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Die Göhrde-Morde

15.437 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Hamburg, Ungelöst, Doppelmord, 1989, Göhrde, Lüneburg, Lage, KUR, Winsen, Tatwaffe + 15 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Die Göhrde-Morde

Die Göhrde-Morde

06.01.2018 um 12:25
@Boccer

Das der Förster sich aber WEGEN der Verdächtigung das Leben nahm, ist mMn nicht belegt oder ? Es steht mir nicht zu, darüber zu spekulieren. Aber in meinen Augen ist das -ich schrieb es in meinem Beitrag heute um 09:19- "dünnes Eis" !


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Die Göhrde-Morde

06.01.2018 um 12:26
Der Ehemann von Witwe W ist übrigens am 7. Januar 2017 gestorben - die neuen Hauseigentümer haben Sielaff und Mannschaft freie Hand gegeben (steht im Thread nebenan).

Natürlich müssen die Persönlichkeitsrechte des Verdächtigen mit denen der Angehörigen und dem Interesse der Öffentlichkeit abgewogen werden. Aber im Fall eines verdächtigen Serienkillers ist der Tatunwert so hoch, dass die Abwägung zugunsten der zweiten Gruppe ausgehen sollte. Und der Tod eines Beschuldigten ist ein Verfahrenshindernis gem §206 StPO. Auch bei Mord.

Zum Förster habe ich den Satz gelesen: "....auch deshalb erschiesst er sich 2008". Offenbar gab es andere Gründe. Quelle folgt.


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06.01.2018 um 12:45
ErwinKöster schrieb:Der Ehemann von Witwe W ist übrigens am 7. Januar 2017 gestorben - die neuen Hauseigentümer haben Sielaff und Mannschaft freie Hand gegeben (...)
Wenn ich das Haus gekauft/übernommen/geerbt hätte würde ich die Truppe sogar einladen und darum bitten, alles nochmal ganz, ganz ganau abzusuchen. Ich hätte sonst irgendwie so ein dumpfes Gefühl, dass noch irgendwo ein unentdecktes "Geheimfach" oder ein vergrabenes "Geheimnis" auf mich lauern könnte. Da könnte ich sicher nicht ruhig schlafen...
ErwinKöster schrieb:Und der Tod eines Beschuldigten ist ein Verfahrenshindernis gem §206 StPO. Auch bei Mord.
Sofern klar ist, dass der Verstorbene auch der Täter ist. So lange sollte man weiter gegen "unbekannt" ermitteln.


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06.01.2018 um 12:55
Slaterator schrieb:Sofern klar ist, dass der Verstorbene auch der Täter ist. So lange sollte man weiter gegen "unbekannt" ermitteln
Genau so ist es.


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06.01.2018 um 13:00
Slaterator schrieb:Das der Förster sich aber WEGEN der Verdächtigung das Leben nahm, ist mMn nicht belegt oder ? Es steht mir nicht zu, darüber zu spekulieren. Aber in meinen Augen ist das -ich schrieb es in meinem Beitrag heute um 09:19- "dünnes Eis" !
Es gibt noch einen zweiten Förster, der seinerzeit im Visier stand. Der eine mehr, der andere weniger. Beide nahmen sich später das Leben. Bei beiden berichteten die Medien jedoch davon, dass es sich um eine Erkrankung handelte, die zum Freitod führte. Leider habe ich den entsprechenden Artikel nicht griffbereit. Es war aber in einer der regionalen Zeitungen. Ich halte es auch für geboten, deren Entscheidung mit der notwendigen Vorsicht im Hinblick auf einen möglichen Tatverdacht zu bewerten.


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06.01.2018 um 13:14
LuckyLuciano schrieb:Es gibt noch einen zweiten Förster, der seinerzeit im Visier stand. Der eine mehr, der andere weniger. Beide nahmen sich später das Leben. Bei beiden berichteten die Medien jedoch davon, dass es sich um eine Erkrankung handelte, die zum Freitod führte. (...)
Danke für die Information. Ich hatte mir schon gedacht, es könnten zwei verschiedene Personen gemeint sein, war mir aber nicht sicher.
LuckyLuciano schrieb:(...) Ich halte es auch für geboten, deren Entscheidung mit der notwendigen Vorsicht im Hinblick auf einen möglichen Tatverdacht zu bewerten.
D´accord.


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Boccer
ehemaliges Mitglied

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06.01.2018 um 16:07
@Slaterator
@LuckyLuciano


Stimmt, es wurden ja zwei Förster verdächtigt , ob der damalige Förster aus Röhten sich das Leben nahm , glaube ich nicht. Er zog aus Röhten weg ( ich hatte mal seine
Telefonnummer ).Der TV Herr H.W. wurde noch sehr lange verdächtigt..!


@LuckyLuciano

war Herr W.Sielaff , damals auch in Lüchow- Dannenberg - Herbsttagung dabei ?


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06.01.2018 um 16:12
@Boccer

Nein, der Revierförster, der für Röthen zuständig war, ist nicht unter den genannten. Er zog jedoch weg (und erhielt ein anderes Revier in der Göhrde), um dem Einfluss der anhaltenden Denunziationen zu entgehen, insbesondere bzgl. seiner Familie. Der Revierförster des Reviers Röthen wohnt ja im dazugehörigen Forsthaus, somit war der Umzug zwingend.

Ja, Herr Sielaff war auch auf der Tagung. Er stellte damals schon die Frage bei der Podiumsdiskussion am Sonntag, ob es eine Zwei-Täter-Theorie gäbe und wer ggf. daran glaubt.


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06.01.2018 um 16:19
LuckyLuciano schrieb:Ja, Herr Sielaff war auch auf der Tagung. Er stellte damals schon die Frage bei der Podiumsdiskussion am Sonntag, ob es eine Zwei-Täter-Theorie gäbe und wer ggf. daran glaubt.
Ich glaube nicht daran.


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06.01.2018 um 16:22
@E.A.Poe

Für die Zwei-Täter-Theorie oder einen Ansatz als einen Mittäter (Helfer) spricht ja vorrangig die ewige Frage, wie der Täter zum Tatort kam und später von den Orten wegkam, wo er die Opfer-Fahrzeuge abstellte. Findet man keine weitere DNA bei den zu untersuchenden Asservaten der Göhrde, bliebe auch das Theorie und somit offen.


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06.01.2018 um 16:29
LuckyLuciano schrieb:Für die Zwei-Täter-Theorie oder einen Ansatz als einen Mittäter (Helfer) spricht ja vorrangig die ewige Frage, wie der Täter zum Tatort kam und später von den Orten wegkam, wo er die Opfer-Fahrzeuge abstellte. Findet man keine weitere DNA bei den zu untersuchenden Asservaten der Göhrde, bliebe auch das Theorie und somit offen.
Meine Antwort ist da lapidar: zu Fuß.
Du musst bedenken, dass ein Auto gesehen werden kann. Das ist ein großes Risiko.


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06.01.2018 um 16:35
@E.A.Poe

Da sind für mich auch noch Fragen offen.

Geht man mal davon aus, es gibt diesen Mittäter. Dann hätte er den Täter ja nicht nur zweimal in die Göhrde fahren müssen und später von den Orten der Fahrzeug-Abstellung wieder abholen müssen. Da der Täter ja sicher eine ganze Weile seine Opfer quasi suchen musste, wird er sich häufiger dort aufgehalten haben müssen, um die richtige Gelegenheit für seine Taten zu haben. Das wäre für Täter und Mittäter, ggf. als Fahrer, ein nicht unerheblicher, zeitlicher Aufwand gewesen. Beide hätten somit an einer Vielzahl an Tagen diese zeitliche Verfügbarkeit haben müssen.


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06.01.2018 um 16:52
@E.A.Poe

Ein Entdeckungsrisiko, dass sich später jemand an ein zu der Zeit dort auf dem Parkplatz geparktes Fahrzeug erinnern kann, ist da, aber offen gestanden m.E. eher gering, denn wie soll sich Wochen später jemand an ein Fahrzeug erinnern, dass dort an diesem oder jenen Tag parkte.

Stünde es ggf. längere Zeit da, also über Stunden und sogar häufiger in einem bestimmten Zeitraum, also 2-3 mal wöchentlich, ist das Entdeckungsrisiko tatsächlich deutlich höher. Dem könnte ein Mittäter als klassischer Fahrer ohnehin nur entgehen, wenn er die Örtlichkeiten verlässt und zu einem späteren, vereinbarten Zeitpunkt wieder käme. Aber gerade dabei war die Koordinierung nicht so leicht, da es zu der Zeit ja noch keine Handys gab, die dies erheblich vereinfacht hätten.


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Boccer
ehemaliges Mitglied

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06.01.2018 um 16:57
@LuckyLuciano

Danke, ich erinnere mich nicht mehr, Spooky und ich waren ja noch am 2.Tatort und
kamen etwas später.

Mir fiel auf :
Lt. Zeitung , Frau B. Meyer , am Tag ihrers Verschwindens , hatte sie einen Notartermin, Verkauf ihres Hauses in Brietlingen = Herr Köpping hatte doch auch einen Tag später - einen Notartermin - er wollte ein Haus kaufen..!



Außerdem erzählte mir damals ein Landwirt , dass auf der K 13 (Parkplatz erster Fundort ) ein heller / weißer PKW einige Tage stand.


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06.01.2018 um 17:07
@Boccer

War das nicht bei der verschwundenen Ina K. aus Gorleben genau das gleiche? Sie hatte doch m.M.n. auch einen Notartermin weg. Hausverkauf.


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06.01.2018 um 17:10
LuckyLuciano schrieb:Ein Entdeckungsrisiko, dass sich später jemand an ein zu der Zeit dort auf dem Parkplatz geparktes Fahrzeug erinnern kann, ist da, aber offen gestanden m.E. eher gering, denn wie soll sich Wochen später jemand an ein Fahrzeug erinnern, dass dort an diesem oder jenen Tag parkte.
Wieso Wochen später? Der Täter muss damit rechnen, dass die Leichen schnell gefunden werden, selbst wenn er sie versteckt.
Eine Frage, da ich mit dem Fall nicht allzu sehr vertraut bin: Wieso sollte er gefahren worden sein? Hätte er nicht sein eigenes Auto nehmen können?


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06.01.2018 um 17:26
@E.A.Poe

Der Täter hat die Leichen durchaus gut versteckt. Somit hatte er zumindest geplant, dass man sie nicht sofort findet. Das gelang ihm ja auch. Das zweite Paar fand die Polizei ja quasi durch Zufall bei einer Nachsuche einer Hundertschaft, die eigentlich die Kleidung des ersten Opferpaares suchte.

Hätte er sein Auto genommen, wäre die Frage nach dem Hinkommen geklärt. Aber dann hätte er jemanden gebraucht, der ihn wieder zurück zum Parkplatz fährt, um dort sein eigenes Fahrzeug abzuholen, nachdem er das Opferfahrzeug verbracht hatte. Auf diese Weise wäre auch das Entdeckungsrisiko höher, wenn sein Wagen dort längere Zeit verblieb. Wie gesagt, immer vorausgesetzt es gibt diese zweite Person, die, wie auch immer geartet half oder sogar in die Taten aktiv verwickelt war. Es bleibt ja auch zudem die Möglichkeit, dass KWW der Mittäter oder Helfer war und Tatausführender ein anderer!? Bisher ist ja nur eine DNA-Spur gefunden worden, die belegt, dass KWW in dem Opferfahrzeug saß.


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06.01.2018 um 19:54
LuckyLuciano schrieb:Hätte er sein Auto genommen, wäre die Frage nach dem Hinkommen geklärt. Aber dann hätte er jemanden gebraucht, der ihn wieder zurück zum Parkplatz fährt, um dort sein eigenes Fahrzeug abzuholen, nachdem er das Opferfahrzeug verbracht hatte. Auf diese Weise wäre auch das Entdeckungsrisiko höher, wenn sein Wagen dort längere Zeit verblieb.
Zu diesem Thema (wo wurde das Tatfahrzeug geparkt) hatte hier @Schmiddie ausgeführt und auch eine Wegekarte ins Forum gestellt. Seiner Ansicht nach wäre der strategisch beste Parkplatz für das Täterfahrzeug am Westrand der Göhrde gewesen. Kennzeichen LG fällt nicht auf und zudem kommt an diesen möglichen Stellplätzen da praktisch nie einer vorbei und sie sind nicht einsehbar, wenn man nicht direkt daran vorbei geht. Ich hatte mir die Lage(n) mit Hilfe seiner Karte dort vor Ort angesehen, war über 5 Stunden dort. Mir begegnete niemand. Schmiddie hatte recht. Gehzeit zu beiden Tatorten lediglich 20 Minuten. Und zudem hinter der Linie, wo er durch Polizisten etc. hätte gesehen werden können am 2. Mordtag. Hätte er dort geparkt, hätte er keinen Mittäter/Fahrer benötigt. Die Bahn hält in Neetzendorf, Fußweg zu den möglichen Tatfahrzeug-Parkplätzen auch nur 20 Minuten ab Neetzendorf. Die Opferfahrzeuge wurden an Bahnhöfen abgestellt, Winsen/L und Bad Bevensen, die beide beste Verbindungen nach Lüneburg haben - von dort mit der Wendlandbahn nach Neetzendorf...

Außerdem gebe ich zu bedenken, dass die beiden Opferfahrzeuge erst nach längerer Zeit (Wochen) an den Fundorten abgestellt wurden. So mussten sie "zwischengeparkt" werden an einem Ort, den niemand beobachten konnte. Das Grundstück von KWW wäre dafür nicht geeignet gewesen und scheidet aus. Garage bei KWW wäre aber mindestens theoretisch möglich, obwohl dann seine Frau das unweigerlich mitbekommen haben muss. Das Risiko wäre faktisch viel zu hoch. So muss sich gefragt werden, wo die Fahrzeuge sicher abgestellt wurden. Da das erste Opferfahrzeug nur 60 km Fahrstrecke zurücklegte von Röthen bis Winsen/Luhe, bleibt nicht viel Fahrstrecke übrig (10-15 km) für einen Umweg. Damit grenzt sich ein solcher Stellplatz auf eine bestimmte Region ein. Adendorf wäre 1989 nur theoretisch und am äußersten Rand in diesem Radius enthalten. Und auch nur, wenn mit dem Fahrzeug absolut kein Umweg gemacht worden wäre.

Meinen Gruß!


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06.01.2018 um 20:00
Nachtrag, die Bearbeitungszeit war schon wieder abgelaufen:


By the way: angenommen Adendorf wäre "nur" der Stellplatz für die Opferfahrzeuge gewesen (rein theoretisch), dann hätte die DNA von KWW dort in das Fahrzeuginnere gelangen können über einen Blaumann etc. Ich mein ja nur...


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06.01.2018 um 20:05
LuckyLuciano schrieb:Der Täter hat die Leichen durchaus gut versteckt. Somit hatte er zumindest geplant, dass man sie nicht sofort findet. Das gelang ihm ja auch. Das zweite Paar fand die Polizei ja quasi durch Zufall bei einer Nachsuche einer Hundertschaft, die eigentlich die Kleidung des ersten Opferpaares suchte.

Hätte er sein Auto genommen, wäre die Frage nach dem Hinkommen geklärt. Aber dann hätte er jemanden gebraucht, der ihn wieder zurück zum Parkplatz fährt, um dort sein eigenes Fahrzeug abzuholen, nachdem er das Opferfahrzeug verbracht hatte. Auf diese Weise wäre auch das Entdeckungsrisiko höher, wenn sein Wagen dort längere Zeit verblieb. Wie gesagt, immer vorausgesetzt es gibt diese zweite Person, die, wie auch immer geartet half oder sogar in die Taten aktiv verwickelt war. Es bleibt ja auch zudem die Möglichkeit, dass KWW der Mittäter oder Helfer war und Tatausführender ein anderer!? Bisher ist ja nur eine DNA-Spur gefunden worden, die belegt, dass KWW in dem Opferfahrzeug saß.
Ich kapier's immer noch nicht.
Der Täter läuft zu Fuß, erschießt Leute. Dann sieht er, dass sie mit dem Wagen gekommen sind. Er nimmt den Wagen, fährt ihn irgendwohin, fährt dann was weiß ich mit der Bahn zurück. Warum braucht er dafür einen zweiten Mann?


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