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Welches Buch lest ihr gerade?

4.523 Beiträge, Schlüsselwörter: Bücher, Bildung, Literatur, Lesen, Romane, Sachbücher

Welches Buch lest ihr gerade?

08.10.2018 um 17:05
100


Die beiden Journalisten Christian Alt und Christian Schiffer haben ein kluges und sehr kundiges Buch über Verschwörungstheorien geschrieben. Natürlich können sie nicht jede VT im Einzelnen betrachten, deshalb haben sie eine subjektive Top 5 erstellt, die genauer vorgestellt werden (Mondlandung, Flache Erde, Chemtrails, Impf-Lüge, Jüdische Weltverschwörung). Sie erzählen die Geschichte der VT, die es ja schon lange vor dem Internet gab, gehen dahin wo es wirklich wirklich weh tut (ein 10 Stunden ! langer Vortrag von David Icke), erklären, die psychologische Komponente die Menschen zu Vtlern werden lässt(projection bias, proportionality bias, confirmation bias) und erzählen von den Opfern einiger VTs (Leonard Pozner, Richard Gutjahr).
Zudem ist es sehr humorvoll (ohne sich über Gläubige lustig zu machen) und selbstkritisch geschrieben. Sehr zu empfehlen, für jeden, der sich mit VTs auseinandersetzt, egal ob Skeptiker oder Vtler.


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08.10.2018 um 17:17
@groucho

Klingt interessant, danke für den Tip :-)

Auf Twitter gibt übrigens Ganser gerade an, dass er von seinem letzten Verschwörungsschinken schon 700.000 Exemplare verkauft hat.
Eine Auseinandersetzung mit dem Phänomen tut also um so mehr Not.

https://blog.psiram.com/2015/11/die-kriegsspiele-des-daniele-ganser/
https://blog.psiram.com/2017/06/daniele-ganser-das-one-trick-pony/
https://www.psiram.com/de/index.php/Daniele_Ganser


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09.10.2018 um 17:42
Amras von Thomas Bernhard

Eine sehr frühe Erzählung von Bernhard, sie ist aus 1964. Es geht um zwei Söhne, die sich zusammen mit den Eltern umbringen wollten, aber die Söhne haben überlebt. Damit sie nicht ins Irrenhaus eingesperrt werden, werden sie von ihrem Onkel in einem Turm versteckt, der sich in Amras in Tirol befindet. Er liegt in einem Apfelgarten und sie sind dort allein, bis auf die Gartenarbeiter.
Wie hätten wir, wären wir nicht von unserem Onkel nach Amras in den Turm gebracht worden, in Innsbruck unter den Menschen zu leiden gehabt, und wie hätten wir dort zu leiden... und auch im Irrenhaus, unter den dort noch immer herrschenden Zuständen
Der Familienvater war hochverschuldet und die Mutter litt an einer “tirolischen Todeskrankheit”, an welcher auch Walter, der jüngere Sohn, leidet.
Naturgemäß war bald nichts als der Selbstmord geblieben, der uns alle vier ausrottende, liquidierende... Wie gut, daß die Eltern uns nicht mehr erleben müssen
Sie werden wahnsinnig und Walter, der jüngere Sohn, leidet an starker Epilpsie.
in dem Turm herrschten die chaotischen Verhältnisse eines bis in den Tod aneinandergeketteten, von Wissenschaften und Träumen verzogenen, von den Eltern verlassenen Brüderpaares zwischen Bergen von Büchern und Hoffnungslosigkeit...
Walter bringt sich um und der andere Sohn wird vom Onkel nach Aldrans geholt. Dort muss er in der Wirtschaft mithelfen.
Wie viele unserer Talente hätten wir zu erstaunlicher Größe in uns entwickeln können, wären wir nicht in Tirol geboren worden und aufgewachsen.
Uns immerfort fühlend, waren wir, an uns selber erschrocken, Produkte gewesen der lebensgefährlichen Inhalation des tirolischen Wasserstoffes
Den Schluss bildet ein Brief, in welchem sich der Sohn beim Onkel entschuldigt, dass er nun abhauen wird.

Ich finde, es ist eine wirklich sehr abstruse Erzählung, eine dunkle, schaurige, mystische, surrealistische Erzählung, die ein ebenso beschaffenes Bild von Tirol abgibt. Tatsächlich war es damals in den Tiroler Alpentälern sehr ungemütlich, die Gesellschaft war engstirnig. Es warteten harte, kalte Winter und im Sommer viel körperliche Arbeit auf dem Feld. Das ist für Bernhard wohl der Anstoß gewesen, das Buch zu schreiben.


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14.10.2018 um 13:48
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17.10.2018 um 18:47
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Es gibt hier in einem Stadtteil einen Bücherschrank mit dem ich schon regen Austausch hatte.
Eines der Fundstücke war von Christopher Buckley – Kleine grüne Männchen


John Banion DER TV-Polit-Moderator Washingtons, ein Star der Branche mit Kontakten in allerhöchsten Kreisen. Eines Tages wird Banion von Außerirdischen entführt, untersucht und zurück gebracht. Für ihn eine Offenbarung, für die MJ-12 genannte Abteilung, die die Alien Entführungen simuliert, ein Desaster. Eigentlich sollten keine derart berühmten Leute entführt werden, aber an dem Tag, an dem Banion entführt wurde, hatte der zuständige Mitarbeiter schlechte Laune und eine Flasche Rotwein intus. Und Banion hat nichts besseres zu tun, als allen von seiner Entführung zu erzählen. Man wendet sich von ihm ab, er verliert seine TV-Show...
Sehr amüsante Satire zum Thema Ufo-Entführungen, die in einem fulminanten Showdown endet.


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18.10.2018 um 13:02
bb91fc951000 buecher - ewig

hab das jetzt n halbes jahr gelesen ... und in der zeit 4 andere bücher gelsen.

also nicht ganz so gut ... schlecht aber auch nicht.

ist son davinci code ding - mit fokus auf österreich und umland.

ich mochte die chemie zwischen den leuten - war mir persönlich aber zu brav. es gab nur eine dreckige figur ... und selbst die war schicki micki und fuhr im audi herum.

wenn man aber geschichte mag - und es eher sauber mag (trotz morden), kann man das ruhig lesen.


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19.10.2018 um 23:51
Stanislaw Lem - Das Hohe Schloß

Lem, der vor allem für seine Sci-Fi-Romane bekannt ist, hat hier seine Kindheitserinnerungen niedergeschrieben.
Das Buch kannte ich dem Titel nach schon länger, es hat mich aber nicht motiviert zum Lesen,
weil ich habe mal von Lem einen Kriminalroman gelesen und der war im Gegensatz zu seinen Sci-Fi-Büchern ziemlich langweilig.
Diese Kindheitserinnerungen sind aber ganz gut.
Lem hat seine Kindheit in der Stadt Lemberg (Lviv) verbracht, die mal zu Österreich-Ungarn, mal zur Sowjetunion und zur Ukraine gehörte/gehört, zur Zeit von Lems Kindheit war Lviv polnisch.

Das Hohe Schloß war einst ein Schloß, das über Lemberg thronte, von dem Schloß sind aber nur ein paar Steine übrig, der Titel soll anscheinend symbolisieren, dass Lems Kindheit und die dazugehörige Epoche sozusagen völlig verschwunden sind.
Während seine Kindheit wohlbehütet war, brach kurz danach der Zweite Weltkrieg los mit dem Holocaust, kommunistischem und faschistischem Terror und ethnischen Säuberungen -
diese Schrecken werden in dem Buch aber nur angedeutet.
So beschreibt Lem wie er als Kind in einem Spielzeugladen mal Miniaturmodelle deutscher Panzer bewundert hat, ein paar Jahre später konnte er diese Panzer dann "im Original" erleben...
Generell fällt auf, das in seinen Erinnerungen Personen oder auch Erlebnisse mit Familienmitgliedern oder auch mit Freunden eher eine untergeordnete Rolle spielen, dafür nimmt
die Beschreibung von Gegenständen, von Situationen, z.B.in der Schule oder auf der Straße großen Raum ein.
Diese Beschreibungen gelingen Lem auf jeden Fall gut.

Die Reste des Hohen Schloßes in Lviv:

caption


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21.10.2018 um 20:01
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Kapitalismuskritik und die Frage nach der Alternative

kapitalismuskritik

Wer eine Alternative zum Kapitalismus will, den hat etwas gestört. Ausgangspunkt der Frage nach der Alternative zum Kapitalismus ist eine Kritik am Kapitalismus, das heißt eine richtige oder falsche Erklärung des Kapitalismus. In der Naturwissenschaft wie im praktischen Leben weiß jeder, dass die Erklärung des Gegenstandes die Grundlage für seine Beherrschung ist. Wer nicht weiß, wie ein Motor funktioniert, kann auch keinen Motor reparieren. Sich unterschiedliche Reparaturmöglichkeiten zu präsentieren, ohne sich um den Begriff der Sache zu kümmern, würde im praktischen Leben als ausgesprochene Blödheit wahrgenommen. Was aber im praktischen Leben wie in der Naturwissenschaft gilt, gilt auch für Wirtschaft und Politik. Fehler in der Erklärung der Ursache einer störenden Wirkung setzen sich gewöhnlich in einem falschen Lösungsvorschlag fort. Wer sich Armut als Folge von Marktversagen erklärt, sucht nach Alternativen der Marktregulierung. Wer sich Armut als notwendige Folge des marktwirtschaftlichen Produktionsverhältnisses erklärt, will den Markt abschaffen. Jede Alternative zur kapitalistischen Wirklichkeit ist daher nur so gut wie die ihr zugrundeliegende Erklärung der kapitalistischen Produktionsverhältnisse, zu denen sie eine Alternative sein soll. Im vorliegenden Buch geht es entsprechend nicht darum, sich unabhängig von den Gründen für die weltweite Verarmung und Verelendung weiter Teile der Bevölkerung eine bessere Welt auszumalen, sondern darum, aus der Erklärung des Kapitalismus die Grundprinzipien einer Ökonomie jenseits vom Kapitalismus abzuleiten. Kritik und Alternative werden so zusammengebracht. Die Frage der Machbarkeit erledigt sich dabei von selbst.

Hermann Lueer war mir als Autor ehrlich gesagt noch nicht wirklich bekannt. Bin daher mal sehr auf dieses Buch gespannt.


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21.10.2018 um 20:33
Libertin schrieb:Im vorliegenden Buch geht es entsprechend nicht darum, sich unabhängig von den Gründen für die weltweite Verarmung und Verelendung weiter Teile der Bevölkerung eine bessere Welt auszumalen, sondern darum, aus der Erklärung des Kapitalismus die Grundprinzipien einer Ökonomie jenseits vom Kapitalismus abzuleiten.
Die Grundthese ist ja erstmal steil, es ging ja noch nie so vielen Menschen auf der Welt so gut. Er hier beschreibt ja den Zuwachs an Einkommen und Gesundheit über die letzten 200 Jahre ganz gut.



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21.10.2018 um 20:41
towel_42 schrieb:Die Grundthese ist ja erstmal steil, es ging ja noch nie so vielen Menschen auf der Welt so gut. Er hier beschreibt ja den Zuwachs an Einkommen und Gesundheit über die letzten 200 Jahre ganz gut.
Das und auch viele andere Argumente die sich pro Kapitalismus äußern werden in dem Buch auch aufgegriffen.
Man darf hierbei zudem nicht außer Acht lassen, daß trotz weltweit steigendem Wohlstandes, die Schere zwischen armen und reicheren Bevölkerungsschichten immer größer wird, was eben als eine, dem kapitalistischen System immanente Folge festgemacht und vom Autor in dem Buch behandelt wird.

Allerdings wollte ich jetzt auch keine Grundsatzdebatte hier lostreten, da das hier definitiv der falsche Thread für ist. :D


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23.10.2018 um 00:37
u1 978-3-596-52054-1

Ich bin da erst am Anfang ist aber extrem interessant.


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23.10.2018 um 17:47
Was jeder mal lesen sollte, der an wahren Abenteuern interessiert ist, ist die Biographie von Thomas Alva Edison, dem "König der Erfinder" und "Zauberer von Menlo Park".

Egal von welchem Autor. Denn dessen Leben war ein einziges Abenteuer, an dem selbst ein mieser Autor nicht viel ruinieren kann.
Ich erwischte von einem gewissen Harry Bär: Thomas A. Edison - König der Erfinder, erschienen schon 1955, eher simpel geschrieben im Stil damaliger Jugendliteratur und darum auch für Kinder und Leute, die nicht viel lesen, leicht zu konsumieren.

Über Edisons Lebensgeschichte gab es auch mal eine Verfilmung, die aber im Vergleich mit dem Buch offensichtlich etwas geschönt war, im Film etwa rettet er einmal seine Schwester, die in einem Zug saß, der auf eine vom Fluß weggerissene Brücke zusteuerte, per Morsecode über die Pfeife eines anderen Zuges - in Realität hat er aber fast mal ein Zugunglück verursacht, weil er als Streckenwärter ein Signal verschlief, nachdem er mal wieder bis in die Puppen experimentiert hatte, und die Kommunikation per Zugpfeifen über einen Fluß fand zu einer anderen Zeit statt, als Hochwasser eine wichtige Telegraphenleitung durchtrennt hatte.

Wegen seines unerschütterlichen Optimismus, seiner ewigen Neugier und seiner unermüdlichen Tatkraft sollte man Edison als leuchtendes Vorbild all jenen zeigen, die ständig behaupten, die Welt wäre nur ein Jammertal und als Einzelner könne man ohnehin nichts weltbewegendes erschaffen (von denen ich leider in bestimmten Foren viel zu viel lesen muß), mit anderen Worten, echte Feelgood-Lektüre, selbst in einer trockenen Biographie ist die positive Energie dieses Menschen bis heute zu spüren.
Auch Edison kam nicht gerade mit dem goldenen Löffel im Mund auf die Welt, aber sein Name ist bis heute weltbekannt - und noch viel mehr Menschen benutzen die Nachfahren seiner Erfindungen, ohne es zu ahnen. Das Telefon z. B. erfand er zwar nicht, aber er machte es weitstrecken- und massentauglich, dafür stammten die ersten brauchbaren Verfahren, Töne zu konservieren und wiederzugeben, von ihm - Vorfahren unserer ganzen heutigen Musikindustrie und Fernkommunikation.


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24.10.2018 um 10:36
Nach vielen, vielen Jahren lese ich mal wieder Herr der Ringe.

Wieder mal sehr schön.

Die Filme kenne ich inzwischen ja fast auswendig, aber in den Büchern kommt soviel vor, an das ich mich gar nicht mehr erinnern kann. :D


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24.10.2018 um 11:20
Nereide schrieb:Nach vielen, vielen Jahren lese ich mal wieder Herr der Ringe.
Ich kann mich noch erinnern, es müssen die Pfingsferien gewesen sein..... 8 Tage mehr oder weniger nonstop...... kurz vor Schluss, ich auf dem Boden fläzend eine riesige Winkelspinne kommt direkt auf mich zu.....


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24.10.2018 um 19:56
Zum zweiten Mal mittlerweile. ^^

9780708813744-de


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30.10.2018 um 11:50
Andreas Altmann: 34 Tage 33 Nächte

Hab die meisten Bücher des Reisereporters Altmann gelesen. War noch kein schlechtes darunter.


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30.10.2018 um 12:12
914Br03LmeL


Liegt schon lange bei mir rum, und jetzt wird es endlich mal gelesen.
Bis jetzt gewöhnungsbedürftig ist das komplette Fehlen der direkten Rede bei den Dialogen.


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30.10.2018 um 21:05
Text-von-Kara-McMahonDie-Hupe-Sesamstras
So voll spannend


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31.10.2018 um 16:19
Hab mal wieder 'Der Schakal' von Frederick Forsyth gelesen.


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01.11.2018 um 13:41
0880896db448 61sX5V0MiyL. SX317 BO1204203200

immerwieder gut.

ich frag mich jedesmal was davon es irgendwo im universum wohl wirklich gibt :D


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