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Kindern den Tod richtig erklären!

294 Beiträge, Schlüsselwörter: Tod, Kind, Schmerz, Verlust

Kindern den Tod richtig erklären!

12.09.2014 um 19:05
@Draiiipunkt0
Dass es den Weihnachtsmann nicht gibt genausowenig wie den Osterhasen hat bis jetzt auch noch jedes Kind verkraftet, als es älter wurde und die "Lüge" entlarvt hat.


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12.09.2014 um 19:06
@slobber
Das finde ich auch einen sehr schönen und in dem alter noch passenden Weg. Solang danach nicht permanent hinterfragt wird warum wie wo weshalb ist das legitim.


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Kindern den Tod richtig erklären!

12.09.2014 um 19:06
Schwierig wird es, wenn Kinder oder junge Erwachsene sterben.

Da kann man dem Kind nimmer kommen mit "Er war schon alt".



Es hilft aber wenn man den Verstorbenen nicht totschweigt sondern hinterher noch gut aufarbeitet, Fragen beantwortet, dafür sorgt das der eng verwandte bzw. geliebte Verstorbene nicht so leicht vergessen wird (Geschichten von früher erzählen, Fotos anschauen).


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12.09.2014 um 19:07
@Draiiipunkt0
Damit konditionierst du unter umständen, wenn die Frage öfter kommt, den Trennungsschmerz auch mit der noch lebenden Mutte.


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12.09.2014 um 19:08
slobber schrieb:Geschichten von früher erzählen, Fotos anschauen
Wichtigster Punkt! Dadurch "lebt" die Person weiter, auch wenn sie nicht mehr wiederkommt.


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Draiiipunkt0
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12.09.2014 um 19:08
@Bonnie
FrauLehrerin schrieb:Dass es den Weihnachtsmann nicht gibt genausowenig wie den Osterhasen
Das sind nur zwei Elemente einer Scheinwelt, die von Eltern kreiert wird, um ihre Kinder in Watte zu packen.
Irgendwann zerplatzt diese Blase jedoch und das wird hart.


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12.09.2014 um 19:10
@AlfredZurLinde
AlfredZurLinde schrieb:Das finde ich auch einen sehr schönen und in dem alter noch passenden Weg. Solang danach nicht permanent hinterfragt wird warum wie wo weshalb ist das legitim.
Was genau meinst du?


Kinder stellen auch nach einer Beerdigung noch lange Zeit Fragen, und diese Fragen wollen auch beantwortet werden.

Kinder neigen durchaus auch mal dazu sich irgendwelche Erklärungen selbst zu überlegen wenn sie keine Erklärungen auf ihre Fragen bekommen.


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Kindern den Tod richtig erklären!

12.09.2014 um 19:10
@vincent
Oh doch. Das kann er einem später, mit zunehmendem Verständnis, durchaus übel nehmen. Zu Recht!
Wer darauf zurückgreifen muss, um einem dreijährigem zufrieden zu stellen, wird vermutlich nicht damit aufhören es auch in den späteren Lebensjahren so fortzuführen. Und damit sind wir wieder bei der Indoktrination..
Also wenn man Dreijährigen(!) nicht ausschließlich Fakten erzählt, ist das Indoktrination?


@AlfredZurLinde
AlfredZurLinde schrieb:Dann warte ich bis die Dunkelheit kommt, zeige auf nen Stern und sag "da". Damit es einen Anhaltspunkt gibt an dem man es festmachen kann.
Das läuft aber doch auf das gleiche hinaus? Ich mein, ich hab nix von Gott und Engeln geschrieben, oder?


@Bonnie
FrauLehrerin schrieb:Dass es den Weihnachtsmann nicht gibt genausowenig wie den Osterhasen hat bis jetzt auch noch jedes Kind verkraftet, als es älter wurde und die "Lüge" entlarvt hat.
Ich hab sogar schon einige Kinder über die Zahnfee aufgeklärt und die leben auch noch.


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12.09.2014 um 19:10
@AlfredZurLinde
Stimmt schon, dass aus allem ein Problem werden kann. Aber dann kann man immer irgendwas falsch machen .... wenn Opa so weit weg ist und nicht zurückkommt, und alle weinen, dann kann das auch bei der nächsten Reise und dem Abschied von irgendwem nach hinten losgehen.
Und ich habe schon von Kindern gehört, die das "Einschlafen" so verängstigt hat, dass sie nicht mehr einschlafen wollten.

Ich denke, dass es darauf ankommt, dass der Ort wo sich Opa aufhält, nichts Negatives bedeutet. Und dass man immer wieder darüber spricht.
Die Idee mit dem Stern ist vielleicht wirklich noch besser.
Aber wenn ein Kind Angst vor dem Himmel bekommt, weil Opa dort ist - ist da nicht noch viel mehr schief gelaufen?

@Draiiipunkt0
@vincent

Kinder können es verkraften, wenn Geschichten sich mit der zeit verändern, da sich auch ihre Wahrnehmung ändert. Man muss ja nicht lügen, sondern der Himmel wird später erklärt mit: Der Tote ist immer bei uns, überall, wenn wir uns an ihn erinnern möchten. Als würde er über uns schweben und aufpassen. Und dann kann es immer detaillierter werden.

Kinder verstehen ja auch Märchen und Geschichten, und sind niemandem böse, wenn sich die irgendwann als Phantasie herausstellen. Warum sollten sie einem übel nehmen, wenn man den Tod Schritt für Schritt erklärt?


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12.09.2014 um 19:10
@slobber
Kann mit der App leider nicht quoten
Ich meine natürlich den Ansatz im Spiel.


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12.09.2014 um 19:14
@raitoningu
:ask:
Lies doch den ganzen Satz. Die Wahrscheinlichkeit es so fortzuführen ist einfach hoch. Alleine schon, wie hier auch angedeutet, weil das Kind die Fragen immer und immer wieder stellen wird. Da wird es mit der Zeit bequemer und auch widerspruchsfreier bei der Vorstellung zu bleiben. Und ja, dann ist es eine Indoktrination.
Wem schadet die Wahrheit denn? Ein Dreijähriger hat ohnehin nicht die Vorstellungskraft, etwas Endgültiges wie den Tod zu begreifen. Es ist für ihn so oder so nur ein vorübergehender Zustand.


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Draiiipunkt0
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12.09.2014 um 19:15
@FF
FF schrieb:sondern der Himmel wird später erklärt mit: Der Tote ist immer bei uns, überall, wenn wir uns an ihn erinnern möchten. Als würde er über uns schweben und aufpassen. Und dann kann es immer detaillierter werden.
Und irgendwann wird die Story dann zu: "Keine Ahnung, was mit Toten passiert."
Warum nicht von Anfang an ehrlich sein?
Kein Mensch hat es verdient, angelogen zu werden.


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12.09.2014 um 19:15
@AlfredZurLinde

Ach so, du beziehst dich auf die Situation die ich beschrieb, was mein Kind in letzter Zeit öfter mal im Spiel einbaut?

Ja, ein Kind verarbeitet durch sein freies unangeleitetes Spiel allerlei.


Komisch wird es erst, wenn Themen einfließen die daheim nie ein Thema waren.
Wie eben dieses "Papa/Mama ist tot". Wir leben und wir haben nie das Thema daheim oder woanders gehabt. Unser Kind hat auch niemanden aus der nährern oder weiteren Umgebung durch Tod verloren.


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12.09.2014 um 19:16
FF schrieb:Der Tote ist immer bei uns, überall, wenn wir uns an ihn erinnern möchten. Als würde er über uns schweben und aufpassen. Und dann kann es immer detaillierter werden.
Dann soll man sowas auch als Märchengeschichte erzählen. Ich sehe keine Notwendigkeit seine eigenen Überzeugungen dem Kind zu oktroyieren.


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12.09.2014 um 19:17
@FF
Natürlich, habe auch Kinder in meiner Gruppe gehabt die panische Angst vor dem blauen Himmel hatten weil Menschen runtergucken, offenen Rollos etc Kinder können vor allem Angst haben.

Der Trennungsschmerz wird so oder so empfunden ob mit Tod gekoppelt oder nicht.

@raitoningu Ich kann lediglich aus eigener Erfahrung sprechen, da vieles an Literatur nicht so recht der Wahrheit entspricht. Irgendetwas hat die Kinder mt denen ich Zutun hatte an den Sternen fasziniert. Natürlich ist auch das mit dem Stern eine lüge, aber die Kinder konnten auf einen Ort zeigen, den sie sehen, aber nie erreichen können um nachzuschauen. Der Himmel ist groß ^^ der Stern winzig. Ich fand es aus meinen Augen immer eine recht nette Sache und selten ging mal was schief.
Aber es waren ja auch andere umstände als bei normalen Kindern.

Ich würde mich ungern in die Lage eines Elternteils versetzen wenn ich ehrlich bin. So merkwürdig die zeit in der Psychiatrie auch war, man konnte mit Leichtigkeit Abstand nehmen.


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12.09.2014 um 19:18
@slobber
Ganz genau die meine ich.
Ja Mama und Papa sind dann immer noch emotional erregendere Themen für ein Kind. Es hat nunmal noch nicht zu sonderlich vielen Menschen eine derart enge Bindung.


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12.09.2014 um 19:21
@FF
FF schrieb:Kinder können es verkraften, wenn Geschichten sich mit der zeit verändern, da sich auch ihre Wahrnehmung ändert. Man muss ja nicht lügen, sondern der Himmel wird später erklärt mit: Der Tote ist immer bei uns, überall, wenn wir uns an ihn erinnern möchten. Als würde er über uns schweben und aufpassen. Und dann kann es immer detaillierter werden.

Kinder verstehen ja auch Märchen und Geschichten, und sind niemandem böse, wenn sich die irgendwann als Phantasie herausstellen. Warum sollten sie einem übel nehmen, wenn man den Tod Schritt für Schritt erklärt?
Ich finde, das ist sehr treffend formuliert. Hab da eben auch drüber nachgedacht, konnte es aber gerade nicht so in Worte fassen.


@vincent
Ich habe den ganzen Satz gelesen. Und ich bin nicht der Ansicht, dass es die Wahrscheinlichkeit erhöht seine Kinder später anzulügen, nur weil man ihnen im Kleinkindalter etwas addressatengerecht, in nette Geschichten verpackt, erklärt.
Es geht ja auch nicht darum, ihnen tatsächliche Unwahrheiten zu verkaufen. Aber Dreijährige kannst du nicht nur mit "Fakten" zufriedenstellen.


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12.09.2014 um 19:21
Ich denke, wenn ich Kinder hätte und sie würden mich fragen, was ist wenn man tod ist, dann würde ich ihnen vom Himmel erzählen....Das die Seele dort glücklich weiter lebt und auf uns runterguckt, ende.


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12.09.2014 um 19:22
@Bonnie

@AgathaChristo
Warum kommt der Opa denn nicht wieder? Hat er mich nicht mehr lieb?

Ist nun die Frage, ob das Kind sich mit meinem Statement zufrieden geben würde?
Wenn nicht, müßte man weiterhin ehrlich sein. Er ist nicht mehr da und kommt auch nicht wieder, aber es hilft uns allen Trauernden und sicher auch dem Opa, wenn wir ihn weiterhin in unserem Herzen bewahren.


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12.09.2014 um 19:22
AlfredZurLinde schrieb:Natürlich, habe auch Kinder in meiner Gruppe gehabt die panische Angst vor dem blauen Himmel hatten weil Menschen runtergucken, offenen Rollos etc Kinder können vor allem Angst haben.
Genau. Das ist doch völlig verstörend, wenn man als Kind die ganze Zeit denken muss, dass da oben jemand ist der einen beobachtet..
Was dann noch dazu kommt ist, dass sich das Kind sehr früh mit der Dualität der Dinge beschäftigen kann. Es gibt ein Leben und so etwas wie den Tod. Wenn es den Himmel gibt, dann auch etwas wie die Hölle, wovon es unweigerlich auch Kenntnis erlangt.
Die Frage nach der Hölle kann man seinem Kind ja doch auch mal versuchen zu erklären, wenn vorher jeder Tote nur in den Himmel kam.^^


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