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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

2.672 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Ungeklärt, Hessen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

06.12.2012 um 05:04
Der Mordfall Jutta Hoffmann hat mich schon immer sehr Interessiert zumal ich aus der Gegend bin.
Man stellet sich hier immer wieder die Frage was Alzeyer wohl nach Lindenfels führt !?
Die Frage lässt sich ggf. leicht beantworten. Ein Täter ist Ortsansässig bzw. aus dem Umkreis von höchstens 10-15 km. Das heißt bis maximal Reichelsheim (schließe ich fast schon aus), Fürth/ Odw. incl. Ortsteile dann Eulsbach, Schliebach, Lindenfels. Der andere ist ein bekannter oder Freund aus Alzey mit dessen Fahrzeug man unterwegs war. Ich denke Jutta Hoffmann war ein Zufallsopfer ggf. wurde im Schwimmbad eine Auswahl getroffen durch Beobachtung.
Zu den Örtlichkeiten:
In den 80er Jahren wurde das Waldschwimmbad in Lindenfels auch gerne von nicht Ortsansässigen besucht, da es zu damaliger Zeit sehr Anspruchsvoll gestaltet war, obwohl Fürth selbst ein Freibad hat/te, aber nicht an die Qualität des Lindenfelser heranreichte. Egal ob es von Leuten besucht wurde um dort die Zeit nur auf der Liegewiese zu verbringen, zu schwimmen oder auch nur am Kiosk sein Bier zu trinken.
Zum Weg vom Schwimmbad zurück zum Ortskern:
Der Weg war nie mit dem Auto befahrbar. Man braucht selbst als junger Mensch zu Fuß mindestens 10-15 Minuten vom Schwimmbad zurück nach Lindenfels, fast schon Ortskern am Krankenhaus, Friedhof.
Mir ist nur vom hören bekannt, dass nach Juttas verschwinden alle erdenklichen Stellen nach Ihr abgesucht wurden und man Sie nicht gefunden hat. Selbst die Feuerwehr war bei diesen Einsätzen angeblich mitbeteiligt. Auch der spätere Fundort soll angeblich abgesucht worden sein. Das würde heißen Jutta wäre erst viel später dort abgelegt worden was tatsächlich eine Entführung, zu welchem Zwecke auch immer, vermuten ließe. Die Fundstelle ist mir nicht bekannt. Aber vielleicht hat man auch was übersehen. Man denke an den Fall Mirco Schlitter und die aufwendigen Suchaktionen und doch hat man ihn nicht gefunden. Dabei war er so nah.
Zu dem Fahrzeug am Friedhof:
Ford Granada oder Taunus wurden in den 80er gern von Ausländer gefahren (ich möchte damit niemand beleidigen oder vorverurteilen, oder den gedanken erwecken nur Ausländer begehen verbrechen) ist hier aber naheliegend. Die meisten Deutschen dürften den abend aber vor dem Fernseher verbracht haben wegen der WM. Und Ausländer schätzt man gern auch mal etwas älter als Sie eigentlich sind. Für mich könnten die Täter deshalb auch 20-35 Jahre sein und nicht 30-35 Jahre wie im Filmfall dargestellt.
Wie sich das Verbrechen an sich ereignet haben soll ohne das jemand etwas bemerkt haben soll ist mir bis heute ein Rätsel. Bei dem Weg vom Schwimmbad zurück zum Ort ist man an heißen Tagen immer Menschen begegnet. Das ist ein hohes Risioko will man dort jemand beiseite schaffen oder sogar umbringen ohne sofort entdeckt zu werden. Fast Unmöglich. Da müsste jemand sehr dumm und Risikobereit gewesen sein.
Ob sich die/ der Täter überhaupt noch in Deutschland aufhalten ist fragwürdig. Möglicherweise sind diese in Ihr Heimatland unmittelbar nach der Tat zurückgekehrt, oder spätestens nachdem die Leiche gefunden wurde weil man befürchten musste ggf.entdeckt zu werden nachdem zahlreiche Ermittlungen begonnen hatten.
Einer der Täter ist aus der nähe. Möglicherweise Fürth/ Odw. Lindenfels selbst schließe ich aus.


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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

17.12.2012 um 12:15
Ich hätte auch noch eine These:

Möglicherweise wurde Jutta Hoffmann ja auch zunächst verschleppt und zum Friedhofsparkplatz gezerrt (evtl. auch auf dem Waldweg betäubt oder anderweitig bewusstlos "gemacht"). Dort wurde sie in den bereitstehenden Granada/Taunus "gestopft", was aus Tätersicht gerade noch gut ging, da die späteren Friedhofsbesucher gerade ankamen. Für den abgefallenen Schuh blieb aber keine Zeit mehr, so dass sich die Täter zunächst verzogen haben.
Als sie später zurückkamen (die Zeugen waren zu dieser Zeit noch auf dem Friedhof) wurde der Schuh noch im Kofferraum entsorgt. Zu diesem Zeitpunkt ist Jutta Hoffmann aber aus der Bewusstlosigkeit erwacht und hat geschrien.

Sie wurde daraufhin verschleppt und mit dem Auto weggebracht und später getötet. Evtl. wurde sie auch erst an den späteren Leichenfundort gebracht, als dieser von der Polizei schon untersucht wurde.

Die Motive könnten sexueller Natur sein. Ist der spätere Fundort der Leiche denn auch der Tötungsort? Gibt es hierzu Erkenntnisse? Und gibt es Hinweise einer Vergewaltigung oder zur Todesursache?


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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

17.12.2012 um 23:48
@XYungelöst

An diese von Dir geschilderte Möglichkeit habe ich auch schon gedacht, sie allerdings wieder verworfen aus folgenden Gründen:
1. Psychologisch: Der Entschluss zur Tat dürfte relativ spontan gefasst worden sein, wofür auch die improvisierte Verschleppung und das weitere Vorgehen spricht: Mit anderen Worten, statt eines Mädchens zum vergewaltigen hat man plötzlich eine Leiche im Kofferraum. Dann ist der erste Reflex: bloß schnell weg damit. Und die erste passende Gelegenheit dürfte sich an dem hier im thread gezeigten Parkplatz ergeben haben.
2. Rational: Für eine spätere Ablage begibt man sich doch nicht in die "Höhle des Löwen" und setzt sich einem unangemessenem Entdeckungsrisiko aus.
Der Fundort der Leiche ist an einer offensichtlich recht steilen und bewaldeten (früher evtl. noch verbuschten) Böschung, dürfte also nicht der Tatort sein.
Nach einem Jahr Liegezeit dürfte die Todesursache nicht mehr zu ermitteln gewesen sein, sofern bei der Tötung das Skelett nicht beschädigt wurde wie etwa bei Ersticken/Erwürgen.
Analog gilt das Gesagte auch für eine Vergewaltigung, wobei ich annehme, dass es aufgrund des Ablaufes der Tat nicht mehr dazu kam.

Viele Grüße
Ludwig


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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

08.01.2013 um 19:43
@SpiderWeb
du sprichst an, dass den gesuchten Autotyp damals v.a. Ausländer gefahren haben. Das bringt mich auf die zugegebnermaßen etwas seltsame Idee, dass es sich bei den beiden mutmaßlichen Tätern unter Umständen um in Alzey oder Umgebung ansässige Mitglieder eines evtl. ausländischen Menschenhändlerringes (Entführung zwecks Zwangsprostitution) handeln könnte.
Geplant war demnach eine Entführung. Aus irgendwelchen Gründen ging das aber schief und das Opfer starb im Kofferraum des Wagens (evtl. erstickt).


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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

21.02.2013 um 17:03
hallo!


hier (endlich) mal ein artikel zum fall. anlass ist das auffinden der leiche vor 25 jahren. leider (fast) nichts neues.


http://www.wnoz.de/index.php?WNOZID=2aa27263e1b708bd14a1d08c8e500d00&kat=114&artikel=110247463&red=27&ausgabe=


Tod von Jutta Hoffmann bleibt ein Rätsel

Lindenfels. Ein Schuh auf einem Waldweg, widersprüchliche Zeugenaussagen, zwei mysteriöse Fremde: Der Fall Jutta Hoffmann ist vielen Lindenfelsern bis heute ein Rätsel. 25 Jahre ist es her, dass der Tod der Schülerin traurige Gewissheit wurde: Am 10. Februar 1988 fanden Ermittler die Leiche des seit Juni 1986 als vermisst gemeldeten Mädchens.

Im heutigen Archiv der Staatsanwaltschaft Darmstadt lagern 20 Aktenordner mit Material zur damaligen Spurensicherung. Auch wenn die Suche nach dem Täter erfolglos blieb und es keinen Beschuldigten gab, ist das Todesermittlungsverfahren - so die formelle Bezeichnung - im Fall Jutta Hoffmann nach wie vor nicht offiziell eingestellt worden. Im Jahr 1990 wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft die letzten Akteneinträge zur Spurensicherung übermittelt.

Der Fall wurde Ende der 80er Jahre bundesweit wahrgenommen, das ZDF strahlte die Suchmeldung unter dem Titel "Waldbad Lindenfels" in seiner Reihe "Aktenzeichen XY" aus.

Von Anfang an gab das Verschwinden der damals 15-jährigen Jutta Hoffmann Rätsel auf: Am 29. Juni 1986, dem Tag des Endspiels der Fußball-WM, wurde das Mädchen zum letzten Mal gesehen, als sie gegen 17.45 Uhr das Schwimmbad verließ und auf einem Waldweg Richtung Ortsmitte lief. Eine halbe Stunde später fand eine Zeugin im oberen Drittel des Waldwegs einen weißen Damenhalbschuh, der jedoch bei der späteren Fahndung nicht mehr aufzufinden war. Eine auf dem Weg liegende Badematte nahm die Zeugin mit.

Weitere Hinweise lieferten Zeugen, die sich an diesem Abend auf dem Parkplatz des Friedhofs aufhielten: Sie entdeckten einen weiteren weißen Schuh - dieser war bei einer späteren Suche ebenfalls verschwunden. Die Zeugen bemerkten außerdem zwei Männer in einem dunklen Ford mit Alzeyer Kennzeichen - an anderer Stelle war von einem Aschaffenburger Kennzeichen die Rede.

Im Verlauf der Ermittlungen machte manche Theorie die Runde: So war unter anderem die Rede davon, dass Jutta Hoffmann von "Ausländern" entführt worden sei. Auf die Suchmeldung hin meldeten sich Anrufer, die das Mädchen in verschiedenen Städten gesehen haben wollten. Gefunden wurde die Leiche schließlich ganz in der Nähe der Stelle, wo die Schülerin damals verschwunden war - obwohl das entsprechende Waldstück bei der Suche nach der Vermissten bereits durchkämmt worden war. Die Polizei ermittelte deshalb damals vor dem Hintergrund, dass der Täter möglicherweise eine Beziehung zu Lindenfels oder seinem Opfer gehabt haben könnte.

Wie sehr der Fall Jahre später noch die Öffentlichkeit beschäftigte, zeigte sich zuletzt 2005: Der Astrologische Gesprächskreis des Kur- und Touristikservice befragte die Sterne zum Fall Jutta Hoffmann, und Inge Morckel und Kurt Schröder hatten damals die Hoffnung, dass sich in nächster Zeit etwas bewege. Demnach habe das Geschehen zu einer Zeit stattgefunden, als der Pluto "19 Tage rückwärts lief". Die 19 Tage setzten die Astrologen mit 19 Jahren gleich. Somit hätte das Verbrechen erst nach diesen 19 Jahren eine Chance, aufgeklärt zu werden. Dennoch gab es auch im Jahr 2005 keine neuen Erkenntnisse in dem Fall.

In den Neuen Medien bleibt das Schicksal von Jutta Hoffmann präsent: Auf der Video-Plattform Youtube wird die "Aktenzeichen XY"-Sendung nach wie vor angeklickt. In Kommentaren geht es immer wieder um die Frage der vielen Ungereimtheiten, mit denen der Fall nach wie vor ungelöst bleibt. han

Artikel vom: 14.02.2013


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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

22.02.2013 um 21:39
Nicht viel Neues, aber trotzdem ganz interessant.
Scheinbar gab es beim Friedhof noch mehrere Zeugen. Seltsam nur, dass bezüglich des Kennzeichens plötzlich mehrere widersprüchliche angaben vorliegen. Hoffentlich hat man sämtliche infrage kommende Kombinationen sowohl in Aschaffenburg als auch in Alzey überprüft.
Genauso finde ich es seltsam, dass der Leichenfundort abgesucht wurde und beim ersten Mal nichts gefunden wurde. Weiß man denn, wann dort gesucht wurde? Denn das würde dann nahelegen, dass die Täter nach der Suchaktion nochmal zurück nach Lindenfels kamen oder sich gar längere zeit am Stück dort aufgehalten haben.
Die Ausländer-Theorie hatten wir hier doch auch schon mal. Ich glaube aufgrund des Fahrzeugs. Vielleicht sollte das Opfer ins Ausland verschleppt werden. Bei der Entführung gingen die Täter aber zu brutal vor, sodass das Opfer starb.

Hat eigentlich schon einmal jemand die Zeitungsarchive durchforstet?


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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

11.06.2013 um 07:57
Wann kommt der fall endlich zur Aufklärung? ? Zwei tatverdachtige werden gesucht. Da muss es doch leichter sein etwas zu finden. Einer muss doch etwas hinterlassen oder plaudern oder nen fehler machen.
Oder liegt das problem darin dass es eben nicht 2 Täter waren, also eine falsche info? Sowie das in frage gestellte kfz- Kennzeichen?!?

Was haben die da gewollt als auswertige? Etwas kaufen? Verkaufen? Ansehen? Geschäft abwickeln? Bekamnte besuchen? Auf der durchreise von/zu einem Event?

Irgendjemand muss etwas wissen oder zumindest stark vermuten.


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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

11.06.2013 um 08:39
Ist Alzey nicht ein Kurort oder zumindest gibt es dort doch Reha-/Kurhäuser, oder? Ich meine mich zumindest zu erinnern, als ich noch ein Kind war (könnte sogar zeitlich in den Mordfall passen), dass meine Oma damals in Alzey zur Kur war...

Mir kam das nun sofort wieder in den Sinn, als ich "Alzey" las, und da wäre es dann ja vielleicht auch mal eine Überlegung wert, ob jemand, der damals dort in Kur war, evtl. der/die Täter sein könnte. Manche legen sich einen Kurschatten zu in den 6 Wochen (damals kurte man noch so lang, heute ist ja nach 3 Wochen meist schon Schluss), andere denken sich vielleicht, sie können unerkannt in der Fremde mal eine solche Tat begehen...

Fiel mir nur so als Möglichkeit ein, weil es Fremde gewesen sein sollen und danach ja auch kein ähnlicher Fall mehr dort geschah... Vielleicht sollte die Polizei mal gucken, wer damals zur Kur war in Alzey und gucken, ob in dessen Wohnortnähe ähnliche Fälle schon geschehen sind. Oder vielleicht sogar jemand, der einschlägig schon vorbestraft ist für sexuelle Belästigung, Vergewaltigung, häusliche Gewalt o.ä.! Haben sich ja scheinbar gleich 2 solche Typen gefunden! In einer Kur kommt man sich durch das Zusammenleben ja auch mit Fremden schnell nah und plaudert vielleicht in weinseliger Abendlaune auch mal Dinge aus, die man dem eigenen Umfeld nicht anvertrauen würde, weil man sich mit DENEN da in der Kur ja eh nicht wiedersieht und einem egal sein kann, was die von einem halten. Und wenn sich so zufällig dann zwei Gleichgesinnte gefunden haben, wäre schon das Tätergespann gegeben für eine einmalige gemeinsame Tat.


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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

11.06.2013 um 09:00
Wir können nie sagen, ob es vergleichbare Fälle gegeben hat, oder kennt jemand den Mord an Melanie Merkl 1991 in Landau ?
Diese XY-Sendung ist das Einzige, was wir dazu gefunden haben ( sorry, die Tonqualität ist schlecht ) :

https://www.youtube.com/watch?v=4tooCb7vyPQ (Video: Aktenzeichen XY 06.12.1991 8/8)
Ich persönlich glaube nicht daran, daß jemand, der keine Beziehungstat begangen hat, einfach so aufhört !


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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

11.06.2013 um 09:12
@seli

Doch, sowas gibt es auch (Einmal-Täter). z.B. immer dann, wenn derjenige aus großer (oft jahrelang aufgestauter und durch irgendwas an dem Tag plötzlich ausgelöster) Wut heraus tötet. Das sind die Typen, bei denen hinterher alle, die sie kannten, sogar die nächsten Angehörigen, sagen, dass der doch nie einer Fliege was zuleide tun konnte. Konnte er auch nie, weil er alle negativen Emotionen immer schön in sich ansammeln hat statt sie auf normale Weise abzureagieren, bis das sprichwörtliche Fass überläuft, und dann reagiert sich so jemand einmal sehr heftig und brutal ab, nur um danach wieder der ruhige liebe Mensch zu sein, als den ihn alle kennen.

Solche Täter bereuen die Tat dann meist direkt und plagen sich mit schrecklichen Gewissensbissen, weil sie selbst nicht verstehen können, wie sie sowas tun konnten, die verabscheuen die Tat dann genau so wie jeder Andere, müssen aber damit leben, dass sie selbst dieses "Tier" außer Kontrolle waren, das das angerichtet hat. Sie haben keinen Trieb, sowas zu tun, daher passiert es dann auch oft nur 1x und danach nie wieder, weil sie danach dann auch noch von Albträumen geplagt sind bezüglich der Tat, während ein Triebtäter ja genau das Gegenteil empfindet rückblickend und deshalb wieder und wieder töten will.


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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

11.06.2013 um 09:43
@ diegraefin

Die Theorie mit den Kurgästen klingt plausibel - nur, wenn die beiden zur Kur in Alzey waren, hatten sie doch sicherlich kein Auto mit dem Kennzeichen AZ, oder? Außer, jemand hätte es ihnen geliehen, aber dieser jemand hätte ja dann keinen Grund gehabt, sich nicht zu melden, denn der wusste ja nicht, wofür sie es haben wollten, als er es verlieh.


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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

11.06.2013 um 10:35
@orakel09
Vielleicht haben sie sich ein Auto "geliehen", ohne dass der Besitzer es wusste. In so einem Kurhaus arbeiten ja viele Ortsansässige, und die müssen ja auch irgendwie zum Kurhaus kommen und schleppen ihre Schlüssel und Taschen ja während der Arbeit nicht die ganze Zeit mit sich rum. Da gäbe es sicher Wege und Möglichkeiten, an so eine Schlüssel zu kommen, den mind. 8 Stunden keiner vermissen würde... So hätte der eigentliche Besitzer sogar ein Alibi gehabt, falls er im Zuge der Ermittlungen überprüft wurde, was sicher geschehen ist bei allen mit so einem Auto aus Alzey.

Naja, aber es ist schon eher weiter hergeholt, dass es so abgelaufen ist. Ist nur komisch, dass das Auto nie identifiziert werden konnte.


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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

11.06.2013 um 19:55
Es gibt aus Alzey und umgebung noch einige angebote von granada und taunus bei ebay. Vielleicht sollte man einige dieser Verkäufer mal anschreiben.
Naja sollte man eigentlich alles der Polizei überlassen. Der Täter könnte schließlich noch unter den Verkäufern sein. Leider werden sie das nach so langer zeit nicht mehr so konsequent tun


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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

11.07.2013 um 22:28
Liebe XY-Freunde,

da mich dieser Fall auch schon seit der damaligen Erstausstrahlung intensiv beschäftigt hat und ich nicht so weit entfernt von Lindenfels wohne, habe ich mich heute spontan zu einem Ausflug dorthin entschieden. Neben einer Besichtigung der Originalschauplätze dieses schrecklichen Verbrechens, habe ich mir aber natürlich auch weitere wichtige Sehenswürdigkeiten von Lindenfels (wie die Burgruine) angesehen.
Nun aber meine Eindrücke bzgl. dieses Falles angesichts der Besichtigung vor Ort: Zunächst einmal ist aus meiner Sicht ganz offensichtlich, dass der damalige XY-Film nicht an den Originalschauplätzen gedreht wurde (sowohl das Schwimmbad als auch der Waldweg und der Friedhof stellten sich mir vor Ort deutlich anders dar). Nun werden einige sicher sagen, dass in der Zwischenzeit ja 27 Jahre vergangen sind. Denke aber trotzdem, dass sich in der Zeit nicht derart viel verändert haben dürfte.
Zu meiner eigenen Überraschung ist dieser besagte Waldweg auch wirklich nur ein ganz schmaler Trampelpfad (durch die Darstellung im Film hatte ich an einen wesentlich stärker frequentierten und breiteren Weg gedacht), der damals wie heute eigentlich nur Einheimischen oder Personen mit sehr guten Ortskenntnissen bekannt gewesen sein dürfte. Und obwohl ich diesen Weg mehrmals rauf und runter gegangen bin und auch den Abzweig zum Friedhof benutzt habe, ist mir dort nirgends auch nur eine Menschenseele begegnet. Hierbei ist insbesondere zu beachten, dass ich dort zu einer ähnlichen Zeit wie Jutta damals zwischen 17:30 und 19:00 unterwegs war, dies ebenso im Hochsommer. Vor diesem Hintergrund halte ich es doch nicht für so abwegig, dass die Männer Jutta damals ohne größere Probleme zu ihrem Auto am Friedhof entführen konnten. Ansonsten ist der Weg wie gesagt äußerst schmal und sieht rundherum auch nicht so einladend aus, so dass das Auto für die Männer am ehesten Sinn gemacht haben dürfte. Meine weiteren Rückschlüsse angesichts der Ortsbesichtigung: Ich kann mir schwer vorstellen, dass die Männer dort planlos unterwegs waren. Vermute, dass sie Jutta zuvor im Schwimmbad beobachtet und ins Visier genommen haben. Ein planloses Abwarten auf ein zufälliges Opfer auf diesem Weg erscheint mir doch eher unwahrscheinlich, da mir wie gesagt auch keine Personen dort begegnet sind.
Zu den Ereignissen auf dem Friedhof: Eigentlich ist es dort recht überschaubar. Wundere mich daher, dass das Fahrzeug der mutmaßlichen Täter nicht eindeutig identifiziert werden konnte und die Zeugen sich auch bei dem Schrei nicht 100% sicher waren. Der Friedhof selbst ist nicht mal richtig ausgeschildert (von der Abzweigung auf den Waldweg ganz zu schweigen). Vor all diesen Hintergründen müssen die Täter über sehr, sehr gute Ortskenntnisse verfügt haben. Wenn das mit dem AZ-Kennzeichen nicht im Raum stehen würde, würde ich ansonsten fast sicher davon ausgehen, dass hier Einheimische an der Tat beteiligt waren.
Zu dem Auffindeort der Leiche: Sofern dieser in der Karte hier korrekt eingetragen ist, ist unweit davon ein Parkplatz. Vor diesem Hintergrund dürfte es für die Männer also nicht allzu schwer gewesen sein, die Leiche vom Auto dorthin zu schaffen. Schleierhaft ist mir allerdings, warum man erst im Februar 1988, mehr als anderthalb Jahre nach der Tat, dort fündig wurde.
So viel erst mal zu meinen Eindrücken und Rückschlüssen...
Ansonsten habe ich noch einige Fotos vor Ort machen können:

Grab Jutta Hoffmann
20c659 079Original anzeigen (1,6 MB)

Friedhof Lindenfels (dort sollen die Männer mit dem Ford Granada gestanden haben)
b1db13 084Original anzeigen (1,3 MB)

Waldweg
0e3ba4 083Original anzeigen (1,6 MB)

Eingang Schwimmbad
6c0f78 082Original anzeigen (1,4 MB)


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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

12.07.2013 um 01:10
Interessanter Fall. Aber ich verstehe nicht, wieso er immer noch ungelöst ist, eig. gab es mehr Hinweise als sonst... wobei Menschen sehr ignorant sein können. Hab mich mal ausgesperrt, was damit geendet hat, das ein paar Leute und ich ein gekipptes Fenster herausgeschraubt haben und so ins Haus sind (Erdgeschoss halt). War zwar nachts, hat aber niemand gesehen oder sehen wollen. Ich hab auch schon mal hier nach Hilfe gerufen (die eig. nicht nötig war... aber wenn man einen Horrortrip hat, sieht man das anders) und niemand hat was gemacht, dabei sind im Haus 30 Wohnungen.


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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

12.07.2013 um 02:29
Ich halte auch die "Verschleppungstheorie" am wahrscheinlichsten, mit einem nicht geplanten Zwischenfall wobei Jutta ums Leben kam und dann "entsorgt" wurde...


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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

12.07.2013 um 03:10
@jule78

Aber ist ein Kaff wirklich der beste Ort zum Verschleppen? Menschenhandel gibt es zwar, aber für die Täter ist es doch viel einfacher, naive Osteuropäirinnen in den Puff zu ködern als harmlose Mädchen im Freibad zu entführen.


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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

12.07.2013 um 04:00
@mostellaria: Mir ist auch schleierhaft, warum der Fall bis heute nicht gelöst ist. Allerdings war die Technik zur Aufklärung derartiger Verbrechen damals noch nicht so weit und ein bundesweiter Fahndungsaufruf via XY erst ein Jahr nach der Tat kam möglicherweise auch viel zu spät. Von Internet und neuen Medien konnte man seiner Zeit ja auch nur träumen. Jedenfalls ist der Fall äußerst rätselhaft. Nach meiner gestrigen Begehung dürfte der Weg vom Schwimmbad bis zum Ende des Waldweges kaum mehr als zehn Minuten betragen haben. Wenn man sich die ganzen Lokalitäten vor Auge führt, war der mutmaßliche Zugriffspunkt der Täter auch so ziemlich der letzte erfolgsversprechende. Denn nach dem Friedhof wäre Jutta auf der vielbefahrenen Hauptstraße angekommen. Hier müssen auch von der Polizei erhebliche Fehler begangen worden sein. Vieles passt bis heute nicht zusammen...


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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

12.07.2013 um 13:06
@mostellaria: auch wieder wahr! Wobei; War das damals hier schon so mit den Ostmädchen?! Vielleicht war Jutta ein gefragter Typ und deshalb die Verschleppung aus dem "Kaff"?!

Hier wurde auch kurz die Theorie "Entführung mit Erpressung" (in diesem Fall ohne Erpressung) angesprochen. Klingt auch nicht ganz so abwegig allerdings fehlen hierzu die Infos zu den Familiären Verhältnissen oder ein sonstiges Motiv.


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Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")

30.04.2014 um 14:05
@mostellaria
Zitat von mostellariamostellaria schrieb am 12.07.2013:Aber ist ein Kaff wirklich der beste Ort zum Verschleppen? Menschenhandel gibt es zwar, aber für die Täter ist es doch viel einfacher, naive Osteuropäirinnen in den Puff zu ködern als harmlose Mädchen im Freibad zu entführen.
So ein kleiner Ort ist sicher erst einmal, und da gebe ich Dir recht, nicht der beste Ort (alleine schon weil Fremde auffallen würden UND die "Auswahl" - verzeiht mir dieses Wort - kleiner ist).

ABER: "Naive Osteuropäerinnen" gab es damals in diesem Umfang, wie wir ihn heute kennen, in Westeuropa noch nicht. Damals existierte noch der eiserne Vorhang und die meisten Prostituierten waren damals eben auch deutsche Mädels. So dass ein Verschleppen durchaus in Betracht kommen könnte.

Dennoch gibt der ganze Tatablauf, auch mit Kenntnis der Gesamtlage, Rätsel auf. Und eine genaue Ortskenntnis der Täter ist zumindest für mich ziemlich wahrscheinlich. Zumindest, wenn die Tat geplant war. Auch den Leichenfundort finde ich irgendwie seltsam - zumindest ziemlich nahe am Tatort.

Oder es handelte sich wirklich um eine Spontantat, zweier Männer, die (trotz Fußballspiel) am Abend durch die Gegend gefahren sind und ziellos umherirrten und dann auf ihr Opfer trafen. Irgendetwas in mir sträubt sich aber dagegen von einer Spontantat auszugehen. Ich kann allerdings nicht mal genau sagen was...

Dies nur als Anmerkung.


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