Nach dem Mord Ende 2012 blieb eine traumatisierte Familie Bittner zurück. Im Fokus der Kripo: Der Witwer,
während der gesamten Ermittlungsdauer der Hauptverdächtige (aus Sicht der Polizei). Nach dem Tod seiner Frau hat er schwere Schlafprobleme, kann sich kaum länger als eine Stunde am Tag auf etwas konzentrieren. Er ist oft krankgeschrieben, lässt sich von einem Psychotherapeuten behandeln. Freunde und Familienmitglieder haben sich von ihm (als Haupttatverdächtigen) abgewendet.
Frank Bittners Anwalt kritisiert die Ermittlungen der Polizei, siehe
Beitrag von Vernazza2013 (Seite 2)Der Anwalt des Witwers legt nach. Er verurteilt das aus seiner Sicht „verantwortungslose Handeln“ der Ermittler. „Die Aufgabe des Staates ist es, Verbrechen aufzuklären. Aber es ist genauso Aufgabe, vor unberechtigten Anschuldigungen zu schützen. Seit einem Jahr (Ende 2013) wartet mein Mandant geduldig darauf, dass er rehabilitiert wird. Die Ermittlungen gegen ihn haben zu keinem Ergebnis geführt, aber das Verfahren wird künstlich am Leben gehalten und den Töchtern wird damit vermittelt, sie würden mit einem angeblichen Mörder unter einem Dach leben. Das treibt meinem Mandanten an den Rand der Belastbarkeit“, kritisiert er scharf.
Quelle:
Beitrag von Vernazza2013 (Seite 2)Aus Sicht der Staatsanwaltschaft Braunschweig ist diese Kritik nicht angebracht. „Es handelt in diesem Fall um ein gezieltes Tötungsdelikt. Die Ermittler müssen ALLEN Anhaltspunkten und Indizien nachgehen, ob sich irgendein Tatverdacht ergibt. Das ist ihre Pflicht."
Stellungnahme der Polizei: "Wir wollen nicht nur herausbekommen, wer der Täter war, sondern wer ein Interesse hatte, dass das Opfer ermordet wurde. Wir haben dazu VERSCHIEDENE Theorien entwickelt, aber genauso haben wir auch schon andere Theorien verworfen."
Quelle:
Beitrag von Vernazza2013 (Seite 2)Hat sich die Kripo in Wolfsburg durch die "öffentliche Vorverurteilung" des Beschuldigten möglicherweise selbst zu sehr unter Zugzwang gesetzt?