Ist zwar sicher schon alles gesagt worden, aber ich wollte noch mal anmerken, dass mir der Typ auch zunehmend unsympatisch erscheint. Ich neige immer dazu, mich mit "Opfern" oder wer sich als solches darstellt, zu solidarisieren, aber was man von diesem Elliot R. so mitbekommt ist einfach irritierend und wie gesagt unsympatisch, weil dissozial.
Die Geschichte mit dem "Kerzen-Diebstahl" ist ziemlich aufschlussreich. ER hat seinen Mitbewohner, den er später im Schlaf erstochen hat, bei der Polizei angezeigt, weil der ihm wohl Kerzen im Wert von 20$ weggenommen hat (Der Mitbewohner erhielt deshalb sogar eine Strafe und einen Eintrag im Pendant zu Führungszeugnis!) . Das ist ja an sich schon ziemlich danaben, wegen so einer Kleinigkeit die Bullen zu rufen, statt es intern zu regeln. Noch mieser ist aber, dass er, ER, selbst zuerst dem Mitbewohner Wand irgendein Kochgeschirr entwendet hat, weil ihn angenervt hat, dass der oft gekocht hat. Der chin. Mitbewohner hat die Kerzen dann nur entwendet, um seinen Kochtopf, oder was es war, zurückzubekommen.
Ein ähnliches Muster war ja das Beispiel, wo er 2013 auf einer Party Mädchen über einen Mauerabsatz stossen wollte, aber es nicht klappte und er daraufhin von anderen männlichen Partyteilnehmern richtig vermöbelt wurde. Was ihm letztendlich recht geschieht. Auch da hat er die Polizei gerufen, also völlig ignorant bzgl seines eigene Fehlverhaltens.
Ist schon eine ordentliche Portion Niedertracht, Selbstgerechtigkeit und Mangel an Eigenverantwortung zu erkennen in diesem Auftreten.
Nicht weglassen sollte man auch diese Grosskotz-Attitüde, die ihm auch viel bedeutet hat, also dass er zu privaten Katy-Perry Konzerten nach London first-class fliegen kann, und dann das Luxusessen, dass er ihm Flug serviert bekommt, auf FB postet. Er muss sich also nicht wie die lebensunwerte chin. Nerds im Wohnheim sein Essen selbst kochen.
Ich hatte mich gefragt, ob und wie man ihm hätte helfen können, aber der wesentliche Punkt wäre gewesen, dass er sich selbst darüber im klaren geworden wäre, dass er selbst diese Probleme mit sich und dem Kontakteknüpfen hatte und sich sich selbst "gestellt" hätte.
Er hat aber vorgezogen, ein mentales Paralleluniversum aufzuziehen ("In meinem Film bin ich der Star, ich komm auch nur alleine klar"), wo er sich als "supreme gentleman", mit charismatisch gutem Aussehen sehen konnte, der halt verkannt und zurückgewiesen wird. So musste er sich seine Mängel nicht eingestehen und v.a. seine massiven Ängste nicht wahrnehmen.
Insofern ist es schon richtig, dass der grösste Teil des Versagens in ihm selbst zu suchen ist und nicht in der gerne gescholtenen bösen Gesellschaft.
Hätte er nicht 6 Leute umgenietet, wär's einfach ein lächerlicher oder meinetwegen bedauernswerter Typ gewesen, aber so spricht das halbe Internet über ihn.
Fand eine Kommentar sehr gut auf us-amerikanischen Webseite von einer Userin zu dem Thema, wie man mit eigene sozialen Ängsten umgehen kann, echt gut:
Nina G. (in reply to Peter C • 6 days ago)
I am an anguished soul and I couldn't resent being compared to him any more. I am someone who has always suffered from severe social anxiety and depression. I've had trouble making friends, meeting the opposite sex, and have isolated myself pretty badly. In that sense I can relate, but the comparison ends there.
The problem with him was an entitlement and lack of personal responsibility. His problem with women was that he could never bring himself to approach a woman. That is nobody's fault but his own. He could not bring himself to face his fears so he created this alternate world where beautiful women should flock to him because he was simply in their presence. When that didn't happen because life doesn't work that way, he cast himself as the victim and women as the bullies. When he was really a victim of himself and his inability to face his fears.
I've sometimes felt life was unfair because I never asked for these issues, but the reality is it is unfair to many people. I have never been angry at anyone because at the end of the day it is my issue to deal with. I can't expect friends and men to magically appear on my door step and get angry at the world when they don't. I have to make an effort to meet people and socialize. I've begun to get help and do just that and things are getting better.
If he only got over himself and took control of his own life things would have been different.
I know people like him minus the violent tendencies and it pisses me off. They piss and moan about their life, but yet aren't willing to put in any effort to get help or change. They just expect things to go their way without making any effort and feel like it is so unfair that women don't rush into their arms without them lifting a finger.
http://fusion.net/justice/story/alleged-ucsb-shooter-elliot-rodger-713444