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Sexualität und Selbsteinschätzung

Jesussah
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Sexualität und Selbsteinschätzung

05.12.2013 um 15:40
@interrobang


Was hat das mit Religion zu tun? :)


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Sexualität und Selbsteinschätzung

05.12.2013 um 15:59
Flatterwesen schrieb:Den Begriff "Transe" lehne ich auch ab, wenn dann eher Transfrau. Aber eigentlich war ich seelisch nie was anderes als eine Frau, nur das ich das Unglück hatte in einen Männerkörper geboren wurden zu sein, mit all seinen Folgen...
Ja ich würde dich einfach als Frau mit biologischer Abweichung betrachten. Wenn du wie eine Frau fühlst, empfindest, denkst und auch handelst dann bist du auch eine Frau, wobei ich das nur mit der Identität verbinde, denn auch biologische Frauen können ja feminin bis maskulin sein, von Amélie bis Berta aus Two and a Half Men ist alles möglich, so gilt es auch beim biologischen Mann von Vin Diesel bis Andrej Pejić, Geschlecht und Identität bietet eben eine hohe Vielfalt und ein reichhaltiges Spektrum an Möglichkeiten ;)

Betrachte es nicht als "Unglück", betrachte es einfach als eine Besonderheit. Das mit dem Unglück ist das Denken das durch gesellschaftlichen Druck oder durch Ausgrenzung entsteht. Fakt ist viele Transgender erleben schon sehr früh eine geistige Reife, sie stellen sich viel früher Fragen über ihre Identität und die sie umgebende Gesellschaft als andere Menschen, das kann natürlich sehr negativer Natur sein, doch es kann auch eine Bereicherung sein und etwas sehr positives, da es zeigt das die menschliche Natur weit vielfältiger ist als manche Gesellschaften und Kulturen vorgeben. In einigen Kulturen wurden sie sogar verehrt. Wie im Falle der "Two-Spirit" bei den Indianern:

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Two Spirit (original: niizh manidoowag) ist die aus der Sprachengruppe Ojibwa ins Englische übersetzte Bezeichnung für ein drittes Geschlecht, das es im von der westlichen Kultur abweichenden Geschlechtermodell bei vielen alten nordamerikanischen Indianerstämmen gegeben hat. Two-Spirit bedeutet, dass zwei Seelen in einem Körper vereint sind.
Wikipedia: Two-Spirit

Oder die Kathoey in Thailand:

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Eine Kathoey versteht sich oft als Frau im Männerkörper. Deswegen wird eine entsprechende geschlechtsangleichende Maßnahme angestrebt, um den Körper dem Identitätsgeschlecht anzupassen. Verglichen mit westlichen Gesellschaften, wo Transgender und Transsexuelle erst seit relativ kurzer Zeit sichtbar sind und ihre Rechte einfordern, sind in Thailand die Kathoeys wesentlich sichtbarer und akzeptierter. Dies wird häufig auf die buddhistische Kultur zurückgeführt, die großen Wert auf Toleranz legt.
Wikipedia: Kathoey

Auch die Hijra und Khusra in Indien und Pakistan:

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Hijra werden in den Gesellschaften Südasiens üblicherweise als Mitglieder „des dritten Geschlechts“ erachtet, und nicht als Mann oder Frau mit eindeutiger Geschlechtsidentität. Hijra sind genetisch meistens männlich, dann eventuell entmannt, seltener intersexuell oder weiblich. Sprachlich bezeichnen sich Hijra selbst meist als weiblich (oder auch als transgender) und kleiden sich dementsprechend, werden dennoch häufig auch als Eunuchen bezeichnet bzw. wahrgenommen.

Mitglieder dieser Gruppe bilden der hinduistischen Gesellschaft entsprechende Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaften, denen ein Guru vorsteht. Dieser muss für die materiellen und spirituellen Bedürfnisse seiner Schüler Sorge tragen und hat dafür ein Anrecht auf Loyalität und einen Teil ihrer Einnahmen. Hijras tendieren dazu, im Straßenbild durch farbfrohe Kleidung und aufwendig geschminkte Gesichter aufzufallen, besonders durch geschminkte Augenlider, Lippenrot und sorgsam lackierte Fingernägel.
Wikipedia: Hijra
Flatterwesen schrieb:Ich muss sogar sagen ich bin eine totale Gynozentrikerin, was die Diskussion um Helenus angeht. Die Weiblichkeit steht für mich persönlich im Mittelpunkt des seins...
Ich im Prinzip auch, jedoch ist bei mir eben auch der Andro- Aspekt vorhanden und lebe diesen in der Synthese der Androgynität. In mir besteht da ein gewisses Gleichgewicht zwischen beiden Aspekten :)
Jesussah schrieb:Wie wird man eingestuft, wenn man seine Sexualität nur für den Nachwuchs einsetzt,gebraucht? :)
Ich würde es ja als pragmatische Sexualität betrachten, eben dem Zweck der Zeugung eines Kindes dienend, etwas was ich als Keuschheit betrachten würde, wenn man die Sexualität nicht mehr als Genuss oder Leidenschaft betrachtet, sondern nur als Mittel zur Zeugung neuen Lebens. Könnte auch schon eine gewisse Form der Asexualität sein :)
so.what schrieb:Ich bin sehr körperlich mit meinem Mann. Ich küsse gerne, ich kuschel gerne, sowas. Aber sobald es sexuell wird, find ich es uninteressant. Es ekelt mich nicht, es macht mir auch keine Angst oder so. Ich steh halt nur nicht darauf. Find daran weder Spaß noch sonstwas. Weiß nicht, wie jemand der nicht gerne spazieren geht und nicht versteht, wieso man das gerne tut?! So vielleicht. Es gibt mir nichts.
Ist ähnlich wie bei mir, jedoch kann hab ich kein Problem damit wenn aus dem Kuscheln mehr wird. Aber ich lebe auch schon einige Jahre recht abstinent. Auch wenn das für einen Mann vielleicht ungewöhnlich erscheinen mag, ja ich mag auch lieber die zwischenmenschliche Zärtlichkeit, vielleicht noch gegenseitige Befriedigung aber Sex brauch ich nicht, wenn dann nur wenn es sich mal ergibt, why not? Aber ich bin ja eh ein recht femininer Typ Mann :D


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Sexualität und Selbsteinschätzung

05.12.2013 um 16:23
cRAwler23 schrieb:Nun ist es aber auch so das es immer auch Menschen mit einer gewissen Offenheit gibt, die ihre Tendenzen haben oder gänzlich frei von diesen sind (Omni- und Pansexualität)
@cRAwler23


Dieser Satz bestärkt mich in meiner Meinung, hier wie einige andere auch, NICHT abzustimmen.
Du tust zwar unheimlich tolerant und offen, Hier zeigst du aber, wie du wirklich tickst.

Du gestehst Menschen, die sexuell anders leben als die meisten also eine "gewisse Offenheit"
zu?!
Klingt für mich so, als seien die "Normalos" verklemmte Spiesser für dich.

Dazu meine Meinung:

Offenheit hat aber auch absolut nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun.

Sexuelle Orientierung ist nämlich entweder angeboren oder irgendwann erworben.

Offenheit gegenüber den Mitmenschen und der Welt als ganzes ist dahingegen eine Persönlichkeitseigenschaft, die weit über sexuelles hinausgeht.

Um es klar zu sagen: der offene Hetero ist mir weitaus lieber als der verklemmte
Pansexuelle.

Es ist auch keinerlei Vor- oder Nachteil "gänzlich frei" von irgendwelchen
sexuellen Tendenzen zu sein. Deshalb ist das ganze hier eine voyeuristische Scheindiskussion.


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Jesussah
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Sexualität und Selbsteinschätzung

05.12.2013 um 16:34
@cRAwler23


Asexualität begründet sich doch aber mit der Abwesenheit der Sexualität. Wenn man Kinder möchte, ist die Sexualität ja nicht abwesend. Außer man will Kinder im Reagenzglas züchten. :)


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Sexualität und Selbsteinschätzung

05.12.2013 um 16:49
@myzyny
Öhm das vor dir geschriebene wirkt auf mich aber eher verklemmt oder engstirnig. Mir selbst ist es ziemlich egal wie sich jemand bezeichnet oder wie man seine Zwischenmenschlichkeit lebt. Darum geht es mir hier ja, man muss hier nichts anklicken, man kann auch einfach schreiben was und wie man selbst darüber denkt, das ist ja Sinn eines Forums ;)

Scheinbar interpretierst du etwas in meine Texte was ich selbst nicht so sehe wie du es in mir zu sehen scheinst. Ich gebe hier nichts vor wie man darüber zu denken hat oder nicht, im Gegenteil ich bin viel zu open minded um mir da ein Urteil zu erlauben. Denn so denke ich NICHT:
myzyny schrieb:Klingt für mich so, als seien die "Normalos" verklemmte Spiesser für dich.
Es gibt für mich keine "Normalität" es gibt nur Konformität und Nonkonformität, ich betrachte die Welt so:



Normalos sind für mich nur dann verklemmte Spießer wenn sie ihre "Norm" über andere Menschen stellen und Konformität von diesen erwarten. Wenn es ihnen jedoch egal ist und sie offen dafür sind hab ich absolut kein Problem mit ihnen. Sie ja in dem Moment auch nicht mit mir ;)
myzyny schrieb:Sexuelle Orientierung ist nämlich entweder angeboren oder irgendwann erworben.
Seh ich nicht anders.
myzyny schrieb:Offenheit gegenüber den Mitmenschen und der Welt als ganzes ist dahingegen eine Persönlichkeitseigenschaft, die weit über sexuelles hinausgeht.
Seh ich auch nicht anders, so denke auch ich, darum steht bei mir die mentale Zwischenmenschlichkeit auch über der sexuellen (die eh durchaus temporärer oder gar dynamischer Natur sein kann).
myzyny schrieb:Um es klar zu sagen: der offene Hetero ist mir weitaus lieber als der verklemmte
Pansexuelle.
Wie wär’s denn damit? Offene Heteros, offene Homos, offene Bis, offene Pansexuelle, offene Omnisexuelle, offene Asexuelle, allgemein einfach offene Menschen sind etwas Schönes und sind mir lieber als verklemmte was auch immer sexuelle oder nonsexuelle Menschen! :D
myzyny schrieb:Es ist auch keinerlei Vor- oder Nachteil "gänzlich frei" von irgendwelchen
sexuellen Tendenzen zu sein.
Wo hab ich denn hier was von Vor- und Nachteilen erwähnt? Es geht hier nicht um Pro oder Contra, es geht hier nur darum um allgemein über die unterschiedlichen Empfindungen zu sprechen die man in der Zwischenmenschlichkeit erleben kann. Jeder Mensch hat da seine ganz eigenen Vorstellungen und diese sollen hier auch nicht angezweifelt werden, aber man kann über sie sprechen und schreiben.
myzyny schrieb:Deshalb ist das ganze hier eine voyeuristische Scheindiskussion.
Denn kannst du hier in diesem Form ca. 80% aller Themen in genau diese Schublade stecken. Das hier hat jedoch NICHTS mit Voyerismus zutun, es hat etwas mit Neugier und Interesse zu tun. Ein Voyeur ist ein Spanner, ein neugieriger Mensch will einfach mehr erfahren und Wissen/Erkenntnisse sammeln wie andere über dieses oder jenes denken, um nichts anderes geht es mir hier. Wenn es mir um Voyeurismus ginge, würde ich auf ne Pornoseite gehen oder in ein Forum das sich um Sex dreht, hier geht es jedoch auch um Psychologie, Gesellschaft und eben die Zwischenmenchlichkeit, genau DAFÜR ist dieser Bereich hier wie geschaffen! Ob dir das nun gefällt oder nicht oder willst du mir in der Hinsicht den Mund verbieten? ;)
Jesussah schrieb:Asexualität begründet sich doch aber mit der Abwesenheit der Sexualität. Wenn man Kinder möchte, ist die Sexualität ja nicht abwesend. Außer man will Kinder im Reagenzglas züchten. :)
Das ist richtig, jedoch gäb es ja den Kompromiss der künstlichen Befruchtung und Samenspende. Oder man hat nur dann Sex wenn ein Kinderwunsch besteht. Bei asexuellen Menschen fehlt entweder der Trieb oder sie sind mental einfach nicht mehr an dieses Bedürfnis gebunden, da gibt es viele Ursachen und Möglichkeiten. Jedoch gibt es durchaus auch asexuelle Menschen die temporär gesehen sexuelle Menschen sein können. Aber das mit dem Reagenzglas ist noch nicht ganz im Rahmen der Möglichkeit, vielleicht wird es irgendwann mal eine künstliche Gebärmutter geben? :D


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Sexualität und Selbsteinschätzung

05.12.2013 um 17:42
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Seh ich auch nicht anders, so denke auch ich, darum steht bei mir die mentale Zwischenmenschlichkeit auch über der sexuellen (die eh durchaus temporärer oder gar dynamischer Natur sein kann).
Warum interessiert es dich dann, wieviele Prozent hier irgendwas sind??

Dann wäre die Abstimmerei nich tnötig. eine schlichte Diskussion hätte genügt.

Du willst doch nur eine Bestätigung für deine "Weltoffenheit"?!

Es kommt übrigens nicht so sehr darauf an was du schreibst, sondern
wie es beim Leser ankommt. Dein Duktus ist tendenziös. Und wenn mir jemand erklärt,
Pansexuelle hätten eine "gewisse Offenheit" ist das schlicht und einfach Blödsinn.


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Sexualität und Selbsteinschätzung

05.12.2013 um 18:00
myzyny schrieb:Warum interessiert es dich dann, wieviele Prozent hier irgendwas sind??
Ist das denn schlimm zu wissen wie wer und warum er für dieses oder jenes prozentual mehr abstimmt oder sich gänzlich nicht von der Umfrage angesprochen fühlt und wie du deine Meinung darüber äußert? Es gibt eben Menschen die das interessiert und gerade in einem so bunten, vielfältigen Forum wie diesem kann das interessant sein. Außerdem kann man inzwischen seine Abstimmung ändern, nichts muss statisch sein.
myzyny schrieb:Dann wäre die Abstimmerei nich tnötig. eine schlichte Diskussion hätte genügt.
Tja denn wären aus Abstimmungen (über egal was) in einer Demokratie unnötig. Es geht hier im Forum NICHT um deine oder meine Sicht der Dinge, sondern auch um die anderer, keiner kann sich hier im Einzelnen erheben und sagen das ist sinnig oder unsinnig, wenn alle so denken würden wie du so würde hier schlicht und einfach keiner abstimmen und sich dessen einfach enthalten. So einfach ist das!
myzyny schrieb:Du willst doch nur eine Bestätigung für deine "Weltoffenheit"?!
Ich will gar nix! Oder hab ich irgendwo geschrieben "ich will und fordere von euch meine Sicht der Dinge und meine Weltoffenheit!"? Wenn ich so denken und handeln würde, wäre ich eben NICHT mehr weltoffen sondern in meiner Denkweise gefangen und befangen, doch ich stelle es völlig frei das hier auch gänzlich andere Meinungen und Sichtweisen genannt werden können. Ich habe kein Interesse etwas von anderen zu erwarten oder zu fordern. Ich bin nur dann und wann angenehm überrascht, nicht aber so, dass ich dieses oder jenes von anderen erwarte, gerade bei einem so vielschichtigen Thema wie der Sexualität ist das nicht der Fall. Ich kenne selbst so unterschiedliche Spielarten dieser das ich mir nur noch dann über Menschen ein Urteil erlaube wenn diese gegen den Willen oder ohne Einverständnis einer anderen Person handeln. Alles andere kann und soll jedem selbst überlassen sein!
myzyny schrieb:Es kommt übrigens nicht so sehr darauf an was du schreibst, sondern
wie es beim Leser ankommt.
Denn interpretiert aber der Leser in mich etwas hinein was nicht stimmt! Das ist die Verantwortung eines Lesers objektiv lesen zu können, wenn dies nicht gegeben ist, so kann es immer passieren das man in einem Gespräch auf die persönliche Ebene rutscht. Außerdem kann es immer passieren das jemand etwas anders versteht als es geschrieben oder gemeint wurde, so entstehen Gerüchte oder Missverständnisse und ich hab das Gefühl du missverstehst mich da.
myzyny schrieb:Dein Duktus ist tendenziös.
Ist deine Aussage nicht auch "tendenziös"?
myzyny schrieb:Und wenn mir jemand erklärt,
Pansexuelle hätten eine "gewisse Offenheit" ist das schlicht und einfach Blödsinn.
Pansexuelle sind nicht auf ein bestimmtes Geschlecht festgelegt wenn es um Beziehungen geht, so meinte ich das, vielleicht hast du mich einfach falsch verstanden? Pansexualität bedeutet dies:
Pansexualität wird im englischsprachigen Raum häufig für die sexuelle Identität von Personen genutzt, die in ihrem Begehren keine Vorauswahl nach Geschlecht bzw. Geschlechtsidentität treffen. Der Begriff Pansexualität leitet sich von der griechischen Vorsilbe pan (gesamt, umfassend, alles) ab. In der wissenschaftlichen Literatur wird der Begriff nicht einheitlich definiert und verwendet.
Um mehr geht es da nicht, die Offenheit ist eine Frage der Menschen selbst und nicht ihrer sexuellen Präferenzen. Hoffe nun verstehst du mich da?


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Sexualität und Selbsteinschätzung

05.12.2013 um 18:26
@Interalia
Interalia schrieb:...sapiosexuell. :D
Dieses Wort kannte ich noch nicht, und musste es erstmal ergooglen.

Interessante Sache. :D Das Thema müsste man definitiv näher diskutieren. Ich denke, du wärst nicht {die|der} Einzige damit. Auf jeden Fall fehlt es oben auf der Liste.


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Sexualität und Selbsteinschätzung

05.12.2013 um 18:57
@KillingTime
Ja leider hab ich das bei der Erstellung nicht bedacht, würde wirklich passen. Aber man kann es hier ja durchaus thematisieren oder nen spezielles Thema für öffnen :)

Mal für die anderen die diesen Begriff noch nicht kennen eine kleine Definition:
Was soll nun jetzt schon wieder Sapiosexualität sein? Etwa so etwas Ähnliches wie Metrosexualität? Nicht ganz, aber auch nicht vollkommen falsch. Sapiosexualität gibt keine Auskunft über die sexuelle Orientierung, wie es die Begriffe Hetero- oder Homosexualität tun. Bei der Sapiosexualität geht es aber auch nicht um einen bestimmten Lebensstil wie bei der Metrosexualität.

Stehen Sapiosexuelle etwa ganz einfach auf Homo Sapiens – also Menschen? So einfach und trivial ist dieser Begriff dann doch nicht. Sapiosexualität setzt sich aus Sapiens und Sexualität zusammen. Das lateinische Wort sapiens wird üblicherweise mit klug oder weise übersetzt. Sapiosexuelle stehen demnach auf Intelligenz und Intellekt.

Es ist wohl nicht zu leugnen, dass man sich bei der Partnerwahl von verschiedenen Dingen leiten lässt. Neben der äußeren Erscheinung spielen auch der Geruch, der Humor, der Charakter, die Größe, der Verdienst, die Gesundheit, der Wohlstand, der Kleidungsstil und auch die Intelligenz eine Rolle. Zweifelsohne wirken all diese Faktoren und weitere bei der Entwicklung einer Anziehung zu einer anderen Person mit. Das Besondere bei der Sapiosexualität liegt darin, dass die Intelligenz und der Intellekt bei weitem die größte Rolle spielen. Die Intelligenz überschattet alle andere Faktoren.

Wenn ich jemanden erblicke oder bemerke, dessen Intellekt meinem gleicht oder gar übersteigt, fühle ich mich diesem Menschen näher verbunden. Mein Interesse ist geweckt und ich fühle mich zu ihm hingezogen. Alle anderen Faktoren sind erst einmal nebensächlich. Ob die Person von gegenteiligem Geschlecht ist und dies möglicherweise der sexuellen Orientierung entspricht, ist nicht zentral. Passt die Person mit dem hohen Intellekt zufälligerweise doch zur sexuellen Orientierung, steht einer Beziehung und der Kopulation prinzipiell nichts im Wege. Dies ist jedoch nicht zentral.

Kommt es beispielsweise zu einem spannenden Wortgefecht, das sich durch Scharfsinn, Tiefe, Sarkasmus und Wortwitz auszeichnet, kann dies als Vorspiel oder sogar als noch größere Befriedigung als der Koitus selbst wahrgenommen werden. Philosophiert man mit seinem Gegenüber auf zumindest gleicher Augenhöhe, kann der Genuss durchaus sehr intensiv sein. Sapiosexuelle Menschen fühlen sich demnach zu intelligenteren Menschen hingezogen und scheren öfter solche Personen um sich.
http://robertbozsak.de/2013/03/sapiosexualitat/

Wenn ich es genau betrachte bin auch ich ein sapiosexueller Mensch, der jedoch noch die eine oder andere physische Seite an Menschen ansprechend findet, wenn beides in der Kombination auftritt, so hab ich ein gesteigertes Interesse an der Person. Tatsächlich erfüllt für mich Andrej Pejic genau diese Kombination in meinen Augen.

Jetzt bereue ich es dies nicht in der Auswahl mit aufgenommen zu haben :( :D


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Sexualität und Selbsteinschätzung

06.12.2013 um 09:36
Ich hab 80% Hetero und 20% Homosexuell angeklickt.
Würde es aber eher 60/40 sehen.
Denn ich sehe mich überwiegend zwar als Heterosexuell , aber eben auch nicht zu 80%.

Denn ich mache prinzipiell meinen "Geschmack" nicht am Geschlecht des Partners fest.
Ich kann mich in beides verlieben, und beides sexuell anziehend/erregend finden.

Es lässt sich sehr schwer in genaue Zahlen aufsplitten.


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Sexualität und Selbsteinschätzung

06.12.2013 um 13:36
MissDishonor schrieb:Es lässt sich sehr schwer in genaue Zahlen aufsplitten.
Das ist sogar gänzlich unmöglich, im Leben ist alles etwas variabel und natürlich nicht gänzlich statisch, besonders bei der Bisexualität nicht ;)
MissDishonor schrieb:Ich hab 80% Hetero und 20% Homosexuell angeklickt.
Würde es aber eher 60/40 sehen.
Denn ich sehe mich überwiegend zwar als Heterosexuell , aber eben auch nicht zu 80%.
Sind auch mehr nur Circa-Werte, "HeteroBi" deckt alles von 55/50 bis 98% und 2% ab, man kann das natürlich nicht genau bestimmen. Ich selbst schwanke ähnlich wie auch du, irgendwo dazwischen, je nach Laune, wenn mir jemand optisch und auch charakterlich gefällt wird das biologische Geschlecht bei mir nebensächlich, jedoch spricht es mich nur dann an wenn es feminin erscheint, maskulines lässt mich in Sachen Attraktivität recht kalt, bis auf ganz wenige Ausnahmen, klassisches Beispiel Jonny Depp, wobei auch nur wenn er leicht androgyn in Erscheinung tritt ;)
MissDishonor schrieb:Denn ich mache prinzipiell meinen "Geschmack" nicht am Geschlecht des Partners fest.
Ich kann mich in beides verlieben, und beides sexuell anziehend/erregend finden.
Hauptsache der Mensch ist liebenswert und spricht einen an, alles weitere geht wie es hier schon erwähnt wurde schon in Richtung Pansexualität oder Sapiosexualität, wenn ich es genau mit Begriffen definieren müsste, wäre ich HeteroBiPanSapiosexuell und zudem auch noch xenophil, ich liebe solche Begriffskombinationen, sie lösen damit das Schubladendenken auf oder bohren zumindest Löcher zwischen ihnen :D


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Sexualität und Selbsteinschätzung

06.12.2013 um 13:48
Hetero, aber asexuell :troll:


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Sexualität und Selbsteinschätzung

06.12.2013 um 14:20
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Tja denn wären aus Abstimmungen (über egal was) in einer Demokratie unnötig.
Das wird ja immer lustiger mit dir. Jetzt politisierst du das Thema auch noch.

Sexuelle Ausrichtung = Demkoratie.

Also ich habe die Partei Pro_Pansexualität jeden falls nicht auf dem Stimmzettel gehabt.
cRAwler23 schrieb:Pansexuelle sind nicht auf ein bestimmtes Geschlecht festgelegt wenn es um Beziehungen geht, so meinte ich das, vielleicht hast du mich einfach falsch verstanden?
Wie sollte ich das folgende denn falsch verstehen? Da steht doch eindeutig:
Nun ist es aber auch so das es immer auch Menschen mit einer gewissen Offenheit gibt, die ihre Tendenzen haben oder gänzlich frei von diesen sind (Omni- und Pansexualitätt
Steht da nicht Pansexuelle haben eine "gewisse Offenheit" ??
Und hatten wir nicht schon geklärt, dass "Offenheit" etwas anderes ist?
Du wertest hier!
Pansexuelle sind pansexuell. Punkt. Sonst nix.
Sie sind nicht offener oder weniger offen als irgendjemand anderer.
cRAwler23 schrieb:wäre ich eben NICHT mehr weltoffen sondern in meiner Denkweise gefangen und befangen,
Du bist in deiner Welt gefangen.

Sexuelle Ausprägung ist nicht in Prozente zu pressen.
Alleine der Versuch zeigt schon deinen Voyeurismus. Letztlich willst du vermutlich nur wissen,
wieviele so denken wie du. Das ist nicht tolerant, und nicht weltoffen.

In einer Diskussion kann ich unterschiedliche Standpunkte einnehmen, und mich
dadurch frei entfalten. Eventuell sogar meine Meinung ändern. Überzeugt werden,
oder selber überzeugen. Eine Abstimmung legt mich fest, reduziert mich zu einem
statitischen Wert.
cRAwler23 schrieb: ich würde dich einfach als Frau mit biologischer Abweichung betrachten
Bei diesem Satz schaudert es mich. "Biologische Abweichung" ist nun wirklich negativ besetzt.

Wie wäre es mit "ich würde dich einfach als Frau betrachten"

Mein Eindruck von dir bleibt bestehen. Du willst dir hier selber beweisen, wie toll du bist.
Das ist ja auch ok, aber steh doch dazu.


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Sexualität und Selbsteinschätzung

06.12.2013 um 15:22
@myzyny
Ich frag mich gerade warum du so verkrampft mit der ganzen Sache hier umgehst :D
myzyny schrieb:Sexuelle Ausrichtung = Demkoratie.
Natürlich sind das zwei verschiedene Dinge, doch es ging mir nicht bei der Sexualität um Demokratie sondern bei allgemeinen Abstimmungen und einer allgemeinen Auswahl von was auch immer das Thema sein mag, eben um Mitbestimmung. Du hast mich nicht richtig verstanden und legst mir hier Worte in den Mund.

Auswahlmöglichkeiten und Teilhabe bei Themen, Problemen, Mitbestimmung, Selbstbestimmung = Demokratie, sogar die direkteste Form, Demokratie beginnt schon auf zwischenmenschlicher Ebene.

Die Sexualität ist für jeden Menschen weitestgehend Privatsache und sollte immer im gegenseitigen Einverständnis erfolgen. Jedoch kann man über Sexualität und bestimmte Orientierungen auch mit anderen reden oder einfach durch ein Forum mehr darüber erfahren und austauschen. Darum geht es mir hier!
myzyny schrieb:Also ich habe die Partei Pro_Pansexualität jeden falls nicht auf dem Stimmzettel gehabt.
Ähm wo und wann hab ich hier über eine solche "Partei" geschrieben? Sexualität und Politik sind zwei unvereinbare Dinge! In Sachen Pansexualität reicht die LGBT Community völlig aus, da Pansexualität eine Minderheit in der Minderheit ist.
myzyny schrieb:Pansexuelle sind pansexuell. Punkt. Sonst nix.
Sie sind nicht offener oder weniger offen als irgendjemand anderer.
Was anderes wollte ich doch auch nie behaupten! *arks* ich fühl mich gerade wie im falschen Film, wo jedes meiner Worte seziert wird. Ich hoffe dir ist bewusst das ich diese Aussage durch das Wort "gewisse" (Offenheit) durchaus relativiere und die Offenheit allein auf die Geschlechtsidentität eines Menschen reduziere, alles andere streite ich nicht ab, es gibt da keine Ausnahme. Am Ende geht es um die Offenheit eines Menschen, dies kann man weder am Geschlecht, der sexuellen Orientierung oder gar Religion und Weltsicht ausmachen. Ich kenne streng religiöse Menschen die weltoffener sind als mancher schwuler, so paradox das auch klingen mag. Es hängt immer vom Menschen und seinem Umfeld, seinen Genen, seiner Erziehung, seinem Wesen und seinen Lebenserfahrungen ab wie offen oder befangen jemand ist.
Du bist in deiner Welt gefangen.
Ich und "gefangen"? Physisch vielleicht, doch im Kopf bin ich nen ziemlicher Anarchist und Freigeist. Du kennst mich nicht um dir ein Urteil über mein Denken zu erlauben, ich kenn dich ja auch nicht! ;)
myzyny schrieb:Sexuelle Ausprägung ist nicht in Prozente zu pressen.
Ich wiederhole es noch ein weiteres mal:
cRAwler23 schrieb:Nichts muss, alles kann. Ich selbst tu mich mit Schubladen schwer, ich bohre Leitungen zwischen den Schubladen und Regalen dieser Welt. Doch dann und wann braucht man sie eben um seine Klamotten und Begriffe bzw. Definitionen sortieren zu können, ab und zu sind sie schon ganz praktisch, man kann ja zwischen ihnen hin und her springen. Keine Schublade im Leben muss statisch sein, ich betrachte das alles als dynamischen Prozess der jeder Zeit erweitert oder gar aufgelöst werden kann :)
Prozente sind hier nichts statisches, es sind Circa-Werte und nein auch ich glaube nicht das man das prozentual erfassen kann, aber man kann sich selbst so oder so einschätzen.
myzyny schrieb:Alleine der Versuch zeigt schon deinen Voyeurismus. Letztlich willst du vermutlich nur wissen,
wieviele so denken wie du.
Du unterstellst mir hier Sachen bei denen ich mich langsam frage was dein Problem eigentlich ist? Weder will ich hier etwas von anderen, noch will ich sehen wie viele so denken wie ich, außerdem ist das nicht möglich, da jeder seinen eigenen Kopf mit seinen eigenen Vorstellungen hat. Es interessiert mich hier nur was jemand über dieses oder jenes denkt, ob sich das mit den oben aufgeführten Antwortmöglichkeiten oder der geschriebenen Selbsteinschätzung deckt steht auf einem anderen Blatt, eben dafür ist das ja hier da, man kann über die unterschiedlichen Vorstellungen schreiben und sich über diese im Sinne eines Forums wie diesem austauschen, wenn es Menschen mit ähnlichen Interesse oder Sichtweisen gibt ist das doch ne schöne Sache, wenn nicht, dann ist das auch nicht schlimm, es zeigt eben das dadurch eine Vielfalt existiert die das Leben erst abwechslungsreich und bunt macht.

Wenn alle so denken würden wie ich selbst, würde mir diese Welt auch recht langweilig erscheinen, da mich auch gänzlich andere Sichtweisen interessieren. Deine Sichtweise scheint sich in einigen Punkten mit meiner zu gleichen, in anderen Punkten ist sie gänzlich anders. Aus diesem Grund schreibe ich hier auch mit dir, es interessiert mich wie du oder eben andere über ihre eigenen Sichtweisen denken. Du unterstellst mir dabei einiges und möchte das natürlich gern besprechen, denn auch ich lerne gern und bin auch offen für solche Einschätzungen, auch wenn diese mehr auf die persönliche Ebene gehen und das etwas für die PN Funktion ist.
myzyny schrieb:In einer Diskussion kann ich unterschiedliche Standpunkte einnehmen, und mich
dadurch frei entfalten. Eventuell sogar meine Meinung ändern. Überzeugt werden,
oder selber überzeugen. Eine Abstimmung legt mich fest, reduziert mich zu einem
statitischen Wert.
Seh ich auch so, nur kann man hier auch völlig anonym abstimmen oder sich einfach enthalten oder etwas äußern! Ich habe auch einige Zeit überlegt eine solche Umfrage zu starten, ich bin durch eine Diskussion in einem anderen Thema auf diese Idee gekommen und diese war natürlich neugieriger Natur. In diesem Thema ging es um Homosexualität und Geschlechtsidentität und einige hatten recht kritische Meinungen über Menschen mit anderer Orientierung als ihrer eigenen, so dass sie ihre genormte/konforme Sicht der Welt verteidigen. Da gab es Meinungen die einfach verletzend waren, selbst wenn ich selbst nicht mal homosexuell bin, ich bin nur ein ziemlich empathischer Mensch.
myzyny schrieb:"Biologische Abweichung" ist nun wirklich negativ besetzt.
Es ist eine biologische Abweichung vom gefühlten und empfundenen Geschlecht vorhanden, sprich eine Frau im Körper eines Mannes, ist in ihrem Kopf oder bestimmten Körpermerkmalen eine Frau, nur weicht eben der biologische Körper von dieser Identität ab. Negativ wäre es wenn ich Transsexualität als psychologische "Abweichung" bezeichnen würde, denn psychisch ist bei transsexuellen Menschen alles richtig, nur wird ihr eigener Körper mehr und mehr zu Last, besonders in der Pubertät bei dem es eben zur biologischen Abweichung vom inneren kommt wenn sich die sekundären Geschlechtsmerkmale ausprägen. Übrigens hab ich selbst eine weniger eindeutige Geschlechtsidentität als eine Transfrau oder ein Transmann, ich bin äußerlich und im Denken recht androgyn. Ich bin daher genderqueer, ich betrachte mich selbst als Abweichung und empfinde diese Tatsache nicht belastend. Jedoch transsexuelle Menschen die sich gänzlich falsch in ihrem Körper fühlen würden alles für eine Angleichung des Äußeren an das Innere geben, sie wollen gewiss nicht als Abweichung gelten, sondern als normale Frauen oder Männer.
myzyny schrieb:Wie wäre es mit "ich würde dich einfach als Frau betrachten"
Genau so hab ich es doch auch gemeint. Sie sind Frauen! Sie fühlen wie eine, sie denken wie eine und sie verhalten sich auch so, gleiches gilt für einen Mann im Körper einer Frau, wenn er denkt und fühlt wie ein Mann, dann ist er auch ein Mann!
myzyny schrieb:Mein Eindruck von dir bleibt bestehen.
Denn bist du scheinbar sehr engstirnig, schade.
myzyny schrieb:Du willst dir hier selber beweisen, wie toll du bist.
Wo und wann wollte ich dies beweisen? Ich selbst hab schon vor einiger Zeit das egozentrische Denken verlassen, ich bin mir hier im Forum nicht wichtig, wichtig ist was ich mit anderen kommuniziere, sei es das ich was lerne oder eben andere. Ich bin hier um mich mit anderen über andere Sichtweisen auszutauschen, so auch über die Sexualität. Die Umfrage ist nebensächlich, wichtig ist mir hier nur wie jemand darüber denkt, auch wenn die Meinung kritischer Natur ist wie die deine.
myzyny schrieb:Das ist ja auch ok, aber steh doch dazu.
Weißt du, ich leide unter Prokratination und einer gewissen Faulheit wenn es um alltägliche Dinge des Lebens geht und verfluche mich selbst dafür, ich wünschte ich wäre im Bezug auf den Alltag so energisch wie ich hier im Forum bin. Doch ja ich mag mich selbst dafür das ich so unbefangen durchs Leben gehe und selbst mit deinen starken, persönlichen Unterstellungen und Behauptungen locker umgehe und ganz ruhig bleibe, ich war hier früher mal viel verkrampfter und auch engstirniger, doch inzwischen bin ich von Gelassenheit gesegnet. Du hast recht, ich sollte dazu stehen, das ich nen ziemlich neugieriger und aufgeschlossener Mensch bin, denn sonst würde ich deinen Beitrag einfach ignorieren oder mich im Kreis drehen zwischen These und Antithese, ich lebe lieber in der Synthese :)

So nun aber zum Thema, es geht um die Selbsteinschätzung der Sexualität und diese muss sich gewiss NICHT allein auf die Umfrage beschränken!


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Sexualität und Selbsteinschätzung

06.12.2013 um 21:42
@cRAwler23
Das soll jetzt kein Angriff. Ich finde es gut wenn du Transgender unterstützt, aber teilweise verkennst du das zumindestens transexuelle unter ihrer Transexualität leiden. Man leidet darunter wenn man im falschen Körper geboren wurden und manchmal habe ich den Eindruck das du auch darunter leidest(sorry wenn ich da etwas persönlich werde), aber ich will jetzt keine Ferndiagnose erstellen. Aufjeden Fall hat jede Transfrau oder Transmann einen Leidensweg hinter sich und man ist froh wenn man es schafft ihn hinter sich zu bringen ohnen seelische Narben zu hinterlassen....


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Sexualität und Selbsteinschätzung

07.12.2013 um 10:34
cRAwler23 schrieb: wäre ich HeteroBiPanSapiosexuell und zudem auch noch xenophil,
Hm, ich mach es mir da einfacher.
Ich bin Mensch, und ich liebe. Wenn oder was, wann und warum ist egal.

Ich finde maskuline Männer, feminine Männer, feminine Frauen, maskuline Männer toll und liebenswert.
Mit jeder Variation wäre eine Beziehung und mehr möglich.

Dieses Spiel zwischen den Geschlechtern macht das Leben und die Liebe doch erst interessant.

Lustig wird es, wenn Freunde irritiert sind, weil es kein Beuteschema gibt, nachdem sie mich definieren einordnen können.

Wobei ich selbst, äußerlich sehr feminin bin, wirke ich durch meine Art oft sehr maskulin.

Zitat eines Kollegen : " du siehst aus wie ne Tussi, aber verdammt noch mal du bist irgendwie keine. Das verwirrt mich! Ich kann dich nicht einschätzen"


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Sexualität und Selbsteinschätzung

07.12.2013 um 10:43
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Sapiosexuelle Menschen fühlen sich demnach zu intelligenteren Menschen hingezogen und scheren öfter solche Personen um sich.
Der Begriff "intelligenteren" ist mir nicht ganz klar.

"Intelligenteren" oder "intelligenten"? Falls "intelligenteren", sind dann Menschen gemeint, die im Schnitt intelligenter als die Masse sind, oder intelligenter als man selber? Weil Letzteres kann durchaus sehr schwierig sein. ;)
cRAwler23 schrieb:Kommt es beispielsweise zu einem spannenden Wortgefecht, das sich durch Scharfsinn, Tiefe, Sarkasmus und Wortwitz auszeichnet, kann dies als Vorspiel oder sogar als noch größere Befriedigung als der Koitus selbst wahrgenommen werden.
Das ist ein interessanter Punkt.


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Sexualität und Selbsteinschätzung

07.12.2013 um 16:21
Flatterwesen schrieb:Das soll jetzt kein Angriff. Ich finde es gut wenn du Transgender unterstützt, aber teilweise verkennst du das zumindestens transexuelle unter ihrer Transexualität leiden.
Ja aber ich verkenne das nicht, im Gegenteil ich hab ja sogar geschrieben das genau das ja das größte Problem für transsexuelle Menschen ist und das zu diesem Problem dann noch äußere, gesellschaftliche kommen, am schlimmsten trifft es die, die ausgegrenzt werden aufgrund ihrer Transsexualität, diese leiden meist so sehr das sich nicht wenige früher oder später das Leben nehmen. Statt eben mit Unterstützung, Vertrauen und Liebe zu begegnen werden manche einfach nur isoliert und ausgestoßen, meine Unterstützung zielt darauf ab das ich wenigstens im kleinen etwas ändere und sei es nur im Denken. Es kann ja immer sein das hier welche mitlesen die es selbst betrifft und die sich etwas Anerkennung erhoffen. Da ich ja selbst einen anderen Körperbezug habe und selbst eine gewisse Form der Androgynität und somit im Prinzip selbst schon ein Transgender bin, kenn ich dieses Problem sehr gut. Allerdings fühl ich mich in meinem Körper recht wohl und hab (bis auf einige Aspekte) keine Probleme mit ihm. Kann aber nachfühlen wie schlimm es für einen transsexuellen Menschen ist wenn selbst dieses Selbstbild nicht stimmt und mit dem inneren nicht harmoniert.
Flatterwesen schrieb:Man leidet darunter wenn man im falschen Körper geboren wurden und manchmal habe ich den Eindruck das du auch darunter leidest(sorry wenn ich da etwas persönlich werde), aber ich will jetzt keine Ferndiagnose erstellen.
Ja zu gewissen Zeiten stimmt das sogar und würde ich auch bestätigen, daher weiß ich wie sich das anfühlt. Aber ich komme mit meinem Körper klar und bin auch überwiegend männlich im Denken, sprich ich bin zwar androgyn aber mein Verhältnis im Denken und Fühlen ist etwa 70% männlich und 30% weiblich. Aber wie gesagt zu manchen Zeiten kommt sogar der Gedanke ob ich nicht vielleicht einfach eine lesbische Frau im Körper eines Mannes bin, so komisch wie das auch klingen mag.

Und nein ich hab kein Problem damit das es sehr persönlich ist, ich bin hier inzwischen wie ein offenes Buch und schreibe gern darüber. Durch meine Selbsterkenntnis hab ich erkannt das es besser ist offen über sich zu sprechen als sich zu verschließen und zu isolieren, selbst wenn man anderen nicht vertrauen kann. Es ändert sich alles wenn man offen über sich spricht und vielleicht anderen einen tiefen Einblick in seine Seele gibt. Ich bin da ein freiwillig gläserner Mensch ;)
Flatterwesen schrieb:Aufjeden Fall hat jede Transfrau oder Transmann einen Leidensweg hinter sich und man ist froh wenn man es schafft ihn hinter sich zu bringen ohnen seelische Narben zu hinterlassen....
So ist es und ich kann jedem nur wünschen den Mut nicht zu verlieren und den Kampf vorzeitig aufzugeben, denn es ist wirklich ein Kampf, sei es mit dem eigenen Körper oder in vielen Fällen auch mit der Gesellschaft und den Mitmenschen. Es stimmt mich traurig wenn Menschen diesen Kampf aufgeben und sich das Leben nehmen. Ich würde diesen Menschen am liebsten meine Liebe senden, die ich scheinbar mit großem Überschuss zur Verfügung habe. Ich bin eben ein ziemlicher Empath und mein Interesse gerade für das Thema Androgynität und Transgender begleitet mich nun schon viele Jahre, es ist Teil meiner Selbst, auch ich habe die eine oder andere Narbe aber inzwischen hab ich erkannt das die "Two Spirit" eben mehr eine Bereicherung sind als ein Problem, es wäre schön wenn unsere Gesellschaft einfach offener für solche Menschen wäre. Die Indianer haben in der Hinsicht eine menschlichere Gesellschaft gehabt und diese Menschen sogar zu einem besonderen Bestandteil ihrer Gesellschaft gemacht.

Ich kann auch dir nur allen Mut der Welt wünschen! Lass dich nie entmutigen deinen Weg zu gehen!
MissDishonor schrieb:Hm, ich mach es mir da einfacher.
Ich bin Mensch, und ich liebe. Wenn oder was, wann und warum ist egal.
Somit werden alle Begrifflichkeiten obsolet, so denke auch ich in meinem Kern :)
MissDishonor schrieb:Ich finde maskuline Männer, feminine Männer, feminine Frauen, maskuline Männer toll und liebenswert.
Mit jeder Variation wäre eine Beziehung und mehr möglich.
:)
MissDishonor schrieb:Dieses Spiel zwischen den Geschlechtern macht das Leben und die Liebe doch erst interessant.
So ist es und gerade diese vielfältigen Wechselwirkungen machen das Leben spannend.
MissDishonor schrieb:Lustig wird es, wenn Freunde irritiert sind, weil es kein Beuteschema gibt, nachdem sie mich definieren einordnen können.
Für die einen ist es verwirrend doch eigentlich ist das die höchst mögliche Freiheit in der Hinsicht :)
MissDishonor schrieb:Wobei ich selbst, äußerlich sehr feminin bin, wirke ich durch meine Art oft sehr maskulin.

Zitat eines Kollegen : " du siehst aus wie ne Tussi, aber verdammt noch mal du bist irgendwie keine. Das verwirrt mich! Ich kann dich nicht einschätzen"
Damit bist du schon leicht androgyn, wie Marlene Dietrich vielleicht? ;)
KillingTime schrieb:Der Begriff "intelligenteren" ist mir nicht ganz klar.
Ich denke mal damit sind Menschen gemeint die einen höheren Intellekt haben als der eigene und man diese "intelligenteren" Menschen bewundert, bei mir sind es die großen Wissenschaftler und Forscher als Beispiel.
KillingTime schrieb:"Intelligenteren" oder "intelligenten"? Falls "intelligenteren", sind dann Menschen gemeint, die im Schnitt intelligenter als die Masse sind, oder intelligenter als man selber? Weil Letzteres kann durchaus sehr schwierig sein.
Beides kann der Fall sein. Beim letzteren sollte man das einfach nicht als Wettkampf betrachten, falls du das meinst? Man kann es ja einfach bewundern das der Mensch den man da interessant findet vielleicht auch weit intelligenter als man selbst ist. Vielleicht gleicht sich diese gewisse Ungleichheit im Intellekt wieder wo anders aus.
KillingTime schrieb:Das ist ein interessanter Punkt.
Das denke auch ich und ich hatte schon viele mentale "Orgasmen" :D
Diese haben mich weit mehr bewegt und erfüllt als dieser sehr temporäre biologische Orgasmus bei dem eigentlich nur Schmerzrezeptoren stimuliert werden und durch bestimmte Hormone aus einem Schmerzgefühl nen kurzes Lustgefühl wird, eigentlich schon fast wieder langweilig. Tatsächlich macht für mich das Vorspiel und das Nachspiel den größeren Reiz aus und noch mehr wenn dieser durch ein intelligentes, anspruchsvolles Gespräch begleitet wird, bei dem man anspruchsvoll und auch etwas humorvoll rumblödelnd sich ergänzt. Ich vermisse das total :(


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07.12.2013 um 16:31
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:man diese "intelligenteren" Menschen bewundert
Ich kann eine Menge bewundern, aber aber das muss nicht zwangsläufig mit der Intelligenz zu tun haben. Ich gehe zwar ziemlich darauf ab, intelligente Gespräche und Wortgefechte zu haben, und ich muss und will nicht mal das letzte Wort haben, aber Klugscheißer mag ich nun gar nicht.
cRAwler23 schrieb:sollte man das einfach nicht als Wettkampf betrachten
Nein, absolut nicht. Wettkämpfe können ziemlich ermüdend sein, aber ein "gemeinsam" und "zusammen" kann viel mehr bringen.
cRAwler23 schrieb:vielleicht auch weit intelligenter als man selbst ist
Also ab einem bestimmten IQ wirds ziemlich eng. ;)
cRAwler23 schrieb:Ich vermisse das total :(
Wem sagst du das. Ich wohne, lebe und arbeite in Zombieland. :D


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07.12.2013 um 17:55
cRAwler23 schrieb:Damit bist du schon leicht androgyn, wie Marlene Dietrich vielleicht? ;)
Schön wäre es. Mir ist diese Form der Androgynität nicht gegeben. Nicht mal im Ansatz. Zumindest äußerlich nicht :)
Was aber den inneren Weg angeht, mögen da vielleicht einige Parallelen sein. Wer weiß das schon.

Ich habe es, glaube ich, schon mal erwähnt, aber ich beneide Jeden, der über eine androgyne Schönheit verfügt.


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