megavolt
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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau
um 13:33Das denke ich auch. Es gibt ja grob mindestens zwei Sorten Reisende:Histokrat schrieb:Dass plötzlich die Reiseroute geändert wurde, obwohl es nördlich von Traunstein ja weit weniger touristische Attraktionen gibt als südlich der A8 und im Berchtesgadener land, muss nichts bedeuten.
- die, die alle Hotspots möglichst effektiv abklappern will (Stichwort "Europarundreise in 10 Tagen", die japanische Art des Reisens in Europa, bzw. heute würde man an Instagramer denken, aber die Idee an sich ist ja nicht neu, man will das Wichtigste gesehen haben und hinterher hat man dann die Peergroup in einem Diaabend belästigt);
- die Sorte, die sich auch einfach mal treiben lässt, guckt, wo es einen hinführt, "irgendwie ist es überall schön, morgen ist auch noch ein Tag und der wird sicher auch toll".
Ich denke, die L. gehörten eher zur zweiten Sorte. Sie hatten Zeit, sie hatten keinen Streß. Dort am Hölzl zu sitzen war allemal besser als in den Niederlanden auf ein güllebeladenes Feld zu gucken. Jedes andere tollere Ziel in der Umgebung hätten sie sich theoretisch am nächsten Tag angucken können und das wussten sie auch.
Ich glaube, der Grund für den Mord war letztlich völlig banal. Mir fällt da nichts anderes ein als "die Banalität des Bösen", auch wenn die Wendung aus einem ganz anderen Zusammenhang kommt. Wer weiß, wenn sie die Liegestühle gar nicht rausgestellt hätten, sondern einfach nur einen kurzen Spaziergang gemacht hätten in der Zeit und dann wieder weggefahren, wäre nichts passiert. Mich würde mal interessieren, ob evtl. andere Wohnmobilisten im Umkreis im Zeitraum merkwürdige Erfahrungen gemacht haben.
