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Sexualität und Selbsteinschätzung

Sexualität und Selbsteinschätzung

10.12.2013 um 14:39
Außerdem frag ich mich warum du das:
Jinana schrieb:Haare ab, ne Hose anziehen und er sieht weit weit WEIT weniger feminin aus als ihm lieb ist :/
so sehr hervorheben musst? Es kann dir doch völlig egal sein was dieser Mensch gerne verkörpern möchte. Gerade Transgender und transsexuellen dies unter die Nase zu reiben ist beleidigend und verletzend. Konstruktive Kritik ist ok, doch ich sag es mal so, inzwischen kommen viele damit klar und finden auch einen Reiz daran das es eben Menschen gibt bei denen es eben nicht so eindeutig sein muss. Absolut maskulin ist für mich ein Vin Diesel und absolut feminin eine Marilyn Monroe. Doch es gibt eben auch Menschen wie Andrej die Anteile von beiden Aspekten verkörpern, ich zum Teil ja auch und ich fühle mich wohl damit, ich könnte nicht so sehr maskulin sein, ich fühle mich damit unwohl und es deckt sich nicht mit meiner Gefühls- und Empfindungswelt, ich bin in der Hinsicht auch im Denken androgyn.
Jinana schrieb:Bzw gibts ein Bild von Erika wo sie keine Mütze auf hat?
Ja hier zusammen mit Andrej:

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Sexualität und Selbsteinschätzung

10.12.2013 um 14:52
@cRAwler23
^^ du verstehst mich falsch.
Es geht mir mal genau gesagt am Arsch vorbei was die Leute verkörpern wollen.
Das hier ist ein Diskussions-Forum also komm klar wenn die Leute anderer Meinung sind als du.
Und wie gesagt es ist MEINER MEINUNG nach so das dein heiss geliebter Andrej WEIT weniger feminin aussehen würde, wenn er keine langen Haare hätte und keinen Rock tragen würde... dann frage ich mich wo sein androgyne Seite geblieben ist.
Mehr nicht also bitte hör auf hier Leuten permanent was zu unterstellen hier. :D
Wieder runtergekommen von deinem Trip?? schön dann kanns ja weitergehen.

Da ich ja von dir nur die 2 vorigen Bilder hatte daher mein Post davor.
Danke für das nächste Bild.
Wenn ich mir da paar mehr Bilder von solchen (darf ich das mal ganz vorsichtig so sagen) Leuten ansehe, dann weiss ich nicht wieviele davon TATSÄCHLICH androgyn sind und welche es gerne sein wollen.
Verstehst du mich?
Oder ist es generell nur eine "Modeart"??? Diese Fragen sind ernst gemeint und sollen nicht provozieren.
Im Gegenteil...
Ich würde weder Andrej noch Erika von der Bettkante stossen :D
Insb am letzten Bild finde ich beide extrem hübsch.
(Erika hübscher als so mancher maskuline Kerl der da draussen rumläuft)


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Sexualität und Selbsteinschätzung

10.12.2013 um 16:25
Jinana schrieb:du verstehst mich falsch.
Ich fühle mich hier auch sehr oft nicht verstanden, es kommt immer darauf an wie man etwas formuliert. Ich mag es zwar ehrlich und direkt aber manches kommt doch verletzend rüber, in der Hinsicht bin ich vielleicht etwas sensibel.
Jinana schrieb:Es geht mir mal genau gesagt am Arsch vorbei was die Leute verkörpern wollen.
Das hier ist ein Diskussions-Forum also komm klar wenn die Leute anderer Meinung sind als du.
Ich bin hier schon knapp über 8 Jahre anwesend im Forum, ich bin hier in vieler Hinsicht der unbefangenste Typus, ich akzeptiere andere Meinungen, doch interessieren mich immer die Gründe warum manche so oder so denken und es so oder so formulieren. Denn die Bedeutung von Worten kann sich stark ändern wenn man sie in einen anderen Kontext nutzt. Man kann leider in der Schrift anderer nur schwer ihre Gedanken und Gefühle deuten. Was die Meinungen und Sichtweisen betrifft, würde alle nur eine einzige haben wäre das Leben auch ziemlich langweilig ;)
Und wie gesagt es ist MEINER MEINUNG nach so das dein heiss geliebter Andrej WEIT weniger feminin aussehen würde, wenn er keine langen Haare hätte und keinen Rock tragen würde... dann frage ich mich wo sein androgyne Seite geblieben ist.
Sicherlich wie viele andere weibliche und männliche Models auch, wie ein ziemliches Neutrum, besonders die Haare machen viel aus um einen Menschen feminin oder maskulin wirken zu lassen. Was bleibt ohne diese oberflächlichen Merkmale übrig? Das Verhalten, das Denken und die Empfindungen. Androgynität geht über das physische hinaus, es ist auch etwas innerliches und ja ohne Rock und lange Haare würde Andrej sicherlich maskuliner wirken, wie auf diesem Bild:

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Diese Androgynität ist auch im Gesicht selbst zu finden.

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Man muss erst klären was Androgynität bedeutet, es können physische Merkmale einfach schwächer oder stärker ausgeprägt sein, z.B. die Wangen, der Mund, die Augen. Und ja natürlich hat Andrej auch markant maskuline Merkmale, das gehört ja eben zur Androgynität eines Menschen. Das gleiche auch bei Erika Linder, sie hat auch feminine Merkmale. Beide verkörpern auch beide Seiten.
Jinana schrieb:Mehr nicht also bitte hör auf hier Leuten permanent was zu unterstellen hier.
Ich unterstelle niemandem etwas, jedoch sind manche Beiträge so provozierend formuliert das ich tatsächlich so oder so über jemanden denke. Es ist das gute Recht eines jeden hier seine Meinung zu äußern, das ist ja auch Sinn dieses Themas, dieses Thema deckt ein so hohes Spektrum an Möglichkeiten ab das es natürlich auch zu Missverständnissen kommt. Ich unterstelle keinem was, da ich mir selbst auch ungern etwas unterstellen lasse. Ich bin eine ruhige Seele und will eigentlich auch völlig unbefangene Gespräche, so auch über dieses Thema hier, eines was mich schon lange Zeit beschäftigt hat, sei es die sexuelle Orientierung oder die Geschlechtsidentität und ihr weites Spektrum.
Jinana schrieb:Wieder runtergekommen von deinem Trip?? schön dann kanns ja weitergehen.
Der einzige Trip auf dem ich mal ab und zu bin ist vielleicht nen psychedelischer ;)
Keine Sorge ich bin hier auf keinem Trip ich denke hier sehr sachlich aber ich bin eben auch ein ziemlicher Empath und manches geht mir sehr nahe, vielleicht sind dir deine Worte nicht so bewusst, aber ja es kann tatsächlich verletzend sein. Ja ohne lange Haare und feminine Kleidung wirkt man natürlich weit maskuliner, aber gilt das (bis auf die sekundären Geschlechtsmerkmale) nicht auch bei einer Frau? Ohne sekundäre Geschlechtsmerkmale und entsprechende Kleidung und ohne extrem männlichen oder weiblichen Körperbau sind eigentlich alle Menschen mehr oder weniger androgyn. Vor unserer Pubertät sogar noch weit mehr als danach.
Jinana schrieb:Da ich ja von dir nur die 2 vorigen Bilder hatte daher mein Post davor.
Danke für das nächste Bild.
Kein Problem, ich meine in meinen Augen sind beide Bilder schön und ich empfinde sie ansprechend.
Jinana schrieb:Wenn ich mir da paar mehr Bilder von solchen (darf ich das mal ganz vorsichtig so sagen) Leuten ansehe, dann weiss ich nicht wieviele davon TATSÄCHLICH androgyn sind und welche es gerne sein wollen.
Das ist ja eben das besondere an der Androgynität, manche haben das Glück auch physisch sehr androgyn zu sein, doch es gibt eben auch Menschen die ihre Androgynität z.B. durch Kleidung, Schminke oder andere Aspekte verkörpern, man bezeichnet das dann auch einfach "Genderqueer". Man muss da ja auch zwischen biologischen und dem sozialen/psychischen Geschlecht unterscheiden, es ist eben wie ein buntes Farbspektrum, mit allen möglichen Schattierungen und Nuancen. :)
Jinana schrieb:Oder ist es generell nur eine "Modeart"??? Diese Fragen sind ernst gemeint und sollen nicht provozieren.
Es ist alles möglich, natürlich kann es auch eine Modeart sein, gerade die Modewelt ist da extrem verspielt, es gibt durchaus auch einen einfach androgynen Look der durch die Moder verkörpert werden kann, Stichwort Marlene Dietrich:

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Androgynität ist nichts statisches, es ist wie als wenn man modisch, physisch oder mental zwischen den Geschlechterpolen schwebt. Das äußert sich auf unterschiedlichste Weise von Mensch zu Mensch kann das variieren.
Jinana schrieb:Ich würde weder Andrej noch Erika von der Bettkante stossen :D
Insb am letzten Bild finde ich beide extrem hübsch.
(Erika hübscher als so mancher maskuline Kerl der da draussen rumläuft)
Dito! So denke auch ich! :D
Es gibt eben schöne Frauen, schöne Männer und auch schöne androgyne Frauen und Männer so auch Transgender. Ich glaube ich bin in der Hinsicht inzwischen echt einfach gänzlich offen und genieße einfach diese Menschen die mich ansprechen und die ich interessant finde, sei es physisch oder mental oder im besten Falle beides :)


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10.12.2013 um 18:35
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Frauen auch im biologisch männlichen Körper
Genau das ist der Punkt, den ich nicht verstehe. Die "Feminist_Innen" behaupten, man wäre nicht von Geburt an Frau, sondern würde zur Frau gemacht (Zitat von Simone de Beauvoir).

Wenn diese Behauptung stimmt, wäre man auch nicht von Geburt an Mann, und das würde bedeuten, dass beim Erwachsenwerden einer Transperson (oder wie man sie nennen will) irgendwas "falsch" gelaufen ist. Wenn die Behauptung hingegen *nicht* stimmt, müssten Transpersonen strikte Antifeministen sein. Wie siehst du die Sache?
cRAwler23 schrieb:versetze dich einfach mal in ein solchen Menschen hinein, du bist innerlich im Denken und Empfinden ein anderes Geschlecht als das äußere
Ich kann mir diese "Frau im männlichen Körper" irgendwie nicht vorstellen. Meiner Ansicht nach hat "Mann" vor allem etwas mit der Physiologie zu tun, also nicht nur mit Äußerlichkeiten, sondern insbesondere dem Hormonhaushalt. Und da "Frauen im männlichen Körper" einen männlichen Hormonhaushalt haben, glaube ich eben, dass dieser äußerliche Anscheinsgeschlechtswechsel mehr in Richtung Fetisch geht.

Ich würde sogar behaupten, dass es "Frauen im männlichen Körper" gibt, die auf Frauen stehen (sexuelle Ausrichtung: lesbisch). Was meinst du dazu?
cRAwler23 schrieb:dann drehen die meisten ab und denken es sei "schwul" wenn man diese Person weiterhin als hübsch empfinden würde
"Hübschheit" ist wohl eher eine Frage der Ästhetik, würde ich meinen.
cRAwler23 schrieb:Du machst also diese Weiblichkeit von der Zeugungsfähigkeit und dem Brustumfang abhängig?
Ja, irgendwie schon. Wenn eine Frau Riesendinger hat, dann ist das sicher sehr belastend für den Körper (Wirbelsäule), aber wenn so gar nichts da ist, dann wirkt das auf mich irgendwie ungesund, als wenn da was fehlt. Darum würde ich sagen, eine angemessene Oberweite gehört für mich zu einer Frau dazu. Das mag vielleicht sexistisch klingen, aber ich bin sicher, die meisten Kerle denken genauso.
cRAwler23 schrieb:Es geht hier auch um die Möglichkeit das man sich auch in solche Menschen verlieben kann und erkennt das auch sie gerne lieben und geliebt werden wollen als das was sie sind.
Vielleicht reden wir aneinander vorbei? :ask: Geht es um Liebe, oder eher um körperliche Aktivitäten? Das Eine hat mit dem Anderen bekanntlich nicht zwingend was zu tun. Und ob man jemanden "mag" (ich hasse das Wort "Liebe"), muss vielleicht mit dem Geschlecht nicht unbedingt was zu tun haben?
cRAwler23 schrieb:ein recht femininen Anteil
Welcher "feminine" Anteil? :ask: Meinst du ein "Fühlen als Frau"? Wie "fühlt" sich eine Frau?
cRAwler23 schrieb:ich bin auch einer und will nichts 100% eindeutiges sein, da dies sich nicht mit meinem inneren deckt und damit nicht harmoniert
Dann wirds aber schwierig mit der Verpartnerung.
cRAwler23 schrieb:Stell dir einfach mal vor dein Gehirn mit deinen Denkweisen und Gefühlen wäre plötzlich im Körper einer Frau. Was würdest du dann machen?
Schwer zu sagen, vermutlich würde ich mich umgehend suizidieren. Aber zum Glück ist diese Frage rein akademisch.

Und danke, dass du so ruhig geblieben bist. :)


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Sexualität und Selbsteinschätzung

10.12.2013 um 18:38
@KillingTime
Die verallgemeinerst den Feminismus ziemlich, das ist dein Problem, auch der Begriff Feminismus ist nur grob gefasst und beinhaltet viele verschiedene Strömungen und unterschiedlichen Grad...


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Sexualität und Selbsteinschätzung

10.12.2013 um 20:20
KillingTime schrieb:Genau das ist der Punkt, den ich nicht verstehe. Die "Feminist_Innen" behaupten, man wäre nicht von Geburt an Frau, sondern würde zur Frau gemacht (Zitat von Simone de Beauvoir).

Wenn diese Behauptung stimmt, wäre man auch nicht von Geburt an Mann, und das würde bedeuten, dass beim Erwachsenwerden einer Transperson (oder wie man sie nennen will) irgendwas "falsch" gelaufen ist. Wenn die Behauptung hingegen *nicht* stimmt, müssten Transpersonen strikte Antifeministen sein. Wie siehst du die Sache?
Im Gegenteil, viele Transfrauen und auch Transmänner sind durchaus Feministen. Zum Teil stimmt deine Betrachtung dieser Sache, doch Feminismus hat wie @Flatterwesen schon beschrieben hat, sehr unterschiedliche Strömungen. Das feminine ist NICHT durch soziale Erziehung gegeben, sprich würde man es dem Kind freistellen wie man sich kleidet würden sich ähnliche Ausrichtungen der Kleiderwahl ausprägen. Das es dabei zu Abweichungen und Überschneidungen kommt erkennt man inzwischen bei Pilotprojekten bei denen man es den Kinder selbst überlässt wie sie sich gern kleiden wollen (in Schweden gibt es da zZ ein paar solcher Kindergärten und Schulen).

Dem Feminismus geht es im Kern um die Rolle und Stellung der Frau in der Gesellschaft, sprich die Emanzipation, so das eine Frau bei gleichen Fähigkeiten und Fertigkeiten wie ein Mann auch in diesen Berufen und gesellschaftlichen Institutionen gleichberechtigt sind. Es geht da nicht darum wie eine Frau zu sein hat und wie nicht, Feminismus reicht von Alice Schwarzer bis zu Lady Gaga, das feminine ergibt sich durch den persönlichen Geschmack einer Frau wie sie sich gern geben möchte, gleiches gilt auch für Männer. Man will sich vom Genderspezifischen Kleidungs-, Rollen- und Gesellschaftszwang lösen und man sollte es der Frau und dem Mann selbst überlassen worin er/sie/es sich wohlfühlt und wo man sich durch seine Fähigkeiten und Fertigkeiten einbringen kann.

Ich selbst bin ein Feminist, jedoch bin ich z.B. gegen Quotenzwang, ich gehe mehr nach Emanzipation durch Emanzipation, nicht durch gesellschaftliche und politische Vorgaben und Gesetze. Das ist ein sehr komplexes Thema und ich kann sagen das auch Männer von einem rationalen Feminismus profitieren, es geht den Herzfeministen nicht darum ein Geschlecht über das andere zu stellen, sondern es gesellschaftlich zu einer Gleichberechtigung beider zu bringen. Zum Teil ist das ja auch schon gegeben, doch es gibt eben Teile der Gesellschaft und manche Berufe wo das noch immer schwer für einige ist akzeptiert zu werden. Eine Frau die gleiche Fähigkeiten und Fertigkeiten hat soll nur einfach ebenso entlohnt werden wie ein Mann. Natürlich können nicht alle Frauen und alle Männer die Berufe dieses Prinzips ausführen, einige aber schon und diese sollte man einfach gleichberechtigt behandeln.

Eine Transfrau ist meist aus einem guten Grund Feministin, denn 1. will sie eine Frau sein, fühlt sich wie eine und lebt auch wie eine, 2. möchte sie auch gleiche Rechte haben wie jede Frau das in einer emanzipierten Gesellschaft auch hat. Das ist denke ich doch auch logisch oder?

Antifeministinnen sind solche Damen wie Frau Eva Herman, denn sie will die Frau mehr in der klassischen Rolle haben, wie es eben in einem Patriarchat der Fall ist.
KillingTime schrieb:Ich kann mir diese "Frau im männlichen Körper" irgendwie nicht vorstellen. Meiner Ansicht nach hat "Mann" vor allem etwas mit der Physiologie zu tun, also nicht nur mit Äußerlichkeiten, sondern insbesondere dem Hormonhaushalt. Und da "Frauen im männlichen Körper" einen männlichen Hormonhaushalt haben, glaube ich eben, dass dieser äußerliche Anscheinsgeschlechtswechsel mehr in Richtung Fetisch geht.
Das ist inzwischen eher antiquiertes Denken, inzwischen ist man in der Wissenschaft (besonders der Endokrinologie) zur Erkenntnis gekommen das vor der Geburt durch Zufuhr bestimmter Hormongemische auch der weitere Verlauf der Entwicklung eines Embryo so gesteuert wird das z.B. das Gehirn mehr weibliche oder mehr männliche Anteile erhält, somit werden auch bestimmte Hormondrüsen im Körper eines Kindes mehr so oder so bestimmt. Das kann sehr hohe prozentuale Schwankungen von Mensch zu Mensch haben, die sorgen dafür das es eben feminine oder maskuline Menschen biologisch männlichen Geschlechts gibt, wie auch maskuline oder feminine Menschen weiblichen Geschlechts. Bei der Mehrheit gleicht sich das Gehirn auch mit dem biologischen Geschlecht, doch bei einigen (ca. 5-6% der Weltbevölkerung) ist dieses Verhältnis zwischen Gehirn und biologischen Geschlecht anders, da herrscht eine gewisse Diskrepanz mit unterschiedlichsten Abstimmungen. Das reicht von leicht maskulin und feminin bis stark maskulin und feminin. Bei der Transsexualität ist es gänzlich "vertauscht". In der Hinsicht ist auch die Intersexualität sehr interessant, denn sie zeigt das es sogar in äußerlichen, biologischen Merkmalen zu solchen Überschneidungen bei der hormonellen Steuerung kommen kann.
Die Medizin spricht von Intersexualität oder Sexualdifferenzierungsstörungen (engl. disorders of sex differentiation, DSD), wenn ein Mensch genetisch (aufgrund seiner Geschlechtschromosomen) und/oder anatomisch (aufgrund seiner Geschlechtsorgane) und hormonell (aufgrund des Mengenverhältnisses der Geschlechtshormone) nicht eindeutig dem weiblichen oder dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden kann. Betroffene Menschen lehnen zumeist den pathologisierenden medizinischen Begriff der Störung ab und bezeichnen sich selbst als intersexuelle Menschen, Intersex, intergeschlechtliche Menschen, Hermaphroditen, Herms oder auch Zwitter. Etabliert hat sich auch die Schreibweise Inter*, wobei das Sternchen (*) für die genannten und weitere mögliche Selbstbezeichnungen steht.
Wikipedia: Intersexualität

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http://pansensuality.tumblr.com/post/24408450334 (nsfw)

;)
KillingTime schrieb:Ich würde sogar behaupten, dass es "Frauen im männlichen Körper" gibt, die auf Frauen stehen (sexuelle Ausrichtung: lesbisch). Was meinst du dazu?
Natürlich gibt es auch lesbische Transfrauen, ich kenne sogar einige, ich kenne auch Bisexuelle und heterosexuelle Transfrauen. Das ist da ebenso alles gegeben wie bei anderen Frauen auch, da gibt es absolut keinen Unterschied in der Hinsicht auch wenn die Mehrheit meist hetero ist, also Männer bevorzugen.
KillingTime schrieb:"Hübschheit" ist wohl eher eine Frage der Ästhetik, würde ich meinen.
Eben und das Empfinden dieser ist so vielfältig wie der Mensch selbst, also immer eine subjektive Angelegenheit.
KillingTime schrieb:Ja, irgendwie schon. Wenn eine Frau Riesendinger hat, dann ist das sicher sehr belastend für den Körper (Wirbelsäule), aber wenn so gar nichts da ist, dann wirkt das auf mich irgendwie ungesund, als wenn da was fehlt. Darum würde ich sagen, eine angemessene Oberweite gehört für mich zu einer Frau dazu. Das mag vielleicht sexistisch klingen, aber ich bin sicher, die meisten Kerle denken genauso.
Jap das ist "sexistisch" und jap die meisten Männer denken so, ganz einfach weil es ihre Triebe anspricht, die weibliche Brust ist im Laufe der Evolution mehr und mehr gewachsen, da der Mann mehr und mehr auch "frontal" Sex gemacht hat, er assoziiert unterbewusst die weibliche Brust mit dem Hinterteil einer Frau, es ist tatsächlich so das ja der Mann stark visuell durch Reize angesprochen wird. Aber das betrachte ich als ganz natürliche Sache. Aus diesem Grund nehmen ja auch viele Transfrauen Hormone um ein weitestgehend natürliches Brustwachstum zu erhalten, manche helfen eben operativ nach. Aber interessanter Weise produzieren auch Transfrauen Milchdrüsen.

Für mich macht weder eine Vagina noch eine Brust eine Frau, für mich ist das was eine Frau verkörpert eine Frau. Die Menschen die eine Vagina und Brust haben sind nur biologisch weiblichen Geschlechts mehr auch nicht. Wichtig ist die Verkörperung und die Selbstverwirklichung. Auch der Penis und nen Sixpack oder Bart machen für mich noch lange keinen Mann, doch wenn der Mann diese Aspekte hervorhebt und sich auch männlich fühlt so dies auch verkörpert, dann ist er ein Mann. Mag schon etwas Geschlechts und Identitätsphilosophie sein aber es ist eben so. Denn die Hülle ist im Prinzip nix anderes als ne biomechanische Maschine mit den unterschiedlichsten Konfigurationen und Abstimmungen ;)
KillingTime schrieb:Vielleicht reden wir aneinander vorbei? :ask: Geht es um Liebe, oder eher um körperliche Aktivitäten? Das Eine hat mit dem Anderen bekanntlich nicht zwingend was zu tun. Und ob man jemanden "mag" (ich hasse das Wort "Liebe"), muss vielleicht mit dem Geschlecht nicht unbedingt was zu tun haben?
Ja das sehe ich auch so. Attraktivität und das Empfinden dieser ist jedoch durchaus auch vom Geschlecht abhängig, wichtig ist da die Gesamterscheinung. Alles andere ist eh mentaler Natur. Ne Frau kann super hübsch sein, doch im Denken und Handeln hässlich oder unsympathisch, sie kann mich ansprechen auf rein optischer Ebene, doch ob ich mein Leben mit ihr dann teilen würde? Gleiches gilt auch für Männer. Wenn nen Mann Stärke ausstrahlt, prächtige Männlichkeit und mit Statussymbolen protzt, kann es ein totales Arschloch sein. Man verbringt meist sein Leben mit Menschen die man eben liebt und mit denen man sich versteht, wo die Liebe eben hinfällt ist gänzlich offen, wenn man denn offen dafür ist. Wie gesagt ich kenne auch homosexuelle Menschen die in einer Heterobeziehung leben, das muss erstmal mindfucking sein ;) :D

Warum hasst du das Wort Liebe? Weil es so ausgelutscht und overused ist? Ich mag es, denn es gibt kein anderes Wort was dieses Gefühl besser beschreiben kann, Zuneigung ist so halbschwanger oder? Liebe ist wie das Wort Karma oder Gott, sie alle sind ausgelutscht, doch sie alle beschreiben etwas was man eigentlich nicht in Worte fassen kann :)
KillingTime schrieb:Welcher "feminine" Anteil? :ask: Meinst du ein "Fühlen als Frau"? Wie "fühlt" sich eine Frau?
Frag doch einfach eine Frau. Jede Frau wird da ganz unterschiedliche Dinge sagen, doch das Wort feminin beschreibt es ganz gut, ein Mann ist mehr so der Typ fürs trockene, rein rationale Denken und Empfinden, meist recht pragmatisch. Frauen sind intuitiver, leidenschaftlicher in ihren Emotionen, zeigen diese mehr und spielen mehr mit ihren Reizen. Jedoch glaube ich nicht an die 100%ige Männlichkeit und Weiblichkeit, auch das kann von 1% bis 99% schwanken. Jeder Mensch hat irgendwo eine Anima und einen Animus.

Diskussion: Anima und Animus
KillingTime schrieb:Dann wirds aber schwierig mit der Verpartnerung.
Sicher ist das nicht einfach, doch glaub mir sehr viele Frauen oder auch Männer stehen auf androgyne oder gar transsexuelle Menschen, auch wenn das jetzt etwas pornös erscheinen mag aber die Sparte der "Shemales und Ladyboys" ist entsprechend hoch und die meisten die das anschauen sind hetero oder bi (homosexuelle interessiert das weniger), glaub mir ich kenn mich in der Hinsicht recht gut aus. Wie auch die gute Bailey Jay:

bailey-jay-t21

Sie ist übrigens auch mit einem heterosexuellen Mann verheiratet. Und ja sie behält ihren Penis, irgendwann wird das gänzlich egal. Jedenfalls mir ist es egal.
KillingTime schrieb:Schwer zu sagen, vermutlich würde ich mich umgehend suizidieren. Aber zum Glück ist diese Frage rein akademisch.
Diese Einstellung ist sehr traurig und ernüchternd, denn stell dir vor man will doch leben und das Beste aus dem Leben machen das man hat. Leider teilen sehr viele dieser Menschen deine "akademische" Sichtweise und sehr viele bringen sich auch um weil sie das Leid und den Druck nicht ertragen können, doch die starken und selbstbewussten halten es aus und geben nicht auf, nein sie gehen ihren Weg und nehmen dafür sehr viel in Kauf. Viele verlieren ihre Familie und ihre Freunde, viele auch ihren Job oder fallen in tiefe Depressionen. Es gibt aber positive Beispiele und die geben nicht so leicht auf.

Das du dich umbringen würdest statt lieber den Kampf aufzunehmen und das äußere ans innere anzugleichen ist wirklich sehr ernüchternd. Heute ist schon einiges möglich, dieses Pärchen hat sich gefunden und verliebt und beide teilen das gleiche Schicksal im falschen Körper geboren zu sein:

KillingTime schrieb:Und danke, dass du so ruhig geblieben bist. :)
Ich bin immer ruhig und habe auch Verständnis für Unverständnis, das Thema ist sehr komplex und es ist natürlich nicht für jeden verständlich oder nachvollziehbar. Doch darum schreib ich ja hier darüber, ich will etwas Verständnis schaffen. Also auch dir ein Danke das du ebenso ruhig bleibst. Auch wenn sich an manchen Denkweisen durchaus was ändern könnte (wie den mit dem Suizid) denn falls jemand den das hier betrifft ließt kann so etwas triggern. Statt das beste aus der Situation zu machen (auch nur akademisch und gedanklich) und vielleicht auch anderen Mut zu machen. Das wäre schön auch bei solchen "einfachen" Gedankenspielen.

So nun lass ich für mich das Thema ruhen, geh aber gern noch auf andere ein falls noch Sichtweisen und Meinungen von anderen hier geschrieben werden sollten. Ich hoffe ich konnte hier oder da etwas Klarheit schaffen, auch wenn es hier sicherlich die wenigsten selbst betrifft. Das eigentliche Thema ist ja völlig offen und bezieht sich mehr auf die Sexualität, wobei natürlich auch die Identität dabei eine Rolle spielt, es geht eben beides Hand in Hand :)


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Sexualität und Selbsteinschätzung

11.12.2013 um 08:04
@cRAwler23
Wie du bereits gesagt hast ist schreiben nicht gerade die beste Form um seine Gefühle zu einem Thema auszudrücken ^^ insb wenn es um Diskussionen geht.

Zum Thema Feministinnen...
Irgendwie hab ich noch nie wirklich was positives über sie gelesen oder gehört.
Natürlich gibts da die radikalen und die ich sag mal harmloseren.
Nur teilweise sind sie echt die "braunen" unserer Zeit... wenn ich das mal so formulieren darf.
cRAwler23 schrieb:Sicher ist das nicht einfach, doch glaub mir sehr viele Frauen oder auch Männer stehen auf androgyne oder gar transsexuelle Menschen
*aufzeig* ;)
Im Grunde hab ich mich nie groß mit dem Thema beschäftigt.
Hab entschieden Hetero zu sein, weil... ja Baum.
Nur über die Jahre hin ist mein Interesse an Männern immer mehr flöten gegangen. Die heutigen Jünglinge die sich Männer schimpfen sind extrem uninteressant.
Während ich anfing Frauenkörper weit hübscher und ansehnlicher zu finden ;)
Im Grunde wäre mir ein "Mann" ohne Penis am liebsten...
Deshalb geht mir diese Erika auch seit gestern nicht mehr aus dem Sinne :D
Ja sie sieht nun auch nicht aus wie ein "richtiger" Kerl, aber sie hat was :P:
Obwohl ich zu Vin Diesel niemals nein sagen würde :D


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11.12.2013 um 11:36
@Jinana
Man kann über Feminismus denken was man will, aber sie sind auch nicht anders und nerviger als die Konservativen mit ihren "alten werten", Traditioneller Familie und allgemein das Spiessertum in den politischen Lager. Maskulisten mag ich sogar noch weniger.
Was das Statement angeht das Man zur Frau nicht geboren wird sondern gemacht ist in der Gesammtheit betrachtet blödsinn, deswegen aber nicht gänzlich falsch. Übertragen auf bestimmte Aspekte ist es gar nicht mal so falsch. Bestimmte Eigenschaft sind nunmal auch männlich oder weiblich(eben typisch Mann und Frau), andere Aspekte hingegen sind tatsächlich eher nur gesellschaftlich männlich oder weiblich, also wo es eher annerzuogen ist.
Ich bin teilweise als Transexuelle auch gegenüber gewissen Formen des Feminismus skeptisch bis auch Ablehnend eingestellt, anderen wiederrum bin ich sehr zugetan. Aber die gegenseite die Maskulisten, Konservativen und co. lehne ich mehr ab weil ich zum einen Antipatriarchalisch eingestellt bin(in Gewisserweise bin ich auch eine Gynozentrikerin) und klare Geschlechterrollen wie sie dort propagiert werden komplett ablehne.


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Sexualität und Selbsteinschätzung

11.12.2013 um 11:43
@Flatterwesen
Generell verstehe ich nicht warum man sich selber in Läden schmeisst.
Die "Läden" dann Gruppen oder sogar Organisationen bildet mit neuen total dummen Begriffen und sich dann wichtig machen.
Kack auf Feminismus
Kack auf Maskulisten
Es muss im 21sten Jhdt sehr sehr schwer sein einfach zu sagen... ich bin ich ohne sich in 100 Läden zu werfen o.O
Wenn ich damit anfangen würde wäre 2% davon, 1,15% davon einen Hauch von dem anderen, wiederrum aber ein klitzekleines Ding von dem da. ;)

Nu kommen wieder die einen mit "ICH BIN ABER ICH, WAR ICH SCHON IMMER" und die anderen "MAN KANN NICHT LEBEN OHNE IN LÄDEN ZU STECKEN" jo... *gähn*


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Sexualität und Selbsteinschätzung

11.12.2013 um 12:34
Jinana schrieb:Wie du bereits gesagt hast ist schreiben nicht gerade die beste Form um seine Gefühle zu einem Thema auszudrücken ^^ insb wenn es um Diskussionen geht.
Darum sollte man in einer Diskussion immer sachlich bleiben und eine gewisse Empathie für andere Sichtweisen von anderen Menschen haben solange sie nicht verletzend oder unsachlich sind oder auf persönliche Ebene gehen. Hier im Forum ist die Spanne zwischen diesen Extremen oft sehr hoch und es kommt schnell zu Missverständnissen :)
Jinana schrieb:Zum Thema Feministinnen...
Irgendwie hab ich noch nie wirklich was positives über sie gelesen oder gehört.
Das liegt auch daran das dies kaum in den Medien vertreten wird, wenn Feminismus Thema ist sitzt da eine Frau Schwarzer die das Bild des Feminismus gänzlich beschädigt hat, ihr Image ist kontraproduktiv und das wissen die Medien, darum wird sie eingeladen.

Beschäftige dich mal mit Feministinnen wie z.B. Judith Butler:
Im Zentrum der Rezeption von Butlers Feministischer Theorie steht ihr 1990 veröffentlichtes Buch Das Unbehagen der Geschlechter (original: Gender Trouble). Darin führt sie aus, dass die bestehende Geschlechterordnung mit ihrer Unterscheidung in verständliche und unverständliche Geschlechter die soziale Zuschreibung von Geschlecht erst bewirke und die „heterosexuelle Matrix“ ihre eigene Stabilisierung produziere. Auch die feministische Theorie bediene sich in Ansätzen dieser Terminologie, wenn sie Frauen als Gruppe mit gemeinsamen Merkmalen und Interessen betrachte. Dabei würden trennende – ethnische, kulturelle, klassenspezifische u. a. – Differenzen übersehen und darüber hinaus ein binäres System der Geschlechterbeziehungen impliziert. Butler bezeichnet die feministische Forschung an dieser Stelle als inkohärent, zumal Anhänger des Feminismus einerseits darin übereinstimmten, dass Anatomie kein Schicksal sei, andererseits aber ein binäres System der Geschlechtlichkeit (männlich/weiblich) tradierten, das die Auffassung einer patriarchalen Kultur verfestige. Die Hervorhebung der Differenz der Geschlechter stehe zudem der feministischen Forderung nach Gleichheit grundsätzlich entgegen, die maskuline Asymmetrie der Geschlechter werde lediglich umgekehrt:

„Die feministische Kritik muss einerseits totalisierende Ansprüche einer maskulinen Bedeutungs-Ökonomie untersuchen, muss aber andererseits gegenüber den totalisierenden Gesten des Feminismus selbstkritisch bleiben. Der Versuch, den Feind in einer einzigen Gestalt zu identifizieren, ist nur ein Umkehrdiskurs, der unkritisch die Strategie des Unterdrückers nachahmt, statt eine andere Begrifflichkeit bereitzustellen.“

– Judith Butler
Wikipedia: Judith_Butler

Sie ist eine wirkliche Feministin und Philosophin und sie versteht das Konzept von Gender weit mehr als eine Trulla wie die Alice Schwarzer. Wobei einen interessanten Satz hat auch sie gebracht:

„Nicht unsere Integrierung ist wünschenswert, nicht die Vermännlichung der Frauen, sondern die Vermenschlichung der Geschlechter.“

– Alice Schwarzer
Und noch einen:

„Sind Frauen die besseren Menschen? Nicht unbedingt. Sie sind nur ohnmächtig, und deshalb nimmt ihre Gewalt über andere meist psychologische Formen an.“

– Alice Schwarzer
Das seh ich auch so.

Aber ihre sonstige Haltung ist etwas zu verkrampft und auch etwas engstirnig.
Jinana schrieb:Nur teilweise sind sie echt die "braunen" unserer Zeit... wenn ich das mal so formulieren darf.
Das seh ich absolut nicht so! "Braun" also faschistisch wird erst wenn sich ein Geschlecht über das andere erhebt, die meisten die den Feminismus verstanden haben sehen ihn als angleichenden, emanzipatorischen Prozess, nicht mehr und nicht weniger. Der Feminismus liegt damit auch dem rationalen Anarchismus sehr nahe:
Goldman lehnte den Staat, die kapitalistische Wirtschaft und Religion ab und sah diese als unterdrückend und dem menschlichen Streben nach Freiheit entgegenstehend an. Sie stützte Kropotkins These, dass die Menschen von Natur soziale Wesen seien. Nur die Zerstörung der gesellschaftlichen Institutionen, die dem entgegenstehen, könnte die Solidarität wirklich freisetzen. Das Ziel der befreiten Gesellschaft ist für Goldman der möglichst freie Ausdruck aller versteckten Fähigkeiten und Individuen.

Goldman verknüpfte anarchistische mit feministischen Positionen, indem sie die Missstände, die zur Unterdrückung des weiblichen Geschlechts führten, als gesamtgesellschaftliches Problem begriff. Die Unterdrückung der Frau setzt sie mit der Unterdrückung der Bevölkerung gleich und fordert danach einen gleichzeitigen Kampf für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Frau mit dem für eine befreite Gesellschaft. Die wahre Emanzipation schließt für sie die Männer ein.

Goldman lehnte die reine Gleichstellung der Frau mit dem Mann in einem hierarchischen System ab und vertrat in ihren Vorstellungen die Idee starker, selbstbewusster, selbstbestimmter Frauen, die sich ihrer Fähigkeiten, ihres Körpers und ihrer Sexualität bewusst sind.

Ein weiteres Feld von Goldmans Aktivität betraf die Forderung der freien Geburtenkontrolle für die Frau, die sie etwa mit Vorträgen über Empfängnisverhütung unterstützte. Ungewollte Schwangerschaften schaffen nach Goldman unglückliche Kinder und verstärken wirtschaftliche Nöte und Abhängigkeiten der Frau.

Nur unter der Vorgabe der Freiwilligkeit sah Goldman eine Möglichkeit zum selbstbestimmten Zusammenleben von Individuen. Sie befürwortete die freie Liebe und lehnte die Ehe als rein ökonomisches Instrument ab, das zu Abhängigkeit führe, tradierte Moralvorstellungen festige und sowohl Mann als Frau in ihrer Emanzipation behindere.
Wikipedia: Emma_Goldman

Sie war eine zur damaligen Zeit sehr bekannte Anarchistin und Feministin.
Jinana schrieb:*aufzeig* ;)
:)
Jinana schrieb:Hab entschieden Hetero zu sein, weil... ja Baum.
Nur über die Jahre hin ist mein Interesse an Männern immer mehr flöten gegangen. Die heutigen Jünglinge die sich Männer schimpfen sind extrem uninteressant.
Ich bin ja selbst auch Hetero (im weitesten Sinne Bi) auch weil... Baum :D
Kann es verstehen, der Reiz des anderen Geschlechts besteht darin einen ausgleichenden Aspekt zu geben und zu bieten, jedoch muss man sich auch ergänzen können. Viele Männer sind entweder sehr konservativ im Denken oder sie sind gänzlich Verprollt und oberflächlich, doch es gibt auch anspruchsvolle, interessante und auch intelligente Männer. Ich selbst hab absolut kein Interesse an oberflächlichen Tussis oder Machos, etwas Unisex im Denken oder in Äußerlichkeiten finde ich da weit interessanter. Was jedoch nicht bedeutet das dies nun zur Mehrheit werden sollte, nein es braucht auch die Machos und Tussis dieser Welt die einem bewusst machen was man will und was man nicht will. Androgyne Menschen werde immer eine recht kleine Minderheit bilden, wie auch Transgender.
Jinana schrieb:Während ich anfing Frauenkörper weit hübscher und ansehnlicher zu finden
Es gibt schöne Frauen und auch Männerkörper, mich sprechen feminine Körper an, sei es eine hübsche Frau oder ein hübscher FemBoy oder eine schöne androgyne Frau und ein androgyner Mann. Aber auch die Körper antiker Statuen die entweder sehr feminin oder maskulin wirken haben ihren Reiz, schade dass es diese Form der Kunst kaum noch gibt. Sein es Statuen schöner Frauen, Männer oder auch von Hermaphroditen.
Jinana schrieb:Im Grunde wäre mir ein "Mann" ohne Penis am liebsten...
Google mal nach Buck Angel oder Balian Buschbaum ;)
Jinana schrieb:Deshalb geht mir diese Erika auch seit gestern nicht mehr aus dem Sinne :D
Dir geht es da mit ihr wie mir mit Andrej :)
Jinana schrieb:Ja sie sieht nun auch nicht aus wie ein "richtiger" Kerl, aber sie hat was :P:
Sie ist eben androgyn und genau das macht auch für mich den Reiz an ihr aus, sie ist eben burschikos.
Jinana schrieb:Obwohl ich zu Vin Diesel niemals nein sagen würde :D
Ich hab irgendwie ne gewisse Angst oder mehr Respekt vor solch hypermaskulinen Menschen, aber er ist als Mensch und Schauspieler ne coole Type. Aber diese Maskulinität spricht mich nicht an, is eher so einer mit dem man zusammen nen Bier bei stupiden Actionfilmen trinken würde :D

@Flatterwesen
Betrachte ich ähnlich wie du diese Thematik.
Jinana schrieb:Kack auf Feminismus
Kack auf Maskulisten
Ohne das einstige und teilweise noch immer bestehende Patriarchat wäre das auch unnötig. Aktuell sollte man den Feminismus jedoch in Regionen fördern wo Frauen wirklich noch unterdrückt leben. Hier in Kerneuropa ist es ja schon sehr emanzipiert, hier wird der Feminismus tatsächlich vielleicht irgendwann obsolet werden. Maskulinismus gibt es eigentlich nicht, da sich der Mann noch nie so recht emanzipieren musste (außer vielleicht in manchen Beziehungen). Feminismus ist nur eine Idee zur Emanzipation von Frauen, nicht aber dafür, dass die Frau sich über den Mann stellt. Das nennt man dann Misandrie, das ist schon ein latenter Männerhass, doch bei Männern gibt es dieses Verhalten auch und das nennt man ja dann Misogynie. Ich find beides scheiße und schafft nur Spannung und Spaltung zwischen den Geschlechtern und Menschen.


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Sexualität und Selbsteinschätzung

11.12.2013 um 13:08
@cRAwler23
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Buck Angel

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Balian Buschbaum

Beides Frauen? ^^ WTF Ich bin begeistert!!!!

Um nochmal zum Feminismus zurückzukehren.
Da ich kaum fern sehe oder sonst was kenne ich weder Schwarzer noch Butler.
Es sind eher ein paar Personen im Bekanntenkreis.
Sie schimpfen sich selber Feministen und sind eben diese extrem radikale Schiene.
"Sperrt Männer in Behälter. Um zu überleben brauchen wir ja nur ihr Sperma. Zapft es ihnen ab und sperrt sie auf ewig weg"
Solche Kommentare sind nicht selten.
Obwohl es noch einer der nettesten ist.
Den heftigsten Kommentar bekam ich von einer Mitschülerin in der Berufsschule.
"Im Grunde müssten Männer nur in die Pubertät kommen. Man zapft ihnen das Sperma ab und dann tötet man sie einfach. Wer braucht diese ekelhaften Wesen schon im Erwachsenen-Alter"
**** nicht meine Worte!!!****

Da mich das Thema auch nicht so groß interessiert, hab ich mich nie damit beschäftigt und wie gesagt ene Schwarzer oder Butler ist mir nicht bekannt.


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Sexualität und Selbsteinschätzung

11.12.2013 um 13:30
Jinana schrieb:Beides Frauen? ^^ WTF Ich bin begeistert!!!!
Biologisch gesehen ja, aber es sind Trans-Männer, also FzM. ;)
Jinana schrieb:Um nochmal zum Feminismus zurückzukehren.
Da ich kaum fern sehe oder sonst was kenne ich weder Schwarzer noch Butler.
Na ja erstere kennst du sicherlich aber zumindest vom Namen her oder? Butler ist auch mehr in den USA unterwegs und hier etwas unbekannter. Aber ich kann dir ihre Sichtweisen durchaus empfehlen. Sie haben einen objektiven und rationalen Feminismus, nur Alice Schwarzer ist mir durch ihre Engstirnigkeit unsympathisch, da sind mir Judith Butler oder Emma Goldman weit lieber und auch inspirierender (ja selbst wenn ich mich zu 70% als männlich betrachte und nur zu 30% als weiblich). Gerade letztere haben neben dem Feminismus auch politisch und philosophisch interessante Sichtweisen.
Jinana schrieb:Es sind eher ein paar Personen im Bekanntenkreis.
Sie schimpfen sich selber Feministen und sind eben diese extrem radikale Schiene.
"Sperrt Männer in Behälter.
Das ist eben kein Feminismus, dann haben deine bekannten das absolut nicht verstanden worum es beim Feminismus geht, das was die machen ist nichts anderes als Misandrie! Sag denen das mal oder empfehle ihnen sich das hier durchzulesen in meinem letzten Beitrag.
Jinana schrieb:Solche Kommentare sind nicht selten.
Obwohl es noch einer der nettesten ist.
Das ist eindeutig Misandrie! Absolut nichts rational feministisches bei dem es nur um die Emanzipation der Frau geht, nicht die Auf- oder Abwertung von Männern.
Jinana schrieb:Da mich das Thema auch nicht so groß interessiert, hab ich mich nie damit beschäftigt und wie gesagt ene Schwarzer oder Butler ist mir nicht bekannt.
Appetit kommt meist beim Essen, vielleicht hast du nur noch kein Interesse weil du noch nicht in einer Situation warst wo es um deine Grundrechte geht, aktuell ist der Feminismus z.B. im Orient ein sehr wichtiges Thema um die Frauen und allgemein die Menschen mehr aus religiösen, patriarchalen Ideologien zu befreien oder sie zumindest im Umgang mit diesem Thema offener und rationaler zu machen. Gleiches gilt für alle Regionen dieser Welt in denen Frauen unter der Herrschaft von Männern leiden und nicht selbstbestimmt leben können/dürfen. Dafür gibt es den Feminismus, nicht dafür um von einen Extrem ins andere zu fallen.


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Sexualität und Selbsteinschätzung

11.12.2013 um 13:43
@cRAwler23
Wie gesagt das Thema Feminismus ist mir fremd. Und mein Interesse daran nicht wirklich groß.
Ob ich den Namen Schwarzer schon mal gehört habe kann sein, sagt mir aber dennoch nichts.
Und nein Appetit hab ich mir auch keinen geholt ^^
Die unterdrückten Frauen in solchen Ländern... mein Interesse geht auch nicht soweit ^^
Meiner Meinung nach (lyncht mich!!!!!) gibt es wichtigeres.
Sehen viele anders aber wie gesagt meine Meinung.
Aber wie du gesagt hast vl muss ich mal um meine Rechte kämpfen dann sieht das anders aus ;)


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Sexualität und Selbsteinschätzung

11.12.2013 um 14:07
@Jinana
Die beiden waren niemals Frauen, sie waren nur Männer in weiblichen Körpern, genauso wie ich eigentlich nie ein Mann, sondern nur eine weibliche Seele gefangen in einen männlichen Körper.


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Sexualität und Selbsteinschätzung

11.12.2013 um 14:09
@Flatterwesen
biologisch gesehen waren es aber Frauen...
Was man empfindet wenn man im falschen Körper steckt kann ich leider nicht nachempfinden :)
Ich wäre wohl lieber ein Mann aber nicht weil ich mich so fühle sondern wegen der Einfachheit halber.
Deshalb kann ich nur das körperliche nachempfinden das man als biologische Frau lieber ein Mann wäre oder umgekehrt... nicht was die Seele fühlt :)
Irgendwie verständlich? ^^


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Sexualität und Selbsteinschätzung

11.12.2013 um 14:10
@Jinana
Biologisch schon, aber ich denke das ist mehr als nur der physische Körper.


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Sexualität und Selbsteinschätzung

11.12.2013 um 14:14
@Flatterwesen
Wie gesagt das kannst du besser empfinden als ich.
Aber ich glaub dir mal so, bin ja da eher weniger ein Beispiel ^^
Obwohl es mich schon stark interessieren würde, wie man sich da fühlt im falschen Körper zu leben. :/


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Sexualität und Selbsteinschätzung

11.12.2013 um 18:24
Jinana schrieb:Obwohl es mich schon stark interessieren würde, wie man sich da fühlt im falschen Körper zu leben. :/
Mehr oder minder scheiße
Das kann soweit gehen, dass du den Bezug zu deinem Körper komplett verlierst...
oder den Hass auf seinen Körper auf sich selbst projeziert...beispielsweise
Alltägliches wird ein Ding der Unmöglichkeit, geschweige denn eine vernünftige Sexualität aufzubauen (wenn du mit dem zwischen deinen Beinen nichts anzufangen weißt)
aber pauschalisieren kann man das natürlich nicht, gibt halt transidente die damit besser und welche die damit extrem schlecht klarkommen


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Sexualität und Selbsteinschätzung

11.12.2013 um 18:30
@Mephi
Kommt sicher auch stark auf das Umfeld an, wenn Eltern, Freunde und Verwandte es einfach akzeptieren.
Nur wird das auch nicht oft der Fall sein.
Wenn ich mir mal ein Gespräch mit meiner Mutter gebe wo ich ihr mal gebeichtet habe das ich auch Frauen anziehend finde kam Papa ins Zimmer...
"Scheisse ich kotz gleich. Ich verpiss mich" ist wohl das harmloseste und den Rest hat er geschluckt.
Wenn nun wirklich Menschen sagen sie wollen eher das andere Geschlecht sein und dann nicht mal da Unterstützung bekommen muss das echt hart sein :/


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Sexualität und Selbsteinschätzung

11.12.2013 um 18:32
@Jinana
Ja man kann unter Enormen Druck geraten, wenn man weiß, dass man nicht akzeptiert werden wird


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