Die Fahrt diente nicht nur der Verschleierung des Tatorts. Das Ziel war es, über die übliche Reiseroute in die Niederlande (in den nördlichen Teil der Niederlande fährt man laut Routenplaner eher über Nürnberg - Siegen - Dortmund, nur in die südliche Niederlande eher über Stuttgart und Köln) zu fahren und den Camper dort abzufackeln. Jeder, auch die niederländische Polizei, hätte gedacht, die Langendonks hätten sich kurzfristig entschlossen heimzufahren und seien erst kurz vor Erreichen ihres Wohnorts überfallen und ermordet worden. Eine gewisse Kooperation mit der bayrischen Polizei hätte es vielleicht gegeben, nie und nimmer jedoch eine gründliche Untersuchung im Hölzl.
Der Täter hatte auch kein Problem damit, dass der Taxifahrer an der Tankstelle eine Karte kaufte. Der Grund für den Abbruch in Nürnberg muss gewesen sein, dass ihm hier ein gravierender Fehler auffiel, den er am Hölzl begangen hatte und den er unbedingt vor Tagesanbruch ausbügeln musste.
Das ist nicht abwegig - der Polizistenmörder von Kusel hatte beispielsweise sogar seinen Personalausweis am Tatort vergessen.
Am Tatort wurde der Personalausweis von Andreas S. gefunden – womöglich, weil die Kontrollsituation schon weiter fortgeschritten und der Ausweis heruntergefallen war.
Quelle:
https://www.20min.ch/story/baecker-hobbyjaeger-und-liebevoller-vater-was-weiss-man-ueber-andreas-s-432542857720Ich denke, dass der eigentliche Zweck der Reise ein geplantes Treffen mit dem oder den späteren Mördern war oder aber ein anderes geplantes Treffen wenige Tage vorher unerfreulich verlief und ein Folgetreffen am Hölzl sowie den Mord nach sich zog. Daher hatte Truus mittags auch keinen Hunger, sie ahnte das Unheil. Und Harry hielt das Tischbein bereit.
Für mich ist unverständlich, warum die verschiedenen denkbaren Varianten um organisierte Kriminalität oder Beteiligung von Geheimdiensten hier im Forum so unpopulär sind. Aus meiner Sicht ergeben gerade damit viele Details Sinn.
Über Privatleben, Vorgeschichte und Lebenslauf der L fast nichts bekannt.
Langendonk verkauft als topfitter Selbständiger eine gutgehende Firma mit Anfang 60. Vergleicht mal mit Wolfgang Grupp von trigema.
Es gibt kaum einen Grund, zufällig ins Hölzl zu fahren. Der See ist keine 10 Minuten entfernt.
Truus hatte mittags keinen Hunger. Harry macht auf Touri und kauft Bierseidel.
Tischbein liegt bereit
Die Tatwaffe ist Ostblock und taucht nie wieder auf.
Nach den Schüssen wartet man seelenruhig ab.
Das Fahrzeug wird weit entfernt. Fahrtrichtung Holland.
Der Zielparkplatz ist keiner, den man in Panik mit leerem Tank ansteuern würde, Hauptsache runter von der Autobahn.
Camper professionell abgefackelt.
Papiere mitgenommen, Film ebenso
Taxi gewechselt.
Sauberer Durchmarsch durch den Hauptbahnhof.
Gezielte häppchenweise Zielangaben für den Taxifahrer, der bis zum Schluß das Ziel nicht kennt (jederzeit Abbruch /Taxiwechsel möglich)
Dadurch auch Smalltalk fragwürdig, möglicherweise gezielte Fehlinformationen.
Weitere Taxiwechsel (Ingolstadt, München, Rosenheim) vermutlich nur wegen Zeitdruck unterblieben
Die Liste lässt sich verlängern.