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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

29.12.2012 um 15:43
@Redjune
Theorie A:............Zählt man alles zusammen handelt es sich hierbei um einen älteren Herren der intelligent ist und sozial guten Standes ist. Obwohl er das Opfer kannte geriet er nie in Verdacht. Die beiden kannten sich noch nicht lange, da sie ja erst ein halbes Jahr in Innsbruck war. Vielleicht jemand von der Uni der aus Angst aufzufliegen zustach.
Genau den gleichen Gedankengang hatte ich ebenfalls. Ausgangspunkt dafür war für mich
das Messer welches ja relativ lang gewesen sein soll (Küchenmesser?). Nun wirft sich als
nächstes die Frage auf, wie transportiert man ein Messer in einer warmen Sommernacht
von A nach B ohne aufzufallen ? Darüber habe ich ziemlich lange nachgedacht und habe mir das
Tatortfoto noch einmal genauer angesehen.

Dabei ist mir, schon bei den ersten Betrachtungen, die Zeitung (Zeitungsblatt) im Vordergrund
aufgefallen. Ob es sich dabei nun um ein Zeitungsblatt, Comic-Heft oder Werbeblättchen
handelt kann ich nicht genau sagen da es nur schlecht zu erkennen ist. Jedenfalls hat mich
diese Zeitungsblatt dann auf die Idee gebracht das der Täter das Messer, versteckt in einer
zusammengefalteten Zeitung, auf diese Art zum Tatort gebracht hat.

Natürlich besteht die Möglichkeit das diese Stück Papier einfach nur vom Wind dorthin
geweht wurde.

Darüberhinaus ist mir die Liegeposition des Opfers aufgefallen aus der ich schließe dass das
Opfer möglicherweise mit dem Gesicht/Körper in Richtung entgegenkommender Fahrzeuge
gestanden hat da sie, wenn es ein verabredeter Treffpunkt war, ja dadurch direkten Sicht-
kontakt zu der betreffenden Person aufnehmen konnte. Voraussetzend das die Person mit der
sich Daniela Kammerer verabredet hatte, u.U. mit einem Fahrzeug gekommen ist.

Dafür spricht auch das Daniela Kammerer ihr Fahrrad gesichert hat um es zu einem späteren
Zeitpunkt wieder abzuholen (?). Jedenfalls habe auch ich den Verdacht das der Täter im
näheren Umfeld der Universität zu suchen ist und die eine oder andere Kommilitonin vielleicht
doch etwas zum Freundeskreis um Daniela Kammerer sagen kann.

Bevor ich nun geteert und gefedert werde; ich weiß das meine Ansichten hochspekulativ
und gewagt sind. Aber diese Theorie hat etwas worüber man zumindest einmal nachdenken
könnte, für mich ist diese Möglichkeit jedenfalls nicht ganz abwegig und deckt sich z.T.
auch mit den Theorien von @Redjune und ZenCat ;-)

Als Nicht-Österreicher würde ich jetzt gerne noch wissen ob die Gegend um den Tatort von
den Ortsansässigen auch als "Waldviertel"(?) bezeichnet wird. Da ich mit Vorliebe im Internet
"herumstöbere" ist mir bei einer der vielen Besuche eine Seite besonders in´s Auge gesprungen
wo ständig von einem Mord Waldviertel und einer 19-jährigen Daniela Kammerer geschrieben
wird. Die Seite wird zwar in deutscher Sprache angezeigt - jedoch mit vollkommenem wirren
Inhalt.

Aber da recherchiere ich noch, vor allem wegen zweier Skizzen die eine junge Frau
darstellen in Verbindung mit dem Namen Daniele Kammerer, aber diesen Namen gibt es
ja öfter. Daher muß es auch nicht´s weiter zu bedeuten haben wenn man einmal davon absieht
das es diese Seite offiziell im Netz gar nicht (mehr) bzw. nur noch temporär gibt ;-)

Diesen Link habe ich auch noch gefunden: http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/J/J_03161/fname_168782.pdf

Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

29.12.2012 um 16:52
@Lohengrin

"Waldviertel" bezieht sich auf den Heimatort von Daniela - sie hat nur in Innsbruck studiert, ihr Elternhaus ist im Waldviertel, dem nordwestlichen Teil vom Bundesland Niederösterreich. Das wiederum ist recht nahe bei Wien, und dorthin wollte sie offenbar im darauffolgenden Studienjahr wieder zurückgehen.

Deine und redJunes Theorie bezüglich des älteren, verheirateten Mannes hab ich jetzt hin- und hergewälzt, mir fällt dazu nur eins ein: "Bingo!" Natürlich haben wir dafür keinen Beweis, aber da würde etliches ungereimtes an der Geschichte plötzlich wirklich Sinn machen!

Dein Scharfblick mit der Zeitung auf dem Tatortfoto ist außerordentlich! Zusammengerollt perfekt, um dieses lange Messer zu transportieren, damit fällt niemand auf, schon gar nicht um diese Uhrzeit, wo die ersten Zeitungen ja schon draußen waren. Genial...

War Danielas Fahrrad abgesperrt? Das wusste ich nicht, das würde ja wirklich darauf hindeuten, dass sie diesen Ort - Rapoldipark - verlassen wollte - zusammen mit dem Täter. Nur zum Unterhalten, wenn sie daneben steht, müsste sie das Rad ja nicht abschließen.

Und keine Angst, ich glaube nicht, dass Dich hier jemand teert oder federt ;) Wir haben Daniela noch nicht vergessen und machen uns Gedanken über den Fall, versuchen, die wenigen Fakten zusammenzufügen, und klar stellt man da auch Theorien auf, die einem selbst am einleuchtendsten erscheinen. Ich muss sagen, Eure Theorie ist die mit Abstand logischste, die ich bislang gehört hab.


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29.12.2012 um 17:24
@Redjune
Redjune schrieb:Ich schließe Rache Neid und Eifersucht desswegen aus, da nie jemand aus ihrem nähren Umfeld (offiziell) verdächtigt wurde
Kürzlich stand in der TT, der Exfreund wäre offiziell verdächtigt worden, man hätte ihm aber nix nachweisen können. Da scheint es aber starke Verdachtsmomente im Freundeskreis gegeben zu haben, da Daniela ja exhumiert wurde, um irgendwelche Abschiedsbriefe im Sarg zu finden - das wurde der Polizei von ihrem Freundeskreis mitgeteilt und scheint genügt zu haben, um die Exhumierung durchzuführen. Aber ich denke inzwischen auch, dass da nicht viel dran gewesen sein kann, sonst müsste der Freundeskreis doch mehr gewusst haben. Also geb ich Dir mit Punkt 1 absolut recht, klingt völlig logisch.
Redjune schrieb:ging der Stich direkt ins Herz war sie gleich tot
Muss nicht sein: http://de.scribd.com/doc/61361402/65/EIN-STICH-INS-HERZ-FUHRT-NICHT-SOFORT-ZUM-TOD

Wo hat der Täter wie auf Daniela eingestochen? Fassen wir zusammen, sonst kenn ich mich gar nicht mehr aus, es gibt da mehrere Möglichkeiten:

1. Die beiden stehen sich gegenüber neben den Telefonzellen, streiten, der Täter setzt dort den ersten Stich, vorn ins Herz, Daniela flüchtet an ihm vorbei (?) in die Zelle (die mittlere von den dreien, und ja, @Redjune , das war die Zelle ohne Türe), reißt den Hörer vom Apparat, stützt sich mit der blutverschmierten Hand links ab, der Täter geht ihr nach, versetzt ihr den zweiten Stich in den Rücken, sie dreht sich halb herum, bricht zusammen und stirbt.

2. Wie oben, jedoch geht Daniela erst in die Zelle und erhält dort den 1. Stich. Warum würde sie das tun? Weil sie sich neben der Zelle bedroht gefühlt hat? Dann würde sie nicht in die Zelle gehen, in einen Raum, in dem sie letztlich gefangen ist. Sie hätte quer über die Straße abhauen können, in den Park, irgendwohin, aber nicht in die Zelle. Zum telefonieren auch nicht - wieso sollte sie umständlich Kleingeld rauskramen, um in der Zelle telefonieren, wenn sie ihr Handy dabei hat? Macht so nicht viel Sinn, der ganze Punkt 2?

3. Alles hat sich von Anfang an in der Zelle abgespielt. Dann hätte sie sich darin befinden müssen, als der Täter am Tatort eintraf. Warum? Es hat nicht geregnet, war eine sehr warme Sommernacht, daneben standen sogar noch Parkbänke - ich finde keinen Grund, warum sie diesen Typen in der schmuddligen Zelle hätte erwarten sollen.

Mehr Möglichkeiten fallen mir nicht ein, und Punkt 1 klingt für mich am logischsten - immer noch und Deine Theorie ist ja nicht viel anders.

Ich versteh schon, dass Du Dir nicht vorstellen kannst, dass sie beide in der Zelle gestanden sind - aber auch wenn
Redjune schrieb:stützt sich ab, fällt, reißt dabei den Hörer runter und er stach von Hinten erneut zu
waren sie ja auch beide in der Zelle - sie war beim Fallen, er hat ja sicher nicht draußen gewartet und zugeschaut, was sie macht, sondern ist ihr gleich nach. Auch wenn er nicht direkt IN der Zelle gestanden hat, dann doch am Eingang, da, wo sonst die Türen angebracht sind, und dort - und dabei gehts mir bei dem Ganzen - mit dem Rücken zur Straße, wo immer jemand hätte vorbeikommen können.

Irgendwie kommt mir beim Schreiben vor, als wäre der Täter nicht notwenigerweise so eiskalt gewesen, wie ich geglaubt hab, sondern es ist ihm einfach nicht so gelaufen, wie er es geplant hat: Vor der Zelle einen Herzstich und das wars. Wenn er das so geplant hatte, setzt das aber voraus, dass er Ahnung davon hatte, wie man mit Messern umgeht und wo man hinsticht. Vielleicht hat er geglaubt, sie fällt gleich tot um wie im Film? Dem war dann aber nicht so, die Situation begann ihm zu entgleiten, also rennt er ihr in die Zelle nach und sticht dort nochmal zu, auch auf die Gefahr hin, gesehen zu werden.

Und wieso, frag ich mich, hat der Frühpensionist, der Auffinder der Leiche, nichts mitgekriegt? Der muss um die Zeit schon auf die Telefonzelle zugesteuert sein, in der Nacht war kaum Verkehr, der muss was gehört haben, sein Hund muss reagiert haben, irgendwas. Und wieso hat Daniela nicht geschrien, vor allem, wo sie doch offensichtlich noch mehrere Minuten gelebt hat???


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

29.12.2012 um 18:18
Zur Verdeutlichung des Inneren der Telefonzelle, wie sie von der Kripo aufgefunden wurde, hab ich das noch gefunden:

http://www.krone.at/Oesterreich/Warum_musste_Daniela_sterben-Mord_in_Tirol-Story-32128

Auf dem Bild sieht man den Hörer nach unten hängen, ungefähr auf Hörer-Höhe Blut - was man nicht sieht, ist der Handabdruck, der war links an der Scheibe auf Kopfhöhe des Polizisten.

Der Artikel ist von kurz nach dem Mord, die zeitangaben stimmen überhaupt nicht :(


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29.12.2012 um 19:21
@ZenCat1
@ZenCat1
Wo hat der Täter wie auf Daniela eingestochen? Fassen wir zusammen, sonst kenn ich mich gar nicht mehr aus, es gibt da mehrere Möglichkeiten:
1. Die beiden stehen sich gegenüber neben den Telefonzellen, streiten, der Täter setzt dort den ersten Stich, vorn ins Herz, Daniela flüchtet an ihm vorbei (?) in die Zelle (die mittlere von den dreien, und ja, @Redjune , das war die Zelle ohne Türe), reißt den Hörer vom Apparat, stützt sich mit der blutverschmierten Hand links ab, der Täter geht ihr nach, versetzt ihr den zweiten Stich in den Rücken, sie dreht sich halb herum, bricht zusammen und stirbt.
Der erste Punkt scheint mir mir am zutreffendsten zu sein, und erst nach dem ersten Stich
stolpert sie verm. rückwärts zur Telefonzelle wo sie dann zusammenbricht.
@ZenCat1
Vor der Zelle einen Herzstich und das wars. Wenn er das so geplant hatte, setzt das aber voraus, dass er Ahnung davon hatte, wie man mit Messern umgeht und wo man hinsticht.
Ganz genau, jemand der anatomische Kentnisse besitzt und genau weiß wo man zustechen muß. Auf dem vom mir eingestellten Foto meine ich zu erkennen das der Stich unterhalb d. Brustbeins bzw. zwischen Brustbein und dem linken Rippenbogen erfolgt sein muß. Sorry für meine anatomisch laienhafte Formulierung, ich bin da nicht so der Fachmann.
Es ist so, wie ich bereits geschrieben habe. Die Ermittlungsbehörden sollten sich noch einmal
genauer mit der Uni und ihrem Umfeld befassen.
@ZenCat1
War Danielas Fahrrad abgesperrt? Das wusste ich nicht,
Ich meine das in einem der Zeitungsartikel gelesen zu haben, will mich da aber nicht festlegen.
Ich bin mehr und mehr davon überzeugt das der Täter motorisiert war und das Fahrzeug quasi "um´s Eck" geparkt hatte um schnell und unauffällig zu verschwinden. Jemand der zum Raplodi-Park rennt müßte irgend jemandem doch aufgefallen sein und zum anderen müßte der Täter sich dann ja eine längere Zeit dort aufhalten um nicht bei einer Fahndung durch die Polizei
durch einen Zufall in deren Fänge zu geraten. Das Risiko wäre doch viel zu groß gewesen.

Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin


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29.12.2012 um 19:31
@ZenCat1

Darf ich Dir den Link mit dieser seltsamen nicht existierenden Webseite einmal zuschicken?
(funktioniert aber scheinbar nur mit Firefox)

Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin


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29.12.2012 um 19:41
@Lohengrin
Lohengrin schrieb: Auf dem vom mir eingestellten Foto meine ich zu erkennen
welches Foto? Hab ich schon wieder was übersehen??? :(
Lohengrin schrieb:erst nach dem ersten Stich
stolpert sie verm. rückwärts zur Telefonzelle wo sie dann zusammenbricht.
kann so nicht gewesen sein: Siehe Handabdruck. Da gibts leider das Foto online nicht, Ihr müsst Euch auf mein Wort verlassen, das Bild war damals im Innsbrucker Stadtblatt abgedruckt, einer Doppelseite in der Woche nach dem Mord. Da war deutlich ein blutiger Handabdruck zu erkennen, und, vor allem, eine linke Hand. Linke Hand, links vom Telefonapparat, da muss sie also mit dem Körper zum Apparat und mit dem Rücken zum Eingang zur Zelle (und zum Täter) gestanden haben.

Hab mich gerade "verkopft" und bin, so wie Du, mehr und mehr der Meinung, dass der Täter motorisiert unterwegs war. Das dubiose Phantombild des Zeugen kann hier in die Irre führen - hab es online nicht mehr gefunden, aber es gibt darauf kein Gesicht, nur einen Kopf mit sehr eigenartigem, gelbem (nicht blondem) Haar, halblang, gewellt, total schräg, so läuft echt niemand rum ;) Anfangs glaubte ich immer, der Zeuge hätte da Daniela gesehen, vielleicht ist sie dort auf und ab gegangen und ihre weißblonden Haare wirkten im Licht der Dämmerung gelb. Vielleicht war das aber auch gar niemand, oder irgendwer, der nichts mit dem Fall zu tun hat. Nehmen wir das mal an und dazu den Fakt, dass Daniela das Rad abgesperrt hat - dann wollte sie, wie Du sagtest, das Rad später holen - wenn sie zu Fuß weitergehen wollte, hätte sie es aber mitgenommen/ - geschoben. Wenn sie es abgesperrt stehen lässt, will sie mit einem Auto/Motorrad weiterfahren - eigentlich logisch.

Die Polizeifahndung kannst Du allerdings abhaken - da ging meines Wissens nach gar nichts weiter. Eine richtige Fahndung gab es sowieso nicht, weil die Kripo gleich damit beschäftigt war, den Auffinder hops zu nehmen, der Park wurde irgendwann abgesucht und die Bögenlokale wurden Wochen nachher unter die Lupe genommen. Über die Innsbrucker Kripo und ihre Methoden dürfen wir hier gar nicht zu diskutieren beginnen, das wäre zu frustrierend. Der Gerichtsmediziner, der sie untersucht hat, hat zur Zeit 4 Klagen hängen - ich versuche, den Link dazu zu finden, er hat zumindest einen eindeutigen Mord als Selbstmord abgetan (ich sage nur: Raven Vollrath...) u.ä. Vermutlich deshalb die 2. Obduktion...
Abgesehen davon: Der Täter hätte ohne Probleme im Park verschwinden können, der ist verhältnismäßig groß, hat gute Winkel und Ecken zum Verstecken, Bäume, Büsche, was weiß ich, und etliche Ausgänge. Das wäre das Problem nicht gewesen. Und sonst hätte der Täter halt ums Eck biegen und "normal" weitergehen müssen, er wäre niemandem aufgefallen...

Aber nixdestotrotz - Deine Theorie mit dem Uni-Umfeld ist m.E. absolut stichhaltig.


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29.12.2012 um 19:41
@Lohengrin
Lohengrin schrieb:Darf ich Dir den Link mit dieser seltsamen nicht existierenden Webseite einmal zuschicken?
(funktioniert aber scheinbar nur mit Firefox)
Ich bitte darum!


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

30.12.2012 um 21:44
89650,1356900281,Phantombild InsbruckIch habe mir mal ein wenig Mühe gegeben und im Netz
das ominöse Phantombild der Polizei wiedergefunden. Nun ja,
was die sich dabei gedacht haben mögen das weiß der Himmel.
(siehe Anhang)

Desweiteren habe ich noch herausgefunden das Daniela im Internationalen
Studentenhaus gewohnt hat (war mir jedenfalls nicht bekannt). Nach Aussagen
von Bewohner ein äußerst unangenehmes, unpersönlich und kalt geführtes
Studentenwohnhaus. (Aussage eines Bewohners) Eine Mitbewohnerin welche
direkt gegenüber von Daniela gewohnt hat wußte nicht einmal wer ihre
Wohnungsnachbarin war. Kein Wunder das sie von Linz wieder weg wollte.

Aus einem Polizeibericht geht hervor das die Stiche ca. 16 cm tief waren
was auf ein relativ großes Messer schließen läßt - und da habe ich ja
bereits die Vermutung geäußert das es sich mögl. um ein Küchenmesser
handeln könnte.

Allem Anschein nach ist tatsächlich noch Monate nach Danielas Tod eine
SMS auf ihrem Handy eingegangen. Hier ein Auszug aus Quelle "tirf1-orf"
Kriminalisten suchen neue Spuren in Bosnien
Im Juni hat sich der Mord an der 19-jährigen Studentin Daniela Kammerer in einer Telefonzelle nahe dem Rapolidpark in Innsbruck zum ersten Mal gejährt. Zwei Beamte des Kriminalamts sind derzeit in Bosnien, um dort neuen Spuren nachzugehen.
Monate nach Mord kam SMS
Am Montag sind die beiden Beamten nach Bosnien aufgebrochen. Vor allem der Absender einer SMS, die Monate nach dem Mord auf das Handy von Daniela Kammerer eingegangen ist, interessiert die Beamten. Bei der Einvernahme des Mannes erhofft man sich neue Erkenntnisse.
http://tirv1.orf.at/stories/137859
So ähnlich steht es auch in einem Polizeibericht, hier habe ich es aber leider
versäumt den Link zu speichern.

Was die zuweilen geäußerte Theorie das Daniela irgend eine Verbindung zu
Suchtmitteln hat kann ich wohl definitiv ausschließen. Zum einen habe ich hier
einen Auszug aus der Tiroler Tageszeitung:
Warum Kammerer sterben musste, ist bis heute unklar. Die Tote war vollständig bekleidet, die Polizeibeamten konnten auch die Geldtasche samt allen Papieren bei der Studentin sicherstellen. Damit kamen weder ein Raubmord noch ein Sexualverbrechen in Frage.
Auch die Überprüfung der Drogenszene im Rapoldipark ergab keinen Zusammenhang mit der tödlichen Messerattacke. Zumal Kammerer Suchtgift mied.
Für eine Beziehungstat fanden die Ermittler ebenfalls keine stichhaltigen Hinweise. Trotz intensiver Überprüfung des Freundes- und Bekanntenkreises der Studentin geriet kein eifersüchtiger Bekannter oder verschmähter Liebhaber ins Visier der Kriminalisten. Text
http://www.tt.com/Tirol/5812195-2/kammerer-mord-neu-aufgerollt.csp
Desweiteren habe ich noch herausgefunden das Daniele aktive Sportlerin war und in
einem Nachbarort ihres Heimatortes Pürbach in einem Basketballverein spielte.

Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin

P.S. Es kann sein das der eine oder andere Link gar nicht, bzw. keine Informationen zum
Fall Daniela Kammerer liefert. Das liegt daran das ich vereinzelt ältere artikel mühsam aus
dem Cache "fischen" mußte ;-)


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

30.12.2012 um 22:12
89650,1356901963,GE-Linz-Orte-TourIrgendwie komme ich mit dem Zeit-Wege-Diagramm der Polizei
nicht so recht zurande. Da mag vielleicht daran liegen das ich keinerlei
Bezug zu Linz habe. Daher habe ich mal eine Wegstrecken-Orts-Markierung
auf google-earth erstellt. Ich hoffe nur das die Orts-/Wegeangaben einigermaßen
korrekt dargestellt sind.
(siehe Anhang QUELLE: google earth)

Dabei habe ich mir einmal die Kapuzinergasse etwas genauer angesehen
und möglichen Lokalitäten Ausschau gehalten. Wie es scheint ist die Kapuziner-
gasse jedoch eine ausgesprochene Wohngegend. Um so rätselhafter was
Daniela Kammerer dort eigentlich wollte - da habe ich nur eine Erklärung für
das sie dort jemanden besuchen wollte, diese Person aber nicht angetroffen
hat.

In der Dreiheilgenstrasse habe ich gesehen das es dort ein Cafe
Dreiheiligen gibt. Möglicherweise hat sie dieses Lokal sogar besucht um
anschliessend noch einmal zurück in die Kapuzinergasse zu radeln.

Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin


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30.12.2012 um 22:17
89650,1356902231,Linz-Rapoldi.PNGHier habe ich den Rapoldi-Park noch einmal aus GE-Perspektive
herausgeschnitten
(siehe Anhang QUELLE: google earth)

Mit freundlichen Grüßen

Methusalem


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

30.12.2012 um 22:35
89650,1356903316,GE-Innsbruck-Orte-TourIch muß mein Wegstrecken-Ortsmarkierung noch einmal ohne
Legende einstellen, da ich meine Orts-/Wegangaben einfach nicht
mit dem Zeit-Wegediagramm der Polizei in Einklang bringen kann.

(siehe Anhang QUELLE: google earth)

Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin


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31.12.2012 um 09:08
@Lohengrin

Vielen, vielen Dank für die Mühe, die Du Dir gemacht hast - da sind ein paar für mich neue, sehr interessante Infos dabei!

Die Wegstrecken-Ortsmarkierung irritiert mich auch - so wie Du kann ich sie so nicht mit dem Diagramm der Polizei in Einklang bringen. Vor allem die Sache mit der Kapuzinergasse - hast Du irgendwo rausgefunden, dass diese Gasse eine besondere Bedeutung auf Danielas Weg hatte? Ich habe sie - die Gasse - bisher nur mit einer Zeugensichtung in Einklang gebracht, als Daniela auf dem Weg von der letzten Studentenparty in der Dreiheiligenstraße in die Ing- Etzel-Straße (Viaduktbögen) war. Diese sind auf dem Google Earth Bild vom Bahnhof nach Norden führend, entlang der Bahntrasse, die Strecke, die sich mit der Kapuzinergasse und der Dreiheiligenstraße kreuzen.

Die Party war also in der Dreiheiligenstraße beim grünen Marker, von dort fuhr sie Richtung Westen raus auf die Ing-Etzelstraße und dort nördlich den Viaduktbögen entlang Richtung Kapuzinergasse. Dort an der Kreuzung Kapuziner/Ing.Etzel wurde sie von Zeugen auf dem Fahrrad gesehen, scheint aber dann noch weiter nördlich rauf gefahren zu sein. Das, was am obersten Bildrand als weißes Gebäude zu sehen ist, ist die Innsbrucker Messe, dort gegenüber sind die Bogenlokale "Plateau" und "Spektrum", in denen es nachts ganz schön zur Sache geht, und eben entlang der Strecke noch massenhaft andere Lokale.

Ich denke, das ist es, was Dich am Diagramm verwirrt - die Kapuzinergasse spielt meines Wissens nach keine Rolle außer der Sichtung an der Kreuzung, als Daniela beim Rauffahren war. Dort ist auch, wie Du rausgefunden hast, nichts los, reines Wohngebiet, abgegrenzt von der Bahntrasse und den Viaduktbögen - östlich der Bögen ist es also ganz ruhig, auf der anderen Seite tanzt der Bär.

Du hast dann noch die Eisgrotte Burggraben markiert - gab es da eine Sichtung von Daniela bzw. hielt sie sich dor an dem Abend irgendwann auf? Nach der Party in der Zollerstraße? Würde mich jetzt wundern, da das nur eine "normale" Eisdiele ist, die um die Uhrzeit vermutlich nicht mehr geöffnet war. Ich meine mich zu erinnern, dass sie die Party in der Zollerstraße gegen 1/1.30 nachts verließ.


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31.12.2012 um 21:24
89650,1356985492,Innsbruck-Neu311212.JPGAuf die Schnelle.
Ich habe noch einmal mein GE-Wegenetz aktualisiert.
Vielleicht fällt Dir/Euch @ZenCat1 @all dabei etwas auf
Erklärung und Zeitprotokoll folgen......im neuen Jahr ;-)
(siehe anhang QUELLE google earth)

Mit freundlichen Grüßen u. Guten Rutsch

Lohengrin


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01.01.2013 um 18:47
@Lohengrin

Super, das Diagramm schaut schon total übersichtlich aus!

Ich warte aber trotzdem noch bis zu Deiner Erklärung und dem Zeitprotokoll, da mich einiges etwas irritiert.

Wie schon erwähnt, die Eisdiele Burggraben, dann scheint mir die Ing.Etzel-Straße falsch eingezeichnet zu sein - auf dem Diagramm ist sie oberhalb der Kapuzinergasse eingezeichnet, muss aber parallel dazu sein, entlang der Bahntrasse. "Cafe/Bar Bogen", vor allem in dem angemerkten Bereich, sagt mir gar nichts - vor 7 Jahren kann dort schon ein Lokal dieses Namens gewesen sein, in diesem Bereich (gen Norden) haben sich die Lokale aber immer schon etwas "verdünnt", waren spärlicher gesät und eher Kneipen für Einheimische und Vereinslokale als Szenelokale wie Plateau und Spektrum, die im Bereich der Messe und weiter Richtung Bahnhof angesiedelt sind.

Gibt es für dieses Cafe Bogen eine Zeugenaussage, wurde Daniela dort gesehen?


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

01.01.2013 um 20:37
89650,1357069022,Innsbruck-Neu010113Hallo @ZenCat1,

Erst einmal vielen Dank für den Hinweis bezgl. der Ing.-Etzel-Str.
Hierbei ist mir tatsächlich ein Fehler unterlaufen was ich auch gleich
korrigiert habe (siehe Anhang). Sorry, wenn ich den Einen oder Anderen
damit verwirrt habe. Mir kam das gleich irgendwie seltsam vor weil es
so gar nicht zu Daniela´s Bewegungsprofil paßt.

Deine @ZenCat1 Einlassung bezüglich der Kapuzinergasse wurde ebenfalls
von mir falsch interpretiert, ich habe die Zeugenaussage das Daniela an
der Kreuzung Kapuzinergasse gesehen wurde dahingehend interpretiert
das sie IN der Kapuzinergasse gesehen wurde. Ein Fehler jagt den Anderen ;-)
Sorry. Aber nun haben wir das ja richtiggestellt, nochmals vielen Dank.

Was die Bogengasse/Eisgrotte anbelangt habe ich diese Angaben lediglich
aus einer der zahlreichen Zeitungsreportagen entnommen, allerdings scheint
mir diese Angabe eher unwahrscheinlich da es in der Bogengasse keinerlei
in Frage kommende Lokalitäten gibt und die Eisgrotte um diese Uhrzeit
sicherlich geschlossen hatte. Ich belasse es derweil noch in meinem Wegeprot.

So, jetzt einmal zu "meinem" Zeitprotokoll. Dieses Protokoll ist eine Mischung
aus dem offiziellen Polizeiprotoll, soweit ich es entziffern konnte, und meinen
eigenen Überlegungen welche ich auch mit einigen Deiner Angaben abgeglichen
habe. Ich denke mal das der Ablauf sich in etwa so darstellt:

Zeitprotokoll:

ca.: 02.00 Uhr Aufbruch von der Zollerstrasse (Studentenverbindung)

ca.: 02.20/25 Uhr Eintreffen bzw. Sichtkontakt Dreiheiligstrasse 9 (Party Studentenwohnheim Jugendzentrum) (lt. Diagramm Pol.)

ca.: 03.30/45 versch. Bogenlokale - 04.25 Uhr Bar/Cafe M.....?könnte auch Cafe Projekt ? sein

ca.: 04.30 Uhr Zeugen-Sichtkontakt an der Kreuzung Kapuzinergasse (lt. Diagramm Pol.)

ca.: 04.45 Uhr Zeugenfeststellung Leipziger Platz (lt. Diagramm Pol.) Schrei?

Ca.: 04.45 Uhr Zeugenfeststellung gegenüber Hallenbad (lt. Diagramm Pol.) Sichtkontakt unbek. Mann?/Frau? - Zeuge? Täter?

ca.: 04.40 Uhr - 04.50 Uhr Todeszeitpunkt (lt. Gerichtsmedizin) (finde den Link nicht mehr ;-( )

ca.: 05.05/10 Uhr Notrufeingang b.d. Polizei

Ich habe bewußt keine Angaben auf die Minute gewählt da das ohne konkreten Hinter-
grund nahezu unmöglich ist, daher können also nur ca.-Angaben erfolgen.

Wie ich ja bereits geschrieben habe vermutete ich ja bereits einge Beiträge vorher
schon das der aller Wahrscheinlichkeit Täter im studentischen Umfeld zu suchen ist.
Auch wenn das nur ein "Bauchgefühl" ist, verdichtet sich die Wahrscheinlichkeit je mehr
ich mich mit diesem Fall beschäftige.

Ausgangspunkt für meine Überlegungen war der Auffindeort des Opfers, der mir, wie
einigen anderen auch, einfach ein Rätsel. Die Erklärungsversuche bezgl. des
Rapoldi-Park´s mit seiner Legende Tummelplatz für verschieden zwielichte Elemente
zu sein, brachten für mich aber keine schlüssige Verbindung zu Daniela K.

Erst der Hinweis eines anderen User´s, das die Telefonzelle aufgrund seiner Präsenz
an diesem Platz als vereinb. Treffpunkt gedient haben könnte, hat mich dann veranlaßt
mir die Gegend um den Rapoldi-Platz einmal etwas genauer auf Google Earth
anzusehen. Da ich im Gegensatz zu anderen den Rapoldi-Park weniger im Visier
hatte, stellte sich mir die Frage in welche der Täter ggbf. noch flüchten konnte. Und
hier blieb, abgesehen von der Fluchtroute Rapoldi-Park in Richtung Norden, nur ein
Fluchtweg in östlich-südöstlicher Richtung übrig.

Bis zu diesem Zeitpunkt war ich der Ansicht das der/die Täter/in möglicherweise
motorisiert war was ich derzeit allerdings nicht mehr als wahrscheinlich sehe. Und
so habe ich mir den Ortsteil Pradl einmal genauer angesehen. Und nach langer Suche
fand ich zu meiner Überraschung in direkter Nähe zum Tatort ein StudentInnenheim
was mich dann dazu veranlasste alle offiziellen Studentenwohnheime in der
näheren Umgebung in meinem Wegeprotokoll einzuzeichnen.

Hierbei fand ich dann heraus das zum einen die Studentenfeier in der Zollernstrasse
in einem Studentenwohnhaus (nur männliche Studenten) stattfand und die nachfolgende
Party in der Dreiheiligenstrasse ebenfalls in einem Stud.-Wohnheim gefeiert wurde
Dem Stud.-Haus in der Dreiheiligenstrasse ist zudem noch ein Judendzentrum und
weitere Einrichtungen angegliedert. Aber das nur so am Rande.

Nachdem ich nun die Wohnhäuser eingetragen hatte stellte ich weiter fest das es
im östlich gelegenen Stadtteil lediglich nur ein Wohnhaus für StudentInnen gibt.
Die Eintragungen erfolgten auf Grundlage der im Internet einsehbaren offiziellen
Listen für Stud.-Wohnhäuser in Innsbruck.

Nun muß ich doch noch einmal auf die Phantom-Zeichnung der Polizei zurück
kommen. Aufgrund der femininen Zeichnung der Haare meine ich, das es Sinn
macht sich nicht nur auf einen männlichen Täter "einzuschießen" sondern möglicherweise
auch eine Täterin in Betracht zu ziehen. Sorry für diesen überlangen "Roman".

(Anhang: QUELLE google earth)

Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

01.01.2013 um 20:39
89650,1357069141,Ausschnitt-Innsbruck010113.JPGHier noch einmal ein Ausschnitt v. Tatort
(Anhang: Quelle google earth)

Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

01.01.2013 um 22:10
@Lohengrin
Jetzt erstmal fällt mir nichts anderes ein als : Wow! Wahnsinn, was Du in der kurzen Zeit zusammengetragen und so übersichtlich aufgegliedert hast - Respekt, und vielen Dank!

Auffällig für mich ist als erstes diese Sichtung in der Kapuzinergasse. Ich war der Meinung, dass das auf ihrem Weg von der Studentenparty in die Bogenmeile war. Laut Deinem Zeitprotokoll war das nicht so, ich fasse also zusammen:

Daniela befand sich einige Zeit, wahrscheinlich mehrere Stunden, auf der Party in der Zollerstraße, fuhr dann quer durch die Stadt zum Studentenwohnheim Jugendzentrum Z6. Dort hielt sie sich maximal eine Stunde lang auf - ich hatte das als viel länger eingeschätzt, so wirft das auch ein neues Licht auf "mehrere" Telefongespräche, die sie von dort aus führte. Das waren, lt. Zeugenaussagen, nicht nur "zwei, drei" Telefonate, sondern "etliche, viele, haufenweise" - wir können also davon ausgehen, dass sie in dieser Stunde sehr abgelenkt war, nicht wirklich mitgefeiert hat, sondern fast ständig am Handy hing. Diese angewählte Nummer muss der Kripo aber doch hoffentlich bekannt sein...

Gegen 3.30 wurde sie schon in den Bogenlokalen gesehen, d.h., sie war sogar weniger als eine Stunde auf der Party. Nächste Sichtung eine Stunde später, 4.30 - sie war also eine knappe Stunde, zirka, in den Lokalen. In einem Lokal, zusammen mit wem, oder in mehreren, auf der Suche nach jemandem? Da wäre es halt klug gewesen, wenn die Kripo nicht wochen-/bzw. monatelang gewartet hätte, um die Bogenmeile abzuklappern - wen wollen sie dort noch gesprochen haben bzw. wer kann sich da noch an Daniela erinnert haben?

Diese Stunde fehlt also, sie kann sich von den Bögen entfernt haben, ich denk aber, das war nicht der Fall. Sie war also entweder in einem Lokal - doch sicher zusammen mit jemandem, um diese Zeit wird eine junge Frau nicht alleine an der Bar rumhängen? Oder sie hat sich mit auf- und abfahren entlang der Bogenmeile die Zeit vertrieben, weil sie auf jemand wartete, der erst a: sein Bier austrinken musste oder b. dort arbeitete und erst Feierabend machen musste. Das Auf- und Abfahren wurde von irgendjemandem ausgesagt, sie wurde gesehen, als sie offenbar ziellos die Meile entlang fuhr, umdrehte, zurückfuhr. Kann mich leider nicht mehr an eine Zeitangabe erinnern und finde nichts online :(

Und dann kommen wir zu den Studentenheimen. ich lebe jetzt seit 25 Jahren in Innsbruck, aber die schiere Menge davon ist mir neu, und ich wusste auch nicht, wo die Heime sind bzw. dass es überhaupt mehr gab als das große, Internationale im westlichen Bereich Innsbrucks. Eigentlich ging ich davon aus, dass die meisten Studenten im Stadtbereich in WGs zusammen wohnen - andererseits waren schon zu Danielas Zeiten die Mieten in Innsbruck extrem hoch - inzwischen sind sie exorbitant - da muss es ja mehrere Heime als Ausgleich geben.

Die Möglichkeit, dass der/die Täter(in) in einem dieser Heime lebte, die im Bereich Saggen/Pradl ja offenbar zuhauf vorhanden sind, ist absolut nicht von der Hand zu weisen - man müsste allerdings wissen, welche damals, vor 7 Jahren, schon in Betrieb waren und welche erst nachher dazukamen.

Bei einer Kleinigkeit muss ich Dir widersprechen: Du schreibst, außer dem Fluchtweg nach Norden durch den Park käme für Dich nur mehr die östliche-südöstliche Richtung in Frage. Das wäre also in den Bereich Pradl. Aber, theoretisch hätte der Täter auch wieder retour nach Westen gehen/fahren können, Richtung Bogenmeile, Bahnhof und Innenstadt. Süd-westlich vom Rapoldipark geht es auch weiter, da müsste man durch eine etwas breitere Wohnstraße, könnte dann aber, wenn man mit dem Auto unterwegs ist, links rauf auf den Südring fahren, der der Gürtel um Innsbruck ist, von dort kommst Du überall hin, auf die Autobahn oder sonstwo. Zu Fuß könnte man weitergehen, man würde in ein unbewohntes Gebiet kommen, wo nur ein bisschen Industrie ist, da wäre auch die sogenannte Sillschlucht, in der man evtl. blutige Klamotten entsorgen könnte - und dann wäre man schon in Wilten, in dem Stadtteil, in dem Daniela die erste Party des Abends feierte. Da brauchst Du, wenn Du zügig gehst, keine 10 Minuten. Innsbruck ist nicht groß... Deshalb hatte ich vorher auch nie an einen motorisierten Mörder gedacht - in Innsbruck ist alles schnell zu Fuß zu erreichen.

Aber: Ich war von Anfang an der festen Überzeugung, dass die Telefonzelle Rapoldipark als Treffpunkt fungierte. Da das aber in der völlig entgegengesetzten Richtung zu Danielas Wohnheim ist, liegt der Verdacht nahe, dass dieser Treffpunkt auf dem Heimweg des Täters war. Wieso sollen sich zwei Leute an einem Punkt verabreden, der "am anderen Ende der Stadt" ist von da, wo sie letztendlich hinmüssen? Macht keinen Sinn. Nachdem Du diese ganzen Studentenheime im Bereich Pradl/Saggen gefunden hast, muss man die eindeutig in Betracht ziehen! Natürlich kann der Täter auch sonstwo in dem Bereich gewohnt haben, sogar der bosnische Verdächtige würde da noch reinpassen, da das Asylantenheim auch in der Richtung liegt... Aber immerhin, es engt den Kreis der Verdächtigen doch sehr ein!

Der Gedanke an eine Täterin ist mir noch nicht gekommen. Auszuschließen ist das natürlich niemals, vor allem, wenn wir von diesem dubiosen Phantombild ausgehen. Statistisch gesehen nicht sehr wahrscheinlich, aber ganz bestimmt nicht unmöglich!

Auch ich entschuldige mich für den "Roman", den ich hier geschrieben hab, aber es hilft einfach, Gedankengänge niederzuschreiben, um sie zu sortieren. @Lohengrin, Du hast hier auf jeden Fall gewaltige Denkanstöße gegeben, wofür ich Dir sehr dankbar bin - ich grüble seit dem Mord immer wieder darüber nach und hatte mich in den Jahren ziemlich festgefahren - Du hast etliche neue Denkanstöße gegeben!

Dir und Euch allen ein gutes, gesundes Neues Jahr!
ZenCat


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

01.01.2013 um 23:25
@ZenCat1
ZenCat1 schrieb:Bei einer Kleinigkeit muss ich Dir widersprechen: Du schreibst, außer dem Fluchtweg nach Norden durch den Park käme für Dich nur mehr die östliche-südöstliche Richtung in Frage. Das wäre also in den Bereich Pradl. Aber, theoretisch hätte der Täter auch wieder retour nach Westen gehen/fahren können, Richtung Bogenmeile, Bahnhof und Innenstadt. Süd-westlich vom Rapoldipark geht es auch weiter, da müsste man durch eine etwas breitere Wohnstraße.......
Das ist richtig, aber man sollte dabei berücksichtigen das der Täter / die Täterin
sicherlich darauf bedacht gewesen ein muß, unauffäligg und ungesehen den Tatort
zu verlassen. Eine Flucht in westlicher Richtung beinhaltet ein zu großes Gefahren-
potential von bekannten Personen möglicherweise erkannt zu werden. Der/die Täter(in)
wird sich ja bewußt gewesen sein das am darauffolgenden Tag Hinweise auf den Mord
am Rapoldi-Park in den Medien (Rundfunk) veröffentlicht werden zumindest aber in den
darauffolgenden Tagen entsprechende Meldungen in den Zeitungen nachzulesen sind.

Da bietet sich der Rapoldi-Park als Fluchtpunkt geradezu an um, eine weitere Theorie,
erst in nördlicher Richtung zu verschwinden um dann am Ende des Park´s einen
Bogen in östlicher und anschließend in südlicher Richtung Pradl (StudentInnenheim Josef
Pembauer)zu verschwinden.

Was die motorisierte Variante betrifft käme ebenfalls im Verlauf der Amraserstrasse
Richtung Süden noch das Studentenheim Tiroler Lehrerhaus am Tummelplatzweg
noch in Frage. Aber wie schon geschrieben, von der motorisierten Variante gehe
ich vorerst nicht mehr von aus.

Wie lange die von mir aufgeführten Wohnheime schon in Betrieb sind kann ich
natürlich nicht abschätzen, das dürfte für eine Sonderkommission aber sicher
kein Problem sein derartiges in Erfahrung zu bringen. Im günstigsten Fall gab
es diese Wohnheime schon zur damaligen Zeit, so dass selbst eine Belegungsplan
der in Frage kommenden Wohnhäuser zum Tatzeitpunkt rekonstruierbar sind. Zugute
käme es einer Ermittlung das es sich bei diesen Wohnhäusern um kleine, über-
schaubare Wohneinheiten und einen begrenzten Zeitrahmen geht.
@ZenCat1)]Nächste Sichtung eine Stunde später, 4.30 - sie war also eine knappe Stunde, zirka, in den Lokalen.
Wenn ich diese Stunde auf 3 Lokale aufteile reicht es kaum mehr um ein
Getränk zu bestellen, für mich sieht es eher so aus als wenn sie in den Lokalen
auf der Suche nach einer bestimmten Person war. Das rauf- unter runterradeln
kann objektiv betrachtet gar nicht so lange gewesen sein. Wenn sie dort in einem
der Lokale zu einer best. Uhrzeit eine Verabredung hatte könnte sie durchaus mit
Absicht ein-/zweimal rauf und runter geradelt sein um nicht zu "früh" zum "Date" zu
erscheinen, nur um dann festzustellen das sie versetzt wurde. Um sicher zu gehen
sucht sie noch 1, 2 Lokale auf und dabei wird beobachtet das sie mehrmals
telefoniert. - So ähnlich stelle ich es mir jedenfalls vor.

Was diese "Bosnier-Geschichte" anbelangt, diese Unwägbarkeit bleibt natürlich zumal
ja mehrere Monate nach dem Mord noch eine SMS auf dem Handy des Opfers
eingegangen ist. Das paßt natürlich überhaupt nicht zu meiner "bequemen" Mord-
theorie mit dem studentischen Umfeld.

Interessant zu erfahren wäre wie @Redjune @InsaneMenace und @rechtsfreak meine Einschätzungen beurteilen.

Und natürlich auch von mir ein gutes und gesundes Neues Jahr, Dir und allen
anderen Usern auf diesem Forum

Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

02.01.2013 um 20:08
89650,1357153737,Prosecheria Mionetto Daniela 03062005 verglGanz aktuell habe ich im Internet ein Foto von Daniela Kammerer
zusammen mit einer Freundin?/Studienkollegin entdeckt. Dieses Foto
wurde am 03.06.2005 bei einer Party im Proseccheria Mionetto in der
Valiergasse 2 aufgenommen. Zum Vergleich habe ich das offizielle Foto
aus den Medien hineinkopiert. Auf dem neueren Foto erkennt man ein
anderes (neueres?) Brillenmodell. Anscheinend hat sie auch auf Party´s
nicht auf ihre Sehhilfe verzichtet bzw. gegen Kontaktlinsen ausgetauscht.
Wenn ich mir nun das Tatortfoto ansehe kann ich nirgendwo ihre Brille
entdecken. Vielleicht weiß jemand welches Brillenmodell sie aktuell trug.

Mit freundlichen Grüßen

Methusalem

P.S Möglicherweise gibt es auch noch aktuellere Foto´s, ist nur sehr
mühsam @ZenCat1 diese herauszusuchen.


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