Haben Deutsche die korrekte Rechtschreibung verlernt?
Haben Deutsche die korrekte Rechtschreibung verlernt?
gestern um 16:06Richtig, aber zu kurzCleo13 schrieb:Fisimatenten sind Faxen. Oder Unsinn
Für mich wesentlich bei dem Wort ist die Bedeutung:
alle Handlungen, die Umstände oder Probleme verursachenQuelle: Wikipedia: Fisimatenten
Sonst wäre Fisimatenten ja synonym zu Knepe. :D
Meine Frau war letzten Freitag Essen und er Kellner hat völlig unironisch das Wort "töfte" benutzt.
Meine Frau hat dann mit "knorke" gekontert und er war hin und weg. :D
Wer die beiden Wörter nicht kennt, sie bedeuten so viel wie "toll, super, klasse"
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gestern um 16:07Dein Beitrag richtet sich zwar an @Cleo13 , aber dazu möchte ich auch gerne etwas schreiben.suffel schrieb:Aber findest du das wirklich so schlimm? Also wenn du die Botschaft/ Inhalt des Beitrags verstehst aber halt Rechtschreibfehler drin sind dann ändert das ja erstmal nichts an der geschrieben Aussage
Ich empfinde es als Zumutung, einen Text mehrmals oder besonders langsam, quasi mit eingebautem Korrekturprogramm lesen zu müssen, der dann womöglich inhaltlich noch völlig unbedeutend ist, nur weil der Verfasser gerade in der Laune war, schnell etwas „hinzurotzen“.
Irgendwann sortiere ich solche User aus und lese sie nicht mehr, es sei denn, ich werde konkret angesprochen.
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gestern um 16:49Ich arbeite in einer Behörde, in der die meisten Mitarbeiter regelmäßig Vermerke über Sachverhalte und Gespräche schreiben müssen. Mittlerweile ist es wirklich nicht mehr lustig, was sich einige da "zusammenschreiben".
Wir mussten vor 35 Jahren beim Einstellungstest u.a. noch einen umfangreichen Block mit Rechtschreibung und Sprachverständnis absolvieren. Inzwischen habe ich den Eindruck, dass das bei Einstellungen überhaupt keine Rolle mehr spielt. Und auch Kollegen mit Abitur und Abschluss eines Studiums machen Fehler, bei denen es einen graust.
Spricht man jemanden freundlich darauf an, erntet man nur Schulterzucken - es sei doch egal, Hauptsache, man verstehe was gemeint ist. Aber genau das ist dann eben manchmal wirklich schwer und führt aufgrund mangelnder Ausdrucksweise zu Missverständnissen. Aber nicht einmal das wird verstanden...
Wir mussten vor 35 Jahren beim Einstellungstest u.a. noch einen umfangreichen Block mit Rechtschreibung und Sprachverständnis absolvieren. Inzwischen habe ich den Eindruck, dass das bei Einstellungen überhaupt keine Rolle mehr spielt. Und auch Kollegen mit Abitur und Abschluss eines Studiums machen Fehler, bei denen es einen graust.
Spricht man jemanden freundlich darauf an, erntet man nur Schulterzucken - es sei doch egal, Hauptsache, man verstehe was gemeint ist. Aber genau das ist dann eben manchmal wirklich schwer und führt aufgrund mangelnder Ausdrucksweise zu Missverständnissen. Aber nicht einmal das wird verstanden...
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um 08:24Ja, das sehe ich genauso. Dieses "Ist doch egal" kann irgendwann zu einem "Jeder schreibt wie er will" werden und irgendwann haben wir ein riesiges Kauderwelsch!Bröemelchen schrieb:Spricht man jemanden freundlich darauf an, erntet man nur Schulterzucken - es sei doch egal, Hauptsache, man verstehe was gemeint ist. Aber genau das ist dann eben manchmal wirklich schwer und führt aufgrund mangelnder Ausdrucksweise zu Missverständnissen. Aber nicht einmal das wird verstanden...
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um 09:00Klar kann das auch so sein kommt wahrscheinlich auch sehr darauf an um was für eine Art Text es sich handelt, also ob es jetzt wirklich was ist das irgendwas erklärt oder einfach nur eine kurze Botschaft/ info bei WhatsAppmartenot schrieb:Wobei ich finde, dass der Übergang zwischen "Inhalt verständlich, trotz Rechtschreibfehler" und "Rechtschreibfehler führen zu Verständnisschwierigkeiten" fließend ist. Tatsächlich geht es mir nicht selten so, dass ich einen Text, der viele Fehler enthält, oft nicht richtig oder sogar falsch verstehe. Oder ich muss ihn mehrfach lesen, bis ich verstehe, was gemeint ist.
sooma schrieb:Ich zum Beispiel finde solche Texte anstrengend zu lesen, lese oft drüber weg. Ich verliere da die Lust an der Botschaft.
Krass das ihr das wirklich so.....ich nenne es jetzt mal streng seht :DBundesferkel schrieb:Ich empfinde es als Zumutung, einen Text mehrmals oder besonders langsam, quasi mit eingebautem Korrekturprogramm lesen zu müssen, der dann womöglich inhaltlich noch völlig unbedeutend ist, nur weil der Verfasser gerade in der Laune war, schnell etwas „hinzurotzen“.
Über sowas habe ich mir noch nie Gedanken gemacht also das ich jetzt user nicht mehr lese aufgrund von Rechtschreibfehlern in Beiträgen etc. Ich bin da wohl sehr locker was das angeht
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um 09:12Es hat halt nichts mit Lockerheit zu tun, wenn ein Text einfach mühsam zu lesen oder zu verstehen ist, weil er viele Fehler enthält. Es ist für mich dann einfach anstrengend. Bei einer kurzen Message ist das natürlich kein Problem, sofern verständlich ist, was gemeint ist, aber bei längeren Texten gebe ich oft auf und lese nicht weiter.suffel schrieb:Ich bin da wohl sehr locker was das angeht
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um 09:25Das tue ich zwar nicht, aber hier ist es ähnlich. Wenn ich sehe, was sich unsere Kunden zusammenschreiben, frage ich nich oft woran solch große Defizite liegen?Bröemelchen schrieb:Ich arbeite in einer Behörde, ...
Dabei meine ich nicht nur Menschen die nicht von hier kommen oder Menschen, die MAL einen Flüchtigeitsfehler machen. Nein, ich meine die, die z.T. ein einem Satz mehr Fehler machen, als dieser Wörter hat.
Ist das "Handy" oder das Internet Schuld darn?
Ist es eine Form von Gleichgültigkeit frei nach dem Motto "Man weiß ja, was ich meine"?
Das schrieb ja auch
Ist es eine Art Ignoranz (Ist nicht mein Problem)?Bröemelchen schrieb:Spricht man jemanden freundlich darauf an, erntet man nur Schulterzucken - es sei doch egal,...
Ist es eine Mischung von allem?
Als ich vor vielen Jahren in meiner Firma anfing fiel mir auf, dass ein Kollege eine Rechtschreibschwäche hatte.
Anfangs, als ich ihn darauf ansprach und ihn korrigieren wollte, wurde er (nachvollziehbar) zickig "Ich weiß das, ey... Lass mich..."
Nach ca. 5-6 Jahren kam er plötzlich von selber "Du, ist das so richtig? Kann ich das so und so...? Schreibt man das mit Doppel F?"
Ich half ihm natürlich, zumal auch alle wissen, dass meine Rechtschreibung und Grammatik recht ordentlcih ist und von da an bat er mich häufiger, ihm zu helfen.
Aber oft fehlt wohl die Bereitschaft, andere um Hilfe bitten zu wollen/können. Ist es, weil man sich (fälschlicherwiese) "ertappt" fühlt?
Gucky.
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um 09:30Ich könnte mir vorstellen, dass es noch "schlimmer" wird, je mehr die Nutzung von KI um sich greift. Denn je mehr sich die Leute ihre Texte von der KI schreiben lassen, umso weniger Übung hat man beim Selbstverfassen von Texten. Ich könnte mir vorstellen, dass in einigen Jahren eine größere Gruppe an Menschen kaum noch längere Texte selbst schreiben kann, bzw. auf die Dienste einer KI angewiesen ist.Gucky87 schrieb:Ist das "Handy" oder das Internet Schuld darn?
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um 09:40Ich habe gerade in einem großen Medium den Satz "... was der Volkswirtschaft viel Geld kostet" gelesen.
Natürlich muss es "was DIE Volkswirtschaft viel Geld kostet" heißen.
Diese Art Fehler liest und hört man in den letzten Jahren immer häufiger.
Natürlich muss es "was DIE Volkswirtschaft viel Geld kostet" heißen.
Diese Art Fehler liest und hört man in den letzten Jahren immer häufiger.
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um 09:53Spontan war ich mir jetzt auch nicht sicher, welche Formulierung bzw. welcher Kasus richtig ist. Habe gerade die KI befragt, die (ohne Gewähr) behauptet, dass der Satz sowohl mit (doppeltem) Akkusativ, aber auch mit Dativ formuliert werden kann. Ersteres wäre zwar der Standard, aber die Verwendung des Dativs wäre ebenfalls als Alternative möglich.Pusemuckel schrieb:Ich habe gerade in einem großen Medium den Satz "... was der Volkswirtschaft viel Geld kostet" gelesen.
Natürlich muss es "was DIE Volkswirtschaft viel Geld kostet" heißen.
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um 10:04Diese Alternative im Dativ gibt es nicht;martenot schrieb:Spontan war ich mir jetzt auch nicht sicher, welche Formulierung bzw. welcher Kasus richtig ist. Habe gerade die KI befragt, die (ohne Gewähr) behauptet, dass der Satz sowohl mit (doppeltem) Akkusativ, aber auch mit Dativ formuliert werden kann. Ersteres wäre zwar der Standard, aber die Verwendung des Dativs wäre ebenfalls als Alternative möglich.
da bin ich mir sicher.
Der Beispielsatz steht (korrekt) im Akkusativ.
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um 10:14Ich bin mir da insofern manchmal nicht sicher, weil es regionale Unterschiede gibt (da müsste ich in diesem Fall mal genauer recherchieren). Manchmal weicht die Grammatik ab, je nachdem, welchen "Regiolekt" man verwendet. Vielleicht habe ich eine andere Erinnerung an die Formulierung, weil ich im Einflussbereich des Österreichischen aufgewachsen bin. Ich kann mich aber auch täuschen.Bundesferkel schrieb:Diese Alternative im Dativ gibt es nicht;
da bin ich mir sicher.
Auf jeden Fall: wenn die KI-Aussage falsch ist, wäre sie gleichzeitig ein weiteres Beispiel dafür, dass die KI bislang keine wirklich verlässlichen Auskünfte erteilt.
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um 13:39Beispielsweise:martenot schrieb:Manchmal weicht die Grammatik ab, je nachdem, welchen "Regiolekt" man verwendet.
„Auf den Parkplatz steht dem Herrn Mayer sein Auto“.
Sprachlich hört sich das geläufig an, nur schriftlich liest es sich falsch.😵💫
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um 13:40@Bundesferkel
Das klingt auch sprachlich sehr falsch, regional mag das im Umgangston aber Verwendung finden
Das klingt auch sprachlich sehr falsch, regional mag das im Umgangston aber Verwendung finden
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um 13:41Haben Deutsche die korrekte Rechtschreibung verlernt?
um 13:46@sooma
In Franken schon,
ich höre es täglich.
Ich bezog mich, zugegebenermaßen überspitzt,
auf @martenot und seinen Regiolekt.
War nicht ganz ernst gemeint.
In Franken schon,
ich höre es täglich.
Ich bezog mich, zugegebenermaßen überspitzt,
auf @martenot und seinen Regiolekt.
War nicht ganz ernst gemeint.
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um 13:52Ich leider auch. Wenn ein Text keine Groß- und Kleinschreibung beinhaltet, Satzzeichen fehlen und - ganz schlimm - keine oder kaum Absätze hat, dann lese ich ihn nicht.martenot schrieb:Es hat halt nichts mit Lockerheit zu tun, wenn ein Text einfach mühsam zu lesen oder zu verstehen ist, weil er viele Fehler enthält. Es ist für mich dann einfach anstrengend. Bei einer kurzen Message ist das natürlich kein Problem, sofern verständlich ist, was gemeint ist, aber bei längeren Texten gebe ich oft auf und lese nicht weiter.
Finde das echt anstrengend.
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um 13:58Ich höre das auch täglich, und darauf bezog sich auch unter anderem das Buch "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod". Der alltägliche Sprachgebrauch weicht bisweilen von den offiziellen Grammatikregeln ab, und im Lauf der Jahre kann es sein, dass sich die Sprache sogar soweit verändert, dass der einstmals inoffizielle Sprachgebrauch irgendwann übernommen wird.Bundesferkel schrieb:In Franken schon,
ich höre es täglich.
(Wobei ich ein Freund des Genitivs bin und ihn nicht gern verlieren möchte).
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um 15:35Ich schließe mich @sooma und @Bundesferkel an: Ich finde es anstrengend und ich hab keine Lust, etwas mehrmals zu lesen. Auch wenn man es versteht, stolpert das Auge erstmal. Außerdem springt es mir einfach extrem ins Auge und ich kann das nicht ausblenden. Wie ein schlechter Geruch einem unwillkürlich in die Nase steigt.suffel schrieb:Aber findest du das wirklich so schlimm? Also wenn du die Botschaft/ Inhalt des Beitrags verstehst aber halt Rechtschreibfehler drin sind dann ändert das ja erstmal nichts an der geschrieben Aussage
Aber nicht in der Schriftsprache! - Mein Mann macht sich immer lustig über mich, wenn ich sag: "Ruf mir, wenn du fertig bist!" Er ist der Meinung, das heißt "Ruf mich". Aber bei uns heißt "ruf mir" eher "Bescheid geben" und nicht "herbeirufen". Das ist für mich ein Unterschied. - Ich würde das aber niemals schreiben! (Bei uns hat es auch "geschnieen" und nicht "geschneit".)martenot schrieb:Ich bin mir da insofern manchmal nicht sicher, weil es regionale Unterschiede gibt
Ich auch nicht! Keinesfalls! Ich freue mich immer, wenn jemand im Gespräch einen schönen perfekten Genitiv verwendet.martenot schrieb:(Wobei ich ein Freund des Genitivs bin und ihn nicht gern verlieren möchte)







