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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

12.387 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Ungeklärt, Feuer ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

05.01.2016 um 01:41
Zitat von Mc_ManusMc_Manus schrieb:Aber wir können uns -denke ich mal- darauf einigen, dass es keinen rationalen bzw. keinen guten Grund gibt, die ganz lange Taxifahrt von Nürnberg nach Litzlwalchen zu unternehmen (wenn er ernsthaft verschleiern will). Es ist imo nicht ein einziger Vorteil erkennbar, den er dadurch hat.
@Mc_Manus ,
ich sehe durchaus einen vorteil,nämlich dann wenn der täter glaubt es wäre
für ihn vorteilhaft wenn er so schnell wie möglich wieder den tatort erreicht.
zum beispiel um spuren, vielleicht in form eines fahrzeuges, zu beseitigen.
nachdem ja noch leute am flugplatz waren konnte sich der täter eben nicht
ganz sicher sein dass diese zeugen nicht doch noch die polizei anrufen.
der täter tötet das ehepaar,danach hat er mitbekommen dass doch noch leute
auf dem flugplatz waren, jetzt versteckt er sich und sondiert die lage.
nach 2 stunden ist er sich ziemlich sicher dass diese zeugen die schüsse
nicht mit ihm in verbindung bringen. der täter hat während seiner langen
fahrt nach nürnberg und im taxi allerdings genügend zeit zum zweifeln.
"und wenn diese zeugen den vorfall/schüsse doch noch melden.......".
daraufhin bekommt er kalte füsse und beschliesst den tatort aufzusuchen.
was nützt es den täter mit dem zug nach münchen zu fahren um unauffällig
zu bleiben, wenn die polizei gleichzeitig den tatort absucht und spuren finden
die ihn mit dem mord in verbindung bringen.
fazit: der täter hat hier eine klare abwägung gezogen .


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

05.01.2016 um 12:44
@indiamike
6.) Wie ist der Täter nach seiner Rückkehr zum bzw. in die Nähe des Tatorts von dort weg gekommen? Wenn es nicht ein eigenes Fahrzeug dort gab, bliebe nur der ÖPNV / Taxi oder die Anhaltermethode? Oder er hat sich dort abholen lassen von jemanden, den er dort kannte? Oder er musste gar nicht weiter weg, weil er dort gelebt hat?

Von dort aus fuhr diese Person mit einem weiteren Taxi in den Landkreis Traunstein und ließ sich kurz nach 5 Uhr an der Bundesstraße 304 zwischen Aiging und Matzing in der Nähe des Tatortes absetzen. Dort verliert sich seine Spur
Mal angenommen, er wurde genau (in der Mitte) zwischen Matzing und Aiging an der B304 abgesetzt, dann kommt er zu Fuß, in viele kleine Ortschaften in der Nähe. In z.B. Litzelwalchen wäre er in 30-40 min Fußweg. Der braucht dann weder Auto, noch Fahrrad. Letzteres ließe sich aber gut im Wald anlehnen.
Wenn er dort im Umkreis 1997 wohnhaft gewesen ist, dann hätte er beim Einwohnermeldeamt gemeldet/abgemeldet worden sein. (Vielleicht auch die Jahre zuvor.) Bei Saisonarbeitskräften wird es schwieriger, dann kennt der Bürger der Nachbargemeinde, schon nicht mehr das Personal des Gasthofes, Hotels aus der nächsten kleinen Ortschaft, usw. Ich denke aber, auch die mussten bei Sozialversicherung, Meldeamt oder Krankenversicherung angemeldet werden.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

05.01.2016 um 13:22
Zitat von indiamikeindiamike schrieb:2.) Hat der Täter eventuell in Nürnberg Beweismaterial außerhalb des Wohnmobil verschwinden lassen, bevor er das Wohnmobil in Brand setzte?Also beispielsweise dort etwas im Wald vergraben?

3.) Warum ist es dem Täter so wichtig, den Film in der Kamera zu vernichten?Wenn er einfach nur vermeiden wollte, die Kamera der Langendonks bei sich zu tragen, hätte es gereicht, die Kamera als Ganzes weg zu schmeißen - aber der Täter reißt den Film heraus... Die Vermutung liegt nahe, dass dort Bilder mit ihm drauf waren, was wiederum eine Verbindung zwischen Opfern und Täter schon vor der Tat wahrscheinlich macht.
In Nürnberg hat er die persönlichen Gegenstände in den Wald geworfen und den Film aus der Kamera gerissen. Der Wald wurde durchsucht und obige Gegenstände gefunden.

Am Litzelwalchner Wald wurden Patronenhülsen gefunden, auch hier wurde der Wald durchsucht. Hat er etwas nach dem Mord dort deponiert und nach der Rückkehr aus Nürnberg abgeholt, dann hat man da nicht gefunden.

Im Prinzip ist der nach dem Mord, Richtung Nürnberg links am Chiemsee vorbeigefahren und auf der Rückfahrt mit dem Taxi von hinten um den Chiemsee gefahren. Wäre die Polizei am Tatort gestanden, dann hätte er sie von der anderen Seite sehen können.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

05.01.2016 um 14:02
hallo zusammen,
gibt es denn überhaupt spuren, die beweisen (oder nahelegen), das der taxigast auch am womo war?
falls ich da was überlesen habe, sorry.

er kann ja auch lediglich für die Beseitigung zuständig gewesen sein.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

05.01.2016 um 14:11
Zitat von ScoobidooScoobidoo schrieb:Am Litzelwalchner Wald wurden Patronenhülsen gefunden,
Irgendwo wurde erwähnt, es wurden auch Projektile am Wald gefunden. Deswegen evtl. auch die Annahme, dass die Waffe Ladehemmung hatte.
Zitat von ScoobidooScoobidoo schrieb: Wäre die Polizei am Tatort gestanden, dann hätte er sie von der anderen Seite sehen können.
Darüber hab ich mir auch schon Gedanken gemacht.
Auch wenn es schon hell war, muss er doch über ausreichend Ortskenntnis verfügt haben, um sicher zu sein, am richtigen Ort zu sein.
Er hat gesehen, die Luft ist rein, er sagt spontan:" stopp! Da vorne Könnens mi absetze"


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05.01.2016 um 14:53
@latte3
Zitat von latte3latte3 schrieb:Irgendwo wurde erwähnt, es wurden auch Projektile am Wald gefunden. Deswegen evtl. auch die Annahme, dass die Waffe Ladehemmung hatte.
Dass Projektile gefunden wurden ist für mich neu. Bisher ging ich davon aus, dass nur Hülsen gefunden wurden.

Aber wieso kann man aus dem Auffinden von Projektilen schließen, dass die Waffe Ladehemmung hatte? Projektile deuten doch im Gegenteil darauf hin, dass geschossen wurde; also dass die Waffe funktionierte.


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05.01.2016 um 14:58
Zitat von daniel83daniel83 schrieb:hallo zusammen,
gibt es denn überhaupt spuren, die beweisen (oder nahelegen), das der taxigast auch am womo war?
falls ich da was überlesen habe, sorry.
er kann ja auch lediglich für die Beseitigung zuständig gewesen sein.
Ich denke, die Polizei hat Daten, die einen Zusammenhang nahe legen, sie werden sie uns natürlich nicht vorlegen. ;-)
Wer was gemacht hat, kann man ja rauskriegen, wenn sie ihn haben. Nach etwas zu suchen, von dem man nicht weiß ob es das gibt ... , eher schwer zu machen. Der Typ ist aber existent. Welche Funktion der hatte? Wir werden hoffentlich sehen.


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05.01.2016 um 15:10
@Seefahrer
Es ist auch im Film , ganz am Anfang mit den Bildern vom Tatort. Projektile und Hülsen.
Mit Ladehemmung oder Waffen allgemein kenne ich mich nicht aus.
Wurde aber irgendwo erwähnt, dass die Waffe vielleicht Ladehemmung hatte, und deswegen die tat mit dem Kehlen durchtrennen fortgesetzt wurde.
Wie und warum da ein Projektil im Gras liegt....keine Ahnung.
http://www.ardmediathek.de/tv/Frankenschau-aktuell/Mord-an-Rentnerpaar-noch-immer-ungekl%C3%A4rt/Bayerisches-Fernsehen/Video?documentId=31183986&bcastId=14913732 (Archiv-Version vom 05.03.2016)


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

05.01.2016 um 16:09
@latte3
Zitat von latte3latte3 schrieb:Wie und warum da ein Projektil im Gras liegt....keine Ahnung.
Im Video werden auf (Polizei ?)-Fotos Patronen, anscheinend leere Hülsen und Geschosse (Projektile) ohne Verschußspuren(?) gezeigt.
Das Auffinden der Patronen kann man am einfachsten damit erklären , dass die Patronen dem Täter/Verdächtigen (beim Befüllen des Magazins ?) aus der Tasche gefallen sind. Ein Hinweis auf eine Ladehemmung ist das aber nicht.

Für mich allerdings weniger erklärbar sind die aufgefundenen einzelnen Hülsen und Geschosse, die anscheinend unbenutzt sind. Wobei ich davon ausgehe, dass sie in diesem Zustand aufgefunden und nicht von der Polizei zu Untersuchungszwecken getrennt wurden.
Dies könnte auf eine mangelhafte Fertigungsqualität der Munition hindeuten. Das wiederum hatte in der Tat zu einer Ladehemmung führen können.
Zitat von latte3latte3 schrieb: dass die Waffe vielleicht Ladehemmung hatte, und deswegen die tat mit dem Kehlen durchtrennen fortgesetzt wurde.
Das wäre eine plausible Erklärung; wobei das natürlich Spekulation ist. Wie das meiste in diesem Fall.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

05.01.2016 um 20:20
Zitat von egahtegaht schrieb:@Mc_Manus ,
ich sehe durchaus einen vorteil,nämlich dann wenn der täter glaubt es wäre
für ihn vorteilhaft wenn er so schnell wie möglich wieder den tatort erreicht.
zum beispiel um spuren, vielleicht in form eines fahrzeuges, zu beseitigen.
nachdem ja noch leute am flugplatz waren konnte sich der täter eben nicht
ganz sicher sein dass diese zeugen nicht doch noch die polizei anrufen.
der täter tötet das ehepaar,danach hat er mitbekommen dass doch noch leute
auf dem flugplatz waren, jetzt versteckt er sich und sondiert die lage.
nach 2 stunden ist er sich ziemlich sicher dass diese zeugen die schüsse
nicht mit ihm in verbindung bringen. der täter hat während seiner langen
fahrt nach nürnberg und im taxi allerdings genügend zeit zum zweifeln.
"und wenn diese zeugen den vorfall/schüsse doch noch melden.......".
daraufhin bekommt er kalte füsse und beschliesst den tatort aufzusuchen.
was nützt es den täter mit dem zug nach münchen zu fahren um unauffällig
zu bleiben, wenn die polizei gleichzeitig den tatort absucht und spuren finden
die ihn mit dem mord in verbindung bringen.
fazit: der täter hat hier eine klare abwägung gezogen .
Es war für ihn in jedem Fall die schlechtmöglichste Abwägung. Die Erstellung des Phantombildes hat er -durch zwei Taxifahrten- ganz alleine zu verantworten. Die Fahrt von N-Altenfurt nach N-Hbf war möglicherweise nicht zu vermeiden gewesen; die zweite Taxifahrt dürfte aber wohl die prägendere -in Sachen Phantombild- gewesen sein.
Letztendlich hat er Glück, dass das Phantombild auch nach 18 Jahren nichts genützt hat, aber das kann er eigentlich damals nicht einkalkuliert haben. Wir wissen wenig, aber nahezu sicher ist, dass wir es mit einem Mitteleuropäer mit österreichischem oder bayrischem Akzent zu tun haben - und wenn er nicht ganz schnell am 08.06.1997 von Litzlwalchen nach München/Wien zu den dortigen Flughäfen geflohen ist -um z.B. in Südamerika unterzutauchen-, dann musste er dauerhaft großen Schiss haben, irgendwie doch entdeckt/erkannt zu werden.
Genau unter den Aspekten sehe ich die zweite Taxifahrt - da hat er definitiv sein Hirn nicht eingeschaltet.

Du sprichst (in Sachen Abwägung) den Zeitvorteil an, den die zweite Taxifahrt gehabt haben KÖNNTE. Aber gibt es den wirklich? 3 Std. hat die Fahrt von N-Hbf bis nach Litzlwalchen gedauert. 3 Stunden mit jemanden, der sich sein Gesicht in dieser Zeit gut einprägen konnte - mögliche Perücke hin oder her...

Die logische bessere Alternative lautet schnelle Zugfahrt von N-Hbf nach M-Hbf (ggf. Rosenheim / Traunstein) und dann irgendwie nach Litzlwalchen. Klar, dann muss evtl. wieder ein Taxi ins Spiel kommen und das Risiko steigt ein wenig. DAS wäre in meinen Augen aber eine echte Abwägung gewesen, zumal wir dann maximal von 4 Stunden sprechen.

Eine andere Frage, die auf mittlerweile 21 Thread-Seiten noch überhaupt nicht thematisiert worden ist:
Wann ist der Tatort am Litzlwalchener Hölzl als solcher eigentlich identitifiziert worden? Ich würde schon eine Wette eingehen, dass das Tage ggf. Wochen gedauert hat, bis man auf diesen konkreten Ort gekommen ist.
Wie sollen die Ermittler in N-Altenfurt überhaupt halbwegs zeitnah eine Querverbindung dorthin gefunden haben? Sie werden vielleicht irgendwie eine Spur nach Marquartstein oder ins sonstige Voralpengebiet zu Stationen der L's aufgenommen haben - aber nach Litzlwalchen führte doch ganz sicher erst einmal gar nichts.

Wie die Querverbindung letztendlich entstanden ist, würde mich echt brennend interessieren. Selbst wenn ein Waldarbeiter die Patronenhülsen bzw. Patronen am Waldrand nach einigen Tagen (Wochen?) findet - bis da eine Verbindung zum 270 km entfernten Brand eines Wohnmobils mit zwei Leichen zweifelsfrei nachgewiesen ist, vergeht wieder massig an Zeit.
Und eben genau das kann er noch am ehesten geahnt haben - eben dass niemand die ganz schnelle Querverbindung nach Litzlwalchen herstellt. Und ich sehe es auch so wie viele hier, dass er gut 2 Stunden nach dem Doppelmord noch am L. Hölzl verbleibt, um sicher zu gehen, dass niemand aus vagem Verdacht die Polizei gerufen hat. Dass er in diesen Stunden ungestört massig Zeit hatte, ungewünschte Spuren zu beseitigen, ist eigentlich ein zusätzliches Argument dafür, dass es eigentlich nichts soo wichtiges mehr gab, was in den ganz frühen Morgenstunden durch die Rückfahrt noch zwingend beseitigt hätte werden müssen.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

05.01.2016 um 23:39
Tage später überflog er die Schlagzeilen der Nürnberger Zeitungen. Dabei traf ihn fast der Schlag:

Wann der Tatort ermittelt war, man sollte die user aus der Umgebung fragen, vielleicht hat das noch jemand im Kopf.

Kann mir vorstellen, dass es 5-8 Tage gedauert hat.oder länger.
Erst meldet sich der Taxifahrer, danach die vom Flugplatz. Oder der Autofahrer, der den camper um 20 Uhr rausfahren sah.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

06.01.2016 um 00:18
Zitat von Mc_ManusMc_Manus schrieb:Ich würde schon eine Wette eingehen, dass das Tage ggf. Wochen gedauert hat, bis man auf diesen konkreten Ort gekommen ist.
Wie sollen die Ermittler in N-Altenfurt überhaupt halbwegs zeitnah eine Querverbindung dorthin gefunden haben? Sie werden vielleicht irgendwie eine Spur nach Marquartstein oder ins sonstige Voralpengebiet zu Stationen der L's aufgenommen haben - aber nach Litzlwalchen führte doch ganz sicher erst einmal gar nichts.
@Mc_Manus
genau hier liegt der fehler in deiner denkweise.
der täter hatte mit hoher wahrscheinlichkeit eher die befürchtung durch
die geschehnisse in litzelwalchen aufzufliegen.
ich habs weiter oben schon erwähnt, der täter konnte sich nicht sicher sein,
dass die zeugen am flugplatz die schüsse nicht doch noch der polizei melden.
deshalb ging es für den täter primär darum, so schnell wie möglich an den
tatort des mordes zurückzukehren. und dafür muss es einen grund geben.
irgendetwas muss dort gewesen sein, was ihn mit der tat in verbindung bringt.
da bleibt letztendlich nicht viel übrig. ich gehe von einen fahrzeug mit nummernschild
aus. das bedeutet dass der täter in tatortnähe ein fahrzeug stehen hatte,
oder dass er dem womo der langendonks ab marquartstein verfolgt hat.


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06.01.2016 um 02:50
@egaht
Seh ich ganz genau so.

Drehen wir den Spiess doch mal einfach um: nach dem Mord wollte der Täter unbedingt Spuren verwischen. Er ist als Einzeltäter ohne Komplizen Vorort, wartet ca. 2h lang. Im Fliegerheim ist noch Betrieb, an dem Stellplatz kann er kein Brand legen, er macht sich verdächtig mit dem wildgeparkten womo ohne licht etc. Natürlich könnte er in der Gegend irgendwo hinfahren und dort das Womo anzünden, um dann mit dem Taxi zum PKW zurückzufahren.

Er fährt aber bewusst weiter weg, in die nächste Metropolregion und fährt in auffäligster Weise von dort auf den schnellsten Weg zurück.
Bisher absolut erfolgreich.

Wir sollten uns mal auf den Brand konzentrieren. Es gibt wohl keine Zeugen, die die auch im Jahre 1997 auffällige Person beim tanken gesehen haben. Trotz grosser Fahndung, ggf. Befragung von umliegenden Tankstellenpersonals. Spricht für mich recht deutlich für Maskierung, leider wissen wir nicht womit der Brand gelegt wurde.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

06.01.2016 um 03:11
@AxelF der mann hatte eine KFZ Teile oder Vertriebsfirma in NL, irgendwo stand es genau, finde die quelle grad nicht, eine gewisse Grundkenntnis vom Wohnmobil darf man da denke ich annehmen.
Ich würde es eher unwahrscheinlich halten, das unwissentlich Drogen an bord waren, wissentlich noch mehr aufgrund der vorliegenden Fakten:
Die Finanzlage der Firma und der Personen wird überprüft worden sein, sollte diese solide sein wäre es doch fahrlässig, wegen Drogenschmuggels seinen hohen Lebensstil ( ja neue Womos sind in gewisser Weise auch teuer und Luxus) aufs Spiel zu setzen. Ausserdem haben ja auch die Angehörigen eine sehr hohe Prämie ausgesetzt.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

06.01.2016 um 07:15
@Scoobidoo

Sich aus diversen Gründen (z.B. zur Vermeidung der damals üblichen GEZ-Besuche) nicht beim Einwohnermeldeamt anzumelden, ist leider Gottes das geringste Problem. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. In Wahrheit fragt niemand danach, nicht mal, wenn man vollzeit vor Ort arbeitet. Dahingehend ist unser System sowieso unglaublich nachlässig. Eine Meldepflicht besteht zwar - aber nur pro forma. Soll heißen, wenn man seinen Erstwohnsitz behält, und sogar dort seine Steuererklärung abgibt, selbst wenn dieser mehrere hundert (!) Kilometer entfernt liegt, muss man seinen Wohnsitz nicht angeben, solange man eben den Erstwohnsitz behält. Solange man keine Kilometerpauschale o.ä. geltend macht, interessiert das niemanden. Kontrolliert wird eh nicht. Die gehen davon aus, dass man "irgendwo in der Nähe des Arbeitsortes wohnt" (Original-Ton eines Finanzbeamten). Wo genau, ist denen wurscht. Selbst angesichts von Überweisungen an den Vermieter mit entsprechendem Betreff ist es den Behörden hierzulande egal, wo man seinen Erstwohnsitz angibt. Wenn man bar zahlt an die Vermieter, was manchem sehr recht ist, kommt absolut nicht raus, wo man genau wohnt.


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06.01.2016 um 07:25
Wenn es dem Täter um Geld gegangen wäre, hätte er niemals die lange Reise nach Nürnberg angetreten. Er hätte zum einen das Wohnmobil in näherer Umgebung irgendwo im Wald abstellen können, um es anzuzünden; dann wäre das unter Umständen nicht mal innerhalb der ersten Stunden aufgefallen.
Mittlerweile gehe ich von einem geisteskranken, evtl. paranoiden und/oder schwer rauschgiftabhängigen Täter aus.
Vielleicht hatte er auch irgendeine Art von "übernatürlicher Eingebung", dass er diesen Doppelmord beging, eventuell sogar recht spontan. Für mich ist das Zusammentreffen von Täter und Opfern am Waldrand eine reine "Zur falschen Zeit am falschen Ort" - Begegnung. Ich kenne das Litzlwalchener Hölzchen ein bisschen, hab mich dort mal umgesehen vor vier Jahren; dorthin kommt man nicht, um gezielt einen Mord zu begehen. Dort hält sich tagelang niemand auf, entlang des Waldrands. An diese ganzen Drogengeschichten glaube ich nicht. Die Grenzen waren damals schon offen, so dass es kein Problem gewesen wäre, harte Drogen innerhalb Europas zu verschieben. Dafür musste niemand Drogen in ein Wohnmobil schmuggeln und einen Doppelmord riskieren.


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06.01.2016 um 07:50
@LASK

So sehe ich das auch. Es ergibt einfach keinen Sinn, wie man es auch dreht und wendet. Entweder will der Täter das Wohnmobil dort schnell entfernen, warum auch immer, als Beute oder um die Tat zu verschleiern, dann macht es einfach keinerlei Sinn, so auffällig und teuer wieder zum Tatort zurückzukehren.

Oder der Täter verwischt eben die Spuren am Tatort -er hielt sich ja offenbar noch eine ganze Zeit lang dort auf- und setzt sich dann getrost in seinen eigenen dort geparkten PKW und verlässt unerkannt für immer den Tatort.

Aber der Polizei eine erstklassige Fährte vom Brandort zurück zum Tatort zu legen, an dem er sein Auto parkte - nein, das macht für einen rational denkenden Täter keinen Sinn. Übrigens, um den eigentlichen Tatort zu verschleiern, braucht man nicht hunderte von Kilometern zu fahren. Wäre das die Absicht der Wohnmobilfahrt gewesen, er hätte es bereits im Umkreis von München abfackeln können, und kein Mensch wäre erst mal auf Litzlwalchen als Tatort gekommen (wenn man davon ausgeht, er ahnte nicht dass die Zeugen vom Flugplatz die Tat mitbekamen). Oder noch besser, zurück über die Grenze nach Österreich, irgendwo bei Salzburg abstellen, dann hat eine ausländische Polizeibehörde das Problem.

Die Fahrt nach Nürnberg - sie muss einen anderen Hintergrund haben, und ich denke auch, dass der Täter psychisch abnormal war.


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06.01.2016 um 08:45
@LASK
Mit der Schwarzarbeit ....Ja, da ist vermutlich so. Da ich mich nicht im "Graubereich" bewege, hab ich da keine Ahnung. Zeugen wären also wichtig, also Menschen die z.B. mit ihm gearbeitet haben oder ihn dabei gesehen haben.
Zitat von LASKLASK schrieb:Mittlerweile gehe ich von einem geisteskranken, evtl. paranoiden und/oder schwer rauschgiftabhängigen Täter aus.
Na, damit fällst du aber schwer auf in dieser ländlichen Umgebung.

@LASK
Zitat von LASKLASK schrieb:Vielleicht hatte er auch irgendeine Art von "übernatürlicher Eingebung"

Unwahrscheinlich, selbst wenn du "verrückt bist wie ein Schneider", die Erklärung der Täter wird nicht einer gewissen "kranken" Logik entbehren. (Wie z.B. in München, ein junger Mann tötet seine Nachbarin, weil er bei seinen Eltern ausziehen und dort einziehen wollte.)
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:und ich denke auch, dass der Täter psychisch abnormal war.
Er wirkt extrem in seinem Handeln. Er muss aber nicht krank, im Sinne von leidend sein. Kann sein, dass er eine Drogentherapie versucht hat, wobei bei ihm schon die Kombination mit einer Persönlichkeits-Störung gedacht werden kann. (Weiter will ich mich nicht aus den Fenster lehnen.) Hat er die Tat so extrem begangen, vertuscht ... so kann sein Verschwinden ebenso extrem sein. Abgetaucht in die Illegalität oder Obdachlosigkeit. In einer Psychiatrie verschwunden, wg. anderer Dinge. Schwer vorstellbar, aber vielleicht. Bei der Einschätzung des Verhaltens hilft hier nur entweder ein Psychiater oder Psychologe mit Zusatzausbildung Persönlichkeitsstörung +.Sucht. Was eigentlich, wenn der Täter wieder in Nürnberg ist?


@escalade
Es kann sich um Beschaffungskriminalität auf Seiten des Täters handeln.

Das Problem, das der Täter zwar saubere Kleidung hatte, sonst aber nach Schweiß roch und schmutzige Fingernägel hatte ... Im Wohnmobil kannst dich waschen, er wird nur leider keine "Ganzkörperwaschung" durchgeführt haben". Hände waren sauber, Fingernägel dreckig? Es gab keine Nagelbürste oder er hat keine gefunden. Kleidung hat er sicher gewechselt.


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06.01.2016 um 08:50
@Scoobidoo
Zitat von ScoobidooScoobidoo schrieb:Was eigentlich, wenn der Täter wieder in Nürnberg ist?
Heute kann er sonstwo sein. Der Dialekt soll nach Aussage des Taxifahrers ja nicht nürnbergerisch gewesen sein, sondern eher bairisch/österreichisch. Allerdings beginnt der bairische Dialektraum schon kurz hinter Nürnberg, so dass es nicht unbedingt sein muss, dass der Täter aus Oberbayern oder gar Österreich stammt. Ich denke auch, dass er irgendwie eine Beziehung zu Nürnberg gehabt hat, die in dieser Nacht eine wie auch immer geartete Rolle spielte.

Vielleicht hat er dort einmal gewohnt, eingesessen, oder war im BZK? Wir werden es wohl nie erfahren.

Allerdings erscheint es mir bei einem solchen Täter nicht unwahrscheinlich, dass er wieder in eine vertraute Gegend zurückgegangen ist, vermutlich sogar in die Gegend, in welcher er aufgewachsen ist. Vielleicht gar bei den Eltern gewohnt hat ,die von all dem nichts ahnten.


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06.01.2016 um 10:15
@Rick_Blaine
Ja ich denke, der Dialekt ist ein wichtiger Hinweis. Den kriegst du nicht weg. ;-)


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