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Feminin, Maskulin und Androgyn

Feminin, Maskulin und Androgyn

10.03.2014 um 21:42
@raitoningu
raitoningu schrieb:Wo widerspreche ich mir? Sicher kannst du definieren, was du willst. Ich kann auch definieren, Goldfische seien Paarhufer... Aber wie du ganz richtig erkannt hast, entscheidet der Einfluss über die offizielle Anwendung der Definition. Ich kann auch ein Gesetz erlassen, dass Opelfahrern verbietet, mittwochs grüne Strohhüte zu tragen. Nur ist wohl keiner dessen Einhaltung verpflichtet, da mir der nötige Einfluss fehlt...
Da sind wir uns dann einig.
raitoningu schrieb:Sie steht aber nach wie vor im ICD-10 und somit ist der Hinweis darauf erstmal legitim. Die reale Arbeitsweise in Psychiatrien ist mir übrigens ganz gut bekannt...
Und du hast also schonmal gesehen, dass jemand in Deutschland in neuerer Zeit in der psychiatrie war WEIL er transsexuell war und aus sonst keinem anderen Grund?
raitoningu schrieb:Wie kann etwas ein "Fakt" sein, wenn doch offensichtlich allgemeine Definitionsfreiheit herrscht?
Naja, an der Definition von Transsexualität gibt es nicht wirklich irgendwelche begründete Kritik.
Es gibt ein Label von Menschen, die sich transsexuell nennen.
Über die wir hier reden.
Wenn du mit Transsexuellen andere Leute meinst als ich, dann kannst du mir gern erläutern wen du damit meinst und wir reden darüber.
raitoningu schrieb:Ich habe diese Aussage selbst schon oft getätigt. Trotzdem ist sie in meinen Augen unwissenschaftlich, "küchen"psychologisch und wird Menschen, die wirklich unter einer Persönlichkeitsstörung leiden, nicht gerecht.
Versteh mich da nicht falsch, eine persönlichkeitsstörung kann eine sehr ernsthafte, einschränkende Erkrankung sein.
Was ich damit sagen wollte, ist, dass die Diagnose nur dann gestellt wird, wenn da wirklich jemand eingeschränkt wird durch bestimmte Verhaltensweisen die auf die Definition passen.

Wenn ein Mensch z.b. zwar vom Grundsatz her die Definition erfüllen würde, aber nicht in einem einschränkenden oder gefährlichen ausmaß, dann wird keiner auf die Idee kommen, ihn als krankhaft zu bezeichnen.

Nehmen wir z.b. die hitrionische PS:

1.Dramatische Selbstdarstellung, theatralisches Auftreten oder übertriebener Ausdruck von Gefühlen;
2.Suggestibilität, leichte Beeinflussbarkeit durch Andere oder durch Ereignisse (Umstände);
3.oberflächliche, labile Affekte;
4.ständige Suche nach aufregenden Erlebnissen und Aktivitäten, in denen die betreffende Person im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht;
5.unangemessen verführerisches Erscheinen oder Verhalten;
6.übermäßige Beschäftigung damit, äußerlich attraktiv zu erscheinen


Wenn 4 davon zutreffen wärst du nach ICD gestört.

Dass es sicher Menschen gibt, auf die das technisch gesehen zutrifft, die Darama Queens sind und zugleich overflächlich und leicht beeinflussbar, das wirst du denke ich nicht abstreiten.

Es wird dann zu einer Störung, wenn es wirklich belastend im alltag ist und daher behandlungsgrundlage besteht.
Sonst würde niemand auf die Idee kommen, die Person als psychisch gestört zu bezeichnen, und das würde dann auch niemand so diagnostizieren.

Der Kontext und die Ausprägung spielt hier also sehr wohl eine große Rolle.

Eine Gruppe von Menschen automatisch als gestört zu bezeichnen, wie @Helenus es hier tat, wird dem ganzen einfach nicht gerecht.
Hin oder her, ob da eine Definition zutrifft oder nicht.


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Feminin, Maskulin und Androgyn

10.03.2014 um 21:49
raitoningu schrieb:Okay, dann hatte ich dich in Bezug auf die Konformität vermutlich falsch verstanden. Ich bin im allgemeinen auch in vielen Bereichen non-konform, aber nicht aus Prinzip. Also wenn die Mehrheit sich meiner Meinung anschließt, soll mir das auch recht sein... ;)
Eben und ich bin gegenüber anderen Menschen inzwischen ziemlich erwartungsfrei. Nur bei Freunden und Familie hat man noch gewisse Erwartungen aber ich lebe und lasse leben. Ob da jemand konformistisch oder nicht ist, spielt dabei für mich keine Rolle, wichtig ist nur die Frage ob mir dieser Mensch sympathisch ist und ob ich ihm sympathisch bin. Ich habe einen ziemlich bunten Freundeskreis und da ist von allem was dabei, im Prinzip sind wir zusammen alle nonkonform aber haben den Konsens das wir uns alle verstehen und Spaß haben können. Selbst wenn mal Meinungsverschiedenheiten bestehen aber die machen das Zusammensein abwechslungsreicher und auch spannender.

Ich selbst kenne auch einige Menschen aus der LGBT-Community, androgyne Menschen, Transgender, Intersexuelle und eben auch Cisgender und "genderkonforme" Menschen, ich komme mit allen klar und wenn man einander versteht verlieren auch die Labels an Bedeutung, man begegnet sich auf rein menschlicher Ebene :)
Zeo schrieb:Scheiße, wenn er meine Denkweise kennen lernen will, soll er mich Dinge fragen, zu denen man wirklich eine Meinung haben kann. Nicht Sache, wie: "Warum sollte ich mich während der Arbeit aufs Wochenende freuen?" Na warum wohl?! Weil man dann endlich mal Zeit für seine eigenen Interessen hat, natürlich. Wer das nicht begreift, ist ein Roboter.
Ginge es nach ihm hätte der Mensch immer Wochenende, Freiheit von allen gesellschaftlichen Verpflichtungen. Er meinte es nur so, der Mensch ackert sich durch den Alltag für ein Wochenende wo man im Hinterkopf immer an den Montag denkt. Sprich er hat erkannt das die meisten Menschen Roboter sind, Sklaven ihrer Gedankenkonstrukte und Illusionen. Er ist im Prinzip mit ihm vergleichbar:

http://www.youtube.com/watch?v=8yhyJW2RKPk
Zeo schrieb:Wie der überhaupt Entscheidungen für sein Leben trifft...
Da muss ich eherlich sagen hab ich auch keine Ahnung, er sagt bei Entscheidungen immer "Ent-Scheidung", also er betrachtet Entscheidungsprozesse als Abspaltungsprozesse. Ich denke mal da wäre es interessant zu wissen wie er darüber denkt und wie er sich im Leben für dieses oder jenes entscheidet, auch die Entscheidung muss getroffen werden etwas über einen Computer in ein Forum zu schreiben. Vielleicht ist das sein Widerspruch.
Zeo schrieb:Was aber nicht heißt, dass man sie deswegen aufgeben muss. Man kann sich auch an ihnen erfreuen, im vollen Bewusstsein, dass es nicht Realität ist. Because fuck you, reality! Wenn Realität so toll wäre, hätten wir nicht soviele Dinge erfunden, die uns von ihr entfernen. Es ist der Wunsch des Menschen, sich seine eigene Welt zu erschaffen, sie zu gestalten. Innen wie außen. Sonst würden wir immer noch nackt durch den Urwald hüpfen und wären zufrieden damit.
Seh ich auch so wie du. Ich mag neben der bewussten, gedankenlosen Wahrnehmung eines schönen Moments ebenso meine Fantasie, spannende Geschichten, Fiktion und eben auch Spiritualität und Wissenschaft, das Potential des Menschen steckt in ihrer Kreativität.

So auch die Möglichkeit sich selbst zu verändern, sich selbst zu hinterfragen und auch unabhängig seiner biologischen Spezifikationen eine unabhängige Geschlechtsidentität zu haben. Das alles ist Teil des Menschen und diese Spezies ist alles andere als homogen, sie ist so vielfältig wie die Natur selbst.

Aber es tut auch mal gut zu meditieren, die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen, einen Moment voller Bewusstsein und Aufmerksamkeit wahrzunehmen, völlig unbefangen im Denken. Das tut dem Geist gut. In diesem Zustand spielen weder das Geschlecht, die sexuelle Orientierung, der Glaube, die Denkweise, die alltäglichen Probleme und das Weltbild eine Rolle.

Beides kann schön im Leben sein, man muss nur eine Balance aus beiden Aspekten finden. Pure Selbstlosigkeit und pure Selbstbezogenheit sind beide zu extrem für meinen Geschmack, man sollte einfach seine innere Mitte finden.


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10.03.2014 um 21:50
gute frage, wirklich.

ich bin 1,80 m groß und hab für ne frau ein recht breites kreuz... deshalb wurde ich schon oft als mannsweib beziechnet... das ich fußball mag und gerne bier trinke und shoppen als nötweniges übel ansehe verstärke dieses bild wohl noch.


das ist mir aber egal. ja ich bin sicher keine "klischee frau", na und? was ist denn schon normal? ich trage auch gerne hohe schuhe wenn ich weggehe, ich hab haare bis zum a*** und meistens rote lippen... auch im fußballstadion oder auf festivals. mich deshalb als mannsweib zu bezeichnen ist affig und zeigt mir nur die intelligenz meines gegenübers auf.
ich finde es auch affig jeden schmal gebauten, etwas sensibleren jungen mann mit nicht ganz so markanten zügen als "schwul" etc zu bezeichnen... das ist doch alles nur quatsch.... traurig, wer sowas nötig hat.

so nebenbei... ein ganz lieber mensch in meinem leben ist intersexuell... den meisten wohl eher als zwitter bekannt. weder frau noch mann... kurze haare, weibliches gesicht, dafür kaum weibliche rundungen und ein sehr breites kreuz...


es gibt halt solche und solche....


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Zeo
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10.03.2014 um 21:55
cRAwler23 schrieb:So auch die Möglichkeit sich selbst zu verändern, sich selbst zu hinterfragen und auch unabhängig seiner biologischen Spezifikationen eine unabhängige Geschlechtsidentität zu haben. Das alles ist Teil des Menschen und diese Spezies ist alles andere als homogen, sie ist so vielfältig wie die Natur selbst.

Aber es tut auch mal gut zu meditieren, die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen, einen Moment voller Bewusstsein und Aufmerksamkeit wahrzunehmen, völlig unbefangen im Denken. Das tut dem Geist gut. In diesem Zustand spielen weder das Geschlecht, die sexuelle Orientierung, der Glaube, die Denkweise, die alltäglichen Probleme und das Weltbild eine Rolle.
Einige der wenigen Dinge, die dem Leben überhaupt einen gewissen Wert verleihen. Die nackte Existenz ist für den modernen Menschen zu wenig. Deswegen mutet es geradezu selbstzerstörerisch an, wenn man sich freiwillig bestimmter Handlungmöglichkeiten und Gedankenmuster beraubt. Sich selber zu beschneiden, würde mir im Traum nicht einfallen. Gibt genug äußere Kräfte, die das versuchen.


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10.03.2014 um 22:15
Zeo schrieb:Einige der wenigen Dinge, die dem Leben überhaupt einen gewissen Wert verleihen. Die nackte Existenz ist für den modernen Menschen zu wenig. Deswegen mutet es geradezu selbstzerstörerisch an, wenn man sich freiwillig bestimmter Handlungmöglichkeiten und Gedankenmuster beraubt. Sich selber zu beschneiden, würde mir im Traum nicht einfallen. Gibt genug äußere Kräfte, die das versuchen.
Darum hab ich für mich eine Balance aus beiden Aspekten gewonnen. Innere Ruhe und Gelassenheit folgen wenn man auch mal loslassen kann. Meditation bereichert mein Leben wie auch meine Fantasie und Kreativität, bei dem einen besteht ein Mangel an Gedanken, bei dem anderen ein Überschuss. Ich mag beides. Ich denke selbst in der Hinsicht bin ich "androgyn" wenn man diesen Begriff als Synthese im Sinne der Dialektik begreift. Aber das ist ein eigenes Thema :)

Übrigens ist der Zustand kurz vor dem Schlaf auch eine Form der Meditation, erst wenn die Gedanken zur Ruhe kommen, kann der Mensch schlafen. Für mich ist die Meditation eine innere Reinigung. Meine Lebensweise gebe ich da aber nicht auf, so selbstlos bin ich dann doch nicht, jesussah scheint es aber durchaus zu sein ;)

Es ist wie mit der Musik, manchmal mag man ruhige Töne, manchmal kann es nicht laut genug sein, ein musikalisch "androgyner" Mensch würde eine ausgewogene Mischung mögen. Je mehr ich darüber nachdenke, hab ich das Gefühl das auch die ganze Dialektik mit der These - Antithese und Synthese das sehr gut beschreibt. Im Prinzip kann man alles dialektisch betrachten, die Kausalität, die geschlechtliche Polarität und eben auch die Androgynität. Ein androgyner Mensch ist eine Art Diplomat und bildet eine Synthese zwischen den geschlechtlichen Polaritäten.

Auch wenn das jetzt in Richtung Spiritualität gehen mag, aber das passt auch recht gut zum Thema (und ich bin eigentlich der wissenschaftlichen Naturalist):

The restoration of balance within the human race is not about decreasing masculine power while increasing feminine power; as if we were sitting on some kind of cosmic scale. Instead, it is about both rising to power simultaneously.
Die Balance der Geschlechter besteht nicht darin das eine über das andere zu stellen, die Emanzipation der Weiblichkeit bedeutet auch eine Emanzipation der Männlichkeit, beide sollten sich vom Prinzip der Hierarchie unabhängig machen.


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Zeo
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10.03.2014 um 22:23
@cRAwler23
Man merkt, dass du dich wirklich wissenschaftlich mit der Thematik befasst und sicher eine Menge darüber gelesen, gehört und gesehen hast. Du kannst das sehr gut verständlich machen. Man muss wirklich ignorant sein, um nicht zu verstehen.


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10.03.2014 um 22:36
@Zeo
Ich versuche da immer einen offenen Geist zu haben, das Thema ist weit komplexer als manch einer denkt, denn es betrifft jeden, die Identität des Menschen mag schlicht erscheinen, doch am Ende ist sie ein sehr komplexer Mechanismus, in sozialen Fragen, in psychologischen, in wissenschaftlichen, in geschlechtlichen, in sexuellen, sogar in spirituellen und kulturellen Fragen. Man kann sagen die Basis aller Menschlichen Kulturen ist die Bildung der Identität und die Selbstreflexion. Darum wünsche ich mir einfach für jeden Menschen sich etwas Zeit nur für sich selbst nehmen zu können um vielleicht zur Selbsterkenntnis zu gelangen. Menschen werden nach der Selbsterkenntnis gelassener und lernen die Vielfalt zu lieben. Man wird Konflikte nicht mehr durch ständige Kausale Wechselwirkung lösen wollen, sondern durch Ruhe, Geduld und eine gelassene Diplomatie. Etwas zu dem ideologische und religiös geprägte Menschen kaum in der Lage sind, weil sie sich meist selbst noch nicht kennen, sich ihrer selbst noch nicht bewusst geworden sind.

Also Danke, wir denken in so einigen Punkten sehr ähnlich und das ist angenehm :)

Zum Thema Geschlecht und Identität finde ich dieses Zitat sehr passend:
"Suppression of the feminine principal has enabled The Ego to gain absolute supremacy in the collective human psyche" ~Eckhart Tolle
Und dieser T-Shirt Spruch passt auch perfekt zur Frage des Themas und auch zur Androgynität:


Stav Strashko

Und damit lasse ich das Thema für mich mal etwas ruhen :)


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10.03.2014 um 23:04
@Shionoro
Shionoro schrieb:Und du hast also schonmal gesehen, dass jemand in Deutschland in neuerer Zeit in der psychiatrie war WEIL er transsexuell war und aus sonst keinem anderen Grund?
Wo hab ich das geschrieben? Meine Aussage war lediglich, dass du mich nicht über die reale Arbeitsweise in Psychiatrien belehren musst.
Shionoro schrieb:Es gibt ein Label von Menschen, die sich transsexuell nennen.
Über die wir hier reden.
Wenn du mit Transsexuellen andere Leute meinst als ich, dann kannst du mir gern erläutern wen du damit meinst und wir reden darüber.
Ich habe dir eine Frage auf Metaebene gestellt - nämlich wie etwas einerseits ein "Fakt" sein kann, wenn andererseits doch jeder definieren darf, wir er will. Inhaltlich habe ich deiner Aussage in keinster Weise widersprochen. Lediglich deiner Logik in argumentativer Hinsicht.
Shionoro schrieb:Eine Gruppe von Menschen automatisch als gestört zu bezeichnen, wie @Helenus es hier tat, wird dem ganzen einfach nicht gerecht.
Hin oder her, ob da eine Definition zutrifft oder nicht.
Natürlich wird es dem nicht gerecht. Ich habe auch von Anfang an geschrieben, dass ich lediglich den wertfreien Fakt einbringen möchte, dass Transsexualität nach wie vor im ICD-10 verzeichnet ist. Weshalb deine Aussage...
Es gibt ein paar dogmatiker wie dich die gern eine psychische krankheit darin sehen möchten weil es ihnen nicht passt, das war's.
... in meinen Augen nicht ganz zutreffend ist.
Und du hast @Helenus aufgefordert:
na dann zeig dir Leute die das heute noch tun doch mal her.
Die "Leute" sind z.B. die WHO. 

Ich hatte auch direkt dazugeschrieben, dass ich diese Tatsache ähnlich bewerte, wie du. Du brauchst mich da nicht bekehren. Nur hat die Aussage in meinen Augen trotzdem eine Daseinsberechtigung, ist quasi "belegbar" und diskussionswürdig, solange F64.0 nicht offiziell gestrichen wurde.


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10.03.2014 um 23:10
@raitoningu

Genau da bin ich eben anderer Meinung.
Nur weil es noch nicht offiziell dort gestrichen worden ist heißt das nicht, dass die Behauptung, transsexuelle seien psychisch gestört, eine diskussionswürdige Behauptung ist.

ich werde auch nicht mit jemanden aus Amerika, der aus einem Staat kommt, wo Schöpfung in Bio unterrichtet wird darin übereinstimmen, dass es einen 'wissenschaftlichen diskurs' in dieser hinsicht gibt und das ganze unklar ist.

Das kann man sicher zugegeben anders sehen, aber dann muss man sich schon fragen, wineifern dann der Begriff 'psychisch krank' überhaupt eine Relevanz hat, weil ich dann von Helenus gern hören würde, inwiefern da denn einer Krank ist, bis auf die Definition.

Ich stelle mich ganz einfach dagegen, wie jemand Leute außerhalb der norm als unnatürlich oder gestört darstellen will nur auf grund einer veralteten Definition.


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11.03.2014 um 00:11
@Shionoro
Shionoro schrieb:Genau da bin ich eben anderer Meinung.
Das ist dein gutes Recht. ;)
Shionoro schrieb:Nur weil es noch nicht offiziell dort gestrichen worden ist heißt das nicht, dass die Behauptung, transsexuelle seien psychisch gestört, eine diskussionswürdige Behauptung ist.
Sie ist in sofern diskussionswürdig - aus meiner Sicht formell, nicht inhaltlich - dass sie eben noch an offizieller Stelle geschrieben steht und somit nachgelesen und belegt werden kann. Deine ursprüngliche Darstellung, das sei quasi nur die Sichtweise von ein paar dogmatischen Spinnern, ist, was die Bewertung des Inhaltes angeht nachvollziehbar, wird der "Quelle" jedoch nicht gerecht.
Shionoro schrieb:ich werde auch nicht mit jemanden aus Amerika, der aus einem Staat kommt, wo Schöpfung in Bio unterrichtet wird darin übereinstimmen, dass es einen 'wissenschaftlichen diskurs' in dieser hinsicht gibt und das ganze unklar ist.
Das musst du auch nicht. Trotzdem ist auch diese, verquere Sichtweise formell diskussionswürdig, da sie von einer Menge Menschen vertreten wird, die zumindest Einfluss auf das Bildungssystem haben.
Shionoro schrieb:Das kann man sicher zugegeben anders sehen, aber dann muss man sich schon fragen, wineifern dann der Begriff 'psychisch krank' überhaupt eine Relevanz hat, weil ich dann von Helenus gern hören würde, inwiefern da denn einer Krank ist, bis auf die Definition.
Die Frage nach der Begründung ist berechtigt. Die Definition existiert trotzdem noch.
Shionoro schrieb:Ich stelle mich ganz einfach dagegen, wie jemand Leute außerhalb der norm als unnatürlich oder gestört darstellen will nur auf grund einer veralteten Definition.
Ich finde das schwierig. Für mich besteht schon mal ein Unterschied zwischen "unnatürlich", "gestört" und "krank". "Unnatürlich" ist aus meiner Sicht eh Unfug, da etwas, was die Natur hervorbringt, wohl kaum unnatürlich sein kann. Leider wird vor allem der Begriff "gestört" aber auch der Begriff "krank" gerne als Beleidigung verwendet und aufgefasst. Obwohl er ja eigentlich nur aussagt, dass bei einem Menschen etwas nicht wie vorgesehen "funktioniert", bzw., wie du schon mehrfach richtig ausgeführt hast, der Mensch unter diesem Zustand leidet.
Ich finde die Definition der Krankheit in Bezug auf Transsexualität auch irgendwie daneben. Aber andererseits frage ich mich: Würde sie komplett gestrichen, gäbe es dann z.B. für einen Betroffenen, der unter seiner Situation leidet und evtl. sogar eine Geschlechtsangleichung plant noch eine Rechtsgrundlage, sich eine Therapie von der Krankenkasse bezahlen zu lassen? Ich habe mal irgendwo die Forderung gelesen, Transsexualität solle, anstatt als "psychische", als "körperliche" Störung anerkannt werden. Wäre das dann aus deiner Sicht in Ordnung? Oder müsste man es einfach so formulieren, dass nur diejenigen Betroffenen darunter fallen, die tatsächlich darunter leiden?


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11.03.2014 um 00:34
@raitoningu

Na dann sind wir uns doch an sich einig :)

Ich sag mal so, es kann sicherlich ein Arzt feststellen, dass jemand transsexuell ist und deswegen anrecht auf eine Geschlechtsangleichung hat, aber dennoch gilt das ganze dann nicht als psychische Krankheit.

Aber eigentlich wäre das ganze ja auch nicht so wichtig, wenn nicht, wie du shcon sagst, dass ganze 'krank sein' als Beleidigung verwendet werden würde.

Man darf auch nicht vergessen, dass viele transsexuelle bzw. Transgender keine OP machen.

Diese Begriffe werden oft deckungsgleich verwendet, man muss sich erstmal klarmachen, worüber man sich unterhält.

Am wichtigsten ist es, dass man darauf pocht, dass diese Leute Akzeptanz verdienen.

Dann ist es auch egal, ob die in irgendeinem Register stehen.
Hier war ja aber nicht nur von 'formal gesehen krank' die rede, leider, sondern, wie du shcon sagst, auch von Unnatürlichkeit und noch schlimmeren Betitelungen, und das ist ja das eigentliche Problem.

Natürlich muss auch klar sein (um zum Thema zurückzukommen), dass ein femininer Mann nichts zwangsläufig trans oder homo ist.


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11.03.2014 um 00:46
Transexuelle sind nicht psychisch krank sondern schlicht und ergreifend im falschen Körper geboren....


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CrvenaZvezda
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11.03.2014 um 00:53
@Flatterwesen

Es besteht eine Abweichung von der Normalität der Psyche. Ganz klar...


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11.03.2014 um 00:57
@Shionoro
Shionoro schrieb:Na dann sind wir uns doch an sich einig :)
Das sind wir inhaltlich eigentlich schon die ganze Zeit. ;) Nur nicht unbedingt in der Unterscheidung von Fakten und Meinungen, bzw. Bewertung dieser Fakten.
Shionoro schrieb:Ich sag mal so, es kann sicherlich ein Arzt feststellen, dass jemand transsexuell ist und deswegen anrecht auf eine Geschlechtsangleichung hat, aber dennoch gilt das ganze dann nicht als psychische Krankheit.
Er muss es aber leider nach irgendeiner Klassifikation einordnen. Nur weil ein Arzt befände, ein "gesunder" Mensch habe ein Anrecht auf eine Behandlung, würde das deswegen keine KV bezahlen.
Shionoro schrieb:Man darf auch nicht vergessen, dass viele transsexuelle bzw. Transgender keine OP machen.
Eine Psychotherapie benötigen vermutlich trotzdem viele von ihnen, um mit dieser Situation fertig zu werden. Auch wenn sie nicht psychisch krank sind.
Shionoro schrieb:Am wichtigsten ist es, dass man darauf pocht, dass diese Leute Akzeptanz verdienen.

Dann ist es auch egal, ob die in irgendeinem Register stehen.
Was die Akzeptanz betrifft sicher; um die Finanzierung der medizinischen oder psychologischen Unterstützung mache ich mir da eben Gedanken...

@Flatterwesen
Wärst du denn mit der - wertfreien - Definition einer körperlichen "Krankheit" oder "Störung" einverstanden? Also im Sinne von im falschen Körper, mit "falschem" Hormonhaushalt etc. ?


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11.03.2014 um 01:08
@CrvenaZvezda
@raitoningu

Eine Psychische Krankheit wie etwa Deppressionen, Borderline, soziapathie etc. sind psychische Krankheiten. Der Patient ist am anfang gesund und wird durch äussere oder innere Einflüsse psychisch krank. Das ist bei Transexualität anders, man kennt zwar nicht die genauen Ursachen. Aber eines steht fest, man ist es von Geburt an. Transexualität entsteht im Mutterlaib, bei der Entstehung des Kindes und nicht wie bei psychischen Krankheiten im Laufe des Lebens. Man erkrankt nicht psychisch, sondern man ist vom Anfang so.
Von daher will ich mal einen anderen Begriff in die Diskussion werfen, nämlich das Transexualität keine Psychische Krankheit sondern eher eine Behinderung. Wie bei andere Behinderungen entsteht sie im Mutterlaib. Transfrauen haben nunmal einen Männerkörper, aber das Gehirn funktioniert eben wie bei einer Frau. Bei Transmänner ist es umgekehrt. Aber da erkrankt nichts im Laufe des Lebens, man ist vom Anfang an so...


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CrvenaZvezda
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11.03.2014 um 01:13
@Flatterwesen

Wird nicht gerade überall probiert, weisszumachen, dass es kein weibliches oder männliches Gehirn gibt sondern beide gleich sind?
Also, wie fühlt sich weiblich ider männlich den an? Falls es, wie es die Moderne uns mitteilen möchte, Sowas nicht gibt, dann ist es sehr wohl eine psychische Störung. Man redet sich ein, sich als Etwas zu fühlen, was man gar nicht fühlen kann, da es das gar nicht gibt, was man meint fühlen zu können

Edit: Ich bin ganz klar der Meinung, dass Männer und Frauen ziemlich verschieden sind was ich täglich auch so bestätigt bekomme....
Aber wir gehen ja in die Richtung, dass man nicht mal mehr "Herr" oder "Frau" sagen darf sondern......was eigentlich?


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Zeo
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11.03.2014 um 01:17
CrvenaZvezda schrieb:Wird nicht gerade überall probiert, weisszumachen, dass es kein weibliches oder männliches Gehirn gibt sondern beide gleich sind?
Nein, die sind nicht gleich. Ebensowenig wie die Skelettkonstruktion von Mann und Frau. Die biologischen Unterschiede lassen sich nicht leugnen.


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CrvenaZvezda
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11.03.2014 um 01:20
@Zeo

Sag das den Schweden...
Dort arbeitet man ja fest daran, "Bube" und "Mädchen" mit "Kind" zu ersetzen.

In meinen Augen: Schwachsinn höchster Stufe.


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11.03.2014 um 01:21
@CrvenaZvezda

Das stimmt doch so aber überhaupt nicht.
Nur weil da manches Spielzeug Geschlechtsneutral ist?


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CrvenaZvezda
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11.03.2014 um 01:24
@Shionoro

http://www.zeit.de/2012/34/C-Schule-Kindergarten-Schweden
Zwei Jahre später ist Egalia die bekannteste Vorschule Schwedens. Und die umstrittenste. Die Erzieherinnen und Erzieher sagen statt »Jungen« und »Mädchen« »Freunde«. Die Pronomen »er« und »sie« gibt es nicht, stattdessen wird der in Schweden mögliche geschlechtsneutrale Kunstbegriff hen benutzt, ein Kompromiss aus han (er) und hon (sie).
Aha....sonst, was gibt es sonst noch so bei dir?


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