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Hochsensible Menschen, genannt HSP - TEST

314 Beiträge, Schlüsselwörter: Gefühle, Hochsensibilität, HSP, Hochsensible Menschen
hibiscus
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Hochsensible Menschen, genannt HSP - TEST

10.10.2017 um 22:51
In meinem Umfeld sind viele HSP`s und ich selbst bin auch eine.. ;)
Früher hatte ich so meine Probleme damit.. weil es keine Bezeichnung dafür gab.
Mir wurde dann immer gesagt, dass ich eben ein Sensibelchen sei.. was so aber nicht stimmt.
Mittlerweile kann ich damit ganz gut umgehen und habe es weitgehenst im Griff.. hat aber lange gedauert.


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Hochsensible Menschen, genannt HSP - TEST

16.10.2017 um 22:22
Sie haben 261 Punkte

Punkteanzahl von 188 bis 300

Sie sind mit an Gewissheit grenzender Sicherheit eine HSP. Hochempfindlichkeit beginnt bei 163 Punkten. Je weiter Ihre Punkte-Anzahl über 200 liegt, umso mehr sollten Sie darauf achten, sich in kein Schneckenhaus zu verkriechen. Sie werden sicher noch glücklicher und leistungsfähiger sein, wenn Sie nicht versuchen zu leben wie ein nicht-HSP. Arbeiten Sie daran Wege und Möglichkeiten zu finden, um in einer Ihnen angenehmen Weise Kontakt mit der Welt zu halten. Die Welt braucht Sie und Ihre Empfindsamkeit. Sie sind eine Bereicherung.


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Hochsensible Menschen, genannt HSP - TEST

17.10.2017 um 00:01
Ich bin Hochsensibel. Und über Jahre hatte ich non stop Stress. Nun hab ich abgeschamted und hab ne derealisation.


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Hochsensible Menschen, genannt HSP - TEST

17.10.2017 um 11:37
Cheveyo schrieb:Nun hab ich abgeschamted und hab ne derealisation.
hallo :)
magst du uns das noch etwas genauer erklären? ich kenne derealisation aber weiß gerade nicht genau, was du damit meinst.

ich finde hochsensibel zu sein wird immer dann total stressig, wenn man die gefühle anderer zu stark wahrnimmt.
beerdigungen sind extrem schlimm.

aber es hilft, wenn man erkennt, welche gefühle zu einem selbst gehören, und welche die der anderen sind


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Hochsensible Menschen, genannt HSP - TEST

17.10.2017 um 11:49
Ich bin seit über einem Jahr in Therapie bei einer Spezialistin für Hochsensibilität. Ich komme gar nicht damit klar. Am Anfang dachte ich noch, das geht schon, es ändert sich ja nichts für mich, bloß weil ich jetzt weiß, dass dieser Zustand eine Bezeichnung hat. Aber langsam merke ich, dass genau das das Problem ist: Es ändert sich nichts. Also außenrum. Wer nicht so ist, wird es auch nie verstehen, man kann es nicht erklären und vermitteln.

Meine Therapeutin meint, es läge noch eine andere Besonderheit bei mir vor, ich nehme nicht nur mehr wahr, ich verarbeite auch sofort alles. Unterbewußt. Dadurch kann ich sehr schnell Zusammenhänge erkennen, kombinieren und schlußfolgern. Ich betrachte jeden Ablauf als Ganzes, während andere sich erst vom Anfang über den Mittelteil bis zum Ende hin durchdenken müssen. So merke ich schon zu Beginn, wenn bei einer Planung am Ende was hakt, während der andere noch nichtmal über das Ende nachgedacht hat. Oft höre ich dann: Zum Glück ist dir das aufgefallen, soweit hab ich noch gar nicht gedacht. Aber ich denke immer in Bildern, ich kann gar nicht anders.

Es fällt mir schwer, das so zu sehen, dass ich eine besondere Wahrnehmung habe. Vielmehr kommt es mir eher so vor, als hätten alle anderen nicht den Blick für das Offensichtliche. Ich frag mich so oft: Wie kann man das jetzt nicht bemerkt haben? Wie kann einem das nicht auffallen? Wieso muss ich da jetzt erst noch die Zusammenhänge erklären, sie liegen doch deutlich sichtbar da! Da kommt man doch von selber drauf, das kann man sich doch denken! Wieso muss ich das jetzt nochmal erwähnen, hab ich doch gestern/letzte Woche/vor zwei Wochen schon gesagt? Wieso merkt sich keiner was? Ich bin oft innerlich genervt von und ungeduldig mit meinen Mitmenschen, und jeder soziale Kontakt strengt mich deshalb sehr an, weil ich mir das natürlich nicht anmerken lassen will. Ich hasse es, vorgeworfen zu bekommen, ich würde denken, ich könne etwas, was andere nicht können. Es ist keine Fähigkeit. Ich bin nicht stolz darauf, ich leide darunter. Also halte ich mich meist zurück.

Arbeiten kann ich zur Zeit gar nicht, meinen Freundeskreis habe ich extrem verkleinert. Daran ist natürlich nicht in erster Linie die Hochsensibilität schuld, es kommen noch ein paar andere Baustellen dazu. Aber die Hochsensibilität macht alles davon noch schlimmer. Depressionen, Angststörung, posttraumatische Belastungsstörung, Borderline. Wenn ich irgendwas davon auslöschen könnte, wäre es die Hochsensibilität.

Als Kind habe ich natürlich viel Frust erzeugt mit meiner Art. Ich dachte schnell, ich sei nichts wert, weil ich ja nicht so sein sollte, wie ich war, sondern anders. Fühl dich gefälligst anders, verhalte dich gefälligst anders. Andere Kinder sind doch auch nicht so empfindlich, ängstlich, ect. Ich wurde oft ausgeschimpft, angeschrieen oder einfach zu den erwünschten Verhaltensweisen gezwungen, zur Not mit psychischer oder physischer Gewalt.

Ich weiß noch nichtmal, ob ich jetzt, mit 37, wirklich ich selbst bin. Vielleicht hab ich auch zu viel Angst davor, ich selbst zu sein. Sobald mir jemand sagt, ich mache irgendetwas gut, höre ich auf damit. Ich will nicht, dass jemand anders sich schlecht fühlt deswegen oder gar das Gefühl bekommt, er kann das nicht so gut wie ich. Neulich beim Klettern sagte mir jemand: Bei dir sieht das so einfach aus. Das hat mir echt den Tag verhagelt. Ich hab mich dann überholen lassen, damit ich als Letzte klettere und mir keiner mehr zuschauen kann.

Mein Partner hat nicht ganz so haarsträubende Ergebnisse wie ich bei solchen Tests, aber er hat auf jeden Fall auch Tendenzen zur Hochsensibilität, sonst würde ich es nicht schon seit knapp 12 Jahren mit ihm aushalten. :D


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17.10.2017 um 17:54
Gibt es denn unter den HSP hier welche, denen eine bipolare Störung diagnostiziert wurde? Einer Freundin von mir ist das passiert und sie ist sehr unglücklich darüber, da sie der Ansicht ist, dass bei ihr lediglich eine Hochsensibilität vorliegt.

Das was sie mir erzählt hat, scheint mir sehr plausibel zu sein, allerdings würde auch die Klinik einer bipolaren Störung, die man sich so im Internet erlesen kann, passen.

Ich stehe dem Thema sehr offen gegenüber, finde es sehr interessant.

Btw, die Tests hab ich gemacht. Beim ersten war es wahrscheinlich, dass ich HSP bin, beim zweiten war es unwahrscheinlich... :-)


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18.10.2017 um 11:02
@LucyFee
Woah das tut mir sehr leid für dich. Das klingt nach einem schlimmen Leidensweg.

Ich kann das bedingt nachempfinden, ich bin zwar nicht so schnell wie du, aber oft einen Schritt weiter.
Zumindest sagt meine Therapeutin das.
Und das sei auch typisch für traumatisierte oder hochsensible.

Das einzige was mir in diesem Fall hilft, ist Geduld üben. Das kann man wirklich gut trainieren.

Wichtig ist, dass man sich auf eine Therapie einlässt und man nicht allein da steht.
Es ist ja auch ein Riesen Paket, das man da mit sich schleppt.
mifaganie schrieb:Das was sie mir erzählt hat, scheint mir sehr plausibel zu sein, allerdings würde auch die Klinik einer bipolaren Störung, die man sich so im Internet erlesen kann, passen.
Hochsensibilität wird oft nicht anerkannt von Therapeuten und Ärzten, deshalb wundert mich nicht, dass deiner Freundin Bipolarität diagnostiziert wurde.


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Hochsensible Menschen, genannt HSP - TEST

18.10.2017 um 12:07
Malfunction schrieb am 24.02.2016:Da wird dann auch fast jeder als "hochsensibel" eingestuft, weil so einen Test ja nur jemand machen würde, der sich selbst schon mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Und der bekommt dann auch mit einer großen Wahrscheinlichkeit das Ergebnis raus, das er erwartet.
Ist mir mit diesen Tests auch passiert... bei dem ersten Test war ich bei 74 Punkten, bei dem anderen bei 166 Punkten... beide gerade noch so, dass ich als "hochsensibel" gelte... also ich war am unteren Ende der Punkteskala. Bspw. beim zweiten Test gilt man ab 163 Punkten als hochsensibel... lol... was für ein Mist.

Also... ich empfinde mich nicht als hochsensibel... wäre ich das, könnte ich niemals mit meinem älteren Bruder auch nur ein Wort wechseln... weil dieser ständig beleidigt und angreift. Ich kann das aber über mich ergehen lassen, obwohl es mich natürlich trotzdem verletzt.

Also... ich halte ne Menge aus, bevor ich sauer werde und zurück ballere... hochsensible Menschen werden da wohl viel früher gegensteuern und sich irgendwie bemerkbar machen, ich welche Richtung auch immer.


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18.10.2017 um 12:13
moric schrieb:Also... ich halte ne Menge aus, bevor ich sauer werde und zurück ballere... hochsensible Menschen werden da wohl viel früher gegensteuern und sich irgendwie bemerkbar machen, ich welche Richtung auch immer.
Das kommt immer darauf an, wie sehr sich der hochsensible von seinem Gegenüber abgrenzen kann.
Wenn man es gut im Griff hat, hat man keine Probleme mit aggressiven Menschen. Das ist von Fall zu Fall anders.


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Hochsensible Menschen, genannt HSP - TEST

18.10.2017 um 12:15
LucyFee schrieb:Ich betrachte jeden Ablauf als Ganzes, während andere sich erst vom Anfang über den Mittelteil bis zum Ende hin durchdenken müssen. So merke ich schon zu Beginn, wenn bei einer Planung am Ende was hakt, während der andere noch nichtmal über das Ende nachgedacht hat. Oft höre ich dann: Zum Glück ist dir das aufgefallen, soweit hab ich noch gar nicht gedacht. Aber ich denke immer in Bildern, ich kann gar nicht anders.
Ist das nicht einfach ein logisch gut verknüpfender Verstand, der dir da zu eigen ist? Ich kenne viele Menschen, die genau das gut können, ohne  hochsensibel zu sein... jedenfalls kommen sie mir nicht so vor.
LucyFee schrieb:Vielmehr kommt es mir eher so vor, als hätten alle anderen nicht den Blick für das Offensichtliche. Ich frag mich so oft: Wie kann man das jetzt nicht bemerkt haben? Wie kann einem das nicht auffallen? Wieso muss ich da jetzt erst noch die Zusammenhänge erklären, sie liegen doch deutlich sichtbar da! Da kommt man doch von selber drauf, das kann man sich doch denken!
Das habe ich auch öfters... und andere auch... ich finde das jetzt nicht so etwas herausragendes...
LucyFee schrieb:Aber die Hochsensibilität macht alles davon noch schlimmer. Depressionen, Angststörung, posttraumatische Belastungsstörung, Borderline. Wenn ich irgendwas davon auslöschen könnte, wäre es die Hochsensibilität.
Das hast du jetzt alles auf einmal?
LucyFee schrieb:Mein Partner hat nicht ganz so haarsträubende Ergebnisse wie ich bei solchen Tests, aber er hat auf jeden Fall auch Tendenzen zur Hochsensibilität, sonst würde ich es nicht schon seit knapp 12 Jahren mit ihm aushalten.
Na ja, diese Tests... ich habe so das Gefühl, dass da fast jeder irgendwie hochsensibel ist... ich habe auch in beiden Tests so abgeschnitten, wenn auch auf der untersten Punkteskala... und... ehrlich, ich bin's nicht... sensibel, ja, okay... aber mehr auch nicht.

Aber... na ja, wer bezeichnet sich denn nicht als sensibel?
LucyFee schrieb:Ich weiß noch nichtmal, ob ich jetzt, mit 37, wirklich ich selbst bin. Vielleicht hab ich auch zu viel Angst davor, ich selbst zu sein. Sobald mir jemand sagt, ich mache irgendetwas gut, höre ich auf damit. Ich will nicht, dass jemand anders sich schlecht fühlt deswegen oder gar das Gefühl bekommt, er kann das nicht so gut wie ich.
Das klingt jetzt wirklich nach Überempfindlichkeit... vor allem "ich will nicht, dass jemand anders sich schlecht fühlt deswegen"... da wird, m. E., dann sich zu sehr Gedanken über andere gemacht, ohne dafür eine Grundlage zu haben.


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Hochsensible Menschen, genannt HSP - TEST

18.10.2017 um 12:21
feallai schrieb:Das kommt immer darauf an, wie sehr sich der hochsensible von seinem Gegenüber abgrenzen kann.
Wenn man es gut im Griff hat, hat man keine Probleme mit aggressiven Menschen. Das ist von Fall zu Fall anders.
Na ja, wenn du wüsstest, was mein Bruder da alles schon vom Stapel gelassen hat... und auch in anderen Situationen reagiere ich nicht besonders empfindlich, wenn einer mich anballert... eigentlich eher gelassen, aber wenn man mir natürlich zu viel auf den Keks geht, dann geht's auch mal rund in der Bude. Aber das ist doch bei vielen Menschen so, oder nicht?

Das merkwürdige bis jetzt war, dass ich Personen, die ich selber als überempfindlich einstufen würde, sich selbst gegenüber hochsensibel zeigten, aber gegen andere genau das Gegenteil an den Tag legten.

Und in solchen Fällen werde ich dann richtig sauer... weißt du, sie selber gehen bei jeder Kleinigkeit durch die Decke, achten aber bei anderen so überhaupt auf nix, ballern los, beleidigen und fauchen einen an... zeigen selber die Krallen, können aber nix einstecken...

In so Fällen ist mir dann auch deren Hochsensibilität scheißegal... da schieße ich dann zurück, es sei denn, es handelt sich um eine mir sehr nahestehende Person... diese Menschen haben erst einmal ein nahezu unerschöpfliches Bonuskonto bei mir.


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Hochsensible Menschen, genannt HSP - TEST

18.10.2017 um 13:22
moric schrieb:Und in solchen Fällen werde ich dann richtig sauer... weißt du, sie selber gehen bei jeder Kleinigkeit durch die Decke, achten aber bei anderen so überhaupt auf nix, ballern los, beleidigen und fauchen einen an... zeigen selber die Krallen, können aber nix einstecken...

In so Fällen ist mir dann auch deren Hochsensibilität scheißegal...
Richtig so. Man muss sich nicht alles gefallen lassen.

Ist nur die Frage, wie Hochsensibel diese Personen wirklich sind, wenn sie anderen so viel Leid antun können.
Vielleicht liegt da auch eine andere psychische ‚Störung‘ oder einfach Charakterschwäche vor.


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Hochsensible Menschen, genannt HSP - TEST

18.10.2017 um 14:19
@moric

Ja, im Prinzip ist es genau das, was du sagst, der gut verknüpfende Verstand, aber durch die Hochsensibilität bezieht man wesentlich mehr Details ein, die anderen gar nicht auffallen. Ich weiß oft selber nicht, wie ich auf die Dinge komme, die ich da ausspucke. Erinnerst du dich an diese Art Fragestellung aus Klassenarbeiten, wenn du nicht nur die Lösung nennen sollst, sondern auch erklären, wie du darauf kommst? Letzteres funktioniert bei mir nicht, meine Psychiaterin nennt es "verwilderte" Hochbegabung. In tatsächlichen Prüfungssituationen weiß ich dann gefühlt gar nichts, weil meine Art von Wissen mir selbst wie raten vorkommt, nur, dass ich eben immer richtig "rate". Ich hab selber kein Vertrauen in diese Begabung. Es ist für mich nur ein Bauchgefühl, kein tatsächliches Wissen, dass ich aus einer klaren Erinnerung abrufen kann. Daran ist aber mehr das Bilderdenken schuld, weniger die Hochsensibilität.

Also eigentlich ist es schon Wissen, versichert mir meine Therapeutin, aber durch mein Bilderdenken kann ich es oft nicht erklären, es ist nur schwer in Worte zu fassen. Ich kann ja schlecht sagen: Doch, das wird klappen, ich sehe es, weil in meinem Kopf all diese bunten, lustigen Formen reibungslos ineinandergreifen und miteinander verschmelzen. Oder: nein, das geht nicht, da ist ein kaputtes Zahnrad dazwischen. Wenn da in Wirklichkeit gar kein Zahnrad ist, verstehst du? Oder: Warte, ich muss in meinem Kopf das Licht ausmachen, damit ich diese Infomation finde, sie leuchtet nämlich im Dunkeln. Da sag ich dann lieber: Du, keine Ahnung, das weiß ich nicht.

Ja, ich habe all diese Störungen auf einmal. Es ist einfach zu viel passiert und ich kann nichts davon vergessen. Und ich denke, ohne die Hochsensibilität hätten bestimmte belastende oder gar traumatisierende Erlebnisse aus meiner Kindheit nicht so lange und intensiv auf mich eingewirkt. Mit mehr Rückhalt und Verständnis seitens meiner Familie hätte ich vielleicht das Selbstbewußtsein und die Nervenstärke entwickeln können, manches anders zu verarbeiten. Aber ich wurde einerseits von der normalen Gesellschaft isoliert, durch unsere Zugehörigkeit zu den Zeugen Jehovas während meiner Kindheit, und durch die Hochsensibilität war ich zusätzlich noch innerhalb meiner eigenen Familie wie isoliert, immer anders als der Rest, immer das seltsame Kind. Ich habe weder von innen noch von außen ein gesundes, soziales Miteinander erfahren dürfen. Meine Familie ist etwas...naja, sagen wir, rustikal.

Auf diese Online-Tests bin ich auch erst gestoßen, nachdem meine Psychiaterin mich als hochsensibel bezeichnet hat und nachdem meine Therapeutin mich getestet hat. Vorher habe ich mich nicht mit dem Thema befasst, überhaupt nichts davon gewußt. Grade von Zart besaitet halte ich selber nicht viel. Natürlich ist bei den Onlinetests ein ganz klares Muster erkennbar, natürlich kann man diese so beantworten, dass man auf jeden Fall hochsensibel ist, wenn man es denn sein möchte. Und umgekehrt. Die Therapeutin testet anders. Man spricht bei jeder einzelnen Frage ausführlich über Beispielsituationen und es dauert auch insgesamt viel länger als so ein Onlinetest. Das ging seitenweise und über mehrere Sitzungen. Sie hat auch am Ende keine Punktzahl genannt, sondern lediglich gesagt, dass ich in allen Bereichen sehr eindeutige Ergebnisse in Richtung ausgeprägte Hochsensibilität habe.

Für mich fühlt es sich einfach nur an, als sollte es mich eigentlich gar nicht geben, nicht hier und nicht heute. Ich wäre vielleicht ein prima Steinzeitmensch mit guten Instinken und hohen Überlebenschancen gewesen, aber das hier...puh.


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Hochsensible Menschen, genannt HSP - TEST

18.10.2017 um 14:34
LucyFee schrieb:Für mich fühlt es sich einfach nur an, als sollte es mich eigentlich gar nicht geben, nicht hier und nicht heute. Ich wäre vielleicht ein prima Steinzeitmensch mit guten Instinken und hohen Überlebenschancen gewesen, aber das hier...puh.
In einer hochgerüsteten Gesellschaft wie bspw. der deutschen sich zurecht zu finden, wenn man nicht genau hineinpasst, ist natürlich schwierig, denke ich mal.

Es gibt aber doch so viele Menschen, die eben nicht genau hineinpassen... hochsensible Menschen, mit psy. Erkrankungen betroffene, sexuelle Orientierungen, die noch stark tabuisiert in der allgemeinen Gesellschaften sind (wie Fetische)... usw... ich denke, man kann schon versuchen, sich irgendwie einzufinden... natürlich setzt das vieles voraus, eine Beschäftigung damit, Hilfe holen von außen (durch Institutionen & Organisationen, Gruppen mit Gleichgesinnten bspw.) und vieles anderes mehr...

Für alles gibt es Gruppen, die eine ähnliche Erfahrung wie man selber gemacht hat, Menschen, die dich auf Anhieb verstehen und dir wohl gesonnen sind, weil sie eben ähnliches erfahren haben... denen kann man sich zuwenden, um wirkliche Unterstützung, Hilfe und Sympathie zu erhalten.


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18.10.2017 um 14:49
@feallai

Die Sache mit der Geduld fiel mir in den letzten Jahren aus dem Grund immer schwerer, weil immer mehr Personen aus meinem Umfeld diese Eigenschaften von mir ausgenutzt haben. Im Job und im Privatleben. Ich konnte es nicht ertragen, wenn ich mit ansehen musste, wie andere bei wichtigen Dingen den Überblick verlieren. Ich hab mich ganz automatisch in Abläufe eingebracht, für die ich eigentlich gar nicht zuständig war, aber tatenlos mit anzusehen, wie etwas den Bach runtergeht, obwohl ich es habe kommen sehen, erschien mir zunächst unfair. Ich hatte unbewußt nicht nur meinen eigenen Ablauf, sondern auch die der anderen im Blick, damit ich sofort reagieren konnte, wenn etwas übersehen, vergessen oder verlegt wurde. Darauf hat man sich dann recht schnell und auch gerne ausgeruht. Ich gebe zu, daran war ich selber schuld.

Das Bedürfnis, helfen zu wollen, hat sich verwandelt in das Gefühl, helfen zu müssen. Das klingt jetzt, als ob ich denke, ich sei generell nur von Trotteln umgeben, aber nein! Es lag eher an den besonderen Umständen an meinem letzten Arbeitsplatz, da ging es ungewöhnlich chaotisch zu. Mein Chef nannte es locker, ich nenne es schlecht organisiert und unzuverlässig. Es war wirklich ein Extremfall. Mir ist natürlich klar, dass es massenweise Menschen auf diesem Planeten gibt, die ihren Kram ganz gut selber auf die Reihe kriegen. :D Heilige Sch..., ich habe echt immer Angst, dass das, was ich schreibe, irgendwie arrogant klingt. Ich meins nicht so.

Auf jeden Fall habe ich mich diesem schädlichen Umfeld zu lange ausgesetzt. Als ich das erste Mal kündigen wollte, hat mich eine Kollegin angefleht und überredet, noch zu bleiben. Davon hätte ich mich nicht beeindrucken lassen dürfen. Das letzte halbe Jahr war dann nur noch die Hölle für mich. Daran bin ich zerbrochen, weil ich gleichzeitig auch sehr viel Herzblut in genau diesen Job gesteckt habe und jetzt ist grade keine Substanz mehr übrig, auf der ich mich selbst wieder herstellen kann. Ich bin wie aufgebraucht.

@moric

Grade fällt es mir schon schwer, einzelnen Personen wirklich zu vertrauen, mit Gruppen käme ich gar nicht klar. Aber ich verstehe, was du meinst und hoffe, ich komme da auch irgendwann wieder an.


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18.10.2017 um 18:59
@LucyFee
Um Himmels Willen. Du hast dich ja auch total aufgerieben. Kein Wunder dass du jetzt so erschöpft und ausgebrannt bist.
Das war ja erstens extrem viel Arbeit und 2. der pure Stress für dich.

Du hattest ja quasi permanent die Sorgen der anderen auf deinen Schultern lasten.
Gut, dass du da weg bist.


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18.10.2017 um 19:06
feallai schrieb:Du hattest ja quasi permanent die Sorgen der anderen auf deinen Schultern lasten.
Gut, dass du da weg bist.
Wie sie selber schreibt, hat sie sich das selbst so ausgesucht.

Es kann ja jetzt nur wieder besser werden. :-)


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18.10.2017 um 19:53
oBARBIEoCUEo schrieb:Wie sie selber schreibt, hat sie sich das selbst so ausgesucht.
Für mich klang das mehr nach einem Zwang..


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18.10.2017 um 20:12
ich hab 254 punkte im 2. test.
ich hab gar nicht gewusst, dass es sowas gibt, viele punkte finde ich an mir.
ich halte z.b. keinen lärm aus, kindergeschrei, rettungsauto, presslufthammer da halt ich mir die ohren zu oder möchte flüchten.
ich bin die einzige, die in der arbeit das radio ausmacht, das ist mir zuviel des guten, der parteienverkehr, das radio...eins davon ist zuviel.
bei jedem plötzlichen lauten geräusch (es fällt was um oder runter zb) reißt es mich und fährt durch mark und bein.
sieht mir wer bei der arbeit zu, vergess ich banale handgriffe, habe blackouts. schon in der schule, wenn der lehrer bei schularbeiten durch die bankreihen ging und in die hefte lugte, hab ich die arme über mein heft gelegt.
ich höre dinge, die andere anscheinend überhören und genieße diese geräusche aufs höchste (vogelgesang, grillenzirpen usw, teilweise eben da, wo sie sonst keiner hört zb im auto an einer roten ampel)
ich habe null selbstwertgefühl und entwerte mich ständig. mein partner is mein "ein und alles", mein lebensmittelpunkt.
stirbt ein mir fremdes tier, muss ich heulen, wie es ist, wenn eins meiner tiere stirbt, kann man sich vorstellen. generell ist meine tierliebe etwas zu viel ausgeprägt.
auf begräbnissen heul ich immer, sogar bei fremden. (erst letztes jahr eine entfernte, mir unbekannte verwandte)
generell bin ich extremst nah am wasser gebaut, mir treibts die tränen in die augen wenn ich eine kindersendung von früher seh, wenn mein kind den führerschein schafft,....
ich scheue menschenmengen, sogar kleine. ich mag eigentlich kaum soziale kontakte. ich fühl mich unwohl in gesellschaft.

das wäre noch weiter fortzuführen....

ja, ich glaub ich bin eine HSP, auch wenn ich das zuvor noch nie gehört hab

und was tut man nun, wenn man weiß, dass man hochsendibel ist?


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Hochsensible Menschen, genannt HSP - TEST

18.10.2017 um 20:15
@oBARBIEoCUEo

Ausgesucht hab ich mir das sicher nicht bewußt, aber mir war es zB als Einziger nicht scheißegal, vorm Kunden blöd dazustehen. Die anderen hatten kein Problem damit, den Frust vom Kunden abzubekommen und sich unwahre Ausreden einfallen zu lassen, warum dies und das und jenes wieder nicht zur Kundenzufriedenheit erfüllt werden konnte. Ich schon. Ich war einfach nur darum bemüht, dass die Abläufe reibungslos funktionieren, ich denke, das sollte jeder sein in seinem Job. Dort hatte ich eben das Pech, dass nicht nur die Kollegen, sondern auch der Chef keine besonders hohen Ansprüche an sich selbst hatten. Die Läden waren zB dreckig und unordentlich, es gab aber trotzdem nie einen festen Arbeitsplan oder klare Anweisungen, wer welche Aufgaben zu erledigen hatte, jeder machte das, worauf er grade "Lust" hatte. Oder eben nicht, im Falle von keine Lust.

Das Ganze ist jetzt fast zwei Jahre her, also nein, grade wird es noch nicht besser.


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