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Ist die Schule nicht überflüssig? Zumindest kann man das System ändern

210 Beiträge, Schlüsselwörter: Musik, Schule, Kunst, Propaganda, Oberflächlichkeiten

Ist die Schule nicht überflüssig? Zumindest kann man das System ändern

10.03.2016 um 04:44
Es gibt sicher einige dinge, die wünschenswert wären in Schulen.

Beispielsweise wäre es toll, wenn sich mehr schulen ein umfangreiches AG system leisten könnten, wo interessierte schüler eben auch etwas freier ohne viel leistungsdruck sich mit dingen beschäftigen können (wobei als anreiz natürlich es dann sinnvoll wäre, AG's positiv in bewertungen oder zeugniskommentare einfließen zu lassen).

Aber die grundsätzlichen dinge, die ein kind in der schule lernen sollte kommen ja schon heute kaum noch rum, weil wir viele eher desinteressierte schüler in gymnasien haben weil wir mehr studenten haben wollen.

Es gibt halt kinder die sich für höhere bildung nicht allzu sehr interessieren und in bestimmten fächern niemals mehr tun werden als ein schema f auswendig zu lernen.

Damit wird man leben müssen, das hat nix mit der schwäche des sytems zu tun sondern ist eine gesellschaftliche sache.

Um das zu verhinder müsste man anforderungen der unis lockern und auch realschüler studieren lassen, aber darauf werden unis wohl kaum bock haben.
Die studenten, die sie jetzt bekommen, sind ihnen ja oft schon nicht wirklich gebildet genug.

Man muss halt ganz klar sagen, dass viele Leute Jahrelang MAtheunterricht haben und auch am ende nicht genau wissen, was sie da überhaupt taten (falls sie denn irgendwas taten).

Die haben ne formelsammlung, die formeln gelernt und das gemacht was an der tafel stand, ohne zu wissen, was das bedeutet.

Es gibt auch leute, welche zwar in ihren deutscharbeiten immer ne standart 3 oder sogar 2 kassieren weil sie irgendwann mal gelernt haben was ne alliteration ist, aber von der thematik des buches keine ahnung haben und sich maximal ne zusammenfassung angeschaut haben.

Da ist das problem, dass mehr in der heutigen schule oft nicht notwendig ist.

Man kann fast komplett ohne etwas zu wissen mit mindestens dreien durch das schulleben kommen, wenn man es ein bisschen schlau anstellt.

Wer sich meldet und im unterricht einfach ab und an ne frage stellt oder meinetwegen ab und an auf die einfachsten fragen antwortet bekommt eine 3 oder 2, selbst wenn er nicht wirklich was weiß im mündlichen.
Selbst wenn er dann mal ne 5 schreibt bekommt er eine 4 auf dem Zeugnis.

Alle geisteswissenschaftlichen arbeiten die grundsätzlich immer dasselbe (mit ausnahme vielleicht von geschichte und sozialwissenschaften, aber das hat man WENN dann nur recht kurz schriftlich).

Anfang hauptteil schluss und ein bisschen aufschreiben was da jemand gesagt hat.
Wenn da wenigstens die zusammenfassung stimmt und die formalie und rechtschreibung eingehalten worden sind gibt es ebenfalls ne 3.

Die meisten naturwissenschaften sind mündlich, ergo kann man sich ne 3 holen mit fragen stellen.

Bleibt das was man schriftlich wählen muss, z.b. mathe und ein anderes naturwissenschaftliches fach.

Wer ein bisschen helle ist nimmt bio, weil man da auswendig lernen kann wenn man ne gute note will.

Naja, und das war's dann . Schlimmstenfalls (und das ist an sich wirklich nicht notwendig wenn man nicht diskalkulie hat oder andere schwächen in dem gebiet) kassiert man dann seine 5 im mathe schriftlichen und holt es mit dem mündlichen auf ne 4 und hat ansonsten dreien bis zweien und sein abi.

Und das war's dann, dann kann man irgendwas studieren.

In meinem Abi Jahrgang, und das waren mehr als 100 leute, sind nur 2 durchgefallen, und die haben es auch drauf angelegt (hatten keine ahnung und den ganzen monat vor den abi arbeiten nix gelernt und das auch allen gesagt, die wollten einfach nicH).

Das war früher mal anders.
Es ist heute wirklich nicht schwer, die hochschulreife zu erlangen, wenn man nicht anderweitige probleme hat, die einen in mitleidenschaft ziehen (mobbing, krankheit, anderweitige familiäre probleme usw.).


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10.03.2016 um 06:21
Ich denke nicht dass die schule überflüssig ist, sie ist ja auch dazu da um uns zu formen und auf das weitere leben vorzubereiten.
Ich stimme dir zu, dass es so einiges gibt was man wahrscheinlich nie braucht (wann im leben zieht man schon die 10Wurzel?) Allerdings kann man nicht sagen dass alles Käse ist.
Das ist einfach das leben, jeder querdenker passt sich irgendwann an das System an und ich persönlich kenne niemanden der seinen Traumjob hat, oder wenigstens einen der ihm Spaß macht, denn in erster Linie geht es ja ums Einkommen.
Ich gehe auch noch zur Schule, und jeder hat Schwächen und stärken.
Ich z.B finde Chemie total ätzend, heisst aber nicht gleich dass ich davon nichts im leben gebrauchen kann (immerhin kann ich jetzt sagen was so ungefähr alles in meinem Shampoo drin ist)
Allerdings ist es jedem selbst überlassen zu sagen was er wichtig findet und was nicht. Wenn einer sagt Gedichtsanalysen werde ich nie im Leben brauchen, sat der andere er möchte einen Beruf ergreifen in dem der Schwerpunkt eben auf der Literatur liegt.
Aber im Endeffekt ist es ja so, jeder muss da durch, und nicht jeder findet alles doof.


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10.03.2016 um 06:41
@Genosis

Ich hab z.B als Wahlfach Biologie genommen (in der 6.klasse) jetzt mache ich meinen Abschluss, und ärgere mich dass ich nicht Sozialwissenschaft gewählt habe. Ist jetzt nicht so schlimm, aber angenommen ich hätte mich die letzten jahre komplett auf Biologie und Physik verlassen und ändere dann meinem Berufswunsch auf was soziales?
Ich hätte es ziemlich vermasselt, Vorallem weil ich vor 2 Jahren gemerkt habe dass Physik und Chemie nichts für mich ist. (naturwissenschaftlich-technisch, bei mir an der schule wird man bei der Wahl Biologie auch in Physik und Chemie als eine Art Wahlfach unterrichtet)


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10.03.2016 um 08:35
Ich bekomme Zustände, wenn ich via Internet erlebe wie doof manche Leute sich anstellen.
Allgemeinwissen? Maximal rudimentär vorhanden.
Eine Ahnung wo man Antworten auf offene Fragen finden kann? Nein, könnte ja sonst in Arbeit ausarten.
Teils sind sie dann sogar zu faul um Google zu nutzen (Google, nicht Bibliothek oder ähnliches).

Da frage ich mich ernsthaft, was wird den Jugendlichen heute in der Schule noch beigebracht?
Etwa "Wie man mit minimalem Einsatz ein halbwegs zufriedenstellendes Ergebnis erreicht"?

Ich werde es bei meinem Nachwuchs so halten wie ich es selbst erlebt habe in meiner Schulzeit:
Hat man offene Fragen oder muss ein Referat halten? Dann schaut man in Bibliotheken nach passendem Material, wühlt sich durch die Bücherregale daheim und im Bekanntenkreis der Eltern, hockt sich auf die eigenen vier Buchstaben und arbeitet selbständig (maximal mit unterstützender Hilfestellung) das Referat aus.
Ja, das nimmt Zeit in Anspruch. Aber das ist dann im Endeffekt eine Eigenleistung, man lernt zu lernen und logisch zu sortieren.
Allemal besser als schon im Schulalter nur auf die Leistung anderer zu vertrauen oder gar "Ghostwriter" via Internet zu beschäftigen.


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10.03.2016 um 08:46
@Universum123
Universum123 schrieb:Schön philosophieren, musizieren, zocken, Bücher lesen, mich bilden, aber bitte nicht mit Deutschunterricht.
dir empfehle ich 12 jahre schule mit lehrern, wie ich sie hatte und deren erzieherischen freiheiten.
eine harte lehre, bei der du einen ordentlich beruf lernst. denn mit "philosophieren und musizieren"
verdienst du weder apfel noch ei.
nach der lehre verrichtest du dann einen richtigen grundwehrdienst, so - dass du nach der mutter rufst!

und dann darfst du ganz klein anfangen, dir deine zukunft selbst zu gestalten - schön von ganz unten.
mit allen mühen die dazugehören, versteht sich...

von wegen zocken und chillen!


:-)


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10.03.2016 um 10:01
Es ist immer besser etwas zu haben, was man nicht braucht, als etwas zu brauchen, was man nicht hat.

Diesen weisen Spruch gaben mir meine Eltern zum Thema Schulabschluss mit.

Schulbildung ist wichtig. Sei froh, dass es die Schulpflicht gibt.
Es gibt unendlich viele Menschen auf der Welt, die keinen Zugang zur Bildung haben.
Die wären froh, wenn sie zur Schule gehen dürften.

Und ich wüsste zu gern, wie man lebt (und dann auch noch gut), wenn man kein Geld braucht.
Das schildere hier doch mal genauer.
Ich warte auch gern die drei Tage hier ab. :)

Den Spruch "Geld ist mir sowas von s....egal" kenne ich von Leuten, die mit 'nem goldenen Löffel im Ma.. äh - im Mund geboren wurden.


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10.03.2016 um 10:16
Wo es hinführen kann, wenn man auf Bildung verzichtet zeigt sich, wenn man hier im Forum mal einfach ein wenig quer liest. ;)

Ich habe mich schon in jungen Jahren selber gebildet, hatte das große Glück in Berlin eine der ersten Gesamtschulen besuchen zu können, der Unterricht ging somit immer bis Nachmittags, es gab eine Kantine und relativ gutes Essen, eine Cafeteria (werde die Bulettenbrötchen nie vergessen), und was entscheidend war eine Bücherei direkt mittig im Gebäude.

Dort habe ich viel Zeit verbracht und auch viel Unterrichtzeit, konkret habe ich mich sehr oft dem Unterricht fern gehalten, nicht weil ich nichts lernen wollte, sondern schon alles wusste und mir der Unterricht zu öde und langweilig war, bin dann regelmäßig zu den Arbeiten und Prüfungen erschienen.

Heute im Nachhinein hätte ich es wohl ein wenig anders aufgeteilt.


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10.03.2016 um 10:21
Ich würd auch lieber nur herumreisen, chillen, zocken, Bücher lesen. Blöd nur, dass das alles was kostet. Ein Dach über dem Kopf und was zu Essen wären ja auch nicht schlecht. Für die Grundversorgung könnte ja unser Staat aufkommen, aber ob das so ne schöne Alternative ist? Man braucht vielleicht nicht Unmengen von Geld, um ein gutes Leben zu führen, aber ganz ohne geht's halt auch nicht.

Das Schulsystem ist alles Andere als Perfekt. Ich finde auch dass viel unnötiges gelehrt wird und auf die falsche Art und Weise. Talente sollten besser gefördert werden. Ganz überflüssig ist sie nun auch nicht. Viel wichtiges lernt man eben doch. Sie gibt einem außerdem Struktur im Alltag und man hat Sozialkontakte. Dinge die auch nicht zu vernachlässigen sind.

Sie arbeitet schon so lang ich denken kann im Büro und es macht ihr semi bis gar keinen Spass. Ausserdem schei* Mitarbeiter und Chefs. Und viel Geld verdient sie auch nicht :(
Ich sag es ihr immer wieder, dass sie einen geilen, vielleicht sogar ehrenamtlichen Job finden soll!


Auch ne super Aussage. Gut, ich fänds nicht schlecht, die Mutter zu ermutigen, sich nach einer anderen Stelle mit netteren Kollegen umzusehen. Das mit dem "geilen" Job ist halt auch nicht so einfach. In Deutschland kann man sich den Beruf nicht einfach aussuchen und dann auch ausführen. Da brauchts eben die richtige Ausbildung und Glück um den Traumjob zu ergattern. Man muss halt schauen dass man das beste aus seiner Situation macht. Ehrenamtlich klingt ja nett, aber da verdient man normalerweise kein Geld. Fragt sich wieder wer dann Nahrung, zocken und Bücher finanziert.

Ich schätze unser TE hat noch nicht so die richtige Vorstellung vom Leben auf eigenen Beinen.


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10.03.2016 um 10:46
Bei einer Aussage von @Universum123 bin ich ganz d'accord, Mathe braucht man nicht unbedingt, um in diesem Leben zurecht zu kommen! Mein Vater hatte mir das nämlich auch prophezeit und ich als Zahlenlegastheniker habe sehr schlimme Zeiten durchgemacht, wenn Matheklausuren anstanden, oder später noch heftiger, mehrere Stunden Statistik in der Uni. Ich habe dann wohl kapituliert vor Mathe und Statistik und eben was ganz anderes gelernt. Ich komme gut ohne abstrakte Mathematik zurecht, zum Beispiel verstehe ich überhaupt nicht, wozu die Kurvendiskussion gut sein soll, hab ich nie gebraucht im echten Leben - ich spreche hier nur für mich persönlich, selbstverständlich.

Eine Sache finde ich allerdings schon wichtig an der Schule und dem lernen von Inhalten, die einem A) nicht so liegen und B) die einem vielleicht sogar missfallen, man wird doch mit der Nase auf Dinge gestupst, die einen sonst nie auch nur ansatzweise nur interessiert hätten und es gibt so viel mehr in der Welt, als das, was einen als (teenager) gerade interessiert. In meinem Fall waren das Gedichte, Bücher, Sprachen, die ich allein gelassen wohl nie angetastet hätte und die mir wohl viel inspiration und etwas Einsicht eingeflößt haben.

Was ich nicht ahnte ist, das, um echt richtig erfolgreich zu sein es meist nicht ausreicht einfach gut in etwas zu sein, sondern richtig fanatisch und unabdingbar auf sein jeweiliges Interessengebiet fokussiert zu sein. Nur gut sein reicht oft nicht, in mitten der Konkurrenz des Bildungs- und Arbeitsmarktes. Deshalb ist die Schulzeit wohl eine gute Zeit, Dinge, die einen interessieren und/oder liegen exzessiv zu üben.

Nachher sieht es nämlich so aus, dass Du entweder für einen schmalen Taler Dich krumm buckelst, z.B. als Supermarktangestellter, oder Kinderfrau (ok, manche(r) mag diese Jobs auch als wunderbar empfinden), oder ob du in einem Dir angenehmen Jobumfeld, wohl möglich in einem interessanten Team, dir deine Taler verdienst und auch was von deinem Gehalt in eigenen Träume und Ziele umsetzen kannst. Ich bin schon froh, einigermassen qualifiziert zu sein, denn auch wenn mein Job nicht jeden Tag ein Highlight ist, so motiviert mich mein Gehalt wohl tagtäglich. Und ich mache etwas, was mir liegt.
Dieses Gefühl wünsch ich Dir auch, ganz ehrlich. Und glaub mir eins, es ist kein linearer Weg, auch kein bequemer Weg, selbst wenn Du etwas aus einem Talent, über das du verfügst, machst. Und es lohnt sich oft auch Dinge zu lernen, die nicht primär zu deinem späteren Ziel hinführen, da du ja doch nicht wissen kannst, wo es Dich später mal hinführt (Sprachen, z.B.)...


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10.03.2016 um 10:59
Nun hat der TE erstmal ein paar Tage Zeit, sich um die Schule zu kümmern. :D

@Universum123


Ich habe in den letzten zehn Jahren hier nun schon so viele Threads und Beiträge gelesen mit dem Tenor: Schule is' doof, Lernen is' Quatsch. Bildung wird überbewertet, brauchen wir nicht, um glücklich zu sein, lass' uns lieber mal 'ne Runde cool chillen und Arbeit ist ohnehin nur, wie die ganze Scheiss-Gesellschaft, unmenschlicher Zwang. Wir wollen lieber frei und unabhängig sein und den lieben langen Tag machen, was wir wollen und vor allem, was wir können - nämlich NIX.

Was man halt in seinem warmen Jugendzimmer im schmucken Reihenhäuschen so vor sich hin pubertiert, wenn Papa die Kohle ranschafft und Mama das Fressen, wenn Papa einen fährt und Mama die schietigen Unterhosen wäscht.

Ich rate dann: Brich die Schule ab, hau zu Hause ab und lebe frei, wild und gefährlich. Nichts hält Dich ausser Deiner eigenen Feigheit und Bequemlichkeit. Geh heute noch los, gehe aber nicht über Los und ziehe keine 4.000 EUR ein.

Schreib uns hinterher über Deine Erfahrungen.


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10.03.2016 um 11:17
@Doors, sie(?) ist gerade mal 15 Jahre alt und eigentlich finde ich Bemerkungen zum Thema Manipulation vieler Erwachsener durch Politik und Medienwelt bemerkenswert.
Leider hat sie ja anscheinend in Form ihrer Mutter ein Negativ-Beispiel im Hause, was sie dazu anregt es für sich anders und besser machen zu wollen. Ist doch vollkommen verständlich! Damit finde ich, geht sie einen Schritt in die richtige Richtung, ein eigenes Lebensmodell zu entwickeln. Bravo.

Sich von den Eltern abzugrenzen und differenzierter auf die eigene Familie zu schauen ist ja nicht gleichzusetzen mit einem Durchbrennen, oder einem passiven Gammeldasein mit Rundum-versorgung bei Mutti. Mit 15 sollte man schon noch etwas Geduld haben, bevor man sich in die weite Welt begibt, finde ich... Du nicht?

Wenn jemand heute bespielsweise mit 19, oder 20 Jahren super gut codieren kann, dann kann sie/er wohl schon bei grossen online Bankinstituten fett einsteigen, oder wenn jemand sagt, ja, ich möchte stationsarzt auf der Antarktis-wetterstation werden, dann kann man das durchaus erreichen- da es einfach nicht soviel Konkurrenz gibt, weil es ausgefallene, nicht sehr gefragte Stellen sind.
Auch ein tolles Beispiel für eine Niche ist der Beruf Flavorist, hatte ich bis vor einer Zufallsbekanntschaft noch nie gehört, dass es sowas gibt. Da geht es um Aromen und Düfte, ist doch ein geiler Beruf! Auf solche Sachen muss man erstmal kommen, da verbindet sich Professionalität mit Außergewöhnlichem, Spass mit Gehalt, usw. Man muss nur erstmal überhaupt so etwas in Betracht ziehen koennen.

Also @Universum123, lass Dich nicht unterkriegen und mach' keinen Scheiss! Sieh zu, dass Du DEINEN Weg gehst und findest und sei kein Loser in der Schule, das stigmatisiert Dich nur zu unrecht.


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10.03.2016 um 11:25
gruselich schrieb:eigentlich finde ich Bemerkungen zum Thema Manipulation vieler Erwachsener durch Politik und Medienwelt bemerkenswert.
Und alle im Chor: LÜGENPRESSE! LÜGENPRESSE!!

Oder was?

Ich denke, nicht zuletzt dank Internet hat die heutige Generation - und auch die heutigen Erwachsenen - mehr Möglichkeiten, sich über verschiedenste politische Strömungen und Ideen in höchst unterschiedlichen medialen Darreichungsformen zu informieren, als beispielsweise unsereiner, der sich noch durch die gesammelten MEW arbeiten musste, wenn er wissen wollte, wie und warum Kapitalismus funktioniert - um nur ein Beispiel zu nennen.

Ich habe übrigens mit 16 abschlusslos die Schule hingeschmissen und mich allein auf meinen steinigen Lebensweg gemacht.

Natürlich ist das, was man in der Schule lernt, unter Umständen nutzlos. Sagen wir mal - fünfzig Prozent - aber das Dumme ist nur, dass wir nicht wissen, welche fünfzig Prozent wir im Laufe unseres Lebens irgendwann einmal gebrauchen können oder müssen.


Apropos Flavorist - früher waren das die, deren Deo versagte. :D


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10.03.2016 um 11:32
@Doors
Hab mal n graffito gesehen da stand “I have learned more from the internet than I have in school”
Doors schrieb:Apropos Flavorist - früher waren das die, deren Deo versagte.
versteh' ich jetzt nicht ganz, war das in den 70ern ein hippes Wort für Schweissmief, oder was? haha...
Doors schrieb:Und alle im Chor: LÜGENPRESSE! LÜGENPRESSE!!
-das hast Du geschrieben, nicht ich. Manipulation heisst nicht, dass man andernfalls Sachverhalte als Lüge darstellt. Vielleicht gibt es auch etwas zwischen manipuliert und autonom. Sowas wie eine differenzierte Meinung in etwa.


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10.03.2016 um 11:40
@Doors

Zitat:
Natürlich ist das, was man in der Schule lernt, unter Umständen nutzlos. Sagen wir mal - fünfzig Prozent - aber das Dumme ist nur, dass wir nicht wissen, welche fünfzig Prozent wir im Laufe unseres Lebens irgendwann einmal gebrauchen können oder müssen.


Genau das haben meine Eltern mit ihrem Spruch gemeint.

Ich hätte mich damals in der Schule am liebsten nur mit Kunst und Geschichte befasst.
Mathe und Deutsch haben mich nur mäßig interessiert.
In meinem jetzigen Job brauche ich aber genau diese Sachen :)

Mit Kunst und Geschichte befasse ich mich dafür in meiner Freizeit.


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10.03.2016 um 11:57
@Anthea
Eben, so sehe ich es auch.
Manchmal gibts Momente im Leben, da greift man auf das zurück was man in der Schulzeit irgendwann mal gelernt hat.
Oder aber man nutzt dieses Anfangswissen und vertieft es dann weiter...

Beispiel von mir: häkeln/ stricken: habe ich in der Schule gehasst und für Jahrzehnte "vergessen". Jetzt brauche ich dieses Wissen wieder. Oder allgemein im Hauswirtschaftsbereich, das selbe Spiel. Mir werden täglich Löcher in den Bauch gefragt und so einiges davon kann ich beantworten dank des Wissens das wir mal irgendwann in Physik/ in Mathe/ in Bio/ in sonstigen Fächern serviert bekamen. Selbst das Fach "Werken/ Kunst" hat mir im Privatleben schon viel genützt.

Das was man in der Schule lernt, ist meist nur der Grundstock. Darauf baut alles Weitere auf.
Das eine oder andere braucht der eine oder andere nie wieder im Leben. Doch jemand anderes muss diesen Wissens-Grundstock früher oder später durch den angestrebten Beruf oder im Privatleben nutzen.


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10.03.2016 um 12:09
@slobber

Jaaaa - Handarbeit! Was habe ich das gehasst. Besonders Sticken.
Stricken wollte ich nicht lernen. Fand ich so nervig. Erst Jahre später fing ich aus Lust und Laune damit an. Und es bringt Spaß. Aber hätte ich in der Schule nicht die Grundkenntnisse bekommen.....

Wichtig ist der Grundstock, den man in der Schule bekommt. An erster Stelle steht da für mich Lesen und Schreiben. Darauf kann man aufbauen.

Außerdem bildet man sich doch eh tagtäglich weiter.
Alles, was mit PC, Internet usw. zu tun hat, habe ich erst Jahre nach der Schulzeit gelernt.
Gab es damals ja alles nicht :)


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10.03.2016 um 12:23
@Anthea

Ich behaupte mal das wir es noch gut hatten.
Wir haben gelernt zu lernen, uns auf das selbst erarbeitete Wissen verlassen. Wir sind für Referate und ähnliches in Bibliotheken und haben sonstwo das benötigte Material zusammengeklaubt. Hatten also viel Arbeit damit, doch letztlich war man stolz auf das Ergebnis.
Auf dem Dachboden habe ich einen ganz dicken Ordner voller Informationen über Miró und diverse Farbfotokopien (sogar für den Overheadprojektor entsprechend bedruckte Folien). Das hat mich damals die kompletten Sommerferien gekostet. Hat mir letztlich sogar Spaß gemacht. Der Ordner existiert nun seit 16 Jahren und ich werde ihn definitiv nicht wegschmeißen.

Und heute? Was man nicht mit dem ersten Suchbegriff im Internet findet wird auf entsprechenden Plattformen oder in Foren erfragt. Meist mit der Begründung "Ich habe im Internet nichts dazu gefunden".
Da wird sich auf die Arbeit anderer verlassen, man setzt die Schnipsel zusammen und weiß im Endeffekt meist nicht mal was man da überhaupt dem Lehrer abliefert.
SO sollte das echt nicht ablaufen.

by the way, nächste Woche will ich mal für die Stadtbibliothek einen Ausweis besorgen. Wird uns sicherlich noch viel nützen.


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10.03.2016 um 12:47
Mathe habe ich in der Schule immer gehasst. Spätestens als Algebra dazu kam :D Während des Abiturs hab ich einfach nur versucht in Mathe keine 6 zu bekommen, was stellenweise gar nicht so einfach war, da ich im Unterricht maximal physisch anwesend war und natürlich keine Hausaufgaben gemacht hab. Noch nicht mal abgeschrieben habe ich irgendwo. Demnach hatte ich nicht den gringsten Schimmer, um was es ging.
Was ist dann passiert? Ich hab was Naturwissenschaftliches studiert und dabei natürlich viel Mathe und Physik benötigt. Es war super anstrengend die ganzen Wissenslücken zu füllen, aber letzendlich hab ich es mit einer Menge Tutorien und meinem geduldigen, mathematikbegeisterten Vater hinbekommen :) Teilweise war es sogar hoch interessant und spaßig, weil ich gelernt habe, dass Mathematik ein ziemlich mächtiges Werkzeug ist und was man damit alles anstellen kann.

Letztendlich brauche ich heute davon nur noch einen Bruchteil, aber allein das Erlernen des lernens war und ist ungemein praktisch. Daher finde ich eine breitgefächerte Bildung im Rahmen der Schule sehr wichtig. Nicht nur Fakten sind da von Bedeutung, sondern auch die unterschiedlichen Methoden, wie man sich Wissen aneignen kann. Erlerntes anwenden und bestimmte Sachverhalte bewerten gehört auch dazu.

Der Anwendungsbezug hat mir in der Schule immer gefehlt, ich weiß nicht wie es heute ist, aber das könnte man vielleicht über AGs und/oder Projekttage/-wochen regeln. Fächerübergreifenderen Unterricht fänd ich auch gut. So könnte man z.B. geschichtliche Zusammenhänge über Himmelsbeobachtung mit in den Physikunterricht einarbeiten.


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10.03.2016 um 13:26
@slobber

zum Kopieren aus dem Internet.
Es gab noch nie so viele Plagiatsvorwürfe, wie heute :)
Ist ja auch einfacher, sich das alles aus dem Netz zu holen, als mal selber ein paar Bücher oder Facharbeiten zu lesen und sich dann selbst Gedanken zu machen.


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10.03.2016 um 13:27
Schule ist wichtig. Allerdings könnte man den Lehrplan doch etwas -nunja, sagen wir mal lebensnäher- gestalten. Mir ist völlig unklar, warum man z.B. im Oberstufen-Deutschunterricht Sachen wie Gedichtinterpretation macht, wenn mindestens die Hälfte einer Abiturabschlussklasse keine 30 Wörter fehlerfrei schreiben können, die einfachsten Formatierungsregeln eines formellen Briefes nicht kennen und auch sonst schon mit ihrer Muttersprache heillos überfordert scheinen.

Ich persönlich würde ja keinem Schüler ein Abitur geben, der eine Seite Text nicht unter 10 Rechtschreibfehlern zustande bekommt. Aber Hauptsache es wurde irgendein Klassiker der Literatur gelesen und ausgiebig besprochen.


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