Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau
um 13:41Ja richtig, darauf bezog ich mich. Unabhängig, ob man der unbewiesenen aber vehement vorgetragenen Story so nun im Detail glauben mag, es ist für mich bislang die einzige Theorie die zumindest sehr viel erklären kann.dukeofaragon schrieb:Beim nochmaligen genauen Durchsehen des Threads bin ich gerade hier auf Seite 810 auf eine interessante Unfalltheorie mit RAF-Depotbezügen gestoßen und da würde meiner Meinung nach ziemlich alles zusammenpassen
Initialer Unfall und dass es ein Versteck im Hölzl gegeben haben soll kann man auch unabhängig voneinander sehen, ergeben aber gerade in Kombination sehr viel Sinn.
1) Unfall: Ein, auch nur bedingt Ortskundiger, späterer Täter verpasst fast die schlecht erkennbare Einfahrt, latscht auf die Bremse und die im Sightseeing-Modus dahincruisenden L's rasseln hinten drauf. Was der Fahrer nicht brauchen kann ist Polizei, also bequatscht er die L's da zu warten, um irgendwas zu arrangieren. Später, wieder vom Schreck erholt, wollen die L's dann doch die Polizei einschalten und das kann der Täter nicht zulassen. Sein eigenes Fzg. muss der Täter dabei irgendwann irgendwo abgestellt haben, der Fußmarsch zurück ins Holzl erklärt wenigstens z.T. die Verzögerungen.
2) Verstecktes Lager: Das muss der Täter nun auflösen und braucht dafür eine gewisse Zeit (eher einige Stunden als weniger Tage). Das erreicht er durch die Fahrt nach Nürnberg. So dick kann die Spur ins Holzl gar nicht sein, dass die Polizei dort schon am nächsten Tag oder auch nur den nächsten Tagen aufkreuzt. Zwar macht er einen hoffnungsfrohen Versuch die Spur durch eine Zugfahrt zu verwässern, aber da keine Züge mehr fahren, pfeift er darauf und nimmt das zweite Taxi. Er räumt das Versteck, aber bereinigt nicht den Tatort. Macht im dieser Theorie alles Sinn und (für mich) bisher in keiner sonst.
Die Basis-Idee eines versteckten Lagers klingt erstmal a-priori unwahrscheinlich (wie Doppelmorde an Campern auch selten aka. unwahrscheinlich sind), aber das wird für mich durch das Erklärpotential mehr als wettgemacht.

