camelot schrieb:Ich halte den Angeklagten für unschuldig und kann auch im oft erwähnten Bosnier nicht den Täter erkennen. Es wäre doch ein absoluter Zufall, das
der Bosnier ausgerechnet zu dieser ungewöhnlichen Uhrzeit bei den Telefonzellen am Rapoldipark vorbeikommt.
Wie gesagt, die Ermittler, welche dem Geschehen am nächsten waren, sind da anderer Meinung. Wir brauchen und auch nicht an den Bosnier zu heften, gehen wir mal von einer dritten Person aus.
Wenn wir die ganze Sache mal offen betrachten, was hat der Zeuge aus dem Auto beobachtet? Er hat gesehen, dass sich in den nächsten Sekunden zwei Menschen begegnen werden, die aus ganz unterschiedlichen Richtungen kamen. Sollte er das Opfer und Täter gesehen haben, dann handelte es sich schon um eine zufällige Begegnung. Der Mann war dem Opfer nicht gefolgt, der Autofahrer hat auch keinen wartenden Menschen gesehen, einfach 2 Menschen, die aufeinander zugingen. Diese Beobachtung macht an sich schon stark den Charakter einer vollständig zufälligen Begegnung. Dann war es auch vollkommen zufällig, dass das Opfer sich genau diese Telefonzelle aussuchen wird. Es war schon großer Zufall, dass ihre Karte leer war. Und überhaupt, niemand wusste, dass das Opfer den Freund nicht in den örtlichen Lokalen finden wird. All diese Indizien lassen auf eine rein zufällige Begegnung schließen.
Aus diesen vielen Zufällen kann man eigentlich nur eins schließen, sie war zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Wer der Täter sein könnte, ist allein aus diesen Fakten nicht bestimmbar, es kann ein Zufallstäter sein oder ein Bekannter, der zufällig gerade da vorbeigekommen war.
Aber das ein Bekannter ausgerechnet ein Messer bei sich trägt, dass wäre dann höchst verwunderlich.
Die Gründe, warum dort zu diesem Zeitpunkt zufällig dieses Weges gegangen ist, das wissen wir nicht. Aber das wissen wir von keinem einzigen.
Weiter hatte man von den damaligen Ermittlern gehört, dass einige Personen des Milieus, das damals sich im Park rumtrieb durchaus solche Messer dabeihatten und es gab auch häufiger Verletzungen bei Streitigkeiten und zu diesem Milieu soll eben auch der Bosnier gehört haben.
Ich glaube nicht, dass es sich dabei um „Küchenmesser“ handelte, da gibt es andere, die dafür besser geeignet sind, von der Größe jedoch ähnlich sind. Da braucht man nur die KI zu fragen, die macht dann entsprechende Vorschläge, Kampfmesser, welche es schon sehr lange gibt.
Ich habe dazu auch weiter die KI befragt und als Antwort habe ich erhalten, dass ein Küchenmesser sehr unwahrscheinlich ist. Dazu zählte sie einmal die Stabilität des Messers auf, die ist selten stabil genug sind, dass sie durch Knochen (Rippen) brechen können. Zum anderen würde man bei solch wuchtigen Stichen höchst wahrscheinlich abrutschen und selbst gefährliche Verletzungen davontragen.
Dann habe ich noch etwas über das damalige Milieu erfahren, es stammte überwiegend aus dem jugoslawischen Raum, Männer, die sehr wahrscheinlich für den Kampf mit solchen Kampfmessern für den Krieg von 1992-1995 ausgebildet wurden.
Ich denke die weiteren Gedanken dazu, kann sich jeder für sich alleine machen.
Erstmal wird es morgen spannend.