verstorbener intern als Täter in einem Fall angesehen wird, und außerdem für weitere Tötungsdelikte infrage kommen könnte?

Man wird in dem einen Fall sagen: Wir haben den Täter (mit großer) Wahrscheinlichkeit, klappen den Fall zu, da keine Anklage erhoben werden kann.

Wie sieht es mit den anderen, nicht ausermittelten Fällen aus?
Geschlossenen werden können sie nicht. Die Täterfrage ist weiterhin offen.


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05.01.2018 um 12:44
frauzimt schrieb:Wie sieht es mit den anderen, nicht ausermittelten Fällen aus?
Geschlossenen werden können sie nicht. Die Täterfrage ist weiterhin offen.
Vergiss den Satz alles muss ausermittelt werden!!!Hitler ist tot und wir haben 50 000 0000 Tote.Wir können nicht für jeden Toten ein Ermittlungsverfahren eröffnen.Wozu denn auch!!Deckel zu und vergessen.


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05.01.2018 um 13:10
Gegen Hitler wurde sehr wohl ermittelt und zwar aufgrund der zahlreichen Dokumente und Beweise die vorlagen. Im Nürnberger Prozess wurde er nicht verurteilt, weil er nicht angeklagt werden konnte aber seine Haupttäterschaft festgestellt.

Es kann im übrigen jederzeit ein Pflichtverteidiger bestellt werden der die Rechte des Tatverdächtigen wahrt. Oder von den Angehörigen des Tatvetdächtigen ein Parteiebvertreter wenn die Interesse daran haben.

Deckel zu und vergessen? Eine etwas seltsame Ansicht. Dann können wir den Grundsatz Mord verjährt nicht auch abschaffen wie in der Schweiz. Dort verjährt Mord nach 30 Jahren.


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05.01.2018 um 13:15
@ErwinKöster,

danke, das wollte ich auch gerade schreiben. Es gibt heute noch Prozesse gegen NS Täter!


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05.01.2018 um 13:24
ErwinKöster schrieb:Es kann im übrigen jederzeit ein Pflichtverteidiger bestellt werden der die Rechte des Tatverdächtigen wahrt. Oder von den Angehörigen des Tatvetdächtigen ein Parteiebvertreter wenn die Interesse daran haben.

Deckel zu und vergessen? Eine etwas seltsame Ansicht. Dann können wir den Grundsatz Mord verjährt nicht auch abschaffen wie in der Schweiz. Dort verjährt Mord nach 30 Jahren.
da fängt es schon an.Pflichtverteidiger???i gid bahh-Ich würde wollen KEINEN Pflichtverteidiger!!!Wenn dann nur Wahlverteidiger!!Den ICH bestimme.Und von meinem Angehörigen will ich schon gar nicht,dass sie mein Interesse wahrnehmen.Sie können es nicht so gut wie ich selbst!!!!
ErwinKöster schrieb:Deckel zu und vergessen? Eine etwas seltsame Ansicht. Dann können wir den Grundsatz Mord verjährt nicht auch abschaffen wie in der Schweiz. Dort verjährt Mord nach 30 Jahren.
Hitler ist extremer Beispiel-wir hatten und haben europaweit hunderttausendfache willige Vollstrecker,die allesamt-fast-straffrei ausgingen.warum gegen die JETZT ermitteln???Hitler hat nicht in Weissrusland gemordet.Die Einsatzkommandos waren aus Reservepolizisten erstellt.(aus Hamburg und Bremen).Also StGB und StPo gilt in allen Fällen.In Göhrde Morden wie auch im Massaker von Babij Jar.Das leidgeprüfte Europa hat und wird vieles vergessen müssen-auch die Göhrde Morde


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05.01.2018 um 13:52
Das wird zu OT. Gehen wir lieber in den anderen KWW-Thread!


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05.01.2018 um 14:57
LuckyLuciano schrieb am 15.06.2017:@all

Es gibt noch keine ermittelte DNA aus den Asservaten des Göhrde-Falls.
Diese Aussage war dann seinerzeit wohl nicht ganz zutreffend.


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05.01.2018 um 15:23
FrauZimt schrieb:
Wie sieht es mit den anderen, nicht ausermittelten Fällen aus?
Geschlossenen werden können sie nicht. Die Täterfrage ist weiterhin offen.
damesic00 schrieb:Vergiss den Satz alles muss ausermittelt werden!!!Hitler ist tot und wir haben 50 000 0000 Tote.Wir können nicht für jeden Toten ein Ermittlungsverfahren eröffnen.Wozu denn auch!!Deckel zu und vergessen.
Ich glaube, du hast meinen Beitrag in den falschen Hals bekommen.

Die schreibst von Millionen Toten, für die A.H. verantwortlich ist. Und, dass nicht jeder einzelne Fall aufgeklärt werden kann.
(Die Lust dazu war hier anfangs auch nicht so dolle.)
Natürlich wird nicht gegen A.H. ermittelt, aber gegen lebende Helfer schon.
Und was A.H. betrifft: Historiker untersuchen die Befehlsketten bis heute.
Der Satz: "Ich bin es nicht, A.H. ist es gewesen!", stimmt nämlich nicht.

In einem Wald wurden 4 Tote gefunden, in einer Garage eine Frauenleiche. Alle 5 Opfer werden einem TV zugeordnet- gegen den nicht ermittelt wird, weil er inzwischen verstorben ist.
Soweit so klar.

In diesem Forum schwirren zahlreiche Namen von Frauen, die umgebracht wurden-und ebenfalls als Opfer dieses TV infrage kommen könnten.
Alles unaufgeklärte Fälle.
Die Frage ist: wird man die Akten mit dem Stempel versehen "möglicherweise auch der Göhrde-Mörder" und in einem Regal einstauben lassen ?- Oder nimmt man sich die Zeit (und das Personal) nochmal draufzuschauen - unter dem Blickwinkel, dass die Fälle auch diesem Täter zugeschrieen werden könnten?

Ich meine nicht so, dass die Fälle zur Prozessreife gebracht werden. Das wäre vergebliche Mühe, da gegen Tote nicht ermittelt werden kann.
Es geht doch einfach darum, einen anderen Täter mit größerer Wahrscheinlichkeit auszuschließen. Denn wenn es der "Göhrde-Mörder" nicht war, muss es ein anderer gewesen sein.
Die Suche müsste weiter gehen- und das wäre ja auch sinnlos, wenn es der Göhrde-Mörder war.


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05.01.2018 um 16:24
frauzimt schrieb:Die Frage ist: wird man die Akten mit dem Stempel versehen "möglicherweise auch der Göhrde-Mörder" und in einem Regal einstauben lassen ?- Oder nimmt man sich die Zeit (und das Personal) nochmal draufzuschauen - unter dem Blickwinkel, dass die Fälle auch diesem Täter zugeschrieen werden könnten?

Ich meine nicht so, dass die Fälle zur Prozessreife gebracht werden. Das wäre vergebliche Mühe, da gegen Tote nicht ermittelt werden kann.
Es geht doch einfach darum, einen anderen Täter mit größerer Wahrscheinlichkeit auszuschließen. Denn wenn es der "Göhrde-Mörder" nicht war, muss es ein anderer gewesen sein.
Die Suche müsste weiter gehen- und das wäre ja auch sinnlos, wenn es der Göhrde-Mörder war.
Wir dürfen nicht vergessen,dass es bereits zwei Tote gibt,die sich das Leben genommen haben,weil sie der Täterschaft verdächtigt wurden.KWW und ein Förster.Nach 28 Jahren erfolgloser Ermittlung muss langsam Schluss sein mit Verdächtigungen.Solche Verdächtigungen bringen viel Unruhe in das Leben nicht nur des Verdächtigen sondern auch der Umgebung.Irgendwann muss Rechtsfriede einkehren.Wenn in einem Tötungsdelikt nicht in ersten paar Tagen der oder die Täter ermittelt werden können,dann schwindet mit jeder Woche die Wahrscheinlichkeit,dass der,die Täter ermittelt werden.Nach Jahrzähnten ist der Fall aussichtslos.
In einem Ermittlungsfall sollten niemals Angehörige ermitteln(auch wenn sie Kriminalisten sind!!!),sondern unabhängige Kriminalisten.


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